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18.06.: Vorschau Indy - Pantano wieder statt Glock

Das Kanada-Wochenende hat für Jordan mit der Finanzaffäre um Giorgio Pantano denkbar ungünstig begonnen, durch die Disqualifikationen erbte man schlussendlich aber drei wertvolle WM-Punkte. Nun soll der Schwung nach Indianapolis mitgenommen und in weitere Top-Ergebnisse umgesetzt werden.

Speziell Nick Heidfeld ist zuversichtlich: "Indianapolis ist eine Strecke, die ich sehr mag. Ich hatte dort auch schon einige gute Resultate. Einmal bin ich Vierter geworden und dann kam ich noch einmal in die Punkte, trotz Getriebeproblemen. Meine Erinnerungen sind also positiv. Es ist etwas Besonderes, die vollen Tribünen zu sehen, und auch die legendäre Tradition sorgt für eine spezielle Atmosphäre. Es ist ein gutes Gefühl, nach einer starken Leistung in Montreal hierher zu kommen."

Pantano diesmal wieder statt Glock dabei

Ähnlich äußerte sich Giorgio Pantano, diesmal wieder im Einsatz: "Ich bin in Indianapolis noch nicht gefahren, war aber 2002 als Zuschauer da. Ich freue mich schon darauf, wieder im Auto zu sitzen. Ich werde alles geben und möchte für das Team ein gutes Rennen hinlegen, möchte ein gutes Resultat. In den letzten Rennen hat man gesehen, dass das Auto immer besser wird, und wir kommen den anderen Teams immer näher. Ich hoffe auf eine gute Zielankunft und im Idealfall auf Punkte."

Für Chefingenieur James Robinson ist es "etwas Besonderes, hier zu sein, speziell so kurz nach dem Indy 500. Hier wurde wirklich hart gearbeitet, um die Anlage in so kurzer Zeit für die Formel 1 vorzubereiten, und wir hatten logistisch unsere eigene Herausforderung in Form der zwei Nordamerika-Rennen, die so eng beisammen liegen. Das ganze Equipment kommt direkt aus Kanada und wir hatten nur zwei Tage zum Zerlegen, Überprüfen und Zusammenbauen der Fahrzeuge."

"Die Strecke ist sehr technisch, hat das längste Volllaststück kombiniert mit dem engen Infield", so Robinson weiter. "Das erfordert einen Kompromiss in der Abstimmung. Wir fahren hier zum ersten Mal um diese Jahreszeit und wir haben schon mit den hohen Temperaturen und dem wechselhaften Wetter Bekanntschaft gemacht. Wir hoffen auf ein Regenrennen, denn dann können wir die Stärken des Pakets mit den Bridgestone-Reifen und dem sehr fahrbaren Ford-Motor zeigen und vielleicht punkten."

Glock wird wieder in die Testfahrer-Rolle schlüpfen

Auch Testfahrer Timo Glock äußerte sich im Vorfeld des Wochenendes: "Letztes Jahr hatte ich einen ChampCar-Test und besuchte dabei Indianapolis, aber ich kenne die Grand-Prix-Strecke nicht. Ich freue mich darauf, sie zu lernen und dem Team zu helfen. Es war fantastisch, bei meinem ersten Rennen in Kanada Punkte geholt zu haben, aber es ist auch gut, dass Giorgio wieder da ist und wir gemeinsam für das Team arbeiten können."

"Gleichzeitig", gab er aber zu, doch ein bisschen wehmütig zu sein, "weiß ich jetzt, wie toll es ist, einen Grand Prix zu bestreiten. Da fällt es mir sicher schwerer als zuvor, an den Samstagen und Sonntagen nur zuschauen zu dürfen. Trotzdem bin ich happy, denn ich weiß, dass meine Zeit noch kommen wird. Jetzt konzentriere ich mich aber erst einmal voll und ganz auf meine Testarbeit, die ich für das Team erledigen muss."

Vorbereitet haben sich die Jordan-Piloten übrigens mit einem Fitnesstrainer in den kanadischen Bergen - abgeschirmt von der Öffentlichkeit, an einem idyllischen See, wo Handyempfang ein Fremdwort ist. Heidfeld, Pantano und Glock konnten in einem malerischen Wildnisgebiet ihre körperliche Verfassung auf Vordermann bringen und gleichzeitig ein paar Tage ausspannen, um für den US-Grand-Prix erholt zu sein."

Fahrer machten Aktivurlaub in der kanadischen Wildnis

Pantano genoss den Trip sehr, "denn es gab kein Telefon, kein Fernsehen im Zimmer. Man konnte den Wald sehen, den See und seine Inseln. Wir haben ein bisschen trainiert, auch wenn ich wegen meiner Knieverletzung nicht alles mitmachen konnte, aber ich probierte mich im Kajak und machte auch ein bisschen Trekking. Es war wirklich malerisch, wir haben gefischt und die Biber beobachtet - einzigartig!"

Heidfeld stimmte zu: "Wir waren nur eine Woche am Lake Sacacomie, aber ich hatte den Eindruck, es sei eine Woche, weil wir so viel unternommen haben. Wir haben hauptsächlich trainiert, aber es war auch für die Atmosphäre gut, denn wir drei Fahrer und die Physiotherapeuten waren alle beisammen. Das Radfahren war hart, denn in den Bergen geht es steil bergauf. Wir hatten aber auch Spaß mit Quad-Bikes, Jet-Skis und beim Fahren mit dem Jeep in den Wäldern." F1Total.com-Newsletter:

Das Schlusswort hatte Timo Glock: "Es war eine wirklich gute Woche, die paar Tage haben richtig Spaß gemacht. Es war der perfekte Kompromiss zwischen Fitnesstraining und Spaß, denn wir sind Quad-Bikes gefahren und haben nach Bären gesehen. Außerdem sind wir mit einem Wasserflugzeug gefahren, was spektakulär war. Dabei kamen alle auf ihre Kosten. Das war die richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt, in der Mitte der Saison."

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17.06.: Jordan-Verkauf dieses Mal keine Fata Morgana?

In Montreal machte das Gerücht die Runde, Teamchef Eddie Jordan habe seinen Rennstall an einen Investor im Mittleren Osten verkauft - was der Ire prompt dementierte. Es ist nicht das erste Mal, dass Jordan mit einem neuen Besitzer in Verbindung gebracht wurde. Nach Informationen des Fachmagazins 'auto, motor und sport' ist an den Gerüchten jedoch mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit dran.

Für umgerechnet 53 Millionen Euro soll Eddie Jordan 80 Prozent seiner Teamanteile an eine in Katar und Abu Dhabi in den Vereinigten Emiraten beheimatete Investorengruppe verkaufen. Ein irischer Börsenmakler, dem derzeit 49 Prozent gehören, würde seine Anteile am Jordan-Team verkaufen. Jordan würde in Zukunft mit 20 Prozent am Team beteiligt sein. Der Verkauf soll nach 'ams'-Informationen im Vorfeld des USA-Grand-Prix' bekannt gegeben werden.

Der Rennstall, der seit Jahren knapp am Konkurs vorbeischrammt, soll weiterhin in Silverstone stationiert bleiben, es kann aber in Zukunft ein neuer Windkanal in den Vereinigten Emiraten genutzt werden. Der 56-Jährige Ire soll seinen Teamchef-Posten auf jeden Fall behalten.

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17.06.: Glock hält sich fit für weitere Einsätze

Beim gemeinsamen Fitnesstraining in Kanada mit Teamkollege Nick Heidfeld hält sich Formel-1-Debütant Timo Glock bereit für weitere Aushilfseinsätze in der Königsklasse. Eine Entscheidung, ob der 22-Jährige aus Wersau im Odenwald auch beim Großen Preis der USA den Italiener Giorgio Pantano vertreten wird, fällt laut Teamchef Eddie Jordan erst vor Ort in Indianapolis.

Glock hätte trotz seiner gelungenen Premiere mit Platz sieben und zwei WM-Punkten im ersten Formel-1-Rennen seiner Karriere keine Probleme damit, wieder ins zweite Glied des Testfahrers zurückzutreten: "Ich hoffe, dass Giorgio Pantano wieder zurückkommt. Ich verstehe mich gut mit ihm", sagte Glock. "Wenn nicht, würde ich mich natürlich freuen, wenn ich nochmal fahren dürfte."

Damit hätte wiederum Jordan auch kein Problem. "Timo ist vielleicht das größte Talent in Deutschland. Er setzte sich in den Junior-Kategorien sehr schnell durch. Ich bin froh, dass wir ihm diese Chance geben konnten", meinte der Ire: "Er hat in seinem ersten Rennen überhaupt keine Fehler gemacht."

Glock freut sich über das Lob seines Chefs, mit dem er gemeinsam in der Jury der 'Speed Academy' der 'Deutschen Post', eines neuen Nachwuchsförderprogramms, sitzt. "Ich bin stolz, dass ich den Erwartungen gerecht geworden bin. Es hat mich besonders für das Team gefreut, denn die Punkte bedeuten ja bares Geld. Allerdings frage ich mich manchmal noch, ob ich nicht nur geträumt habe."

Dass er es in die Königsklasse geschafft hat, verdankt Timo Glock auch der Unterstützung der 'Deutschen Post', die ihn in den vergangenen Jahren in der Formel BMW und der Formel 3 bereits unterstützt hat.

Als Mitglied der 'Speed Academy' (www.speed-academy.de) kann er jetzt bereits etwas zurückgeben. Er ist nicht nur als Jury-Mitglied tätig, sondern auch als Ansprechpartner für sechs ausgewählte Talente, an die die Post in diesem Jahr insgesamt 300.000 Euro Fördergelder verteilen wird.

Auch Eddie Jordan, in dessen Team unter anderem die Formel-1-Karrieren von Michael und Ralf Schumacher begannen, engagiert sich gerne für dieses Programm. In Montreal fuhren beide Jordans mit dem Logo der 'Speed Academy'.

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12.06.: Timo Glock darf am Kanada-Grand-Prix teilnehmen

Der Jordan-Ford von Giorgio Pantano blieb am Freitag in der Garage stehen, weil ihm Teamchef Eddie Jordan ein "Fahrverbot" erteilte, nachdem vereinbarte Zahlungen nicht vereinbarungsgemäß geflossen sind: "Eine persönliche Angelegenheit ist aufgetreten, die Giorgios Aufmerksamkeit heute abseits der Strecke gelenkt hat, sodass er leider nicht am Freien Training teilnehmen konnte", umschrieb Teamchef Eddie Jordan die Situation.

Des einen Leid ist des anderen Freud', denn der dritte Fahrer des Teams, Timo Glock, kommt durch die Misere im Pantano-Lager unverhofft zu seinem Renndebüt in der Formel 1. Der 22-jährige Unterflockenbacher ist damit neben Teamkollege Nick Heidfeld sowie Michael und Ralf Schumacher der vierte Deutsche in der Formel 1. Der 'F1Total.com'-Kolumnist war im vorigen Jahr noch in der Formel-3-Euroserie unterwegs. Mit insgesamt drei Siegen belegte er in der Gesamtwertung den fünften Platz.

Vor Saisonbeginn erhielt er von Eddie Jordan die Chance, sich als Testpilot in der "Königsklasse des Motorsports" zu beweisen. Gut möglich, dass Timo Glock die komplette restliche Saison für das Jordan-Team bestreiten darf, sollte Pantano weiterhin kein Geld aufbringen können. Glock bringt dank Sponsoren ebenfalls eine nicht unerhebliche Geldsumme in den Rennstall des Iren mit.

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10.06.: Jordan-Truppe fiebert dem Montreal-Rennen entgegen

Nach der Punkteankunft in Monaco und einem starken Rennen auf dem Nürburgring blicken Nick Heidfeld und das restliche Jordan-Team optimistisch nach Montreal, wo man in der Vergangenheit ebenfalls starke Rennen fahren konnte. In der ersten Formel-1-Saison 1991 kam man auf den Plätzen vier und fünf ins Ziel, 1995 beendeten Rubens Barrichello und Eddie Irvine das Rennen sogar auf den Plätzen zwei und drei. Seitdem hatte das Team einen weiteren Platz in den Top 6 sowie ein weiteres Podium 1997 zusammen mit Giancarlo Fisichella herausgefahren, der die Zielflagge als Dritter sah.

Nick Heidfeld: "Ich freue mich auf den Kanada-Grand-Prix, nicht nur aufgrund der Strecke, sondern vor allem weil ich die Stadt von Montreal sehr mag. Ich fliege schon ein paar Tage früher hin, um dort ein wenig Zeit zu verbringen, mich an die Zeitzone zu gewöhnen und die Stadt zu genießen. Der Kurs ist ein wenig eine Stop-and-Go-Strecke mit langen Geraden, es ist aus diesem Grund wichtig, dass man einen guten Top-Speed und einen zuverlässigen Motor hat. Unser Test in Silverstone war produktiv und auch wenn wir viel generelle Arbeit erledigt haben, inklusive Reifentests für den Britischen Grand Prix, haben wir ein paar spezielle Vorbereitungen für Kanada getroffen und das war positiv."

Giorgio Pantano: "Dies wird meine erste Reise nach Kanada sein und ich bin wirklich aufgeregt angesichts der Dinge, die ich von allen gehört habe. Montreal soll ein sehr schöner Ort mit einer guten Rennstrecke sein. Für mich wird es wie Australien, Malaysia und Bahrain sein und ich muss die Strecke schnell kennen lernen. An diesem Punkt der Saison hatte ich gehofft, dass ich ein wenig mehr erreicht habe, aber wir hatten ein paar Probleme und das ist eben Motorsport. Es ist ein wenig frustrierend, aber jedes Rennen ist eine neue Chance für uns. Ich hatte zwei Testtage in Silverstone, was wirklich sehr gut war, nicht nur wegen der Zeit auf der Strecke, aber auch deshalb, weil mir dies die Möglichkeit gegeben hat, die Fabrik zu besuchen. Ich mag dies, denn das Team ist wie eine Familie. Wir alle wollen, dass sich unsere Anstrengungen auf der Strecke auswirken und wir arbeiten alle so hart daran, uns in jedem Aspekt zu verbessern."

Chefingenieur James Robinson: "Montreal ist eine fantastische Stadt und sie hat eine sehr aufregende Rennstrecke. Dies ist unsere erste Möglichkeit, den EJ14 mit mittlerem Abtrieb zu fahren, was eine interessante Aussicht ist. Der Kurs geht hart mit den Bremsen um, wichtig ist auch die Hitzebeständigkeit der Reifen. Aus diesem Grund haben wir mit Bridgestone getestet und sind zuversichtlich, dass uns die Reifen im Rennen gut aussehen lassen werden. Ein Teil des Genusses am Wochenende ist die Location, denn Montreal ist ein solch großartiger Ort, sie lieben den Motorsport und die Fans sind sehr sehr gebildet und wissbegierig. Sie verfolgen die Formel 1 sehr und wissen, was sie sich da anschauen. Hoffentlich wird es für alle ein aufregendes Rennen."

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03.06.: Jordan packt nach zwei Testtagen zusammen

Zwei Tage lang testete das Jordan-Team mit den beiden Stammfahrern Nick Heidfeld und Giorgio Pantano in Silverstone. Dabei hatte das Team Glück, denn am ersten offiziellen Testtag, als es regnete, war man noch nicht von der Partie, an den beiden anderen Tagen blieb es trocken. Insgesamt kam das Team an den zwei Testtagen auf 268 Runden und auf eine Testdistanz von 1.377 Kilometer. Nun packt das Team das Material zusammen, das am Wochenende nach Montreal geflogen werden wird.

Chefingenieur James Robinson: "Wir hatten zwei gute und trockene Testtage in Silverstone und wir hatten heute den genausten Wetterbericht aller Zeiten, denke ich. Wir sagten vorher, dass es um 17 Uhr, als der Test zu Ende war, beginnen würde zu regnen und das kam dann auch so! Wir konnten ordentlich viel Arbeit erledigen, vor allem Reifentests für Bridgestone im Hinblick auf die kommenden Europa-Rennen und schauten uns zudem Aerodynamik- und Chassis-Setups für den Kanada-Grand-Prix an. Es lief alles ziemlich gut, wir hatten ein paar technische Probleme, aber das ist bei einem Test normal und alles in allem war er produktiv."

Teammanager Tim Edwards: "Der Kalender führte dazu, dass wir zwischen den Rennen in Monaco und dem Europa-Grand-Prix nur eine Woche hatten, dann einen Test in Silverstone in der Woche danach absolvierten und nun erneut zwei Überseerennen mit nur einer Woche Pause in Kanada und den USA folgen. Mit vier Rennen und einer Testsession innerhalb von sechs Wochen bedeutet dies viel Arbeit für alle Beteiligten. Die direkt aufeinander folgenden Rennen in Amerika sind härter als die Ersten in Europa, denn nach Monaco kam direkt ein Van mit all den Teilen nach dem Rennen zur Fabrik, die in der Fabrik neu aufgebaut werden mussten, um dann zum Nürburgring zu fahren, um dort rechtzeitig vor Ort zu sein."

"Wir sind ein kleines, schlankes Team, wir müssen aus diesem Grund die Teile ausbauen und sie sogar unter solchen Umständen wieder nutzen, wohingegen die größeren Teams eher in der Lage sind, für diese engen logistischen Situationen zusätzliche Teile zur Verfügung zu stellen. Aber wenn wir nach Kanada gehen, dann sind wir natürlich weiter von der Fabrik entfernt, was es noch schwieriger macht."

"Wir können keine Teile zurück in die Fabrik fliegen, wir müssen aus diesem Grund zusätzliche Leute mitnehmen, die Teile vor Ort in Montreal und Indianapolis in Schuss bringen. Der Test in Silverstone hat alles noch enger gestaltet. Alle Teile, die in den Autos beim Test im Einsatz waren, müssen nach dem Testende über Nacht überholt werden und am nächsten Morgen in die Frachtboxen gepackt werden. Alle arbeiten hart und viele Stunden lang, um dies zu erledigen und das wissen wir zu schätzen."

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25.05.: Heidfeld: "Punkte sind so gut wie unmöglich"

Genau aus diesem Grund hat Teamchef Eddie Jordan trotz seines angespannten Budgets nicht noch einen "Bezahlfahrer" verpflichtet. Bei Rennen wie in Monte Carlo braucht man erfahrene, schnelle und zuverlässige Fahrer wie Nick Heidfeld, die die Kohlen aus dem Feuer holen. Der siebte Platz kam natürlich dank der zahlreichen Ausfälle an der Spitze zustande, doch gerade das ist im Fürstentum die Chance für die kleinen Teams, die diese natürlich erst einmal nutzen müssen.

"Monaco ist immer eine Reise wert", weiß Nick Heidfeld und dies hat sich einmal mehr bewahrheitet, wie er auf seiner Internetseite feststellt: "Diese beiden Punkte sind der Lohn für die Arbeit, die wir bis jetzt getan haben." Dabei hatte das Wochenende gar nicht so gut angefangen: "Anfangs hatte ich noch Bremsprobleme doch das konnten wir dann später in den Griff kriegen."

Im Qualifying kam der Mönchengladbacher mit 2,503 Sekunden Rückstand auf den 17. Rang. Mit dieser Runde war der 27-Jährige zufrieden: "Im Qualifying ist mir eine super Runde gelungen. Da in Monaco alles passieren kann, waren die Voraussetzungen schon mal ganz gut." Fast eine Sekunde war Heidfeld schneller als sein Teamkollege Giorgio Pantano.

Das Rennen war für den Jordan-Piloten ziemlich ereignisreich, auch wenn das die Kameras nur selten eingefangen haben. Das begann mit der taktisch klugen Entscheidung des Teams, ihn als Ersten an die Box zu holen: "Im Rennen konnten wir dann die Pacecar-Phasen optimal ausnutzen. Die Boxenstopps verliefen super und das Auto hat gehalten. Das war letztendlich das wichtigste. Mein rundenlanger Kampf mit Juan-Pablo Montoya hat mir sehr viel Spaß gemacht."

"Es freut mich auch besonders für das Team, meine Mechaniker und Ingenieure, dass wir diesen Erfolg erzielen konnten", ist Heidfeld zufrieden und glücklich. Am Dienstag macht sich "Quick Nick" auf den Weg in Richtung Nürburgring: "Es wäre schön, wenn wir dort an den Erfolg aus Monaco anschließen könnten, aber dort in die Punkte zu kommen ist so gut wie unmöglich. Vielleicht hilft uns das Wetter ein wenig. In der Eifel weiß man ja nie."

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19.05.: Heidfeld: "Ich bin ziemlich beeindruckt"

Nick Heidfelds Formel-1-Karriere hing im vergangenen Winter am seidenen Faden. Der Mönchengladbacher fand nach seinem Abgang bei Sauber schließlich Unterschlupf im Jordan-Team, doch dort muss er sich mit schlechteren Platzierungen als noch bei Sauber abfinden. Nach fünf Rennen kann der 27-Jährige jedoch eine positive Bilanz der Saison 2004 ziehen.

"Es war bisher ein guter Saisonstart", erklärte er gegenüber 'Autosport'. "Ich denke, dass viele Leute gemerkt haben, dass ich in den ersten Rennen gute Arbeit abgeliefert habe." Dabei machte sich Heidfeld noch vor dem Saisonstart große Sorgen, ob das finanzschwache Jordan-Team in der Lage sein wird, sich im Laufe der Saison zu steigern. Diese Sorgen sind nun verflogen.

"Ich bin etwas über die Frequenz und die Anzahl der Änderungen überrascht", gestand er. "Ich denke, dass wir bereits viele Fortschritte erzielt haben. Im Moment bin ich ziemlich beeindruckt, und ich hoffe, dass wir so fortfahren können. Es wird natürlich immer schwieriger werden, weil es immer enger werden wird."

Um sich verbessern, ist jedoch ein Maßstab notwendig. Da das Jaguar-Team den gleichen Cosworth-Motor fährt, bieten sich die "Raubkatzen" hierfür geradezu an. "Man sieht ja, dass sie für gewöhnlich besser sind. Darauf müssen wir uns zuerst konzentrieren. Es ist die beste Messlatte, die wir haben."

Doch nicht alles ist bei Jordan so, wie er es sich erhofft hatte. Nur wenige Tage bevor das Team die Verpflichtung von Giorgio Pantano bekannt gab, äußerte Heidfeld noch den Wunsch nach einem bekannten und starken Teamkollegen. Doch gegen den Neuling Pantano musste er siegen, alles andere käme einer Niederlage gleich.

"Ich würde einen erfahrenen Teamkollegen natürlich vorziehen", erklärte er. "Nichts gegen Giorgio, aber ich hätte gern den höchst geschätzten Fahrer an meiner Seite, damit ich zeigen kann, zu was ich in der Lage bin. Ich bin sicher, dass Giorgio im Verlauf der Saison stärker werden wird. Ich habe schon bei den Tests gesehen, wie schnell er fahren kann."

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19.05.: Jordan baut in Monaco auf den "Chaosfaktor"

Das Jordan-Team hat eine turbulente Woche hinter sich. Nick Heidfelds schweren Testunfall erwähnt das Team mit keinem Wort, stattdessen berichtet man, dass der viertägige Test in Paul Ricard erfolgreich verlaufen ist und das Team optimistisch gestimmt hat. Hinzu kamen die Gerüchte um einen möglichen Einsatz von Jos Verstappen. Zuletzt wurde sogar spekuliert, dass Giorgio Pantano in Monaco Timo Glock Platz machen muss, weil noch einige hunderttausend Euro an Sponsorenzahlungen ausstehen.

Von diesen Gerüchten ist in der Vorschau des Teams nichts zu lesen. Stattdessen blickt man optimistisch auf das sechste Saisonrennen. Sechs Mal konnte sich Jordan in Monte Carlo in den Top 6 qualifizieren, Trulli stand in der Saison 2000 sogar in der ersten Startreihe. Acht Mal kam das Team in den Top 10 ins Ziel, Heinz-Harald Frentzen wurde 1999 Vierter, Andrea de Cesaris 1994. Giancarlo Fisichella wurde 2002 Fünfter und 1997 Sechster.

Nick Heidfeld: "Monaco ist neben Suzuka eine meiner Lieblingsstrecken. Es ist ein sehr besonderes Rennen, bei dem man mitten durch die Stadt fährt, das einem keinen Raum für Fehler lässt. Hinzu kommt, dass dort jedes Jahr eine sehr besondere Atmosphäre herrscht. Aus der Sicht des Teams haben wir hier wohl bessere Chancen als in den letzten paar Rennen. Denn wenn man auf die Geschichte schaut, dann kann in Monaco alles passieren. Wir werden unser Bestes geben und dann schauen, was passiert."

Giorgio Pantano: "Ich gehe davon aus, dass Monaco eine große Herausforderung für mich darstellen wird, da ich dort nie mit einem Formel-1-Auto gefahren bin. Es wird ziemlich schwer sein, schnell zu verstehen, wie man das Auto am besten nutzt, seine Limits findet, wo die Bremspunkte liegen und so weiter. Zum Glück kenne ich den Kurs, da ich dort drei Mal mit der Formel 3000 gefahren bin, ich muss also mein bestehendes Wissen anwenden, um Monaco in der Formel 1 zu lernen. Der Kurs ist anspruchsvoll, denn der Kurs erlaubt absolut keine Fehler, jeder Fehler wird mit Sicherheit dein Auto beschädigen. Der Trick ist es, sich zu konzentrieren und gleichzeitig vorsichtig, schnell zu sein und am Limit zu fahren. Es ist ein Kurs, wo es für uns möglich sein könnte, ein gutes Ergebnis einzufahren, da man nie weiß, was passieren kann."

Chefingenieur James Robinson: "Monaco wird eine Herausforderung werden und ich würde erwarten, dass der Reifenkrieg im Kampf um die Pole Position in Monaco seinen Höhepunkt erreichen wird. Im Moment ist es schwierig vorauszusagen, wie sich das genau äußern wird. Wir freuen uns alle sehr auf Monte Carlo und es ist schön zu sehen, dass sie hart daran gearbeitet haben, die Anlagen und Garagen zu verbessern. Ich denke, dass die verbesserten Arbeitsbedingungen für das Team das Wochenende viel einfacher und genussvoller als in den vergangenen Jahren gestalten werden. Wir können uns also völlig darauf konzentrieren, ein gutes Rennen zu haben."

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29.04.: Eddie Jordan will Heidfeld zu BMW-Williams bringen

Für Eddie Jordan ist die WM 2004 in der Formel 1 schon nach dem 4. von 18 Rennen entschieden - und zwar für Michael Schumacher. "Der WM-Triumph 2004 ist für Michael längst eingetütet. Seine Titelverteidigung steht absolut fest. Daran gibt es doch längst überhaupt keinen Zweifel mehr", sagte der Teamchef von Nick Heidfeld in einem Interview der 'Sport-Bild.'

Bei seinem ersten Rennen am 25. August 1991 saß Michael Schumacher übrigens in einem Jordan, wie später auch sein Bruder Ralf, der Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen und jetzt Heidfeld. Den will Eddie Jordan bei BMW-Williams unterbringen, möglicherweise als Nachfolger von Ralf Schumacher, wenn der die Weiß-Blauen verlassen sollte.

"Es ist mein Ziel, Nick Heidfeld ein Engagement bei BMW-Williams zu verschaffen", sagt Jordan. "Deutsche Unternehmen brauchen einen deutschen Fahrer. Aber bei Mercedes haben sie das nie begriffen. Dort hätten sie erst Michael Schumacher, dann Ralf Schumacher und auch Nick Heidfeld in deren jungen Jahren verpflichten können. Aber es hat sie nicht interessiert. Ich halte das für falsch."

Nach seiner Ausmusterung bei Sauber am Ende der vorigen Saison fährt Heidfeld in diesem Jahr bei Jordan ohne Gage. "Nick bekommt von mir nichts bezahlt. Aber anders als andere Fahrer in der Formel 1 muss er auch nicht für sein Engagement bei mir bezahlen", erklärte der 56 Jahre alte Ire und verteidigte diese Praxis.

"Ich habe keinen Konzern hinter mir, dessen Etat mich stützt. Ich muss mit meinen Fahrern Geld verdienen. Noch besteht die Vereinbarung mit Nick Heidfeld, dass er bei uns nichts bezahlen muss. Aber auf Dauer geht das nicht. Dann müsste er Geld mitbringen. Zwar nicht so viel wie andere, aber halt doch ein wenig. Aber für einen Fahrer wie Nick muss es das Ziel sein, in einem Top-Team ständig um Siege zu fahren. Das können wir ihm nicht bieten."

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29.04.: Verstappen: "So ein Unsinn..."

Nach der Versöhnung zwischen Jos Verstappen und 'Trust' und der Ankündigung der Holländer, dass man das Jordan-Team in dieser Saison als Hauptsponsor unterstützen wird, machte man sich in den Niederlanden die Hoffnung, dass Jos Verstappen einen Fahrer bei den "Gelben" ersetzen könnte. Die Gerüchte gingen sogar so weit, dass man den 32-Jährigen für Imola in den EJ14 schrieb. Tatsächlich gab es Verstappen-Fans, die hoffnungsvoll nach Imola gereist waren...

Doch Teamchef wie Fahrer dementierten, dass es einen Fahrerwechsel geben wird. Auch Verstappen selbst schüttelt nur mit dem Kopf: "Ich habe keine Ahnung, wo die Geschichte hergekommen ist, dass ich nach Imola einen Jordan teste und in Barcelona fahren werde. So ein Unsinn wird für gewöhnlich von Internetseiten erfunden. Es wurde gar nicht darüber gesprochen, Pantano oder Heidfeld zu ersetzen. Dennoch glaube ich, dass alles möglich ist...", wird "Jos the Boss" in der 'RaceReport' zitiert. Bestätigt ist hingegen, dass Jos Verstappen "irgendwann im Juni" für Jordan-Ford testen darf.

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21.04.: Jordan hofft auf weiteren Aufwärtstrend

Das Jordan-Team erlebte bisher eine äußerst schwierige Saison. Der Jordan-Ford EJ14 liegt auffällig unruhig auf der Strecke, Spitzenergebnisse liegen für Nick Heidfeld und Formel-1-Neuling Giorgio Pantano außerhalb der Reichweite. Doch das Team sorgte auch abseits der Piste für Schlagzeilen. So führte Teamchef Eddie Jordan kürzlich Verhandlungen mit 'Trust'-Chef Michel Perridon, in die auch das Management von Verstappen eingebunden war. In den Niederlanden hofft man nun auf ein Formel-1-Comeback von Jos Verstappen in Gelb.

Doch die Konzentration richtet sich im Jordan-Team auf den anstehenden Großen Preis von San Marino, und nach den Testfahrten der vergangenen Woche in Silverstone möchte man sich in Italien besser denn je verkaufen. Einige Verbesserungen und das gewachsene Verständnis für die Bridgestone-Reifen sollen in Imola zu einem guten Rennergebnis führen.

Heidfeld hofft auf weitere Verbesserung

Nick Heidfeld: "Der Test in Silverstone war sehr positiv und ich bin zufrieden, dass ich viele Runden fahren konnte. Wir haben uns hauptsächlich auf die Reifen konzentriert, aber auch ein paar neue Dinge am Auto probiert. Natürlich möchte man immer noch mehr und länger testen, aber ich bin zufrieden damit, wie alles verlief. Ich reise positiv zum San Marino-Grand-Prix. Hoffentlich werden wir so konkurrenzfähig sein wie bei den Testfahrten zu Beginn des Jahres, als wir recht nah an unseren Gegnern dran waren."

"Es ist eine schöne und spezielle Strecke. Man muss die Kerbs häufiger als irgendwo anders einsetzen und ich hoffe, dass das Auto damit zurechtkommt. Meine bisherige Erfahrung in dieser Saison wurde immer besser. Die ersten Rennen konnte ich wegen Problemen nicht beenden, und im dritten Rennen habe ich hauptsächlich daran gearbeitet, die Reifen zu verstehen. Es scheint, als ob wir den richtigen Weg eingeschlagen hätten, daher hoffe ich, dass es an diesem Wochenende weiter voran gehen wird."

Pantano freut sich auf sein Heimrennen

Giorgio Pantano: "Der Test war gut, denn ich konnte mehr Zeit im Auto verbringen. Ich bin glücklich, dass wir nun in Europa fahren werden, da ich diese Kurse ein wenig besser kenne. San Marino ist wie ein Heimrennen für mich und ich testete den EJ14 in Imola bereits unter nassen und trockenen Bedingungen, daher sollte es für mich besser laufen als in den ersten drei Rennen."

"Ich weiß, dass ich unter den richtigen Bedingungen und mit dem richtigen Setup schnell sein kann. Wie verstehen das Auto nun besser und wir können unser weiter verbessern, wie wir bereits im Training in Bahrain gezeigt haben. Wenn wir eine gute Balance finden, dann fühle ich mich wohl im Auto und das verbessert sich die gesamte Zeit über."

Endlich wieder in Europa ...

James Robinson, Chefingenieur: "In Imola geht es um den Motor, die Bremsen und die Kerbs. Wenn man in allen drei Bereichen gut ist und die Kraft auf den Boden bekommt, dann wird man vorn dabei sein. Es ist der einzige Kurs, neben Brasilien, der entgegen des Uhrzeigersinns befahren wird. Das führt, zusammen mit den Anstiegen, zu ganz eigenen Herausforderungen an die Fahrer und ihre Fitness - für Jordan sollte das jedoch eine Stärke sein."

"Nach drei aufregenden Überseerennen freuen wir uns darauf, nach Europa zurückzukehren, denn nun können wir wieder unsere eigenen Lkws und Motorhomes verwenden. Die verringerte Reisezeit gibt der Belegschaft mehr Zeit, um neue Teile rechtzeitig zu fertigen, damit sie auf der Strecke eingesetzt werden können. Die Strecke hat sich in den letzten Jahren aus Sicherheitsgründen gehörig verändert, aber sie ist noch immer eine aufregende Strecke, gerade mit der speziellen Atmosphäre durch die italienischen Fans."

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19.04.: Verstappen schon in Imola im Jordan?

Die Gerüchteküche brodelt wieder. Kaum wurde bekannt, dass die Zwistigkeiten zwischen Jos Verstappen und seinem Sponsor 'Trust' beigelegt sind, wurde in den Niederlanden über ein Formel-1-Comeback des 32-Jährigen spekuliert. Heute treffen sich 'Trust'-Chef Michel Perridon, Verstappen-Manager Raymond Vermeulen, Jordan-Teamchef Eddie Jordan und der Jordan-Geschäftsführer Ian Philips.

Wie die niederländische Zeitung 'Algemeen Dagblad' berichtet, sollen alle Beteiligten entschlossen sein, schnell eine Entscheidung zu treffen, um im Falle einer Einigung einen Start von Verstappen bereits in Imola zu ermöglichen. Wie das Blatt weiter verkündet, sei es jedoch keineswegs sicher, dass der Niederländer als Ersatz für Giorgio Pantano zum Einsatz kommen wird.

Pantano bekam den Zuschlag bei Jordan erst kurz vor Saisonstart, konnte wenig Erfahrungen bei Tests sammeln und lag in den ersten drei Rennen deutlich hinter seinem Teamkollegen Nick Heidfeld zurück. In Bahrain war jedoch ein Aufwärtstrend sichtbar, zudem war das Team mit seinen Testrunden in der vergangenen Woche in Silverstone sehr zufrieden.

In den Niederlanden wird nun gemunkelt, dass Verstappen das Cockpit von Nick Heidfeld übernehmen könnte. Im Gegensatz zu Pantano und Verstappen bringt der Mönchengladbacher keine Sponsoren mit. Dennoch ist Pantanos Platz gefährdeter, wenn Verstappens Sponsorpaket weit umfangreicher ausfällt als das des Italieners.

Darüber hinaus hat Verstappen-Manager Huub Rothengatter seine Fühler zu anderen Teams ausgestreckt. So soll er sich hinsichtlich der Saison 2005 mit Toyota und Jaguar in Verhandlungen befinden. Bei Toyota ist es kaum noch ein Geheimnis, dass Olivier Panis seine Formel-1-Karriere wohl beenden muss, während bei einem Wechsel von Mark Webber zu Williams bei Jaguar ein Cockpit frei wäre. Wechselgerüchte zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sind jedoch mit einem Extra an Vorsicht zu genießen.

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17.04.: Jordan nach Tests "ziemlich optimistisch"

Für das Jordan-Team war es der erste Test nach dem Saisonauftakt Anfang März in Melbourne. Während alle Konkurrenten bis auf Minardi tausende von Testkilometern abspulen konnten, mussten die Gelben aus Budgetgründen auf Versuchsfahrten verzichten. Zudem erhielt man erst in Bahrain die neuste Bridgestone-Reifengeneration, sodass man bei dem Test diese Woche in Silverstone alle Hände voll zu tun hatte, das Verhalten der Pneus kennen zu lernen und notwendige Anpassungen am Setup des Autos vorzunehmen.

Von Dienstag bis Donnerstag testete das Team von Eddie Jordan in Silverstone, dabei kamen alle drei Fahrer des Teams zum Einsatz. Nick Heidfeld und Giorgio Pantano fuhren an den ersten beiden Tagen, am letzten Tag ersetzte Testfahrer Timo Glock den Mönchengladbacher. Insgesamt kam das Trio auf eine Testdistanz von 2.000 Kilometern.

"Wir hatten diese Woche einen wirklich guten Test mit allen drei Fahrern", so Chefingenieur James Robinson. "Das warme und trockene Wetter - ziemlich unüblich für Silverstone zu dieser Jahreszeit - und die Zuverlässigkeit des Jordan-Ford EJ14 haben es uns erlaubt, eine bedeutende Testdistanz während der drei Tage abzuspulen, was für uns sehr positiv ist. Wir haben mit dem Reifenprogramm von Bridgestone gute Fortschritte erzielt und sie haben auf diesem Gebiet sehr gut mit uns gearbeitet, sodass wir ziemlich optimistisch zu den beiden kommenden Rennen fahren."

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02.04.: Nick Heidfeld von der Technik ausgebremst

Nur fünf Runden konnte Nick Heidfeld heute im 2. Freien Training drehen, dann musste er sein Auto mit technischen Problemen abstellen: "Es war heute das erste Mal für alle auf dieser Strecke und die Session am Morgen verlief für uns gut. Ich mag den Kurs bis jetzt, auch wenn es viele langsame Kurven gibt. Ich würde ein paar schnellere Kurven vorziehen, aber es gibt ein paar nette Abschnitte in der Mitte."

Endlich neue Reifen für die "Gelben"

"Heute haben wir uns zumindest im Vergleich zu unseren Gegnern verbessert, was Bridgestone zu verdanken ist. Leider habe ich in der zweiten Session wegen eines technischen Problems, das mich zum Anhalten zwang, drei Viertel der Zeit verloren. Das ist eine größere Behinderung als normal, da es für den Fahrer und das Setup des Autos wertvolle Zeit auf der Strecke gewesen wäre. Hoffentlich werden die Daten von Timo und Giorgio für das Setup morgen verwenden können."

Pantano gibt sich zufrieden

Teamkollege Giorgio Pantano belegte am Ende des Tages mit 1,258 Sekunden Rückstand einen ermutigenden 13. Platz. Der Italiener spulte 18 Runden ab: "Ich bin mit meinem Freien Training heute ziemlich zufrieden. Wir haben begonnen, mit dem Auto in die richtige Richtung zu arbeiten und ich fühle mich selbst auch immer wohler im Auto, es fühlt sich wirklich gut an. Wir beginnen, diesen kleinen Unterschied zu sehen."

"Wir sind nun im Vergleich zu den letzten beiden Rennen in Sachen Rundenzeiten näher an der Konkurrenz dran, was ermutigend ist. Mit Sicherheit müssen wir uns noch deutlich verbessern, da dies nicht das Maximum ist, das wir erreichen können. Aber wir sind auf eine Strecke gekommen, die für alle neu ist und die Ingenieure haben hart daran gearbeitet, ein gutes Setup und eine wirklich gute Balance zu finden. Ich denke, dass alles zusammenkommt und ich bin nun glücklicher."

Timo Glock ist mit seiner Leistung zufrieden

Testfahrer Timo Glock spulte im 2. Freien Training 24 Runden ab und belegte mit 2,245 Sekunden Rückstand den 19. Rang: "Es lief heute nicht allzu schlecht, die erste Session war abgesehen von einem kleinen Bremsproblem wirklich gut. Für das zweite Training hatten wir das Problem ausgemacht und behoben und alles in allem lief es ziemlich gut, auch wenn ich einen oder zwei Fehler gemacht habe. Ich hatte einen Dreher, als ich einen bestimmten Reifensatz ausprobierte, aber das Auto war ziemlich gut und meine zwei letzten Runs sehr positiv."

Chefingenieur James Robinson: "Es ist der erste Tag auf einer neuen Strecke und wir lernen alle und passen uns schnell den neuen Bedingungen an. Wir hatten heute ein gutes Programm, erledigten unserer Hausaufgaben für das Rennen, wählten die Reifen aus und erledigten die für einen Freitag übliche Arbeit, hinzu kam das Erlernen der Strecke."

Robinson bangt um den Heidfeld-Motor

"Leider hatte Nick heute Nachmittag ein Problem im Motorbereich, als das Sicherheitssystem den Motor abstellte. Wir hoffen, dass es keine Probleme gibt und wir den Motor morgen verwenden können. Timo und Giorgio arbeiteten durch ihr Programm, werteten Reifen und Setups aus und wir sind im Moment wirklich positiv gestimmt, was unsere Leistung an diesem Wochenende angeht."

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01.04.: Jordan freut sich auf das "Heimrennen"

Das Königreich von Bahrain ist in dieser Saison Partner des Jordan-Ford-Teams, und so ist es kein Wunder, dass man sich im Team von Eddie Jordan ganz besonders auf das Rennen freut. Das Team zeigt bei jedem Rennen verschiedene Symbole auf der Motorhaube des Jordan, die an die wichtigen Werte der Menschen erinnern. Das Symbol, das auf den EJ14 in Manama zu sehen sein wird, enthüllt Kronprinz Shaikh Salman bin Hamad bin Isa Al Khalifa am Donnerstag um 17 Uhr Ortszeit höchstpersönlich.

Heidfeld ermutigt und enttäuscht zugleich

Nick Heidfeld: "Ich bin ein wenig enttäuscht, dass ich noch kein Rennen beenden konnte, aber positiv gesehen habe ich gute Starts hingelegt und mein Speed war ziemlich ermutigend. Ich habe beim Malaysia-Grand-Prix ein paar Autos hinter mir gehalten und unser Speed war ziemlich gut. Ich weiß, dass unser Team sehr hart arbeitet, um die technischen Probleme aus der Welt zu schaffen, die ich hatte. Mein Ziel für dieses Rennen ist die Zielankunft und ich möchte den bisher gezeigten Speed aufrecht erhalten."

"Ich freue mich sehr darauf, nach Bahrain zu kommen, denn ich glaube, dass dieses Rennen sehr gut für die Formel 1 sein wird. Es ist ja schlussendlich auch eine Weltmeisterschaft und deshalb sollten wir überall in der Welt sein. Ich mag die Herausforderung neuer Strecken und freue mich auch, neue Orte besuchen zu können."

Pantano: Habe keinen schlechten Job gemacht

Giorgio Pantano: "Ich denke, dass dieses Rennen ziemlich aufregend sein wird, da dieser Kurs für alle neu ist, niemand kennt ihn und so gesehen sind wir gleichberechtigt. Es wird interessant sein zu sehen, wer Schnellster im Finden eines guten Setups für das Rennen sein wird. Ich bin zufrieden mit den zwei Zielankünften bisher und ich denke nicht, dass ich einen schlechten Job verrichtet habe. Nun können wir uns in Bezug auf den Speed und die Ergebnisse verbessern. Ich fühle mich im Team und in der gesamten Umgebung zuversichtlicher. Langsam kommt alles etwas leichter zusammen und ich hoffe, dass dies auch in Bahrain der Fall sein wird."

Eddie Jordan von den Symbolen auf dem EJ14 begeistert

Teamchef Eddie Jordan: "Unsere Kampagne sorgt für Aufmerksamkeit und lässt die Leute nachdenken. Es ist eine Idee, die der Kronprinz und ich zusammen entwickelt haben. Der Friedens- und Gleichberechtigungsappell scheint in den ersten Rennen sehr gut funktioniert zu haben und beim Bahrain-Grand-Prix wird man etwas anderes sehen. Dabei dreht sich alles um die Aufmerksamkeit und man möchte zeigen, dass Bahrain mehr Beitrag leisten möchte als nur durch eine einzige Veranstaltung - es fühlt sich auch dazu verpflichtet, das Bewusstsein für Dinge zu erhöhen, die für die Gesellschaft in der Welt wichtig sind."

"Die Menschen in Bahrain lieben den Frieden, sind abenteuerlustig, kreativ und ehrgeizig. Sie sind international eingestellt und stolz auf ihre weltweiten Aktivitäten in Bezug auf Business, Gesundheit und Bildung. Bahrain beschreitet hier Neuland und ich denke, dass dies sehr lobenswert ist. Die folgenden Embleme werden außergewöhnlich und beeindruckend sein. Bahrain ist auf dem Auto mit jedem Emblem bei allen Rennen vertreten und zieht damit die Aufmerksamkeit auf universelle und bedeutungsvolle Themen. Eine humanitäre Botschaft in der Formel 1 ist vorteilhaft, denn die Möglichkeit, im Sport durch seine große Zuschauerschaft Aufmerksamkeit zu erregen ist unvergleichlich."

Robinson: "Strecke sieht ziemlich außergewöhnlich aus"

Chefingenieur James Robinson: "Wir haben Pläne der Strecke sowie ein paar TV-Übertragungen gesehen. Die Strecke sieht ziemlich außergewöhnlich aus. Der Kurs sieht nach einem starken bis mittelstarken Bremsverschleiß aus, da er lange Hochgeschwindigkeitsgeraden und sehr enge Kurven hat. Aber es ist schwer, einen genauen Eindruck zu vermitteln, wenn man noch nicht selbst vor Ort war. Die Strecke sieht sandig und schmutzig aus, was für das Auto und seine Systeme zu neuen Problemen führen wird. Aber da dieser Kurs brandneu ist, sollte jeder gleich schnell lernen."

"In Vorbereitung auf eine Strecke führen wir so viel Simulationsarbeit wie möglich durch, auch wenn Zugangsbeschränkungen auf die Strecke dazu geführt haben, dass wir die übliche Anschauung vor Ort nicht durchführen durften. Wenn wir erst einmal ein akkurates Modell der Strecke haben, dann können wir ein Fahrermodell und die Ideallinie ausrechnen und Simulationstools einsetzen, um das Setup des Autos, die Rundenzeiten und den Abtrieb herauszufinden, um das optimale aerodynamische Setup für die Strecke zu finden. Wir rechnen dann auch den Benzinverbrauch, die Abnutzung der Bremsen und so weiter aus. Im Moment kennen wir die Charakteristik des Asphalts nicht, da wir nur 2D-Grafiken haben. In vielerlei Hinsicht muss man einfach mal abwarten, bis man vor Ort ist."

"Was das Team selbst angeht, so dreht es sich in den ersten Rennen immer alles um die Zuverlässigkeit und wir werden uns erneut auf sie konzentrieren. Unser Ziel für Bahrain ist es, zwei Autos ins Ziel zu bekommen. Giorgio lernt immer noch das Auto und die Formel 1 kennen und hoffentlich wird er im Verlauf der Saison näher an Nick herankommen. Nick hatte ein paar exzellente Starts sowie erste Runden und wir müssen weiterhin darauf aufbauen, sodass er dieses Tempo auch in Zukunft gehen kann."

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01.04.: So viel Geld verschlingt die Formel 1

Die Formel-1-Team ächzen unter den steigenden Kosten in der Formel 1. Das gnadenlose Wettrüsten unter den Herstellern führt dazu, dass die Ausgaben Jahr für Jahr steigen, wobei die Einkommen der Teams eher rückläufig ist. Die Fachzeitschrift 'F1 Racing' errechnete für die Saison 2003 Gesamtausgaben in Höhe von 2,141 Milliarden Dollar, in diesem Jahr sollen es 2,493 Milliarden Dollar sein.

Warum die Formel 1 in diesem Jahr die Ein-Motoren-Regel einführte, wird bei einem Blick auf den Kostenblock der Motoren deutlich. In der Summe sollen die Teams 997.000.000 Dollar für die Entwicklung und den Bau der Formel-1-Motoren ausgeben. Mit 175 Millionen Dollar rangiert Toyota vor BAR-Honda (165 Millionen), Ferrari (150 Millionen), BMW-Williams (145 Millionen) und McLaren-Mercedes (140 Millionen) an der Spitze. Das Schlusslicht bilden Jordan (15 Millionen) und Minardi (10 Millionen), die Ford-Motoren einkaufen.

Auf Platz zwei der Kostenrechnung folgen die Ausgaben für Testfahrten (380 Millionen) - die ja in den kommenden Jahren reduziert werden sollen. An der Spitze steht hier BMW-Williams mit Kosten in Höhe von rund 74 Millionen Dollar, gefolgt von Ferrari (69 Millionen), Toyota (67 Millionen) sowie McLaren-Mercedes (60 Millionen). Im Vergleich dazu wirken die Ausgaben der letzten drei Teams geradezu lächerlich: Jordan und Jaguar soll nur rund 5 Millionen für Testfahrten ausgeben, Minardi gar nur 3,8 Millionen.

Den nächstgrößten Posten bilden die Gehälter der Teammitglieder (340 Millionen). Dabei sind die Fahrergehälter nicht berücksichtigt. Ferrari zahlt rund 46 Millionen Dollar an die Mitarbeiter aus. McLaren-Mercedes und BMW-Williams stellen Schecks in Höhe von rund 40 Millionen Dollar aus, Toyota kommt auf 39 Millionen. Jordan und Minardi begnügen sich mit rund 19 Millionen beziehungsweise 15 Millionen Dollar.

Mehr müssen die Teams in diesem Jahr ausgeben, weil sie mit Bahrain und China zwei Überseerennen mehr absolvieren als letztes Jahr. Bei den Rennen gibt Ferrari rund 33 Millionen Dollar aus, Toyota 26 Millionen, BMW-Williams 24 Millionen, McLaren-Mercedes und Renault je rund 22 Millionen. Jordan und Minardi kommen auf rund 15 beziehungsweise 10 Millionen Dollar.

Mit Abstand am meisten gibt Ferrari für die Fahrergehälter aus: 50 Millionen Dollar. BMW-Williams folgt mit 17,66 Millionen auf dem zweiten Platz vor McLaren-Mercedes (15 Millionen), Renault (8 Millionen) und BAR-Honda (7 Millionen). Das Schlusslicht bilden auch hier Jordan (1,3 Millionen) sowie Minardi (600.000 Dollar).

Und es kommen noch einige Posten hinzu: Rund 183 Millionen Dollar geben die Teams für die Forschung und Entwicklung aus, 98 Millionen für den Betrieb der Windkanäle, 89 Millionen für Reise und Unterkunft, 63 Millionen für Catering sowie 19 Millionen Dollar für die Herstellung der Autos.

Am meisten (wenn auch weniger als 2003) gibt Ferrari in der Summe aus: 418,23 Millionen Dollar. Toyota hat den Berechnungen zufolge die Ausgaben auf 368,51 Millionen Dollar gesteigert. McLaren-Mercedes (359,22 Millionen), BMW-Williams (359,22 Millionen), BAR-Honda (309,87 Millionen), Renault (255,23 Millionen), Sauber (154,57 Millionen) folgen auf den Plätzen. Jaguar (141,93 Millionen), Jordan (79,92 Millionen) und Minardi (46,58 Millionen) bilden das Schlusslicht.

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19.03.: Timo Glock einziger Lichtblick für Jordan-Ford

Der Verdacht, dass Jordan in dieser Saison wohl noch schlechter aussehen könnte als 2003, scheint sich immer mehr zu erhärten: Auch im heutigen Freien Training in Malaysia fuhren die gelben Renner der Konkurrenz hoffnungslos hinterher. Einziger Lichtblick blieb die tadellose Leistung von Testfahrer Timo Glock.

Als 19. und 23. schloss der 'F1Total.com'-Kolumnist die beiden heutigen Sessions ab, war damit aber deutlich konkurrenzfähiger als Stammpilot Giorgio Pantano und vormittags sogar einen Hauch schneller als Nick Heidfeld. Umso bemerkenswerter ist diese Vorstellung, als er von den Ingenieuren auf Tests über längere Distanzen angesetzt wurde, um so wertvolle Daten für die Reifenwahl und das Rennen am Sonntag zu sammeln.

"Produktiver Test" für erfreulich starken Timo Glock

"Es ist unglaublich heiß hier", war das deutsche Nachwuchstalent etwas außer Atem. "Ich hatte einen produktiven Test, fand gute Setup-Variationen für die verschiedenen Reifentypen. Es war gut für mich, dass ich in beiden Sessions bis zum Ende fahren konnte, um Daten für Qualifying und Rennen zu sammeln. Mein Ingenieur Olly hat einen guten Job gemacht und das Auto fühlte sich für das Programm, das wir erledigt haben, sehr positiv an."

Elementarster Punkt auf der heutigen Jordan-Tagesordnung war die Reifenwahl, wie Chefingenieur James Robinson bestätigte: "Die Hitze, die wir heute gesehen haben, ist ähnlich der, mit der wir am Sonntag rechnen, also waren die Long-Runs besonders wichtig und die hat Timo für uns absolviert. Die Entscheidung wegen der Reifen ist nicht einfach, daher werden wir uns erst heute Abend basierend auf den vorhandenen Daten festlegen."

Während es für Glock als Erfolg zu werten ist, mit seinen Teamkollegen mithalten zu können, ist Rang 20 für Nick Heidfeld keineswegs ausreichend. Entsprechend zurückhaltend auch sein Statement: "Positiv, dass wir keine Probleme hatten und die geplante Rundenanzahl absolvieren konnten. Das Auto ist aber schwierig zu fahren, ich finde keine vernünftige Balance. Wir hatten gehofft, hier andere Reifen zu bekommen, aber Bridgestone arbeitet hart daran, diese nun beim nächsten Rennen zu liefern."

Übersteuernder EJ14 im Trockenen ohne jede Chance

Hauptproblem des EJ14 waren aber nicht die japanischen Pneus, sondern vielmehr ein massives Übersteuern - alle drei Piloten hatten mehrmals alle Hände voll zu tun, um ihr Auto auf der Strecke zu halten. Der Rückstand auf die Spitze beträgt derzeit zwischen dreieinhalb und fünf Sekunden pro Runde, womit WM-Punkte eigentlich ausgeschlossen sind. Letzte Hoffnung: Falls am Sonntag Regen aufkommt, ist eine Überraschung möglich.

Farblos blieb Giorgio Pantano (24.), der sich auch dementsprechend äußerte: "Ich muss sagen, dass ich heute überhaupt nicht glücklich bin. Wir müssen verstehen, was da vor sich geht, denn ich fühle mich im Moment im Auto so gar nicht wohl - ob das jetzt an mir oder am Auto liegt, weiß ich noch nicht, daher müssen wir alles analysieren und sicherstellen, dass wir morgen im Qualifying besser abschneiden."

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18.03.: Morddrohungen gegen Eddie Jordan

Der Posten des Teamchefs ist ohnehin keine leichte Aufgaben, zumal wenn man ein strauchelndes Team wie Jordan führen muss. Wenn Fans eines Fahrers jedoch Morddrohungen aussprechen, weil ihr Idol kein Cockpit in diesem Team bekommt, dann wird der Job unerträglich. Eddie Jordan ging nun mit einer Geschichte an die Öffentlichkeit, die wahrlich schockierend ist.

Jos Verstappen war seit dem Ende der letzten Saison ein potenzieller Kandidat auf ein Jordan-Cockpit, doch letztendlich kam es nicht zu einem Vertrag. Einige Fans von "Jos, the Boss" wollten dies wohl nicht so einfach hinnehmen. Während einige nur ihren Frust abließen, sprachen andere handfeste Drohungen gegen Eddie Jordan, seine Familie und sein Team aus.

So drückten einige "Fans" den Wunsch aus, das Jordan-Team möge endgültig zusammenbrechen, während einige die Hoffnung äußerten, die beiden Jordan-Piloten Nick Heidfeld und Giorgio Pantano mögen tödlich verunglücken. Ein ähnliches Schicksal wünschten einige auch der Familie von Eddie Jordan.

"Ich bin fassungslos wegen der Boshaftigkeit und den Drohungen dieser Briefe", so Eddie Jordan in der 'Sun'. "Zuerst habe ich sie nicht ernst genommen, aber es wurden mehr und mehr, und ich hatte das Gefühl, dass die Zeit erreicht ist, damit an die Öffentlichkeit zu gehen."

"Es hinterlässt ein unangenehmes Gefühl, wenn man daran denkt, dass es Leute auf dieser Welt gibt, die nur daran denken, diese schrecklichen Briefe zu schreiben, nur weil ich einen Fahrer nicht unter Vertrag genommen habe", so der Ire weiter. "In etwas mehr als dreißig Jahren Motorsport habe ich sowas noch nicht erlebt. Seit ich Pantano unter Vertrag genommen habe, habe ich hunderte von E-Mails erhalten, in denen mir und meiner Familie der Tod und dem Team das Ende gewünscht wird."

Für eine Entspannung der Lage möchte sich nun auch das Umfeld von Jos Verstappen einsetzen. Der 32-Jährige kann eine solche Reaktion seiner Anhänger sicher auch nicht nachvollziehen, geschweige denn unterstützen. "Ich hoffe, dass diese Hasspost ein Ende nimmt", so Jordan. "Das Management von Verstappen hat schon erklärt, dass sie versuchen wollen, die Situation zu beruhigen."

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18.03.: Nick Heidfeld will in die Punkte fahren

Für Nick Heidfeld, Giorgio Pantano sowie Testfahrer Timo Glock steht kommendes Wochenende das zweite Saisonrennen auf dem Programm. Um sich an die brutalen klimatischen Verhältnisse in Malaysia zu gewöhnen, haben alle drei die letzten Tage in Asien verbracht und hart trainiert.

Nick Heidfeld: "Ich freue mich schon sehr auf dieses Rennen. Ich habe hier in den letzten zwei Jahren Punkte geholt, das möchte ich natürlich erneut tun. Ich hoffe, dass wir mehr Erfolg haben als in Melbourne und ich bin optimistisch, da es im Bereich der Reifen und dem Auto für dieses Wochenende Neuerungen gibt und hoffentlich haben wir auch durch die Analyse des letzten Rennens Fortschritte gemacht."

Giorgio Pantano: "Meiner Meinung nach sieht die Strecke schön aus und hoffentlich wird sie für mich einfacher zu lernen sein als der Albert Park. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit bereiten mir ein wenig Sorgen, aber ich bin früh nach Kuala Lumpur gefahren, um bei diesen klimatischen Bedingungen zu trainieren. Es ist mein zweiter Grand Prix und ich bin heiß darauf zu sehen, was ich leisten kann, wo ich jetzt das Auto und das Team besser kenne. Das letzte Rennen war eine gute Erfahrung für mich und mit Sicherheit wird da noch mehr kommen."

Chefingenieur James Robinson: "Wir sind von unseren Erfahrungen in Melbourne ermutigt und es ist großartig, dass Giorgio nun ein Formel-1-Rennen abgespult hat, ein Gutes obendrein. Wir haben das Problem von Nick an der Kupplung verstanden und für dieses Wochenende Änderungen vorgenommen."

"Dieses Rennen wird Fahrer und Auto an das Limit bringen, weil die Streckentemperaturen bis zu 54 Grad betragen und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Eine unserer Stärken ist die junge und fitte Fahrerpaarung. Die Strecke ist herausfordernd, verfügt über sehr moderne Anlagen und technisch ist die Strecke sehr befriedigend, wenn man alles auf die Reihe bekommt. Es wird interessant sein zu sehen, wie die ständige Weiterentwicklung von Bridgestone sich auswirkt. Auch die Wetterveränderungen sind dort ein entscheidender Faktor, das könnte am Sonntag in unsere Hände spielen."

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05.03.: Heidfeld und Glock weit zurück

Mit Nick Heidfeld als Stammfahrer und Timo Glock auf der "Reservebank" ist das Jordan-Team ab sofort so etwas wie eine deutsche "Formel-1-Filiale", die schon im letzten Jahr fehlende Performance kommt davon aber auch nicht zurück. Der heutige Trainingsauftakt in Melbourne verlief jedenfalls ernüchternd.

Genau wie 2003 scheint sich die unterfinanzierte Truppe mit Sitz in Silverstone auf einen Zweikampf mit Minardi am Ende des Feldes einstellen zu müssen. Heldfeld hielt den Schaden als 19. von 24 Piloten am Nachmittag zwar noch im Rahmen, Giorgio Pantano und Glock belegten aber die letzten beiden Plätze. Selbst das Mittelfeld mit Sauber, Jaguar und Toyota scheint im Moment deutlich schneller zu sein als die gelben Boliden.

"Schön, wieder einmal zu fahren", erklärte "Quick Nick" Heidfeld. "Wir haben unsere Reifenevaluierung abgeschlossen, aber ich bin ein wenig frustriert, dass ein Setup-Wechsel nicht durchgeführt wurde, denn jetzt steht uns nur noch wenig Zeit zur Verfügung. Mit den anderen Einstellungen würde ich vielleicht weiter vorne sein. Hätten wir noch eine Zehntelsekunde gefunden, wäre ich inmitten des Pakets mit Toyota und Jaguar. Das wäre eine gute Basis."

Verlor der Deutsche gut drei Sekunden auf seinen Landsmann Michael Schumacher, so waren es bei Teamkollege Pantano gar deren 5,3. Enttäuscht zeigte sich der Italiener darüber aber nicht: "Ich habe meinen ersten Grand-Prix-Tag genossen und mich ganz auf das Lernen konzentriert, denn hier ist alles neu für mich. Wir geben alles, um schneller zu werden. Hinsichtlich morgen können wir sicher Veränderungen durchführen und weiter vorne stehen."

Von einem "großartigen Tag" sprach Formel-1-Neuling und 'F1Total.com'-Kolumnist Timo Glock, der zum ersten Mal an einem Grand-Prix-Wochenende teilnimmt: "Es hat Spaß gemacht, so viele Runden mit dem Rest des Feldes zu drehen. Anfangs der zweiten Session waren meine Zeiten relativ gut, aber dann ist ein Problem – vielleicht das Getriebe – aufgetreten und ich konnte nicht mehr weiterfahren."

Dass Jordan-Ford nicht weiter vorne zu finden ist, verwundert kaum, zumal zum fehlenden Budget auch noch hinzukommt, dass praktisch alle Komponenten neu sind: Das Chassis gilt wegen der wenigen Testfahrten noch als kaum erkundet und die Fahrer sind durch die Bank neu und abgesehen von Heidfeld unerfahren. "Das macht zwar Spaß", so Chefingenieur James Robinson, "bedeutet aber auch eine steile Lernkurve..."

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28.02.: Eddie Jordan macht sich Sorgen

Die Saison 2004 soll für Eddie Jordan und sein Formel-1-Team zum Wendepunkt werden. In den letzten Jahren wurden die "Gelben" immer weiter nach hinten gereicht, in der vergangenen Saison musste man sich bereits einige Male mit den Minardis am Ende des Feldes auseinander setzen. Doch der Ire macht sich nicht nur Sorgen um die Leistungsfähigkeit seines Teams, vieles erachtet er derzeit als unsicher.

"Drei Dinge beunruhigen mich besonders, und diese müssen wir sehr genau untersuchen", so Jordan in der 'Independent'. "Zuerst ist da die Tabakwerbung. Am Anfang sollte sie ab 2006 verboten sein, dann auf einmal zur Mitte des Jahres 2005, was Vertragsprobleme heraufbeschwören würde. Es ist nur noch wenig Zeit übrig, und es ist nicht das, was zwischen der FIA, den Formel-1-Teams und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgemacht wurde."

Für Jordan ist die Situation der Tabakwerbung besonders prekär. Das Tabakunternehmen 'Gallaher Group' wirbt mit der Marke 'Benson+Hedges' seit Jahren auf den Boliden von Eddie Jordan. Sollte dieses Sponsoren-Standbein unmittelbar wegbrechen, stünde das Überleben des ganzen Teams auf dem Spiel. Doch nicht nur dies beschert Eddie Jordan derzeit schlaflose Nächte.

35-Stunden-Woche in der Formel 1 ist "Nonsens"

"Dann gibt es da noch den Nonsens der 35-Stunden-Woche in Großbritannien",so der 55-Jährige. "Erfolgreiche Teams bauen auf dem Willen der Leute auf, solange zu arbeiten, wie es eben dauert, 50 oder 60 Stunden die Woche. Das gehört für sie zum Beruf. Mit einer 35-Stunden-Woche muss man qualifizierte Leute nach Hause schicken und eine zweite Schicht fahren. Das treibt nicht nur unsere Lohnrechnung in die Höhe, sondern es besteht auch die Gefahr, dass die größeren Teams qualifizierte und erfahrene Leute von kleinen Teams holen. Hilft uns das?"

Das bedrückendste Problem für Jordan ist jedoch das neue Gesetz, welches bei einem tödlichen Unfall auf der Strecke zur sofortigen Inhaftierung von Teamverantwortlichen führen könnte. "Das wurde fast unbemerkt beschlossen", so Jordan. "Das ist ein sehr ernstes und umstrittenes Problem. Nach zehn Jahren ist der Fall Senna noch nicht abgeschlossen, und es ist unvorstellbar, dass Leute wie Frank (Williams) und Patrick (Head) in Italien inhaftiert werden und sich wegen dem Haftbefehl schuldig bekennen müssen."

"Ich verstehe die Probleme mit dem Terrorismus, Drogenhandel, Geldwäsche und dergleichen, aber das sollte für die Teams nicht so erschwerend sein, dass gesetztestreue Menschen von ihrer normalen Arbeit abgehalten werden", so der Ire. Wäre 1994 bereits dieses Gesetz in Kraft gewesen, so hätten Frank Williams, Patrick Head und der damalige Chefdesigner Adrian Newey wegen des tödlichen Unfalls von Ayrton Senna ohne glaubhaften Beweis in Haft genommen werden können.

Neues EU-Gesetz ist eine ernsthafte Bedrohung

"Dieser europäische Haftbefehl ist ein sehr ernstes Problem, und es nicht einfach zu lösen", erklärte FIA-Präsident Max Mosley. Die Verordnung könnte für die Formel 1 tatsächlich eine Bedrohung sein. "Ein Amtsrichter der 25 Staaten kann die Inhaftierung eines Individuums in jedem dieser Länder anordnen, auch von Leuten, die sich in diesem Land befinden. Diese werden dann in ein Gefängnis eines Landes gebracht, in dem der Amtsrichter wohnt."

"So gibt es dann in England keine Notwendigkeit mehr für eine Verhandlung über scheinbare Beweise. Sie müssen nur zeigen, dass diese Person in der Befugnis erwähnt wird und schon steht man in England vor Gericht. Dabei ist man gar nicht in der Lage zu sagen: 'Das ist komplett absurd, ich war an diesem Tag noch nicht einmal dort", das interessiert sie nicht."

"Was die Teamchefs beunruhigt ist, dass dies alles auf eine schnelle und schlampige Weise verabschiedet wurde", so Mosley weiter. "Es gibt keine Kautionsregeln, keine internationalen Bestimmungen, und jeder Amtsrichter kann das tun. Dann sitzt man auf einmal im Gefängnis und der Richter kommt und sagt: 'Wir wissen, dass es nicht wirklich ernst ist, bekennen sie sich einfach schuldig, zahlen eine kleine Strafe und schon morgen sitzen sie in einem Flugzeug nach Hause."

Ecclestone: "Das ist für jeden unheimlich gefährlich"

"Dann sagt man: 'Das möchte ich nicht machen, ich denke nicht, dass ich schuldig bin.'", dies könnte jedoch zu größerem Ärger führen: "'Na dann kann es mehrere Monate dauern, vielleicht ein Jahr, ehe das vor Gericht kommt. In der Zwischenzeit bleiben sie hier. So ist das eben.'" Nicht nur bei den Teamchefs und Max Mosley stößt diese Handhabe auf Gegenwehr, auch Bernie Ecclestone erachtet den Fall mittlerweile als sehr schwerwiegend.

"Das ist für jeden unheimlich gefährlich", so Ecclestone. "Man muss nicht einmal ein Verbrechen begangen haben, man kann einfach auf einen Verdacht hin ins Gefängnis gebracht werden und solange dort behalten werden, bis man gesteht." Einen Boykott der Rennen in Ländern, die dieser Regelung zugestimmt haben, lehnte er allerdings ab.

Dennoch sollte man den Kampf nicht aufgeben. "Die Regierungen werden für uns sicher nicht das Gesetz ändern, aber sie könnten uns die Klärung geben, dass diese Befugnis nicht auf uns angewendet werden würde, wenn es zu einem Unfall kommt." Bisher schloss Antonio Vitorino, EU-Kommissar für Innen- und Justizangelegenheiten, eine Sonderregelung hingegen aus.

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28.02.: Jordan glaubt an gute Basis für Australien

"2004 wird Jordan zurückschlagen", so die Worte von Teamchef Eddie Jordan. Viel weiter bergab als in der Saison 2003 kann es auch kaum mehr gehen. Der Sieg von Giancarlo Fisichella, zustande gekommen in den chaotischen Wetterkapriolen Brasiliens, ragt dabei empor, ohne die gesamte Saison jedoch nachhaltig in ein besseres Licht zu rücken. Das einstige Aufsteigerteam war wieder im hinteren Teil des Starterfeldes angekommen.

2004 soll sich alles wieder zum Guten wenden: Mit Nick Heidfeld, Giorgio Pantano und Timo Glock wurden gleich drei neue Fahrer verpflichtet. Eddie Jordan ist von den Fähigkeiten seines Teams überzeugt: "Das ist eine stabile und zähe Truppe", so der Ire. "Wir kamen 1991 in diesen Sport und gegen alle Regeln der Wahrscheinlichkeit belegten wir Rang fünf in der Weltmeisterschaft. Man sollte auch daran erinnern, dass wir 1998 und 1999 eher durchschnittlich in die Saison gestartet sind, aber dann holten wir unseren historischen Doppelsieg und konnten Rang drei in der Meisterschaft erobern."

"Im letzten Jahr haben wir alle Erwartungen übertroffen und ein Rennen gewonnen. Man weiß also nie, was eine Saison bereithält", so Jordan. "Was ich aber weiß ist, dass wir in diesem Winter so hart gearbeitet haben. Wie sind konzentriert, wir haben ein aufregendes, junges Fahreraufgebot und wir sind bereit, uns Schritt für Schritt wieder nach vorn zu arbeiten, bis wir eines Tages wieder Rennen gewinnen können. Ich danke meiner Crew für die harte Arbeit und das Engagement und ich hoffe, dass unsere Anstrengungen auf der Strecke entlohnt werden."

"Ich bin glücklich darüber, dass wir zum ersten Rennen nach Australien gehen, weil es eine wahre Freude ist, dieses Land zu besuchen, und weil sie einen guten Job bei der Organisation des Grand Prix' in Melbourne machen", so der Ire weiter. "Ich liebe die Atmosphäre und die Tatsache, dass die Strecke inmitten der Stadt liegt. Das kurbelt wirklich den Adrenalinausstoß an und ist ein großartiger Auftakt in die Saison."

Der Jordan-Ford EJ14 ist "eine gute Basis"

Teamintern gab es auch abseits der neuen Fahrer einige Veränderungen. Gary Anderson verließ das Team als Technischer Direktor und setzte sich, vorerst jedenfalls, zur Ruhe. Technischer Manager ist nun Richard O'Driscoll. Neuer Chefdesigner ist John McQuilliam, Nicolo Petrucci ist der Chefaerodynamiker. James Robinson überwacht die Renn- und Testeinsätze und übernimmt damit auch den Posten von Gerry Hughes, der nun der Renningenieur von Nick Heidfeld ist und von Simon Cayzer assistiert wird. Um das Auto von Pantano kümmern sich Dominic Harlow und Peter Bonnington.

Der neue Jordan-Ford EJ14 fuhr erst am 2. Februar erstmals auf der Strecke, doch trotz der knappen Zeit schaffte es das Team immerhin, 4.000 Testkilometer zu absolvieren. "Wenn man den späten Beginn bedenkt, dann wurden die drei EJ14 rechtzeitig fertig. Das war eine Aufgabe, die viel Arbeit und viele Arbeitsstunden von jedem verlangt hat. In den wenigen Testwochen konnten wir die meisten geplanten Aufgaben absolvieren", erklärte James Robinson.

"Ich bin glücklich darüber, dass ich sagen kann, dass der EJ14 positive Verbesserungen gegenüber dem letztjährigen Auto gezeigt hat", fuhr er fort. "Wir haben erfolgreich mit Bridgestone und Cosworth am Paket gearbeitet und wir haben eine gute Basis, um die Saison mit dem ersten Rennen in Australien zu beginnen."

Heidfeld und Pantano möchten Jordan wieder voran bringen

Für Nick Heidfeld war das Jordan-Team die einzige verbliebene Möglichkeit, dem Formel-1-Tross treu zu bleiben. "Wie zu Hause" fühlt sich der Mönchengladbacher in seinem neuen Team. "Ich bin glücklich, dass ich in diesem Jahr mit ihnen fahren kann. Unsere ersten Tests mit dem EJ14 haben bereits gezeigt, dass es ein zuverlässiges Auto ist. Mit etwas Glück werden wir es im Jahr weiter und weiter verbessern. Das wird sicher eine Herausforderung für uns und wir werden dabei keine großen Schritte machen. Aber wir haben eine gute Basis, und nach und nach bin ich überzeugt, dass wir uns nach vorn bewegen werden und die Konkurrenz hinter uns halten können. Ich bin voll motiviert und entschlossen, mich selbst zu beweisen."

Giorgio Pantano wird in knapp einer Woche seinen ersten Formel-1-Grand-Prix bestreiten. Der Italiener kann und will seine Aufregung vor diesem Ereignis nicht verstecken. "Ich bin so glücklich, nur ein paar Tage von meinem ersten Grand Prix entfernt zu sein", erklärte der 25-Jährige. "Das wird sicher aufregend für mich werden und ich kann es kaum erwarten, auf die Strecke zu gehen – erst dann wird alles real erscheinen. Ich hatte nur begrenzte Testmöglichkeiten, weil ich recht spät zum Team stieß, aber bisher habe ich es genossen. Ich werde alles geben, weil ich ihnen wirklich gute Ergebnisse liefern möchte."

"Jordan ist eine gute Umgebung für mich", ist der Italiener überzeugt. "Ich kann von ihnen und von meinem Teamkollegen Nick lernen. Dieses Team gehört zu den wenigen, die bereits Rennen gewonnen haben und sie möchten sich auf dieses Niveau zurückkämpfen. Mit dem neuen Auto können wir zusammen einen Weg dorthin finden. Grand-Prix-Rennen zu bestreiten ist mein Traum und auch wenn ich nicht erwarte, dass es einfach werden wird, so werde ich mein absolut Bestes geben. Ich hoffe, dass ich jedes Rennen beenden kann, und dass es die Gelegenheit geben wird, den einen oder anderen Punkt zu ergattern. Ich werde es versuchen."

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26.02.: Letzter Testtag für Jordan vor dem Saisonstart

Das Jordan-Ford-Team führte am Mittwoch in Silverstone den letzten Test vor dem Abflug nach Melbourne durch. Am Steuer der drei EJ14 saßen Nick Heidfeld, Giorgio Pantano sowie Testfahrer Timo Glock.

"Wir testeten zwei Tage in Silverstone und führten ein paar letzte Checks und Tests durch, bevor wir zum Saisonauftaktrennen abheben, das in nicht einmal zwei Wochen stattfindet", so Chefingenieur James Robinson. "Wir konnten heute mit dem dritten Auto in Silverstone eine ordentliche Distanz fahren und spulten 100 Kilometer ohne Probleme ab."

Auch das Rennteam wurde heute noch einmal auf Herz und Nieren getestet: "Wir hatten die komplette Rennmannschaft hier und übten Tankstopps, so dass jeder Boxenstopps üben konnte, was uns vor Melbourne ganz gut tut. Nun haben wir anderthalb anstrengende Tage vor uns, an denen wir unsere Luftfracht zusammenpacken. Unser Equipment macht sich am Freitagmorgen auf den Weg nach Australien."

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25.02.: Heidfeld: Vertragsabschluss war "wie eine Erlösung"

Als Nick Heidfeld und Kimi Räikkönen 2001 gemeinsam bei Sauber fuhren, waren sich Formel-1-Beobachter einig, dass beide Fahrer langfristig das Zeug zum Weltmeister hätten. Nur drei Jahre später hat sich einiges geändert. Während der "Iceman" mit McLaren-Mercedes bereits zum zweiten Mal um den Titel kämpfen will, konnte sich Heidfeld erst in letzter Sekunde ein Cockpit für 2004 sichern. Zwei Fahrer mit zwei Karrieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im Interview mit 'F1Total.com' spricht Heidfeld über die Rivalität mit Räikkönen und seine Zeit als Mercedes-Pilot. Außerdem nennt er seine Ziele für 2004, bewertet den neuen Teamkollegen und verrät, warum Peter Sauber für ihn kein "Weichei" ist.

Frage: "Sie haben letzte Woche in Imola getestet. Wie ist es gelaufen?"
Nick Heidfeld: "Am dritten Tag waren die Bedingungen ziemlich bescheiden. Es war nicht nur nass, sondern auch extrem kalt. Es hat ewig gedauert, bis die Reifen auf Betriebstemperatur waren."

Frage: "Wie ist ihr Eindruck vom neuen Auto?"
Heidfeld: "Der Eindruck ist eindeutig positiv. Nach den Tests in Silverstone war die Leistung des Autos natürlich noch schwer einzuschätzen. Jetzt hatten wir aber ein paar Tage im Trockenen. Ich habe das Gefühl, dass wir uns von Tag zu Tag steigern. Immer wieder finden wir neue Dinge, die wir verbessern. Die Schritte wurden zwar in den letzten Tagen ein bisschen kleiner, aber wir haben viele Bereiche des Autos noch nicht einmal angefasst. Da ist noch viel Potenzial."


"Es läuft so, wie man es erwarten konnte"

Frage: "Ist der EJ14 nicht so schlecht, wie sie es vielleicht vorher befürchtet haben?"
Heidfeld: "Es ist noch immer etwas zu früh, um ein Urteil zu fällen. Ich kann das endgültig erst nach dem ersten Rennen sagen. Natürlich hatte ich mir gewünscht, dass es noch besser funktioniert. Aber realistisch betrachtet, läuft es bei uns so, wie man es erwarten konnte und sollte."

Frage: "Mit Giorgio Pantano haben sie nun doch einen Rookie als Teamkollegen bekommen. Enttäuscht?"
Heidfeld: "Es ist nicht so, dass ich irgendetwas gegen einen Formel-1-Neuling als Teamkollegen einzuwenden habe. Ich hätte einfach nur gerne einen Teamkollegen neben mir gehabt, der bekanntermaßen schnell ist und ein hohes Ansehen genießt. Dann hätte ich mich besser präsentieren können. Die Chance ist bei einem Newcomer nicht gegeben."

"Ich versuche ihn zu schlagen"

Frage: "Wenn Sie Pantano nicht dominieren, dann sind sie es, der die Kritik einstecken muss..."
Heidfeld: "Mal sehen wie es wird. Ich probiere, ihn zu schlagen. Vielleicht kommen wir ja dann gar nicht in so eine Situation."


Frage: "Hat er genug Talent, um es in der Formel 1 zu schaffen?"
Heidfeld: "Ich denke schon. Für mich sind immer die Leistungen eines Fahrers im Kart-Bereich sehr aussagekräftig. Wer dort auf internationaler Bühne Erfolg hatte, der kann es auch im Formelsport zu etwas bringen. Das ist bei Giorgio gegeben. In seinem ersten Jahr hat er gleich die Formel 3 gewonnen und war auch in der Formel 3000 vorn dabei. Er ist sehr talentiert, keine Frage."

Heidfeld freut sich auf ein Abendessen mit Massa

Frage: "Sie sind schon mit Alesi, Räikkönen, Massa und Frentzen im Team gefahren. Welcher Kollege war ihnen der liebste?"
Heidfeld: "Ich habe mich am besten mit Felipe verstanden. Das ist auch jetzt noch so. Er zieht jetzt auch wieder in die Schweiz, dann können wir endlich mal wieder gemeinsam Essengehen. Ich habe mich jetzt auch in Imola wieder lange mit ihm unterhalten."

Frage: "Würden sie Felipe Massa als Freund bezeichnen oder ist dafür in der Formel 1 kein Platz?"
Heidfeld: "Wir verstehen uns sehr gut, obwohl viele andere unser Verhältnis vielleicht schon als Freundschaft bezeichnen würden. Mit dem Begriff Freundschaft tue ich mich immer ein wenig schwer. Ich habe eine Handvoll von guten Freunden, die ich noch aus meiner Schulzeit kenne. Man kann glücklich sein, wenn man vier oder fünf echte Freunde hat – und das bin ich auch."

Heidfeld drückt Frentzen die Daumen

Frage: "Heinz-Harald Frentzen fährt 2004 in der DTM. Wird er sich durchsetzen können?"
Heidfeld: "Mit Sicherheit. Hoffentlich stellt ihm Opel gleich ein gutes Auto hin. Auf jeden Fall werde ich die DTM jetzt noch interessierter beobachten. Es ist für die Serie gut, dass Heinz-Harald dabei ist. Schon Jean Alesi hat für Furore sorgen können. Das macht die DTM ganz sicher noch erfolgreicher."

"Für ein paar Wochen hing ich in der Luft"

Frage: "Waren sie selbst ebenfalls nah dran, mit der Formel 1 abzuschließen, als über einen langen Zeitraum kein neuer Vertrag in Sicht war?"
Heidfeld: "Überhaupt nicht. Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Mir war definitiv klar, dass meine Zukunft in der Formel 1 liegen soll. Natürlich sah es lange schwierig aus, für ein paar Monate hing ich in der Luft. Wäre es nicht zur Einigung mit Jordan gekommen, dann hätte ich weiter in diese Richtung gearbeitet."

Frage: "Entsprechend groß war die Freude, als der Vertrag unterzeichnet wurde?"
Heidfeld: "Es war wie eine Erlösung, ganz anders als in den Jahren zuvor. Da hatte ich mich in der Winterpause immer ohne Vorbehalte auf die nächste Saison freuen können."

"Eine Erfahrung dieser Art hätte mir schon gereicht"

Frage: "Sind sie gestärkt aus diesem Tal herausgekommen?"
Heidfeld: "Es war nicht das erste Mal, dass es nicht gerade reibungslos bei mir gelaufen ist. Schon das erste Jahr in der Formel 1 war nicht einfach, Prost war damals noch hinter Minardi das schlechteste Team überhaupt. Auch im Kartsport hatte ich mal eine Katastrophen-Saison. Eine Erfahrung dieser Art hätte mir schon gereicht."

Frage: "Timo Glock hat hingegen gerade ein Karrierehoch. Hat es sie überrascht, dass er von Jordan als Testfahrer verpflichtet wurde?"
Heidfeld: "Wir haben zusammen getestet, und ich habe einen positiven Eindruck von ihm. Er hat sich solide angestellt, kaum Fehler gemacht und eine gute Vorstellung abgeliefert."

Frage: "Im 'F1Total.com'-Interview hat Timo gesagt, er habe schon einen kleinen Dämpfer bekommen, als sie ihm ein paar Zehntelsekunden abgenommen haben..."
Heidfeld: "Es ist immer hilfreich, wenn ein Fahrer sich an erfahrenen Leuten messen kann. So kann man genau studieren, in welchem Streckenabschnitt man etwas verliert und gleich am Anfang ein paar Schritte nach vorn machen. Ob es dann reicht, genauso schnell zu sein oder schneller, das kann man natürlich nicht sagen. Das muss die Zeit zeigen."

"Wir kommen gut miteinander zurecht"

Frage: "Eddie Jordan ist einer der echten Typen in der Formel 1. Haben sie einen guten Draht zu ihm?"
Heidfeld: "Ich habe mich einige Male mit ihm getroffen. Wir kommen gut miteinander zurecht. Nach der Vertragsunterzeichnung waren natürlich die Ingenieure meine wichtigsten Ansprechpartner. Ich werde aber mit Eddie regelmäßig telefonieren."

"Peter Sauber ist kein Weichei"

Frage: "Worin unterscheidet er sich von ihrem bisherigen Teamchef Peter Sauber?"
Heidfeld: "Eddie und Peter sind extrem unterschiedliche Typen. Trotzdem denke ich, dass jeder, der in der Formel 1 als Teamchef arbeitet, einen harten Charakter hat und auch haben muss. Ich bin jetzt drei Jahre bei Peter gefahren und habe mich immer sehr gut mit ihm verstanden. Aber es ist nicht so wie einige Leute vielleicht denken, dass er ein Weichei sei. Dann hätte er es in der Formel 1 nicht so weit gebracht."

Frage: "Ihre Verbindung zu Mercedes ist Geschichte. Wie beurteilen sie rückblickend die gemeinsame Zeit?"
Heidfeld: "Wie alles andere auch hat so ein langfristiger Vertrag Vor- und Nachteile. Mercedes hat mich schon in der Formel 3 unterstützt, das hat sehr geholfen. Früh durfte ich dann auch schon in der Formel 1 testen. So konnte ich auf mich aufmerksam machen. Bei meinem Sieg in der Formel 3000 fuhr ich ebenfalls mit der Unterstützung von Mercedes. Auf der anderen Seite wurden durch den Vertrag die Verhandlungen mit anderen Teams, als ich schon in der Formel 1, nicht unbedingt einfacher. Die Gefahr war immer, dass Mercedes irgendwann kommt und sagt 'Tschüss, der Nick fährt jetzt bei uns'."

Frage: "Ich erspare Ihnen die Frage, ob Mercedes 2002 besser sie als Kimi Räikkönen hätte verpflichten sollen..."
Heidfeld: "Danke."

"Das wäre ein komisches Gefühl"

Frage: "...aber würden sie ihm den WM-Titel wirklich gönnen?"
Heidfeld: "Natürlich, wenn er ihn sich über die Saison hinweg verdient. Davon kann man ausgehen, wenn jemand den Titel gewinnt. Natürlich wäre es für mich ein komisches Gefühl, das mit anzusehen. Denn ich weiß, wie ich gegen ihn abgeschnitten habe, als wir gemeinsam bei Sauber gefahren sind. Es würde mir aber zeigen, dass ich es auch schaffen könnte."

Frage: "Daraus wird wohl zumindest 2004 noch nichts. Was für Ziele haben sie mit Jordan?"
Heidfeld: "Normalerweise werden wir nicht um Punkte mitfahren können, so lange vorne niemand ausfällt. Die Spitze wird leider noch enger zusammenrücken und Teams wie BAR zu den ersten vier Teams dazu stoßen. Dann sind die ersten zehn Plätze schon mal weg. Wir werden uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren und versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich will natürlich schon ab und zu punkten. Einfach wird das aber nicht, das weiß ich auch."

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25.02.: Jordan fördert viel versprechenden Fahrer aus Malaysia

Eddie Jordan hat sich in der Boxengasse bekanntermaßen einen Namen dafür gemacht, dass er nicht nur ein cleverer Geschäftsmann ist, sondern auch das richtige Händchen hat was die Förderung neuer Talente angeht.

Nun kündigte der Teamchef an, dass er die Motorsportkarriere des 21-jährigen Malaysiers Fairuz Fauzy, der dieses Jahr in der Britischen Formel 3-Serie antritt, fördern wird.

"Ich möchte Fairuz unterstützen, weil er ein viel versprechender junger Fahrer ist. Er hatte einige gute Jahre im GoKart in Malaysia und zog kürzlich nach Großbritannien, um in der Britischen Formel 3-Serie antreten zu können, was ein großer Schritt ist", erklärte Jordan seine Beweggründe und wünschte Fauzy "viel Glück" und zeigte sich ebenfalls "zuversichtlich, dass Jordan Möglichkeiten finden wird ihn in der Zukunft voran zu bringen."

Damit dürfte der 55-Jährige, dessen Team unter chronischem Geldmangel leidet, vor allem meinen, dass er bereit ist Fauzy einen Formel-1-Test in seinem Team und vielleicht auch ein Cockpit zu verschaffen - vorausgesetzt die Kasse stimmt. Der erste Schritt, dass Fauzy seinem Landsmann Alex Yoong nacheifern kann, der sich in der Formel 1 jedoch nicht lange halten konnte, ist jedenfalls getan.

"Ich bin natürlich sehr glücklich über die Aussicht mit Jordan Grand Prix arbeiten zu können. Ihre Unterstützung gibt mir Vertrauen und motiviert mich hart zu arbeiten und dieses Jahr in der Britischen Formel 3-Meisterschaft gut zu fahren. Es ist gut für Malaysia, dass ein Fahrer in ein Formel-1-Programm involviert ist und auch gut für Jordan, dass sie mit einem malaysischen Piloten zusammenarbeiten. Ich freue mich jetzt darauf meine Beziehung zum Team auszubauen", teilte Fauzy mit.

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19.02.: Timo Glock wird Jordans "Freitags-Fahrer"

Mit Timo Glock hat ein weiterer Deutscher den Sprung in die Formel 1 geschafft. Der 21-Jährige darf sich in diesem Jahr am Steuer des dritten Jordan im 1. und 2. Freien Training beweisen. Damit hat Glock die Chance, an jedem Rennwochenende mit guten Leistungen vor den Augen der Weltöffentlichkeit auf sich aufmerksam zu machen und lernt zudem alle Formel-1-Rennstrecken kennen.

Glock war vergangenes Jahr in der Formel 3 Euro Series unterwegs, gewann drei Rennen und stand vier weitere Male auf dem Podium. Das Team entschied sich nach zwei Tests im Jordan-Ford in Barcelona und Silverstone für den Nachwuchspiloten. Damit ist Timo Glock nach Michael und Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen, Nick Heidfeld und Marcel Lasée bereits der sechste deutsche Rennfahrer, der einen Jordan fahren darf.

"Timo Glock ist im Moment eines der vielversprechendsten jungen Talente in Deutschland und ich bin froh, dass wir ihm eine regelmäßige Testgelegenheit bieten können. Er hat seinen Weg sehr schnell durch die Junior-Kategorien gemacht und dies wird ihm nun die wertvolle Gelegenheit verschaffen, jeden Grand-Prix-Kurs im Rennkalender kennen zu lernen", so Teamchef Eddie Jordan.

Der Ire weiter: "Dies ist ein perfektes Training und der Einsatz eines weiteren Autos wird es dem Team ermöglichen, beim Sammeln von Daten und der Vorbereitung auf jedes Rennen behilflich zu sein. Timo hat unsere Ingenieure mit seinem Test-Feedback wirklich beeindruckt und wir hoffen nun, dass wir ihn auf seinem nächsten Schritt in der Karriere begleiten dürfen mit dem ultimativen Ziel, in der Zukunft ein Grand-Prix-Fahrer zu werden."

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16.02.: Verstappen-Vertrag scheiterte wegen Manager

Über Monate zogen sich die Verhandlungen zwischen dem Jordan-Team und dem Verstappen-Management über ein Cockpit für den Niederländer hin.

Bis zu dem Punkt an dem man die Gespräche ergebnislos abbrach, um sie dann später überraschender Weise noch einmal aufzunehmen, hatte bei Jos Verstappen Zuversicht geherrscht, dass er mit Saisonbeginn in einem Boliden von Jordan sitzen würde. Das letzte noch freie Cockpit ging am Ende aber an Giorgio Pantano.

Für Verstappen und seine Anhänger ein Schlag ins Gesicht, denn seine Zukunft in der Formel 1 ist damit wieder einmal ungewiss. Den schwarzen Peter für die über weite Strecken wie eine Formalität erscheinende, sich dann aber schwieriger als gedacht gestaltende und schließlich nicht erfolgte Verpflichtung von Jos Verstappen will sich das Jordan-Team aber nicht zuschieben lassen.

Auf der Teamwebseite bezeichnete man die Verhandlungen mit Michel Perridon (Trust) und Harrie Muermans (Muermanns Group) nun als "hervorragend". Dafür dass an Stelle von Verstappen inzwischen Pantano als neuer Teamkollege von Nick Heidfeld bekannt gegeben wurde, dürfen sich die Fans des Niederländers offensichtlich bei dessen Manager bedanken.

"Die harte Arbeit der beiden loyalen Sponsoren wurde von der Unnachgiebigkeit Huub Rothergatters, dem Manager von Jos Verstappen, zunichte gemacht. Er forderte die ganze Zeit über eine ungerechtfertigt hohe Beteiligung an den Sponsorengeldern oder bestand auf einem unverschämt hohen finanziellen Ausgleich dafür. Gleichzeitig wurden alle Bitten des Teams, wie etwa eine Sitzanpassung für Verstappen und die Möglichkeit zur Beurteilung seiner Fitness, abgelehnt."

"Wir hatten eine gute Übereinkunft mit den Sponsoren, die sich die gesamte Zeit über positiv verhalten haben, gefunden, doch dass sich solche ehrenhaften Leute durch einen Manager so behandeln lassen ist schlecht für den Sport", brachte Eddie Jordan zum Ausdruck, dass er Verstappen gerne verpflichtet hätte, dies aber an Rothergatters Forderungen scheiterte.

Verstappen selbst erklärte inzwischen, dass Rothengatter weiterhin sein Manager bleiben wird. "Es ist ihm zu verdanken, dass ich so lange Zeit in der Formel 1 bin und er wird immer ein Teil davon sein." Zudem sagte er, dass die Differenzen, die es eine Zeit lang zwischen den Sponsoren und Rothengatter gegeben hatte, ausgeräumt seien.

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13.02.: Offiziell: Pantano ist Heidfelds Teamkollege bei Jordan

Das Starterfeld der Formel-1-Saison 2004 ist knapp drei Wochen vor dem Saisonstart endgültig komplett. Das Jordan-Ford-Team bestätigte am Freitagabend die Verpflichtung von Giorgio Pantano und beendete damit eine wochenlange Posse um die Besetzung des zweiten Cockpits an der Seite von Nick Heidfeld.

Giorgio Pantano, am 4. Februar 1979 in Padova geboren, wurde in der Saison 2002 mit dem Coloni-Team Zweiter der Internationalen Formel-3000-Meisterschaft, 2003 Dritter. Im Jahr 2000 hatte er auf Anhieb die Deutsche Formel-3-Meisterschaft gewonnen, zuvor verdiente er sich zahlreiche Titel im Kartsport auf nationaler, europäischer und Weltmeisterschaftsebene. Im November 2002 testete der frühere Kart-Weltmeister für das BMW-Williams-Team. Zuvor standen für den heute 25-Jährigen auch Tests für McLaren-Mercedes und das Benetton-Team auf dem Programm.

Teamchef Eddie Jordan und Giorgio Pantano haben sich bereits im letzten Jahr näher kennen gelernt, als der Italiener kurz davor stand, einen Testvertrag mit Jordan zu unterzeichnen. Der irische Formel-1-Teamchef hatte mit dem Besitzer des Formel-3000-Teams 'Super Nova', David Sears, vergangenes Jahr ein Abkommen über die Förderung junger Talente abgeschlossen. Sears und Jordan hatten sich 1981 näher kennen gelernt, als Sears für Jordans Formel-3-Team an den Start ging.

Eddie Jordan: "Giorgio hat drei Jahre lang in der Formel 3000 vorne mitgemischt und er ist für die Herausforderung Formel 1 gerüstet. Ich glaube, dass wir mit unserer Faherpaarung die beste Kombination aus Jugend, Erfahrung und Talent haben. Giorgio und Nick sind schnell, talentiert und erfolgshungrig, was wir genau benötigen, um das Team zu verjüngen und uns beim Zurückschlagen in der Saison 2004 zu helfen. Ich kann das erste Rennen kaum erwarten!"

Giorgio Pantano: "Ich bin so glücklich! Ich möchte Eddie Jordan und jedem bei Jordan Grand Prix dafür danken, dass sie mir die Möglichkeit geben, in der Formel 1 zu sein und meine Fähigkeiten zu zeigen. Ich werde alles geben, denn ich möchte ihnen gute Ergebnisse garantieren. Es gibt eine Menge Leute, denen ich danken muss, weil sie mir geholfen haben, in diese Lage zu kommen und ich hoffe, dass ich sie stolz machen werde. Ich freue mich schon darauf, das Auto bei den Tests erneut zu fahren und bin natürlich schon sehr aufgeregt, was meinen ersten Grand Prix in Melbourne in knapp drei Wochen angeht!"

Glaubt man den Gerüchten, so muss Pantano sieben Millionen Euro für sein Cockpit bei Jordan mitbringen. Angesichts der dramatisch leeren Flächen auf dem EJ14 ist Teamchef Eddie Jordan auf jeden Cent angewiesen. Bei den bisherigen Testfahrten konnte das neue Auto, das vom Team als "größter Schritt nach vorne in der Geschichte des Teams" gefeiert wurde, nicht überzeugen. Dem Formel-1-Neuling steht eine harte Saison bevor.

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13.02.: Jordan beendet Jerez-Test: EJ14 weiterhin zu langsam

Die positive Nachricht heute von Jordan: Giorgio Pantano steht als zweiter Fahrer neben Nick Heidfeld als Fahrer fest und bringt einige Millionen in das Team, die die marode Kasse aufbessern sollen. Die schlechte Nachricht: Mit dem neuen EJ14 kommt das Team einfach nicht in Fahrt. Heute hatte Nick Heidfeld nach 54 Runden 3,423 Sekunden Rückstand auf Ralf Schumacher im BMW-Williams. Seltsam: Das Team lobt den EJ14 als zuverlässiges Auto, dabei gab es wie schon gestern Probleme.

"Wir setzten heute unsere Reifentests fort, bei dem wir im Hinblick auf das erste Saisonrennen arbeiteten. Hoffentlich können wir diese Arbeit in Imola fortsetzen", so Chefingenieur James Robinson. "Es ist gut, dass wir nun unsere Fahrerpaarung feststehen haben und wir freuen uns sehr darauf, Giorgio kommende Woche wieder im Auto sitzen zu haben." Zusammen mit Heidfeld wird der Italiener vom 17. bis 19. Februar in Imola testen.

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12.02.: Jos Verstappen doch wieder im Rennen?

Der Kampf um das zweite Jordan-Cockpit wird langsam aber sicher zur Farce. Nun berichtet die niederländische Zeitung 'Algemeend Newspaper' in ihrer Onlineausgabe, dass Jos Verstappen als Kandidat für Jordan wieder zur Diskussion steht. Grund sei, dass Giorgio Pantano nun doch nicht das geforderte Geld aufbringen kann.

Der Italiener selbst erklärte der 'Gazzetta dello Sport' bereits, dass sein Platz bei Jordan zu "99 Prozent sicher ist", doch Pantano konnte offenbar bis heute keine Bankgarantie liefern. Eddie Jordan würden in diesem Falle die Möglichkeiten langsam aber sicher wegbrechen. Nur Jos Verstappen hat genügend Sponsoren in der Hinterhand, um das Team mit dem nötigen Geld zu versorgen.

Allan McNish ist aus dem Rennen, der Schotte heuerte beim britischen Audi-Team an und kehrt zu seinen geliebten Sportwagen zurück. Ralph Firman wäre sicher ein Kandidat, doch seine finanziellen Mitgiften sind im Vergleich zu Verstappen eher gering, bei Justin Wilson sieht es nicht anders aus. Timo Glock und Bas Leinders haben beide nur ein Budget für den Testfahrerposten.

Nun soll Eddie Jordan einen Schritt auf das Management von Jos Verstappen zugegangen sein. Die Niederländer brachen die Verhandlungen bekanntlich ab, da sie mit den geforderten Bedingungen von Jordan nicht einverstanden waren. Der irische Teamchef soll nun Zugeständnisse gemacht haben, um Huub Rothengatter, Raymond Vermeulen und Michel Perridon wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen.

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09.02.: Stärkung durch 'Scentio' und 'TMA'

Weniger als einen Monat vor dem ersten Saisonrennen in Melbourne verstärkt sich das Jordan-Team weiter. Der zweite Fahrer, der neben Nick Heidfeld in Gelb starten wird, steht zwar noch nicht fest, dafür konnte das Team von Eddie Jordan zwei weitere Partner gewinnen: 'Scentio' und 'TMA'.

'Scentio' wird dem Jordan-Team Software zur Verfügung stellen, mit der die gesammelten Daten aller technischen Abteilungen analysiert werden können. Arbeitsabläufe und Designprozesse können somit optimiert werden. Auch die reelle Simulation des Verhaltens eines Fahrers ist möglich.

"Wir heißen 'Scentio' und ihre Technologie bei Jordan willkommen", erklärte James Key, Jordans Chef der Forschungsabteilung. "Ein Formel-1-Auto generiert viele Daten, die meisten davon kann man untereinander in Beziehung setzen. Wir glauben, dass 'Scentio' eine große Hilfe sein wird, die Daten zusammenzuführen und das Auto als Ganzes zu verstehen."

Die ersten Arbeitsgebiete mit dem neuen Partner wurden bereits gewählt. "Das erste Projekt, welches angegangen werden wird, betrifft einen wichtigen Teil der Leistungsfähigkeit. Wir sollten dabei zu einigen interessanten Resultaten kommen", schloss Key ab.

Auch 'Scentio' freut sich über die Gelegenheit, die eigenen Kenntnisse im Formel-1-Umfeld demonstrieren zu können. "Sie haben uns eine wunderbare Gelegenheit gegeben, die Vorteile und die Leistungsfähigkeit unserer Produkte in einer der herausforderndsten Umgebungen zu demonstrieren", erklärte der Technische Direktor von 'Scentio', Dr. Andy Edmonds.

Auch auf dem Marketingsektor wird das Jordan-Team zukünftig unterstützt werden. Das Unternehmen 'TMA' wird für das Team die Marketingstrategien erstellen und soll die Marke Jordan wieder aufpolieren. "2004 wird eine Verjüngung von Jordan Grand Prix stattfinden, auch die Marke wird gestärkt werden", zeigt sich Mike Hall-Taylor, Marketingchef von Jordan, überzeugt.

'TMA' wird sich dabei für Presseangelegenheiten, Sponsoren und den Fanklub verantwortlich zeigen. "Wir freuen uns, einen weiteren aufregenden Namen zu unseren Klienten hinzuzufügen", erklärte Ian Shortman, Geschäftsführer von 'TMA'. Die Firma betreut unter anderem die Marken 'Walt Disney', 'Johnson & Johnson', 'British Airways' und andere.

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07.02.: 'BBC': Pantano wird zweiter Jordan-Fahrer

Noch immer steht in der Formel 1 ein Cockpit zur Verfügung, jenes bei Jordan-Ford an der Seite von Nick Heidfeld. Nachdem sich das Verstappen-Management gemeinsam mit dem persönlichen Sponsor darauf geeinigt hat, die Verhandlungen mit Eddie Jordan endgültig abzubrechen, galt es eigentlich als sicher, dass nun ein britischer Pilot den Zuschlag erhalten wird, wie das Sponsor 'Benson + Hedges' fordert.

Einem Bericht der 'BBC' zufolge soll jedoch ein ganz anderer Fahrer den Zuschlag bekommen: Der Italiener Giorgio Pantano. Man sei "kurz davor", einen Vertrag abzuschließen. Giorgio Pantano, am 4. Februar 1979 in Padova geboren, wurde in der Saison 2002 mit dem Coloni-Team Zweiter der Internationalen Formel-3000-Meisterschaft.

Im Jahr 2000 hatte er auf Anhieb die Deutsche Formel-3-Meisterschaft gewonnen, zuvor verdiente er sich zahlreiche Titel im Kartsport auf nationaler, europäischer und Weltmeisterschaftsebene. Im November 2002 testete Pantano für das BMW-Williams-Team.

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05.02.: Verstappen: Verhandlungen "definitiv" abgebrochen

Erst waren die Verhandlungen nach Aussage des Verstappen-Managements mit dem Jordan-Team offiziell abgebrochen, dann bestätigten beide Parteien, dass man doch weiterhin verhandelt. Kurze Zeit später zogen die Beobachter verwundert die Augenbrauen nach oben, als auf dem Jordan das 'Trust'-Logo auftauchte – ein persönlicher Sponsor des Holländers. Kurze Zeit später versicherte man bei 'Trust', dass man Jordan nur dann sponsert, wenn tatsächlich Verstappen für die "Gelben" fährt.

Nun jedoch sind die Verhandlungen endgültig abgebrochen worden – darf man dieses Mal die Aussagen der Beteiligten ernst nehmen. Wie auf der offiziellen Webseite von "Jos the Boss" zu lesen ist, haben 'Trust' und das Management gemeinsam beschlossen, die Verhandlungen "definitiv" abzubrechen. Man habe alles in den Verhandlungen gegeben, doch "vertragliche Hindernisse" sorgten dafür, dass man keine Einigung erzielen konnte.

Sponsor 'Trust' will Jos Verstappen weiterhin "zu 100 Prozent" unterstützen: "Manchmal tun sich von selbst neue Möglichkeiten auf, durch die Jos vielleicht später in der Saison noch ein Cockpit in der Formel 1 finden kann", so 'Trust'-Manager Muriel Wolda. Bei Jordan war man angeblich zu Kompromissen bereit, doch Teamchef Eddie Jordan soll hart geblieben sein und akzeptierte eine "goldene Mitte" nicht.

Damit sind die Chancen von Ex-Toyota-Fahrer und Renault-Testfahrer Allan McNish ebenso gestiegen wie die Aussicht von Ralph Firman auf eine Verlängerung seines Vorjahresvertrages. Teamchef Eddie Jordan steht von Sponsor 'Benson + Hedges' unter Druck, einen britischen Piloten unter Vertrag zu nehmen. Bisher steht nur Nick Heidfeld als Fahrer offiziell fest.

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04.02.: Jordan präsentierte EJ14 in kleinem Rahmen

Ein paar Journalisten waren vor Ort, als Eddie Jordan im Rahmen der Testfahrten auf dem 'Circuit de Catalunya' in der Boxengaste im Rahmen einer sehr bescheidenen Präsentation den neuen EJ14 sowie Neuverpflichtung Nick Heidfeld vorstellte. Das neue Auto wurde bereits am Montag im Rahmen des Rollouts in Silverstone den Journalisten gezeigt.

Ein großes Fragezeichen schwebt immer noch über der Wahl des zweiten Fahrers. Immerhin bestätigte Teamchef Eddie Jordan, dass Jos Verstappen immer noch ein Thema ist – was aufgrund der prominent platzierten 'Trust'-Werbung auch kein Wunder ist. Das niederländische Unternehmen unterstütze im vergangenen Jahr "Jos the Boss" finanziell bei dessen Saison im Minardi-Team.

"Wir sprechen mit zahlreichen Fahrern und Jos ist einer davon", bestätigte Eddie Jordan unseren Kollegen von 'Autosport'. Der Ire weiter: "Trust und ich haben diskutiert und wissen, was wir tun wollen. Wir werden etwas bekannt geben, wenn wir bereit sind. Es ist klar, dass das Cockpit für ihn immer noch zu haben ist." Auch Ralph Firman ist ein Thema. Der Ire soll auf jeden Fall im Team bleiben, zur Not auch als Testfahrer, wie Jordan durchblicken ließ.

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03.02.: Heidfeld und Jordan nach EJ14-Shakedown zufrieden

Morgen wird das Jordan-Team seinen Boliden für die Saison 2004 in Silverstone offiziell vorstellen, und im Anschluss daran sind die ersten richtigen Testfahrten geplant.

EJ14Sein Streckendebüt gab der EJ14 aber schon gestern, als Nick Heidfeld einen ersten Shakedown mit dem neuen Auto absolvierte. Im Anschluss daran erklärte der Mönchengladbacher dann seinen ersten Eindruck.

"Es ist schön, hier mit dem Team zu sein. Ich fühle mich bereits Zuhause und der erste Test eines neuen Autos ist ohnehin immer etwas ganz Besonderes. Das Auto macht einen guten Eindruck und ich konnte einige Runden fahren ohne dass es technische Probleme gab", teilte Heidfeld nach der Jungfernfahrt mit dem EJ14 zufrieden mit.

Nur das Wetter hätte laut Auskunft des 26-Jährigen etwas besser sein können, denn "leider hatte es über Nacht geregnet." Nun freut sich der Deutsche darauf den EJ14 unter trockenen Bedingungen testen zu können, wozu er, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, am Mittwoch und Donnerstag Gelegenheit haben sollte.

Teamchef Eddie Jordan hat sich angesichts des gelungenen Shakedowns ebenfalls erleichtert gezeigt. "Ich freue mich, mitteilen zu können, dass der EJ14 gegenüber dem letztjährigen Auto ein Schritt vorwärts ist. Im Aerodynamikbereich haben wir beim EJ14 die größten Fortschritte erzielt die uns je vom letztjährigen zum neuen Auto gelungen sind", sagte der Ire.

Ob das Jordan-Team, welches im letzten Jahr auf Grund fehlender finanzieller Mittel den EJ13 kaum weiterentwickeln konnte, durch die über den Winter gemachten Verbesserungen wieder Anschluss an die Gegner finden wird die letztes Jahr vor einem lagen, bleibt abzuwarten.

"Ich bin, wie immer, optimistisch", erklärte Eddie Jordan, dass er genau daran glaubt. "Ich hoffe, dass wir noch vor Saisonbeginn für ein paar Überraschungen gut sein werden", meinte der Teamchef in Anspielung auf die in den letzten Tagen für Aufsehen sorgenden Rundenrekorde eines anderen Teams weiter.

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02.02.: Bescheidene Präsentation des EJ14

Erst in der vergangenen Woche dementierte Eddie Jordan, dass sein Team massive finanzielle Schwierigkeiten hat und bislang nur die Teilnahme an den ersten drei Rennen der Saison 2004 gesichert ist. Insgesamt versuchte der 55-Jährige dabei einen zuversichtlichen Eindruck zu hinterlassen und kündigte an, dass man seiner Ansicht nach "ein verdammt gutes Jahr" haben werde.

So gar nicht dazu passt nun aber die aus Großbritannien von dem Rennstall angeblich nahe stehenden Quellen durchgesickerte Nachricht, dass man mit dem EJ14 am kommenden Mittwoch nicht nur die ersten Runden in Silverstone fahren wird, sondern die Jungfernfahrt auch gleichzeitig die offizielle Präsentation des Autos darstellt. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass man Mitte Februar die Vorstellung von Auto und Fahrern durchführt.

Entgegen den Vorstellungen in den letzten Jahren, wird man diesmal auch auf eine große Show verzichten. Stattdessen wird es eine Enthüllung im kleinen Rahmen mit wenigen Gästen geben.

Die Ehre, den EJ14 zu fahren, wird Nick Heidfeld haben. Der Mönchengladbacher ist bisher ja der einzige vom Team für 2004 bestätigte Fahrer. Mit der Bekanntgabe des zweiten Piloten ist dem aktuellen Stand nach am Mittwoch aber noch nicht zu rechnen. Dementsprechend könnte das neue Auto auch noch viele freie Flächen aufweisen die darauf warten von den Sponsoren des zweiten Fahrers gefüllt zu werden.

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30.01.: Offiziell: Nick Heidfeld startet für Jordan-Ford

Für Nick Heidfeld hat die Formel-1-Karriere nach der ausgebliebenen Vertragsverlängerung mit dem Sauber-Team doch kein vorzeitiges Ende genommen. Offenbar hat das Jordan-Team die notwendigen finanziellen Mittel aufbringen können, um den Mönchengladbacher zu verpflichten, der im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen für ein Cockpit nicht bezahlen wollte. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass der 26-Jährige Sponsoren mit in das Team bringen wird.

"Ich stelle sorgfältig eine starke Fahrerpaarung und ein Sponsoren-Portfolio zusammen, um unser Paket der Saison 2004 zu komplettieren. Der Vertrag mit Nick ist ein Teil davon", so Teamchef Eddie Jordan, der noch nicht über die Besetzung des zweiten Cockpits entschieden hat. "Ich bin optimistisch, dass wir das Zeug dazu haben, in diesem Jahr gegen die Teams im Mittelfeld fahren zu können. Nick ist ein sehr schneller Fahrer mit Talent und Erfahrung, die wir benötigen, um jede Chance zu nutzen, die uns in dieser Saison geboten wird."

Nick Heidfeld: "Ich bin sehr froh, dass ich einen Vertrag mit Jordan-Ford unterzeichnen konnte. Es war eine seltsame Erfahrung zu testen, besonders zuletzt in Barcelona, ohne offiziell ein Teil des Teams zu sein. Ich hatte wirklich schon das Gefühl, dazuzugehören. Es ist schön, mit allen Leuten hier zu arbeiten und ich freue mich schon sehr auf diese Saison. Es wird aufregend sein, den EJ14 kommende Woche zum ersten Mal zu fahren, nachdem ich heute den Tag in der Fabrik verbracht habe, um mir meinen Sitz anpassen zu lassen und das 2004er-Auto zum ersten Mal beim Zusammenbau zu sehen."

Der Mönchengladbacher weiter: "Die letzten paar Wochen und Monate waren für mich ziemlich schwierig, ich bin aus diesem Grund nicht nur glücklich über die Vertragsunterschrift sondern auch erleichtert. Diese Saison wird interessant werden und ich freue mich besonders auf die neuen Rennen in Bahrain und Schanghai. Ich glaube, dass diese Rennen für die Formel 1 gut sind, denn schlussendlich ist es eine Weltmeisterschaft, da sollten wir um die ganze Welt ziehen. Ich fahre immer gerne auf neuen Strecken und besuche gerne fremde Länder, wo ich noch niemals zuvor war. Das ist immer interessant!"

Nick Heidfeld geht damit in seine fünfte Saison in der "Königsklasse des Motorsports". Für Prost und Sauber fuhr er insgesamt 66 Rennen. Seine beste Platzierung war ein dritter Rang beim Großen Preis von Brasilien 2001. Vor Heidfeld sind schon Michael und Ralf Schumacher sowie Heinz-Harald Frentzen für Jordan gefahren. Rekordweltmeister Michael Schumacher startete 1991 in Spa seine glanzvolle Karriere in diesem Team, Bruder Ralf fuhr 1997 und 1998 für Eddie Jordan. Heinz-Harald Frentzen bescherte dem Iren in seiner Zeit zwischen 1999 und 2001 sogar zwei Grand-Prix-Siege.

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28.01.: Eddie Jordan über die Kostenspirale der Formel 1

Das einstige Aufsteigerteam der Formel 1 ist ein Schatten seiner selbst. Jordan kam mit einem überraschenden Paukenschlag in die Formel 1. Der grüne "Laubfrosch" mit der '7up'-Lackierung sorgte 1991 nicht nur für frohe Farben auf der Strecke, auch die etablierte Konkurrenz rieb sich aufgrund der Leistungen des kleinen Teams verwundert die Augen.

Jahr für Jahr ging es bergauf, die Finanzen besserten sich, man bekam Werksmotoren von Peugeot und später von Honda. Doch schon nach der Saison 1999 setzt der Abwärtstrend ein. Heute steht das Team von Eddie Jordan wieder da, wo es vor 13 Jahren begann. Hat Eddie Jordan im Haifischbecken der der Formel 1 das Beißen verlernt?

Nicht nur die Automobilwerke tragen die Schuld

Der Niedergang seines Teams geschah zeitlich passend zum verstärkten Engagement der Automobilwerke, als Privatier hatte er den Unsummen der Budgets nur wenig entgegenzusetzen. Die Kostenspirale dreht sich seit Jahren unaufhörlich, trotz aller Versuche, die Ausgaben der Teams zu begrenzen. Eddie Jordan wirft dem Sport als Ganzes eine "große Nachlässigkeit" vor.

"Ich denke, dass wir alle daran schuldig sind", wird der Ire in der englischsprachigen Presse zitiert. "Es ist wahr, dass wir uns durch den mangelnden Fortschritt bei den Kosten selbst einen schlechten Dienst erwiesen haben." Die Schuld an der schlechten Position der Privatteams, der bereits Arrows und Prost zum Opfer gefallen sind, schiebt er allerdings nicht den großen Werken zu.

Wenig Hilfe zur Kostenreduzierung durch die FIA

"Da ist keiner unbefleckt", so der 55-Jährige. "Wir nehmen alles zu persönlich und denken dann darüber nach, wie wir die Dinge zu unserem besten Vorteil gestalten können. Dabei sehen wir aber nicht das Geschäft als Ganzes." Egoismus jedoch gehört zum Motorsport wie die Reifen, ein möglicher Lernprozess wird nicht von heute auf morgen stattfinden können.

Bei der angestrebten Kostenreduzierung wird auch die internationale Motorsportbehörde FIA keine große Hilfe sein. "Wir können Ideen liefern oder andere nach Idee fragen, aber die Teams selbst müssen erkennen, dass sie es waren, die die Kosten so hoch getrieben haben", erklärte FIA-Präsident Max Mosley kürzlich. "Wie haben bessere Dinge zu erledigen, als sie vor ihrer eigenen Dummheit zu bewahren."

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28.01.: John Watson: "Die Fahrer hinzuhalten ist typisch Eddie Jordan"

Sportlich wie auch finanziell betrachtet ist es mit dem Jordan-Team im Anschluss an die Saison 1999, in der man Platz 3 bei den Konstrukteuren erreichte, nur noch bergab gegangen. Der Weg an die Spitze der Formel 1 ist eben keine Einbahnstraße.

Spekulationen über die finanzielle Situation des Rennstalls sind in den letzten Jahren zur Gewohnheit geworden. Irgendwie hat es Eddie Jordan bislang aber immer geschafft das nötige Budget zusammenzubekommen, um an allen Grand Prix teilzunehmen. Auch wenn das zuletzt eindeutig auf Kosten der Konkurrenzfähigkeit ging.

Weil aber irgendwann einmal der Punkt erreicht ist an dem es so eigentlich nicht mehr weitergehen kann, hat sich nun der 152-fache Grand Prix-Teilnehmer John Watson im 'Sunday Mirror' über die Situation bei Jordan geäußert.

"Ich habe erst kürzlich mit jemandem darüber gesprochen und seine Einschätzung war die, dass das Team ohne Eddie Jordan besser dran wäre. Ich glaube aber nicht, dass Eddie Jordan verkaufen wird bis er ein Angebot eines Herstellers erhalten hat welches ihm auch ermöglicht weiterhin an Bord zu sein. Die Rettung des Teams muss aber an erster Stelle stehen", erklärte Watson, ohne zu unterschlagen, dass der Ire als privater Rennstallbesitzer eine Menge erreicht hat. "Er hat vier Rennsiege und den dritten Platz bei den Konstrukteuren erzielt. Das ist wirklich eine großartige Leistung."

Dennoch ist Watson aber der Meinung, dass es an Zeit ist ein klares Management bei Jordan zu etablieren wie es zum Beispiel Ron Dennis bei McLaren eingeführt hat. Die sich noch immer hinauszögernde Bekanntgabe der Fahrer für die Saison 2004 ist für den 57-Jährigen jedenfalls ein typisches Beispiel für Jordans ganz eigenen Führungsstil: "Die Fahrer hinzuhalten, ist typisch Eddie Jordan. Es ist eine Möglichkeit, um den Preis nach oben zu treiben. Ohne Frage ist er ein ausgefuchster Geschäftsmann", hegt Watson auch Bewunderung für den Jordan-Teamchef, der zusammen mit Flavio Briatore in die graue und aus vielen langweiligen Personen bestehende Formel 1 Farbe bringt.

Dass Eddie Jordan nicht schon längst die Chance ergriffen hat sein Team zu verkaufen, um damit sein Lebenswerk zu erhalten, hat laut Watson einen ganz einfachen Grund: "Eddie Jordan steht gerne im Rampenlicht und die Öffentlichkeit liebt ihn. Er ist mit dem Motorsport ein vermögender Mann geworden, doch er hat mehr als nur Geld damit gemacht. Die Formel 1 ist sein Leben. Traurigerweise wäre es ohne sie bedeutungslos."

So schade Eddie Jordans persönlicher Abschied aus der Königsklasse aber auch wäre, noch trauriger wäre wohl das Verschwinden seines Teams. Genau das, so hofft John Watson, wird der Teamchef jedoch hoffentlich vermeiden.

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27.01.: Verstappen und Jordan: Verhandlungen abgebrochen

Vergangenen Freitag überraschte das Management von Jos Verstappen mit einem Ultimatum an Eddie Jordan, den man so zu einer Entscheidung in Sachen Fahrerpaarung des Jordan-Teams in dieser Saison drängen wollte.

Nachdem die Frist verstrichen war, vermeldete dann 'Trust'-Geschäftsführer Michel Perridon noch am gleichen Tag, dass der Teamchef eine mündliche Cockpitzusage gegeben habe, jedoch noch einige kleinere Vertragseinzelheiten zu klären seien.

Genau an diesen Details sind die weiteren Verhandlungen nun aber gescheitert. Wie jetzt offiziell bekannt gegeben wurde, sind die Gespräche ergebnislos abgebrochen worden, da sich beide Seiten in bestimmten Punkten nicht einigen konnten.

"Wir haben unser Bestes getan, um zu einer Übereinstimmung zu gelangen", versicherte Jos Verstappen auf seiner Internetseite. "Im Augenblick macht das Weiterverhandeln jedoch keinen Sinn", stellte der Rennfahrer enttäuscht fest. Dass er in der Saison 2004 in der "Königsklasse des Motorsports" antreten wird, erscheint somit gegenwärtig jedenfalls sehr unwahrscheinlich.

Weshalb man die Verhandlungen mit Eddie Jordan gestoppt hat, ließ Verstappen jedoch offen. "Ich möchte noch einmal betonen, dass ich eine Gruppe fantastischer Personen um mich herum habe. Michel Perridon hat sich bis zuletzt sehr stark für eine positive Lösung eingesetzt. Wie dem auch sei, die Verhandlungen wurden von uns in gegenseitigem Einverständnis und mit Zustimmung aller Sponsoren gestoppt", erklärte der 31-Jährige.

Zu vermuten ist, dass letzten Endes die von Eddie Jordan geforderte Summe dem Verstappen-Management angesichts der zu erwartenden Konkurrenzfähigkeit zu hoch war. Zumindest lässt darauf die erste Äußerung von Perridon schließen: "Als Sponsor haben wir alles in unserer Macht stehende getan, um Jos zu helfen. Es führt jedoch kein Weg an einer soliden Grundlage vorbei, damit alle Partner eine gute Saison haben können. Leider ist das aber nicht der Fall gewesen", kommentierte Perridon die Einstellung der Verhandlungen mit Jordan.

Denkbar ist aber auch, dass sich Jordan einfach nicht auf alle Gegenleistungen einlassen wollte auf die die Sponsoren bestanden haben. Der Unterstützung seiner Geldgeber darf sich Verstappen aber weiterhin gewiss sein: "Wir haben Jos immer unsere vollste Unterstützung gegeben und werden das auch weiterhin tun", sagte Michel Perridon weiter.

Dem aktuellen Stand der Dinge nach zu urteilen, ist von einer Teilnahme von Jos Verstappen in dieser Saison zumindest vorerst nicht auszugehen. Nicht ganz ausgeschlossen werden kann aber, dass sich Verstappen und Jordan vielleicht doch noch einmal zusammensetzen werden.

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25.01.: Verstappen und Jordan: Funkstille

Jos Verstappens Ultimatum scheint Früchte getragen zu haben, zumindest vermeldete dies sein Sponsor 'Trust', doch das Engagement des Niederländers ist noch nicht in trockenen Tüchern. Am Freitag setzte Verstappen dem Jordan-Team eine letzte Frist: Bis 17 Uhr müsse eine Entscheidung auf dem Tisch liegen.

Daraufhin erteilte Teamchef Eddie Jordan eine mündliche Zusage, dass Verstappen in der Saison 2004 einen Jordan-Ford EJ14 fahren wird. Unterzeichnet ist jedoch noch nichts, auch die Verhandlungen zwischen den Parteien gehen weiter. "Wir reden weiter mit Jordan, einige kleine Details müssen noch geregelt werden", erklärte Verstappens Manager Vermeulen auf der Internetseite des letztjährigen Minardi-Fahrers.

Eddie Jordan scheint sich durch das Ultimatum jedoch massiv unter Druck gefühlt zu haben, eine ähnliche Aktion könnte für Verstappen wohl eine umgekehrte Reaktion zur Folge haben. Zumindest erklärte der Ire, dass er keine öffentlichen Stellungnahmen der Verstappenseite mehr hinnehmen werde.

"Wir haben zugestimmt, von jetzt an 'Funkstille' zu halten", so Vermeulen weiter. "Genau das werden wir nun auch tun. Ein Vertrag ist schließlich ein Vertrag." Das Verstappen-Management steht also zu seinem Wort und hofft, dass auch Eddie Jordan zum Wortlaut seines mündlichen Vertragsversprechens steht.

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25.01.: Heidfeld: Entscheidung in Kürze

Nick Heidfeld macht sich noch berechtigte Hoffnungen auf ein Cockpit beim Jordan-Ford-Team. Jos Verstappen scheint als erster Fahrer bei den "Gelben" gesetzt, auch wenn Teamchef Eddie Jordan dies noch nicht öffentlich gemacht hat. Zumindest aber durfte Heidfeld bei den ersten Testfahrten des Jordan-Teams in diesem Jahr im Auto sitzen.

"Endlich durfte ich wieder Formel 1 fahren", erklärte der 26-Jährige erleichtet auf seiner Internetseite. "Die zwei Tage in Barcelona brachten mir eine Menge und es war gut, dass ich wie immer im Winter ein intensives Fitnesstraining durchgezogen habe. Anders als in Jerez war es in Barcelona trocken und so konnte ich den Jordan auch im Trockenen kennen lernen. In Jerez hatte es ja sehr viel geregnet."

Heidfeld wurde vom Jordan-Team intensiv in das Testprogramm eingebunden. Sollten die Finanzlage es zulassen, so wird Eddie Jordan wohl auf die Dienste des Mönchengladbachers setzen. "Wir haben uns überwiegend auf die Reifen konzentriert, doch es gab auch ein paar andere Dinge, die wir heute getestet haben", fuhr er fort. "Wir arbeiteten am Setup und auch ein wenig an der Elektronik. Insgesamt drehte ich in den zwei Tagen 129 Runden, davon 82 am Freitag. Jetzt kann ich sagen, dass der Unterschied vom Jordan zum letztjährigen Sauber viel kleiner ist als erwartet."

Auch James Robinson, Leiter des Renn- und Testteams bei Jordan zeigte sich bereits am Donnerstag zufrieden: "Es war ermutigend, mit Nick und Bridgestone zu arbeiten. Er hat gut gearbeitet." Auch Heidfeld selbst entging nicht, dass er im Jordan-Team bereits Vertrauen genießt. "Die Ingenieure waren hochzufrieden - ginge es nur nach denen, hätte ich große Chancen für das Jordan-Cockpit in diesem Jahr."

Viel Zeit bleibt dem 26-Jährigen nicht, den Vertrag unter Dach und Fach zu bekommen. "Anfang Februar will Eddie ja den neuen Jordan vorstellen und ich gehe mal davon aus, dass er dann auch seine zwei Piloten präsentieren will", erklärte er. Solange der Verstappen-Deal jedoch nicht besiegelt ist, muss sich auch Heidfeld in Geduld üben, aber: "Ich hoffe aber, dass ich auch in dieser Saison Formel-1-Fahrer sein werde."

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23.01.: Trust und Jos einen Schritt weiter - noch kein Vertrag

Entgegen einigen Meldungen hat Jos Verstappen noch keinen Vertrag bei Jordan unterzeichnet. Man ist aber "einen Schritt weitergekommen."

Trust-CEO Michel Perridon hatte Eddie Jordan für heute 17.00 Uhr ein Ultimatum gestellt: Wenn der irische Teamchef den Niederländern keine konkrete Antwort darauf gibt, ob Jos Verstappen das Cockpit bei den Gelben bekommen wird, dann „werden wir uns zurück ziehen“, hieß es.

Doch Jordan meldete sich bei Trust. „Jordan hat uns telefonisch das Wort gegeben“, sagte Perridon. „Jos ist ein exzellenter Fahrer, mit viel Erfahrung, der sicher einen Platz in den Formel 1 verdient.“

Aber ein Vertrag ist noch nicht unterzeichnet. „Wir sind einen Schritt weiter gekommen“, sagte man bei Trust auf Anfrage von f1welt.com. „Unser Trust-CEO wollte bis heute eine ausführliche Antwort haben und Eddie Jordan hat ihm telefonisch das Wort gegeben, dass Jos das Cockpit bekommen wird. Unterschrieben ist aber noch nichts.“

Entsprechend werden sich Jordan und die Verstappen-Schützlinge nächste Woche wieder zusammensetzen müssen, um die letzten Details zu klären und den Vertrag auszuarbeiten. „Wir werden in der nächsten Woche über den Kontrakt sprechen“, sagte uns der Trust-Marketing-Manager. „Aber es wird noch einige Tage dauern.“

Die nächsten Tests bestreitet Jordan am 4. und 5. Februar in Silverstone mit dem neuen EJ14. Sollte Verstappen nächste Woche den Vertrag unterzeichnen, wird er im neuen Rennwagen der Gelben Platz nehmen – doch bis Jordan und Verstappen nicht ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt haben, ist weiterhin alles offen.

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23.01.: Manager: "Eddie und Nick sitzen in einem Boot"

Die Liste der um die beiden Jordan-Cockpits buhlenden Fahrer ist inzwischen ziemlich lang. Auf ihr steht auch Nick Heidfeld, dem Vernehmen nach relativ weit oben.

Dass der Mönchengladbacher, der noch immer darauf hofft in diesem Jahr in der Formel 1 zu starten, seit gestern wieder für den britischen Rennstall im EJ13 testet, ist sicherlich kein schlechtes Zeichen. Letztendlich hängt aber alles davon ab, wie erfolgreich Teamchef Eddie Jordan bei der Sponsorensuche ist.

"Die kleineren und mittleren Teams sind finanziell nicht mehr auf Rosen gebettet", beschreibt Heidfeld-Manager Werner Heinz gegenüber der 'Welt' das Dilemma warum sein Schützling noch immer zwischen den Stühlen und nicht fest in einem der beiden Cockpits sitzt. Auf die Frage nach dem warum hat Heinz eine kurze aber alles sagende Antwort: "Die Sache ist sehr kompliziert", erklärt er und weist damit darauf hin, dass es einzig und allein ums liebe Geld geht.

Als Bezahlfahrer will Nick Heidfeld der Formel 1 aber nicht erhalten bleiben. Die in den letzten Tagen zu vernehmenden Spekulationen, wonach andere Piloten bereits mit einem Geldkoffer unterm Arm bei Jordan vorstellig geworden sind, oder sich 'Benson + Hedges' ein Mitspracherecht bei der Fahrerwahl sechs Millionen Dollar kosten lassen würde, bringen Heidfelds Manager aber nicht aus der Ruhe.

"Ich glaube nicht, dass man für diese läppische Summe einen Piloten bestimmen kann", meint Heinz, der inzwischen auch nicht mehr mit leeren Händen dasteht und anbietet: "Wenn wir das Cockpit sicher haben, kann es gut sein, das Nick noch ein paar Sponsoren mitbringt."

Spekulationen auf der einen und Bluffs auf der anderen Seite hin oder her, allzu lange wird sich die Ungewissheit über Heidfelds Zukunft in der Königsklasse wohl nicht mehr hinziehen. Werner Heinz geht jedenfalls fest davon aus, "dass Nick Anfang Februar zur Teampräsentation bei Jordan vorgestellt wird". Bis dahin darf weiter munter spekuliert werden, wer 2004 für Jordan fahren wird.

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23.01.: Endlich ein unfallfreier Tag

Der dritte Testtag des Jordan-Teams in Barcelona verlief ohne Zwischenfälle, nachdem am Dienstag und Mittwoch jeweils ein Jordan-Ford EJ13 Schaden nahm. Am Donnerstagvormittag hatte der deutsche Formel-3-Pilot Timo Glock eine weitere Chance, sein Können unter Beweis zu stellen. Der 21-Jährige schlug sich wacker und verlor nur sieben Zehntelsekunden auf Nick Heidfeld, der am Nachmittag in das Auto stieg.

"Heute hatten wir einen viel produktiveren Tag und konnten recht viel Arbeit ohne Zwischenfälle verrichten, das war gut", so James Robinson, Chef des Test- und Rennteams, erleichtert. "Timo (Glock) begann den Tag bei sehr niedrigen Temperaturen, 4°C waren es. Er ist auf kalten Reifen gefahren und hat sich weiter an das Auto und die Strecke gewöhnt."

"Er hat auch ein kleines Testprogramm mit einigen Punkten absolvieren können", fuhr er fort. "Er war auf Standardreifen unterwegs, während alle anderen Autos auf Testreifen fuhren. Dennoch hat er es geschafft, seine Zeit kurz vor Schluss seiner Testfahrten mit neuen Reifen auf 1:18.21 zu drücken."

"In der Mittagszeit bereiteten wir dann das Auto für Nick (Heidfeld) vor", so Robinson. "Auch er sollte sich zuerst an das Auto gewöhnen, nachdem er seit sechs Wochen nicht mehr gefahren ist und schon länger nicht mehr in Barcelona war. Am Nachmittag arbeitete er an einem Reifenprogramm für Bridgestone."

"Seine schnellste Zeit war eine 1:17.51", fuhr er fort. "Es war ermutigend, mit Nick und Bridgestone zu arbeiten. Er hat gut gearbeitet und wir freuen uns auf die weitere Arbeit an der Reifenfront am morgigen Tag." Dann wird wieder Nick Heidfeld, der noch immer auf einen Stammplatz für die Saison 2004 hofft, im Jordan sitzen.

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22.01.: Verstappen und Jordan: Vertragsdauer kein Problem

Kaum hatte Raymond Vermeulen auf der Internetseite von Jos Verstappen bereitwillig Auskunft über den gegenwärtigen Stand der Dinge in punkto Vertragsunterschrift gegeben, da tauchten in der niederländischen Presse auch schon die nächsten Fragen auf.

Zum Beispiel die, ob der 31-Jährige noch diese Woche für Jordan testen wird. Danach sieht es gegenwärtig aber nicht aus. "So wie die Dinge momentan stehen, wird Jos nicht testen. Wir haben so etwas für diese Woche auch nicht geplant", erklärte Vermeulen.

Spekulationen, wonach sich die Bestätigung von "Jos the boss", wie Verstappen von seinen Fans liebevoll genannt wird, wegen des Verhandlungspunktes Vertragslänge in die Länge ziehen, sind laut seinem Manager auch aus der Luft gegriffen: "Die Vertragsdauer ist, entgegen anders lautender Meldungen, absolut kein Hindernis."

Abhängig ist die Entscheidung pro oder kontra der von Jordan unterbreiteten Offerte in erster Linie ohnehin von den Bedingungen die der irische Teamchef stellt und den Gegenleistungen die Verstappens Sponsoren im Gegenzug dafür erfüllt sehen wollen. Sollten sich beide Seiten in den nächsten Tagen einig werden, so könnte Verstappen beim nächsten Jordan-Test, der vom 4. bis 5. Februar in Silverstone geplant ist, erstmalig für das britische Team fahren.

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22.01.: Heidfeld testet ab Donnerstag

Der Testauftakt des Jahres 2004 für das Jordan-Team verläuft nicht gerade verheißungsvoll. Bereits gestern hatte der deutsche Formel-3-Pilot Timo Glock einen Unfall im Jordan-Ford EJ13, konnte bis zu diesem Zeitpunkt mit seinen Leistungen jedoch überzeugen. Heute war der Belgier Bas Leinders an der Reihe.

Doch Leinders begann den Testtag so, wie Glock ihn am Vortag beendet hatte: Nach nur sechs Kurven rutschte der Belgier mit dem Jordan von der Bahn und riss das linke Vorderrad ab. Bis das Ersatzauto einsatzbereit war, musste er zuschauen. "Bas Leinders saß am zweiten Tag des Tests am Steuer, und es war wieder der erste Formel-1-Test für einen Fahrer, auch wenn er bereits in Barcelona gefahren ist", erklärte James Robinson, Leiter des Testteams.

"Leider hatte er bereits in der Einführungsrunde einen Unfall und wir mussten das zweite Chassis aufbauen", erklärte er weiter. "So konnten wir zwar wieder fahren, aber es dauerte einige Stunden und dann war nur noch eine Stunde übrig. Dabei gab es drei Rote Flaggen, daher konnte Bas nur vier kurze Fahrten absolvieren."

"Die Mechaniker haben wieder gut gearbeitet und ein Auto von Grund auf aufgebaut, welches dann fehlerlos lief. Das war gute Teamarbeit", so Robinson. Morgen wird wieder Timo Glock im Auto sitzen und eine zweite Chance erhalten. Am Nachmittag und am Freitag wird dann Nick Heidfeld das Cockpit übernehmen. Der Mönchengladbacher hat noch intakte Chancen auf einen Stammplatz bei den "Gelben".

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22.01.: Alexander Wurz neuer Jordan-Kandidat?

Als gäbe es nicht bereits genug Fahrer, die Gewehr bei Fuß stehen, um eines der beiden Jordan-Cockpits zu ergattern, scheint sich jetzt ein neuer Kandidat herauszukristallisieren. Während Jos Verstappen für den ersten Jordan-Platz so gut wie sicher ist, kämpfen mit Nick Heidfeld, Ralph Firman, Allan McNish und nun vielleicht auch Alex Wurz gleich mehrere Fahrer um das zweite Cockpit.

Die Gerüchte in den britischen Medien stützen sich darauf, dass der hoch aufgeschossene Wurz nur mit Mühe in das Cockpit des neuen McLaren-Mercedes MP4-19 passt. Weiterhin wird vermutet, dass die Testarbeit des Österreichers schon bald von Darren Turner übernommen werden wird. Dagegen spricht jedoch, dass der 29-Jährige am gestrigen Dienstag in Valencia recht mühelos 45 Runden drehen konnte.

Dass Wurz nicht für immer Testfahrer bei McLaren-Mercedes bleiben möchte, ist bekannt. Schon Ende des letzten Jahres versuchte er, mit der Hilfe von 'Superfund' ein Cockpit bei Jaguar zu bekommen, dass dann schließlich an seinen Landsmann Christian Klien ging. Die Verhandlungen gestalteten sich ohnehin schwierig, da ein großer Sponsor des Jaguar-Teams ('HSBC') nicht die Konkurrenz von 'Superfund' auf dem Auto haben wollte.

Bei Jordan würde es solche Probleme indes nicht geben. In den britischen Medien ist außerdem von sechs Millionen Dollar die Rede, die 'Superfund' für das Cockpit zahlen würde. Mit dieser Summe würde er das Interesse von Eddie Jordan durchaus wecken, doch durch die Nichtbekanntgabe der Fahrerpaarung öffnete der Ire allen Spekulationen Tor und Tür. Somit muss nicht in jedem Gerücht ein wahrer Kern stecken.

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21.01.: Verstappen ist Jordan-Vertrag "einen Schritt näher"

Jos Verstappen wird momentan auf Grund seiner niederländischen Sponsoren im Poker um eines der beiden noch unbesetzten Jordan-Cockpits nachgesagt, dass er von allen Fahrern die besten Karten hat.

Zu einer Vertragsunterschrift ist es aber bislang noch nicht bekommen, denn Verstappens Geldgeber stellen, für die Formel 1 nicht unüblich, gewisse Forderungen von der sie ihre Millionen-Unterstützung abhängig machen.

Inzwischen scheint es an der Verhandlungsfront aber weitere Annäherungen zwischen Eddie Jordan und Verstappens Management gegeben zu haben. "Wir haben das Gefühl, dass wir dem Vertrag einen Schritt näher gekommen sind", erklärte Raymond Vermeulen nach weiteren Gesprächen mit dem Formel-1-Team zufrieden auf Verstappens Internetseite.

"Es fand ein sehr guter Dialog statt, bei dem beide Seiten ihre Wünsche dargelegt haben. Alle Optionen sind nun bekannt und wir müssen diese nun gemeinsam mit den anderen Sponsoren diskutieren. Wir gehen davon aus, dass wir uns in dieser Woche noch einmal treffen werden", gab Verstappens Manager über den gegenwärtigen Stand der Dinge Auskunft und kündigte einen weiteren Besuch bei Jordan an.

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21.01.: Jordan von Timo Glock "sehr beeindruckt"

Während alle anderen Formel-1-Teams bereits ihre Fahrerpaarungen für die Saison 2004 bekannt gegeben haben, steht beim Jordan-Team bislang noch keiner der beiden Piloten fest. Bei den Testfahrten in dieser Woche bekommen deshalb auch verschiedene Fahrer die Chance, ihr Talent unter Beweis zu stellen.

Den Anfang machte gestern Timo Glock, der auf dem Circuit de Catalunya die ersten Runden im EJ13 absolvierte und am Ende des Tages laut Teamangaben auf 54 Runden und eine persönliche Bestzeit von 1:19.62 Minuten zurückblicken konnte, womit er im Tagesklassement den zwölften Platz belegte.

"Wir hatten einen guten Start in den Morgen, doch durch Fehlzündungen, die auf Elektrikprobleme zurückgeführt werden konnten, verloren wir über eine Stunde Zeit auf der Strecke", berichtete James Robinson, Leiter des Renn- und Testteams, dass der erste von vier Testtagen sich gut anließ, jedoch nicht ganz problemfrei begann.


"Renningenieur Dominic Harlow und Timo Glock führten das Testprogramm danach zügig fort und konnten 44 Runden am Vormittag absolvieren. Während der Mittagszeit nahmen wir dann ein paar Änderungen in unserem Testplan mit den Entwicklungsteilen für den EJ14 vor. Nach Aufnahme des Nachmittagsprogramms wurden wir durch einen Ausrutscher ins Kiesbett für kurze Zeit gestoppt, doch Timo konnte die Tests später fortsetzen und noch einige Runs auf neuen Reifen fahren. Seine schnellste Rundenzeit von 1:19.62 Minuten ist eine ziemlich gute Leistung", fasste Robinson zusammen.

"Hier in Barcelona ein Formel-1-Auto zu fahren war für mich eine unglaubliche und großartige Erfahrung", konnte Timo Glock am Abend noch immer nicht ganz glauben, dass er am Dienstg seine ersten Kilometer in der "Königsklasse des Motorsports" absolviert hat.


"Die Leistung und die Bremsen sind im Vergleich zu allen anderen Autos die ich bisher gefahren bin einfach sehr beeindruckend und die Aerodynamik ist im Vergleich zur F3 ein großer Unterschied, denn man kann durch die Kurven viel schneller fahren und auch später bremsen", analysierte der 21-Jährige, der hofft, dass er bald wieder in der Formel 1 unterwegs sein wird: "Mein Traum ist, in der Formel 1 zu fahren, und ich hoffe, dass ich demnächst wieder in einen Formel-1-Boliden steigen kann. Das Testen ist ja bekanntlich der erste Schritt, also warten wir einmal ab."

Auch Eddie Jordan war von Glocks Leistung positiv überrascht und sah wohl deshalb auch über den Unfall des Deutschen am frühen Nachmittag ausgangs der letzten Kurve, bei dem der EJ13 im Heckbereich beschädigt worden war, großzügig hinweg und erwähnte diesen nicht ein einziges Mal.

"Dafür dass Timo Glock zum ersten Mal in einem Formel-1-Auto gesessen ist und über 50 Runden auf einer Grand Prix-Strecke mit seinem Tempo gefahren ist, ist das sehr beeindruckend. Es wäre schön, wenn er darauf aufbauen könnte", deutete der Ire an, dass er wohl nicht abgeneigt ist dem letztes Jahr in der Formel 3 Euro Serie angetretenen Rennfahrer eine weitere Testchance einzuräumen. Am heutigen Mittwoch darf der Belgier Bas Leinders beweisen was er im EJ13 leisten kann.

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20.01.: EJ14 nimmt weiter Gestalt an

.Langsam aber sicher nähert sich auch das Jordan-Team beim Designprozess des neuen EJ14 dem Ende entgegen. Viel Zeit bleibt nicht mehr bis zum Saisonauftakt in Australien, wenn man den neuen Boliden noch ausgiebig auf der Strecke testen möchte. Während das Team in Silverstone intensiv an der Fertigstellung des Chassis arbeitet, wird auch das "Innenleben" komplettiert.

Kürzlich traf das erste fertige Getriebe bei Jordan ein. "Das ist gut, wenn wir in Australien beim Start von der Stelle kommen wollen", scherzte Jordans Chefdesigner John McQuilliam in einer Kolumne bei 'ITV'. "Das Gehäuse wird derzeit zusammengebaut, bisher haben wir alle Bolzen befestigt und auch das Ölsystem ist bereits integriert."

"Das alles ist einem menschlichen Körper nicht unähnlich", verglich er. "Im Moment müssen wir eine Art von Blutgefäßen integrieren, welche die wichtigen Bestandteile im Inneren transportieren. In diesem Fall sind das die Kühl- und Schmieröle für die Zahnräder und die Lager. In der nächsten Woche kommen dann noch die anderen Dinge. Das Differenzial, die Vorrichtung für die Gangwechsel und die Kupplung."

Rollout des Jordan EJ14 erst im Februar

Noch ist der neue EJ14 jedoch nicht fertig, doch das Jordan-Team beginnt noch in dieser Woche mit den Testfahrten in Barcelona. "Der EJ14 wird für Barcelona nicht fertig werden, aber einige der neuen Komponenten werden wir am EJ13 probieren. Es wird vielleicht die letzte Fahrt dieses Autos werden", so McQuilliam etwas wehmütig.

Anfang Februar wird der neue Bolide dann das Rollout in Silverstone absolvieren. "Dort werden wir alle Systeme überprüfen und sicherstellen, dass alles funktioniert, ehe wir zu einem Vier-Tage-Test nach Jerez aufbrechen." Bei der Wahl der Teststrecke richtet sich das Jordan-Team jedoch nicht nur nach dem Wetter sondern auch nach den Wünschen des Reifenlieferanten Bridgestone.

"Wir möchten dabei sein, wenn Bridgestone ihr Testprogramm absolviert", so McQuilliam. "Wir werden daher eher zu den Pisten reisen, an denen auch sie sind." Während das Testprogramm für das Auto in groben Zügen also schon geplant ist, wird auch die Mannschaft in den nächsten Wochen nicht verschont werden.

"Auch das Rennteam muss täglich eine halbe Stunde lang Boxenstopps trainieren", fuhr er fort. Sehr viel verlernt hat die Truppe aber offensichtlich nicht. "Es gibt sicher Verbesserungsmöglichkeiten, aber wir müssen sie nicht zwingen, 50 Liegestütze zu machen. So langsam sind sie dann auch wieder nicht."

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19.01.: Jordan lässt deutschen Nachwuchsfahrer testen

Eddie Jordan war es, der Michael Schumacher in die Formel 1 brachte. Der Ire ist bekannt dafür, jungen Talenten eine Chance zu geben, davon profitierten deutsche Piloten mehr als nur einmal. So durfte der Deutsche Marcel Laseé in der Saison 2002 für die "Gelben" testen, Ende vergangenen Jahres ließ Jordan Nick Heidfeld den EJ13 fahren, der noch immer auf der Suche nach einem Cockpit in der Formel 1 ist.

Morgen ist ein weiterer Deutscher an der Reihe: Timo Glock. Der 21-Jährige fuhr in der vergangenen Saison in der Formel 3 Euro Meisterschaft, die er als Fünfter beendete: "Ich bin stolz darauf, zu einem Test mit dem Jordan-Ford-Team eingeladen worden zu sein, denn es war einer meiner größten Träume, ein Formel-1-Auto zu fahren. Ich bin ziemlich nervös, aber ich werde wie immer meinen Job so gut wie möglich machen und sobald ich im Auto sitzen werde, wird alles in Butter sein."

Teamchef Eddie Jordan hofft, mit Glock ein weiteres Talent entdeckt zu haben: "Timo Glock ist im Moment vielleicht das vielversprechendste Talent in Deutschland und ich bin froh, dass wir ihm seinen ersten Formel-1-Test ermöglichen können. Er hat sich schnell seinen Weg mit guten Ergebnissen durch die Junior-Serien gebahnt, aus diesem Grund bin ich optimistisch, dass er in der Zukunft des deutschen Motorsports eine sehr bedeutende Rolle spielen wird."

Glock begann seine Motorsportkarriere 1997 im Alter von 15 Jahren. Er gewann mehrere Kartmeisterschaften und in den Jahren 2001 und 2001 die BMW Formel ADAC Serie, in der er "Rookie des Jahres" wurde. In der Formel 3 Euro Serie holte er 2003 drei Rennsiege und drei Podiumsplätze. Dabei kämpfte er gegen Christian Klien und Ryan Briscoe. Ersterer ist neuer Jaguar-Fahrer, Briscoe Testfahrer von Toyota.

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19.01.: Jordan und Verstappen: Bekanntgabe am Mittwoch?

In den britischen Medien wird bereits spekuliert, wann das Jordan-Team die Verpflichtung von Jos Verstappen bekannt geben wird. Neueste Gerüchte sprechen davon, dass es am kommenden Mittwoch offiziell werden soll.

In den letzten Tagen war zu hören, dass das Verstappen-Management Eddie Jordan die Pistole auf die Brust setzte. Entweder, es gibt in den nächsten Tage eine Entscheidung, oder die Verhandlungen werden gestoppt.

Ob es im Laufe dieser Woche tatsächlich zu einer Unterzeichnung kommen wird, werden jedoch nur Eddie Jordan, Jos Verstappen und die entsprechenden Vertrauten genau wissen.

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16.01.: Verstappen stellt Jordan ein Ultimatum

Als einziges Team hat Jordan noch beide Cockpits für die kommende Saison zu vergeben, doch in den nächsten Wochen sollte Klarheit geschaffen werden. Dass Jos Verstappen zu den Wunschkandidaten gehört, ist kein Geheimnis – doch dem Niederländer ist der Geduldsfaden gerissen, so dass er ein Ultimatum gestellt hat.

Dies geht zumindest aus Berichten in der niederländischen Presse hervor, in denen steht, dass die Verstappen-Sponsoren 'Trust' und 'Muermans', die das Cockpit finanzieren würden, ehestens eine Antwort vom Team haben wollen. Spätestens nächste Woche, so die Vermutung der Gerüchteküche, wollen die beiden Unternehmen Bescheid wissen, ansonsten zieht man das millionenschwere Angebot an Eddie Jordan doch noch zurück.

"Es gibt die Möglichkeit, dass Jordan das nicht akzeptieren wird, aber das ist eben das Risiko", erklärte 'Trust'-Chef Michel Perridon. "Sollte das der Fall sein, werden wir uns hinter den Kulissen nach anderen Möglichkeiten umsehen, die sich während der Saison auftun." Und Verstappen-Manager Raymond Vermeulen bestätigte: "Wir wollen wissen, woran wir sind – jetzt." Man will nämlich unbedingt noch ausreichend Zeit haben, um im neuen Fahrzeug vor Melbourne intensiv zu testen.

Um die vakanten Jordan-Cockpits bewerben sich neben Verstappen noch Nick Heidfeld, der allerdings kein Geld mitbringen kann, die favorisierten Briten Ralph Firman und Allan McNish sowie – seit gestern – der Belgier Bas Leinders, der sich eine Testfahrt in Barcelona erkauft hat und angeblich bis zu drei Millionen Euro für einen Rennvertrag zusammentragen könnte. Letzterem werden jedoch die schlechtesten Chancen eingeräumt.

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15.01.: Belgier Leinders nächste Woche im Jordan

Die belgische Motorsportgemeinde jubelt: Wie das Jordan-Team heute bekannt gegeben hat, wird Bas Leinders, zuletzt zweimal hintereinander Meisterschafts-Dritter in der anerkannten Nissan World Series, nächste Woche in Barcelona testen. Ein längerfristiges Abkommen wurde zwar noch nicht ausgehandelt, ist aber denkbar.

Unter Dach und Fach gebracht wurde der Test gestern in England, als Leinders mit seinem Manager und geschätzten 300.000 Euro im Gepäck in der Jordan-Fabrik aufkreuzte. Während sich seine Chancen auf ein Stammcockpit angesichts starker und zahlungskräftiger Konkurrenz nämlich auf ein Minimum beschränken, ist der Posten des Testpiloten noch zu haben. Dies würde dann unter anderem auch Einsätze an Grand-Prix-Freitagen bedeuten.

"Es freut mich, dass ich Bas Leinders eine Chance in der Formel 1 geben kann", erklärte Teamchef Eddie Jordan, der unter anderem auch Michael Schumacher zum Durchbruch verholfen hat. "Er hat sich in den Nachwuchsformeln als talentierter und hartnäckiger Fahrer einen Namen gemacht und sich diese Gelegenheit daher verdient. Dass Belgien wieder in den Kalender aufgenommen wurde, macht mich glücklich – gerade wo wir an unseren ersten Doppelsieg dort im Jahr 1998 so schöne Erinnerungen haben –, und es wäre fantastisch, wenn wir dort mit einem Belgier antreten könnten."

Leinders selbst, inzwischen stolze 28 Jahre alt, strahlte natürlich über das ganze Gesicht: "Ich bin unglaublich happy, dass mir Jordan meinen ersten Formel-1-Test ermöglicht. Ich freue mich sehr darauf, genau wie alle meine belgischen Landsleute. Hoffentlich können wir einen guten Job hinbiegen, dann müssen wir erst einmal abwarten, was die Zukunft bringt." Mit dem nötigen Kleingeld scheint damit zumindest ein Testvertrag in Griffnähe zu sein.

Der Karriereweg von Leinders liest sich übrigens viel versprechend: 1990 wurde er – unter anderem gegen Jarno Trulli – Europäischer Kart-Meister, 1995 gewann er die Britische und Europäische Formel-Ford-Meisterschaft, 1996 die Europäische Formel-Opel-Meisterschaft mit einer Rekordanzahl an Siegen, bis er schließlich 1998 Deutscher Formel-3-Champion wurde. Danach versandete seine Karriere vorübergehend in der Formel 3000, ehe er in der Nissan World Series wieder seine Form fand.

Übrigens: Der letzte Belgier, der einen Grand Prix gewonnen hat, war in den frühen 90er-Jahren Thierry Boutson auf Williams-Renault. Wieder einen starken Belgier in der Königsklasse zu haben, ist angesichts der Rückkehr von Spa-Francorchamps auch Bernie Ecclestone ein Anliegen.

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14.01.: Fahrerentscheidung verzögert sich

Jordan ist das einzige Team, welches noch keine Fahrer für die Saison 2004 benannt hat. Viele Piloten buhlen noch um die letzten zwei verfügbaren Cockpits der Formel 1. Neben Jos Verstappen, der mit der starken Unterstützung seiner niederländischen Sponsoren aufwarten kann, wollen auch Nick Heidfeld, Ralph Firman und Allan McNish in der bald beginnenden Saison in Gelb antreten.

Doch eine Entscheidung scheint bei Jordan noch immer nicht gefallen zu sein. "Wir planen nicht, unsere Fahrer in dieser Woche bekannt zu geben, aber man weiß nie, was sich ändern könnte", wird Jordan-Sprechern Helen Temple von 'Skysports' zitiert. Derzeit steht noch nicht einmal fest, wer bei den kommenden Testfahrten im Cockpit sitzen wird.

Ab dem 20. Januar wird Jordan in Barcelona testen, doch wer immer dann im Jordan-Ford EJ13 sitzen wird, kann sich nicht sicher fühlen, 2004 auch Rennen bestreiten zu dürfen. "Es könnte nicht derselbe Fahrer sein, der für uns Rennen fahren wird, aber es könnte so sein", so Temple weiter. "Ich denke nicht, dass man sagen könnte, dass irgendein Fahrer unsere erste Wahl wäre."

Zwei Hauptkandidaten haben sich in den letzten Wochen bereits herauskristallisiert. "Verstappen war gestern (Montag; Anm. d. Red.) hier und hat Eddie (Jordan) getroffen", erklärte sie weiter. "Die Diskussionen haben begonnen und werden sich über die nächsten Tage erstrecken. Wir reden auch intensiv mit Nick Heidfeld."

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09.01.: Verstappen angeblich so gut wie fix bei Jordan

Die niederländische Fachpresse überschlägt sich derzeit angesichts der Tatsache, dass sich Jos Verstappen angeblich für die Saison 2004 mit dem Jordan-Team geeinigt hat. Schon am Montag, so berichtet auch der angesehene 'GrandPrix'-Nachrichtendienst, könnte eine offizielle Bekanntgabe der Übereinkunft erfolgen.

Ernsthafte Diskussionen zwischen dem Verstappen-Management und Eddie Jordan finden seit Mitte Dezember statt, am 17. war der Formel-1-Teamchef sogar zu Gesprächen mit den Sponsoren 'Trust' (Computer)und 'Muermans' (Immobilien), in den Niederlanden. Interessant: Nur einen Tag später gaben 'Trust'-Geschäftsführer Michel Perridon und Verstappen selbst bekannt, 2004 definitiv nicht mehr für Minardi an den Start gehen zu wollen – ein Zeichen, dass die Verhandlungen mit Jordan schon sehr ernst gewesen sein müssen...

15 Millionen Dollar für ein Jordan-Renncockpit?

Angeblich bringen 'Trust' und 'Muermans' gemeinsam etwa 15 Millionen Dollar – was ein wenig hoch gegriffen erscheint – für ein Engagement ihres Schützlings auf, der ja eigentlich bei Jaguar hätte platziert werden sollen, dort aber gegen 'Red-Bull'-Rookie Christian Klien den Kürzeren zog. Eddie Jordan wird von diesem Geld geschätzte zwölf Millionen Dollar für sein Budget verbuchen können, weil davon ja auch das Gehalt für Verstappen abgezweigt werden muss.

Die erste Rate des Millionen-Kuchens soll bis spätestens Montag überwiesen sein – und dann, so die Presse, wird es auch zur offiziellen Verlautbarung der Zusammenarbeit zwischen Jordan und Verstappen kommen. Die Vertragsbedingungen stehen ja offenbar längst fest, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Abkommen nur bei rechtzeitigem Eintreffen der Sponsorgelder unterschrieben wird. 'Trust' und 'Muermans' haben aber klar gemacht, dass sie ihr Formel-1-Aushängeschild voll unterstützen werden.

Verstappen-Manager dementiert Unterschrift – noch...

Verstappen-Manager Raymond Vermeulen nahm den Berichten gegenüber der 'F1Racing'-Website aber ein wenig Wind aus den Segeln: "Wir haben noch keinen Vertrag unterschrieben. 'Trust'-Geschäftsführer Michel Perridon ist derzeit für zwei Wochen geschäftlich in den USA unterwegs und er kann demnach im Moment kein solches Abkommen unterzeichnen." Aber: "Wir sehen unsere Chancen sehr positiv, denn wir können dem Team ein großartiges Paket anbieten."

Die Spekulationen kommen freilich als schlechte Nachricht für Nick Heidfeld, der Ende letzten Jahres für Jordan getestet und bereits einen Vorvertrag unterschrieben hat. Zwar wäre selbst bei einer Verstappen-Verpflichtung noch ein Cockpit frei, doch darum matchen sich vermutlich eher Ralph Firman und Allan McNish, weil sich 'Benson + Hedges' aus Marketing-Gründen wieder einen Briten im Team wünscht. Für Firman spricht sein PR-Talent, für McNish die große Testerfahrung.

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