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09.12.: Heidfeld: "Insgesamt bin ich mit dem Test zufrieden"

Für das Jordan-Team ging heute in Jerez nach drei Tagen der letzte Test in diesem Jahr zu Ende.

Anders als man es sich erhofft hatte, musste man sich an den letzten beiden Tagen mit nassen Bedingungen zurechtfinden und wurde dadurch eingeschränkt. So führten Nick Heidfeld und Ralph Firman am Freitag ausschließlich Reifentests und Entwicklungsarbeit an einigen Kontrollsystemen durch.

Nach Abschluss der Tests war James Robinson, der neue Leiter der Renn- und Testtechnikabteilung, aber nicht unzufrieden: "Wir hatten viel Regen und schwere Stürme über Nacht, wodurch die Strecke praktisch geflutet wurde. Durch das stehende Wasser konnten wir erst mittags fahren. Anschließend herrschte ständig unterschiedlich starker Regen während wir ein Reifentestprogramm durchführten. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Durchführung des Programms, nicht darauf einen Reifen für eine unter den Bedingungen schnellste Rundenzeit auszuwählen. Wir haben einige produktive Arbeit mit Bridgestone begonnen und erlebten einen problemfreien Tag auf der Motorenseite."

Robinson weiter: "Die Strecke begann dann in der letzten Stunde abzutrocknen und ganz am Ende konnten beide Fahrer einige Runden auf den normalen Regenreifen fahren. Heidfelds Zeiten waren ziemlich beeindruckend, bedenkt man, dass er durch einen auf Grund der Motorlaufleistung beschränkten Einsatz nicht zu der Zeit fuhr als die Strecke am besten war. Firman spürte mit jeder Runde, dass es mehr Grip gab, doch er lernte die Strecke noch und leider endete die Session als die Strecke am trockensten war. Trotz der frustrierenden Witterungsbedingungen ist dies ein positiver Test gewesen. Es hat Fortschritte gegeben was die Abstimmung des Jordans durch Nick Heidfeld anbelangt und er weiß jetzt wie das Team arbeitet. Außerdem konnten wir einige wichtige Analysen für unsere Kontrollsysteme für 2004 durchführen."

"Insgesamt bin ich mit dem Dreitagestest zufrieden", erklärte Nick Heidfeld über seinen ersten Einsatz für Jordan. "Die einzige negative Sache war das Wetter, welches uns daran hinderte die vorgesehene Rundenanzahl zu fahren und unser für trockenes Wetter geplante Programm durchzuführen. Heute dachten wir, dass es absolut schwierig werden würde etwas aus dem Tag zu machen, denn zeitweise hatten wir beinahe unfahrbare Bedingungen. Wir konnten aber ein Regenreifenprogramm für Bridgestone absolvieren. Ich möchte das Auto gerne noch unter trockenen Bedingungen besser kennen lernen, doch zumindest weiß ich, dass es ziemlich gut ist und wie ich es für nasse Bedingungen abstimmen kann."

"Ich bin sehr enttäuscht, denn der heutige Testtag wurde durch den Regen ruiniert", verschwieg Ralph Firman am Freitagabend seinen Ärger nicht. "Wir hatten den ganzen Tag wechselhaftes Wetter und hätten dabei eine Menge bei trockenen Bedingungen erledigen sollen. Wie dem auch sei, es war großartig wieder das Auto auf einer für mich neuen Strecke zu fahren. Die Arbeit mit dem Team und mit James Robinson war ebenfalls gut. Es ist interessant zu sehen, welche neuen Dinge er mitbringt und wie er dem Team dadurch hilft vorwärts zu kommen."

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02.12.: Jordan verstärkt sich mit James Robinson

Rechtzeitig zum Beginn der Aufnahme der Testfahrten von Jordan in dieser Woche, gab der Rennstall nun die Verpflichtung von James Robinson bekannt.

Der Brite wird als Leiter der Renn- und Testtechnikabteilung zusammen mit John McQuilliam (Chefdesigner), Nicolo Petrucci (Chefaerodynamiker), Mike Wroe (Leiter der Elektronikabteilung) und David Williams (Einsatzleiter) die technische Management-Gruppe bilden.

Robinson übernimmt somit den Posten von Gary Anderson, der sich Ende dieser Saison kontinuierlich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hatte, dem Team aber weiterhin beratend zur Verfügung stehen wird.

Robinson selbst ist seit 1984 in der Formel 1 tätig und arbeitete in den letzten Jahren im Management-Bereich der Technikabteilungen von British American Racing, WilliamsF1 und McLaren.

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01.12.: Eddie Jordan hat Option auf Heidfeld

Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld ist bei seiner Suche nach einem neuen Cockpit offenbar fündig geworden. Der 26-Jährige hat bei Eddie Jordan einen Vertrag unterschrieben, der dann in Kraft tritt, wenn der Teamchef die Finanzierung seines Rennstalls gesichert hat. "Wir sind einen Kompromiss eingegangen. Nick hat sein Grundgehalt reduziert, dafür aber mehr eigene Fläche für Sponsoren", sagte Heidfelds Manager Werner Heinz dem Sport-Informations-Dienst (sid). Heidfelds Gehalt beim vorherigen Arbeitgeber Sauber soll geschätzte 4,5 Millionen Dollar betragen haben.

Nick Heidfeld wird am Dienstag bereits nach Spanien fliegen, wo er ab Mittwoch in Jerez den neuen Jordan testet. Der Bolide soll Ende Januar präsentiert werden, spätestens dann soll auch laut Heinz in der Fahrerfrage alles geklärt sein. Unabhängig von der Unterschrift bei Eddie Jordan wird sich Nick Heidfeld weiter nach Alternativen umsehen. Im Gespräch sind Engagements als Testfahrer oder ein Wechsel in die USA.

Heidfeld ist der erste neue Pilot, dem Eddie Jordan Testfahrten ermöglicht. Wer das zweite Cockpit besetzen wird, ist noch unklar. Im Gespräch ist auch die Rückkehr von Heidfelds Mönchengladbacher Ortsrivalen Heinz-Harald Frentzen zu Jordan. Der 36-Jährige hat allerdings noch andere Optionen wie etwa die DTM.

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28.11.: Eddie Jordan: "Nick ist ein Hauptkandidat"

Während in dieser Woche bereits wieder reger Testbetrieb in Valencia und Barcelona herrschte, fehlte unter anderem der Jordan-Rennstall bei den Versuchsfahrten in Spanien. In der kommenden Woche, wenn die Bridgestone-Teams in Jerez fahren werden, wird sich aber auch Eddie Jordans Mannschaft an den dreitägigen Tests beteiligen.

Als Fahrer werden dabei Nick Heidfeld an allen Tagen, sowie der Tscheche Jarek Janis an zwei Tagen zum Einsatz kommen. Während Janis laut Teamangaben im kommenden Jahr ein ernsthafter Titelanwärter in der Internationalen F3000-Meisterschaft sein dürfte, darf sich Heidfeld durch die Testgelegenheit zumindest Chancen auf eines der beiden für 2004 noch unbesetzten Jordan-Cockpits ausrechnen.

"Nick ist für das nächste Jahr neu belebte Jordan Grand Prix-Team ein Hauptkandidat und wir warten schon gespannt darauf ihn kennen zu lernen", freut sich Eddie Jordan auf den ersten Einsatz des Mönchengladbachers, von dem er eine Menge hält.

Was Heidfeld in den vergangenen Jahren in der Formel 1 gelernt hat, wird er dem Rennstall in der kommenden Woche zeigen können, denn laut dem Teamchef handelt es sich "um einen wichtigen Test, denn wir haben eine Menge neuer Komponenten zum Ausprobieren, sowie unerlässliche Reifentests für Bridgestone durchzuführen."

Die beiden Jordan-Boliden vom Typ EJ13 werden in Jerez wie das ganze Jahr über von Ford-Cosworth-Motoren angetrieben werden, was auch beim nächsten Test vom 20. bis 23. Januar in Barcelona der Fall sein dürfte. Ein Wechsel des Motorenpartners, der dieses Jahr einige Zeit im Raum Stand, ist angesichts einer bislang ausgebliebenen Mitteilung darüber nahezu auszuschließen.

Vorgestellt soll der neue Jordan EJ14 dann in der ersten Februar-Woche werden. Ein genaues Datum konnte man bislang aber noch nicht mitteilen.

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28.11.: Firman hofft weiter auf Jordan-Cockpit

In der kommenden Woche wird das Jordan Grand Prix laut Auskunft seines Teamchefs einen wichtigen Test in Jerez durchführen.

An den drei Testtagen wird aber nicht Ralph Firman im EJ13 sitzen. Dennoch macht sich der 28-Jährige, der in dieser Saison sein Formel-1-Debüt mit dem Team aus Silverstone gegeben hatte, weiterhin Hoffnungen für 2004 zur engeren Wahl von Eddie Jordan zu gehören.

"Ralph ist bestrebt, auch nächste Saison bei Jordan zu bleiben. Wenngleich 2003 eine äußerst schwierige Saison für das Team war, so ist er zuversichtlich, dass das Team Fortschritte machen wird. Ralph und sein Management stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Team und arbeiten hart daran, Jordan dabei zu helfen für 2004 die richtige finanzielle und allgemeine Unterstützung zu finden", erklärte ein Sprecher des Rennfahrers zur gegenwärtigen Situation.

Somit scheint Firmans Verbleib trotz eines im Februar unterzeichneten Dreijahresvertrages in erster Linie davon abzuhängen, ob er genügend Sponsorengelder auftreiben kann.

Unterdessen hat Mark Gallagher, der ehemalige Marketingchef von Jordan, Firman seine Unterstützung zugesichert. Diese ist zwar gegenwärtig nur persönlicher Natur, doch für Gallagher wäre es eine klare Fehlentscheidung, wenn Eddie Jordan dem 28-Jährigen Rennfahrer nicht eine weitere Chance gibt.

"Jeder hat gesehen, dass Ralph Firman mit der Zeit immer schneller geworden ist. Ich glaube, dass er sehr gute Arbeit verrichten wird", sagte der Nord-Ire, nach dessen Meinung der Jordan-Pilot nur seine Leistung im Einzelzeitfahren verbessern muss. "Wenn ihm das gelingt, dann werden die Leute beginnen zu sehen, dass er ein wenig wie Mark Webber ist."

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05.11.: Jordan hofft auf mehr Erfolg mit dem EJ14

Für Eddie Jordan war die Saison 2003 mehr schmerzlich als denn erfreulich. Insgesamt verlief das Jahr eher enttäuschend, weil die Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Jordan-Cosworth-Paketes nicht stimmte.

Mit Giancarlo Fisichellas Sieg in Brasilien gab es aber auch wenigstens ein großes Erfolgserlebnis, sowie mit Firmans in Spanien geholtem achten und Fisichellas siebten Platz in Amerika noch zwei kleine Höhepunkte. Abseits der Rennstrecke sorgte derweil Jordans Klage gegen Vodafone für Aufsehen. Anstatt einer beträchtlichen Entschädigung für blieb man auf jeder Menge Gerichts- und Anwaltskosten sitzen.

Dass sich ausgerechnet das von ihm vorgeschlagene neue Punktesystem als nachteilig für sein Team erweisen würde - mit der Punktevergabe wie 2002 hätte man Platz 5 bei den Konstrukteuren belegt, nach der neuen Regelung wurde man nur Neunter -, besserte Jordans Stimmung auch nicht gerade, doch der Teamchef hat die Enttäuschungen der Saison 2003 mittlerweile überwunden.

Anstatt zurückzublicken, konzentriert sich der 55-Jährige auf die Zukunft, die durch die Übernahme von 49,9 Prozent des Teams durch die irische Investorengruppe Merrion Capital vorerst gesichert zu sein scheint. Nach dem Motto "Neues Spiel, neues Glück", laufen in der Jordan-Fabrik wie bei allen anderen Teams die Vorbereitungen für 2004 bereits auf Hochtouren.

Zwei Mal wird der EJ13 in diesem Jahr noch zum Einsatz kommen. Vom 14. bis 16. November beim 50. Macau-Grand Prix, wo Ralph Firman einige Demonstrationsfahrten auf dem engen Straßenkurs absolvieren wird, sowie vom 3. bis 5. Dezember, wo die letzten Testfahrten für das Team in diesem Jahr in Jerez anstehen.

Nach Angaben von Jordan hat man derzeit mit der Entwicklung und Produktionsplanung des EJ14 alle Hände voll zu tun. Wann man das erste Mal mit dem "neuen Auto" testen wird, steht momentan aber noch nicht fest.

Relativ sicher aber ist, dass der neue Bolide eine Weiterentwicklung des EJ13 sein wird, der laut Eddie Jordan kein schlechtes, sondern im Vergleich zur Konkurrenz "weniger gutes Auto" war, dessen Potenzial man letztlich auch auf Grund der schwierigen finanziellen Situation in diesem Jahr nicht so nutzen hatte können wie es geplant war. Mit den neuen Geldgebern im Hintergrund, sollte dies nun aber möglich sein.

Allein ob man den in den vergangenen Monaten eingefahrenen Entwicklungsrückstand gegenüber den Mitbewerbern im Winter aufholen kann, wird sich zeigen müssen.

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24.10.: Team-Manager: Jordan stand kurz vor dem Aus

Am Ende einer Formel-1-Saison sind es für gewöhnlich immer die kleinen Teams, die auf Grund noch nicht feststehender Fahrerpaarungen, fehlender Sponsoren und Motorenverträge für jede Menge Spekulationen sorgen.

Im Fall des Jordan-Rennstalls dürfte auch in diesem Winter noch die eine oder andere Vermutung die Runde machen, denn wer in der Saison 2004 für Eddie Jordan starten wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Ebenso wenig steht derzeit anscheinend fest, welcher Motor den EJ14 antreiben wird.

Während hinter diesen beiden Punkten noch jede Menge Fragezeichen stehen, ist zumindest aber die mittelfristige Existenz der Gelben in der Formel 1 gesichert. Nachdem Merrion Capital 49,9 Prozent der Anteile am Team für kolportierte 30 Millionen US-Dollar übernahm, wird Jordan nun zumindest ausreichend finanzielle Mittel haben, um sich auf eine neue Saison vorbereiten zu können in der es hoffentlich besser als in diesem Jahr läuft.

Wie kurz Eddie Jordan jedoch davor stand seinen Angestellten mitteilen zu müssen, dass die Lichter in der Fabrik nahe Silverstone für immer ausgehen, erklärte nun Ian Phillips. Der Team-Manager bestätigte gegenüber dem 'GP'-Magazin, dass man ohne die Investitionen von Merrion Capital "am Montag nach Suzuka zusperren hätte müssen."

Angesichts dieser kritischen Situation soll auch ein amerikanisches Konsortium die gegenwärtig gute Chance für einen Einstieg in die Königsklasse erkannt haben und sich darum bemühen die restlichen, noch im Besitz von Eddie Jordan befindlichen Anteile am Rennstall aufzukaufen.

Gespräche sollen bereits hinter den Kulissen im Gange sein. Verhandlungsführer ist dabei kein geringerer als Roger Penske, dem im Fall der erfolgreichen Teamübernahme die Rolle des Technischen Direktors zugeschrieben wird.

Momentan, so berichten gut informierte Quellen, werde die genaue finanzielle Situation des Rennstalls durchleuchtet und heftig um den Kaufpreis gefeilscht. Sollte sich Eddie Jordan mit den Interessenten handelseinig werden und zu diesem Schritt entscheiden, könnte der Rennstall angesichts der amerikanischen Beteiligungen dann nach für nach in ein reines US-Team verwandelt werden.

Aus kommerzieller Sicht wäre das für die Königsklasse sicher ein Zugewinn, denn nach wie vor kämpft man in den Vereinigten Staaten noch immer darum eine größere Akzeptanz zu erreichen.

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25.08.: Firman hofft auf Verbleib bei Jordan

Nach dem Bruch des Heckflügels am Samstagmorgen war für Ralph Firman der Große Preis von Ungarn vorzeitig beendet. Der Einschlag in die Reifenstapel war so heftig gewesen, dass ihm Formel-1-Arzt Prof. Dr. Sid Watkins keine Starterlaubnis erteilte, denn ein zweiter Unfall hätte vielleicht ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können. Bis auf einen steifen Nacken und ein geprelltes Bein blieb Firman unverletzt. Am Rennsonntag konnte der Brite mit Krücken bewaffnet sogar durch die Boxengasse laufen.

Firman musste zugeben, dass der Unfall "bei weitem" der heftigste seiner bisherigen Rennfahrerkarriere war. Angst vor einem weiteren Crash hat der Rennfahrer aber nicht: "Ich hatte ein wenig Pech aber die Mechaniker sind großartig, sie sind die besten Jungs, die ich je hatte und ich habe in sie großes Vertrauen, wenn sie das Auto zusammenbauen."

Vielleicht auch zur Aufmunterung unterhielt sich Teamchef Eddie Jordan mit seinem Fahrer über die kommende Saison, wie dieser der Nachrichtenagentur 'AFP' verriet: "Ich habe mit Eddie über kommendes Jahr gesprochen aber ich denke, dass er noch ein paar andere Dinge auszusortieren hat. Wir müssen uns auf die kommenden drei Rennen konzentrieren und das Maximum aus ihnen herausholen. Wenn er zwei Bezahlfahrer benötigt, dann wird es schwer sein, im Team zu bleiben. Falls dies nicht notwendig ist, dann habe ich eine gute Chance."

In dieser Woche möchte Firman bei den Testfahrten in Monza wieder unbedingt auf die Strecke gehen: "Ich will sofort wieder fahren, ich brauche alle Tests die wir bekommen können", so der 28-Jährige, der aufgrund des finanziellen Engpasses des Teams in dieser Saison viel weniger als die meisten anderen Piloten fahren konnte. Im Moment fühle er sich gut, der linke Knöchel bereite ihm etwas Schmerzen, wenn er direkt darauf steht, ansonsten fühlt sich Firman einsatzbereit.

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25.08.: Offiziell: Fisichella wechselt zu Sauber

Schon seit ein paar Wochen gilt es in der Formel 1 als offenes Geheimnis, dass Giancarlo Fisichella nächstes Jahr nicht mehr für Eddie Jordan fahren wird, nun ist die Sache aber auch offiziell: Peter Sauber hat heute in Ungarn bestätigt, dass er sich mit dem Italiener auf einen Zweijahresvertrag geeinigt hat.

Als sich abzeichnete, dass das Team aus der Schweiz nicht mehr mit Frentzen/Heidfeld weitermachen möchte, kam Fisichella Mitte August zu einem Werksbesuch nach Hinwil, wo ihm Teamchef Peter Sauber und Technikdirektor Willy Rampf unter anderem den neuen Windkanal vorführten, mit dem die kleine Truppe nächstes Jahr wieder Anschluss ans vordere Mittelfeld schaffen will. Fisichella zeigte sich beeindruckt - und unterschrieb ein paar Tage später den Vertrag.

"Als ich mich Mitte August mit Peter Sauber und Willy Rampf in der Fabrik getroffen habe, hatte ich sofort ein positives Gefühl", erklärte der 30-Jährige. "Speziell der neue Windkanal hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen. Es hat sich herausgestellt, dass das Team jede Menge Potenzial hat und den Willen, wieder erfolgreich zu sein. Ich freue mich auf meine neue Herausforderung."

Die Konditionen hat Enrico Zanarini für Fisichella ausgehandelt, der frühere Manager von Eddie Irvine, der von seinem Schützling den Auftrag erhalten hat, ihm langfristig den Weg zu einem Top-Team zu ebnen. Über die Gage wurde Stillschweigen vereinbart, man darf jedoch annehmen, dass der Sieger des diesjährigen Brasilien-Grand-Prix' um die drei Millionen Dollar kassieren wird.

Bei einem solchen Naturtalent greift Peter Sauber jedoch sicher gern tief in die Tasche, stand Fisichella doch schon lange auf seiner "Watchlist": "Ich beobachte Giancarlos Karriere seit Jahren und zähle ihn zu den besten Fahrern in der Formel 1. Er ist nicht nur schnell, sondern auch ein Kämpfer, der nie aufgibt und das Beste aus jeder Situation macht. Wir haben früher schon mit ihm verhandelt und ich bin froh, dass wir ihn diesmal für unser Team gewinnen konnten."

Fisichella kam 1996 mit Minardi in die Formel 1, fiel aber erstmals 1997 als Teamkollege von Ralf Schumacher bei Jordan wirklich auf. Zwischen 1998 und 2001 beeindruckte er bei Benetton immer wieder mit Podestplätzen, mehrmals schrammte er nur knapp am ersten Sieg vorbei. 2002 kehrte der Römer dann zu Jordan zurück, nach anderthalb frustrierenden Jahren fasste er jedoch diesen Sommer den Entschluss, nach einem neuen Arbeitgeber Ausschau zu halten.

Sein Teamkollege in der kommenden Saison könnte der derzeitige Ferrari-Testfahrer und Ex-Sauber-Pilot Felipe Massa werden, dem intensive Kontakte nach Hinwil nachgesagt werden. Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld sind hingegen kein Thema mehr, hoffen auf einen Sitz im Jordan-Team oder einen Testvertrag (Heidfeld) beziehungsweise auf ein Top-DTM-Auto (Frentzen).

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25.08.: Jordan will mit Ford weiterfahren – Heidfeld muss zittern

Die Zukunft von Nick Heidfeld in der Formel 1 gerät immer mehr in Gefahr. Nachdem Eddie Jordan 2004 nun doch mit Ford-Motoren weiterfahren und nicht auf Mercedes umsteigen will, haben sich die Aussichten auf ein Cockpit im Rennstall des Iren verschlechtert.

Heidfelds Manager Werner Heinz verhandelt auch mit BAR und Jaguar über ein Engagement des Mönchengladbachers, allerdings wollen beide Teams erst nach Saisonende die Fahrer-Entscheidung treffen. McLaren-Mercedes hat seine Option auf den Deutschen nicht gezogen. "Quick Nick" schließt inzwischen sogar einen Testfahrer-Job nicht mehr aus.

"Jordan will mit Ford und Cosworth weitermachen, wir sind erst im ersten Jahr eines Dreijahresvertrages. Aber ich will nur zehn Millionen Euro zahlen, deshalb ist es überhaupt zur Diskussion um die Mercedes-Motoren gekommen", erklärte Jordan beim Großen Preis von Ungarn. In diesem Zusammenhang hatte es Gerüchte über ein "Mercedes-Juniorteam" bei Jordan mit Heidfeld als Fahrer gegeben.

Der Vertrag des 26-Jährigen bei Sauber läuft nach drei Jahren aus und soll nicht verlängert werden. Gleiches gilt auch für seinen Teamkollegen Heinz-Harald Frentzen. Der Routinier steht vor dem Ende seiner Formel-1-Karriere und hat Angebote aus der DTM. Selbst einen Testfahrer-Job schließt Heidfeld inzwischen nicht mehr aus: "Wenn alle Türen zugehen, wäre das eine Möglichkeit. Es tut sich momentan nicht viel, die meisten Fahrerplätze sind belegt."

Bei BAR muss Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (Kanada) um die Verlängerung seines Vertrages zittern, bei Jaguar Justin Wilson (Großbritannien). Bei Jordan wird zumindest der Platz des Italieners Giancarlo Fisichella (wahrscheinlich als Heidfeld-Ersatz zu Sauber) frei. Für die vakanten Cockpits gibt es aber jede Menge Kandidaten.

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15.08.: Jordan 2004 mit Cosworth- oder Mercedes-Power?

Nach dem verlorenen Prozess gegen Vodafone, der wohl teamintern als Möglichkeit angesehen worden war das Budget für die kommende Saison aufzustocken, muss sich Eddie Jordan nun überlegen wie er möglichst viele Millionen für die nötige Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit seines Teams zusammenbekommt.

Da das nun beendete Verfahren gegen den Ferrari-Sponsor sich auf den Abschluss von Sponsoringverträgen mit neuen Geldgebern negativ auswirken könnte, hat der Teamchef wohl den Entschluss gefasst die im letzten Jahr erkämpften Cosworth-Motoren abzustoßen, um so ein paar Millionen einzusparen.

Mercedes-Kundenmotor 5 bis 8 Millionen preiswerter als der Cosworth-V10

Schon seit geraumer Zeit wird dem Jordan-Team nachgesagt an den von Mercedes-Benz für 2004 angekündigten Kundenmotoren interessiert zu sein. Diese Zehnzylinder werden nur 10 Millionen US-Dollar Kosten, während die jetzigen Aggregate von Cosworth pro Jahr zwischen 5 und 8 Millionen mehr kosten sollen. Eine Summe die der Ire nicht aufbringen will oder kann.

Fakt ist, dass die Gelben in der Motorenfalle sitzen, denn mit Ford besitzt man einen langjährigen Vertrag und aus dem will der Automobilkonzern, zu dem die Motorenschmiede Cosworth gehört, den englischen Rennstall nicht rauslassen. "Wir haben einen Vertrag über drei Jahre und beabsichtigen nicht diesen neu zu verhandeln oder davon abzuweichen", machte Ford-Vizepräsident Richard Parry-Jones vor kurzem den eigenen Standpunkt klar.

Hat Jordan Ford schon die Pistole auf die Brust gesetzt?

Mercedes-Benz ist seinerseits aber nicht daran interessiert Negativpresse zu bekommen weil man einem anderen Hersteller den Kunden wegnimmt. Insiderinformationen nach soll Eddie Jordan in Sachen Motor auf Grund der etwas aussichtslos erscheinenden Situation auf volles Risiko setzen und die Ford-Chefetage bereits schriftlich darüber informiert haben, dass er nicht gewillt sei mehr als 10 Millionen zu überweisen. Dabei stört es den 55-Jährigen scheinbar auch nicht, dass man im letzten Jahr eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete.

Als guter Pokerspieler erwies sich Jordan aber bereits mehrere Male in seiner Karriere als Formel-1-Teamchef und die Rechnung die der Ire aufmacht ist verhältnismäßig simpel und doch auch genial. Da sich die Königsklasse den Verlust eines weiteren Teams nicht leisten kann, da somit auf die verbliebenden Rennställe höhere Kosten zukommen würden und einige Teams drei Autos einsetzen müssten, spekuliert Jordan nun darauf, dass er entweder die Mercedes-Motoren erhält oder aber bei den Cosworth-Aggregaten bleibt, deren Preis über 10 Millionen aber von den Herstellern bezahlt wird die nächstes Jahr keine Kundenmotoren anbieten können oder wollen.

Subventionierung der Kundenmotoren durch andere Hersteller abhängig von Einigung mit Ecclestone

Dazu passt, dass Ford-Vizepräsident Richard Parry-Jones vor einigen Wochen bereits die anderen Hersteller, die keine Motoren anbieten werden, dazu anregte, dass diese die Kosten die denjenigen entstehen die Kundenmotoren zur Verfügung stellen subventionieren. Eine Zustimmung zu diesem Vorschlag wurde auf Seiten der betroffenen Teams/Hersteller aber davon abhängig gemacht, dass es endlich eine Einigung im Kampf mit Bernie Ecclestone um einen größeren Anteil an den aus der Vermarktung der Formel 1 erzielten Einnahmen gibt.

Für Ford ist die Situation mit dem rebellierenden Jordan-Team nicht weniger prekär wie für Eddie Jordan selbst, denn die Einnahmen die man aus dem Kundenmotorengeschäft mit Jordan und Minardi erzielt werden zur Finanzierung des Motorenprogramms und des Jaguar-Teams benötigt. Da der Detroiter Autokonzern aus wirtschaftlichen Gründen sein finanzielles Engagement bei Jaguar Racing ebenfalls einschränken muss, scheint die Lösung der Subventionierung durch die Hersteller die keine Kundenmotoren anbieten (BMW, Renault und Toyota) derzeit eine der besten Möglichkeiten darzustellen.

Jordan könnte bald wieder vor dem Richter stehen

Sollte es dazu jedoch nicht kommen und Eddie Jordan tatsächlich gezwungen sein den Vertrag mit Ford zu brechen, bleibt abzuwarten ob sich der geschäftstüchtige Ire nicht demnächst wieder im Gerichtssaal vorfindet - dieses Mal aber nicht als Kläger sondern als Beklagter.

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11.07.: Firman: "Werden uns verdammt hart anstrengen"

Für das Jordan-Team und Ralph Firman wird der in einer Woche stattfindende Großbritannien-Grand Prix ein Heimspiel sein, doch angesichts der bescheidenen Konkurrenzfähigkeit seines gelben Boliden, rechnet sich der 28-jährige Formel-1-Neuling im Vorfeld lieber nicht allzu viel aus.

Zwar hat Jordan ein neues Aerodynamikpaket vorbereitet, doch auch die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht, weshalb der Abstand zwischen den Teams wohl mehr oder weniger wie bisher bleiben wird.

"Wir versuchen immer Punkte zu erzielen, aber ich denke, dass es für uns ohne ein wenig Regen schwierig werden wir das in Silverstone zu tun. Wir werden dennoch sehen, was wir ausrichten können und ich bin sicher, dass wir uns verdammt hart anstrengen", übt sich der Ire in Durchhalteparolen.

Wenigstens kennt er die Rennstrecke in Silverstone. "Das letzte Mal bin ich Ende 1996 in der Britischen F3-Meisterschaft in Silverstone ein Rennen gefahren", erinnert sich Firman, dessen Erfahrungen sich im EJ13 auf der 5,141 Kilometer langen Strecke zwar in Grenzen halten, aber seiner positiven Einstellung keinen Abbruch verschaffen: "Ich hatte ein paar wenige Testtage in Silverstone und das letzte Mal hatte ich ein ziemlich gutes Auto", wird der Jordan-Pilot von 'Ananova' zitiert.

Nachdem er beim Spanien-Grand Prix schon einen WM-Punkt holen konnte und von Rennen zu Renen immer besser zurechtkommt, freut sich der 28-Jährige nun auf den elften WM-Lauf: "Zusammen mit meinem ersten Formel-1-Rennen in Australien und Monaco, ist das eines der Rennen auf die ich mich am meisten freue. Meine Leistungen im Rennen sind bisher immer gut gewesen und langsam komme ich auch mit der Qualifikation zurecht. Ich denke, dass die Saison bisher sehr gut für mich verlaufen ist", schätzt Firman seine Leistungen als für einen Neuling in der Königsklasse akzeptabel ein.

Ob er auch 2004 im Jordan-Cockpit Platz nehmen darf, ist derzeit noch nicht geklärt. Angesichts der Sponsorengelder die Benson und Hedges dem Jordan-Team dieses Jahr für die Verpflichtung von Firman überweist, dürften die Chancen des 1 Meter 85 großen Piloten allerdings ganz gut stehen.

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03.07.: Großer Preis von Frankreich: Jordan-Ford-Vorschau

Die Strecke Magny-Cours hält gute und schlechte Erinnerungen für das Jordan-Team parat. 1999 gewann Heinz-Harald Frentzen die Regenschlacht in Frankreich, im letzten Jahr aber konnte Giancarlo Fisichella nach einem Unfall nicht am Rennen teilnehmen. Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Rennen in diesem Jahr stehen jedoch nicht besonders gut: In den letzten Rennen war der Jordan EJ13 zwar recht zuverlässig, doch aus eigener Leistung waren Punkteergebnisse nicht möglich.

"Magny-Cours hat einige schnelle Kurven, die für jeden herausfordernd sind, aber es gibt keine richtigen Überholmöglichkeiten", erklärte Jordans Technischer Direktor Gary Anderson. "Für gewöhnlich ist das Rennen eher eine Prozession, aber ich kann mir vorstellen, dass die neuen Regeln alles etwas durcheinander würfeln werden und einige interessante Strategien gewählt werden könnten."

"Die neue Boxenein- und ausfahrt wird auch die Zeiten, die man bei einem Boxenstopp verliert, verändern, sodass wir am Freitag ein Auge darauf werfen müssen", fuhr der Ire fort. "Die oftmals heißen Wetterbedingungen behagen uns nicht sehr, aber wir haben unser Paket dahingehend bereits weiterentwickelt. Bei den Testfahrten am Freitag werden wir sehen, wie wir damit zurechtkommen werden."

Giancarlo Fisichella erwartet ein schwieriges Rennen

Auch Giancarlo Fisichella versprüht keinen überschwänglichen Optimismus: "Frankreich könnte für uns ein schwieriges Rennen werden, weil unser Auto unter heißen Bedingungen etwas leidet. Ich erwarte keine Wunder, außer die Geschichte wiederholt sich, und wie 1999 steht nach einem Regenrennen ein Jordan-Fahrer auf dem Podest. Ich bin immer motiviert und gebe 101 Prozent im Auto, weil ich weiß, dass das Team hart arbeitet um mir ein gutes Auto zu geben. Für müssen einfach weitermachen, an unserer Strategie und Zuverlässigkeit arbeiten und bereit sein, wenn das neue Paket da ist."

"Ich hatte beim letzten Rennen in positives Wochenende, ich gewöhne mich mehr und mehr an das Auto und das gesamte Formel-1-Umfeld", erklärte Ralph Firman. "Ich lag im Qualifying nur drei Zehntelsekunden hinter Giancarlo zurück, und auch wenn uns das Rennen keine Punkte einbrachte, so war es schön, dass wir zuverlässig waren. In Frankreich werde ich mehr davon zeigen, und ich hoffe, dass ich ein paar Punkte bekomme."

Eddie Jordan: "Wir haben alle Zutaten beisammen"

Teamchef Eddie Jordan lobte den Einsatzwillen seines Teams und hofft, dass eine Belohung in Form von Punkten nicht lange auf sich warten lässt. "Wir haben dieses Rennen mit der Kombination von Teamwork, einer guten Strategie und eines guten Fahrers bereits gewonnen, und diese Zutaten haben wir noch immer. Wenn wir also zum richtigen Zeitpunkt gute Arbeit abliefern und etwas Glück haben, dann gibt es die Chance, ein paar Punkte zu holen."

"Aufeinander folgende Rennen sind für jedes Formel-1-Team eine Herausforderung", erklärte Jost Capito, Direktor des Ford Team RS. "Nachdem beide Autos beim Europa-Grand-Prix die karierte Flagge gesehen haben, wollen wir nun unsere Positionen verbessern. Die aufregende Saison macht es schwierig, Vorersagen für ein Rennen zu treffen, aber wir sind uns bewusst, dass nur harte Arbeit mit Punkten belohnt werden wird."

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03.07.: Fisichella 2004 bei Sauber danach bei Ferrari?

Als Giancarlo Fisichella gegen Mitte der Saison 2001 realisierte, dass bei dem sich in der Umwandlung zum Renault-Werksteam befindenden Benetton-Rennstall in der Zukunft kein Cockpit für ihn verfügbar sein würde, freute sich der Italiener über die Möglichkeit in das Jordan-Team zurückkehren zu können. Dort erlebte der 30-Jährige im Vorjahr jedoch eine durchwachsene Saison an deren Ende nur 7 WM-Punkte für ihn zu Buche standen.

Fisichella ist mit Jordans Konkurrenzfähigkeit nicht zufrieden

Durch den Motorenvertrag des Teams mit Cosworth Racing, ließ sich Fisichella dann darauf ein auch die Saison 2003 für die Gelben zu absolvieren. Abgesehen von seinem ersten Sieg in Brasilien, der auf Grund chaotischer Wettebedingungen und eines Rennabbruchs zu Stande kam, ist die aktuelle Saison für den in Monte Carlo lebenden Römer aber bislang genauso ernüchternd wie die vergangene gelaufen.

Der Italiener träumt laut vom Ferrari-Cockpit

In den letzten Wochen erklärte der 30-jährige Rennfahrer dann schon im Hinblick auf das sich zu drehen beginnende Transferkarussell, dass er unbedingt für Ferrari in der Königsklasse fahren möchte und notfalls sogar bereit wäre für ein Cockpit im Team aus Maranello zu bezahlen. Da Michael Schumacher bereits bis 2006 mit den Roten verlängerte und auch Rubens Barrichello bis Ende 2004 über einen Vertrag verfügt, sowie Felipe Massa schon als möglicher Nachfolger seines brasilianischen Landsmannes gehandelt wird, stehen die Chancen für Fisichella derzeit aber bescheiden.

Kann sich Sauber über die Zwischenstation Sauber bei den Roten empfehlen?

Relativ sicher erscheint aber angesichts der schlechten Konkurrenzfähigkeit des Jordan-Teams, dass Fisichella 2004 nicht mehr für Eddie Jordan fahren wird. Viele Optionen hat der Italiener allerdings nicht, denn bei den Top-Teams sind alle Cockpits besetzt. Allerdings könnte der Sauber-Rennstall für "Fisico" als möglicher neuer Arbeitgeber in Frage kommen.

Bekannt ist, dass Peter Sauber viel von dem Italiener hält und ihn schon in der Vergangenheit gerne verpflichtet hätte. Da von den beiden deutschen Fahrern wohl mindestens einer das Team verlassen müssen wird, könnte sich hier also eine Möglichkeit ergeben. Über die guten Verbindungen des Schweizer Rennstalls zu Ferrari würde vielleicht sogar langfristig der von Fisichella ersehnte Wechsel zu den Roten wahr werden.

Sauber steht im Mittelpunkt des Transferkarussells

Allerdings steht hinter dem Transfer von Jordan zu Sauber derzeit auch ein großes Fragezeichen. Sauber steht momentan nämlich im Zentrum aller auch im entferntesten möglich erscheinenden Fahrerverpflichtungen. Während des Großen Preises von Europa kam sogar das Gerücht auf, wonach Rubens Barrichello zu den Schweizern transferiert wird, damit Massa schon 2004 an der Seite von Michael Schumacher fahren und vom Weltmeister lernen kann.

Darüber hinaus brachte Flavio Briatore unlängst seinen Schützling Heikki Kovalainen ins Spiel und bot Peter Sauber den jungen Finnen an. Radio Fahrerlager aber vermeldet, dass Sauber sich noch nicht überlegt hat den von Briatore angebotenen Fahrer zu testen und sieht Felipe Massa eindeutig in der besten Position 2004 wieder bei Sauber zu fahren. Sollten dort tatsächlich Frentzen und Heidfeld gehen müssen, wäre auch die Verpflichtung von Fisichella denkbar.

Fisichella im schlimmsten Fall auch 2003 bei Jordan

Angesichts der wenigen Alternativen und gegenwärtig schwer zu durchschauenden Entwicklung was die Konkurrenzfähigkeit und mögliche freie Plätze bei den wenigen verbleibenden Teams anbelangt, könnte Fisichella am Ende womöglich aber in die Situation geraten mangels Alternativen ein weiteres Jahr für Jordan fahren zu müssen.

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19.06.: Liebäugelt Eddie Jordan mit Mercedes-Power?

Während ein Hersteller nach dem anderen einen Rückzieher vom Kundenmotor um zehn Millionen Dollar macht, der ab 2004 den schwächeren Teams angeboten werden soll, steht Mercedes nach wie vor zu dieser Idee. Mit Eddie Jordan hat sich angeblich auch bereits ein erster Interessent gemeldet.

Der irische Teamchef hat zwar vor Saisonbeginn ein Abkommen mit Ford Europa über die Verwendung von Cosworth-Aggregaten geschlossen, doch aus diesem Vertrag könnte er wohl jederzeit aussteigen, hieß es in Kanada. Für das finanziell angeschlagene Team ist dies insofern interessant, als die derzeitigen V10-Motoren jährlich kolportierte 20 Millionen Dollar kosten, Mercedes aber nur die Hälfte verlangen würde.

Technisch ist davon auszugehen, dass Mercedes einen konkurrenzfähigeren Motor zur Verfügung stellen könnte als Cosworth, obwohl sich auch viele Fragezeichen auftun. Die anderswo geäußerte Spekulation, es handle sich bei den angebotenen V10-Einheiten um 2003er-Motoren, kann nämlich nicht stimmen, da ja 2004 das Motorenreglement geändert wird. Ob angesichts dieser Tatsache Mercedes tatsächlich einen derart aufwändigen Deal eingehen würde, ist fraglich.

Für die Stuttgarter hätte eine Partnerschaft mit Jordan aber nicht nur Nachteile, weil man sich – ähnlich wie Ferrari mit Sauber – einen strategischen Verbündeten an Bord holen würde. Eine solche Konstellation ist zwar auf der Rennstrecke nicht entscheidend, sehr wohl aber in den politischen Gremien der Formel 1, die in den nächsten Jahren angesichts der GPWC-Debatte mehr und mehr Bedeutung erlangen werden.

Ein weiteres Gerücht, welches unsere Kollegen von 'Motorsport aktuell' in die Welt setzten, besagt außerdem, dass McLaren-Mercedes mit dem Jordan-Vertrag im Rücken die Fühler nach Giancarlo Fisichella ausstrecken könnte, falls man sich mit David Coulthard nicht mehr einig werden sollte. Fisichella gilt als am meisten unterschätzter Fahrer der Königsklasse und hat in Brasilien seinen ersten Grand Prix gewonnen.

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07.06.: Großer Preis von Kanada: Jordan-Ford-Vorschau

Nach zwei Testtagen in Silverstone und der Vorbereitung auf den Kanada-Grand Prix, freut sich das gesamte Jordan-Team nun auf den achten WM-Lauf in der kommenden Woche. Da Andrea de Cesaris und Bertrand Gachot 1991 als Vierter und Fünfter die ersten Punkte für das damals neue Formel-1-Team holten, sowie 1995 Rubens Barrichello und Eddie Irvine beide auf das Podium steigen konnten, verbindet der Rennstall aus Northamptonshire sehr gute Erinnerungen mit dem Circuit Gilles Villeneuve.

Hinzu kommt, dass die 4,361 Kilometer lange Rennstrecke zu den Lieblingskursen von Giancarlo Fisichella gehört, der 1997 dort mit dem dritten Platz seine erste Podiumsplatzierung überhaupt erreichte und in der vergangenen Saison zwei wichtige Punkte holte.

Anderson rechnet mit interessanten Rennstrategien der Teams

"Die Strecke ist interessant, denn mit den Abtriebswerten, die wir benutzen, besteht die Möglichkeit etwas zu erreichen. Den Boxenstopp-Strategien wird man auch Aufmerksamkeit schenken müssen, denn normalerweise funktionieren die Reifen dort sehr gut und die Rundenzeiten werden so im Verlauf des Rennens immer besser. Wer also etwas pokert, indem er bis zum ersten Stopp lange draußen bleibt, wird davon profitieren. Andererseits werden diejenigen eine schlechtere Startposition haben und somit zu Rennbeginn etwas gehandikapt sein", ist Gary Anderson, Technikdirektor der Renn- und Testabteilung, davon überzeugt, dass der Strategie wieder eine entscheidende Bedeutung zukommt. "Es wird interessant zu beobachten sein, wer von den Fahrern das Risiko eingeht. Ich rechne aber damit, dass sich einige der Top-Teams auf alle denkbaren Szenarios einstellen werden", so der 52-Jährige weiter.

"Motoren und Bremsen werden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben"

"Für Jordan ist dieser Grand Prix ein gutes Rennen und wir genießen es dort hin zu gehen. Der Wettbewerb ist im Augenblick ziemlich hart, jedoch schlagen wir uns hinter den vier besten Teams im Mittelfeld recht wacker. Wir kämpfen und wollen zur Stelle zu sein, wenn jemand vor uns ausfällt, sodass wir von dieser Situation profitieren können. Ausfälle sind in Kanada nicht ungewöhnlich, denn die Motoren und Bremsen werden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben. Außerdem muss man mit Fehlern beim Überfahren der Randsteine und Zwischenfällen rechnen. Wir müssen ganz einfach in einer Angriffsposition auf unsere Chance warten, dürfen selbst keine Fehler machen und können so am Ende hoffentlich die Früchte dieser Taktik ernten", so Anderson.

Die Hoffnungen des Jordan-Teams ruhen natürlich wieder auf Fisichella: "Giancarlo ist hier immer gut und das ist eine weitere Strecke auf der man einen gewissen Schneid benötigt, denn es gibt lange Geraden, man fährt mit wenig Abtrieb und einige der Schikanen haben es wirklich in sich. Überholmanöver sind möglich, doch man muss auch die Leistungsfähigkeit dazu besitzen. Wie immer, so sind unsere Erwartungen an unser Abschneiden hoch, denn wir hier haben hier in der Vergangenheit gut ausgesehen und können das hoffentlich wiederholen."

Fisichella und Firman freuen sich auf den Circuit Gilles Villeneuve

"Keine Ahnung warum, aber ich scheine beim Kanada-Grand Prix immer gut unterwegs zu sein", beschreibt Giancarlo Fisichella, dass er sich nicht so richtig erklären kann warum das so ist, natürlich aber nichts dagegen einzuwenden hat. "Ich bin sehr zuversichtlich, was den Circuit Gilles Villeneuve anbelangt, denn für mich ist es dort jedes Mal sehr einfach das Limit des Autos und das der Strecke herauszufinden. In den Schikanen muss man schnell sein und von denen gibt es drei oder vier. Vielleicht ist das der Grund dafür, weshalb ich dort so gut fahre und gute Ergebnisse erreicht habe. Dem hinzufügen muss ich noch, dass ich die Stadt wirklich mag und dort normalerweise ein gutes Wochenende habe. Ich hoffe darauf, in diesem Jahr Punkte zu erzielen", so der Italiener abschließend.

Teamkollege Ralph Firman wird zwar die Strecke erst lernen müssen, freut sich aber genauso wie "Fisico" auf das Rennen: "Wir hatten einen respektablen Test in Vorbereitung auf Kanada und das Wertvollste für mich war dabei mehr Zeit im Auto zu verbringen. Ich komme jetzt immer besser damit zurecht und freue mich schon auf Montreal, denn es ist immer eine schöne Sache neue Strecken zu lernen. Ich kenne den Kurs bisher nur aus dem Fernsehen, jedoch erscheint er mir interessant zu sein. Es gibt dort einige Stellen zum Überholen. Ich hoffe, dass wir die Chance haben dort in die Punkteränge zu fahren."

Ford hofft auf Punkte für Jordan in Kanada

"Der Große Preis von Kanada markiert die Halbzeit der Saison und nach ein paar Rennen in Europa ist es das erste Überseerennen seit Jordan-Ford beim Brasilien-Grand Prix triumphierte. Giancarlo Fisichella und Ralph Firman haben das letzte Rennen in Monaco problemlos beenden können und damit bewiesen, dass auf die Fahrer-Auto-Kombination Verlass ist", lobt Jost Capito, Direktor von Ford Team RS, die beiden Piloten. "Wir beabsichtigen diese Leistung in Montreal zu wiederholen und ich hoffe, dass wir dieses Mal mit Punkten dafür belohnt werden. Traditionell hat es bei diesem Rennen schon immer viele Vorfälle gegeben, weshalb für alle die bis ins Ziel kommen die Chance auf ein gutes Ergebnis besteht."

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07.06.: Jordan arbeitet an Aerodynamikupdate des EJ13

Mit 11 Punkten belegt das Jordan-Ford-Team derzeit den guten 5. Platz in der Konstrukteurswertung. Damit das auch bis zum Ende des Jahres so bleibt, und man sich eventuell sogar von den anderen Mittelfeldteams etwas absetzen kann, ist man auch in der Fabrik nicht untätig.

Während man auf Grund der Teilnahme an den Freitagstestfahrten im Rahmen eines Formel-1-Grand Prix in der Anzahl der Testtage beschränkt ist, rauchen in Northamptonshire die Köpfe der Ingenieure dafür umso mehr.

So offenbarte der für das Renn- und Testteam zuständige Direktor heute, dass man gegenwärtig für die zweite Saisonhälfte etwas austüftelt: "Wir wollen ein überarbeitetes Aerodynamikpaket einsetzen und geben jetzt Vollgas, um es so schnell wie möglich zu bekommen", lässt Gary Anderson die Katze aus dem Sack. Kein Wunder, ist doch der Kampf im Mittelfeld in dieser Saison auf Grund des neuen Punktesystems noch enger als im Vorjahr.

Da man mit der Zuverlässigkeit des EJ13 mittlerweile zufrieden ist, nicht aber mit dessen Speed, reichen die Entwicklungsarbeiten zur Verbesserung der Aerodynamik für sich genommen jedoch nicht aus. Auch aus diesem Grund testete das Team diese Woche an zwei Tagen auf der nahe gelegenen Rennstrecke in Silverstone.

Neben für Cosworth durchgeführter Entwicklungsarbeit des Motors, beschäftigten sich Giancarlo Fisichella und Ralph Firman dabei auch mit Tests der Kontrollsysteme und des Getriebes, Vergleichen von Aerodynamikteilen und einem Reifenprogramm für Bridgestone. Inwiefern diese Arbeit Früchte trägt, wird das Team schon bald an den Rennwochenenden genau beurteilen können.

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15.05.: Großer Preis von Österreich: Jordan-Ford-Vorschau

Seit dem Spanien-Grand-Prix haben beide Jordan-Piloten Punkte gesammelt: Giancarlo Fisichella für den unerwarteten Sieg in Brasilien und Ralph Firman für seine starke Vorstellung in Barcelona, die mit Platz acht und dem letzten Punkt belohnt wurde. Das Jordan-Ford-Team hofft nun auf weitere Punkte beim Österreich-Grand-Prix.

Doch zuerst erinnerte sich Teamchef Eddie Jordan an das letztjährige Rennen: "Im letzten Jahr war Österreich ein seltsames Rennen für uns. Takuma Sato kam mit viel Glück bei seinem großen Unfall ungeschoren davon, und Giancarlo Fisichella holte unsere ersten Punkte der Saison. In diesem Jahr müssen wir auf den Punkten aufbauen, die wir in Brasilien und Spanien gesammelt haben."

"Die österreichische Strecke hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und hat nun viele langsame Kurven, die durch Geraden verbunden sind", erklärte Jordans Technischer Direktor Gary Anderson. "Sie ist nicht mehr so aufregend, wie sie einmal war."

Überholen ist auf dem A1-Ring möglich

"Dennoch kann man auf dieser Strecke überholen, doch man muss dazu sehr mutig sein", fuhr der Brite fort. "Die Fahrer bremsen sich häufig gegenseitig aus und rangeln um ihre Positionen. Man benötigt ein Auto, das auf der Geraden schnell ist. Wie auf jeder Strecke mit langsamen Kurven und Geraden, kommt es auf die Aerodynamik und die Motorleistung an, und eine Kombination aus beiden Dingen ermöglicht das Überholen."

Ohne die neuen Regeln kämen im Qualifying und im Rennen unterschiedliche Setups zum Einsatz. Da dies nun nicht mehr möglich ist, muss man "einen Kompromiss für das eine oder das andere schließen", erklärte Anderson. "Es ist schwierig sich für einen Weg zu entscheiden, weil es nicht einfach ist zu überholen, auch wenn es Möglichkeiten dazu gibt, wenn man die langsamen Kurven anbremst."

"Traditionell ist es ein Rennen mit einem Stopp, aber ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr zum ersten Mal verschiedene Strategien erleben werden. Es wird noch unberechenbarer und auch ein wenig wie eine Lotterie werden", ist sich der Brite sicher.

"Man sagt, dies könnte der letzte Österreich-Grand-Prix sein, aber ich bin deswegen nicht sentimental, weil die Österreich-Strecke, die ich aus den 70er Jahren kenne, mit den großartigen, schnellen Kurven, schon lange weg ist. Jetzt ist es eine Stop-and-go-Strecke. Die wahre Strecke von Österreich ist schon vor langer Zeit gegangen."

Weitere Punkte sind das Ziel von Jordan-Ford

Giancarlo Fisichella hat besonders gute Erinnerungen an 1998, als er im Benetton nach einem verregneten Qualifying auf der Pole Position stand: "Im letzten Jahr haben wir im Österreich-Grand-Prix gepunktet, und ich bin zuversichtlich für den A1-Ring. Die Strecke ist gut, an einigen Stellen kann man überholen und ich hoffe, dass ich in diesem Jahr wieder Punkte einfahren kann."

Für Ralph Firman war der Punkt in Spanien ein "Schub an Zuversichtlichkeit". Nun hofft der Brite auf eine weitere Gelegenheit um Punkte zu ernten: "Bisher bin ich in Österreich Ski, aber nie Rennen gefahren", erklärte Firman. "Ich freue mich darauf, weil der Kurs interessant aussieht und einige Überholmöglichkeiten bietet."

Jost Capito nahm bei Ford den Platz von Martin Whitaker ein und ist damit seit Mai 2001, als er Sauber verließ, erstmals wieder in der Formel 1 tätig. "Ich bin begeistert, dass ich wieder dabei bin", so der Deutsche. "Es war bereits ein großartiger Saisonstart von Ford Europa, und unsere Beziehung mit Jordan hätte nicht besser beginnen können – auf und neben der Piste. Ich freue mich darauf, mit Eddie Jordan und dem Team zu arbeiten."

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15.05.: Zwei Fahrer aus dem Osten bald im Jordan

Schon gestern sickerte durch, dass Eddie Jordan heute eine Bekanntgabe bezüglich eines Testfahrers machen würde, doch der Inhalt des Statements kam dann doch etwas überraschend. Neben Zsolt Baumgartner, mit dem bereits gerechnet wurde, bestätigte das Team nämlich auch Jarek Janis.

Beide Nachwuchspiloten bestreiten in dieser Saison die Formel 3000, die im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgetragen wird, und fiebern ihrer großen Chance bereits entgegen. Ob sie verpflichtet wurden, um Jordan auch für Sponsoren aus dem ehemaligen Ostblock, aus dem beide kommen, interessant zu machen, oder ob es andere Hintergründe gibt, ist uns derzeit nicht bekannt.

Der Tscheche Janis wird zu Saisonende zwei Testtage in Silverstone bestreiten, während Baumgartner, letztes Jahr in der Formel 3000 wenig überzeugend, den Zuschlag für die Freitagstests in Hockenheim und bei seinem Heimspiel in Budapest bekommen hat.

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21.04.: Eddie Jordan will Fisichella in ein Top-Team lotsen

Nicht nur die Fans von Giancarlo Fisichella würden den Italiener gerne endlich in einem Top-Team sehen, auch viele andere Formel-1-Fans dürften dem Römer ein siegfähiges Auto gönnen, denn der längst überfällige erste Grand-Prix-Sieg in Brasilien hat einmal mehr untermauert, dass "Fisico" sein Talent in den letzten Jahren in der Formel 1 mehr oder weniger vergeudet hat. Der Rennfahrer mit dem auffällig unauffälligen Fahrstil hat nach Experten-Meinung das Zeug zum Champion.

Teamchef Eddie Jordan will nun sogar aktiv dabei helfen, seinen Fahrer in ein Top-Team zu lotsen – nicht ganz uneigennützig versteht sich. Der Ire hat den Ruf, exzellente Fahrer zu entdecken. Dazu gehören nicht nur die Schumacher-Brüder sondern auch der Römer, den er 1997 verpflichtete, nachdem Fisichella zuvor acht Rennen im Minardi der Konkurrenz hintergefahren war. Und ganz gerne lässt er sich diese "Scouting"-Funktion auch durch eine dicke Ablösesumme vergolden.

"Ich möchte meine Fahrer in den Top-3-Teams sehen", erklärte Eddie Jordan den Journalisten in Imola, der übrigens auch dem zweiten Ferrari-Piloten Rubens Barrichello 1993 das Formel-1-Debüt ermöglichte. "Lieber sehe ich, dass Giancarlo um den Titel fahren kann als dies nicht der Fall ist. Ich möchte meine Fahrer nicht daran hindern, die Spitze zu erreichen. Ich habe mich darüber mit den Teamchefs der drei besten Teams unterhalten. Ich habe Giancarlo gesagt, dass ich ihm helfen werde, dass ich aber natürlich lieber haben möchte, dass er im Team bleibt."

Für Fisichella steht fest: Bekommt er ein Angebot von einem der Top-Teams, wechselt er, sieht er in Jordan-Ford 2004 eine siegfähige Variante, so würde er dem Team treu bleiben. "Die letzten neun Monate waren schwierig", zeigt sich Eddie Jordan über den Sieg von Brasilien erleichtert, der dringend benötigtes Geld in die verebbten Kassen spült. "Unser Ziel ist es nun, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um sicher zu stellen, dass wir uns weiterentwickeln können. Ich denke, dass er bewiesen hat, dass er ein Siegfahrer ist. Er ist sehr professionell. Ich bin froh, dass er bei Jordan ist und hoffe, dass er dies auch noch eine ganze Weile sein wird."

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21.04.: Räikkönen überreichte Fisichella den Siegerpokal

Vom Sonntag nach dem Großen Preis von Brasilien bis zum Freitag in der Woche danach war McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen der Sieger des Rennens in Interlagos, dann erklärte der Automobilweltverband FIA nach einer Untersuchung der Zeitenkontrolle Jordan-Fahrer Giancarlo Fisichella zum Gewinner des dritten Saisonrennens, das nach einer Distanz von knapp 75 Prozent wegen des schweren Unfalls von Mark Webber und Fernando Alonso vorzeitig abgebrochen werden musste.

Heute Morgen, also eine weitere Woche später, zelebrierte man nun die Pokalübergabe auf der Start- und Zielgeraden von Imola. McLaren-Mercedes und Jordan-Honda stellten die Boliden von Räikkönen und Fisichella zum Fotoshooting auf und unter den Augen von McLaren-Teamchef Ron Dennis und seinem Kollegen Eddie Jordan übergab Räikkönen Fisichella den Pokal. Auch die italienische und die irische Nationalhymnen durften nicht fehlen. Ron Dennis übergab zum Abschluss den Konstrukteurspokal an Eddie Jordan.

Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wohnte der kleinen Feierlichkeit bei, die von den Jordan-Ford-Teammitgliedern frenetisch umjubelt wurde, deren Freudentaumel vor zwei Wochen nur von sehr kurzer Dauer gewesen war: "Das war für mich, das Team und für alle fantastisch", freute sich Fisichella über seinen ersten Formel-1-Sieg, den er mit einer italienischen Flagge nun eben ein paar Tage später feierte. "Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit habe, hier mit dem Team ordentlich zu feiern, vor allem, dass ich dies in Italien tun kann. Das ist für mich ein wenig seltsam, aber es ist eine großartige Erfahrung und ich bin sehr glücklich."

"Es war für Giancarlo großartig, diesen Moment schlussendlich genießen zu können", so Teamchef Eddie Jordan. "Es war sehr sportlich von Ron und Kimi, diese Präsentation durchzuführen und ich denke, dass dieses Verhalten für die Formel 1 gut ist. Diese Feier fand auf eine sehr spezielle Art und Weise statt, was natürlich mit der Konfusion von Brasilien zu tun hat. Wir werden sie nicht so leicht vergessen." Tatsächlich war es eine Freude mit anzusehen, mit welchem ehrlichen Lächeln Räikkönen den Pokal überreichte, der sich schon im Vorfeld als großer Sportsmann gezeigt hatte.

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21.04.: Brasilien-Sieg für Jordan Gold wert

Das finanziell angeschlagene Jordan-Ford-Team kommt langsam wieder in die Gänge. Durch den am grünen Tisch errungenen Fisichella-Sieg beim Grand Prix von Brasilien konnte die Situation vorerst einmal entspannt werden.

Insider munkeln von einer Million Dollar zusätzlich, die in die Teamkassen fließen sollen, außerdem dürften sich nun einige neue Sponsoren einstellen. Der EJ13 ist momentan ja das wahrscheinlich leerste Auto der Formel 1, was Werbeaufschriften angeht. Dies soll sich nun ändern – und ein erster Schritt wurde schon gesetzt durch den Vertrag mit dem chinesischen Fernsehen, welches verstärkt über Jordan berichtet.

Laut Eddie Jordan macht es aber auch sonst "einen riesigen Unterschied", von Platz zwei auf Platz eins nach vorne gereiht worden zu sein, wie er dem 'Guardian' erklärte: "Ich kann nicht abstreiten, dass es dieses Jahr sehr schwierig für uns war, aber wir haben den Mund gehalten und einfach unseren Job gemacht. Auf sehr eigenartige Weise hat uns dann die Konfusion am Ende in Brasilien durch die verstärkte Medienpräsenz geholfen." Die anschließende FIA-Entscheidung am grünen Tisch tat ihr Übriges.

Überhaupt kann der Ire der Formel 1 wieder mehr abgewinnen als in den letzten Jahren – es habe eine wahre "Wiedergeburt" gegeben, betonte er: "Man kann das alles auf das Wetter zurückführen und auf die neuen Regeln, aber es ist Tatsache, dass junge Fahrer nachwachsen und es viele gute Storys gibt. Für uns ist es besonders zufriedenstellend, dass wir Ford zurück in die Formel 1 und zurück auf das Siegerpodium gebracht haben."

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21.04.: Giancarlo Fisichella zum Sieger erklärt

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern: Giancarlo Fisichella wurde nach einer heutigen Sitzung der FIA in Paris als Sieger des Brasilien-Grand-Prix bestimmt. Durch einen vermuteten Fehler in der Zeitennahme wurde am Mittwoch eine erneute Auswertung des Rennens angekündigt.

Der Jordan-Pilot hat demnach die Start- und Ziellinie ein weiteres Mal überquert, bevor das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen wurde. Damit wird das Rennen am Ende der 54. Runde gewertet und Kimi Räikkönen verliert seinen zweiten Sieg der Karriere. Für das Jordan-Team wurde indes ein kleines Märchen war: Im 200. Grand Prix errang man einen Sieg - der vierte für das Team und der erste für Giancarlo Fisichella.

Bei der Zeitennahme in Brasilien wurde von den Stewards ein Fehler nachgewiesen. Kurz nach dem Abbruch wurde Giancarlo Fisichella auf den Zeitenmonitoren mit 55 gefahrenen Runden geführt, doch diese Anzeige war nach ein paar Momenten bereits wieder verschwunden. Daher nahm man 54 gefahrene Runden an und erklärte Kimi Räikkönen zum Sieger des Rennens.

Wie sich nun herausstellte, war der Italiener bereits in Runde 56 und damit wurde der Stand am Ende der 54. Runde gewertet. Somit gewinnt Giancarlo Fisichella vor Kimi Räikkönen den Großen Preis von Brasilien. Der Italiener gewann damit im 110. Anlauf zum ersten Mal, nur Rubens Barrichello benötigte mit 124 Rennen mehr Versuche.

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09.04.: FIA überprüft Brasilien-Ergebnis

Wie die FIA heute verlautbaren ließ, wird das Rennen in Brasilien noch einmal genau geprüft. Am Freitag werden sich Offizielle in Paris noch einmal das Rennen ansehen, da die Zeitennehmer in Brasilien Informationen gegeben haben, wonach Giancarlo Fisichella die Linie bereits vor dem Abbruch abermals überquerte und so die 56. Runde begann.
Wenn sich dies als wahr herausstellen sollte, so wird das Rennen nach dem Stand in der 54. Runde gewertet, wonach Giancarlo Fisichella vor Kimi Räikkönen gewonnen hätte. Profitieren würden auch Ralf Schumacher, der dann einen Punkt bekäme, und Jarno Trulli, der durch einen Boxenstopp vor dem Abbruch Plätze verlor.
Das Jordan-Team wird bis zur endgültigen Entscheidung am Freitag kein Statement darüber abgeben, jedoch scheint das Team selbst Beweise vorlegen zu wollen. McLaren dagegen war immerhin bereit zu erklären, dass man den Zeitennehmern glaube. Sollte also Giancarlo Fisichella als Sieger feststehen, so werde man diese Entscheidung nicht anfechten.

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07.04.: Fisichella: So nah und doch so fern

Frage: "Giancarlo, du liebst diese Strecke und es war der 200. Grand Prix für Jordan. Beinahe hätte alles in einem Märchen geendet..."
Giancarlo Fisichella: "Ja, aber es war so oder so ein großartiger Tag. Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich aus zwei Gründen sehr enttäuscht bin. Zuerst einmal wegen Fernando – ich hoffe, es geht ihm gut. Dann ist da natürlich auch die Sache, dass ich das Rennen eigentlich gewonnen habe, aber leider besagt das Reglement, dass bei einem Abbruch eines Rennens der Stand in der Runde vor dem Abbruch herangezogen wird. Das ist schon sehr bitter, aber andererseits hätte ich nie mit dem zweiten Platz gerechnet, also war es trotzdem ein wirklich großartiger Tag."

Frage: "Gab es einen Moment, in dem dir Eddie gesagt hat, dass du gewonnen hast?"
Fisichella: "Ja, schon. Gleich nach dem Rennen haben wir das geglaubt. Das war ein außergewöhnlicher Moment, aber wie gesagt, es ist ein fantastisches Resultat. Ich möchte mich beim Team bedanken, wir hatten eine tolle Strategie. Dieses Ergebnis ist unglaublich wichtig für uns und wir werden jetzt auch in Zukunft voll weiterarbeiten."

"Sehr schwierig, bei solchen Bedingungen zu fahren"

Frage: "Viele Fahrer haben sich ausgangs der zweiten Kurve gedreht. Kannst du uns sagen, was dort das Problem war?"
Fisichella: "Ja, es war sehr schwierig, bei solchen Bedingungen zu fahren. Vor allem mit den Intermediate-Reifen war es zäh, denn in der dritten Kurve waren richtige Bächlein. Das war sehr, sehr angsteinflößend. Viele Autos haben sich dort gedreht. Ich bin aber sehr sicher gefahren, habe ein fantastisches Rennen hingelegt und bin glücklich."

Frage: "In den 20 Minuten vor dieser Pressekonferenz musst du ein breites Spektrum an Emotionen erlebt haben, nicht wahr?"
Fisichella: "Ja. Die Bedingungen waren wie gesagt nicht so gut, speziell für uns mit den Intermediates, aber wir konnten das Auto auf der Strasse halten. Das Auto war unglaublich nervös und es gab eine Menge Aquaplaning, aber ich glaube trotzdem, einen guten Job gemacht zu haben. Darüber freue ich mich sehr. Es ist fantastisch und ein Dankeschön ans Team von dieser Stelle aus. Klar bin ich enttäuscht, denn ich hätte den Sieg drauf gehabt, aber wegen der Regeln hat es nicht sein sollen."

Frage: "Du bist einmal in der letzten Runde einer Safety-Car-Phase an die Box gekommen. Was war das für eine Strategie?"
Fisichella: "Ich habe mich am Funk viel mit dem Team unterhalten und wir haben uns entschlossen, ganz voll zu tanken und das Durchfahren zu probieren. Das war richtig, ich bin zufrieden mit der Entscheidung."

Fisichella plante keinen Boxenstopp mehr

Frage: "Du hättest also mit nur einem Stopp bis zum Schluss durchfahren können?"
Fisichella: "Ehrlich gesagt wäre es ganz knapp geworden. Am Anfang hatte ich viel Benzin an Bord und der Intermediate-Reifen war gut und so..."

Frage: "Glaubst du, du hättest ein Rennen über die volle Distanz gewinnen können?"
Fisichella: "Es ist doch fantastisch so. Wir haben schon am Freitag und Samstag einen guten Job gemacht mit dem Setup. Es war nicht so schlecht. Wir hätten nie geglaubt, dass wir auf das Podium fahren können, also freue ich mich sehr."

Frage: "Hast du geglaubt, das Rennen gewonnen zu haben, als abgebrochen wurde?"
Fisichella: "Ja. Ich habe oft gefragt, wer denn nun gewonnen hat. Das war ein magischer Moment."

Frage: "Wann hast du herausgefunden, dass es doch nicht so gekommen ist?"
Fisichella: "Erst vor ein paar Minuten."

Frage: "Dein Auto ist nach dem Rennen in Flammen aufgegangen. Was ist passiert?"
Fisichella: "Das Safety-Car ist zu langsam gefahren. Das ist nicht gut für den Motor."

Frage: "Wie hast du es geschafft, im Chaos zum Schluss nicht in einen der herumliegenden Reifen zu fahren?"
Fisichella: "Das Team hat mich angefunkt und mir gesagt, dass jemand einen schweren Unfall hatte."

"Im Moment bin ich nicht enttäuscht"

Frage: "War es richtig, das Rennen zu starten?"
Fisichella: "Ja, ich denke schon. Bei der Sache am Ende muss man die Regeln checken, aber das Problem ist, dass man kein Rennen mit nur einem Regenreifen-Typ fahren kann. Wir brauchen Regenreifen und Intermediates."

Frage: "Bist du jetzt glücklich oder enttäuscht?"
Fisichella: "Im Moment bin ich nicht enttäuscht. Ich hätte nie geglaubt, auf das Podium zu kommen, hätte bestenfalls Punkte erwartet. Aber es ist ein großartiges, großartiges Resultat. Fantastisch."

Frage: "Wie knapp ging es für dich zu, als dein Teamkollege seinen Unfall hatte?"
Fisichella: "Es war ziemlich knapp. Ich habe einen raschen Blick in die Rückspiegel geworfen und lenkte schnell in die Kurve ein. Genau wie bei Takuma Sato letztes Jahr in Monaco hätte das sehr gefährlich werden können."

Frage: "Wenn du die ersten drei Rennen der neuen und die letzten drei der alten Saison vergleichst, siehst du dann einen Unterschied?"
Fisichella: "Die Regeln sind interessanter für die Leute, für die Sponsoren. Außerdem kann man gelegentlich im Qualifying einen Außenseiter vorne sehen."

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07.04.: "50 Sekunden fehlten zum Ruhm"

So bitter hat es noch selten in der Geschichte der Formel 1 ein Team erwischt: Zuerst Führung für Jordan-Ford und Fisichella im 200. Grand Prix, dann die schweren Unfälle von Webber und Alonso, Abbruch, Siegesjubel – und ein paar Minuten später ein von der FIA zum erklärter Sieger Kimi Räikkönen...

Eddie Jordan traute dem "Frieden" scheinbar von Anfang an nicht, blieb auf dem Kommandostand völlig konsterniert, während seine Mannschaft ihren ersten Sieg seit Monza 1999 feierte. Doch dann kam alles anders: Für das Endresultat wurde der Stand in der Runde vor dem Abbruch herangezogen, in der Fisichella noch nicht an Räikkönen vorbei war, und damit platzte auf einmal der bereits geträumte Traum von der großen Sternstunde.

Sieg wäre ohne Abbruch möglich gewesen

"50 Sekunden fehlten zum Ruhm", seufzte Jordan später in einer Stellungnahme für 'News 24'. "Mit unserer Strategie hätten wir das Rennen ohne den Abbruch gewinnen können. Es wäre ein Märchen gewesen, aber andererseits hätte ich jeden für verrückt erklärt, der uns prophezeit hätte, wir könnten hier auf das Podium fahren." So gesehen stimmte er seinem Schützling Fisichella zu, der sich auch über Platz zwei freuen konnte.

Gerade bei so verrückten Rennen wie gestern läuft das Jordan-Team immer wieder zu Bestform auf: Der erste Sieg gelang der Truppe im Regenchaos von Spa 1998, Heinz-Harald Frentzen doppelte bei klitschnasser Piste in Magny-Cours 1999 nach. Die Strategie damals in Frankreich war genau dieselbe wie gestern: Während einer frühen Safety-Car-Phase voll tanken, durchfahren – und auf ein bisschen Glück hoffen.

Fisichella, der diese Taktik mit einer fehlerfreien Fahrt perfekt umsetzte und in den letzten Runden des Rennens der schnellste Mann auf der Strecke war, hätte wohl bei regulärem Verlauf – trotz McLaren-Mercedes – die besten Karten auf den Sieg gehabt, wie er selbst beteuerte. Es wäre zwar mit dem Sprit "ganz knapp" geworden, gab er zu, "aber am Anfang hatte ich viel Benzin an Bord und der Intermediate-Reifen war gut und von daher..."

Fisichella: Noch immer ohne Grand-Prix-Sieg

Inzwischen hat der zweifellos talentierte Römer mehr als 100 Grand-Prix-Teilnahmen auf dem Buckel, aber den so sehnlichst herbeigewünschten Premierensieg wird er wohl weiterhin jagen müssen. Jordan empfand daher großes Mitleid für den 30-Jährigen: "Ich habe nachher zu Gary (Anderson; Anm. d. Red.) gesagt, er soll zählen, wie oft er schon in Führung gelegen ist. Es muss Giancarlo das Herz gebrochen haben, ich leide mit ihm."

"Wir alle haben geglaubt, dass er es diesmal endlich geschafft hat", ergänzte der 55-Jährige. "Giancarlo ist sicher der talentierteste Fahrer in der Geschichte der Formel 1, der nie ein Rennen gewonnen hat." Andererseits brauchte auch ein späterer Doppelweltmeister wie Mika Häkkinen fast 100 Anläufe, bis es in Jerez 1997 endlich für ihn klappte, und Rubens Barrichello war in Hockenheim 2000 schon jenseits der 100er-Marke...

Fisichella selbst trug den Rückschlag mit Fassung: "Es war kurz ein magischer Moment. Das Auto war unglaublich nervös und es gab eine Menge Aquaplaning, aber ich glaube trotzdem, einen guten Job gemacht zu haben. Darüber freue ich mich sehr. Es ist fantastisch und ein Dankeschön ans Team von dieser Stelle aus. Klar bin ich enttäuscht, denn ich hätte den Sieg drauf gehabt, aber wegen der Regeln hat es nicht sein sollen."

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02.04.: Höhere Drehzahlen für Jordan

Jordans Technischer Direktor Gary Anderson wird in Brasilien die Ford-V10-Motoren höher drehen lassen als in den vergangenen Rennen, damit die ersten Punkte für das Team eingefahren werden können, ehe der Formel-1-Tross in Europa antritt. In Anbetracht der Zuverlässigkeit der Ford-Aggregate ist dieser Schritt durchaus verständlich.

"Wir haben ein einfaches und kleines Auto, das wir gut verstehen, und das wir überall schnell anpassen können", so Anderson gegenüber dem 'Belfast Telegraph'. "Das wird uns an diesem Wochenende helfen, weil die Zeit, in der man den Speed finden kann, begrenzt ist." Dies scheint dem Jordan-Team jedoch noch nicht genug.

Die neue Drehzahlgrenze, mit der in Brasilien gefahren werden soll, wollte er jedoch nicht offenbaren: "Ich kann es nicht enthüllen – aber es wird uns ein Extra an Leistung geben." Jordan könnte die Ford-Motoren nahe an 18.000 Umdrehungen pro Minute, oder etwas darüber, bringen.

"Beide Fahrer waren in der Fabrik, damit sie zu hundert Prozent mit allen Knöpfen am Lenkrad und am Armaturenbrett vertraut sind", so Anderson weiter, der mit Neuzugang Ralph Firman hoch zufrieden scheint. "Im letzten Rennen fuhr er gut. Das Qualifying lässt ihn noch etwas hängen, aber er bemüht sich damit zurechtzukommen."

Auch wenn Jordan einige Sponsoren im Vorfeld der Saison verlor und finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, so scheint die derzeitige Situation doch recht gesichert zu sein. Der kalte Wind bläst jedoch weiter. "Ich denke, dass es sich nun auch bei anderen Teams zeigen wird. Wir bei Jordan jedenfalls sind in einer guten Verfassung", schloss der gebürtige Ire ab.

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02.04.: Jordan steht vor 200. Grand Prix

Eddie Jordan hat mit seinem finanziell und sportlich arg gebeutelten Rennstall schon bessere Zeiten erlebt, doch beim kommenden Grand Prix von Brasilien kann er sich über die Krise mit einem Jubiläum hinwegtrösten: Sein Team wird zum 200. Mal an einem Formel-1-Lauf teilnehmen.

Begonnen hat die Jordan-Story in der Königsklasse vor mehr als zwölf Jahren mit der Teilnahme beim Auftaktrennen der Saison 1991 im amerikanischen Phoenix. Im fünften Rennen holten Andrea de Cesaris (4.) und Betrand Gachot (5.) die ersten WM-Zähler und beim Großen Preis von Belgien debütierte ein gewisser Michael Schumacher in den damals noch grünen Boliden. Ebenfalls in Belgien schnupperte de Cesaris damals sogar am ersten Grand-Prix-Sieg.

Das sensationelle Debütjahr in der Formel 1 war ein Versprechen, das die kleine Truppe im Folgenden aber nicht halten konnte. Der tatsächliche Durchbruch gelang erst 1998, als Ex-Weltmeister Damon Hill eine chaotische Regenschlacht just auf der Ardennenpiste von Spa gewann – und zwar vor seinem Teamkollegen Ralf Schumacher, der in den letzten Runden nicht mehr attackieren durfte. Heinz-Harald Frentzen steuerte im bisher erfolgreichsten Jahr für Jordan, 1999, zwei weitere Siege und den dritten WM-Rang bei.

Erfolge sind längst Geschichte

Seither ging es sportlich mit dem Team bergab – und mit dem Abschied der Deutschen Post samt ihrer Tochterfirmen hat man auch finanziell ein Problem. Darüber hinaus müssen kolportierte 20 Millionen Dollar an Ford überwiesen werden, weil man dieses Jahr mit Cosworth-Motoren, die letztes Jahr von Jaguar eingesetzt worden sind, antritt. Zum 200. Grand-Prix-Start sind also wahrlich keine Wunderdinge zu erwarten.

"Haben wir wirklich schon 200 Rennen hinter uns?", schüttelte Teamchef Eddie Jordan ungläubig den Kopf. "Es hat einige Höhen und Tiefen gegeben in diesen letzten zwölf Jahren, in denen wir jetzt schon wieder in der Formel 1 sind, und ich bin stolz auf mein Team und auf das, was wir trotz teilweise widrigster Umstände erreicht haben. Die schönsten Erinnerungen sind das Überleben unseres ersten Jahres und die Siege, speziell der Doppelerfolg in Spa 1998."

"Jeder Teamchef, der einmal auf dem Podium stehen durfte, wird sagen, dass man süchtig danach wird", lächelte der Ire, der derzeit so weit wie selten zuvor von derartigen Erfolgserlebnissen entfernt ist. "Ich kann es gar nicht mehr erwarten, endlich wieder da rauf zu steigen." Zunächst einmal müssen aber die ersten Punkte der laufenden Saison das Ziel sein – und angesichts der starken Konkurrenz wird das schwierig genug...

Giancarlo Fisichella warf vor dem Sao-Paulo-Wochenende ein, dass er in all den Jahren noch nie Zeit hatte, andere Teile Brasiliens zu besuchen, "aber ich liebe die Strecke in Interlagos und erinnere mich auch an ein paar gute Resultate hier, speziell den zweiten Platz von 2000. Gemeinsam mit Spa, Monaco und Montreal ist Interlagos meine Lieblingsstrecke."

Fisichella hat sich Punkte vorgenommen

"Ich habe für Sepang hart trainiert, mich gut vorbereitet, aber dann bin ich gar nicht vom Fleck gekommen", ärgerte er sich anschließend. "Daher habe ich mir für Brasilien vorgenommen, die Zielflagge zu sehen und dem Team einige Punkte zu bringen. Angesichts der starken Vorstellung unseres Fahrzeugs mit Ralph in Malaysia bin ich zuversichtlich, dass ich diese beiden Ziele auch erreichen kann."

Teamkollege Firman kommt nach seiner guten Leistung in Malaysia gestärkt nach Brasilien: "Ich habe mich auf eine Grand-Prix-Distanz jetzt bewiesen und die Zweikämpfe im Rennen sehr genossen. Brasilien ist wieder ein sehr physisches Rennen, weil gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird und die Strecke sehr wellig ist, aber die Fitness war in Malaysia schon kein Problem für mich und ich bin auch hier nicht besorgt deswegen."

Abzuwarten bleibt, ob ihm die Fahrtrichtung Schwierigkeiten machen wird, weil er eigenen Angaben nach noch nie ein Rennen im entgegengesetzten Uhrzeigersinn gefahren ist. Interlagos ist ja neben Imola die einzige Strecke der Formel 1, auf der das der Fall ist. Besonders hart gefordert wird daher die Nackenmuskulatur, die darauf nicht vorbereitet ist und in der langgezogenen Zielkurve immer wieder zur Zerreißprobe für jeden Piloten wird.

Übrigens hat auch Jordans Motorenpartner in Brasilien ein Jubiläum zu feiern – das 100-jährige Bestehen der Ford Motor Company, welches für die Formel 1 aus PR-Gründen mit dem Jordan-Jubiläum gleichgesetzt wurde. Mit 175 Grand-Prix-Siegen ist der US-Konzern der mit Abstand erfolgreichste Hersteller der Königsklasse. Sportchef Martin Whitaker: "Passend, dass wir das 700. Formel-1-Rennen der Geschichte mit Jordan, einem Team, welches schon früher Cosworth-Motoren eingesetzt hat und in Sao Paulo ebenfalls ein Jubiläum feiert, bestreiten dürfen."

Interessante Fakten zum Jordan-Jubiläum
24 Fahrer sind für Jordan an den Start gegangen
17 Jordan-Fahrer waren während ihrer Karriere auf dem Podium
17 Podestplätze für das Jordan-Team
7 Jordan-Fahrer haben während ihrer Karriere Rennen gewonnen
3 Jordans beste Position in einer Fahrer- oder Konstrukteurs-WM
3 Weltmeister haben je einen Jordan-F1 gefahren
2 Jordan-Mitarbeiter waren bei allen 200. Rennen dabei
2 Mal stand ein Jordan auf Pole-Position

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02.04.: Jordan und der 'China-Deal'

Die Nachricht wurde am Malaysia-Wochenende häufig nur am Rande erwähnt, dabei könnte das Abkommen zwischen dem Jordan-Team und dem chinesischen TV-Sender CCTV weitreichende Vorteile bringen. "Das kann ich nicht beurteilen", so Eddie Jordan in Malaysia zu 'Reuters'. "Ich weiß nur, dass mindestens drei Teams der Formel 1 nahe dran waren sich Sorgen zu machen. Das hat schon etwas zu bedeuten."

Doch warum fiel die Wahl auf Jordan? "Es gab einiges, was dafür sprach: Die gelbe Farbe, die Unabhängigkeit von Jordan. Wir hatten einen kleinen Vorsprung und haben ihn genutzt und wir haben einige große Hersteller dabei geschlagen. Es war ein großer Coupe für unsere Leute", so Jordan weiter.

"Was uns und Ford vom Deal überzeugte war, dass die chinesische Regierung dieses Abkommen sanktioniert hat", so Jordans Marketing Direktor Mark Gallagher zu 'Reuters'. "Der Grand Prix ist eine von der Regierung sanktionierte Veranstaltung, und CCTV ist der Staatssender. Sie haben entschieden, dass sie das Interesse für die Formel 1 in China noch vor dem Rennen wecken wollen, und der beste Weg war, sich mit einem Team zu verbünden."

China hat einen Vertrag von 2004 bis 2010, um ein Shanghai einen Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft auszutragen. Die Strecke wurde, wie Sepang, vom deutschen Architekten Hermann Tilke entworfen. Für CCTV wird Jordan als Werbung für den Grand Prix auch kleine Geheimnisse preisgeben.

"Wir haben es ihnen versprochen", so Gallagher weiter. "Einiges würden wir normalerweise gar nicht erzählen. So erklären Ingenieure die Technologie. Ohne Zweifel wird Eddie (Jordan) auch mehr Besuche in China machen." Für das Jordan-Team ergibt sich mit dem Abkommen eine weitere Möglichkeit, neue Sponsoren an Land zu ziehen.

"Es ist eine unglaubliche Gelegenheit", fuhr der Brite fort. "China ist ein solch wichtiger Markt, und wir werden das Team von China sein, von jetzt bis zum Rennen." In der ersten Woche nach Bekanntgabe des Deals, sollen bereits drei chinesische und zwei europäische Firmen bei Jordan angeklopft haben.

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19.03.: Jordan kooperiert mit chinesischem Fernsehen

Jordan-Ford hat ein Abkommen mit dem chinesischen TV-Sender CCTV und der Rennstrecke in Shanghai abgeschlossen. Jordan wird damit zum bevorzugten Team von CCTV und wird in allen Beiträgen über die Formel 1 im chinesischen Fernsehen vertreten sein. Durch das Abkommen mit der Rennstrecke in Shanghai, wird Jordan in Malaysia mit Aufklebern für die Strecke werben.

"Ich bin erfreut, dass Jordan-Ford vom Shanghai International Circuit und von CCTV als Partnerteam gewählt wurde, um China in die Formel 1 zu involvieren", so Jordan-Teamchef Eddie Jordan. "Das Abkommen wird die Popularität der Formel 1 und von Jordan in einer wichtigen Region erhöhen. Wir freuen uns darauf, an den Vorbereitungen des ersten Grand Prix von China im nächsten Jahr mitzuhelfen."

"2003 wird CCTV zum ersten Mal jedes Rennen der Formel 1 übertragen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um das Interesse an der Formel 1 in ganz China zu wecken", so Yu Zhifei, Generalmanager der Rennstrecke in Shanghai. "Ich bin sehr glücklich, dass die Strecke in Shanghai und CCTV ein Abkommen mit Jordan-Ford geschlossen haben, um aufregende Beiträge aus der Formel 1 zu produzieren und noch mehr Menschen in China für die Formel 1 zu begeistern."

CCTV ist Chinas staatlicher Sender und kann von etwa 100 Millionen Haushalten empfangen werden. Das erstmals live übertragene Rennen aus Australien verfolgten allein in der Region von Beijing 26 Millionen Zuschauer. Das Jordan-Team und Ford haben damit eine ideale Plattform um sich im bevölkerungsreichsten Land der Welt zu vermarkten.

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18.03.: Großer Preis von Malaysia: Jordan-Ford-Vorschau

Jordans Saisonauftakt in Australien war ernüchternd: Sowohl Giancarlo Fisichella als auch Ralph Firman waren nicht im Ziel, dazu war man das gesamte Wochenende recht blass. Allein die Tatsache, dass Fisichellas Rundenzeiten im Rennen auf dem Niveau der Jaguar und Sauber lagen, gibt dem Team Hoffnung.

Ralph Firman ist der einzige Formel-1-Neuling, der die malaysische Strecke bereits kennt. In der japanischen GT-Serie dominierte er zusammen mit seinem Teamkollegen Tsugio Matsuda das Rennen 2002 in einem Honda NSX-R.

"Wie viele meiner Kollegen fuhr auch ich neben der Formel Nippon in der japanischen GT-Serie", erklärte Firman. "Ich habe im letzten Jahr einige Rennen gewonnen, aber dieser Sieg hat mich besonders befriedigt, weil es der einzige Lauf außerhalb von Japan war."

"Sepang ist einer der besten Kurse, auf dem ich in den letzten Jahren gefahren bin, und es ist schön, dass ich wieder auf einer Strecke bin, die ich schon kenne", schwärmte der 27-Jährige. "Ich kenne auch das Wetter und habe mich seit dem letzten Rennen intensiv darauf vorbereitet. Der Grand Prix in Australien war eine aufregende Erfahrung für mich. Ich freue mich darauf wieder Rennen zu fahren und hoffe, dass das Team diesmal Punkte holen kann."

Giancarlo Fisichella möchte die Enttäuschung von Australien vergessen machen und in Sepang seine wahren Fähigkeiten zeigen: "Die Anlagen in Sepang sind bewundernswert, auch wenn die Strecke wenig spektakulär erscheint. Nach einem ermutigenden Auftakt in Melbourne freue ich mich darauf, mehr über das Auto zu lernen und zu verstehen, wo wir uns im Vergleich zur Konkurrenz befinden", so der Italiener.

"Ich habe die Pause zwischen den Rennen genutzt, um mich auf das anstrengendste Rennen vorzubereiten. Die hohen Temperaturen und die grausame Luftfeuchtigkeit machen es für einen Fahrer schwer, 90 Minuten komfortabel am Steuer eines Formel-1-Autos zu sitzen, Fehler können daher viel leichter passieren", erklärte Fisichella. "Darauf muss man sich vorbereiten: So ist es der einzige Grand Prix, bei dem ich während dem Fahren aus meiner Wasserflasche trinke."

Jordans Technischer Direktor Gary Anderson gibt sich ebenfalls optimistisch: "Sepang ist eine tolle Strecke mit atemberaubenden Anlagen. Sie ist sowohl technisch, als auch für die Fahrer herausfordernd. Ein guter Job wird also belohnt werden." Dabei rechnet man sich beim zweiten Saisonrennen weit mehr aus, wenn man nicht wieder vom Wetter auf dem falschen Fuß erwischt wird.

"Am ersten Wochenende haben wir uns auf die Strategie im Rennen konzentriert", fuhr der Brite fort. "Am Ende hat aber das Wetter den Ton angegeben, und wir konnten unsere Strategie nicht umsetzen. Ansonsten waren wir gut dabei. Das Getriebeproblem bei Giancarlo (Fisichella) war ein einmaliges Problem beim zweiten Boxenstopp, und wir haben daran gearbeitet das Risiko eines solchen Problems zu verringern."

"Die Autos waren das ganze Wochenende über recht zuverlässig. Darüber bin ich froh und wir schauen nun nach vorne, um unsere Leistung gegenüber den anderen herauszufinden. Außerdem hoffen wir, dass wir mehr Glück haben werden als im letzten Jahr", schloss Anderson ab. Damals hatten beide Jordan keinerlei Aussicht auf Punkte.

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18.03.: Fisichella dementiert Gerüchte

Nachdem in den letzten Tagen Gerüchte aufgetaucht sind, wonach Giancarlo Fisichella das Jordan-Team zum Ende der Saison verlassen möchte, meldet sich erstmals der Italiener selbst zu Wort und wies diese Spekulationen weit von sich, da er solche Aussagen nie getätigt habe.

"Es gab einige Gerüchte, dass ich nicht glücklich bei Jordan sei", so der Italiener auf der Internetseite des Jordan-Teams. "Leider hat die Presse Dinge aus dem Zusammenhang gerissen, und die Gerüchte spiegeln nicht meine wahren Gefühle wieder."

"Eddie (Jordan) gab mir meine erste richtige Chance in der Formel 1 und ich hatte eine phantastische Saison 1997", fuhr Fisico fort. "Ich war glücklich im letzten Jahr zurückzukommen und als ich sagte, dass meine letzten beiden Jahre schwierig waren, so trifft das auch auf das letzte Jahr mit Benetton zu. Die Sache ist, dass ich ein konkurrenzfähiges Auto haben möchte – Jordan weiß das, und sie haben hart gearbeitet um ein gutes Auto zu bauen."

Dazu sei Fisichella mit dem Jordan-Ford EJ13, gerade mit Rennabstimmung, sehr zufrieden. Außerdem sei das gesamte Potential des neuen Autos noch lange nicht ausgereizt worden. Das von Eddie Jordan ausgegebene Saisonziel bleibt daher bestehen: "Wir wollen Vierter in der Meisterschaft werden, und wir können in jedem Rennen Punkte sammeln. Ich war ja auch in Melbourne nah dran."

"Einige der Meldungen sprachen davon, dass ich das Team verlassen werden, ich bin jedoch nur einem Team verpflichtet und das ist Jordan", so der 30-Jährige. "Jeder Fahrer im Feld träumt vom besten Auto. Ich bilde da keine Ausnahme. Auch Eddie (Jordan) hat gesagt, dass er mich gerne in einem Siegerauto sehen würde. Für 2004 möchte ich ein Auto haben, mit dem ich gewinnen kann, aber das schließt Jordan-Ford nicht aus."

"Mir tut das Team leid, wenn ich solche Spekulationen lese, da ich weiß, dass sie hart daran gearbeitet haben, mir ein gutes Auto zu geben", fuhr der Italiener fort. "Es ist enttäuschend, dass wenn immer ich etwas sage, es kritisch gegen das Team ausgelegt wird. In Wahrheit helfe ich dem Team, damit wir uns in der Meisterschaft weiter verbessern können."

Die Spekulationen bekamen wohl auch deshalb diese Intensität, da Giancarlo Fisichella gleichzeitig zu den Äußerungen, die in der Tat nicht als Angriff auf Jordan zu sehen waren, seinen Manager wechselte. Er wird nun vom Ex-Manager von Eddie Irvine, Enrico Zanarini betreut, wodurch er hofft, seiner Karriere wieder etwas neuen Schwung zu geben.

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12.03.: Fisichella will weg von Jordan

Dass Giancarlo Fisichella sein immenses Talent bei Jordan-Ford derzeit verschwendet, ist vielen klar. Doch nun ist der Italiener selbst gewillt am Ende der Saison die Reißleine zu ziehen, nachdem er die letzten Jahre in den Tiefen des Mittelfelds verschwunden ist. Überraschen kann diese Offenbarung sicher niemanden.

"In den letzten beiden Jahren hatte ich die schlechtesten Saisons meiner Formel-1-Karriere", wird Fisichella von 'northantsnew' zitiert. "Das ist nicht gut für mich. Ich werde mich am Ende der Saison nach anderen Chancen umsehen." Für Jordan wäre dies freilich ein herber Rückschlag, konnte man doch mit Hilfe der fahrerischen Glanzleistungen des Italieners immer wieder für Aufsehen sorgen.

Das Auftaktrennen in Australien dürfte seinen Entschluss nicht viel schwerer gemacht haben. Beide Jordan-Ford EJ13 blieben eher blass und konnten sich nie richtig in Szene setzen, am Ende viel er auch noch mit Getriebeproblemen aus – für die Punkte hätte es ohnehin nicht gereicht.

Noch ist es zu früh, um zu sagen bei welchem Team er andocken könnte, doch jeder Teamchef in der Formel 1 weiß um die Qualitäten eines Fisichella. Sollte ein Platz in einem Top-Team frei werden, so kann sich der Italiener aufgrund seiner Reputation sicher Chancen ausrechnen.

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08.03.: Jordan: Qualifying für Rennen geopfert

Enttäuscht zeigte sich Giancarlo Fisichella über sein Qualifying, das der Römer mit 2,171 Sekunden Rückstand auf Platz 13 beendete: "Meine Runde war in Ordnung, aber wir können sehen, dass wir noch eine Menge Arbeit am Auto zu erledigen haben, damit wir unser Ziel erreichen, uns innerhalb der Top 10 zu qualifizieren. Aber es ist auch unmöglich zu wissen, wie viel Sprit die anderen Teams an Bord hatten, wir müssen also erst einmal abwarten. Wir haben hart daran gearbeitet, eine Balance und ein Setup für das Rennen zu finden und ich muss einfach hoffen, dass wir das Beste aus unserer Strategie machen können, die wir für morgen vorgesehen haben."

Teamkollege Ralph Firman ging stürmisch zu Werke und wurde als 17. mit 4,069 Sekunden Rückstand dafür bei seinem ersten Abschlusstraining bestraft: "Ich hatte eine gute Runde, aber das Wichtigste ist, dass ich ein Gefühl für das Auto in seiner Abstimmung für morgen bekommen konnte. Es untersteuert ein wenig, aber ich denke, dass die Balance gut ist. Wir haben an diesem Wochenende bisher eine Menge gearbeitet und ich bin ziemlich positiv gestimmt, was die Vorbereitungen auf das Rennen angehen. Ich freue mich schon darauf und mein Ziel wird es sein, ein so gut wie mögliches Rennen zu fahren und das Auto ins Ziel zu bringen."

Chefingenieur Gary Anderson: "Wir werden vor morgen keine Ahnung haben, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams wirklich stehen. Wir haben getan, was in unseren Augen am besten für das Rennen ist. Es gab ein paar Überraschungen, zum Beispiel, dass man die McLaren auf den Plätzen 11 und 15 findet, aber eine komplett rote erste Startreihe hat. Wir müssen morgen einmal schauen, wer als erstes an die Box kommt und was danach passieren wird. Wir haben das Beste getan, was wir für unsere Fahrer tun konnten, um ein möglichst gutes Rennergebnis erzielen zu können. Dafür haben wir heute ein Opfer vollbracht."

Martin Whitaker, Motorsportdirektor Ford Europa: "Das neue Qualifying-Format ist eine bedeutende Entwicklung für den Sport und dieses Wochenende ist auch für Ford wichtig, da es die Rückkehr des berühmten blauen Ovals in die Formel 1 darstellt. Morgen werden wir das Debüt des Ford Cosworth RS-Name mit Jordan sehen."

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Pos. Fahrer Team R. Zeit Abstand Rnd.
1 M. Schumacher Ferrari B 1:27.173 3
2 R. Barrichello Ferrari B 1:27.418 0:00.245 3
3 J. Montoya Williams M 1:28.101 0:00.928 3
4 H. Frentzen Sauber B 1:28.274 0:01.101 3
5 O. Panis Toyota M 1:28.288 0:01.115 3
6 J. Villeneuve BAR B 1:28.420 0:01.247 3
7 N. Heidfeld Sauber B 1:28.464 0:01.291 3
8 J. Button BAR B 1:28.682 0:01.509 3
9 R. Schumacher Williams M 1:28.830 0:01.657 3
10 F. Alonso Renault M 1:28.928 0:01.755 3
11 D. Coulthard McLaren M 1:29.105 0:01.932 3
12 J. Trulli Renault M 1:29.136 0:01.963 3
13 G. Fisichella Jordan B 1:29.344 0:02.171 3
14 M. Webber Jaguar M 1:29.367 0:02.194 3
15 K. Räikkönen McLaren M 1:29.470 0:02.297 3
16 C. da Matta Toyota M 1:29.538 0:02.365 3
17 R. Firman Jordan B 1:31.242 0:04.069 3
18 A. Pizzonia Jaguar M 1:31.723 0:04.550 3
19 J. Verstappen Minardi B -:--.--- -:--.--- 2
20 J. Wilson Minardi B -:--.--- -:--.--- 2


07.03.: 1. Qualifying: Untersteuern behinderte Jordan-Piloten

Das Jordan-Team galt angesichts seiner miserablen finanziellen Situation schon im Vorfeld des Australien-Grand-Prix als "Underdog" – ein Eindruck, der sich heute in Melbourne bestätigt hat. Giancarlo Fisichella und Grand-Prix-Neuling Ralph Firman konnten mit dem EJ13 keine Bäume ausreißen.

Schon während der Zusatztests am Vormittag traten einige technische Probleme auf, die verhinderten, dass die vollen zwei Stunden produktiv genutzt werden konnten. Für den Nachmittag bekamen dann beide Piloten ihr Setup nicht optimal hin, was sich wiederum in einer Tendenz zum Untersteuern am Ende ihrer jeweiligen Runde im Einzelzeitfahren auswirkte. Firman kam sogar beinahe von der Strecke ab, rettete sich aber mit Müh und Not.

"Ich bin sehr enttäuscht", gab der Brite zu, "aber das war mein erstes Qualifying und ich muss noch viel über die Strecke lernen. Was zählt, ist der Sonntag. Ich bin so hart es geht gefahren, um das Limit zu finden, und habe es wohl gegen Ende der Runde, als das Auto zu untersteuern anfing, ein wenig übertrieben. Die Reifen haben nachgelassen und wir müssen das jetzt analysieren und verstehen, was passiert ist, damit wir es morgen besser umsetzen können."

Während Firmans Rückstand von mehr als dreieinhalb Sekunden nicht aussagekräftig ist, hat Fisichellas Zeit schon mehr zu bedeuten. Auch der Italiener hätte aber schneller sein können, glaubt Gary Anderson, der Technische Direktor des Teams: "Giancarlo hat im zweiten Sektor etwas Zeit verloren – vielleicht zwei oder drei Zehntel, mit denen er drei oder vier Plätze weiter vorne stehen könnte."

"Ich spüre, wir hätten in die Top-10 fahren können", ergänzte der Brite, ehe er mit einem Hauch von Ernüchterung anfügte: "Insgesamt bin ich zufrieden. Ralph hatte einen kleinen Fehler in der Schlusspassage, aber man hat ja nur eine Runde. Da wird einem nichts verziehen. Das Wichtigste ist das Rennen am Sonntag."

Frustriert zeigte sich Giancarlo Fisichella: "Für mich war die größte Herausforderung, dass ich im freien Training ein Problem hatte und 25 Minuten für die Abstimmung verloren habe, weswegen das Qualifying sehr schwierig war. Wir wissen, dass wir Fortschritte machen müssen. Während meines Qualifying-Runs war das Auto in den ersten Kurven nicht schlecht, aber dann entwickelten die Vorderreifen ein 'Graining' und das Fahrverhalten wurde instabil."

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06.03.: Ralph Firman: "Ich werde ruhig schlafen"

Ralph Firman, die Neuverpflichtung des Jordan-Teams, wird trotz seines ersten anstehenden Formel-1-Rennens einen guten und erholsamen Schlaf haben. Sechs Jahre lang war der Brite unter Ausschluss der europäischen Öffentlichkeit in der japanischen Formel Nippon unterwegs, ehe er den Sprung in die Königsklasse des Motorsports schaffte.

"Diesen Platz zu bekommen war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat", so Firman. "Das wird wohl auch das ganze Wochenende so bleiben." Der 27-Jährige kennt bereits einige Formel-1-Fahrer aus früheren Tagen. Doch während zum Beispiel Jarno Trulli und Juan-Pablo Montoya ohne große Umwege in die Formel 1 kamen, ging Firman nach Japan.

"Ich habe zu einigen (Fahrern), die ich bereits kannte, 'Hallo' gesagt", fuhr der Jordan-Pilot fort. "Aber ich weiß gar nicht, ob hier irgendjemand weiß, wer ich wirklich bin." Den Streckenposten in Melbourne war er zumindest unbekannt, als er anfangs der Woche über den Absperrungszaun sprang, um sich die Strecke anzusehen.

"Ein paar Streckenposten haben mich auf dem Fahrrad verfolgt. Sie waren recht aufgeregt, haben sich aber gottlob wieder beruhigt", so Firman. "Niemand scheint mich zu kennen, oder? Ich sagte: 'Ich gehöre zum Team.', doch alles, was ich zu hören bekam war: 'Benutz den anderen Eingang', oder so ähnlich."

Die Streckenbesichtigung in einem Mietwagen war auch nicht recht nach dem Geschmack des Formel-1-Neulings, da die Straßen von LKWs und Bussen blockiert waren und die Verantwortlichen gerade die Randsteine montierten, wodurch Firman die Streckenführung nur erraten konnte.

Zurückhaltung sollte von Ralph Firman jedoch niemand erwarten: "Ich werde da draußen sein und gegen jeden kämpfen", stellte der Brite klar. "Dabei ist es egal, wer vor oder hinter dir ist. Du musst dein Bestes geben. Man macht ja seinen Job, oder nicht?"

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06.03.: Eddie Jordan erwägt Verkauf seines Teams

Eddie Jordan hat im Vorfeld des Australien-Grand-Prix bestätigt, dass er seinen Rennstall notfalls verkaufen würde. Der finanziell arg gebeutelte Ire hat zwar im Augenblick keinen Interessenten an der Angel, verhandelte aber im vergangenen Winter mit 'Red Bull' über einen Verkauf.

Dietrich Mateschitz, Chef des österreichischen Energy-Drink-Herstellers, hat Jordan vor ein paar Monaten mit Summen zwischen 45 und 75 Millionen Euro geködert, blitzte aber schlussendlich ab, weil er im Zuge der Übernahme den Teamgründer entlassen wollte. "Das alles", so Jordan zur 'Sun', "hat zu nichts geführt." Voraussetzung dafür, dass er einen Verkauf seiner Anteile überhaupt in Betracht ziehen würde, ist sein Verbleib auf dem Kommandostand.

"Das Wichtigste für mich ist, wieder Rennen zu gewinnen", fuhr er fort. "Wenn das nur erreicht werden kann, indem ich meine Eigentümerschaft am Team ablege, wäre das kein Problem. Für mich steht immer im Vordergrund, was für das Team am besten ist." Aber: "Wenn jemand das Ruder übernehmen sollte – und heutzutage sieht es ja so aus, als bräuchte man einen Automobilhersteller, um Erfolg zu haben –, dann möchte ich in irgendeiner Form involviert bleiben."

Der 54-Jährige könnte sich vorstellen, vertraglich für einige Jahre als Teamchef verpflichtet zu werden – genau wie auch Jean Todt bei Ferrari oder Flavio Briatore bei Renault: "Wenn ich dann meine Leistung nicht bringe, kann ich jederzeit entlassen werden." Im Moment hält er ja selbst noch die Mehrheit am Team, obwohl seit Ende 1998 die Investmentbank 'Warburg Pincus' beteiligt ist. Ansonsten gibt es aber keine Teilhaber.

Noch hat Jordan den Traum vom erfolgreichen Alleingang als Privatier nicht ad acta gelegt: "Ich genieße es, ein Privatteam zu führen, und werde versuchen, das nötige Geld aufzutreiben, damit wir wieder aufblühen können, denn tief in meinem Herzen glaube ich noch immer, dass wir in naher Zukunft Rennen gewinnen können. Wäre dieses Gefühl nicht mehr in mir, würde ich sofort aufhören. Damon Hill hat uns 1998 zum ersten Sieg verholfen und im Jahr darauf gewann Heinz-Harald Frentzen zwei Rennen und wurde WM-Dritter. Das können wir wiederholen."

Kurzfristig freilich hat der Ire bestenfalls Aussichten auf einen Platz im Mittelfeld, nachdem die größten Sponsoren abgesprungen sind und man bei den Wintertests mit der Standfestigkeit extreme Schwierigkeiten hatte. Immerhin ließ sich die Tabakmarke 'Benson + Hedges' dazu überreden, wieder als Hauptsponsor aufzutreten, was Jordan zumindest das vorläufige Überleben gesichert hat.

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06.03.: Eddie Jordan: "Die Show ist Mist!"

1999 fuhr Heinz-Harald Frentzen auf Jordan noch um den WM-Titel, vier Jahre später kämpft das Team ums blanke Überleben: Keine Frage, Eddie Jordan hat die schwierigste Zeit seiner Karriere vor sich. Trotzdem ist er zuversichtlich, die große Krise zu überstehen.

"Jeder weiß", erklärte er dem 'Spiegel' in einem ausführlichen Interview, "wie sich die Lage der Weltwirtschaft dramatisch verschlechtert hat. Das trifft die Formel 1 besonders hart. Der Sponsorenmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent geschrumpft. Für Teams wie meines geht es ums Überleben." Daher wurde im Frühjahr 2002 ein rigoroser Sparkurs eingeschlagen, der mit Billigfliegern anstelle von Privatjets einen vorübergehenden Höhepunkt erreicht hat.

Mitverantwortlich für die schwierige Phase in der Formel 1 ist laut Jordan die miserable Show der letzten Jahre. Durch die elektronischen Fahrhilfen und die Dominanz des Ferrari-Teams ging dem Sport eine Menge Attraktivität verloren, die man nun in Form des neuen Reglements wieder zurückholen will. Angesichts der Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Teams gestaltet sich die Reform aber sehr schwierig.

Jordan: "Worauf kommt es denn wirklich an? Auf die Show, die Show und nochmals die Show. Und die Show ist Mist. Ein Team, Ferrari, dominiert mit einem Fahrer, Michael Schumacher. Die Rennen sind langweilig wie eine Prozession. Wie viele Zuschauer gehen nach zehn Minuten vom Fernseher weg und setzen sich erst zum Zieleinlauf wieder hin? Die Formel 1 bietet den Sponsoren fraglos die beste Bühne für globales Marketing, aber wir sollten nicht so tun, als ob wir immun wären gegen den Abschwung."

"Die FIA musste handeln", stellte er sich außerdem im Streit zwischen dem Weltverband und den Teams McLaren und Williams klar auf eine Seite. "Ein Jahr lang geschah nichts, weil es unmöglich ist, dass sich die Teams untereinander einigen. Vergessen Sie's – irgendeiner ist immer gegen irgendwas. Und ich habe keine Zeit, darüber nachzudenken, wer Recht hat und wer nicht. Ich will meinem Business nachgehen."

Der Ire warf aber ein, dass die Talfahrt seines eigenen Rennstalls zumindest zum Teil auch hausgemacht ist und nicht nur auf die miserable Weltwirtschaft geschoben werden kann. So habe er es nach den "fetten Jahren" Ende der 90er verabsäumt, mit dem damals vorhandenen Geld sorgfältig und überlegt hauszuhalten. Logische Konsequenz: Der sportlichen Talfahrt nach dem Weggang Frentzens folgte auch der wirtschaftliche Absturz.

"Nach dem Erfolg war ein Haufen Geld da. Ich wollte die Chance nutzen, habe wie verrückt investiert und viele Leute eingestellt", so der 54-Jährige. "Plötzlich waren wir statt 200 mehr als 300. Doch die Firma wuchs zu schnell. Wir waren vorher ein überschaubares, familiäres Team. Aber auf einmal kamen eine Menge junger Ingenieure und Manager dazu - und die Erfahrenen gingen, weil sie sich nicht mehr wohl fühlten. Wir verloren unsere Unternehmenskultur. Es war ein Desaster."

Die Reaktion folgte dann im vergangenen Frühjahr, als – auch budgetär bedingt, weil sich der Verlust der Sponsoren 'Deutsche Post', 'Danzas' und 'DHL' schon abzeichnete – Jordan rund ein Drittel seiner Belegschaft wieder kündigte, um eine straffere und überschaubarere Struktur zu schaffen. Denn: "Wenn 'Jordan' über dem Eingang steht, erwarten die Mitarbeiter, den Mann anzutreffen, der so heißt. Es ist mir wichtig, mindestens einmal pro Woche durch die Fabrik zu gehen und mit allen zu reden."

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04.03.: Großer Preis von Australien: Jordan-Ford-Vorschau

Für das Jordan-Ford-Team beginnt mit dem ersten Saisonrennen in Melbourne eine immens wichtige Saison. Das britische Team fiel seit 1999, als Heinz-Harald Frentzen auf den dritten Schlussrang in der Weltmeisterschaft fuhr, leistungsmäßig immer weiter ab und verlor im letzten Jahr auch den Vertrag über die Honda-Werksmotoren.

Doch für Eddie Jordan ist diese Entwicklung wie eine Rückbesinnung auf fast vergessene Werte, und er freut sich auf das erste Rennen des Jahres: "Der EJ13 und unsere Partnerschaft mit Ford-Cosworth ist ein großartiges Paket. Zusammen mit unserer starken Fahrerpaarung ist Jordan-Ford eine Kraft, mit der man rechnen muss", sagte Jordan.

"Teams, die schwere Zeiten überstehen mussten, haben wichtige Kenntnisse aus dieser Erfahrung gezogen und wir werden für die Zukunft besser gerüstet sein", rang der Ire den Problemen der letzten Monate auch eine positive Seite ab. Jordan musste den Verlust vieler Sponsoren hinnehmen, was die finanzielle Situation des Teams nachhaltig beeinflusste.

Unter der Federführung von Henri Durand entstand der neue Jordan-Ford EJ13, der dem Team neuen Auftrieb in der Formel 1 geben soll. "Das Konzept des Autos verbindet eine gute aerodynamische Effizienz mit technischer Einfachheit", umreißt der Franzose das neue Auto. "Der Ford-Cosworth RS Motor ist ein sehr wichtiger Teil des neuen Autos. Er war einfach in das neue Design zu integrieren und hat alle Eigenschaften, die wir von einem Top-Motor erwarten."

Nach anfänglichen Problemen bei den Testfahrten lief es für Jordan jedoch immer besser; mehr als 4000 Kilometer konnte man während der Vorbereitung zurücklegen. "Wir haben das Meiste der geplanten Arbeit geschafft", sagte Gary Anderson, Jordans Technischer Direktor. "Es ist schwierig, unsere Leistung mit den anderen Autos zu vergleichen, bis das Rennfahren beginnt, aber im Großen und Ganzen ist der EJ13 besser als das letztjährige Auto."

"Unser erstes Ziel ist es, alle Rennen zu beenden, weil man ins Ziel kommen muss, um Punkte zu bekommen", fuhr der Brite fort. "Vorhersagen für einzelne Rennen sind wirklich akademisch, aber unser Saisonziel ist es, unter die besten vier Teams zu kommen."

Ralph Firman steht kurz vor seinem ersten Formel-1-Rennen und hat sich bereits gut an sein neues Gefährt gewöhnt. "Ich habe die Testgelegenheiten genossen und ich fühle mich im Auto sehr wohl", sagte der 27-Jährige. "Wir haben ein starkes und zuverlässiges Paket, worüber ich mich freue. Ich bin gegen einige dieser Fahrer bereits angetreten und werde einfach rausgehen und das Beste geben, damit ich mit jedem auf einem hohen Niveau mithalten kann."

Auch Giancarlo Fisichella freut sich nach einer mäßigen Saison 2002 wieder auf den Rennbeginn. "Das Paket ist weit besser als im letzten Jahr, und auch wenn es immer Verbesserungen zu machen gilt, so wissen wir derzeit nicht, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen. Das macht das erste Rennen so aufregend", erklärte der Italiener. "Ich bin froh, dass die Rennen wieder beginnen und hoffentlich werde ich punkten. Ich mag den Kurs in Melbourne, und wir werden unser Bestes geben."

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25.02.: Jordan vor Abreise nach Australien zuversichtlich

Ein paar Tage vor der Abreise nach Melbourne hat Eddie Jordan offenbar noch einmal alle Schwierigkeiten aus seinem Kopf verdrängt, um seinen Mitarbeitern in der Fabrik in Silverstone zu danken und Mut zu machen. Daher zeigte er sich heute Morgen im Rahmen einer Ansprache vor der Belegschaft überaus optimistisch.

"Wir sind ein profitables Team", wischte er zunächst alle Bedenken über ein drohendes Aus vom Tisch. "Wir sind besonnen gemanagt, gehen mit unserem Geld sorgfältig um, haben viele loyale Förderer inner- und außerhalb der Formel 1 und wir konnten das wirtschaftliche Gewitter besser als andere überstehen. Wir können mit beträchtlichem Stolz auf uns selbst sowie unsere Sponsoren und Partner in die neue Saison und in Richtung Zukunft marschieren."

Der 54-Jährige gab also weitere Durchhalteparolen aus, obwohl es um seinen Rennstall in Wahrheit denkbar schlecht bestellt ist. Für die Reise nach Australien konnte er sich nicht einmal mehr eine gecharterte Maschine leisten und der Privatjet musste sowieso gestrichen werden. Stattdessen reist er selbst – genau wie alle anderen Mitarbeiter – mit einer Billigfluglinie nach "Down Under".

Trotzdem gab er an, "mit Zuversicht" in die neue Saison zu blicken: "Wir haben ein toll aussehendes neues Auto produziert." Außerdem erwähnte er die langjährige Zusammenarbeit mit 'Benson and Hedges', dank der das Team überhaupt den Winter überstehen konnte, und die neue Kooperation mit Ford-Cosworth. Die Finanzierung der Motoren soll ja bereits gesichert sein, obwohl der eventuell bald verfügbare "Fighting Fund" noch nicht definitiv bestätigt werden kann.

Optimismus schöpft Jordan aber auch aus seinem Fahrergespann: "Mit Giancarlo haben wir einen der besten Piloten der Formel 1, während Ralph schon bewiesen hat, dass er sehr abgeklärt an die Sache herangeht. Unser Ziel ist, aus Jordan wieder eine ernstzunehmende Kraft zu machen, schließlich darf man nicht vergessen, dass wir einer von nur vier Herstellern sind, die in den letzten fünf Jahren Rennen gewonnen haben. Die neuen Regeln werden außerdem für einen Grad an Unvorhersehbarkeit sorgen, von dem wir profitieren könnten, weil wir großartige 'Racer' sind."

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17.02.: Jordan-Lackierung verrät "Sponsoren-Engpass"

Die Sonne war über dem 'Circuit de Catalunya' noch gar nicht aufgegangen, da posierte Teamchef Eddie Jordan, eingepackt in eine dicke Winterjacke, vor dem neuen EJ13, den die Öffentlichkeit zum ersten Mal mit der neuen Lackierung zu Gesicht bekam. Im Gegensatz zu den in den letzten Jahren präsentierten aufregenden und teilweise auch aggressiven Entwürfen hielten sich die Designer dieses Mal sehr zurück.

Auf den Seitenkästen, dem Front- und Heckflügel ist nun Sponsor 'Benson and Hedges' auffälliger als im vergangenen Jahr zu sehen, der wieder als größerer Geldgeber des Teams auftritt, nachdem man nach dem Rücktritt von Damon Hill etwas sparsamer mit dem Geldausgeben war. Nun hat das Team mit Ralph Firman einen neuen britischen Piloten und der Tabakkonzern zeigt sich wieder spendabler.

Ins Auge fallen auch die Sponsoren 'Damovo' (Anbieter von Kommunikationssystemen und seit rund einem Jahr Partner des Teams) auf den Seitenplatten des Frontflügels und 'Liqui Moly' (Motorölspezialist aus Ulm, seit März 2002 an Bord) auf den Seitenplatten des Heckflügels. Auch der Name 'brother', die im November die Partnerschaft mit Jordan verlängerten, ist zu sehen, allerdings nur ganz klein unterhalb des Seitenkastens.

Bekleidungsausrüster 'Puma' ist auf der hinteren Kopfstütze des Fahrers zu sehen, zumindest dann also, wenn kein Pilot im Auto sitzt. Auf der Nase des Autos prangt das Logo des Reifenpartners 'Bridgestone' ebenso wie in einer kleineren Version auf den Seitenplatten des Heckflügels – für diese Platzierungen dürften jedoch, wenn überhaupt, nur ganz marginale Geldbeträge fließen.

Auffällig ist vor allem, dass das Ford-Logo extrem klein ausgefallen ist und fast unauffällig oben auf die Airbox aufgeklebt worden ist. Das ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass Ford wie gemunkelt wird nur einen geringen Preisnachlass auf die Cosworth-Motoren gegeben hat und nicht von einer richtigen Werkspartnerschaft geredet werden kann, wie Teamchef Eddie Jordan den Anschein zu erwecken versuchte.

Insgesamt wirkt die Lackierung des Autos ziemlich "leer", auf dem Auto sind große Lücken zu sehen, die dafür sprechen, dass Jordan zum einen über sehr wenig Sponsoren verfügt, zum anderen ganz offensichtlich verhältnismäßig geringe Geldbeträge fließen. Auch die Präsentation an sich war ein reines Sparprogramm: Das Auto wurde lediglich in die Boxengasse geschoben, Teamchef Eddie Jordan setzte sich im "Privatlook" zu seinen Fahrern - das war's.

Dies ist ein Anzeichen dafür, dass das Team in dieser Saison mit einem deutlich geringeren Budget auskommen muss als 2002, als man noch Hauptsponsor 'Deutsche Post' hatte und zudem von Honda kostenlos Motoren gestellt bekam.

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14.02.: Erfolgreicher Testabschluss für Jordan-Ford

Rekordrunden fuhr das Jordan-Ford-Team diese Woche in Valencia zwar nicht, aber an den ersten beiden Testtagen machte sich Formel-1-Neuling Ralph Firman prächtig, fuhr er doch absolut fehlerfrei seine ersten Kilometer für das Team. Routinier Giancarlo Fisichella kletterte für die letzten zwei Testtage in das Auto. Insgesamt kam man auf 241 Runden was einer Distanz von 956 Kilometern entspricht.

Am Donnerstag arbeitete "Fisico" an der Balance des Autos und beklagte bis auf ein Wasserleck keine weiteren Probleme. Mit 1,3 Sekunden Rückstand belegte der Römer nach 64 Runden den dritten Platz. Am Montag werden Fisichella und Firman in Barcelona testen. Dabei steht dem Team zum ersten Mal ein zweites Chassis zur Verfügung.

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14.02.: Jordan stellt Lackierung am Montag vor

Das Jordan-Ford-Team hat Medienvertreter und Fotografen heute per Aussendung zur Präsentation der neuen Lackierung für kommende Saison eingeladen. Der "Mini-Launch" soll am kommenden Montag auf dem 'Circuit de Catalunya' in der Nähe von Barcelona stattfinden.

Durchgesickert ist bisher, dass der EJ13 – wie schon seine Vorgängermodelle – wieder größtenteils in Gelbtönen erscheinen wird. 'Benson and Hedges', der neue Hauptsponsor des Rennstalls, soll wieder größere Werbeflächen bekommen, darüber hinaus wird das 'Ford'-Logo auf den Fahrzeugen zu sehen sein. Ob man dabei bleibt, das Design optisch mit wilden Tieren aufzupeppen, bleibt abzuwarten.

Zum ersten Mal werden kommende Woche zwei EJ13-Boliden gleichzeitig zum Einsatz kommen. Jordan begeht damit die letzte Phase der Vorbereitungen auf den Saisonauftakt in Melbourne am 9. März. Bei der Medienveranstaltung am Montag werden beide Fahrzeuge in der Boxengasse stehen – flankiert von Eddie Jordan und seinen Fahrern Giancarlo Fisichella und Ralph Firman.

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14.02.: Jordan: "Sind nicht auf Spenden angewiesen"

Der sogenannte "Fighting Fund", eine Art finanzieller Rettungstopf für die kleinen Teams der Formel 1, ist derzeit das die Medien beherrschende Thema. Wie uns gestern mitgeteilt wurde, steht das tatsächliche Zustandekommen dieser solidarischen Geste der großen an die kleinen Rennställe noch auf sehr wackeligen Beinen, speziell Minardi-Boss Paul Stoddart macht sich aber dafür stark. Eddie Jordan hat hingegen abgelehnt, derartige Hilfe anzunehmen.

Der stolze Ire glaubt zwar, dass es den "Fighting Fund" geben wird, konnte dies aber auch nicht definitiv bestätigen: "Vielleicht habe ich damals den Sitzungsraum zu früh verlassen, aber soweit ich weiß, wurde der Vorschlag akzeptiert. Nach meinem Verständnis gab es aber ein oder zwei Teams, die mehr Zeit wollten, um darüber nachdenken zu können." Um wen es sich dabei handelt, konnten wir bisher nicht herausfinden, es sickerte aber durch, dass Ron Dennis (McLaren) ein Befürworter der Idee sein soll.

So oder so will Jordan eventuelle Hilfszahlungen aber nicht annehmen: "Es ist in unserem Budget nicht vorgesehen. Jordan wird kein Geld annehmen, weil wir das nicht zulassen. Wenn wir irgendwann einen Deal mit Bernie (Ecclestone; Anmkg. d. Red.) machen sollten, dann auf kommerzieller Basis. Wir sind nicht auf Spenden angewiesen. Wir haben Bernie versichern können, dass wir in einer Position sind, in der wir eine gute Saison haben sollten."

Jordan stand ja noch vor ein paar Monaten finanziell stark unter Druck, doch das verstärkte Engagement des Tabakkonzerns 'Gallaher' ('Benson and Hedges') verschaffte ihm wieder etwas Spielraum. Da die Saison nun gesichert sein dürfte, will er nicht den Unmut der anderen Teams auf sich ziehen, indem er finanzielle Hilfe in Anspruch nimmt, die unter Umständen gar nicht notwendig wäre.

Wie der "Fighting Fund" aufgeteilt werden und wer davon profitieren soll, ist ohnehin noch völlig unklar. Fest steht bisher nur, dass ein Großteil aus den TV-Einnahmen kommen wird, ein etwas kleinerer Teil aus der Privatschatulle von Bernie Ecclestone.

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07.02.: Eddie Jordan im Interview

Frage: "Was ist der Hintergrund hinter der Entscheidung für Ralph Firman?"
Eddie Jordan: "Die Entscheidung, Ralph unter Vertrag zu nehmen, geht ungefähr fünf Jahre zurück. Damals hat er die Britische Formel 3 gewonnen. Aus verschiedenen Gründen sind wir damals nicht zusammen gekommen. Er ist dann zum Geldverdienen nach Japan gegangen. Auch dort haben wir ein Auge auf ihn geworfen. Es hat mich angenehm überrascht, als er sich im vorletzten Jahr wieder in eine siegfähige Position bringen konnte, und wir beobachteten ihn wieder genauer. Dieses Jahr hat er die Meisterschaft gewonnen. Lange bevor wir in die Formel 1 kamen, haben wir unsere Fahrer in die Formel Nippon geschickt, weil das eine hervorragende Ausbildung ist. Sie lernen da drüben so viel. Obwohl noch andere Fahrer hinsichtlich eines Jordan-Cockpits im Gespräch waren, was hauptsächlich für die Medien und für uns gut war, hatten wir Ralph immer im Auge."

Firman nicht mit Takuma Sato zu vergleichen

Frage: "Letztes Jahr musstest Du Kritik dafür einstecken, mit Sato einen Neuling verpflichtet zu haben. Jetzt machst Du es wieder so. Besorgt?
Jordan: "Es ist klar, dass da ein Unterschied ist. Takuma war zweifellos sehr schnell. Ralph ist viel reifer und er kennt auch die nicht so schönen Seiten des Rennsports. Er ist nach Japan gegangen und musste miterleben, wie schwierig es ist, wenn ein Team bankrott geht und einem selbst plötzlich nichts mehr bleibt. Hat man das einmal durchgemacht, dann will man es sicher nicht noch einmal dazu kommen lassen. Ralph hat in jeder Kategorie, in der er angetreten ist, irgendwann den Meistertitel geholt. Das geht zurück bis in den Kartsport. Niemand aus der Formel 1 hat in den Nachwuchsklassen so eine gute Bilanz aufzuweisen. Ralph weiß, dass man im Rennsport das Auto ins Ziel bringen muss und dass es dabei nötig ist, auf die Ausstattung zu achten. Ich bin sicher, dass das dieses Jahr seine große Stärke sein wird."

Frage: "Ihr habt immer gesagt, das zweite Cockpit wird nach kommerziellen Gesichtspunkten vergeben. Wie passt das mit Ralph zusammen?"
Jordan: "Die kommerziellen Aspekte haben mit Ralphs Verpflichtung wenig zu tun. Wir bezahlen ihn für das Fahren und es gab keine Bedingung, dass er Geld mitbringen muss. Es ist ein klares Angestelltenverhältnis, aber es stimmt schon, dass er uns in einigen Bereichen des Pakets helfen konnte, aber es war dazu nicht notwendig, ihm das Auto zum Fahren zu geben."

Frage: "Wie schätzt Du die Lage von Jordan im Moment ein?"
Jordan: "Wie man unserer Bekanntgabe entnehmen kann, wird 'Benson and Hedges' unser Hauptsponsor sein. Damit sind sie das achte Jahr hintereinander mit an Bord. Das Unternehmen ist besonders angetan von den Veränderungen im Reglement, die bedeuten, dass dieser Sport weiterhin eine optimale Plattform bleibt, um ihr Marketing anzuwenden. 'Benson and Hedges' hat uns in den letzten acht Jahren fantastisch unterstützt. Sie sind willig, mit uns weitere Erfolge zu feiern."

Partnerschaft mit Ford "äußerst wichtig"

Frage: Was denkst Du über die Partnerschaft zwischen Jordan, Ford und Cosworth?"
Jordan: "Jordan und Ford sind jetzt wie an der Hüfte verbunden. Es gibt viele Programme, die man bei Ford im hundersten Jahr umsetzen will. Es ist der perfekte Zeitpunkt für uns, sich ihnen anzuschließen. Unsere Partnerschaft mit ihnen ist äußerst wichtig, weil wir mit einem so großen Hersteller Glaubwürdigkeit erlangen. Das bietet uns eine Plattform, von der aus wir uns selbst vermarkten können. Es verbessert unsere Entwicklungsfähigkeit. Ich hoffe, es wird uns einen Schub geben – technisch wie finanziell. Das ist die perfekte Situation. Man könnte um gar keine bessere Möglichkeit bitten, um wieder rauszugehen und Rennen zu gewinnen."

Frage: "Du sagst, Ralphs Cockpit hängt nicht am Geld, aber im Winter schien die Situation noch so zu sein. Kannst Du das vielleicht klarstellen?"
Jordan: "Ralph war in den letzten fünf Jahren Profi-Rennfahrer und das wird sich nicht ändern. Wir werden ihn bezahlen. Er hat dem Team Leute vorgestellt, mit denen wir uns auf eine kommerzielle Zusammenarbeit einigen konnten. Sein Vertrag hängt aber nicht davon ab und tat es auch nie. Im Endeffekt haben sich unsere Pläne verändert und wir haben jetzt eine bessere Basis und einen besseren Fahrer."

Frage: "Hast Du dank Ralph ein größeres Potenzial, was die Finanzen angeht?
Jordan: "Weil Ralph die britische und irische Doppelstaatsbürgerschaft hat, kann ich das bejahen. Es hilft mir auf der irischen Seite und das ist eine gute Geschichte für die britischen Medien. Ich glaube, dass Ralph den Job machen kann. Die Geschichte zeigt das auch. Er hat in der Formel 3 viele große Namen besiegt und manche von ihnen sind schon in der Formel 1. Warum sollte er das nicht wieder schaffen? Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht, dass er der beste Neueinsteiger und die größte Überraschung des Jahres wird. Er kann es schaffen und dank seiner anglo-irischen Herkunft ist auch das Sponsoring kein großes Thema mehr."

Testfahrer wird erst im Frühjahr bestimmt

Frage: "Welche anderen Fahrer habt ihr – abgesehen von Ralph und Massa – in den letzten Wochen noch in Betracht gezogen?
Jordan: "Wir haben uns einige Piloten angeschaut, weil wir ja auch noch einen Mann für die Tests am Freitag bei einem Grand-Prix-Wochenende brauchen. Damit werden wir aber vielleicht bis zum Beginn der Europasaison warten. Ich möchte keinen Namen nennen. Beim dritten Fahrer überlegen wir, was im besten Interesse des Teams ist. Ich glaube, dass es von Vorteil ist, wenn wir uns bei den ersten drei Überseerennen auf Giancarlo und Ralph konzentrieren, denn die sind schwierig genug. Danach werden wir uns nach einem Test- und Ersatzfahrer umschauen."

Frage: "Wie stark schätzt Du das Paket für diese Saison ein?
Jordan: "Ich denke, das Auto ist großartig. Das hängt mit der Kombination zwischen der Rückkehr von Gary Anderson mit Henri Durand zusammen. Die neuen Qualifying-Regeln werden die Startaufstellung knapper ausfallen lassen. Andererseits wurde ich immer dafür kritisiert, bezüglich der Autos zu optimistisch zu sein, also ist es besser, wenn ich nichts sage. Aber ich bin optimistisch."

Frage: "Wie wird Ralph mit dem Druck umgehen?"
Jordan: "Er hat ausreichend Erfahrung. Wenn er nach Melbourne kommt und Fisichella eine Sekunde schneller ist – was meiner Meinung nach nicht der Fall sein wird -, dann hat er die mentale Kapazität, um das zu verkraften. Er wird sich von den Medien oder von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen, weil er die Schattenseite des Motorsports schon kennt. In den letzten 18 Monaten in Japan hat er sich enorm weiterentwickelt. Er kann alles geben, fighten, das Auto ins Ziel bringen. Das brauchen wir. Natürlich ist es eine kleine Sorge, dass er nur zwei Wochen hat, um das Auto zu testen. Das ist eine harte Prüfung für ihn."

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07.02.: Ralph Firman im Interview

Frage: "Erzähle uns von den letzten paar Tagen und was hältst Du davon, jetzt in der Formel 1 zu sein?"
Ralph Firman: "Es ist absolut unglaublich, mit Jordan und Ford zu arbeiten, und ich kann es gar nicht mehr erwarten, die Arbeit aufzunehmen. Ich denke, es wird ein exzellentes Jahr. Die letzten paar Tage nach meiner Unterschrift waren ziemlich hektisch. Ich bin sicher, in der Saison wird es kaum anders werden, aber jetzt freue ich mich auf meine erste Fahrt mit dem Auto kommende Woche. Ich werde mit meinem Teamkollege Giancarlo in Valencia testen."

Anfangs Schwierigkeiten in der Formel Nippon

Frage: "Du warst sechs Jahre in Japan. Was hat Dich dort hingeführt?"
Firman: "Ich hatte ein paar Jahre mit nicht konkurrenzfähigem Material Schwierigkeiten, aber vor zwei Jahren kam ich dann bei einem großartigen Team unter und in den letzten 18 Monaten habe ich die Formel Nippon dominiert. Das ist eine großartige Meisterschaft. Die Autos sind viel besser als vergleichbares Material in Europa und man lernt dort auch viel mehr, man wird schneller erwachsen. Ich habe die Zeit sehr genossen. Die Japaner haben mich sehr gut behandelt und ich fühlte mich in jeder einzelnen Minute sehr wohl."

Frage: "Erzähle uns von deinem Team, das ja vom früheren Formel-1-Fahrer Saturo Nakajima geleitet wird!"
Firman: "Er ist ein liebenswerter Charakter und die Atmosphäre im Team war großartig. Das ist einer der Gründe hinter ihrem Erfolg. Ich habe noch immer Kontakt zu Nakajima und er ist erleichtert, dass ich es in die Formel 1 geschafft habe, obwohl das bedeutet, dass ich nächstes Jahr nicht mehr für ihn fahren kann."

Frage: "Welche Erfahrungen hast Du bisher mit Formel-1-Autos gemacht?"
Firman: "1993 habe ich den 'Autosport Young Driver of the Year Award' gewonnen und der Preis waren 20 Runden in einem McLaren-Formel-1. Das war aber kein richtiger Test. Der kam erst Ende letzten Jahres in einem BAR. Das war nützlich, denn ich bekam auch einen Eindruck davon, wie fit man sein muss, um so ein Auto beherrschen zu können."

Mit 20 erster Test im 95er-McLaren-Mercedes

Frage: "Als Du 1995 den McLaren testen durftest, warst Du erst 20. Welche Erinnerungen hast Du noch daran?"
Firman: "Das ist sehr lange her, die Autos waren ganz anders und es wurden noch Slicks verwendet. Die Technologie hat sich seither stark weiterentwickelt und es war beim BAR-Test schon eine Überraschung für mich, wie anders sich alles anfühlte."

Frage: "Du hast eine Sitzanpassung hinter Dir und kennst auch ein paar Ingenieure. Wie ist der erste Eindruck?"
Firman: "Ich bin froh, Eddie wieder getroffen zu haben. Ich komme fantastisch mit ihm aus. Die Atmosphäre im Team ist sehr liebenswert und nach den ersten Tests sieht es nach einem vielversprechenden Jahr aus."

Frage: "Hast Du in all den Jahren jemals gedacht, dass der Formel-1-Zug ohne Dich abfahren würde?"
Firman: "Nein, nie. Es war immer mein Traum. Ich habe mich einfach auf das Wesentliche konzentriert und in jedem einzelnen Jahr mein Bestes gegeben, bis ich in einer Position war, von der aus ich wieder Rennen gewinnen konnte. Man muss Rennen gewinnen, um jemandem aufzufallen. Die Meisterschaft letztes Jahr gewonnen zu haben, hat mir viele Türen geöffnet."

Firman: "Ich möchte Punkte sammeln"

Frage: "Wie sehr wird es Dir als Neuling helfen, dass Dein Team die Option der Tests am Freitag wahrgenommen hat?"
Firman: "Das ist wertvoll. Ich bekomme so mehr Runden in Formel-1-Autos und kann die Strecken besser lernen. Außerdem kann ich mir für das Set-Up länger Zeit nehmen."

Frage: "Welche Ziele hast Du für diese Saison definiert?"
Firman: "Ich möchte Punkte sammeln. Das ist für mich und das Team sehr wichtig. Ich werde einfach rausgehen und jedes Wochenende mein Bestes geben. Langfristig will natürlich jeder Fahrer Rennen gewinnen und Weltmeister werden. Wir haben dieses Jahr ein exzellentes Paket, aber wir müssen das erste Rennen abwarten, um einschätzen zu können, wo alle stehen. Aber ich denke, wir haben eine gute Möglichkeit, in jedem Rennen in die Punkte zu fahren."

Frage: "Freust Du Dich auf die erste Saisonhilfe mit oder auf die zweite Saisonhälfte ohne die elektronischen Fahrhilfen mehr?"
Firman: "Zunächst einmal werde ich jeden Moment in einem Formel 1 genießen. Ich freue mich darauf, ohne die Elektronik zu fahren. Es wird sicher aufregender, mit vielen Überholmanövern – speziell am Start. Ganz interessant könnte es im Regen werden, wo wir vielleicht sogar einmal aufs Podium fahren können."

Rückkehr von Japan nach England geplant

Frage: "Wo wirst Du dieses Jahr wohnen?"
Firman: "Ich werde natürlich aus Japan wegziehen. Es wäre schön, irgendwo in der Nähe des Teams zu wohnen, damit ich so oft es geht in der Fabrik vorbeischauen kann. Aber im Augenblick habe ich noch keinen genauen Plan."

Frage: "Wie schwer sind Dir die ersten Jahre in Japan gefallen?"
Firman: "Es war sehr schwierig. Man fährt Rennen, um sie zu gewinnen – und es tut weh, wenn das nicht gelingt. Zum Glück habe ich mich nicht unterkriegen lassen, obwohl das die einfachste Möglichkeit gewesen wäre. Ich wollte immer nur Einsitzer fahren, um es in die Formel 1 zu schaffen. Jetzt hat es sich ausgezahlt."

Frage: "Hattest Du je Zweifel daran, ob es sinnvoll ist, nach Japan zu gehen?"
Firman: "Nein. Zu dem Zeitpunkt war es eine klare Entscheidung. Viele Fahrer haben es auf diesem Weg in die Formel 1 geschafft. Das zeigt, was für ein guter Weg das ist, um in die Formel 1 zu kommen. Die Leute unterschätzen oft, was für Talente in Japan sind. Es war genauso hart wie mit jeder anderen Konkurrenz, die ich zuvor hatte. Die Japaner reisen einfach nicht so gut, denke ich, denn Sato war der Erste, der sich in Europa wirklich behaupten konnte."

Frage: "Fisichella war immer schneller als seine Teamkollegen. Wie stehst Du ihm gegenüber?"
Firman: "Naja, ich war auch immer schneller als meine Teamkollegen! Es wird ein interessantes Jahr. Er ist ein großartiger Fahrer und ich freue mich darauf, viel von ihm zu lernen. Es gibt nichts Besseres als einen schnellen Teamkollegen, von dem man lernen und Daten übernehmen kann."

Firman wegen Familie "genetisch vorbelastet"...

Frage: "In Deiner Japan-Zeit kamen viele Deiner Formel-3-Gegner in die Formel 1. Wie hast Du das empfunden?"
Firman: "Es hat mich nur noch heißer darauf gemacht, selbst in die Formel 1 zu kommen und die Nippon-Meisterschaft zu gewinnen. Ich wusste ja, dass ich sie alle schon einmal geschlagen habe, also gab es keinen Grund, warum ich es nicht auch schaffen sollte."

Frage: "Dein Vater ist sicher stolz auf Dich."
Firman: "Ja, meine Familie ist sehr erfreut, wie es jede andere Familie auch sein würde."

Frage: "Was sind Deine frühesten Erinnerungen an den Motorsport?"
Firman: "Ich habe mich vom Rennsport meistens ferngehalten, aber ich erinnere mich daran, einmal bei klirrender Kälte nach Brands Hatch gegangen zu sein, um das Formel-Ford-Festival zu sehen. Ich war aber immer irgendwie im Motorsport, weil meine Familie ja Rennautos herstellt. Mein Interesse hat sich dann weiterentwickelt, als ich mit zehn Jahren im Kart begonnen habe."

Frage: "Welchen Druck erwartest Du während der Saison vom Team?"
Firman: "Ich muss einfach rausgehen und mein Bestes geben. Wenn ich wie immer fahre, wird es okay sein..."

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05.02.: 'Benson and Hedges' wieder Jordan-Hauptsponsor

Mit der Bestätigung von Ralph Firman als zweiter Pilot neben Fisichella war gestern eigentlich klar, dass 'Benson and Hedges' nach einer einjährigen Pause wieder Haupt- und Namenssponsor des Jordan-Teams werden würde. Heute wurde der millionenschwere Deal von beiden Seiten auch offiziell bestätigt.

Im Dorchester Hotel in London stellte Jordan heute seinen Neuzugang Firman den Medien vor – und bei dieser Gelegenheit wurde auch die Sponsorenfrage endgültig aus der Welt geräumt. Überraschend kam die Bekanntgabe ja nicht mehr, obwohl zwischendurch mit 'Red Bull' geflirtet wurde. Als jedoch klar wurde, dass der Getränkehersteller lieber noch ein Jahr bei Sauber anhängen möchte, stand einer Festigung der Ehe zwischen Jordan und 'Benson and Hedges' - mit höherem Etat als 2002 - nichts mehr im Wege.

"Ich kann erfreulicherweise bestätigen, dass 'Benson and Hedges' die achte aufeinanderfolgende Saison mit an Bord sein wird", erklärte Teamchef Eddie Jordan, der zuletzt von argen finanziellen Schwierigkeiten gebeutelt wurde. "Sie haben dem Team und dem Sport Loyalität erwiesen und ich bin sicher, dass wir mit Ralph an der Seite Giancarlo Fisichellas und dem neuen Jordan-Ford EJ13 eine aufregende Saison in den klassischen gelben Farben vor uns haben."

Der Ire dürfte angesichts dieser Neuigkeiten äußerst erleichtert sein, zumal das Budget für 2003 lange am seidenen Faden hing. Erst verabschiedete sich die 'Deutsche Post' samt Tochter 'DHL', dann wurde auch der Honda-Motorenvertrag gekündigt. Erst eine elegante Finanzierung der Ford-Cosworth-Aggregate sowie eine finanzielle Spritze von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone höchstpersönlich, die auch Minardi zugeschossen bekam, machten ein Überleben möglich.

Dass 'Benson and Hedges' nach einem Jahr als normaler Sponsor wieder in alter Manier auftritt, hat mehrere Hintergründe: Erstens hat sich die Krise nach dem 11. September 2001 auf den Konzern weniger schlimm ausgewirkt als zunächst angenommen worden war, zweitens sah man die Chance, bei der Fahrerwahl ein Wörtchen mitzureden, was zur Verpflichtung Firmans führte, und drittens wollte man den langjährigen Partner Eddie Jordan nicht den Bach runtergehen sehen.

Dementsprechend happy war bei der Bekanntgabe auch Neil England, Kommerzieller Direktor des Gallaher-Konzerns, zu dem 'Benson and Hedges' ja gehört: "Die kürzlich angeordneten Maßnahmen der FIA zur Gewährleistung des Spektakels und des Wettbewerbs in der Formel 1 stellen sicher, dass der Sport aufregend bleibt. 'Benson and Hedges' ist glücklich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Jordan Grand Prix und wir freuen uns auf eine großartige Saison für sie und für uns."

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04.02.: Offiziell: Ralph Firman neuer Jordan-Ford-Pilot

Der Brite Ralph Firman hat den Kampf um das letzte verbliebene Cockpit in der Formel 1 gewonnen und bei Jordan einen Dreijahresvertrag unterzeichnet – das hat das Team am Dienstagmittag offiziell bekannt gegeben. Um den Platz bei Jordan-Ford neben Giancarlo Fisichella waren lange Zeit neben Ex-Jaguar-Fahrer Eddie Irvine auch Ex-Sauber-Pilot Felipe Massa, BAR-Honda-Testfahrer Anthony Davidson sowie die Nachwuchstalente Gary Paffett und Richard Lyons im Rennen. Am Ende entschied sich Eddie Jordan für Firman, weil dieser die notwendigen 3 Millionen Euro an Sponsorengeldern im Schlepptau haben dürfte, die das Team so dringend benötigt.

Dabei wird Sponsor 'Benson and Hedges' bei der Entscheidung eine nicht ganz unerhebliche Rolle gespielt haben, der sich einen britischen Fahrer wünschte und dafür sein Budget aufstocken dürfte. Die Verhandlungen mit 'Red Bull' haben sich hingegen vermutlich zerschlagen. Dietrich Mateschitz wollte sich angeblich im Team einkaufen, was Eddie Jordan ablehnte. Aus diesem Grund hat schlussendlich auch der hoch eingeschätzte Brasilianer Felipe Massa nicht den Zuschlag erhalten.

"Davon habe ich immer geträumt", macht Ralph Firman klar, dass für ihn die Formel 1 das Höchste der Gefühle ist. Sein Vater – der ebenfalls Ralph heißt – war früher bei Lotus in der Formel 1 Mechaniker des zweifachen Weltmeisters Emerson Fittipaldi und gründete im Jahr 1973 den Formel-Ford-Chassis-Hersteller Van Diemen. Für das Van Diemen Racing-Team fuhren so bekannte Fahrer wie Ayrton Senna, Mark Blundell, Eddie Irvine und Mark Webber.

Ralph Firman sicherte sich im vergangenen Jahr im sechsten Anlauf mit vier Siegen, drei zweiten Plätzen und einem dritten Rang mit zwei Zählern Vorsprung auf Satoshi Motoyama den Titel der hoch angesehenen japanischen Rennserie. Mit 3-Liter-Mugen-Motoren im Heck war der 27-Jährige zusammen mit dem PIAA Nakajima-Team erfolgreich, das vom ehemaligen Tyrrell- und Lotus-Formel-1-Fahrer Satoru Nakajima geleitet wird.

1996 holte sich Firman den Titel der Britischen Formel-3-Meisterschaft und konnte dabei Juan-Pablo Montoya bezwingen. Der Titel brachte dem Briten den 'McLaren-Autosport young driver of the year award' ein. Außerdem gewann der am 20. Mai 1975 in Norwich geborene Rennfahrer den hoch angesehenen Macau-Grand-Prix.

Sein Debüt im Rennsport feierte der 1,85 Meter große Rennfahrer 1986 im Kart-Sport, wo er 1990 und 1992 Titel einfahren konnte, bevor er 1993 in der Formel Vauxhall-Serie in den Formel-Sport einstieg: "Ich begann den Rennsport als Hobby, als mir meine Eltern im Alter von 10 Jahren ein Go-Kart anschleppten. Danach fuhr ich nur in England und gewann viele Rennen. Dann unternahm ich die nächsten Schritte", erinnert sich Firman an seinen Karrierebeginn.

So wird Ralph Firman, der am liebsten ein Golf-Profi geworden wäre, wenn es mit der Rennfahrerkarriere nicht geklappt hätte, neben David Coulthard, Jenson Button und Justin Wilson der vierte Brite in der Formel 1 sein. Der Brite, der in den vergangenen Wochen für BAR-Honda testen durfte, war bereits in der Jordan-Fabrik, um sich einen Sitz anpassen zu lassen und wird beim nächsten Test des Teams ab dem 10. Februar in Barcelona ein zweites Chassis des EJ13 pilotieren.

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29.01.: Lichtblick für Jordan-Ford in Valencia

Nach dem Testdebakel in der vergangenen Woche mit einer Reihe technischer Probleme, wenig berauschenden Testszeiten und Ersatzteilen, die vom Flughafenpersonal in Barcelona verschlampt wurden, absolvierte das Jordan-Ford-Team am Dienstag in Valencia den ersten von insgesamt vier Testtagen – und das beinahe problemlos, denn erst anderthalb Stunden vor Trainingsende stoppte den EJ13 ein "kleines mechanisches Problem".

Giancarlo Fisichella hatte nach 66 Runden weniger als 0,3 Sekunden Rückstand auf Barrichello, was den zweiten Rang bedeutete. Auf dem Testprogramm standen Arbeiten am Setup: "Es war gut, dass wir heute normal testen konnten und auch wenn wir hier und da noch etwas zu tun haben, konnten wir Fortschritte machen", so Gary Anderson, Technischer Direktor des Teams. "Wir hatten heute kein größeres Problem und wir beginnen, das Auto besser zu verstehen. Es ist ermutigend, dass wir hier eine Sekunde schneller sind als im letzten Jahr."

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29.01.: Jordan: "Es sollte nicht sollen sein"

Einst begann Eddie Irvine seine Formel-1-Karriere im Team von Eddie Jordan. Ein wenig traurig ist der "große Eddie" schon, dass Irvine die Formel 1 verlässt: "Ich kenne Eddie schon so lange, bin sogar gegen seinen Vater Rennen gefahren", wird der Ire von 'GMM' zitiert. "Er war einer der besten Charaktere in der Formel 1 und man wird ihn vermissen. Der Sport ist aber größer als jeder Fahrer. Ich denke nicht, dass wir zu sehr betroffen sein sollten, denn Persönlichkeiten kommen und gehen eben."

Gerne hätte der Teamchef seinen ehemaligen Fahrer wieder in das Team zurückgeholt: "Von meiner Seite aus gab es eine Menge Gründe, einen Deal zustande kommen zu lasen. Es wäre vielleicht schön gewesen, wenn er seine Karriere hier beenden hätte können, aber ich möchte einfach, dass das Team dafür bekannt bleibt, junge Fahrer in den Sport zu bringen. Eddie hat sich vom Rest sehr unterschieden und ich habe ihn verstanden, weil wir beide Iren sind, aber einige Leute mochten ihn nicht."

Laut Jordan sei es vor allem einigen Sponsoren gegenüber schwer zu vermitteln gewesen, dass Irvine nun eine drastische Gehaltskürzung akzeptiert, wo er doch bei Jaguar in den letzten Jahren so extrem gut verdient hatte. Auch seine manchmal nach außen hin lustlos wirkende Arbeitsweise habe sich bei den Verhandlungen als problematisch herausgestellt: "Manche Sponsoren haben ihn geliebt, andere dachten, dass sein Auftreten nicht gut für das Team ist. Ich habe den Kerl gemocht und dachte, dass er großartig ist. 'Benson and Hedges' hat das gleiche gedacht – aber es sollte nicht sollen sein."

Mittlerweile gilt es als so gut wie gesichert, dass Felipe Massa neuer Teamkollege von Giancarlo Fisichella werden wird und wohl 'Red Bull' als neuen Sponsor des Teams mit in das Team bringt. Eddie Jordan bestätigt, dass man mit dem jungen Brasilianer verhandelt: "Massa ist ein junger Kerl, der sehr gute Arbeit verrichten würde, wenn man ihm eine weitere Chance gibt." Eine offizielle Bekanntgabe soll schon in den nächsten Tagen erfolgen.

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18.01.: Jordan verlängert mit Bridgestone

Das Jordan-Ford-Team hat bestätigt, dass man auch in der kommenden Formel-1-Saison auf die Reifen der japanischen Marke Bridgestone setzen wird. Das Team von Eddie Jordan arbeitet mit Bridgestone bereits seit der Saison 1999 zusammen und hat seitdem zwei Rennsiege und sechs weitere Platzierungen auf dem Podium eingefahren.

"Bridgestone war für Jordan über die letzten vier Jahre hinweg ein sehr wichtiger Partner und ich bin sehr froh, dass wir unsere Partnerschaft verlängern", so der irische Teamchef. "Das Jordan-Ford-EJ13-Paket, mit dem Chassis von Henri Durand und Gary Anderson, in Kombination mit der Ford-Cosworth-RS-Power und den Bridgestone-Reifen, wird ein starker Teilnehmer sein und wir freuen uns auf eine Saison guten Rennsports."

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18.01.: Giancarlo Fisichella ist vom EJ13 begeistert

Wird die 13 die neue Glückszahl von Eddie Jordan? Viel versprechend verlief jedenfalls der erste Funktionstest des neuen Jordan EJ13 am Dienstag im britischen Silverstone, den das Team fern ab von den Blicken der Öffentlichkeit durchführte. Dennoch bekamen einige Fotographen Wind von der Jungfernfahrt und bekamen das neue, noch völlig unlackierte Auto vor die Linse.

Passenderweise an seinem 30. Geburtstag durfte Giancarlo Fisichella das neue Auto ausprobieren, das kaum Ähnlichkeiten mit dem Vorgängermodell hat. Die Aerodynamik wirkt extrem windschlüpfrig, die Nase und das Heck sehr tief. Und im Heck steckt mit dem Vorjahresmotor von Jaguar, Stand Monza, ein potenter Zehnzylinder, der zumindest mehr Leistung haben dürfte als der letztjährige Honda-Motor, mit dem man 2002 fuhr. Drei Jahre lang wird Jordan mit Ford Europa und Cosworth Racing kooperieren, was auch an den Jordan-Trucks ("powered by Ford") zu erkennen ist.

Der komplett neu entwickelte EJ13 wurde vom Design-Team rund um Chefdesigner Henri Durand und Technikdirektor Gary Anderson entworfen und wird die ersten Tests bis zur Enthüllung der Lackierung für 2003 im schwarzen Kleid absolvieren. Da noch nicht einmal der Hauptsponsor feststeht, würde es auch wenig Sinn machen, das Auto temporär zu lackieren. "Das Ziel des Teams ist es, einen maximalen Eindruck für bestehende und neue Sponsoren zu hinterlassen, wenn das Auto offiziell vorgestellt wird", heißt es in einer Mitteilung des Teams. Wann das neue Auto präsentiert werden wird, steht noch nicht fest.

Wie viele Kilometer Giancarlo Fisichella am Dienstag in Silverstone absolvierte, gab das Team nicht bekannt, aber der Römer zeigt sich zufrieden: "Dies war ein guter Start, ich bin von der Leistung aber auch vom Auto, das nicht nur sehr nett aussieht, sondern auch sehr aggressiv und einfach zu fahren ist, begeistert. Alles lief ohne Probleme nach Plan, ich freue mich aus diesem Grund auf den Testbeginn am Montag in Barcelona."

Um 11 Uhr Ortszeit war das Team auf einer abgesperrten Fläche des Kurses auf die Strecke gegangen, am Mittag war das Testprogramm vorerst beendet: "Es hat uns die Möglichkeit gegeben, das Auto zu fahren, um das elektronische Setup zu überprüfen und sicher zu stellen, dass die wichtigen Systeme wie der Wasser- und Ölkreislauf sauber funktionieren, bevor wir nach Barcelona gehen", so Gary Anderson.

Der Brite weiter: "Es ist schön, einen Plan vor fünf Monaten festgelegt zu haben und ihn auf eine Stunden genau einzuhalten. Jeder hat hart gearbeitet und einen guten Job erledigt. Das Auto ist im Moment kompletter als im vergangenen Jahr, als wir zum ersten Rennen nach Melbourne fuhren. Und es hat die Vorgaben in Sachen Aerodynamik und Gewicht exakt erfüllt."

Auch Henri Durand ist zufrieden: "Der EJ13 ist ein sehr wichtiges Auto für Jordan Grand Prix. Vor fünf Monaten hat unser technisches Team die technischen Ziele festgelegt und wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Das Konzept des Autos basiert auf einer guten aerodynamischen Effizienz. Wir haben unsere gute Erfahrung hier bei Jordan aber auch jene bei unseren neuen Partnern von Cosworth Racing genutzt. Der Ford Cosworth RS-Motor ist natürlich ein sehr wichtiger Aspekt des neuen Autos, das leicht auf das neue Design umgestellt werden konnte. Der neue Motor hat alle Qualitäten, die wir von einem Top-Triebwerk erwarten."

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18.01.: Ecclestone musste Jordan und Minardi retten

Es ist kein Geheimnis, dass die Teams Jordan und Minardi um ihr Überleben kämpfen. Beide Teams stehen im Moment ohne einen Hauptsponsor da, bei Jordan verließ die 'Deutsche Post' das Team, bei Minardi läuft die 'Go KL'-Kampagne aus, nachdem Alex Yoong das Team als Einsatzfahrer wegen mangelnder Leistungen verlassen musste. Ferner müssen beide Teams kommende Saison teuer Motoren einkaufen, nachdem Jordan Werkspartner Honda und Minardi Asiatech verloren hat.

Jordan und Minardi mussten bereits im letzten Jahr Mitarbeiter entlassen und das Minardi-Team erhielt die ursprünglich dem Prost-Team zustehenden TV-Gelder, um die Saison 2002 überhaupt zu Ende fahren zu können. Nun hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wieder TV-Gelder umverteilt, um das Überleben der beiden Teams zu ermöglichen. Die rund 30 Millionen Euro, die in dieser Saison eigentlich an das Arrows-Teams gezahlt worden wären, soll der Brite nach einem Bericht der 'Times' zwischen Jordan und Minardi aufgeteilt haben.

Dabei darf aber auch nicht vergessen werden, dass dazu die Zustimmung der restlichen acht Teamchefs notwendig gewesen ist. Bei der Umverteilung der Prost-Gelder gab es letztes Jahr in diesem Zusammenhang einen "Streit", bei dem einige Teamchefs forderten, dass die Gelder unter allen Teams aufgeteilt werden und nicht komplett an Minardi gehen. Damals versprach Ecclestone, dass er zur Not die gleiche Summe aus seiner eigenen Schatulle aufbringen würde. Der Brite steht unter Zugzwang, denn er garantiert als Promoter den Veranstaltern, dass er mit mindestens 20 Autos anreisen wird.

"Ohne dies hätten wir David Copperfield in Bestform benötigt, der uns jede Menge Hasen aus dem Hut zaubert", lobt Eddie Jordan den Einsatz Ecclestones. "Nun können wir zu Sponsoren gehen und ihnen sagen, dass wir definitiv dabei sind. Ich kann nun mit der Hand auf dem Herzen sagen, dass das Team bis Ende dieses Jahres bei der Musik sein wird." Teamchef Paul Stoddart fügt hinzu: "Es gab die einstimmige Meinung, dass wir uns nicht weniger als zehn Teams leisten können. Das nimmt uns eine Menge Druck und schafft alle Zweifel aus der Welt, ob wir die kommende Saison komplett bestreiten können oder nicht."

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15.01.: Neuer Jordan erblickte das Licht der Welt

An seinem 30. Geburtstag durfte Giancarlo Fisichella – der bisher einzig bekannte Jordan-Fahrer für die kommende Saison – den neuen EJ13 in Silverstone am Dienstag bei einem kurzen Funktionstest völlig unlackiert ausprobieren. Das Team gab weder bekannt, wie viele Runden man drehte noch welche Zeiten realisiert wurden oder ob es Probleme gab. Interessant war auch die neue Lackierung der Jordan-Trucks, die nun mit dem Schriftzug "Jordan – powered by Ford" versehen sind. Es war das erste Mal, dass ein Formel-1-Auto mit dem Ford-Logo seit der Saison 1999 (damals mit Stewart) ausrückte.

Nach dem Wechsel des Motorenpartners von Honda zu Cosworth, musste das Jordan-Team seit dem Saisonfinale in Suzuka bisher auf Testfahrten verzichten, da der Ford Cosworth RS1, den das Jaguar-Team in der vergangenen Saison einsetzte und den in einer etwas schwächeren Version in der kommenden Saison auch das Minardi-Team verwenden wird, nicht in das Auto einzubauen war. Aus Kostengründen verzichtete das Team von Eddie Jordan auf den Bau eines Interims-Autos.

Am 20. Januar wird der neue Jordan Ford EJ13 erstmals ausführlich getestet werden. Giancarlo Fisichella wird das neue Auto auf dem spanischen Kurs von Barcelona bewegen. Bis einschließlich 24. Januar wird man dann das neue Auto in Barcelona auf Herz und Nieren überprüfen. Vom 28. bis 31. Januar geht es anschließend nach Valencia, wo vom 10. bis 13. Februar ein weiterer Test eingeplant ist. Die letzten Versuche vor dem Saisonstart am 9. März im australischen Melbourne werden vom 17. bis 20. Februar in Barcelona stattfinden.

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