| Das Jordan-Team konnte im Großen Preis von Deutschland nicht von der guten Startposition von Giancarlo Fisichella profitieren. Zunächst war der von Platz 6 gestartete Italiener beim Rennstart gleich zwei Plätze zurückgefallen. Im Rennen konnte er den am Samstag in der Qualifikation gezeigten Speed jedoch nicht gehen. Am Ende wurde dem "Römer" der verpatzte Boxenstopp und ein Motorschaden der erstmalig von Honda im Rennen eingesetzten letzten Ausbaustufe zum Verhängnis. Nach 60 Runden versagte das Aggregat seinen Dienst. Einen starken Grand Prix fuhr Takuma Sato, der nicht nur als einziger Honda-Pilot ins Ziel kam, sondern als Achter abgewunken wurde und damit seine beste Leistung in einem Rennen in dieser Saison zeigte. "Platz acht ist mein bestes Rennergebnis bislang und ein großartiges Resultat für mich", freute sich Takuma Sato nach der Zielankunft. "Es ist sehr schade, dass ich nicht in den Punkterängen ins Ziel kam, doch ich komme ihnen näher. Ich hatte ein aufregendes Rennen und konnte einige Fahrer mit gewagten Manövern überholen, was wirklich Spaß gemacht hat. Die Boxenstoppstrategie funktionierte auch wunderbar. Am Ende des Rennens verlor das Auto ein wenig an Stabilität, jedoch fuhr ich weiter. Mit Blick nach vorne muss man sagen, dass unsere gute Form viel versprechend ist und Punkte zu holen ist nun mein nächstes Ziel." "Ich hatte ein Problem mit der Kupplung bei meinem ersten Boxenstopp und das Team hatte Schwierigkeiten mit dem rechten Vorderrad, weshalb ich einige Zeit verlor", erklärte Giancarlo Fisichella warum er beim Boxenstopp so lange gestanden hatte. "Das Auto fuhr sich fantastisch, weshalb diese Probleme schon sehr schade sind. Ich bin auch enttäuscht darüber ausgefallen zu sein, doch wir werden besser und ich freue mich deshalb schon auf das nächste Rennen", so das Statement des Italieners. Eddie Jordan, Teamchef: "Wir hatten heute mit Giancarlo die Chance auf den sechsten Platz, jedoch kostete uns ein Problem mit dem rechten Vorderrad viel Zeit und am Ende ging der Motor kaputt. Takuma fuhr ein gutes Rennen und von Platz 12 losgefahren am Ende als Achter ins Ziel gekommen zu sein ist schon etwas. Ich bin guter Dinge was die Zukunft anbelangt, denn unsere Performance ist besser geworden. Ich bin nur sehr enttäuscht darüber, dass wir aus diesem Rennen keine Punkte mitnehmen." |
| Auf den Plätzen 14 und 16 beendeten heute die Jordan-Honda-Piloten nach dem Freien Training den ersten Arbeitstag auf dem verkürzten Hockenheimring. Nachdem Takuma Sato in der ersten Trainingsstunde nach 21 Runden gute 2 Sekunden auf die schnellste Rundenzeit gefehlt hatten, konnte der Japaner diesen Abstand im Verlauf der zweiten Session verkürzen. Am Ende betrug seine persönliche Bestzeit 1:17.684 Minuten, womit ihm 1,598 Sekunden auf den Tagesschnellsten fehlten und er Platz 14 im Freitagsklassement belegte. Zwei Plätze hinter dem Mann aus Tokio tauchte sein, nach dem Unfall im Freien Training in Frankreich wieder genesener, italienischer Teamkollege auf. Giancarlo Fisichella konnte in den letzten Minuten der zweiten Trainingsstunde im Gegensatz zu den anderen Fahrern jedoch keine Verbesserungen erzielen. Ursache hierfür war ein Motorschaden an seinem Jordan-Honda. So reichte die bis dahin gefahrene Rundenzeit von 1:17.805 Minuten nur für Platz 16. "Das ist das erste Mal an einem Grand Prix-Wochenende, dass ich im Vergleich zu allen anderen keinen Nachteil hatte weil ich die Strecke nicht kenne. Für uns alle ist das ein neuer Kurs und damit ist es fair", sagte Takuma Sato im Anschluss an das Freie Training. "Am Vormittag waren wir recht konkurrenzfähig, auch auf der noch ziemlich rutschigen Strecke. Als dann mehr Grip da war, da fielen wir ein wenig zurück", analysiert der Japaner. "Die Rundenzeiten kann man aber nur schwer interpretieren, denn es ist ja eine neue Strecke und man weiß auch nie mit wie viel Benzin die anderen unterwegs sind. Deshalb bin ich wirklich optimistisch was den Samstag angeht, denn das Handling des Autos ist viel besser und ich spüre, dass ich hier hart pushen kann." Sato weiter: "Die Strecke unterscheidet sich jetzt doch sehr von dem originalen Hockenheimring den ich kannte. Mein erster Eindruck ist der, dass es ein netter, ebener und auch breiter Kurs ist auf dem es Spaß macht zu fahren und der eine gute lange Gerade und eine beeindruckende Überholmöglichkeit bei der Harnadelkurve bietet." "Am heutigen Tag war nichts besonderes", stellte Giancarlo Fisichella fest. "Am Ende hatte ich einen Motorschaden, was ärgerlich war weil ich auf neuen Reifen unterwegs war. Wir haben noch ein paar Probleme mit Untersteuern auf neuen Reifen und Übersteuern auf angefahrenen Reifen, weshalb wir noch das beste Setup erarbeiten müssen. Die neue Strecke ist komplett anders. Es gibt ein paar Stellen wo es wellig ist, besonders beim Anbremsen der beiden Haarnadelkurven, doch ich mag den Verlauf und genieße es hier zu fahren." Gary Anderson, Direktor der Renn- und Testabteilung: "Wir haben heute die Reifen miteinander verglichen und es ist offensichtlich, dass wir noch etwas Abstimmungsarbeit zu erledigen haben. Es gab heute aber keine großen Probleme. Giancarlo hatte einen Motorschaden am Ende, doch er verlor nur zwei oder drei Runden, weshalb das zu verschmerzen ist. Ein wirklich problemloser Tag." |
| Das Formel-1-Team Jordan ist zuversichtlich, dass der Italiener Giancarlo Fisichella am kommenden Sonntag beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim wieder starten kann. Man müsse allerdings noch warten, ob der 29-Jährige am Donnerstag den medizinischen Test bei Formel-1-Arzt Sid Watkins besteht. "Aber wir sind sehr optimistisch, dass er in Ordnung sein wird", sagte Jordan-Sprecherin Helen Temple. Fisichella durfte auf Anweisung von Watkins nach einem schweren Unfall im Freien Training zum Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours nicht am Zeittraining teilnehmen und hatte auf medizinischen Rat auch auf den Start im Rennen verzichtet. "Wir schauen noch nach möglichen Alternativen, aber nur als Vorsichtsmaßnahme", sagte die Teamsprecherin. Nach Fisichellas Rennverzicht hatte Teamchef Eddie Jordan kurzfristig versucht, den Mönchengladbacher Arrows-Piloten Heinz-Harald Frentzen zu verpflichten, der sich nicht qualifiziert hatte. Frentzen hatte jedoch wegen möglicher rechtlicher Verwicklungen abgelehnt. Der 35-Jährige war vor einem Jahr von Jordan entlassen worden und kämpft vor Gericht noch um rund 7,5 Millionen Euro Gehalt. Unterdessen glaubt die Fachzeitung 'auto, motor und sport' zu wissen, dass sich eine Rückkehr von Heinz-Harald Frentzen zu Jordan abzeichnet. Ein Indiz dafür sei gewesen, dass Eddie Jordan den Mönchengladbacher schon als Fisichella-Ersatz in Frankreich verpflichten wollte. Hinter dem Wunsch steckt Sponsor Deutsche Post, die einen Rückzug aus der Formel 1 überdenkt und sich für das kommende Jahr einen deutschen Fahrer wünscht. Das Fachmagazin will außerdem wissen, dass Jordan 2003 mit Cosworth-Motoren statt Honda-Power startet. Entsprechendes dementierte der Ire. Das Frentzen-Management will solche Berichte im Moment nicht bestätigen, man stehe auf "Stand-By" heißt es. Eddie Jordan hatte in Magny-Cours erklärt, dass die Entlassung Frentzens im Prinzip ein Fehler gewesen sei und jene Leute, mit denen es damals Spannungen gegeben hatte, längst nicht mehr im Team seien. Neben Jordan wird Frentzen immer wieder als heißer Kandidat auf einen Platz bei Toyota gehandelt. |
| Als kurze Zeit nach dem Rennstart der Regen auf die Rennstrecke von Silverstone niederfiel, da schien es fast schon so als wären die Wünsche des Jordan-Teams erhört worden. Die Mannen rund um Eddie Jordan und Gary Anderson hatten nämlich auf einen verregneten Grand Prix gehofft, da man wusste, dass man nur bei feuchter Strecke in der Lage wäre um die Punkteränge zu kämpfen. Trotz großen Einsatzes sah Giancarlo Fisichella schlussendlich aber nur auf dem undankbaren siebten Platz die schwarz-weiß-karierte Flagge. Takuma Sato hatte seinen Jordan EJ12 acht Runden vor Rennende wegen eines kapitalen Motorschadens abstellen müssen. "Der siebte Platz geht in Ordnung", erklärte Giancarlo Fisichella nach dem Rennen. "Natürlich wäre es aber schön gewesen heute Punkte zu holen", war der Italiener auch ein klein wenig enttäuscht. "Ich fuhr heute gut, hatte aber mit den harten Trockenwetterreifen nur wenig Grip - es war sehr rutschig und das Auto war nervös. Es war einfach nicht leicht, doch ich gab mein Bestes und das gilt auch für das Team. Unser Problem war, dass wir von Startplatz 17 gestartet waren." "Wirklich sehr schade, vor allem nachdem es im Warm Up recht viel versprechend ausgesehen hatte", konnte Takuma Sato seine Enttäuschung über den ihn aus dem Rennen werfenden Motorschaden nicht verbergen. "Als es ziemlich stark zu regnen begann, wollte ich zurück an die Box, um die Reifen wechseln zu lassen, jedoch war Giancarlo schon drin und das Team befahl mir draußen zu bleiben. Jenes waren die kritischen Runden und ich verlor da einige Zeit. Nachdem ich auf Intermediates unterwegs war stimmte das Handling. Beim anschließenden Stopp ließ ich dann Trockenwetterreifen aufziehen. Leider ging dann kurz danach der Motor hoch. Das war frustrierend, jedoch ist es nun einmal so. Nächstes Rennen bitte." Eddie Jordan, Teamchef: "Wir hatten heute die Chance Punkte zu erzielen und Giancarlo und Takuma fuhren beide wirklich gut. Takumas Motorschaden war wirklich eine große Schande und mir tut es für alle Teammitglieder hier vor Ort Leid kein besseres Ergebnis erzielt zu haben. Ich bin mir aber sicher, dass wir noch bessere Rennen haben werden." |
| Für Giancarlo Fisichella war der Samstag kein guter Tag gewesen. Schon das Freie Training hatte für den Italiener mit einem defekten Motorensensor schlecht begonnen, denn durch das Problem hatte er die ersten 45 Minuten und auch viel Zeit in der zweiten Session verloren. Vor der Qualifikation wechselte das Team dann vorsorglich die Motoren an den beiden Einsatzautos von Fisichella und Sato, doch dem Römer war Fortuna heute nicht wohlgesonnen. Gleich bei seinem ersten Versuch ging der Honda-Zehnzylinder kaputt, weshalb er anschließend in dem ihm zur Verfügung stehenden T-Car auf die Strecke gehen musste. Im Ersatzauto gelang dem 29-Jährigen jedoch nur eine persönliche Bestzeit von 1:21.636 Minuten, womit er nicht nur langsamer als sein Stallgefährte gewesen war, sondern am Sonntag von Startplatz 17 ins Rennen gehen muss. "Das war für mich im Vergleich zu gestern ein schrecklicher Tag. Wir hatten heute Vormittag Probleme und ich verlor deshalb die erste und fast auch die komplette zweite Session. Insgesamt war ich nicht mehr als 20 Minuten auf der Strecke unterwegs gewesen", schilderte Fisichella. "Während meines ersten Versuchs in der Qualifikation ging dann der Motor hoch. Ich bin sehr enttäuscht. Ich fuhr anschließend im T-Car auf die Strecke, jedoch hatte ich darin nicht dasselbe Gefühl wie in meinem Auto. Nun hoffe ich, dass wir alle Probleme aufgebraucht haben und es morgen im Rennen nass sein wird", sieht Fisichella nur Chancen für sich wenn das Wetter mitspielen sollte. Für Takuma Sato waren die Freien Trainings am Samstag hingegen ohne Probleme verlaufen. Erst in der Qualifikation gab es Schwierigkeiten am Auto des Japaners, als sich während eines Versuches die Nase löste und er deshalb zum Wechsel der Frontpartie die Garage noch einmal ansteuern hatte müssen. In 1:21.337 Minuten konnte Sato Startplatz 14 herausfahren. "Es war eine schwierige Qualifikation für das Team", erklärte der 25-Jährige im Anschluss an die einstündige Session. "Bei mir gab es während meines zweiten Versuchs ein Problem mit der Nase, dessen Ursache gerade vom Team untersucht wird. Mein erster Versuch war nicht schlecht gewesen, jedoch war das Auto in den Hochgeschwindigkeitskurven total nervös. Die Streckentemperaturen stiegen die ganze Zeit über an, wodurch das Graining bei den Reifen einzusetzen begann. Dadurch verlor ich Grip und konnte meine Zeit dann nicht mehr verbessern. Ich denke, dass ich heute 100 Prozent gegeben habe, jedoch hätte ich, wenn ich nur ein Zehntel schneller gewesen wäre, einige Plätze weiter vorne starten können." "Ich muss wohl nicht erst erwähnen, dass das heute ein wenig enttäuschend war, "sagte Gary Anderson. "Bei Giancarlos erstem Versuch ging der Motor kaputt und anschließend kam er nie mit dem T-Car zurecht. Takuma leistete kompetente Arbeit und wir müssen die Startplätze, die wir herausgefahren haben, nach der heutigen Leistung akzeptieren. |
| Einen guten Start in das Rennwochenende zum Großen Preis von Großbritannien erlebte heute das Team von Eddie Jordan. Durch den Regen konnte man, wie es sich Gary Anderson im Vorfeld gewünscht hatte, im Freien Training weit nach vorne fahren. Im ersten Freien Training hatte Giancarlo Fisichella schon in 1:36.242 Minuten die sechstschnellste Zeit realisieren können. In der zweiten Trainingsstunde verbesserte der Italiener dann seine Zeit auf 1:33.434 Minuten und belegte so am Ende des ersten Tages den dritten Platz in der Zeitentabelle. Takuma Sato landete, nachdem er in der ersten Stunde auf Platz 9 gelegen hatte, mit seiner persönlich schnellsten Zeit von 1:33.901 Minuten auf dem fünften Platz. Im Anschluss an das Freitagstraining zeigten sich beide Piloten folglich sehr zufrieden und hoffen unter ähnlichen Bedingungen auch am Samstag und Sonntag gut abschneiden zu können. Giancarlo Fisichella: "Das Auto funktionierte heute gut, was es unter nassen Bedingungen überlicherweise immer tut. Ich war recht zuversichtlich und wir arbeiteten an unserem Setup und schlugen dabei die richtige Richtung ein. Wir sind nun recht optimistisch für den morgigen Tag. Wenn es nass sein sollte, dann könnten wir uns für die dritte oder vierte Startreihe qualifizieren. Wenn es jedoch trocken sein sollte, dann könnte es schwierig werden das Auto in die Top 10 zu stellen." Takuma Sato: "Das war ein sehr guter Tag. Bridgestone hat uns einen sehr guten Intermediate-Reifen hier hergebracht, wodurch wir so schnell fahren konnten. Giancarlo und ich haben keine Probleme im Regen zu fahren und wir beide genossen es heute unterwegs zu sein. Ich kenne diese Strecke und konnte deshalb von Beginn an schnell fahren, denn ich musste den Kurs ja nicht erst kennen lernen. Aus diesem Grund hatte ich viel Zeit für das Ausprobieren der Reifen und für die Abstimmungsarbeit." Das T-Car wird in der Qualifikation für Giancarlo Fisichella vorbereitet sein. |
| Aus welchem Grund stellt sich ein Rennfahrer dem Wettkampf und tritt gegen mehr als ein Dutzend mindestens genauso hoch motivierter Kontrahenten an? Ganz eindeutig nicht wegen des Geldes oder des Ruhms, den er durch Siege erlangen kann, sondern weil ihm das Rennfahren in den Genen liegt und sprichwörtlich das Benzin durch die Adern fließt. Befragt man die Formel-1-Piloten nach ihrer Motivation sich alle vierzehn Tage in ein über 800PS leistungsstarkes Auto zu setzen, um auf der Rennstrecke um die Wette zu rasen, dann hört man immer wieder eine Aussage: Es ist meine Bestimmung und macht mir großen Spaß. Die Freude am Rennfahren ist es auch die Eddie Irvine drei Jahre lang bei Jaguar Racing gehalten hat, einem Team das ganz nach oben wollte und von Saison zu Saison in der Konkurrenzfähigkeit nachließ anstatt zuzulegen. Vor dem Großbritannien-Grand Prix, bei dem der Rennstall aus Milton Keynes seinen Piloten mit dem R3B einen verbesserten Boliden zur Verfügung stellt, hat Eddie Irvine klar gemacht, dass er im Falle einer weiteren Enttäuschung bei den "Raubkatzen" mit dem Ablauf seines Vertrages aussteigen wird. Sogar ein Karriereende hat der 36-Jährige nicht ausgeschlossen. Bevor er aber endgültig seine Rennfahrerhandschuhe an den Nagel hängen wird, dürfte sich der Nordire noch einmal gründlich nach einem konkurrenzfähigerem Team für 2003 umschauen. Er will seine Option abwägen, ließ der Noch-Jaguar-Pilot schon einmal wissen. Eine Möglichkeit könnte sich für ihn dabei bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Jordan Grand Prix ergeben, zumindest hat dies der Teamchef des Rennstalls gegenüber dem 'BBC' so angedeutet. "Eddie besitzt sehr viel Erfahrung und Wissen. Er ist schnell und ich glaube, dass wir ihm bei Jordan die Motivation geben könnten die er jetzt vermisst", deutete Eddie Jordan viel versprechend an, dass er an den Diensten Irvines interessiert ist. "Ich glaube, dass er eine Veränderung braucht. Er fühlt, und wir tun das auch, dass Jordan für ihn wie ein Zuhause ist." Die Verbundenheit zum Nordiren kommt nicht von ungefähr, denn Irvine fuhr 1993, 1994 und 1995 für die damals im Formel-1-Zirkus zunächst belächelte Truppe. Sollte er bei Jaguar trotz des rundum verbesserten R3B keine Fortschritte erkennen können, so wäre die Rückkehr in das Team in dem seine Karriere einst begann eine Möglichkeit. Jordan würde unter Umständen durch eine Verpflichtung Irvines auch mehr britische Sponsoren gewinnen können, denn der Wert Irvines als Rennfahrer und im Bereich PR darf nicht unterschätzt werden. Einziges Problem: Mit Fisichella und Sato sind bereits zwei Piloten langfristig an Jordan gebunden. Während Jordan mit Fisichella höchst zufrieden ist, hat Sato bislang noch nicht so recht überzeugen können. Schlussfolgerung: Unter Umständen könnte er den Japaner zum Testfahrer degradieren. Eine leistungsbezogene Klausel dürfte sich nämlich auch dessen Vertrag finden. Und schlussendlich gilt ja auch noch die alte Weisheit: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. |
| Formel-1-Teamchef Eddie Jordan ist um eine Auszeichnung reicher. Am Mittwoch bekam er von der Universität von Ulster (DUniv) die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste im internationalen Sport bei einer feierlichen Veranstaltung in der Waterfront Hall in Belfast, Nordirland, verliehen. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung von Professor John Wilson. Bei seiner Rede dankte Jordan im Namen aller diesjährigen Absolventen der Universität. "Die verlässliche Ausbildung, die ich in Dublin genossen habe, ist mir während meiner 35-jährigen Karriere im Motorsport immer hilfreich gewesen. Um das Beste aus der Ausbildung zu machen, muss man sich selbst klare Ziele setzen. Durch meine Arbeit mit einigen der besten Fahrer habe ich gelernt, dass man, um seine Ziele erfolgreich erreichen zu können, vollkommen an sich selbst glauben muss. Zusammen mit dem erlernten Wissen, klaren Zielen und Selbstvertrauen, kann man seine Ambitionen im Leben erreichen." Im Anschluss an die Abschlusszeremonie, welche er mit seiner Frau Marie besucht hatte, sagte Jordan: "Das heute war eine wunderbare Erfahrung und die Menschen aus Nordirland haben uns sehr gut behandelt. Es ist ein stolzer Moment und ich bin begeistert auf diese Art und Weise geehrt zu werden." Neben Eddie Jordan erhielt auch noch der Jockey Tony McCoy die Ehrendoktorwürde. Für Karoly Gaston, einen Jordan-Fan der Mitglied im Club des Rennstalls ist, erfüllte sich ein Traum, als sie nach dem Empfang ihres Abschlusszeugnisses zusammen mit Eddie Jordan fotografiert wurde. An den kommenden drei Tagen werden über 2.500 Studenten, die am Campus in Jordanstown und Belfast studierten, weitere Auszeichnungen in Form von Diplomen bis hin zu Doktorwürden entgegennehmen. Die Universität von Ulster ist Nordirlands größte Universität; allein 12.000 Studenten zählt der Jordanstown Campus. |
| Nachdem sich das Jordan-Team zuletzt über je zwei WM-Punkte beim siebten, achten und neunten WM-Lauf hatte freuen können, fand diese Serie zunächst durch die Kollision zwischen Fisichella und Sato beim Rennen auf dem Nürburgring ein Ende. Beim nun bevorstehenden Großen Preis von Großbritannien möchte das Team von Eddie Jordan solche Zwischenfälle aber tunlichst vermeiden und das Punktekonto nach Möglichkeit mit weiteren WM-Zählern auffüllen. Gerade vor den zahlreich versammelten Fans und vor den Augen der geladenen Sponsoren und den Angestellten aus der Fabrik, wäre es schön, am Ende des Rennwochenendes einen Grund zum Feiern zu haben. Vorbereitet hat man sich jedenfalls in der letzten Woche recht gut. An drei Tagen konnten Takuma Sato und Giancarlo Fisichella in Barcelona insgesamt 219 Runden zurücklegen. Hauptsächlich konzentrierte man sich auf die Optimierung der Bremsen, testete einen verbesserten Frontflügel und Reifen von Bridgestone. Teamchef Eddie Jordan ist jedenfalls froh, dass der Formel-1-Zirkus einmal wieder Halt in Silverstone macht: "Es ist schön, zurück in Silverstone zu sein, denn von hier begann für uns alles und jetzt ist hier unser Zuhause. Wir tun alles, damit unsere Angestellten und ihre Familien das Rennen zusammen genießen können. Ich bin jedes Jahr aufs Neue von der Überstützung durch die Fans, besonders die des Club Jordan, überrascht. Die Tatsache, dass wir auch aus Irland eine Menge Unterstützung erfahren, denn der Grand Prix ist für die irischen Fans derjenige der ihrer Heimat am nächsten ist, macht dieses Rennen noch bedeutender." Der Direktor des Renn- und Testteams, Gary Anderson, hofft auf ein wenig Unterstützung durch das Wetter und würde gerne typisches Regenwetter sehen, da dadurch die Chancen für ein gutes Abschneiden der Gelben steigen würden: "Silverstone ist eine ziemlich fordernde Strecke auf der man ein Auto benötigt dessen Aerodynamik, Mechanik und Motorpower gut ist. Deshalb wird es in jeder Hinsicht ein herausforderndes Rennen. Uns würde es besser passen, wenn wir ein feuchtes Wochenende erleben, doch dafür gibt es leider keine Garantien. Es ist schön daheim zu fahren und hoffentlich wird es ein gutes Rennen für unsere Fans." "Silverstone ist eine meiner Lieblingsstrecken und ich werde mich doppelt so stark anstrengen weil es für Jordan das Heimrennen ist", verspricht Giancarlo Fisichella. "Wir müssen wieder an die positive Serie an Ergebnissen anknüpfen welche unglücklicherweise auf dem Nürburgring unterbrochen wurde." "Ich freue mich schon auf Silverstone, denn ich fuhr hier im letzten Jahr in der Britischen Formel 3 und sehe diesen Grand Prix als mein Heimrennen", lässt auch Takuma Sato keine Zweifel an seiner Entschlossenheit, eine gute Leistung zu erzielen, aufkommen. "Ich denke, dass das eine gute Strecke für Jordan ist, ganz einfach weil wir hier oft testen. Hoffentlich werden wir konkurrenzfähig sein", teilt der Japaner den Wunsch seines Teamkollegen. |
| Nachdem das Jordan-Honda-Team in der Woche vor dem Europa-Grand-Prix nur Aerodynamiktests auf dem Flugfeld in Elvington mit Marcel Laseé durchgeführt hatte, wird die Mannschaft aus Silverstone in dieser Woche wieder in Barcelona testen. Auf Grund der zahlreichen Unfälle in den letzten Rennen hatte das Team zuletzt nur noch drei einsatzbereite Chassis, so dass Eddie Jordan froh ist, dass das Wochenende auf dem Nürburgring ohne größere Unfälle vonstatten ging. Nun wird man vom (heutigen) Dienstag an drei Tage lang in Barcelona testen, wo noch weitere sechs Teams in dieser Woche Versuchfahrten unternehmen werden. Während am Dienstag für Jordan-Honda nur Takuma Sato unterwegs sein wird, testet am Mittwoch neben dem Japaner auch Giancarlo Fisichella, ehe der Italiener am Donnerstag als einziger Jordan-Honda-Fahrer auf der spanischen Grand-Prix-Strecke zum Einsatz kommen wird. Das Team wird sich auf dem 'Circuit de Catalunya' vor allem auf den kommenden Großbritannien-Grand-Prix am 7. Juli vorbereiten, welches das Heimrennen für die Mannschaft von Eddie Jordan ist. "Wir hatten hier (in Silverstone; d. Red.) in diesem Jahr schon einen guten Test gehabt, also freuen wir uns auf das Rennen", erklärte Test- und Rennteamdirektor Gary Anderson. "Es gibt einige Teile auf der Strecke, wo wir einiges feststellen können, also denken wir, dass wir gut vorbereitet sein werden." |
| Nachdem Takuma Sato beim Großen Preis von Malaysia seine Situation falsch eingeschätzt und seinen Teamkollegen abgeschossen und damit dessen Rennen ruiniert hatte, wiederholte sich selbe Szene heute beim Großen Preis von Europa in umgekehrter Reihenfolge. Der von Position 10 in den Grand Prix gestartete Sato wurde von seinem Teamkollegen in der ersten Runde am Heck getroffen, wodurch sich beide Fahrer drehten. Somit steht es nun in dieser Hinsicht eins zu eins unentschieden zwischen den beiden. Im Anschluss an diese denkbare Szene mussten beide Piloten an die Box, wo zunächst an Fisichellas und anschließend an Satos Jordan-Honda vom Typ EJ12 die Reifen und der Frontflügel gewechselt wurde. Als 21. und 22. zurück auf der Rennstrecke, bestand für die beiden Stallgefährten jedoch im weiteren Rennverlauf zu keinem Zeitpunkt mehr eine Chance auf Punkte im Rennen. Während Sato mit 2 Stunden Rückstand als 16. die schwarz-weiß-karierte Flagge sah, hatte Fisichella seinen Boliden in der 27. von insgesamt 60 Runden wegen Unfahrbarkeit abstellen müssen. Nach dem Grand Prix nahmen beide Fahrer zum Zwischenfall in der ersten Kurve und zum weiteren Verlauf ihres Rennens Stellung. "Ich hatte einen guten Start und ging Seite an Seite mit den beiden Toyotas und Olivier Panis in die Kurve, als Giancarlo mich anstieß", berichtete Takuma Sato wie er die Kollision mit seinem Teamkollegen erlebte. "Es ist etwas enttäuschend, jedoch passieren solche Dinge. Es ist eine sehr enge Kurve und da sich dort alle durchzwängen müssen kann ich ihm keinen Vorwurf machen. Nach dem Zwischenfall entschieden wir, dass ich das Rennen fortsetzen und mein Bestes geben sollte und das tat ich auch. Wenngleich ich hart kämpfte, so überholten mich doch alle anderen. Es war für mich aber wichtig das Rennen zu Ende zu fahren und das Auto im Ganzen zurückzubringen", erklärte Sato abschließend. "Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher was passiert ist, jedenfalls bremste ich nach dem Start in die erste Kurve und ich glaube mich hat jemand ein wenig angeschoben. Ich verlor dann Grip und rutschte in Takumas Auto, was mir sehr Leid tut", beschrieb Fisichella wie er den Zwischenfall mit seinem Teamkollegen erlebt hatte und wie es dazu kommen hatte können. "Nach dieser Sache war mein Auto so stark beschädigt, dass es unfahrbar war und ich praktisch nicht mehr am Rennen teilnehmen konnte. Es ist enttäuschend meinen 100. Grand Prix so bestritten zu haben, jedoch hoffe ich das schnell zu vergessen und freue mich nun auf das kommende Rennen." Eddie Jordan, Teamchef: "Wir sahen heute nach dem Warm Up richtig gut aus und hatten noch ein paar Verbesserungen vorgenommen. Manchmal hat man einfach eine schlechte Qualifikation und erfährt dann im Rennen ausgleichende Gerechtigkeit, jedoch war dem heute nicht so. Es war insgesamt kein großartiges Wochenende und wir werden das nun vergessen müssen und uns auf Silverstone in zwei Wochen konzentrieren." |
| Eine Startposition in der Nähe der Top 10 blieb dem Jordan-Team in der Qualifikation zum Großen Preis von Europa zwar heute Mittag auf dem Nürburgring verwehrt, jedoch gab es in gewisser Hinsicht auch Grund zur Freude im Team von Eddie Jordan. Takuma Sato hatte seinen EJ12 nämlich in 1:31.999 Minuten um den 5,144 Kilometer langen Kurs bewegt und damit nicht nur Startplatz 14 gesichert sondern auch seinen italienischen Teamkollegen deutlich hinter sich gelassen. Dennoch war der Japaner nicht wirklich zufrieden: "Das war eine ziemlich schwierige Qualifikation für uns beide. Irgendwie konnten wir auf dieser Strecke nicht den benötigten Speed finden, was nach all der harten Arbeit enttäuschend ist. Ich kann in der Qualifikation sehr stark pushen und verstehe wie alles abläuft... Ich denke, dass ich alles aus dem Auto heute herausgeholt habe und obwohl Platz 14 schlechter ist als wir erwartet hatten, so war es doch alles was möglich war. Ich habe hart gearbeitet und bin zufrieden den Mechanikern und Ingenieuren ein ganz gutes Ergebnis beschert zu haben", freute sich Sato dann aber doch ein wenig. Giancarlo Fisichella wird von Startposition 18 in seinen 100. Grand Prix starten. Der "Römer" benötigte für seine schnellste Runde in der Qualifikation 1:32.591 Minuten und war somit zum zweiten Mal im teaminternen Duell in dieser Saison langsamer als Sato. Im Anschluss an die einstündige Session verriet "Fisico", dass er den Grund für die ganz und gar nicht seiner Vorstellung entsprechende Performance nicht kennt: "Ich verstehe ehrlich gesagt die Welt nicht mehr. Ich weiß nicht, warum es für uns solch eine schwierige Qualifikation gewesen ist. Irgendetwas stimmt nicht, denn Platz 18 ist nicht die Position die wir erwartet hatten. Wir müssen die Daten studieren und müssen hoffen dass es morgen besser läuft." Gary Anderson, Direktor des Renn- und Testteams: "Ich bin ein wenig enttäuscht, denn unsere Startpositionen sind nicht sehr gut. Wir hatten ein Problem das Untersteuern in den langen Kurven in den Griff zu bekommen und das Auto ist unter hohen Geschwindigkeiten etwas nervös. Takuma hat heute gute Arbeit geleistet und das Beste was möglich war aus dem Auto herausgeholt. Es ist schön mit anzuschauen, dass es nun für ihn besser zu laufen beginnt." Das T-Car wird wie schon heute in der Qualifikation auch am Sonntag Takuma Sato zur Verfügung stehen. |
| Für Honda ist der Große Preis von Europa auf dem Nürburgring ein wichtiges Rennen, denn man hat nicht nur 8.000 der 125.000 Mitarbeiter weltweit in Europa sitzen - die Zentrale Europa Nord ist in Deutschland stationiert - sondern man möchte natürlich der autoverrückten Nation in Deutschland eine gute Show bieten und die eigene Technologie schmackhaft machen. Und nicht zuletzt ist es das "Heimrennen" von Jordan-Honda vor den Hauptsponsoren DHL und Deutsche Post. Der ursprünglich für Kanada geplante Einsatz des neuen Honda-Motors musste kurzfristig verschoben werden, da der Motor sich bei den Testfahrten zwar als besser erwiesen hat, aber nicht ausreichend standfest gewesen war. Von einem neuen Motor zu sprechen, ist in diesem Fall ausnahmsweise einmal richtig, handelt es sich doch nicht um eine so genannte Ausbaustufe. Nein, die Japaner haben klammheimlich mitten in der Saison einen komplett neuen Motor entwickelt, was man erst in Montreal durchsickern ließ. Dieser Schritt war auch bitter notwendig gewesen, denn Hondas bisheriger Motor war Experteneinschätzungen zu Folge nach dem Asiatech-Motor der zweitschlechteste des Feldes. Nach Informationen der 'motorsport aktuell' leistete das Triebwerk nur 740 PS, drehte lediglich bis 17.000 Umdrehungen die Minute und war 116 Kilogramm schwer. Zum Vergleich: Der BMW-Motor dreht bis 18.500 Umdrehungen in der Minute, leistet über 860 PS und ist 88 Kilogramm leicht. Doch wie Renn- und Test-Team-Manager der Honda Racing Development Shuhei Nakamoto erklärt, wird der neue Motor auf dem Nürburgring nur am Freitag und Samstag eingesetzt: "Wir hatten in Kanada ein starkes Rennen und konnten aus den Motoren während dem Wochenende das Maximum herausholen. Seitdem haben wir an der Zuverlässigkeit für das Rennen in Deutschland gearbeitet. Wir werden den neuen Motor am Freitag und in der Qualifikation am Samstag einsetzen." Mit anderen Worten: Die Zuverlässigkeit ist immer noch nicht gegeben, um ihn auch im Rennen auf die Strecke zu schicken. "In Kürze" soll es aber soweit sein. |
| Das Jordan-Honda-Team blickt äußerst optimistisch auf den neunten Saisonlauf, der am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring stattfindet. Nachdem die Mannschaft aus Silverstone bei den letzten drei Saisonrennen in Spielberg, Monte Carlo und Montreal mit Giancarlo Fisichella jeweils Platz fünft belegte, möchte man auch beim Grand Prix von Europa weitere WM-Punkte sammeln und das Punktekonto in der Konstrukteurswertung verbessern. Derzeit liegt das Team von Eddie Jordan mit sechs WM-Zählern auf Platz sechs in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Jordan-Honda testet mit Marcel Laseé in Elvington An den Testfahrten im südspanischen Jerez nahm das Jordan-Honda-Team in dieser Woche aber nicht teil. Stattdessen testet man am (heutigen) Freitag und (morgigen) Samstag mit dem Duisburger Marcel Laseé auf dem Rollfeld des ehemaligen Royal-Air-Force-Flughafens in Elvington, wo man Aerodynamiktests als Ergänzung zur Windkanalarbeit durchführt. Beim Grand Prix von Europa wird das Jordan-Honda-Team von zahlreichen Fans unterstützt, da die Deutsche Post WorldNet, die Muttergesellschaft von Jordan-Honda-Titelsponsor DHL, mit etwa 1.250 Mitarbeitern an der Strecke sein wird. Unterdessen hofft das Team, dass man an dem Ort, wo man 1999 mit Heinz-Harald Frentzen auf der Pole Position stand, weitere WM-Punkte einfahren kann. Fisichella vor seinem 100. Grand Prix Besonders Giancarlo Fisichella freut sich auf den Europa-Grand-Prix, da der Italiener dort sein insgesamt 100. Formel-1-Rennen bestreiten wird. "Fisico" hatte 1996 im Minardi-Ford-Team sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports gegeben, ehe er bereits 1997 für das Team von Eddie Jordan fuhr. Anschließend arbeitete er vier Jahre lang für das Benetton-Team, ehe er in diesem Jahr zum Jordan-Rennstall zurückkehrte. In 99 Grand Prixs stand der 29-Jährige neun Mal auf dem Podium (davon zwei Mal als Zweiter), startete ein Mal von der Pole Position (1998 in Österreich) und fuhr eine schnellste Rennrunde (1997 in Spanien). Insgesamt konnte er bisher 81 WM-Punkte sammeln, sein bestes WM-Ergebnis ist Platz sechs in der Saison 2000. Jordan-Honda-Renn- und Testteamdirektor Gary Anderson weiß die Erfahrung des Römers zu schätzen. "Fisichella ist ein sehr, sehr guter Fahrer", erklärte der Brite und fügte hinzu: "Er ist einer der Besten. Am Anfang der Saison gaben wir ihm kein Auto und keinen Motor, mit dem er seine Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte, aber wir haben sehr hart gearbeitet und ich denke, dass wir in der richtigen Richtung vorangekommen sind. Giancarlo hat dies mit brillanten fünften Plätzen bestätigt und obwohl wir nicht in einer Position sind, um die Top-Teams zu schlagen, können wir beiden Fahrern jetzt Material zur Verfügung stellen, mit dem sie gut arbeiten können." Fisichella: "Der Nürburgring ist mit sehr vertraut" Auf dem Nürburgring konnte Giancarlo Fisichella derweil erst ein Mal WM-Punkte sammeln. Nachdem er 1996 und 1997 nur auf die Plätze 13 und elf fahren konnte, schied er 1999 auf der zum Teil nassen Strecke in Führung liegend nach einem Dreher aus. 2000 konnte er dann als Fünfter immerhin zwei WM-Zähler holen, ehe er im vergangenen Jahr nach Startplatz 15 im Rennen Rang elf belegte. In diesem Jahr hofft der Wahlmonegasse, der als einziger Fahrer neben Michael Schumacher und David Coulthard in den letzten drei Rennen WM-Punkte holen konnte, dass er auch auf dem "Ring" unter die ersten Sechs fahren kann: "Der Nürburgring ist eine Strecke, auf der ich viele Male gefahren bin, nicht nur in der Formel 1, sondern auch in der DTM, so dass mir die Strecke sehr vertraut ist. Dieses Jahr werden wir einige bedeutende Änderungen an der Strecke sehen, was sehr interessant sein sollte. Ich hoffe, dass ich meine Serie der guten Resultate, mit denen ich in Österreich begann, fortsetzen kann." Sato: "Ich will aufs Podium fahren" Formel-1-Neuling Takuma Sato konnte derweil mit einem Formel-1-Renner auf dem Eifelkurs noch keine Erfahrung sammeln. Dafür nahm er 1999 in der Formel Opel Euroserie an einem Rennen auf dem Nürburgring teil und kennt daher zumindest die Streckenführung, bis auf die Mercedes-Arena, die für alle Fahrer in diesem Jahr neu ist. Dennoch freut sich der 25-jährige Japaner auf den neunten Saisonlauf: "Ich freue mich auf den Grand Prix von Europa, weil es eine Strecke ist, auf der ich schon Rennen gefahren bin. Ich fuhr auf dem Nürburgring in der Formel Opel Euroserie 1999, was mir einen kleinen Vorteil geben könnte, obwohl Änderungen an der ersten Kurve vorgenommen wurden. Ich war wirklich glücklich, in Kanada Zehnter geworden zu sein, aber selbstverständlich möchte ich mehr erreichen und Punkte holen sowie auf das Podium fahren, also hoffe ich, dass das nächste Rennen gut wird. Ich hoffe auch, dass ich ein gutes Qualifikationstraining habe, ohne zurück zu den Boxen rennen zu müssen." Jordan: "Das Team wurde von den guten Ergebnissen ermutigt" Teamchef Eddie Jordan hat gute Erinnerungen an das Rennen in der Eifel: "Der Grand Prix von Europa war 1999 ein enges Rennen für uns, als wir uns für die Pole Position qualifizierten und den Grand Prix dann 32 Runden lang anführten. Wir sind alle durch die Resultate in den letzten drei Rennen dank der harten Arbeit des Teams und der Erfahrung von Giancarlo ermutigt worden. Es ist wichtig, dass wir jetzt nach vorne schauen und uns darauf konzentrieren, das Auto weiter zu verbessern, also können die Fahrer fortfahren, Punkte zu holen. Ich möchte sehen, dass Jordan den Abstand zu den Mannschaft vor uns in der Meisterschaft schließt. Ich bin optimistisch, dass wir dies erreichen können." Gary Anderson erwartet derweil, dass der EJ12 zum nun 5,144 Kilometer langen Kurs passt: "Ich war über Kanada ein wenig enttäuscht, da ich dachte, dass wir eine realistische Chance hätten, auf das Podium zu fahren. Aber das Rennen zeigte, dass wir ein gutes Paket für die kommenden Grand Prixs haben. Ich denke, mit ein wenig Glück können wir dieses Jahr noch auf das Podium kommen. Wir sollten im Europa-Grand-Prix ziemlich gut sein, da es auf dem Nürburgring wie in Montreal eine Menge Randsteine gibt und ich erwarte, dass unser Paket mit dem EJ12 auf der Strecke eine solide Leistung zeigt." |
| Große Freude und entsprechend gute Stimmung herrschten nach dem Kanada-Grand Prix im Jordan-Team. Dem von Startplatz sechs ins Rennen gegangenen, dann auf Grund von Problemen mit der Launch-control beim Start ein paar Plätze zurückgefallenen Giancarlo Fisichella war es nämlich gelungen zum dritten Mal hintereinander als Fünfter die schwarz-weiß-karierte Flagge zu sehen und somit weitere 2 WM-Punkte zu holen. Takuma Sato, von Position fünfzehn in den Grand Prix gestartet, lieferte sich im Rennen einige Zweikämpfe und konnte die Ziellinie schlussendlich als Zehnter überqueren. "Hier zwei weitere Punkte geholt zu haben, bedeutet für uns einen weiteren guten Tag. Das Auto war ziemlich konkurrenzfähig, besonders vor meinem Boxenstopp. Wir hatten eine gute Balance und am Ende war ich sogar schneller als Räikkönen. Doch ich zog es vor Platz 5 zu halten und kein Risiko beim Einholen und Überholen mehr einzugehen", erklärte Giancarlo Fisichella nach dem Rennen zufrieden. "Ich hatte hier auf dieser Strecke immer ein gutes Gefühl und heute hat sich unsere Arbeit beim Finden der richtigen Balance und des entsprechenden Abtriebs ausgezahlt." "Ich bin zufrieden das Auto ins Ziel gebracht zu haben und möchte Giancarlo gerne zu seinen zwei Punkten gratulieren", sagte Sato, der die ganze Zeit mit einem übersteuernden Auto kämpfte, nach dem Rennen. "Ich hatte einen schwierigen Start und verlor in der ersten Kurve einen Platz. Doch später habe ich es dann sehr genossen den BAR und Jaguar zu überholen. Als die Safety-Car-Phase war ergriffen wir die Gelegenheit und ich fuhr an die Box. Leider verhielt sich mein zweiter Reifensatz nicht wie der erste Satz und ich verlor pro Runde eine Sekunde wegen dem Übersteuern. Der letzte Stint war dann in Ordnung und ich konnte wieder auf Angriff fahren. Es ist gut zu wissen, dass unsere Zuverlässigkeit stimmt und ich freue mich nun auf die nächsten Rennen, denn Platz 10 ist nicht schlecht und ich hoffe natürlich auch bald einmal Punkte zu holen." "Ein fantastisches Ergebnis", applaudierte Eddie Jordan. "Wir haben das gesamte Wochenende über großartig gearbeitet und Giancarlo war heute super. Er hatte zu Beginn ein kleines Problem mit der Kupplung, doch anschließend fuhr er ziemlich stark. Es ist gut zu sehen, dass Takuma in den Top 10 das Rennen beendet hat und es ist ermutigend im dritten Rennen hintereinander Punkte geholt zu haben. Das Team hat so hart gearbeitet und dieses Resultat war deshalb verdient. Es zeigt, dass wir die richtige Richtung eingeschlagen haben und den Abstand auf Sauber und Renault in der Meisterschaft schließen." |
| Mit einer starken Leistung in der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada legte heute Giancarlo Fisichella den Grundstein zu einem weiteren Punktefinish in dieser Saison. Der Römer konnte auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve eine persönliche Bestzeit von 1:14.132 Minuten fahren und sicherte sich in einer für ihn problemfreien Session den guten sechsten Startplatz von dem am Sonntag weitere Punkte für ihn und das Jordan-Team im Bereich des Möglichen liegen. "Ein Top 6-Startplatz ist mehr als ich heute erwartet hatte, weshalb ich sehr glücklich bin", freute sich Giancarlo Fisichella über das in dieser Saison bislang beste Qualifyingergebnis. "Die Ingenieure und Mechaniker haben gute Arbeit geleistet und alles verlief gut. Wir konnten die Fahrzeugabstimmung Schritt für Schritt verbessern und bei meinem letzten Versuch fuhr ich eine recht gute Runde. Startplatz 6 ist eine gute Ausgangsposition für das Rennen. In der Vergangenheit habe ich hier gute Ergebnisse erreichen können und ich spüre, dass alles möglich ist. Ich hoffe nun, dass ich morgen ein paar Punkte holen kann, doch mein Ziel ist ein Platz auf dem Podium, auf das ich hier schon vier Mal auf dieser Strecke am Ende eines Rennens steigen konnte." Takuma Sato drehte seine persönlich schnellste Runde in der Qualifikation in 1:14.940 Minuten, was letzten Endes zu Startplatz 15 reichte. Unter Umständen hätte der Japaner noch etwas schneller fahren können, wäre nicht auf seiner zweiten fliegenden Runde der Honda-Motor hochgegangen, weshalb er anschließend 10 Minuten lang zurück an die Box joggen musste, bevor er in das ursprünglich auf Fisichella abgestimmte T-Car steigen konnte. Da es zum Ende der Qualifikation jedoch leicht zu regnen begann, konnte Sato seine Zeit schlussendlich auch nicht mehr weiter verbessern. "Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich hätte eine bessere Startposition als P15 erreichen können", war Takuma Sato enttäuscht. "Ich war bei meinem zweiten Run gut unterwegs und wir hatten das Setup ein bisschen verbessern können. Als der Motor seinen Dienst versagte, war ich nur 3 Zehntel langsamer als Giancarlo gewesen", berichtetete der 25-Jährige weiter. "Ich musste anschließend dann zurück an die Box rennen und in das T-Car steigen, welches jedoch etwas anders abgestimmt war. Wir nahmen dann noch ein paar Veränderungen für den letzten Run vor, doch es begann leider zu regnen und so reichte die Zeit nicht mehr meine Rundenzeit noch einmal zu verbessern." "Wir sind natürlich mit Giancarlos tollem sechsten Startplatz zufrieden, denn es ist unsere bislang beste Leistung in der Qualifikation in dieser Saison und wir waren nur 1.1 Sekunden langsamer als Michael Schumacher, der der schnellste Pilot auf Bridgestone-Reifen gewesen ist", freute sich Gary Anderson, Direktor der Renn- und Testteamabteilung. "Takuma leistete auch gute Arbeit und hatte dann sehr viel Pech mit dem Motordefekt an seinem Auto. Er musste rennen, um zurück an die Box zu kommen und in das für Giancarlo abgestimmte T-Car steigen zu können, was sich natürlich nicht so anfühlte wie sein Einsatzauto. Bevor Takuma dann seinen letzten Versuch starten konnte, begann der Regen einzusetzen. So hatte er keine Chance mehr sich von Startplatz 15 zu verbessern. Nichtsdestotrotz sind wir mit diesem Ergebnis auch zufrieden", erklärte Anderson, dass Sato in den Augen des Teams einfach viel Pech hatte und der Japaner ansonsten weiter vorne gestanden hätte. Das T-Car wird am Sonntag wie auch schon am heutigen Samstag für Giancarlo Fisichella bereitstehen. |
| Jordan-Honda-Fahrer Giancarlo Fisichella hat am Donnerstag in Montreal Spekulationen angeheizt, nach denen Eddie Irvine möglicher Weise in der kommenden Saison von Jaguar Racing zu Jordan-Honda wechseln könnte. "Ich denke, dass Eddie ein guter Fahrer ist und ein netter, freundlicher Kerl ist", erklärte der Italiener auf der offiziellen FIA-Pressekonferenz am Donnerstag. "Es wäre großartig", würde sich "Fisico" freuen, wenn er an der Seite von Eddie Irvine fahren könnte. Gleichzeitig übte der Italiener auch etwas Kritik an seinem jungen Teamkollegen Takuma Sato. "Er hat einfach noch nicht genug Erfahrung", sagte Giancarlo Fisichella und sprach damit den oft etwas aggressiven Fahrstil seines 25-jährigen Teamkollegen an. "Er ist zwar manchmal schnell, aber auch ein wenig zu aggressiv. Aber ich glaube auch, dass er viel Pech gehabt hat." Obwohl der Japaner einen mehrjährigen Vertrag mit Eddie Jordan hat, gibt es für beide Seiten Ausstiegsklauseln, so dass der Vertrag unter Umständen nicht eingehalten werden muss. Zuvor war berichtet worden, dass Jordan-Honda-Teamchef Eddie Jordan den Vizeweltmeister von 1999, Eddie Irvine, ins Team holen konnte, um gleichzeitig Hauptsponsor "Benson & Hedges" ins Team zurückzuholen, womit der Teamchef einige seiner finanziellen Probleme lösen könnte. Eddie Irvine, mit 36 Jahren derzeit der dienstälteste Rennfahrer in der Königsklasse des Motorsports, gab 1993 bei Jordan-Hart sein Formel-1-Debüt, verließ das Team aber Ende 1995, als ihm Ferrari einen Vertrag anbot. Da der Nordire derzeit im Jaguar-Racing-Team Teamkollege Pedro de la Rosa nicht im Griff hat, soll er – auch auf Grund seines hohen Gehalts – im Team von Niki Lauda einen schweren Stand haben, weshalb Insider erwarten, dass er Ende des Jahres die "Raubkatzen" verlassen muss. |
| Nach der zweiten Punkteankunft von Giancarlo Fisichella in Monaco, reist das Jordan-Honda-Team höchst motiviert nach Kanada, einer Strecke auf der man in der Vergangenheit einige gute Resultate erzielen konnte. Zur Vorbereitung auf den achten WM-Lauf testete der britische Rennstall drei Tage lang in Silverstone. Wenngleich man durch die wechselhaften Wetterbedingungen ein wenig eingeschränkt wurde, so gelang es dem Team dennoch die vorgesehenen Aufgaben, welche aus Weiterentwicklung der Bremsen und Vorderradaufhängung, Reifentests, Abstimmung der Aerodynamik und des Honda-Motors sowie allgemeiner Setup-Arbeit bestand, durchzuführen. "In Anbetracht der Umstände unter denen dieser Test stattfand, war es ein sehr produktiver Test", befand Gary Anderson nach Abschluss der dreitägigen Testfahrten. "Wir sind mit dem was wir erreicht haben, einschließlich der Erarbeitung einer Low-Downforce-Abstimmung in Vorbereitung auf den Kanada-Grand Prix, ganz zufrieden." Jordan-Team holte in Kanada seine ersten WM-Punkte und sein erstes Doppelpodium in der Formel 1 Gut vorbereitet und bestärkt durch die zuletzt nach oben zeigende Leistungskurve erhofft sich das Team von Eddie Jordan nun ein weiteres gutes Rennergebnis. 1991, in der ersten Saison des Teams in der Königsklasse, hatten Andrea de Cesaris und Bertrand Gachot auf den Plätzen 4 und 5 dem Team die ersten WM-Punkte beschert. In den folgenden drei Jahren ging man auf dem Circuit Gilles Villeneuve zwar leer aus, doch 1995 erreichte man ein vorzeigbares Ergebnis mit dem ersten Doppelpodium als Rubens Barrichello und Eddie Irvine als Zweit- und Drittplatzierter auf das Podium hatten steigen können. Im darauf folgenden Jahr musste das Team ohne einen Punkt geholt zu haben abreisen, doch 1997 konnte man sich über Giancarlo Fisichellas dritten Platz freuen. Für den Italiener war es der erste Besuch auf dem Podium überhaupt gewesen. In den Jahren 1998 und 1999 blieb das Team erneut ohne Punkte. In der Saison 2000 holte Jarno Trulli dann als Sechstplatzierter wieder einen Punkt. Nachdem man im Vorjahr knapp die Punkteränge verpasste, hofft Teamchef Eddie Jordan am kommenden Rennwochenende auf etwas Glück und eine gute Standfestigkeit des Autos. "Wenn ich an Kanada denke, dann habe ich immer gute Erinnerungen, denn wir haben hier 1991 unsere ersten Punkte überhaupt geholt", erinnert sich der Ire zurück an den Einstieg in die Königsklasse. "In der gegenwärtigen Situation in der Meisterschaft, in der einige Teams sehr stark sind, wären ein vierter und fünfter Platz wie 1991 ein wirklich hervorragendes Ergebnis. Die Strecke hat es mit uns sehr oft gut gemeint, doch genauso viele Male in gewisser Hinsicht auch wieder nicht. Ich habe den Kanada-Grand Prix dennoch immer gemocht, denn es ist ein Rennen in einer schönen Stadt und eine willkommene Unterbrechung zur Halbzeit der Saison und der Mitte der europäischen Saison." Auf dieser Strecke benötigt man gute Bremsen und reichlich PS "Es gibt zwei Dinge die man zur Erledigung eines guten Jobs in Montreal benötigt", weiß Gary Anderson, Chef der Renn- und Testteamabteilung zu berichten. "Zum einen benötigt man PS, zum anderen gut funktionierende Bremsen. Es geht darum auf den Geraden so schnell wie möglich zu sein und an deren Ende bremsen zu können. Wir vertrauen bei den Bremsen auf neues Material, doch wir müssen die ersten Runden abwarten, um zu sehen ob sich das auszahlt. Wie üblich werden unsere Bremsen in Kanada am Limit operieren, doch wir sollten keine Probleme bekommen." "Ich freue mich auf Kanada, besonders nach den letzten beiden guten Rennen", hofft Giancarlo Fisichella auf einen weiteren Grand Prix mit Zielankunft in den Punkten. "In der Vergangenheit ist dies immer ein großartiges Rennen für mich gewesen, denn ich stand hier schon vier Mal auf dem Podium. Mein erstes Mal stand ich in der Formel 1 1997 hier in Kanada mit Jordan auf dem Podium und nun freue ich mich wieder hier mit Jordan an den Start zu gehen, denn das Auto macht einen guten Eindruck", ist der Römer sehr zuversichtlich. "Ich bin besonders jetzt, nachdem wir nun ein paar Punkte geholt haben, optimistisch, denn meiner Meinung nach müssen wir uns nur etwas in der Qualifikation verbessern. Im Rennen ist das Auto immer sehr konkurrenzfähig." |
| Nachdem er am Dienstag noch die Tagesbestzeit gefahren hatte, belegte Giancarlo Fisichella bei den gegenwärtig zur Vorbereitung auf den Kanada-Grand Prix stattfindenden Tests in Silverstone am Mittwoch schlussendlich den dreizehnten Rang. Zum Einsatz war der 29-jährige Rennfahrer aber nur am Vormittag gekommen, als er insgesamt 24 Runden absolviert und sich auf die Bremsen, Entwicklung der Aufhängung, Regenwetterabstimmung, Reifentests und Optimierung des Honda-Motors konzentriert hatte. Nachdem das Team in der Mittagspause das Cockpit entsprechend für Takuma Sato umgebaut hatte, war der Japaner in den dem Team einzigen zur Verfügung stehenden EJ12 gestiegen. Zwar konnte "Taku" insgesamt nur 17 Runden drehen, doch am Ende des Tages landete er trotzdem einen Platz vor seinem Teamkollegen in der Mittwochswertung. Das für ihn aus Tests der Fahrzeugabstimmung, der System-Software und Feintuning des Honda-Motors bestehende Programm wird der 25-Jährige am heutigen Donnerstag fortsetzen. |
| Eddie Jordan ist die Verpflichtung von Takuma Sato bislang teuer zu stehen gekommen, zerlegte der 25-Jährige in dieser Saison doch schon einige EJ12-Chassis. Für den Jordan-Teamchef sind die Fahrfehler seines Piloten jedoch ein Teil des zu bewältigenden Lernprozesses, denn am reinen Speed mangelt es dem Mann aus Tokio nicht; vielmehr an der nötigen Erfahrung, was sich letztes Wochenende beim Monaco-Grand Prix einmal mehr bestätigte. Auf Anweisung des Teams hatte Sato seinem Teamkollegen nämlich Platz machen sollen, was er auch tat. Leider wählte er dafür den Tunnel und unterschätzte die abseits der Ideallinie vorzufindenden Streckenbedingungen und kollidierte deshalb mit den Leitplanken und beschädigte dabei seinen Boliden stark. Doch wie beim vorigen Grand Prix in Österreich, wo Sato von Sauber-Pilot Nick Heidfeld "abgeschossen" worden und unschuldig am Unfall gewesen war, hatte der Hobby-Mountainbiker auch im Fürstentum Glück im Unglück und kam ohne größere Blessuren und mit dem Schrecken davon. Die Häufigkeit in der Sato durch seine Unfälle auf sich aufmerksam gemacht hat, führte zuletzt dazu, dass einige Motorsportexperten die Erfüllung des Fünfjahresvertrags zwischen dem Team und seinem japanischen Fahrer sogar schon öffentlich in Frage stellten. Eddie Jordan nimmt seinem jungen Rennfahrer jedoch vor den Anschuldigungen in Schutz und schob die Crashs und Fehler des Japaners zuletzt einfach auf unglückliche Umstände. Nach wie vor ist der Ire von "Taku´s" Talent überzeugt und denkt nicht daran den Vertrag mit dem 1 Meter 63 großen Fahrer auf Grund der vielen Unfälle vorzeitig aufzulösen. Wenngleich das Team das Monocoque nach dem Crash in Spielberg abschreiben musste, so blieben doch überraschend viele anderen Komponenten unbeschadet, wie Gary Anderson in der britischen Presse erklärte: "Das Chassis und die Aufhängung konnten wir vergessen, doch im Grunde auch nur die und nicht mehr. Der Rest des Autos wurde bei dem Unfall kaum beschädigt. Die Elektronik hatte sich beim Zusammenstoß abgeschaltet", verriet der 51-jährige Direktor von Jordans Renn- und Testabteilung, dass man viele Einzelkomponenten noch wieder verwenden kann. Außerdem besann man sich darauf aus der Not eine Tugend zu machen und bot auf der teameigenen Webseite die beschädigten Felgen von Satos Boliden im Fanshop feil, um so wenigstens noch ein paar Euro zu verdienen. Auch eine Art von Schadenbegrenzung. In ganz anderer Hinsicht hat der Rennunfall beim Österreich-Grand Prix aber auch etwas Positives. Die Analyse des Unfalls hat es dem Team und der FIA nämlich ermöglicht neue Rückschlüsse bezüglich der Anforderungen an die Boliden zu stellen: "Nach Takumas Unfall haben wir einige Dinge auf der Chassis-Seite herausgefunden die wir beim nächstjährigen Auto anders umsetzen werden. Es gibt ein paar Dinge die die Aufmerksamkeit der FIA auf sich gezogen haben und die alle Teams nach Möglichkeit bei der Konstruktion unbedingt beachten sollten. Wir lernen also auch diesbezüglich die ganze Zeit dazu", erklärte Anderson, dass man beim nächstjährigen Boliden in bestimmten Bereichen Veränderungen vornehmen wird, um so den eigenen Fahrern noch maximalere Sicherheit garantieren zu können. Worin diese Änderungen genau bestehen werden, darüber schwieg sich Anderson aus, doch es gilt als sicher, dass der Seitenbereich verstärkt werden wird und die FIA als Konsequenz des Unfalls beim seitlichen Crashtest für die Saison 2004 höhere Anforderungen stellen wird. Formel-1-Doc Prof. Sid Watkins hatte unmittelbar nach Satos Crash erklärt, dass es ein Wunder sei, dass der Japaner angesichts der Schweres des Zusammenstoßes bis auf ein paar Prellungen keine ernsten Verletzungen davongetragen habe. |
Takuma Sato ist in diesem Jahr der Crash-Pilot der Formel 1. Von Eddie Jordan verpflichtet, um Motorenpartner Honda auf seine Seite zu beschwören, hat der Japaner in diesem Jahr mit zahlreichen Crashs dem Teamchef viele Nerven und Geld gekostet. Heftigen Abflügen bei den Wintertests folgte ein Totalschaden in Australien, der Abschuss des eigenen Teamkollegen in Malaysia und der zugegebenermaßen unverschuldete Totalschaden von Österreich, als ihn Nick Heidfeld von der Strecke räumte. In Monaco landete Takuma Sato zu Beginn des 4. Freien Trainings in der 'Sainte-Dévote' in den Leitplanken und beschädigte sich dabei die Frontpartie des Autos. Schon in der Woche zuvor bei seinem Auftritt beim historischen Grand Prix war der Japaner im Training mit seinem Lotus 49B in die Streckenbegrenzung gekracht, was die Teilnahme am eigentlichen Rennen verhinderte und den Besitzer des Autos Jahrgang 1968 wenig freute. Das Wort "Teamorder" war auch in Monaco wieder ein Thema - zumindest bei Jordan-Honda, wo eine Anweisung des Teams zu einem bizarren Ereignis führte. Von seiner Mannschaft aufgefordert, Teamkollege Giancarlo Fisichella vorbei zu lassen, fuhr Takuma Sato ausgerechnet im unübersichtlichen und schnellen Tunnelabschnitt auf die Seite, kam dabei auf Schmutz und krachte mit weit über 200 km/h in die Leitplanken. "Ich wollte keine Plätze verlieren und dachte, dass am Ausgang des Tunnels der beste Platz ist, da man hier so hart bremsen muss, aber als ich zur Seite ging, war da so viel Schmutz und Reifenabrieb. Ich verlor plötzlich die ganze Haftung und berührte die Leitplanken. Ich rutschte rückwärts auf die Schikane zu, auf gleicher Höhe wie Giancarlo und ich betete nur, dass ich ihn nicht berühren würde. Zum Glück passierte das nicht, für mich war das Rennen jedoch gelaufen." Dass ein Fahrer ausgerechnet im Tunnel in der schnellen Rechtskurve von der Ideallinie wegfährt zeugt von zu wenig Erfahrung, doch Takuma Sato ist sich sicher, dass er in der Formel 1 noch Erfolge feiern wird: "Ich möchte Giancarlo gratulieren", lobt der 25-jährige Japaner den fünften Platz des Italieners. "Es ist großartig, aber auf der anderen Seite hätte auch ich punkten können. Ich bin enttäuscht aber auch gleichzeitig glücklich, denn zu Beginn des Rennens lag ich für 15 Runden hinter Giancarlo und fuhr die gleichen Zeiten und er ist in Monaco fantastisch. Meine Zeit wird definitiv kommen – es ist im Moment hart, aber ich werde nicht aufgeben." |
| Genauso wie beim Großen Preis von Österreich vor zwei Wochen, machte das Jordan-Team rund um Teamchef Eddie Jordan und Gary Anderson auch in Monaco wieder ein Wechselbad der Gefühle durch. In der 22. Runde leistete sich der direkt vor seinem Teamkollegen liegende Takuma Sato im Tunnel, als er beim Befolgen der Teamorder auf die schmutzige Spur geriet, einen Fahrfehler. Bei Tempo 280 schlug der Japaner infolgedessen an die Leitplanken an und wurde anschließend zum Passagier seines Boliden. Zum Halt kam sein EJ12 erst nach einem leichten Einschlag in den Reifenstapeln in der Hafen-Schikane. Giancarlo Fisichella lag zum Zeitpunkt des Unfalls seines Teamkollegen direkt hinter diesem und hatte Mühe dem vor ihm rutschenden Auto auszuweichen. Genauso wie auf dem A1-Ring sah der Italiener am Ende des 78 Runden langen Rennens als Fünfter die Zielflagge und bescherte seinem Team somit weitere wichtige Zähler, welche als Überzeugungsargument in puncto Honda-Werksmotoren für 2003 noch äußerst wichtig werden dürften. Nach dem Grand Prix standen beide Fahrer über den Verlauf des Rennens ausführlich Rede und Antwort. "Das ist ein großartiges Ergebnis für mich und das Team. Ich hatte damit gerechnet, hier gut zu sein, denn ich mag die Strecke und habe Vertrauen zu ihr, besonders wenn das Auto gut funktioniert", teilte Fisichella nach dem Grand Prix mit. "Als ich meinen Boxenstopp machte war das Auto richtig gut und die Reifen gaben viel mehr Grip als in der Qualifikation. Ich war schnell unterwegs und schloss auf Trulli auf, doch es war zu spät um ein Überholmanöver zu riskieren und dadurch alles aufs Spiel zu setzen. Noch vor ein paar Wochen war es schwierig, sich vorzustellen, dass wir ein Ergebnis wie heute erreichen können würden. Jetzt hoffe ich auf das nächste Rennen, wo wir mit einem verbesserten Motor noch konkurrenzfähiger sein sollten." "Für mich war das ein aufregendes Rennen. Ich machte einen guten Start und konnte einige Autos in der ersten Kurve überholen und war direkt hinter Giancarlo", schilderte Sato den Rennbeginn aus seiner Sicht. "Als er anscheinend von anderen Autos aufgehalten wurde, konnte ich ihn überholen. Giancarlo war zu diesem Zeitpunkt aber ein bisschen schneller als ich, weshalb mich das Team bat ihn wieder vorbeizulassen. Ich versuchte ihn dann auch vorbeizulassen, doch leider war das am Ende des Tunnels. Während ich ihm Platz machte, kam ich auf die staubige Spur, rutschte und verlor die Kontrolle über das Auto", erklärte der junge Rennfahrer aus Japan wie es zu seinem von außen betrachtet heftigen Unfall gekommen war. "Das ist natürlich eine große Enttäuschung für mich, doch es ist gleichzeitig auch eine gute Erfahrung. Ich möchte Giancarlo herzlich zu den zwei Punkten gratulieren. Brillant." "Das ist das zweite Rennen in dem wir nun in die Punkte fahren konnten", freute sich Eddie Jordan, erinnerte aber auch daran, dass dem Team noch weitere harte Arbeit bevorsteht: "Wenngleich es ermutigend war mit Renault zu kämpfen, so dürfen wir nicht vergessen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Wir hoffen, dass Honda in Kanada einen besseren Motor bereitstellt und wir selbst haben auch ein paar neue Teile entwickelt, sodass wir hoffentlich weitere Fortschritte machen werden. Die Bridgestone-Reifen waren heute exzellent und wir haben hart an der Zuverlässigkeit des EJ12 gearbeitet, was sich jetzt auszuzahlen beginnt." |
Für Eddie Jordans Team hat die Saison 2002 nach fünf Nullnummern eigentlich erst in Österreich begonnen, wo Giancarlo Fisichella als Fünfter zwei wichtige Punkte für den Rennstall holen konnte. Doch auf dem A1-Ring gab es am Rennsonntag nicht nur Grund zur Freude, denn lange Zeit bangte der Jordan-Teamchef um den Gesundheitszustand von Takuma Sato. Der Japaner war in einen schweren Rennunfall verwickelt, zog sich dabei jedoch keine ernsthaften Verletzungen zu, sodass er auch in Monaco starten können wird. Im nachfolgenden Interview verrät der Ire, was die zwei WM-Punkte für seinen Rennstall bedeuten, weshalb die Formel-1-Teams in Sachen Kostenreduzierung an einem Strang ziehen müssen und wie es in puncto Motorenpartner für 2003 steht. Frage: "Wenn Ihnen jemand vor dem Österreich-GP erzählt hätte einer Ihrer Fahrer würde Fünfter werden, was hätten Sie darauf geantwortet?" Frage: "Und Takuma Satos glimpfliches Davonkommen beim Unfall war eine weitere gute Nachricht für Sie oder?" Jordan: "Monaco ist ein wichtiges Rennen" Frage: "Bedeutet das Ergebnis von Österreich, dass Sie nun das Ruder herumgerissen haben?" Frage: "Schon irgendwelche Gedanken an das Rennen in Monaco?" Frage: "Vor kurzem haben Sie die Belegschaft reduziert. Welche Überlegungen standen hinter dieser Entscheidung?" Frage: "In den letzten Jahren war der Trend zweifelsohne so, dass die Teams immer größer und größer geworden sind. Glauben Sie, dass jetzt genau das Gegenteil als Reaktion auf diese Entwicklung eintritt?" Durand soll dem Team helfen Fortschritte zu machen Frage: "Wie wichtig ist es die Kosten zu minimieren?" Zusammenarbeit mit Honda ist sehr wichtig Frage: "Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Honda was die Zukunft von Jordan anbelangt?" Frage: "Und wie steht es mit Takuma?" |
Das Jordan-Honda-Team erlebte am Wochenende einen ereignisreichen Grand Prix von Österreich, da zunächst Takuma Sato einen schweren Unfall hatte, den der Japaner aber zum Glück glimpflich mit einigen Prellungen und einer Gehirnerschütterung überstand. Unterdessen konnte Giancarlo Fisichella im sechsten Saisonlauf die ersten WM-Punkte für das Team von Eddie Jordan einfahren, als er auf Platz fünf ins Ziel kam. Zuvor hatte der Italiener McLaren-Mercedes-Fahrer David Coulthard überholen können, als dieser kurz von der Strecke abgekommen war. Für "Fisco" waren es die ersten Punkte seit dem Grand Prix von Belgien 2001, als er im Benetton-Renault als Dritter sogar mit auf dem Podium stand. Das Team aus Silverstone hatte letztmals beim Grand Prix der USA 2001 Punkte geholt, als Jarno Trulli auf Rang vier ins Ziel gekommen war. Eddie Jordan freute sich nach dem Rennen in Spielberg, dass sein Team endlich wieder WM-Punkte holen konnte. "Es ist sehr erfreulich, vor einem McLaren-Mercedes Fünfter geworden zu sein", erklärte der Ire gegenüber der britischen Fachzeitung 'Motorsport News'. "Aber wir müssen Acht geben – es gibt Teams wie Jaguar Racing, Arrows-Cosworth und Toyota, die in anderen Rennen Punkte geholt haben. Sie denken, es ist ein großes Sprungbrett, aber sie schaffen es und möglicher Weise wir bei Jordan-Honda so schnell nicht noch einmal, weil ich es so bald nicht wieder erwarte." Dennoch glaubt der 54-jährige Teamchef, dass seinem Team der fünfte Platz von Giancarlo Fisichella einen Aufwind geben wird. "Ich sehe dadurch große psychologische Änderungen", hofft Eddie Jordan, dass sein Team – welches sich dieser Tage im spanischen Valencia auf den Grand Prix von Monaco vorbereitet – bei den nächsten Rennen motivierter ist. |
Die Spatzen pfeifen es zwar schon seit längerem von den Dächern, doch offiziell ist bekanntlich noch nichts. Nach den Ankündigungen von Honda, wonach man das Formel-1-Engagement überdenken müsse - gemeint ist hier vor allem die Belieferung von zwei Teams mit kostenlosen Motoren und Werkssupport -, hat sich Eddie Jordan zumindest schon einmal umgehört wer seinem Team denn im kommenden Jahr einen leistungsstarken Zehnzylinder zur Verfügung stellen kann. Ganz einfach deshalb, weil die Japaner bei British American Racing stärker involviert sind als bei Jordan und die Indizien eher dafür sprechen, dass die Konkurrenz aus Brackley das Rennen um die Belieferung mit Honda-Werksmotoren machen wird. Am Rande des Österreich-GP bestätigte Cosworth Racing, die neben dem Jaguar-Rennstall auch noch das Arrows-Team mit Kundenmotoren ausstatten, dass schon einmal Interesse an den eigenen Motoren bekundet wurde: "Noch wurde nicht gezielt gefragt, aber Eddie Jordan hat jetzt schon öfters 'Hallo!' gesagt als für gewöhnlich…", so ein ranghohes Cosworth-Mitglied in Spielberg. Nun hat Cosworth einen weiteren Schritt unternommen und über die englischsprachige Motorsportpresse zu verstehen gegeben, dass man 2003 problemlos ein weiteres Team mit Motoren beliefern kann, jedoch müssten sich entsprechende Interessenten ziemlich bald enscheiden, schließlich müsse man im Vorfeld ja planen und die Möglichkeiten zur reibungslosen Belieferung schaffen. Ende Juni, so heißt es, müsse ein Vertrag unterzeichnet sein. Eddie Jordans Rennstall würde ein Kundenmotor zwar einerseits die ohnehin nicht gerade prächtig gefüllte Teamkasse belasten, andererseits käme er aber auch in den Genuss eines leistungsstarken und zuverlässigen Aggregates. Doch neben der Option Cosworth, sollte Honda ab der kommenden Saison wirklich nur noch British American Racing beliefern, gäbe es rein theoretisch noch die Möglichkeit von Ferrari Kundenmotoren zu erhalten. Die Italiener stellten bekanntlich dem Pleite gegangenen Team von Alain Prost für schätzungsweise 25 bis 30 Millionen US-Dollar in der Saison 2001 den Vorjahresmotor plus das Getriebe und die Heckpartie des alten Ferrari-Boliden zur Verfügung. Ob Ferrari allerdings neben Sauber wieder ein zweites Team unterstützen möche, ist derzeit nicht bekannt. Vom Kostenstandpunkt her betrachtet dürfte kaum ein Unterschied bestehen ob man nun Cosworth- oder Ferrari-Motoren kauft. Eddie Jordan wird sich in den kommenden Tagen und Wochen wohl mehr als nur einmal mit seinen wichtigsten Vertrauten beraten und die möglichen Optionen durchsprechen. Sicher ist, dass dem Iren am liebsten wäre auch weiterhin mit Honda zusammenzuarbeiten, schließlich sind die Teams mittlerweile eingespielt und man selbst würde so bis zu 30 Millionen Dollar an Ausgaben sparen. |
Jordan-Honda-Fahrer Takuma Sato ist nach seinem schweren Unfall am Sonntag beim Grand Prix von Österreich schon wieder fit. Demnach wird der Japaner bereits am Wochenende in Monte Carlo am Historic Monaco Grand Prix teilnehmen und einen Lotus 49B fahren, mit dem Graham Hill 1968 und 1969 im Fürstentum siegte. Außerdem gab mit jenem Wagen Emerson Fittipaldi 1970 in Großbritannien sein Formel-1-Debüt. Der Brasilianer wurde später 1972 und 1974 Formel-1-Weltmeister. Sato und Heidfeld kamen glimpflich davon Takuma Sato war am Sonntag in Spielberg in der 28. Runde mit Nick Heidfeld kollidiert, der vor der 'Remus'-Kurve die Kontrolle über seinen Sauber-Petronas verloren hatte und dem 25-Jährigen rückwärts in die Seite seines EJ12 gekracht war. Während "Quick Nick" seinem Unfallwagen mit einem Schock und einigen Prellungen eigenhändig entsteigen konnte, war Takuma Sato in seinem Auto eingeklemmt, da auch das Monococque beschädigt worden war. Das Ärzteteam um Formel-1-Arzt Professor Sid Watkins benötigte rund zehn Minuten, ehe man den Formel-1-Neuling aus seinem Auto befreien konnte und ihn nach einer ersten Untersuchung im Streckenhospital ins Krankenhaus nach Graz flog, wo er eine Nacht zur Beobachtung blieb. Nach einer abschließenden Untersuchung am Montagmorgen entlies man den sechsfachen Grand-Prix-Teilnehmer wieder. Am Dienstag traf Takuma Sato in London ein, wo nach einer Untersuchung durch Fachärzte entschieden wurde, dass der Wahlbrite bereits eine Woche vor dem Formel-1-Grand-Prix den Lotus 49B in Monaco fahren kann. Bis dahin wird der 1 Meter 63 große Rennfahrer seine Prellungen kühlen, damit er siebten Tage später auf der 3,370 Kilometer langen Strecke im Fürstentum, auf der der Fahrer besonders gefordert wird, wieder 100-prozentig fit ist. Sato fährt erstmals in Monte Carlo Während der Formel-1-Grand-Prix in Monaco über eine Distanz von 262,860 Kilometern ausgetragen wird, dauert der Historic Monaco Grand Prix gerade Mal 25 Minuten. Zuvor wird Takuma Sato, der den Lotus-Ford bereits in Großbritannien testen konnte und sehr begeistert vom Handling, der H-Schaltung und dem Sound des Ford-Cosworth-DFV-Motors mit 8 Zylindern war, in einem 20 Minuten langen Training am Samstag die Möglichkeit haben, sich mit der Pistenführung in Monte Carlo vertraut zu machen. Immerhin hat er bisher noch kein Rennen in den Straßenschluchten von Monte Carlo bestritten. Unterdessen wurde der Hobbyradrennfahrer von zahlreichen Genesungswünschen überrascht. Allen voran sein Team und sein Teamkollege Giancarlo Fisichella, der mit Platz fünf in Spielberg die ersten WM-Punkte in diesem Jahr für das Team von Eddie Jordan einfuhr, wünschten "Taku" alles Gute. Außerdem meldete sich Nick Heidfeld telefonisch, der den Unfall offenbar durch einen Verbremser ausgelöst hatte. |
Einen Tag nach dem schweren Unfall von Takuma Sato, bei dem ihm die starken Monocoques und sicheren Benzintanks der Formel 1 das Leben gerettet haben, gibt es zum Glück weiterhin nur positive Nachrichten zu vermelden. Der Japaner ist am Montag aus dem Grazer Universitätsklinikum entlassen worden: "Ich bin wirklich völlig OK. Mir tun meine Beine und Knie ein wenig weh, aber das ist auch schon alles", so der Jordan-Honda-Pilot. An den Unfall, als Nick Heidfeld rückwärts in der Haarnadelkurve durch die Wiese angeschossen kam und mit dem Heck voran mit weit über 200 km/h auf Höhe des Cockpits in den EJ12 seitlich krachte, kann sich der 25-Jährige sogar noch teilweise erinnern: "Alles was ich vom Unfall weiß ist, dass ich zusammen mit Montoya, der fast neben mir war, in die Kurve einlenkte", so Sato auf seiner Homepage. "Ich wusste, dass er dort ist. Ich begann gerade auf das Gaspedal zu steigen, als ich den riesigen Crash hatte. Ich hörte einen heftigen Schlag und schloss für einen Sekundenbruchteil meine Augen. Ich hatte überhaupt keine Ahnung was hier passiert, ich sah Heidfeld gar nicht kommen." Wie viel Glück Takuma Sato gehabt hat, weiß er selbst zu schildern: "Als ich meine Augen öffnete, konnte ich sehen, dass meine Beine im beschädigten Monocoque eingeklemmt waren und ich konnte durch das Loch den Boden sehen! Da war mir klar, dass ich einen heftigen Unfall hatte! Aber dennoch konnte ich meine Arme und Beine spüren und auch wenn ich ein wenig Schmerzen hatte wusste ich, dass nichts gebrochen ist. Das Auto hat toll als Lebensretter für mich funktioniert, es ist nichts mehr von ihm übrig aber mir geht es gut." Auch für die Rettungskräfte hat der Formel-1-Neuling lobende Worte übrig: "Die medizinische Mannschaft und alle auf der Strecke und im Krankenhaus haben absolut fantastisch gearbeitet. Ich danke ihnen sehr für ihre harte Arbeit und die ganzen Bedenken, die ich von den Teams und allen Leuten, die mich kontaktiert haben, mitbekommen habe. Die Ärzte haben mir gesagt, dass es kein Problem ist, in Monaco zu fahren, wir werden also sehen, wie ich mich in ein paar Tagen fühle. Ich denke, dass ich auch für das historische Rennen in Ordnung sein werde, aber zunächst einmal werde ich meinen Arzt in England treffen und mir dort seinen Rat einholen." |
Nach weiteren Untersuchungen der Ärzte am Montagmorgen im Grazer Universitätskrankenhaus kann endgültig Entwarnung gegeben werden: Takuma Sato hat den Horrorcrash von Österreich, bei dem sich Nick Heidfeld mit über 200 km/h mit dem Getriebe seines Saubers in die Seite von Takuma Satos Jordan-Honda bohrte, ohne schlimmere Folgen überstanden. Der 25-Jährige Japaner ist sogar schon wieder zu Witzen aufgelegt und verbrachte eine "angenehme" Nacht, wie es auf seiner offiziellen Homepage heißt. Bis auf einige Prellungen ist der Formel-1-Neuling ohne Blessuren davongekommen. Noch am (heutigen) Montag wird er seine Heimreise nach Monaco antreten, wo er sich von den Quetschungen erholen wird. Ob Sato in zwei Wochen in Monaco an den Start gehen kann, ist derzeit noch ungewiss. Im Fürstentum sollte der Rennfahrer auch am historischen Grand Prix teilnehmen, ein Erlebnis auf das sich Sato im Vorfeld sehr gefreut hatte. Spekulationen der Presse über einen möglichen Ersatzfahrer für den Jordan-Honda-Piloten scheinen angesichts seines guten Zustandes im Moment übereilt. |
Ein reines Wechselbad der Gefühle bescherte der Große Preis von Österreich dem Team von Eddie Jordan. In dem 71 Runden langen Rennen war nach der zur Bergung des auf der Start-/Zielgeraden stehenden BAR-Hondas von Olivier Panis notwendig gewordenen Safety-Car-Phase in der 27. Runde ein schwerer Unfall passiert, in den Saubers Nick Heidfeld und Jordans Takuma Sato involviert waren und weshalb das Saftey-Car erneut auf die Strecke geschickt werden musste. Zum Unfall war es gekommen, als Nick Heidfeld am Ende der Start-/Zielgeraden die Kontrolle über seinen Boliden verlor, nach rechts zum Streckenrand rüber zog und beinahe ungebremst weiter in Richtung Castrol-Kurve rutschte in der gerade Juan-Pablo Montoya und Takuma Sato waren. Während der BMW-Williams-Pilot mit dem Schrecken davonkam, hatte Takuma Sato weniger Glück. Heidfeld krachte in die Seite des Jordan-Honda-Boliden und beide Piloten kamen erst einige Meter weiter im Kiesbett zum Stehen. Während der Sauber-Pilot sein Auto im Anschluss an den heftigen Crash verlassen konnte, blieb Sato im EJ12 sitzen und wartete auf die FIA-Ärzte die ihn letztendlich bargen. Nach der Untersuchung im Streckenkrankenhaus vermeldete das Jordan-Team, dass es seinem Piloten den Umständen entsprechend gut gehe, Sato keine Brüche oder innere Verletzungen habe, zur Sicherheit aber ins Krankenhaus nach Graz geflogen werde. Derweil fuhr Giancarlo Fisichella ein starkes Rennen in dem er am Ende 49,965 Sekunden nach dem Sieger als Fünfter abgewunken wurde. Über seine für das Team geholten ersten WM-Zähler freute sich der Italiener angesichts des Unfalls seines Teamkollegen jedoch nur verhalten. Nach dem Rennen erklärte Fisichella: "Für mich ist das ein sehr, sehr guter Tag gewesen, denn ich hätte nicht erwartet Punkte einzufahren. Aber am wichtigsten ist, dass es Takuma gut geht. Ich hatte einen guten Start, wenngleich der Beginn des Rennens nicht einfach war. Als das Safety-Car herauskam, fuhr ich zum Stopp an die Box und ließ mir genug Benzin geben, sodass ich damit bis zum Ende durchfahren können würde. Die Balance des Autos stimmte nach meinem Boxenstopp und auch der Grip war okay. Darüber hinaus machte ich keinen Fehler." Fisichella weiter: "Als ich hinter dem McLaren hing, stellte ich fest, dass ich auf den Geraden schneller bin, doch ich hatte auch ein gutes Gefühl was die Kurven anging. David fuhr dann auf eine ölige Stelle und so bekam ich die Chance auf Platz fünf zu kommen. Als ich die Ziellinie überquert hatte, fühlte ich mich fantastisch. Ich möchte dem Team danken, besonders weil wir die richtige Entscheidung beim Boxenstopp getroffen haben." "Takuma hat sehr viel Pech bei diesem Unfall, der unserer Meinung nach durch einen Aufhängungsbruch an Heidfelds Auto ausgelöst wurde, gehabt", erklärte Jordans Direktor der Renn- und Testteamabteilung, Gary Anderson. "Giancarlo ist gut gefahren und hat zwei Punkte für uns geholt. Es ist erfreulich, dass der EJ12 zuverlässig und konstant war und solch eine starke Leistung zuließ." |
Für die Jordan-Honda-Piloten Giancarlo Fisichella und Takuma Sato endete die Qualifikation zum Großen Preis von Österreich mit der schon bekannten Erkenntnis, dass man es am Rennsonntag von den herausgefahrenen Startpositionen schwer haben dürfte und Punkte aus eigener Kraft kaum möglich sind. Fisichella umrundete den 4,319 Kilometer langen A1-Ring auf seiner schnellsten Runde in 1:09.901 Minuten und war am Ende damit 1,8 Sekunden langsamer als die Pole Position-Zeit des Tages. Entsprechend ernüchtert fiel der Kommentar des Römers nach der Qualifikation aus: "Wir hatten eine schwierige Qualifikation am heutigen Tag und einige Probleme. Wie wir herausfanden, so war der beste Kompromiss in Sachen Setup, mit angefahrenen Vorder- und neuen Hinterreifen zu fahren. Leider hatte einer meiner Reifen auf einem meiner Versuche einen Bremsplatten. Wir montierten dann neue Reifen und das Auto schien damit recht gut unterwegs, doch meiner Meinung nach waren wir mit den angefahrenen Vorderreifen etwas schneller." Fisichella weiter: "Am Ende der Session fuhr ich dann meine schnellste Runde, welche, da bin ich mir sicher, einen Startplatz in der Top 10 oder Top 12 beschert hätte, doch ich wurde von dem ziemlich langsam fahrenden Frentzen aufgehalten", klagte der Italiener. "Ich weiß nicht warum, doch er machte einfach keinen Platz und hielt mich auf." Nur unwesentlich langsamer als sein italienischer Teamkollege, doch auf Grund der insgesamt eng beieinander liegenden Rundenzeiten morgen drei Plätze hinter "Fisico" startend, reichte es für Takuma Sato nur zu Startposition 18. Auf seiner besten Runde hatte der Mann aus Tokio, der gegenwärtig mit einem BAR-Cockpit für 2003 in Verbindung gebracht wird, 1:10.058 Minuten benötigt. Damit war er 0,157 Sekunden langsamer gewesen als Fisichella. "Das war eine anstrengende Qualifikation. Wir kämpften damit die Balance zwischen Über- und Untersteuern hinzubekommen", gab der 25-Jährige nach der Qualifikation zu Protokoll. "Morgen haben wir noch das Warm Up, doch ehrlich gesagt haben wir noch viel zu tun. Meine Zeit ist nur eine Zehntelsekunde langsamer als Giancarlos, was bestätigt, dass man nicht mehr herausholen konnte." |
Nach dem zweiten Freien Training zum Großen Preis von Österreich zeigten sich die Jordan-Piloten teils zufrieden, teils unzufrieden mit dem Verlauf des ersten Tages des Rennwochenendes. Takuma Sato hatte über beide Trainings verteilt insgesamt 42 Runden auf dem 4.319 Kilometer langen Kurs abspulen können und belegte am Ende den zehnten Rang. Auf seiner schnellsten Umrundung der Strecke hatte der Japaner 1:11.537 Minuten benötigt und war damit knapp eine Sekunde langsamer unterwegs gewesen als der Tagesschnellste. Giancarlo Fisichella hatte zum Ende der zweiten Trainingsstunde nicht mehr die Chance noch einmal eine schnelle Runde hinzulegen, hatte er doch seinen Jordan-Honda EJ12 schon nach rund 20 Minuten im Kiesbett parken müssen. Seine schnellste Rundenzeit bis dahin betrug 1:12.193 Minuten und bescherte dem Italiener schlussendlich Platz 18 im Tagesklassement. Wie gewohnt nahmen beide Rennfahrer nach Beendigung des Freien Trainings Stellung zum Verlauf des Tages. "Ich bin wirklich glücklich, obwohl wir heute Nachmittag kaum Grip hatten. Es ist einfach sehr schwer, auf dieser Strecke die richtige Balance zu finden. Wir konnten aber ein paar Vergleichstest der Aerodynamik machen und meiner Meinung nach ist der neue Frontflügel ein positiver Schritt für den EJ12", lobte Takuma Sato das von den Ingenieuren des Teams entwickelte neue Teil womit man hofft die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. Der Japaner weiter: "Wir sind auch keinerlei Runs mit neuen Reifen gefahren, was die anderen Teams im Gegensatz zu uns schon taten. Das hat sich vermutlich auch auf unsere Zeiten ausgewirkt. Wir hatten aber keinerlei mechanische Probleme und ich denke, dass ich die Strecke ziemlich schnell gelernt habe. Es ist ein netter Kurs auf dem man in den Highspeed-Kurven den richtigen Rhythmus haben muss. Ich freue mich jetzt auf den morgigen Tag." "Wir hatten eine gute erste Session, doch in der zweiten machte ich einen kleinen Fehler in Turn 1 und drehte mich von der Strecke", berichtete Giancarlo Fisichella. "Heute hat aber jedermann mit dem kaum vorhandenen Grip zu kämpfen gehabt und Fehler zu machen war deshalb nicht schwer. Der neue Frontflügel wirkt sich positiv auf das Handling des Autos aus und wir werden ihn morgen wieder benutzen. Ich werde morgen Früh eine Menge zu tun haben", spielte der Italiener darauf an, dass er auf Grund seiner frühzeitig beendeten zweiten Trainingssession am Samstag einiges nachzuholen hat. "Wir waren mit der ersten Session heute Morgen zufrieden, doch am Nachmittag lief es dann nicht so gut und Giancarlo drehte sich von der Strecke. Da die Strecke ziemlich verschmutzt war, haben sich viele Fahrer gedreht. Wir hatten einfach das Pech, dass wir im Kiesbett stecken geblieben sind und das hat uns ein wenig zurückgeworfen", teilte Gary Anderson, Direktor des Renn- und Testteams mit. "Wir nahmen einige Veränderungen an der Abstimmung von Takumas Auto vor die sich nicht unbedingt als Schritt in die richtige Richtung erwiesen. Deshalb mussten wir wieder Änderungen vornehmen und das kostete uns am Nachmittag Zeit. Wir hoffen jetzt auf einen besseren Tag am Samstag." |
Nach einem Bericht von Motorsport News könnte das Jordan-Team schon bald mit einem neuen Motor ausgestattet sein. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, soll Ford angeblich interessiert sein, den zuletzt sehr unglücklich agierenden Motorenhersteller Honda abzulösen. Von den Japanern war in den vergangenen Wochen immer wieder zu vernehmen gewesen, dass sie sich in der Zukunft nur noch auf ein Team konzentrieren wollen und dabei wohl BAR mit Teamchef David Richards die besseren Karten hat. Das Magazin führt weiter an, dass es von den beteiligten Seiten zu diesem Fakt noch keine Stellungnahmen gibt, Ford jedoch neben Arrows und seinem eigenen Team, dem Jaguar-Racing-Team, in der kommenden Saison gerne eine dritte Kraft in der Formel 1 beliefern würde wollen. Sollte Honda den Vertrag mit Jordan auflösen, so könnte der Cosworth-Motor, der am letzten Wochenende gerade Heinz-Harald Frentzen im Arrows zu einem tollen sechsten Platz beim Grand Prix von Spanien verhalf, eine gute Alternative für Eddie Jordan sein. Die Cosworth-Maschine soll definitiv die Power dafür haben. Der einzige Grund, dass das bei Jaguar noch nicht zum Tragen gekommen ist, sollen die aerodynamischen Probleme sein, führt das Blatt weiter an. |
Giancarlo Fisichella ist wohl schon jetzt der Verlierer der Saison. In der vergangenen Saison konnte er bei Benetton den hoch eingeschätzten und in dieser Saison wieder zur Hochform auflaufenden Jenson Button in den Griff bekommen. Nach vier Jahren bei Benetton sah es so aus, als sollte der Römer für seine Aufbauarbeit endlich belohnt werden, denn das Team machte gegen Saisonende große Schritte nach vorne. Doch Giancarlo Fisichella lehnte ein Angebot von Renault ab, da diese ihm nur ein Einjahresvertrag anboten, "Fisico" aber sich für mehrere Jahre an Renault binden wollte. Also kehrte der 29-Jährige zu jenem Team zurück, in dem er schon 1997 fuhr: Jordan. Nach fünf Rennen heißt es für Giancarlo Fisichella 0 Punkte, vier Ausfälle und ein 13. Platz – so hatte sich das der Italiener nicht vorgestellt. Der immer noch als großes Talent geltende Rennfahrer droht bei den Gelben unterzugehen, wie dies mit Jacques Villeneuve bei BAR geschieht: "Ich bereue, dass ich nicht bei Renault geblieben bin, da wäre ich jetzt um einiges besser", so Fisichella gegenüber den 'Motorsport News'. "Im August, als ich mich entscheiden musste, da waren sie noch drei Sekunden zurück. Bei Jordan hat die Saison übel begonnen und es ist noch schlimmer geworden." Was Giancarlo Fisichella besonders wurmt ist die Informationspolitik seines Teams. Von der Kündigung 15 Prozent der Belegschaft, darunter Schlüsselpersonen, bekam er im Vorfeld nichts mit: "Sie sagten mir nur, dass wir ein paar Ingenieure verlieren werden. Sie versichern mir, dass sich die Dinge verändern werden und Honda uns einen neuen Motor geben wird. Ich kann dem Team also nur vertrauen." Jordan-Honda blieb für den Familienvater die einzige Wahl, denn von den Top-Teams kamen keine Angebote. Fisichella glaubt, dass es heute Italiener nicht leicht haben, in der Formel 1 an konkurrenzfähiges Material zu kommen: "Patrese und Alboreto gewannen Rennen, aber sie fuhren für Williams und Ferrari. Ich hatte noch nie eine solche Chance. Man kann im Moment nur in drei Autos gewinnen. Die reicheren Teams wie McLaren und Williams weisen italienische Fahrer weiterhin ab und ziehen Piloten wie Räikkönen vor. Vielleicht liegt es an der Mentalität, aber die größten Teams ziehen andere Nationalitäten vor." |
Eddie Jordan erlebte in Barcelona wieder einmal ein fürchterliches Rennwochenende. Zunächst einmal musste er sich gegen seinen schweren Schritt rechtfertigen, 15 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. "Wir können nicht mehr Geld ausgeben als wir haben", so die Kernaussage des Iren. Und im Rennen sah Giancarlo Fisichella wegen technischer Probleme das Ziel nicht und der stürmische Takuma Sato setzte sein Auto nach einem Fahrfehler in das Kiesbett. Nach nicht einmal einem Viertel der Renndistanz konnten die Gelben zusammenpacken. Fünf Rennen, null Punkte, da tröstet es auch nicht, dass Hauptgegner BAR-Honda ebenfalls noch keine Punkte einfahren konnte. Denn es geisterte in Barcelona erneut das Gerücht herum, dass Honda die Zusammenarbeit mit Jordan als Werkspartner Ende der Saison beenden könnte. Geschürt wurden die Gerüchte von der Aussage Hondas, dass man die Zusammenarbeit genau untersuchen werde und von einem Kommentar Ross Brawns, dass sich Honda auf ein Team konzentrieren müsse, wenn man Erfolg haben wolle. "Wir haben einen festen Vertrag mit Honda, der bis in das nächste Jahr datiert", verteidigte sich Eddie Jordan in Barcelona. "Manche haben gesagt, dass sich Honda von uns trennen wird, aber ich weiß nichts davon. Honda ist ein fabelhafter Partner mit fähigen Leuten und wir arbeiten alle hart, am Auto wie am Motor, um die Ergebnisse zu verbessern." Die Aussage von Eddie Jordan ist grundsätzlich korrekt, man unterschrieb im Jahr 2000 einen Vertrag für die Saison 2001 mit der Option auf zwei weitere Jahre. Somit hat man prinzipiell einen Vertrag für 2003, doch wer sagt, dass Honda die Option auf 2003 ziehen muss? Entwicklungschef Takeo Fukui jedenfalls meinte kürzlich ganz unverblümt, dass er die Beziehung zwischen Ferrari und Sauber als sehr sinnvoll erachtet. Was nichts anderes heißt, als dass man überlegt, weiterhin Werkspartner eines Teams zu sein, aber wie Ferrari einem Partnerteam den Vorjahresmotor als Kundenmotor, sprich kostenpflichtig, zur Verfügung stellen könnte. Das wäre in diesem Falle wohl Jordan. Für Formel-1-Experten ist der harte Sparkurs von Eddie Jordan ein Zeichen dafür, dass Eddie Jordan harte Zeiten auf sich zukommen sieht. Höchstwahrscheinlich sind einige seiner Sponsoringabkommen leistungsgebunden. Dies würde bedeuten, dass Jordan massiv Einnahmen verlieren würde, wenn der Erfolg weiterhin ausbleibt. Und vielleicht plant Eddie Jordan auch schon die Rückkehr zum Bezahlmotor, wie in der Zeit 1998 bis 1999, als er nach der Trennung von Peugeot den Mugen-Honda-Motor leaste. |
Eddie Jordans Rennstall konnte auch beim fünften Grand Prix der Saison keine Punkte holen und vom Pech anderer profitieren. Stattdessen erwischte es die Truppe wie schon zuletzt in Imola selbst. Giancarlo Fisichella schied wie beim vorigen Rennen mit Hydraulikdruckproblemen in der fünften Runde aus. Das fehlerhafte Teil wurde zwar bereits modifiziert, in Spanien konnte man es jedoch noch nicht einsetzen. Takuma Sato konnte zwar beim Start fünf Konkurrenten überholen und lag anschließend an dreizehnter Position, doch in der elften Runde drehte sich der Japaner auf Grund seines schwer fahrbaren Autos von der Strecke, womit beide Jordan-Piloten frühzeitig die Segel gestrichen hatten. "Kein guter Tag", erklärte Giancarlo Fisichella nach seinem dritten, technisch bedingten Ausfall in Folge. "Auf Grund Hydraulikdruckverlusts konnte ich keine Gänge wechseln. Ich bin sehr enttäuscht, denn ich konnte wegen vieler verschiedener Probleme bislang kein Rennen beenden. Es ist offensichtlich, dass wir nicht konkurrenzfähig sind. Ich hoffe, dass sich die Dinge jedoch zukünftig verbessern werden", übte sich der Italiener in Zweckoptimismus. "Ich hatte enorm mit Untersteuern in den schnellen Kurven zu kämpfen und konnte das nicht kompensieren. Es ist wirklich eine große Schande, ausgefallen zu sein, denn im Warm Up waren wir gut dabei und ich hatte einen tollen Start zu Beginn des Rennens gehabt", ärgerte sich Takuma Sato über seinen Ausfall. Teamchef Eddie Jordan nahm den Ausfall seiner beiden Piloten mit betrübter Miene am Kommandostand zur Kenntnis und erklärte später: "An Giancarlos Auto trat das gleiche Problem mit dem Hydraulikdruck auf wie in San Marino. Wir hatten dieses Problem nach dem letzten Rennen ausgemacht und die entsprechende Komponente modifiziert. Auf Grund von Verzögerungen bei der Herstellung, konnten wir das neue Teil jedoch nicht schon an diesem Wochenende einsetzen. Wir geben uns Mühe, dass wir es so schnell wie möglich jedoch haben werden. Taku flog in Turn 13 wegen Untersteuern von der Strecke. Mit all den Veränderungen die wir in der letzten Woche bekannt geben mussten, ist das eine harte Woche für das Team gewesen. Ich spüre aber, dass jeder motivierter als je zuvor ist, um das Team wieder dahin zu bringen wo wir sein sollten. Das heutige Ergebnis wird uns nur bestärken noch stärker und hingebungsvoller zu arbeiten." |
Einst war sein Rennstall Sprungbrett für Michael und Ralf Schumacher, jetzt steht Eddie Jordan in der Formel 1 vor dem Absturz. Der irische Teamchef kämpft in der Königsklasse des Motorsports gegen den finanziellen Kollaps. Jordan hat zu Beginn der Woche 15 Prozent seiner Belegschaft entlassen und fordert nach der Limitierung der Motoren ab 2004 durch den Automobilweltverband FIA noch weitere Sparmaßnahmen in der Formel 1. "Wir wollen keine Geschenke von den großen Teams, nur eine faire Sicht der Dinge", sagte Jordan in einem Interview mit dem englischen Fachmagazin 'Autosport': "Wir müssen sicherstellen, das die Show absolut die Beste ist, aber versuchen, die Kosten zu minimieren. Sonst wird die Formel 1, die wir seit 50 Jahren kennen, verschwinden." Zunächst droht aber Jordans eigener Rennstall in der Versenkung zu verschwinden. Das Team, in dem Michael Schumacher 1991 in Spa sein Debüt in der Formel 1 feierte, und sein Bruder Ralf von 1997 bis 1998 fuhr, hat in den ersten vier Rennen der Saison noch keinen Punkt geholt und gerät zunehmend unter Druck von Motorenlieferant Honda. "Wir haben im letzten Jahr zwar einen Dreijahresvertrag mit Jordan unterschrieben, aber nach dem Stand der Dinge machen wir uns Gedanken", sagte Honda-Entwicklungschef Takeo Fukui der Zeitung 'The Sun'. Jordan hatte seine beste Saison 1999 mit Platz drei in der Konstrukteurswertung und Rang drei in der Fahrer-WM für den Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen, den er im Sommer 2001 feuerte. Jetzt will der Ire mit der geschrumpften Mannschaft wieder an bessere Zeiten anknüpfen. "Jordan war stark, als das Team klein und effizient war", begründete er die Trennung von rund 30 Mitarbeitern und die Reduzierung der Teamstärke auf etwa 200 Personen. "Wir haben jetzt eine effektivere Struktur, um uns auf die Performance und Zuverlässigkeit unserer Autos zu konzentrieren", meinte der Ire. |
Nachdem am Dienstagabend noch nur über eine mögliche Kündigung von Eghbal Hamidy spekuliert wurde, bestätigte das Jordan-Honda-Team am Mittwochnachmittag in einer kurzen Pressemitteilung, dass man sich von seinem ehemaligen Technischen Direktor getrennt hat. Der Iraner war nach den ersten Testfahrten mit dem EJ12 in die Kritik geraten, da das neue Auto nicht die Erwartungen des Rennstalls von Eddie Jordan erfüllen konnte. Eghbal Hamidy wurde daraufhin zunächst beurlaubt. Nun bestätigte das Team jedoch die Kündigung. "Diese Entscheidung wurde Freundschaftlich getroffen", hieß es in einer Presseerklärung aus Silverstone. "Beide Seiten möchten keinen weiteren Kommentar abgeben." Wer Nachfolger von Eghbal Hamidy wird, ist bisweilen noch unklar. Vermutlich wird jedoch auf Henri Durand, bisweilen Direktor der Entwicklungs- und Designabteilung, mehr Verantwortung zukommen. Erst am Dienstagabend hatte das Team mitgeteilt, dass man sich von rund 15 Prozent des Personals, darunter Managing-Direktor Trevor Foster und Chefingenieur Tim Holloway, getrennt hat. In Kürze wird auch Chief Operationg Officer John Putt das Team verlassen. |
Die in den letzten Wochen immer offensichtlichere Krise bei Jordan hat heute ihren vorübergehenden Höhe- beziehungsweise Tiefpunkt erreicht, weshalb mit sofortiger Wirkung eine Umstrukturierung in Kraft treten wird. Die logische Konsequenz drang heute an die Öffentlichkeit: Rund 15 Prozent aller Angestellten - darunter auch einige Manager in Führungspositionen - müssen ihre Koffer packen, Gehälter werden gekürzt und die Struktur insgesamt vereinfacht. Mit einem Kern von effektiv 200 Mitarbeitern will man in der Fabrik in Silverstone einen kompletten Neuanfang starten. |
Viele Rennen der modernen Formel 1, in der das Überholen nicht mehr die leichteste Übung ist, werden an der Box entschieden. Aus diesem Grund ist es heute umso wichtiger, optimale Boxenstopps zu haben um an der "Tankstelle" keine Zeit zu verlieren. Bei Jordan-Honda sind es 24 Leute, die sich um die Abfertigung des EJ12 kümmern. Auf der Homepage des Jordan-Honda-Teams erklärt Teammanager Tim Edwards, wie man fast unermüdlich versucht, auch noch die letzte Zehntelsekunde bei den Boxenstopps zu finden. "Wir trainieren Boxenstopps regelmäßig, bei Tests, in der Fabrik und bei jedem Rennwochenende. Wir nehmen einige Änderungen vor, wer was zu tun hat und diese neuen Positionen trainieren wir in der Fabrik. Beim Test letzte Woche in Imola haben wir zusätzlich eine Stunde lang 'live' getestet. Diese richtigen Tests sind wichtig, denn es ist ein großer Unterschied zu unseren normalen Übungen, wenn wir ein paar Jungs haben, die das Auto in die Position schieben, in der es abgefertigt wird. 'Live' bedeutet, dass die Mechaniker in der Garage sitzen, wie wenn sie das Rennen anschauen und dann 20 Sekunden bevor der Fahrer an die Box kommt, gerufen werden. In Silverstone haben wir das 12 oder 15 Mal geübt." "Wir probieren immer verschiede Arbeitsweisen aus. Zum Beispiel haben wir zwei Leute, die den Benzinschlauch bedienen, wobei das hintere Teammitglied einen großen Einfluss auf die zielgerechte Platzierung des Rüssels hat. Bei den Überseerennen hatte in diesem Jahr eine größere Person vor einem kleineren Teammitglied gestanden, was die Mithilfe des Hinteren eingeschränkt hat. Als wir nach Europa kamen, so haben wir versucht, dies umzudrehen und verwendeten andere Teammitglieder und wir fanden, dass das Betanken nun besser funktioniert." "Jetzt ist unser größtes Teammitglied der zweite Mann am Schlauch und der schaut über die Schulter des Vorderen, um beim Anlegen des Schlauchs zu helfen. Der kräftige Kerl, der bisher vorne am Schlauch stand, ist nun am hinteren Wagenheber, denn der bisherige Mann dort war zu leicht und wurde aus diesem Grund manchmal ausgehoben. Wenn man unsere Arbeit so überdenkt, dann werden unsere Boxenstopps dadurch flüssiger und schneller, aber das benötigt ein paar Rennen, damit man ein Gefühl hat, wie man das Team aufstellen sollte." "Wir haben ein paar Leute in der Mannschaft, die vor dieser Saison noch nie Boxenstopps durchgeführt haben und es ist egal, wie oft man es übt, wenn man es zum ersten Mal im Ernstfall tun muss, wenn es darauf ankommt, dann fließt das Adrenalin! Wir sehen Veränderungen im Verlauf der Saison und am Ende der Saison ist die Crew zusammengeschweißt und die Boxenstopps gehen mit jedem Mal flüssiger und schneller von der Hand." |
Vom vergangenen Rennen in Imola spricht bei Jordan-Honda niemand mehr – kein Wunder angesichts des Doppelausfalls. Und Giancarlo Fisichella weiß auch nicht so recht, was das Team in Barcelona erwarten wird: "Barcelona ist ein sehr technischer Kurs, aus diesem Grund wird es schwierig sein, das Setup auf die Reihe zu bekommen. Wir haben hier vor dem Saisonstart eine Menge getestet, wir können also gleich richtig los fahren. Der Test in Silverstone hat uns geholfen, ein paar Schritte vorwärts zu machen, aber es gibt noch Arbeit zu erledigen." Teamkollege Takuma Sato freut sich als Formel-1-Neuling auf eine bekannte Strecke zu kommen: "Da wir in Barcelona ein paar Mal getestet haben kenne ich die Strecke deutlich besser als jene Strecken, auf denen ich in diesem Jahr schon gefahren war. Grundsätzlich bedeutet dies, dass ich anstatt den Kurs erst einmal zehn Runden lernen zu müssen, sofort mich um die Arbeit am Setup kümmern kann, wir werden also mehr Zeit zur Verfügung haben, um die Balance des Autos auf die Reihe zu bekommen, was einen Unterschied ausmachen wird. Das ist eine gute Sache, denn ich denke, dass es eine anstrengende Strecke für uns werden wird." Chefrenningenieur David Brown über das kommende Rennen: "Wir haben in Barcelona in diesem Jahr vier Tests gehabt, wir konnten also eine Menge Hausarbeiten erledigen und ich glaube, dass wir die richtige Reifenwahl getroffen haben. Ich denke, dass der Kurs dem EJ12 besser liegen wird als Imola, da es mehr fließende Kurven und weniger 'stop-and-go-Kurven' gibt. Die Extra-Power vom Motor sollte uns dort helfen und einige aerodynamische Modifikationen, die wir in Silverstone getestet haben, sehen definitiv nach einem Vorteil aus. Wir erwarten uns in Imola in einer besseren Position, aber es ist klar, dass wir noch ein paar Verbesserungen benötigen. Wie immer werden wir unser Bestes mit dem Paket geben, das wir momentan haben." |
Null Punkte nach vier Rennen – Honda droht in der Formel 1 seinen guten Ruf zu verlieren. Von der einstigen Dominanz ist zurzeit nichts zu sehen, zu wenig PS leisten die Triebwerke der Japaner, um in Verbindung mit den mäßigen Chassis der Partner Jordan und BAR um Punkte kämpfen zu können. "Ich glaube, dass es große Parallelen zwischen der Situation, in der sich BAR zu Beginn des Jahres befunden hat und jener, in der sich Honda im Moment befindet, gibt", so BAR-Honda-Teamchef David Richards in einem Gespräch mit dem 'BBC Radio'. Laut Richards müssen sich derzeit alle Beteiligten Gedanken darüber machen, wie man sich verbessern kann. Hondas Forschungs- und Designchef Takeo Fukui, der letztes Wochenende in Imola war, zeigte sich jedenfalls wenig zufrieden mit der aktuellen Situation: "Er machte keinen Hehl daraus, dass er mit dem bisher gemachten Fortschritten nicht zufrieden ist", erinnert sich Richards. "Honda muss sich neu organisieren und ihre Aufgaben anders angehen", so Richards, der diesen Schritt mit seinem Team schon vollzogen hat. "In den nächsten 12 Monaten" erwartet Richards sowohl von Honda als auch von BAR große Schritte nach vorne. "2004 sollten wir meiner Meinung nach in der Lage sein, so die Leistung unseres Teams und unserer Motorpartnerschaft optimiert zu haben, dass wir als ernster Wettbewerber vorne im Feld mitfahren können." Der Plan von Richards könnte den Weggang von Villeneuve vorsehen: "Wir werden das Fahrerthema im Sommer unter die Lupe nehmen und da gibt es definitiv einige Themen anzuschneiden." Unter anderem das Gehalt von Villeneuve, das die Ergebnisse momentan nicht rechtfertigt und stattdessen besser in die Entwicklung des Autos gesteckt werden sollte… David Richards spricht auch davon, die Motorpartnerschaft mit Honda zu "optimieren". Was die Spatzen schon seit langem von den Dächern pfeifen, scheint sich mehr und mehr zu erhärten: Honda könnte sich in Zukunft ganz auf ein Team konzentrieren, und das wäre BAR: "Wir haben im letzten Jahr mit Jordan einen Dreijahresplan unterzeichnet", erklärte Takeo Fukui jüngst dem 'Autosport'-Magazin. "Natürlich nehmen wir den Vertrag jedes Jahr unter die Lupe und ich kann nicht dementieren, dass wir die ganze Situation überdenken", so die verklausulierten Worte des Japaners. Während das BAR-Team durchaus optimistisch in die Zukunft schaut, lässt Eddie Jordan verblüffend aufschreckende Worte fallen: "Wir müssen Dinge ändern, wir müssen geiziger werden, Dinge anders angehen. Es kann nicht sein, dass Teams wie wir Geld ausgeben, das nicht vorhanden ist", spricht der Ire die Geldsorgen der Gelben an, die trotz eines nach außen hin gesund erscheinenden Sponsorenpools nicht von der Hand zu weisen sind. Längst spricht Eddie Jordan vom "langfristigen Überleben" seines Teams: "Ich werde das Team viel kompakter gestalten. Wenn das heißt, dass wir Leute entlassen müssen, dann werden wir nicht darum herumkommen. Wir müssen vielleicht harte Entscheidungen treffen, um das Team wieder in ein Siegerteam verwandeln zu können." Wenn Jordan die Honda-Motoren verlieren würde, so wäre dies ein heftiger Rückschlag, denn dies würde bedeuten, dass man wohl für viel Geld Kundenmotoren einkaufen müsste. Noch denkt Eddie Jordan nicht an einen Rücktritt aus der Formel 1, aber er gibt zu, dass ihn der Abstieg seines Teams seit 1999, als man Rennen gewann und WM-Dritter wurde, schmerzt: "Da ist etwas in mir, dass mir Schmerzen bereitet und mich von innen auffrisst. Ich will Leistung zeigen, nicht nur für mich und meine Familie, sondern für jeden, der mit Jordan verbunden ist. Dieser Wille brennt immer noch ganz stark in mir." Auch ein Verkauf seines Teams kommt derzeit nicht in Frage: "Ich bin nicht der Typ, der sein Geld zählt, ich bin aus Leidenschaft im Rennsport." |
Das Jordan-Team hatte bei den Testfahrten in Silverstone diese Woche ganz hohen Besuch aus Japan zu Gast. Die königliche Prinzessin Akiko besuchte nämlich in Begleitung mit dem in London tätigen Botschafter ihres Landes, Mr. Orita, den Rennstall von Eddie Jordan und die Rennstrecke auf der sich die Teams auf den kommenden Grand Prix vorbereiteten. Zuvor hatte sie sich jedoch von den Teammitgliedern John Putt und Mark Gallagher die Fabrik des Rennstalls zeigen lassen. Späte bei den Testfahrten galt Prinzessin Akikos Aufmerksamkeit natürlich Takuma Sato, Japans viel versprechendsten Rennfahrer. Den Meldungen des Teams nach zeigte sich die Prinzessin, die zur Mittagszeit mit Sato und Teamchef Eddie Jordan speiste, großes Interesse an der Arbeit des Rennstalls. "Prinzessin Akiko und Mr. Orita zu treffen und sie herumzuführen, war für mich eine wirklich große Ehre", erklärte Takuma Sato später stolz. "Ich denke, dass Prinzessin Akiko ihren Besuch und das Erlebnis ein Formel-1-Team näher kennen zu lernen wirklich genossen hat. Ich glaube aber auch, dass sie wirklich überrascht war, wie laut dieser Sport doch ist." |
Am letzten Testtag in Silverstone setzten Giancarlo Fisichella und Takuma Sato das umfassende Programm zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit des Jordan-Honda EJ12 fort. Fisichella konzentrierte sich neben einem Reifentest für Bridgestone auch auf das Feintuning des Setups, sowie die Entwicklung eines neuen Frontflügels und anderer aerodynamischer Teile und die Verbesserung der Traktionskontrolle. Am Ende des Tages hatte der Italiener 57 Runden gefahren und belegte in 1:22.524 Minuten den fünften Rang. Takuma Satos Schwerpunkt lag auf den Tests der Bremsen, Traktionskontrolle, Abstimmungsarbeiten und Hondas Motorenentwicklungsprogramm. Am Nachmittag übte er eine Stunde lang mit der Crew Boxenstopps, bevor der einsetzende Regen das Team dazu zwang das Auto auf Regenwetter-Setup umzustellen. Satos schnellste von insgesamt 50 Runden wurde in 1:22.890 Minuten gestoppt, womit er Platz 6 in der Zeitentabelle belegte. "Wir waren heute Morgen sehr schnell", erklärte der Japaner am Ende des Testtages. "Es war kalt und windstill und jeder fuhr schnelle Runden und wir waren gut dabei. Am Nachmittag gab es dann Regenschauer, sodass wir einige Regenabstimmungen ausprobierten. Diese funktionierten gut. Ich hoffe, dass wir Schritte in die richtige Richtung machen", zeigte sich der 25-Jährige einerseits zufrieden mit der absolvierten Arbeit, andererseits etwas skeptisch, ob man den EJ12 konkurrenzfähiger machen konnte, da sich dies erst frühestens beim Spanien-GP herausstellen wird. |
Neben Renault, Jaguar, Sauber, BAR und Arrows, begann auch das Jordan-Team am Dienstag die Testfahrten in Silverstone. Zum Einsatz für den Rennstall kam Takuma Sato, der insgesamt 47 Runden abspulen konnte und am Ende in 1:24.032 Minuten die fünftschnellste Zeit gefahren hatte. Auf dem Aufgabenprogramm des Japaners hatten Abstimmungsarbeiten des Motors, sowie Tests einer neuen Einstellung der Vorderradaufhängung, sowie der Bremsen und die übliche Fahrzeugabstimmungsarbeit gestanden. Auf Grund eines Problems mit dem Honda-Motor, musste "Taku" die Testarbeit jedoch früher beenden als es dem Team lieb war. Dennoch war der 25-Jährige recht zufrieden: "Heute war gutes Wetter, was für Silverstone eigentlich unüblich ist. Insgesamt ist es ein guter Arbeitstag gewesen, wenngleich uns einige kleine Probleme etwas Zeit gekostet haben. Wir haben Systemchecks des neuen Honda-Motors durchgeführt und eine neue Einstellung der Vorderradaufhängung probiert, welche gut funktioniert. Es gibt noch eine Menge zu tun, doch das ist schon einmal ein Anfang. Das war heute ein guter Beginn für den Rest dieses Tests", erklärte der Japaner, der ab heute von Giancarlo Fisichella unterstützt wird, zuversichtlich. |
Für das Jordan-Team verlief auch der Große Preis von San Marino enttäuschend. Nach einem Boxenstopp in der sechsten Runde musste Takuma Sato in der siebten Runde seinen EJ12 mit Schaltproblemen abstellen. Giancarlo Fisichella hatte bei seinem Heim-Grand Prix genauso wenig Glück wie zuletzt in Brasilien und schied ebenfalls aus. Der Römer rollte in der 20. Runde mit Hydraulikdruckproblemen aus und war entsprechend enttäuscht. "Ich hatte einen guten Start, doch dann machte Heinz-Harald Frentzen die Tür zu und ich musste ins Kiesbett ausweichen und verlor dadurch jede Menge Plätze", beschwerte sich der von Platz 15 losgefahrene Jordan-Pilot. "Anschließend fuhr ich dann mein Rennen und hatte Eddie Irvine überholt, doch plötzlich verlor das Auto den Vortrieb. Es scheint so, dass der Hydraulikdruck plötzlich weg war und das gleiche Problem wie gestern in der Qualifikation auftrat." "Ein enttäuschendes Ende dieses Rennwochenendes. Ich war in der vierten Runde und alles funktionierte, doch dann bemerkte ich ein Problem mit den Gängen und hing im ersten Gang fest. Da ich keinen anderen Gang mehr einlegen konnte, fuhr ich zurück an die Box, wo das Team die Elektronik neu startete. Ich konnte dann wieder zurück auf die Strecke, doch gleich nach meiner Fahrt aus der Box trat das Problem wieder auf und ich konnte nur noch links rüberfahren und aufgeben", schilderte Takuma Sato die technischen Probleme die ihn davon abhielten das Rennen zu Ende zu fahren. Teamchef Eddie Jordan erklärte ohne etwas beschönigen zu wollen: "Ein Rennwochenende zum Vergessen. Wir werden jetzt ein Meeting haben und versuchen den Problemen auf den Grund zu gehen. Wir müssen einen sehr hohen Berg erklimmen, doch wir kommen nicht umher das zu tun und genau das werden wir auch machen", zeigte sich der Ire trotz der bislang enttäuschenden Saison auch kämpferisch. |
Für das Jordan-Team begann der verregnete Europa-Auftakt der Formel 1 mit dem ersten und zweiten Freien Training in Imola recht erfreulich. So konnte Giancarlo Fisichella bei regennasser Strecke in 1:38.093 Minuten hinter Ferrari-Pilot Michael Schumacher die zweitbeste Rundenzeit realisieren. Der Abstand zwischen den beiden Piloten betrug mit 0,607 Sekunden gerade einmal etwas mehr als eine halbe Sekunde. In der zweiten Trainingsstunde verbesserten beide Ferrari-Fahrer ihre Rundenzeiten dann noch einmal, während dies Fisichella nicht gelang. Der Italiener belegte am Ende des Freitags in 1:38.093 Minuten trotzdem den dritten Rang im Klassement und hatte 1,195 Sekunden (auf Barrichellos Zeit) beziehungsweise 1,391 Sekunden (auf Schumachers Zeit) Rückstand. Teamkollege Takuma Sato hatte in der ersten einstündigen Trainingssession in 1:40.334 Sekunden die zehntbeste Runde auf dem 4,933 Kilometer langen Kurs realisieren können. Im zweiten Training verbesserte der Japaner seine Zeit auf 1:39.764 Minuten geringfügig und belegte am Ende des Tages schließlich mit 2,866 Sekunden Abstand auf die Tagesbestzeit und 1,671 Sekunden Abstand auf die Bestzeit von Fisichella den elften Platz. Im Anschluss an den ersten Tag des Rennwochenendes äußerten sich beide Fahrer über den Verlauf und ihre Eindrücke vom Auto. "Ich fühlte mich im Auto heute Morgen bei komplett nassen Bedingungen sehr wohl. Aber als die Strecke abtrocknete fand ich das Auto schwieriger, denn es war hart Traktion zu finden und beim Bremsen die nötige Stabilität zu haben", erklärte Takuma Sato. "Nachdem wir zum Ende des Trainings die Reifen gewechselt hatten, verbesserte sich die Balance. Ich denke, dass wir nach Auswertung der Daten ein gutes Setup für den Samstag finden werden." Gary Anderson, Direktor der Renn- und Testteamabteilung, kommentierte den Freitag wie folgt: "Ich bin mit dem Verlauf beider Trainings zufrieden und glaube, dass unsere Positionen aufzeigen, dass unser Paket bei kalten und nassen Bedingungen konkurrenzfähiger ist. Ich wünsche mir für die Qualifikation, in der wir mit dem neuen Honda-Motor fahren werden, exakt die gleichen Bedingungen wie heute und am Sonntag ein Rennen im Trockenen." |
Wenige Minuten vor dem Beginn des ersten Freien Trainings des Großen Preises von San Marino hat das Jordan-Team verkündet, dass man in Virgin Mobile einen neuen Sponsor gefunden hat. Das Teamangaben nach in Großbritannien das modernste Telekommunikationsnetzwerk unterhaltende Unternehmen wird somit offizieller Partner des Rennstalls in Sachen Telekommunikation. Die ab diesem Rennwochenende beginnende Zusammenarbeit wird durch die auf den EJ12, den Headsets und der Teamkleidung vertretenen Logos zu sehen sein. "Ich bin glücklich darüber, Virgin Mobile als Sponsor in der Jordan-Familie begrüßen zu dürfen", hieß Teamchef Eddie Jordan den neuen Partner herzlich willkommen. Als Unternehmen mit dem am schnellsten wachsenden Mobilfunknetz in Großbritannien, sowie mit den aggressiven internationalen Expansionsplänen in Ländern in denen die Formel 1 populär ist, glaube ich, dass beide Firmen von dieser Zusammenarbeit profitieren werden. Jordan und Virgin Mobile verkörpern ziemlich ähnliche Einstellungen und genießen es beide die großen Mitbewerber durch innovatives Marketing, führende Technologien und der bestmöglichen Nutzung zur Verfügung stehender Ressourcen herauszufordern." Sir Richard Branson erklärte: "Eddie Jordan und sein Team besitzen einen großartigen Ruf ein dynamisches und innovatives Team zu sein. Darüber hinaus sind sie auch dafür bekannt Spaß haben zu wollen und Dinge anders zu tun. Das ist genau die Einstellung, welche uns auch bei Virgin Mobile am Herzen liegt, und welche der Grund ist, weshalb wir davon ausgehen, dass beide Firmen in gleicher Weise von dieser Partnerschaft in einem wirklich bedeutsamen Jahr - in dem wir insbesondere global expandieren wollen - profitieren werden. Und natürlich müssen wir bärtigen Unternehmer ja auch zusammenhalten! |
"Ich beginne die Runde, in dem ich nach den Boxen mit Vollgas auf die 'Tamburello'-Kurve zubeschleunige und dabei rund 300 km/h erreiche. Dann bremse ich hart für die Links-Rechts-Kurve, die ich im zweiten Gang mit rund 125 km/h durchfahre. Von da an muss ich wieder Vollgas geben, um auf die 'Villeneuve'-Schikane zuzufahren. Bevor ich durch diese trickreiche Schikane fahre, erreiche ich mit 285 km/h eine leicht niedrigere Höchstgeschwindigkeit als zuvor." "Jetzt gebe ich wieder zügig Gas, bevor ich erneut bremse, um die 'Tosa' im zweiten Gang mit knapp unter 80 km/h zu durchfahren. Ich mag diese Kurve, weil man dort die Möglichkeit zu überholen hat, auch wenn es jetzt schwieriger ist, als es sein sollte. Aus der 'Tosa' heraus beschleunige ich den Berg hinauf und erreiche rund 280 km/h, bevor ich die 'Piratella' mit rund 175 km/h im vierten Gang durchfahre. Das ist eine schwierige Kurve, weil sie am Ausgang nach außen abfällt. Den Berg hinab zur 'Aqua Minerali' erreiche ich rund 270 km/h, bevor ich sehr hart auf 110 km/h bis in den zweiten Gang abbremse." "Ich beschleunige wieder den Berg hinauf und erreiche 270 km/h, bevor ich zur 'Variante Alta' komme. Ich bremse runter in den zweiten Gang. Die Minimalgeschwindigkeit in dieser Kurve beträgt 125 km/h. Beim Herausbeschleunigen aus dieser Kurve erreiche ich die Maximalgeschwindigkeit, die von den Windbedingungen abhängt. Normalerweise erreicht man wie auf der Geraden rund 300 km/h. Das geschieht kurz vor den 'Rivazza-Kurven', die alle im zweiten Gang genommen werden. Die erste durchfährt man mit 100 km/h, die zweite mit 120 km/h. Dann kommt man auf eine sehr kurze Gerade, auf der ich rund 275 km/h erreiche. Diese führt zu einer sehr langsamen Schikane vor der Boxengasse. Diese durchfahre ich im zweiten Gang mit rund 95 km/h." |
Nach dem enttäuschenden Rennwochenende von Sao Paulo, wo mit Takuma Sato nur ein Fahrer mit einem Honda-Motor das Ziel erreichte, blickt der japanische Motorenhersteller nun zuversichtlich zum Grand Prix von San Marino am 14. April in Imola (Italien). Dort werden die Japaner ihren beiden Partnerteams Jordan und BAR eine neue Ausbaustufe des Honda-V10-Motors zur Verfügung stellen. Der Motor, so ließ Honda-Renn- und Testteamleiter Shuhei Nakamoto im Vorfeld mitteilen, ist zwar kein großer Fortschritt, aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Zuletzt wurde der Honda-Motor scharf kritisiert. Angeblich fehlen dem Triebwerk rund 90 PS auf die Topmotoren. Dass ist in der heutigen Formel 1 einfach zu viel. Außerdem mangelt es dem Honda-Motor an Zuverlässigkeit, weshalb Jacques Villeneuve und Giancarlo Fisichella in Interlagos nicht ins Ziel kamen. Dennoch gibt sich Shuhei Nakamoto vor dem vierten Saisonlauf zuversichtlich: "Obwohl wir einen harten Saisonbeginn hatten, sind wir fest entschlossen, weiterhin hart zu kämpfen. In Imola verwenden wir einen neuen Motor. Obwohl er keinen großen Unterschied zum bisher eingesetzten Aggregat darstellt, ist es definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Unser Ziel ist es, den besten Motor in der Formel 1 zu bauen und schließlich Rennen und die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Wir sind überzeugt, dass wir bereits die ersten Schritte getan haben, um dieses Ziel zu erreichen." |
Für das Jordan-Team war auch am dritten und damit letzten Testtag am Donnerstag Giancarlo Fisichella unterwegs. Über den Tag verteilt konnte der Italiener insgesamt 41 Runden abspulen und belegte am Ende mit seiner Zeit von 1:13.466 Minuten den fünften Rang. Nach seinem aus Abstimmungsarbeiten, Tests des Honda-Motors, der Bremsen, Reifen, Traktionskontrolle, Starthilfeautomatik und Aerodynamik bestehendem Programm erklärte der Jordan-Pilot zufrieden: "Ich bin mit den über die letzten Tage gemachten Fortschritten wirklich zufrieden. Wir konnten unser Testprogramm absolvieren und haben ein paar neue Dinge über die Bremsen und die Abstimmung gelernt, worum es ja beim Testen im Endeffekt schließlich geht. Was die Fahrzeugabstimmung betrifft, so sind wir jetzt ziemlich nahe dort wo wir sein sollen. Außerdem hat es einige Fortschritte beim Motor gegeben, welche recht viel versprechend aussehen", bestätigte "Fisico", dass Honda unter Hochdruck daran arbeitet den RA002E von der Leistung her auf ein Niveau mit den Aggregaten der Konkurrenz zu bringen. |
Nachdem Takuma Sato am Dienstag für das Jordan-Team alleine unterwegs gewesen war, bekam der Japaner am Mittwoch durch seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella Unterstützung. Beide Piloten fuhren das Testchassis mit der internen Bezeichnung EJ12-05. Am Vormittag konzentrierte sich Sato auf die Entwicklungsarbeit der Bremsen seines Boliden, sowie auf die übliche Abstimmungsarbeit und Hondas Motorenentwicklungsprogramm. Nach 42 Runden konnte er eine persönliche Bestzeit von 1:15.05 Minuten vorweisen und landete damit auf Platz acht des Tagesklassements. Nachdem die Mechaniker zur Mittagszeit den Boliden entsprechend für "Fisico" umgebaut hatten, setzte der Italiener das von seinem Teamkollegen begonnene Programm fort. Mehr als 7 Runden konnte der Römer jedoch nicht absolvieren, was einerseits an einer längeren Testunterbrechung und andererseits an einem kleinen Benzinleck lag. Am Ende konnte der in Monaco lebende Pilot eine Zeit von 1:15.790 vorweisen. Am heutigen Donnerstag wird Fisichella den Dreitagestest beenden. |
Mit viel Ehrgeiz gab Honda in der Saison 2000 offiziell das Comeback als Werkspartner von BAR bekannt, doch auch in diesem Jahr fahren die einst so dominanten Japaner (71 Siege, 74 Poles) der Konkurrenz hinterher. Die Einschätzung der Experten, wonach nur noch der Asiatech-Motor von Minardi über weniger PS verfügt als der neue Zehnzylinder von Honda, scheint nicht ganz abwegig zu sein. Man munkelt von lediglich 770 PS, die Honda dem Motor zurzeit entlocken kann. Damit hätte man mindestens ein PS-Manko von 90 PS gegenüber den Top-Aggregaten. Der neunte Platz von Takuma Sato im Jordan-Honda war das einzige Ergebnis, das man vorweisen konnte. Denn Honda mangelt es derzeit nicht nur an PS sondern auch an Zuverlässigkeit. Jacques Villeneuve im BAR-Honda und Satos Teamkollege Giancarlo Fisichella mussten ihre Autos beide mit Motorschäden abstellen. Olivier Panis im zweiten BAR-Honda stoppte ein Getriebeproblem. Bitter: Fisichella strandete schon in Runde sechs mit rauchendem Motor. Sicher waren die mäßigen Rundenzeiten im Qualifying und im Rennen nicht alleine auf Honda zu schieben, die im Vergleich zur Konkurrenz deutlich schlechteren Top-Speeds auf der Start- und Zielgeraden wohl aber schon. Shuhei Nakamoto, Leiter des Renn- und Testteams der Honda Racing Development-Abteilung, muss zugeben, dass man noch viel Arbeit vor sich hat: "Wir hatten heute einen wirklich harten Tag, und es tut mir leid, dass unser Motor Giancarlo daran hinderte, das Rennen zu beenden. Jacques und Takuma haben heute alles gegeben, und es war sehr hart für Jacques, so kurz vor Ende aufgeben zu müssen. Olivier war heute der einzige Honda-Fahrer, der eine Ein-Stopp-Strategie verfolgte, und es ist sehr schade, dass er nicht die Möglichkeit hatte herauszufinden, ob sich seine Strategie bewährt hätte. Wir müssen weiter am Ball bleiben - angefangen mit den Testfahrten in Valencia in dieser Woche bis zum Rennen in San Marino." Besonders Jacques Villeneuve traf es hart, der eine Runde vor Schluss ausfiel, allerdings auch auf Rang 10 liegend keine Chance auf WM-Punkte hatte: "Der Wagen war tatsächlich besser bei diesem Rennen und etwas schneller als gestern. Ich hatte während des Boxenstopps Probleme, den ersten Gang einzulegen und habe dort etwa 5 Sekunden verloren. Der Wagen war zwar recht gut abgestimmt, aber einfach nicht schnell genug. Ich habe Druck gemacht, so gut ich konnte, aber es war nicht möglich, noch mehr aus dem Wagen herauszuholen. Dann trat gegen Ende des Rennens ein Problem auf, und ich musste nur eine Runde vor Schluss mit Motorschaden aufgeben." Während Olivier Panis feststellte, dass man die Zuverlässigkeit immer noch nicht im Griff hat ("Wir hatten schon geglaubt, wir hätten die Zuverlässigkeitsprobleme gelöst. Das ist aber scheinbar nicht der Fall"), war das Rennen von Fisichella von Anfang an völlig verkorkst: "Heute war kein guter Tag für mich. Ich hatte schon gleich zu Beginn Probleme mit der Startautomatik, so dass ich manuell starten musste; dadurch bin ich im Startfeld um einige Positionen zurückgefallen. In der ersten Runde beschädigten einige Fahrzeugteile aus dem Unfall zwischen Juan Pablo Montoya und Michael Schumacher meinen Frontflügel, und ich musste zum Auswechseln an die Box. Schließlich musste ich aufgeben, als der Motor kaputt ging. Ich hatte keinen guten Start in die Rennsaison. Ich hoffe, dass mir das Glück in Imola wieder hold ist." |
Mit einer unüblich harten Aussage hat der 'Independent' am Sonntag berichtet, dass sich der Chipspezialist Infineon als Sponsor von Jordan-Honda zurückgezogen hat: "In einer harten Zeit ist es nicht gut, das Image eines Verlierers zu haben. Es ist nicht gut, wenn man um die Plätze fünf und sechs mitfährt", wurde eine Infineon-Sponsoringexpertin zitiert. Ein Rückzug von Infineon könnte Jordan-Honda 5 Millionen Dollar Einnahmen kosten, doch Teamchef Eddie Jordan ließ die weltweit verbreiteten Gerüchte über Jordan-Sprecherin Giselle Davies dementieren: "Wir erhalten immer noch Geld von ihnen und es besteht kein Problem in dieser Hinsicht", so Davies. |
Für das Team von Eddie Jordan verlief auch das dritte Rennen der Saison in Bezug auf den Ausgang nicht besser als die vorangegangenen beiden Grand Prix. Giancarlo Fisichellas Arbeitstag endete bereits nach 7 gefahrenen Runden als ihn ein kapitaler Motorschaden aus dem Rennen riss. Teamkollege Takuma Sato konnte das Rennen mit zwei Runden Rückstand als Neunter beenden. Der Japaner war während des Grand Prix vor allen Dingen durch seine Überholmanöver an Pedro de la Rosa aufgefallen, bei denen er den Jaguar-Piloten Ende der Start-/Zielgeraden zwar immer kassieren konnte, sich jedoch verbremste und so seinen Gegner wieder vorbeiließ. "Heute war kein gutes Rennen für mich", resümierte Fisichella nach seinem Ausfall. "Ich hatte ein Problem mit der Launch-control, weshalb ich manuell starten musste und deshalb gleich beim Start einige Plätze zurückfiel. In der ersten Runde beschädigten dann einige Trümmerteile von Montoyas Auto meinen Frontflügel, weshalb ich zum Wechsel meines Flügels an die Box kommen musste. Und schließlich gab der Motor dann seinen Geist auf. Ich habe wirklich keinen guten Start in diese Saison erwischt und kann nur hoffen, dass ich bei meinem Heim-Grand Prix in Imola mehr Glück haben werde." "Ich habe das Rennen wirklich genossen und die Zweistopp-Strategie funktionierte für mich einwandfrei", erklärte der von Startplatz 19 ins Rennen gegangene Takuma Sato zufrieden. "Die erste Runde des Rennens war sehr aufregend wegen der vielen Action. Anschließend machte ich Druck und hatte einen tollen Kampf mit den beiden Jaguars von Eddie Irvine und Pedro de la Rosa und Olivier Panis im BAR-Honda. Ich denke, dass ich mit den Belastungen bei diesem Rennen gut klargekommen bin, wenngleich sich meine Nackenmuskeln nach einer Massage wesentlich besser anfühlen werden. Ich freue mich jetzt auf die Rennen in Europa." Teamchef Eddie Jordan konnte mit der Performance zwar nicht zufrieden sein, fand jedoch anerkennende Worte für Sato und tröstende Worte für Fisichella: "Takuma ist heute ein lobenswertes Rennen gefahren. Ich muss sagen, dass er wirklich alles unter Kontrolle hatte und ein gutes Rennen fuhr, was ihn sicherlich sehr ermutigen wird. Was Giancarlo angeht, so bin ich sicher, dass er nach dem Problem beim Start und dem anschließenden Motorenschaden die ersten drei Rennen genauso wie ich vergessen möchte. Hoffen wir, dass es ab Imola besser für ihn und Jordan laufen wird." |
Wenn man in die Gesichter der Piloten der Teams von British American Racing und von Jordan Grand Prix blickt und den Aussagen der Fahrer über den Honda-Motor lauscht, dann ist es ein offenes Geheimnis, dass der diesjährige Honda-Motor vom Typ RA002E wie das letztjährige Aggregat im Vergleich zur Konkurrenz zu schwach ist. Da Honda aber mit dem RA001E offensichtlich an der Grenze des Machbaren angelangt war, hatte man frühzeitig in der letzten Saison beschlossen für 2002 einen komplett neuen Motor zu konstruieren. Dieser basiert nun auf einem Zylinderwinkel von 90 Grad und soll laut Aussagen der Honda-Ingenieure auch mit den Motoren der Top-Teams mithalten können. Bei den Wintertestfahrten und den Grand Prix in Australien und Malaysia war davon aber bislang noch nichts zu erkennen. Der Grund dafür ist einfach. Zu Gunsten der Standfestigkeit kann man derzeit nicht das volle Potenzial des Zehnzylinders ausspielen, da dieser sonst keine Renndistanz überstehen würde. Doch nun bahnt sich eine Trendwende bei Honda an, die durch den seit dieser Saison in der Formel 1 antretenden Toyota-Rennstall stärker denn je unter Druck stehen. Aus gut unterrichteter Quelle heißt es, dass Honda derzeit intensiv an der nächsten Ausbaustufe des RA002E arbeitet. Dieses "neue" Aggregat soll die offensichtliche Lücke zu den Top-Aggregaten schließen. Doch um wie viel PS die Ausbaustufe leistungsstärker sein wird als der momentan eingesetzte Motor, ist natürlich ein gut gehütetes Geheimnis. Verlaufen die bislang positiven Tests auf den Prüfständen weiter nach Plan, dann dürfen sich Jacques Villeneuve, Oliver Panis, Giancarlo Fisichella und Takuma Sato zur Saisonhalbzeit, ab dem Großen Preis von Kanada, auf den stärkeren Zehnzylinder freuen – vielleicht auch schon früher. Ein großes Fragezeichen steht aber nach wie vor hinter der Standfestigkeit des Aggregats. Selbst wenn Honda eigenen Angaben zufolge das Potenzial besitzt in die PS-Regionen der führenden Motoren vorstoßen zu können, so muss gleichzeitig natürlich die Zuverlässigkeit stimmen. Die ist aber bislang die Achillesferse der Japaner, weshalb sich die Ingenieure gleich mit zwei Problemen herumschlagen müssen. Zum einen fordern BAR und Jordan mehr Power, zum anderen auch einen standfesten Zehnzylinder. Motorsportexperten zweifeln weiterhin daran, dass Hondas Verpflichtung zwei Teams gegenüber der richtige Weg ist, um schnellstmöglich an die alten erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen. Die Japaner halten aber weiter an dieser Strategie fest und hoffen, dass sie zusammen mit ihren Partner-Teams in der Königsklasse schon bald wieder ganz weit vorne mitmischen können werden. |
Für das Jordan-Honda-Team verliefen die ersten beiden Saisonrennen enttäuschend. Während Giancarlo Fisichella beim Saisonstart in Melbourne schon beim Startunfall ausschied und Takuma Sato vorzeitig von einem technischen Defekt gestoppt wurde, beraubten sich die beiden Fahrer beim zweiten Rennen in Malaysia selbst ihrer Chancen, als Takuma Sato auf seinen Teamkollegen auffuhr. Gary Anderson ist seit Dezember 2001 wieder für das Jordan-Honda-Team tätigt, nachdem er schon seit 1990 insgesamt acht Jahre für den Rennstall von Eddie Jordan gearbeitet hat. Als Leiter des Renn- und Testteams reist der Ire jetzt viel zwischen den Rennstrecken der Welt und ist daher genau über Fortschritte und Rückschläge des Teams informiert. Obwohl die Saison nicht ideal für das Jordan-Honda-Team begann und der Rennstall bisweilen noch keine WM-Punkte sammeln konnte, warnt der 51-Jährige im Interview davor, in Panik zu verfallen. Denn von der Basis her ist Gary Anderson mit dem Jordan EJ12 gar nicht so unzufrieden. Anderson: "Wir hatten in Sepang keine mechanischen Probleme" Frage: "Wie fühlen sie sich, jetzt wieder bei Jordan zu sein?" Frage: "Was macht Henri Durand?" Frage: "Wo steht das Team im Augenblick, insbesondere das Auto?" Jordan und Honda haben einen langen Weg vor sich Frage: "Aber es gibt eine Menge zu tun, um den Rückstand zu verkleinern..." Frage: "Wie macht sich Takuma?" Frage: "Was geschah wirklich?" Frage: "War es mutig, mit Bridgestone-Reifen nur einen Stopp zu machen?" |
Nachdem die Teams BAR-Honda und Jordan-Honda bislang noch keine Punkte in den ersten beiden Rennen der Saison einfahren konnten, hofft Motorenpartner Honda, dass dies vielleicht beim Großen Preis von Brasilien gelingt. Traditionell sind die Rennen in Südamerika für den japanischen Motorenhersteller immer ein gutes Pflaster gewesen. 1965 schenkte Richie Ginther Honda beim Großen Preis von Mexico den ersten Sieg. Bei Hondas erstem Rennen in Brasilien im Jahr 1984 konnte man sich über den als Zweiten ins Ziel gekommenen Keke Rosberg zusammen mit Williams über das erste Podiumsfinish freuen. Zwei Jahre später holte Nelson Piquet vor Ayrton Senna den Sieg und fünf Jahr später konnte der Brasilianer seinen Heim-Grand Prix und im selben Jahr die Weltmeisterschaft gewinnen. Ein gutes Abschneiden von Jacques Villeneuve, Olivier Panis, Giancarlo Fisichella und Takuma Sato ist für Honda aber noch aus einem anderen Grund von großer Bedeutung. In Brasilien hat man ein Motorradwerk, in welchem jährlich mehr als 400.000 Motorräder hergestellt werden, darüber hinaus produziert man vor Ort auch Pkw und Südamerika ist für den japanischen Automobilhersteller mittlerweile ein wichtiger Absatzmarkt. Shuhei Nakamoto, Renn- und Testteam-Manager von Honda Racing Development, weiß um die Bedeutung des Rennens und dass der Grand Prix durch die hohen Temperaturen und die unebene Streckenoberfläche eine weitere Belastungsprobe für die Fahrer und Autos wird. Da Interlagos auf Grund seiner langen Geraden aber auch eine Motorenstrecke ist, wird man am kommenden Rennwochenende erstmals im Vergleich mit der Konkurrenz sehen, wo man in Sachen Leistungsfähigkeit mit dem RA002E-Motor derzeit steht. "Wir freuen uns immer auf das Rennen in Interlagos", sagt Shuhei Nakamoto. "Abgesehen von unseren schönen Erinnerungen an die Erfolge in der Vergangenheit, ist es eine tolle Strecke, welche die Ingenieure vor interessante Herausorderungen stellt. Wir werden uns am Rennwochenende auf die Standfestigkeit konzentrieren und unseren Partnerteams dabei helfen den Motoren in ihrer jetzigen Form maximale Leistung abzuverlangen. Unser Ziel ist es, dass alle vier Honda-Fahrer die schwarz-weiß-karierte Flagge sehen." |
Trotz seiner nach insgesamt 81 gefahrenen Runden mit 1:21.262 Minuten langsamsten Zeit des Tages, zeigte sich Giancarlo Fisichella mit dem Verlauf des Testtages am Freitag sehr zufrieden. Der Römer hatte im EJ12 Tests zur besseren Ballastverteilung durchgeführt, sowie die Belastung bestimmter Teile durch Vibrationen geprüft und darüber hinaus die verbesserte Traktionskontrolle und Launch-control einer Bewährungsprobe unterzogen. Nebenher widmete sich der 29-Jährige der Abstimmungsarbeit, Tests neuer Aerodynamikteile und Reifen von Bridgestone. "Wir haben heute viele Abstimmungen getestet und konnten gute Fortschritte erzielen", freute sich der Jordan-Honda-Pilot. "Es ist sehr ermutigend, dass das Auto so zuverlässig gewesen ist und ich bin für Brasilien wirklich zuversichtlich", erklärte der Italiener, dass nach den Testfahrten zu urteilen Jordan in Interlagos eigentlich recht konkurrenzfähig sein müsste. |
Schon vor der Abstimmung am Mittwoch war es kein Geheimnis, dass die Vertreter der beiden englischen Teams McLaren und Williams gegen die Umsetzung der neuen Motorenregelung stimmen würden. Den Entschluss kippen konnten sie trotzdem nicht, denn auf der Versammlung des Motorsportweltrats in Paris wurde beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2004 an jedem Rennwochenende jedem Rennfahrer nur ein Motor zur Verfügung steht und notwendig werdende Motorenwechsel bestraft werden. "Ich halte diese Sache für keine gute Idee, doch eigentlich bin ich diesbezüglich recht neutral, denn am Kräfteverhältnis wird sich nichts verändern. Die guten Teams werden weiter den Ton angeben", erklärte Patrick Head, der Technische Direktor von WilliamsF1 sinngemäß gegenüber der Zeitung 'The Guardian'. Ganz anderer Meinung ist da Jordan-Teamchef Eddie Jordan, der sich vor der für die nun verabschiedeten Änderungen stark machte, sieht er darin doch eine Möglichkeit die Kostenexplosion zu stoppen: "Das ist ein guter Anfang. Alles, was die 'Show' interessanter macht und zur selben Zeit dazu beiträgt die Kosten zu minimieren, kann nur als Vorteil für die Formel 1 gewertet werden", findet der Ire. Die Idee, die Kosten durch die Limitation der Motoren zu senken, ist für den Teamchef eine gute Sache. Des Weiteren erklärte Jordan, dass er auch die den Rennkommissaren neu eingeräumten Befugnisse für gut befindet und insgesamt die Formel 1 für die Fans noch interessanter werden wird. Aber nicht alle Motorsportexperten, Teamverantwortliche, Fans und Fahrer teilen den Optimismus des Jordan-Teamchefs, denn ob sich die Kosten der Königsklasse durch die neuen Regeln wirklich besser kontrollieren lassen und nicht weiter steigen werden, wird sich zeigen müssen. Außerdem wird befürchtet, dass die Rennkommissare von nun an durch die Aussprache von Strafen bei geringen - bisher nicht geahndeten - Zwischenfällen die "Spannung" künstlich herbeiführen könnten und die Rennfahrer zu Marionetten werden. |
Nachdem Takuma Sato am Mittwoch die Testfahrten von Jordan-Honda auf dem Circuit de Catalunya übernommen hatte, übernahm am Donnerstag wie geplant Giancarlo Fisichella. Der Italiener spulte im EJ12 05 Chassis insgesamt 60 Runden ab und konzentrierte sich neben der üblichen Abstimmungsarbeit und Verfeinerung des Setups auch auf Vergleichstests verschiedener Bremsen und Reifen von Bridgestone. Nachdem die Mechaniker zur Mittagszeit einen geplanten Motorenwechsel durchgeführt hatten, setzte "Fisico" sein Programm fort und hatte bei Testende in 1:20.383 Minuten die achtschnellste Zeit des Donnerstags gedreht. Am heutigen Freitag wird der Römer die Tests fortsetzen und den geplanten Dreitagestest beenden. |
Das Formel-1-Team Jordan Grand Prix erwartet von seiner Zusammenarbeit mit dem internationalen Beratungsunternehmen Celerant Consulting signifikante Verbesserungen und eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit. Dies gab der britische Rennstall bei einer Veranstaltung am 21. März in Silverstone bekannt, auf der erste konkrete Ergebnisse des laufenden Projekts präsentiert wurden. Durch die intensive Zusammenarbeit ist beispielsweise die Entwicklungszeit von neuen Rennwagen-Bauteilen um 30 Prozent verkürzt worden. Außerdem ist es gelungen, die Qualität der zugelieferten Komponenten in 16 Wochen um 60 Prozent zu verbessern und die pünktliche Lieferung von Komponenten um über 20 Prozent zu steigern. Für Jordan ist es entscheidend, die richtigen Teile rechtzeitig in hoher Qualität zur Verfügung zu haben. Dies verbessert die Zuverlässigkeit der Jordan Boliden und kann sich so positiv auf die Performance in der laufenden Saison auswirken. "Innerhalb von Jordan gibt es jetzt die Erkenntnis, dass wir zuerst und vor allem ein Unternehmen sind, und erst in zweiter Linie ein Rennstall", sagt der Jordan Chief Operating Officer, John Putt. "Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeit die Celerant Consulting mit uns umsetzt, sich am Ende auch in verbesserten Ergebnissen auf der Rennstrecke niederschlagen wird. Der erste Schritt ist aber, die Art und Weise zu verbessern wie wir unser Geschäft betreiben - und da sehen wir bereits jetzt sehr gute Ergebnisse". |
Das Jordan-Honda-Team begann am gestrigen Mittwoch mit Takuma Sato einen insgesamt auf drei Tage ausgelegten Test auf dem spanischen Circuit de Catalunya. Sato testete bei gutem Wetter das neue Chassis EJ12 05 und konnte damit bis zum Ende des Tages 68 Runden abspulen. Der Japaner, der zwei Mal von der Strecke abkam und das neue Chassis dabei glücklicher Weise nur leicht beschädigt hatte, arbeitete an der Entwicklung der Aerodynamik und testete Reifen für Bridgestone. Darüber hinaus standen die übliche Abstimmungsarbeit und die Überprüfung der Standfestigkeit neuer Hydraulik- und Getriebeteile auf dem Plan. Die schnellste Rundenzeit des Jordan-Piloten von 1:21.102 Minuten war zweieinhalb Sekunden langsamer als die schnellste Zeit des Tages und bescherte Sato einen Platz am Ende des Klassements. Giancarlo Fisichella wird die Testfahrten am Donnerstag und Freitag fortsetzen, während Sato sich in seiner Wahlheimat England ein wenig erholen und auf den Großen Preis von Brasilien vorbereiten wird. |
Das Jordan-Honda-Team hat am Freitag die Verpflichtung von Henri Durand als "Direktor Entwicklung und Design" bekannt gegeben. Der 41-Jährige, der seit fast 20 Jahren in der Formel 1 tätig ist und zuletzt bei Prost arbeitete, wird seine Arbeit schon am kommenden Montag aufnehmen. Durand begann seine Formel-1-Karriere bei Ligier und Ferrari, bevor er zwischen 1990 und 2000 für das McLaren-Team arbeitete. Bei Jordan soll er die Design- und Entwicklungsabteilung des Teams verstärken. Vorerst ist also nicht die Rede davon, dass der Franzose den beurlaubten Eghbal Hamidy als Chefdesigner ersetzen soll. Eddie Jordan: "Ich bin froh, dass Henri zu uns kommt, da er ein großes Fachwissen und eine riesige Erfahrung zu uns bringt, die er während seiner Arbeit bei einiger unserer Hauptrivalen gesammelt hat. Es ist klar, dass wir härter arbeiten müssen, um in der Formel 1 Erfolg zu haben, mit dem Ziel, das Team in eine siegfähige Position zu bringen. Ich denke, dass es sehr aufregend ist, jemanden von Henris Kaliber zu haben, der zu diesem Zeitpunkt zu uns kommt." Henri Durand: "Ich bin sehr aufgeregt, zu Jordan zu kommen und die Chance zu haben, für ein Team zu arbeiten, das die vergangenen Jahre über Potenzial gezeigt hat. Ich weiß, dass es eine Gruppe starker Leute bei Jordan gibt und dass sie entschlossen sind, Erfolg zu haben. Aus diesem Grund freue ich mich, Teil des Teams zu sein und ihnen dabei behilflich zu sein, ihre Ziele zu erreichen." |
Die Jordan-Honda-Fahrer kamen im Freien Training am Freitag in Sepang nicht so weit nach vorne wie erhofft, konnten aber trotzdem viele Runden zurücklegen und zeigten sich am Ende zufrieden. Nach dem zwei Mal einstündigen Freien Training am Freitag fanden sich Giancarlo Fisichella und Takuma Sato auf den Plätzen 13 und 15 wieder. Dabei spulten beide Fahrer viele Runden zurück. Giancarlo Fisichella umrundete die 5,542 Kilometer lange Strecke insgesamt 39 Mal und legte damit mehr als 200 Kilometer zurück. Trotzdem fehlten dem Italiener am Ende 3,416 Sekunden zum Tagesbesten. "Wir konnten heute viel Arbeit erledigen", freute sich "Fisico". "Das Auto ist noch nicht perfekt, aber wir sammelten viele Daten, die wir heute Nacht analysieren werden. Also bin ich überzeugt, dass wir uns morgen Verbessern können. Wir müssen vor allem das Übersteuern am Anfang der Kurven und das Untersteuern in der Kurvenmitte abstellen. Die Strecke ist sehr glatt und am Ende des Trainings gab es eine Menge Schmutz, wodurch ich Zeit verlor." Takuma Sato fuhr derweil zum ersten Mal im Formel-1-Auto auf der Strecke von Sepang und machte sich schnell mit dem Kurs vertraut. Insgesamt fuhr der Japaner 42 Runden und erzielte dabei eine Bestzeit von 1:41.111 Minuten. Zum Tagesbesten McLaren-Mercedes-Fahrer Kimi Räikkönen fehlten Takuma Sato so 3,712 Sekunden. Damit blieb der Formel-1-Neuling aber vor den beiden BAR-Honda-Fahrern Jacques Villeneuve und Olivier Panis. "Ich bin sehr glücklich mit dem heutigen Tag, weil es am Auto keine Probleme gab", war auch Takuma Sato zufrieden. "So war ich in der Lage, 42 Runden zu fahren und konnte die Strecke kennen lernen. Wir entschieden, einen langen Run in Vorbereitung auf das Rennen zu fahren, was nicht für das Auto gut war, sondern auch für mich, weil das Rennen sehr hohe körperliche Anstrengungen verlangt. Ich bin heute das erste Mal unter diesen Bedingungen auf der Strecke gefahren. Aber ich bin schon seit einer Woche in Malaysia, um mich zu akklimatisieren. Das war eine gute Entscheidung!" |
Der deutsche Motorölspezialist Liqui Moly aus Ulm wird neuer Sponsor des Jordan-Honda-Teams. Das verriet in einem Gespräch mit F1Total.com der Geschäftsführer des Unternehmens Ernst Prost. Der seit über 40 Jahren bestehende Betrieb wird den Rennstall von Eddie Jordan sponsern und mit technischen Produkten versorgen. Der Vertrag wurde am (heutigen) Donnerstag 7 Uhr MEZ in Malaysia unterzeichnet. Eine offizielle Bekanntgabe wird im Verlauf des Rennwochenendes in Sepang erwartet. Frage: "Warum engagieren Sie sich in der Formel 1?" Frage: "Weshalb haben Sie gerade das Jordan-Team gewählt?" Frage: "Gibt es darüber hinaus eine technische Verbindung mit Jordan?" |
Ex-Prost-Technikdirektor Henri Durand steht offenbar kurz vor einer Vertragsunterzeichnung mit dem Jordan-Honda-Team. Schon seit längerem wird über Schwierigkeiten zwischen Jordan-Honda und dem derzeitigen Technikdirektor des irischen Teams, Eghbal Hamidy, berichtet, auch wenn dies bisweilen nicht bestätigt wurde. Der gebürtige Iraner kam erst im vergangenen Jahr von Arrows zu Jordan, wo er sich fortan um die Entwicklung des EJ12 kümmerte, der jedoch bei Testfahrten im Januar 2002 den Technikern große Probleme bereitete. Daher sei Egbahl Hamidy von Eddie Jordan beurlaubt worden, kommt aber noch zu den Rennen. Nach Informationen des 'BBC online' soll nun Henri Durand die Aufgaben des Technikdirektors bei Jordan-Honda übernehmen. Der 'BBC' beruft sich auf sichere Quellen aus dem in Silverstone ansässigen Team, wonach "zu mehr als 90 Prozent" Wahrscheinlichkeit der Franzose in Kürze einen Vertrag mit dem Team von Eddie Jordan unterschreiben wird. Henri Durand hat vor seinem Wechsel zum Prost-Team 2000 bei McLaren-Mercedes jahrelang mit Adrian Newey zusammengearbeitet, nachdem er zuvor schon unter anderem für Ferrari gearbeitet hat. Der 41-Jährige gilt unter Insidern als sehr guter Designer. Allerdings gibt es Zweifel, ob er ein schwaches Team wie Jordan-Honda an die Spitze führen kann. Noch im Januar hat Henri Durand am Prost AP05 gearbeitet, ehe das Team pleite ging. |
Ein paar Teammitglieder des Jordan-Honda-Teams gönnten sich nach dem enttäuschenden Saisonstart des Rennstalls am 3. März in Melbourne, wo Giancarlo Fisichella schon in ersten Kurve beim Startunfall ausschied und Takuma Sato seinen EJ12 vorzeitig mit einem Elektronikproblem parken musste, ein paar Tage Urlaub. Da das Team vor dem zweiten Saisonlauf am 17. März im malaysischen Sepang auf Testfahrten verzichtete, konnten auch die Fahrer ein paar freie Tage in Malaysia genießen. Takuma Sato stellte dabei fest: "Es ist ein großartiger Ort. Ich bin im Dschungel gewandert, lag am Strand, ging zum ersten Mal in meinem Leben segeln und nahm an einem Hubschrauberflug teil, bei dem ich die Natur hier kennen lernte. Ich frühstückte mit ein paar japanischen Reisejournalisten, die im gleichen Hotel wie ich wohnten. Ich sah auch ein japanisches Hochzeitspaar, deren Hochzeit ich verfolgen konnte." Derweil hatten einige Techniker des Teams hart zu arbeiten. Sie mussten Teile der defekten Autos aus Melbourne zurück nach Silverstone in die Fabrik bringen und dort repariere oder durch neue Ersetzen, ehe die Komponenten anschließend wieder mit nach Sepang genommen wurden. "Normalerweise geht das Material nach einem Rennen zurück in die Fabrik, wo es einen neuen Satz Getriebe, Aufhängungen und andere mechanische Komponenten bekommt, die für den folgenden WM-Lauf ausgetauscht werden", erklärte Jordan-Honda-Teammanager Tim Edwards. "Diesmal, noch dazu mit einigen beschädigten Teilen des EJ12, kam das Rennpersonal mit zehn Extrakoffern im persönlichen Gepäck aus Melbourne zurück. Sechs Kisten waren für Malaysia schon fertig, mit diversen Ersatzteilen. Zwei Kisten mit weiteren Karosserieteilen wurden hinzugefügt. Bei Bedarf können weitere Teile im Handgepäck vor dem Rennwochenende mitgenommen werden. Unfälle sind nicht ideal, aber sie passieren und wir versuchen alles zu überprüfen, damit für das nächste Rennen alles 100-prozentig bereit ist." Giancarlo Fisichella kann es derweil kaum noch abwarten, endlich wieder in seinem Dienstauto sitzen zu können. Der Italiener schied im vergangenen Jahr wegen einem Benzindruckproblem beim Malaysia-Grand-Prix vorzeitig aus und hofft nun in diesem Jahr auf ein besseres Ergebnis. "Ich kann es nicht mehr abwarten, zurück im Auto zu sein, weil ich in Melbourne – wie viele andere Fahrer – früh aus dem Rennen ausgefallen war", erklärte der 29-Jährige. "Es waren fantastische Wochen zum Vorbereiten auf den ersten Saisonlauf gewesen, so dass es auch gut war, dass wir vor dem zweiten Rennen Zeit hatten, um zu entspannen und sich physikalisch auf das Rennen vorzubereiten. Ich mag die Strecke hier, obwohl sie körperlich sehr hart ist und die hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten viel von einem abverlangen. Letztes Jahr verlor ich fast 3,5 Liter während des Rennens." Takuma Sato, der in Melbourne sein Formel-1-Debüt gab, fährt auch in Sepang zum ersten Mal mit dem EJ12. Der Japaner konnte aber schon im Sportwagen einige Erfahrungen auf der malaysischen Grand-Prix-Strecke sammeln. "Ich fuhr in Sepang nach dem Gewinn in Macau im letzten Jahr schon ein paar Runden mit einem Honda-NSX-Sportauto, von daher kenne ich die Streck ein wenig", erinnert sich der Japaner. "Es gibt viele schnelle, lange Kurven, in denen sich das Auto genauso verhält, wie ich es gerne habe. Also freue ich mich wirklich auf den Grand Prix. Ich habe Erfahrungen von einem Formel-1-Wochenende und jetzt freue ich mich, mich gut zu qualifizieren und ein gutes Rennen zu fahren." Teamchef Eddie Jordan hofft auf ein längeres Rennen seiner Fahrer in Sepang als beim Saisonauftakt in Melbourne: "Wir möchte die Arbeit nach den Enttäuschungen von Melbourne nun in Malaysia fortsetzen. Es gab offenbar nichts, das wir hätten tun können, um Fisichella aus dem Chaos in der ersten Kurve herauszuhalten, aber wir haben hart daran gearbeitet, um das Problem zu lösen, welches Takuma zur Aufgabe zwang. Hoffentlich sind alle Fahrer in der ersten Kurve in Sepang vorsichtiger, weil die Fans sicherlich ein aufregendes Rennen mit 22 Autos sehen möchten." |
Das Thema Kostenreduzierung in der Formel 1 mittels Limitierung der an einem Rennwochenende zur Verfügung stehenden Motoren ist ein heißes Eisen. Während die Teamchefs der finanziell gut gestellten großen Rennställe die Idee an sich gut finden, doch solch eine Regel nicht umgehend umgesetzt sehen wollen, brechen Teamchefs wie Tom Walkinshaw und Eddie Jordan für die von FIA-Präsident Max Mosley geäußerten Vorschläge eine Lanze. "Die geäußerten Vorschläge klingen doch sehr gut und sie würden endlich dafür sorgen, dass alle Teams im selben Boot sitzen", zitiert die englischsprachige Motorsportpresse Arrows-Teamchef Tom Walkinshaw, der damit darauf ansprach, dass die Top-Teams es sich durch ihre Zusammenarbeit mit großen Automobilkonzernen leisten können spezielle Qualifying-Motoren einzusetzen und diese Rennställe nicht unschuldig an der Kostenexplosion der letzten Jahre sind. "Bis nicht etwas gegen die stetig weiter ansteigenden Kosten getan wird, wird es weiterhin nur ein Rennen von drei Teams an der Spitze geben", erklärte Walkinshaw sinngemäß auch, dass seiner Meinung nach die Königsklasse durch die von Mosley ins Gespräch gebrachten Maßnahmen in sportlicher Hinsicht ebenfalls profitieren würde. Jordan-Teamchef Eddie Jordan kann seinem britischen Kollegen da nur beipflichten. In einem in Auszügen vorab veröffentlichten Gespräch mit dem Magazin 'Autosport', erklärte der Ire, dass er die Pläne zur Reduzierung der Kosten unterstütze. Gleichzeitig zeigte er sich aber verärgert über das Verhalten bestimmter Teamchefs, welche die neuen Pläne lieber später als früher realisiert sehen wollen: "Zuallererst muss man als Teamchef doch an die Situation der gesamten Serie denken und erst danach an die eigenen Profite. Ich versuche genau das zu tun und sehe keine Nachteile für uns. Vielleicht kann mir ja mal jemand diese erklären", forderte Jordan die sich gegen die Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten stellenden Teamchefs auf ihm die Gründe dafür zu nennen. Genauso wie Walkinshaw, so sieht auch Jordan in einer kostengünstigeren Formel 1 nur Vorteile, da alles dadurch effizienter, billiger und die Show insgesamt besser werden würde. |
Während einige Teams in Europa schon wieder die Testarbeit aufgenommen haben, gönnt sich das Jordan-Honda-Team vor dem zweiten Saisonlauf am 17. März in Sepang ein paar Tage Erholung. Einige Techniker des Teams sind nach dem anstrengenden Saisonauftakt am Wochenende in Melbourne zurück zu ihren Familien nach Großbritannien geflogen, 27 Teammitglieder, darunter zahlreiche Ingenieure und Mechaniker des in Silverstone ansässigen Teams, sind derweil ins thailändische Phuket geflogen, wo sie sich fünf Tage Erholung gönnen. Zunächst hatte das Team am Wochenende jedoch jede Menge Arbeit. Nach dem Unfall von Takuma Sato im Freien Training am Samstag musste das Team bis spät in die Nacht arbeiten, um den Wagen für den Rennsonntag wieder einsatzbereit zu haben. Am Sonntag musste die Mannschaft dann erneut lange arbeiten, um das Equipment rechtzeitig auf den Weg nach Malaysia schicken zu können. Dabei waren im Rennen beide Autos des Teams vorzeitig ausgefallen. Giancarlo Fisichella wurde ein Opfer des Startunfalls, Takuma Sato stoppte die Elektronik. Nach dem Urlaub wird das Team Anfang kommender Woche in Sepang das Material wieder auspacken, die Boxen einrichten sowie die Autos auf den Grand Prix von Malaysia vorbereiten. |
Für das Jordan-Honda-Team verlief der Start in die neue Saison alles andere als erfreulich. Giancarlo Fisichella wurde in den durch die Kollision zwischen Rubens Barrichello und Ralf Schumacher ausgelösten Unfall am Ende der Start-/Zielgeraden verwickelt und musste seinen zerstörten EJ12 nach nur wenigen Metern abstellen. Der Italiener zeigte sich extrem enttäuscht über seinen zunichte gemachten Grand Prix und schäumte vor Wut und ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. "Ich bin wirklich sauer über das was heute passiert ist, denn ich denke, ich hätte mit unserem Auto in die Punkte fahren können. Es hat sich das ganze Wochenende gut angefühlt - besser als erwartet - und ich freute mich auf ein gutes Rennen. Als ich Ralf Schumacher in der Luft fliegen sah, habe ich abgebremst, um der Kollision auszuweichen. Heidfeld, der nicht gebremst hatte, krachte dann in mich", schilderte Fisichella die chaotischen Umstände zu Rennbeginn deren Opfer er wurde. "Man gewinnt nun einmal nicht in der ersten Kurve ein Rennen und ich bin natürlich nicht glücklich über das was er tat. Aber um fair zu sein, er kam nach dem Rennen zu mir und hat mir erklärt warum er die Kontrolle über sein Auto verlor als er Ralf von der Strecke fliegen sah", erklärte der Jordan-Pilot, dass es eine Aussprache zwischen ihm und Nick Heidfeld gegeben hatte. "Meiner Meinung nach hätte das Rennen abgebrochen werden müssen, denn beinahe die Hälfte des Fahrerfeldes musste so das Rennen im Fernsehen anschauen", regte sich Fisichella auch über die Rennleitung auf, die den Grand Prix weiterlaufen und das Safety-Car auf die Strecke geschickt hatte. Takuma Sato, der vom 22. Startplatz losgefahren war, konnte dem Chaos vor und in der ersten Kurve ausweichen und zunächst seine Runden wie geplant abspulen. Jedoch währte das Glück des Japaners nicht lange, denn auf Grund von Elektronikproblemen schied er bereits nach 12 Runden aus. "Ich konnte der Unfallstelle nach dem Start ausweichen und habe davon eigentlich nur Ralfs Auto in der Luft und anschließend jede Menge Rauch ringsherum gesehen. Da ich aber von hinten gestartet war, konnte ich ausweichen. Nach dem Restart hatte ich einen Zweikampf mit Pedro de la Rosa und nachdem das Safety-Car wieder von der Strecke gegangen war, überholte ich ihn. Anschließend bekam ich Probleme mit der Elektronik und konnte deshalb nicht mehr alle Gänge nutzen. Das Team rief mich dann an die Box, um das Problem zu beheben. Ich fuhr dann anschließend wieder heraus und musste danach gleich aufgeben", schilderte Sato den Verlauf seines kurzen Debüt-Rennens in der Königsklasse. Zurückblickend auf das gesamte Rennwochenende resümierte der von seinen Fans kurz "Taku" genannte Pilot: "Dieses Wochenende habe ich eine Menge erlebt und abgesehen vom Qualifying waren das alles aufregende und interessante Erfahrungen, welche mir für ein hoffentlich besseres Wochenende in Malaysia dienlich sein werden." Teamchef Eddie Jordan erklärte: "Ganz eindeutig ein sehr enttäuschender Tag, welcher für das Team umso härter zu verkraften ist da jeder sehr hart arbeitete, sodass Takumas Einsatzauto nach dem gestrigen Unfall heute wieder einsatzbereit war. Die Mechaniker und Ingenieure haben bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet und sind über den frühen Ausfall beider Autos total enttäuscht." |
Mit Spannung beobachten die Technischen Direktoren der Teams zurzeit, wie ihre neuen Autos in Melbourne funktionieren – nur Eghbal Hamidy von Jordan-Honda ist nicht anwesend. Nach britischen Medienberichten hat das Team den Iraner in Urlaub geschickt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich Eddie Jordan von Eghbal Hamidy trennen möchte und ihn aus diesem Grund in den obligatorischen Urlaub geschickt hat, in dem er keine neuen Geheimnisse des Teams mehr aufschnappen soll, die er zu einem möglichen neuen Arbeitgeber mitnehmen könnte. Der Kündigungsgrund liegt auf der Hand: Hamidy, der Ende 2000 zu Jordan gewechselt war, gelang es im letzten Jahr nicht, das bestehende Auto im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verbessern. Und auch der neue Jordan EJ12 ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Allerdings soll Hamidy, der den aerodynamisch sehr effizienten Arrows der Saison 2000 entwickelt hatte und damit auf sich aufmerksam gemacht hatte, selbst den Wunsch haben, das Team verlassen zu dürfen – angeblich wegen interner Unstimmigkeiten. Seine Lücke könnte Gary Anderson schließen, der im Dezember zum Team zurückgekehrt war. Hamidy selbst könnte in der zweiten Jahreshälfte zu einem neuen Team wechseln. Dabei wird der 41-Jährige mit McLaren in Verbindung gebracht, wo Ron Dennis ihn auf Wunsch von Chefdesigner Adrian Newey als Verstärkung einstellen könnte. Hamidy hatte in den frühen 90er-Jahren sehr erfolgreich an der Seite Neweys bei Williams gearbeitet. Es war wohl kein Zufall, dass sich die beiden bei den letzten Testfahrten zu einem ausführlichen Gespräch trafen... |
Die Rennstewards des Großen Preises von Australien in Melbourne haben wenig überraschend bekannt gegeben, dass Takuma Sato am Rennen teilnehmen darf, obwohl er an der 107-Prozent-Regel (Artikel 131) gescheitert ist. Diese Regel schreibt vor, dass die Piloten maximal um 7 Prozent langsamer sein dürfen als der Pole-Setter, wenn sie am Rennen teilnehmen wollen. Sato hatte im Qualifying jedoch 27,508 Sekunden Rückstand (135 Prozent) auf Rubens Barrichello. Wie üblich in solchen Fällen kann diese Regel aber außer Kraft gesetzt werden, wenn höhere Gewalt im Spiel war und der Fahrer im Freien Training eine Runde gefahren ist, die ihm die Qualifikation ermöglicht hätte, was bei Sato der Fall war. Auch die "höhere Gewalt" war bei dem Japaner im Spiel, denn er blieb mit dem Ersatzauto auf der Strecke wegen technischer Probleme stehen, ohne eine Runde gefahren zu sein und hatte kein weiteres Auto zur Verfügung, da er mit seinem Einsatzwagen am Morgen verunglückt war. Als Takuma Sato in das Auto von Giancarlo Fisichella wechselte, um sich wenigsten mit diesem noch qualifizieren zu können, war die Strecke wegen des starken Regens nicht mehr schnell genug, um die ausreichend niedrige Zeit fahren zu können. Der Formel-1-Neuling wird das Rennen am Sonntag nun als 22. und damit Letzter aus in Angriff nehmen können. |
Für das Team von Eddie Jordan verlief die Qualifikation auch ohne den frühzeitig einsetzenden Regen alles andere als positiv. Nachdem Takuma Sato im Freien Training auf Grund eines Getriebeproblems von der Strecke abgekommen war und dabei seinen Boliden schwer beschädigt hatte, musste der Japaner mit dem T-Car die Qualifikation bestreiten. Der Formel-1-Debütant kam aber nur kurz zum Einsatz, denn wegen eines Hydraulikproblems musste er das Auto gleich am Streckenrand abstellen. Um den unglücklich "geparkten" Boliden zu bergen, musste die Qualifikation sogar kurzzeitig unterbrochen werden. Nach dem technischen Problem am T-Car stand beiden Fahrern nur noch das Auto von Giancarlo Fisichella zur Verfügung. Teamchef Eddie Jordan entschied dann, dass der Italiener zuerst seine Runden drehen und später das Auto an seinen Teamkollegen abgeben sollte. Der 29-Jährige fuhr in 1:27.869 Minuten seine schnellste Runde und qualifizierte sich damit für den achten Startplatz. "Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden", erklärte "Fisico", der gestern genau den achten Startplatz als sein Ziel erklärt hatte. "Das Auto hat sich sehr gut angefühlt, war gut ausbalanciert und gut zu fahren. Wenn wir noch längere Zeit auf trockener Strecke hätten fahren können, so hätte ich mich vielleicht noch um ein, zwei Plätze verbessern können", zeigte sich der Italiener zuversichtlich was das Potenzial des Autos anbelangte. "Gestern hatte ich ja Startposition acht als mein Ziel erklärt und obwohl ich nur einen wirklichen Versuch hatte, so können wir doch sehr zufrieden damit sein. Egal ob es am Sonntag regnet oder nicht, ich rechne mit einem guten Rennen für uns. Wir können uns Hoffnung auf Punkte machen. Die Zuverlässigkeit wird ganz sicher ein wichtiger Faktor, doch das wir für alle Teams so sein außer vermutlich für Ferrari." Nachdem Takuma Sato das T-Car am Streckenrand abgestellt und zurück in der Jordan-Box war, musste er eine ganze Zeit verharren, bis er endlich in Fisichellas Auto auf die Strecke gehen konnte. Als der Japaner dann endlich fahren konnte, war die Strecke des Albert Park Circuits durch den Regen komplett nass. Sato fuhr unter diesen Umständen in 1:53.351 Minuten eine Zeit welche nicht zur Qualifikation für das Rennen ausreichte, doch wegen der besonderen Umstände darf er am Sonntag trotzdem starten und sein Glück von Startplatz 22 aus versuchen. "Nun ja, irgendwie hatte ich heute ein Abo auf das ganze Unheil. Ich denke aber, dass ich dadurch schneller lernen werde", nahm der in England lebende Rennfahrer die Situation mit Humor. "Es war schon ziemlich hart. Zuerst hatte ich heute Vormittag wegen eines Problems mit der Hydraulik beim Herunterschalten einen Crash und dann musste ich wegen Problemen mit der Hydraulik das T-Car am Streckenrand abstellen. Das Team hat aber hart gearbeitet und ich mache keinem einen Vorwurf. Am Ende konnte ich noch einmal fahren, doch auf der nassen Strecke und in Giancarlos Auto mit seinen Pedal-Einstellungen, Trocken-Wetterabstimmung und Regenreifen war nichts mehr zu holen. Die Pedale in seinem Auto zu erreichen war wirklich eine unglaubliche Erfahrung und beinahe unmöglich, denn ich musste diese irgendwie mit meinen in der Luft hängenden Beinen betätigen", beschrieb Sato die Probleme die er im Auto seines Teamkollegen hatte. Am Sonntag wird der Japaner mit dem T-Car ins Rennen starten. Das bei seinem Unfall im Freien Training beschädigte Auto wird vom Team wieder hergerichtet und Giancarlo Fisichella am Sonntag als T-Car zur Verfügung stehen. |
Nach den ersten beiden Freien Trainings hat der Motorenpartner der Teams Jordan Grand Prix und British American Racing eine erste Bilanz über den Verlauf des Tages gezogen und sich dabei zufrieden gezeigt. Gleichzeitig gestand Honda jedoch auch ein, dass der Honda RAE002-Motor noch nicht so leistungsfähig ist wie man sich das wünscht. Shuhei Nakamoto, seines Zeichen Renn- und Testteam-Manager von Honda Racing Development, freute sich über die Platzierungen von Giancarlo Fisichella, Takuma Sato, Jacques Villeneuve und Olivier Panis: "Insgesamt betrachtet war das ein ermutigender Tag für alle vier Honda-powered Piloten die eine gute Anzahl an Runden zurücklegen konnten." Der Japaner weiter: "Giancarlo hatte zum Ende der Session ein Problem mit dem Motor, doch wir wissen noch nicht was es genau war. Er hat das Auto abgestellt, bevor etwas Schlimmeres passieren konnte. Die Liste mit den erzielten Höchstgeschwindigkeiten zeigt deutlich, dass wir in diesem Bereich noch nicht besonders gut sind. Das hängt damit zusammen, dass wir noch nicht die maximale Leistung des Motors ausnutzen können. Wie dem auch sei, es ist toll die Autos wieder auf einer Strecke in Aktion zu sehen." Nakamoto bestätigte mit seiner Aussage direkt, dass es Honda bislang noch nicht gelungen ist das angestrebte Leistungsniveau mit dem neuen Motor zu erreichen. Das Motorenproblem am Auto von Jordan-Pilot Giancarlo Fisichella verdeutlichte den Japanern einmal mehr, dass es um die Zuverlässigkeit des Zehnzylinders noch nicht besonders gut bestellt ist. |
Die Piloten des Rennstalls von Eddie Jordan werteten nach den beiden Freien Trainings am Freitag den ersten Arbeitstag in Australien als konstruktiv. Auf Grund der wechselhaften Wetterbedingungen hatten sich Giancarlo Fisichella und Takuma Sato durch ein umfangreiches technisches Programm gearbeitet, bei dem man sich vor allem auf die Abstimmung des EJ12 für die Mischbedingungen konzentriert hatte. Nachdem er im ersten Training auf nasser Strecke noch Drittschnellster gewesen war, belegte Fisichella am Ende des Tages mit seiner Zeit von 1:30.187 Minuten den neunten Platz. Auf Grund eines technischen, bislang nicht genauer identifizierten Problems, konnte der Italiener die letzten Minuten der zweiten Session jedoch nur noch als Zuschauer mitverfolgen. "Kein schlechter Start in das Wochenende", freute sich der 29-Jährige über den insgesamt betrachtet gelungenen Start in die Saison 2002. "Besonders die erste Session, wo ich Dritter in der Zeitentabelle war, verlief sehr gut. Im zweiten Freien Training habe ich dann ein paar verschiedene Abstimmungsvarianten probiert und mich hauptsächlich auf die Rennabstimmung konzentriert. Leider musste ich dann wegen eines technischen Problems mein Auto am Streckenrand abstellen, was frustrierend war, denn ich hätte gerne noch mehr gearbeitet. Wenn wir uns am Samstag innerhalb der ersten acht Fahrer qualifizieren sollten, so wäre ich damit zufrieden", erklärte der Italiener sein Ziel für die morgige Qualifikation. Für Formel-1-Debütant Takuma Sato verlief der Auftakt seines ersten Rennwochenendes sehr gut. Im Gesicht des jungen Piloten aus Japan konnte man nach der zweiten Trainingssitzung ein Lächeln sehen. Der 25-Jährige freute sich über seinen problemlos verlaufenden Arbeitstag und über seine Rundenzeit von 1:30.547 Minuten, welche ihm Platz 13 bescherte und nicht zu weit von der seines Teamkollegen entfernt war. Gary Anderson, der Direktor der Renn- und Testabteilung, zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Ich denke, dass wir relativ zufrieden mit dem heutigen Tag sein können. Wir konnten mit beiden Fahrern umfangreich arbeiten, müssen aber die Ursache für Giancarlos vorzeitigen Stopp gegen Ende des Trainings noch genauer untersuchen. Takuma hat an seinem ersten Tag wirklich solide Arbeit abgeliefert. Er scheint sehr fokussiert und nicht durch irgendwelche Dinge beeinflusst." |
Erst als vorletztes Team hat der Jordan-Honda-Rennstall am vergangenen Freitag das neue Auto für die Saison 2002 vorgestellt und blickt nun optimistisch auf die neue Saison, die am 3. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne beginnt. Das Team hofft, dass man schon beim ersten Rennen nah an der Spitze sein wird, wobei der Rennstall von Eddie Jordan auch weiß, dass man noch viel Arbeit vor sich hat. Giancarlo Fisichella fuhr schon einmal 1997 für das Jordan-Team und kennt noch viele Mechaniker aus seiner damaligen Zeit, so dass er sich schnell wieder im Team wohlgefühlt hat. "Ich bin glücklich, zurück bei Jordan zu sein", erklärte der 29-jährige Italiener im Vorfeld des Rennens in Melbourne. "Es ist ein sehr bewegender Moment, weil ich 1997 mit dem Team meine beste Saison in der Formel 1 hatte. Der EJ12 hat einige Probleme gehabt, von denen wir viele bei den Testfahrten beheben konnten. Das Auto hat Potenzial. Wie üblich ist das Team sehr freundlich und es gibt eine Menge Mechaniker, die sich an mich erinnern, so dass ich mich schnell wieder wohl fühlte. Der Motor ist vielversprechend und obwohl er noch weiterentwickelt werden muss, ist es keine Frage, dass Honda die Fähigkeiten dazu hat. Sie waren auch in der Vergangenheit ganz oben in der Formel 1." Teamkollege Takuma Sato wird derweil am Sonntag in Melbourne sein Formel-1-Debüt geben. "Ich blicke wirklich optimistisch auf mein erstes Rennen in der Formel 1, obwohl ich vor meinem ersten Grand Prix etwas nervös bin", gibt der 25-jährige Mann aus Tokio zu. "Ich hoffe, dass wir nah an der Spitze sein werden, aber realistisch gesehen müssen wir noch viel Arbeit erledigen, ehe wir diese Resultate erwarten können. Die größte Veränderung für mich ist das hohe technische Niveau in der Formel 1. Melbourne ist schwierig, weil ich hier nie zuvor gefahren bin, aber ich bin optimistisch." Auch Teamchef Eddie Jordan freut sich auf den Beginn der zwölften Formel-1-Saison seines Teams: "Unser neues Abkommen mit DHL zeigt, dass unser Sport weiterhin eine ausgezeichnete Plattform für globales Marketing ist – obwohl zuletzt viel gegenteiliges gesagt wurde. Das erste Rennen ist ein harter Kampf, aber das Team hat nonstop hart gearbeitet, um den EJ12 so weit wie möglich zu entwickeln und in den letzten Woche eine Menge Fortschritte gemacht." Von der neuen Fahrerpaarung erhofft sich der Ire einiges: "Wir haben zwei sehr begabte Fahrer. Takuma ist ein junges und aufregendes Talent. Und Giancarlo hat außergewöhnliche Fähigkeiten und Erfahrungen. Er ist gereift und entwickelte sich fantastisch, seit er 1997 für uns gefahren ist. Er ist in Melbourne schon viele Male gefahren. Während mein entscheidendes Ziel ist, wieder Rennen zu gewinnen, muss ich realistisch bleiben, da es selbstverständlich nicht einfach ist, Punkte zu holen, weil es viele Mannschaften gibt, die diese Resultate wollen." |
Erst als vorletztes Team hat der Jordan-Honda-Rennstall am vergangenen Freitag das neue Auto für die Saison 2002 vorgestellt und blickt nun optimistisch auf die neue Saison, die am 3. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne beginnt. Das Team hofft, dass man schon beim ersten Rennen nah an der Spitze sein wird, wobei der Rennstall von Eddie Jordan auch weiß, dass man noch viel Arbeit vor sich hat. Giancarlo Fisichella fuhr schon einmal 1997 für das Jordan-Team und kennt noch viele Mechaniker aus seiner damaligen Zeit, so dass er sich schnell wieder im Team wohlgefühlt hat. "Ich bin glücklich, zurück bei Jordan zu sein", erklärte der 29-jährige Italiener im Vorfeld des Rennens in Melbourne. "Es ist ein sehr bewegender Moment, weil ich 1997 mit dem Team meine beste Saison in der Formel 1 hatte. Der EJ12 hat einige Probleme gehabt, von denen wir viele bei den Testfahrten beheben konnten. Das Auto hat Potenzial. Wie üblich ist das Team sehr freundlich und es gibt eine Menge Mechaniker, die sich an mich erinnern, so dass ich mich schnell wieder wohl fühlte. Der Motor ist vielversprechend und obwohl er noch weiterentwickelt werden muss, ist es keine Frage, dass Honda die Fähigkeiten dazu hat. Sie waren auch in der Vergangenheit ganz oben in der Formel 1." Teamkollege Takuma Sato wird derweil am Sonntag in Melbourne sein Formel-1-Debüt geben. "Ich blicke wirklich optimistisch auf mein erstes Rennen in der Formel 1, obwohl ich vor meinem ersten Grand Prix etwas nervös bin", gibt der 25-jährige Mann aus Tokio zu. "Ich hoffe, dass wir nah an der Spitze sein werden, aber realistisch gesehen müssen wir noch viel Arbeit erledigen, ehe wir diese Resultate erwarten können. Die größte Veränderung für mich ist das hohe technische Niveau in der Formel 1. Melbourne ist schwierig, weil ich hier nie zuvor gefahren bin, aber ich bin optimistisch." Auch Teamchef Eddie Jordan freut sich auf den Beginn der zwölften Formel-1-Saison seines Teams: "Unser neues Abkommen mit DHL zeigt, dass unser Sport weiterhin eine ausgezeichnete Plattform für globales Marketing ist – obwohl zuletzt viel gegenteiliges gesagt wurde. Das erste Rennen ist ein harter Kampf, aber das Team hat nonstop hart gearbeitet, um den EJ12 so weit wie möglich zu entwickeln und in den letzten Woche eine Menge Fortschritte gemacht." Von der neuen Fahrerpaarung erhofft sich der Ire einiges: "Wir haben zwei sehr begabte Fahrer. Takuma ist ein junges und aufregendes Talent. Und Giancarlo hat außergewöhnliche Fähigkeiten und Erfahrungen. Er ist gereift und entwickelte sich fantastisch, seit er 1997 für uns gefahren ist. Er ist in Melbourne schon viele Male gefahren. Während mein entscheidendes Ziel ist, wieder Rennen zu gewinnen, muss ich realistisch bleiben, da es selbstverständlich nicht einfach ist, Punkte zu holen, weil es viele Mannschaften gibt, die diese Resultate wollen." |
Nachdem es schon vor einigen Wochen Gerüchte über mögliche Probleme mit dem Honda-V10-Motor gab, wurden diese nun wieder neu angeheizt. Offenbar ist der Honda RA002E noch nicht so PS-Stark wie erwartet. Zudem gibt es offenbar Zuverlässigkeitsprobleme mit dem Aggregat, weshalb den Teams Jordan und BAR, die beide von dem japanischen Automobilhersteller mit Motoren ausgerüstet werden, für Melbourne schon wieder eine neue Motorspezifikation zur Verfügung gestellt werden soll. "Wir versuchen verzweifelt mehr Pferdestärken aus ihm (dem Motor; d. Red.) zu bekommen", zitiert der 'BBC online' Jordan-Honda-Teamchef Eddie Jordan. "Die Ingenieure von Honda arbeiten genauso wie wir daran." Noch bei der Präsentation des neuen Autos am vergangenen Freitag hatte sich Eddie Jordan zufrieden über Motorenpartner Honda geäußert. "Wir haben in dem Moment, als wir mit dem neuen Auto die Testarbeit aufnahmen, einen neuen Motor von Honda bekommen", so der Ire bei der Präsentation in Brüssel. "Mir wurde erklärt, dass es weitere Spezifikationen geben würde und die Priorität beim Rennen in Melbourne liegt. Wir haben die letzte Spezifikation letzte Woche in Silverstone getestet und bekommen für Melbourne sogar noch eine neue Ausbaustufe", was auch als Anzeichen gewertet werden kann, dass die bisherigen Triebwerke noch nicht zufriedenstellend waren. Denn offenbar gibt es auch mit der Zuverlässigkeit Probleme. "Die hohen Umdrehungen sind für die Zuverlässigkeit nicht gut", erklärte Honda-Direktor Takeo Fukui dem 'BBC online'. "Aber wir ergreifen Rennen für Rennen die nötigen Maßnahmen." Damit bleibt zunächst noch abzuwarten, ob der Honda-V10-Motor die Teams von Jordan-Honda und BAR-Honda zufrieden stellt. Klärung dürfte es in jedem Fall beim Australien-Grand-Prix geben, wenn man erstmals sehen wird, wo die beiden Honda-Werksteams gegenüber der Konkurrenz stehen. |
Jordan-Honda-Teamchef Eddie Jordan hat am Freitag zusammen mit seinen Fahrern Giancarlo Fisichella und Takuma Sato den neuen Jordan EJ12 offiziell vorgestellt. Nun hat das Team alle Vorbereitungen getroffen, um am 3. März erfolgreich in die Formel-1-Saison 2002 zu starten. Mit dem neuen Jordan EJ12, einem neuen Honda-Motor, Reifenpartner Bridgestone und dem neuen Hauptsponsor DHL will das Jordan-Honda-Team eine erfolgreiche Saison bestreiten und sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern. Frage: "Es gibt Hinweise, dass dies ein harter Winter für Sie gewesen ist. Was sagen Sie dazu?" Die späte Präsentation zeigt die logistischen Möglichkeiten Frage: "Warum fand die Präsentation erst so spät statt?" Frage: "Am Ende des Tages kommt es immer aufs Geld an. Wenn Sie gefragt werden würden, ob Ihr Etat 2002 größer oder kleiner als 2001 ist, was würden Sie sagen?" Frage: "Wir haben viel über unterschiedliche Motorspezifikationen von Honda gehört. Wie sieht die gegenwärtige Situation genau aus?" "Sato ist schnell und konstant" Frage: "Alle kennen Fisichella gut, aber Sato ist noch ein unbekannter in der Formel 1. Wie schätzen Sie ihn bis jetzt ein?" Frage: "Hat es seit dem ersten Test viele Änderungen am Auto gegeben?" Frage: "Was ist dieses Jahr Ihr Ziel?" |
Takuma Sato gibt am 3. März in Melbourne sein Formel-1-Debüt und blickt gespannt auf den Grand Prix von Australien. "Ich bin wirklich optimistisch", erklärte der 25-Jährige bei der Präsentation des neuen Jordan-Hondas am Freitag in Brüssel. "Ich bin aber ein wenig nervös vor meinem ersten Grand Prix. Ich hoffe, dass wir nah an der Spitze sein werden, aber wir haben noch viel Arbeit zu tun. Wir haben eine Menge lange Runs bei den Tests gefahren, ähnlich wie ein Rennen, also denke ich, dass wir irgendwo nah an der Spitze sein können." Eine richtige Rennsimulation bestritt der Formel-1-Neuling aber nur einmal – am vergangenen Dienstag bei den Testfahrten im britischen Silverstone, wo Takuma Sato trotz der starken Belastungen in einem Formel-1-Auto keine körperlichen Beschwerden feststellen konnte. "Ich habe nur eine komplette Renndistanz zurückgelegt, was ich letzten Dienstag tat", berichtete der Japaner. "Es gab keine Probleme und ich hatte auch am Ende keine physikalischen Schwierigkeiten." Obwohl der Jordan EJ12 eine Weiterentwicklung des Vorjahresautos ist, unterscheidet sich der Wagen von seinem Vorgänger, dem EJ11, durch die vorne sehr tief abfallende Nase deutlich – ganz im Gegensatz zu vielen anderen 2002er-Autos, die ihren Vorgängern meist sehr ähnlich sehen. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl mit dem Auto", fuhr der Mann aus Tokio fort. "Alles ist neu: Chassis, Motor. Also hatten wir die typischen Probleme bei den ersten Testfahrten, die mit einem neuen Auto auftreten. Aber jetzt haben wir sie aussortiert. Das Abtriebsniveau scheint viel höher zu sein als beim EJ11." Probleme hatte Takuma Sato vor allem am Anfang, als der EJ12 noch neu war. Da fand der Britische Formel-3-Meister zunächst keine optimale Sitzposition. Außerdem gab es einige technische Probleme am Auto, die mit Verlauf der Testfahrten aber aussortiert werden konnten. "Am Anfang der Testfahrten fühlte sich das Auto etwas nervös an, doch dann fanden wir eine Menge Verbesserungen", erklärte der Hobbyradrennfahrer. "Beim letzten Test in Silverstone haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Zum Beispiel ist das Auto jetzt viel stabiler. Das gesamte aerodynamische Paket ist viel besser als vorher und das Auto fühlt sich in schnellen Kurven sehr gut an." Besonders beeindruckt ist der 1,63 Meter große Fahrer vom Sound des Honda-V10-Motors. "Mit einem großen Auspuffrohr hört sich der Motor sehr gut an!", schwärmte Takuma Sato. "Er fährt sich sehr ruhig." Gleichzeitig weiß er aber auch, dass auf Motorenpartner Honda noch viel Arbeit zu kommt: "Weil es sich aber um ein neues Konzept handelt weiß Honda, dass es noch viel Entwicklungsarbeit zu tun gibt." Nun sind es nur noch wenige Tage, ehe am Ende der Boxengasse von Melbourne am kommenden Freitag erstmals die Ampeln auf grün geschaltet werden. Dann wird Takuma Sato versuchen, so viele Runden auf der für ihn neuen 5,302 Kilometer langen Strecke zurückzulegen, aber auch noch Boxenstopps mit seiner Mannschaft üben, die er vorher noch nicht kannte. "Es ist eine neue Erfahrung für mich, aber es ist machbar", erklärte der Japaner. "Der größte Unterschied für mich ist das hohe Technologieniveau in der Formel 1. Melbourne wird schwierig, weil ich dort vorher noch nie gewesen bin. Es wird hart, aber ich bin optimistisch." |
Bei der Präsentation des Jordan-Honda EJ12 zeigte sich Giancarlo Fisichella zuversichtlich was sein neues, altes Team und die Chancen in dieser Saison anbelangt. Der 29-jährige Italiener, der letzte Saison mit Benetton-Renault 8 WM-Punkte hatte holen können, hofft auf eine insgesamt gute Saison und darauf seinen ersten Sieg in der Formel 1 zu holen, wie er am Rande der Präsentation verriet. "Ich möchte in dieser Saison so viele gute Ergebnisse holen wie möglich und werde versuchen meinen ersten Grand Prix zu gewinnen. Das wird aber nicht leicht werden, denn es wird sehr viele konkurrenzfähige Teams geben. Unser Auto ist aber wirklich gut. Wir hatten zwar anfänglich ein paar Probleme mit der Zuverlässigkeit und mit der Leistungsfähigkeit des Motors, jedoch konnten wir uns bei den Testfahrten steigern", erklärte der 91-fache Grand Prix-Teilnehmer. Befragt ob denn seiner Meinung nach auch dieses Jahr Ferrari, McLaren und BMW-Williams die Top-Teams sein würden, meinte "Fisico", dass es die genannten drei Teams sein werden, welche um Pole Positionen und Rennsiege kämpfen werden. Doch der in Monaco lebende Rennfahrer hofft, dass er ebenfalls vorne an der Spitze mitfahren können wird - zumindest gelegentlich. Fisichella erklärte auch, dass er froh sei wieder für das Team zu fahren in dem er 1997 seine beste Saison in der Formel 1 hatte: "Ich freue mich wieder für Jordan zu fahren, denn ich hatte ja wie erwähnt mit diesem Team meine bisher beste Saison. Ich mag das Auto und das Team ist sehr freundlich und ich kenne noch einige der Mechaniker von damals. Ich habe mich schnell wieder eingelebt." Der neue Honda-Motor vom Typ RAE-002 bereitet dem Italiener derzeit jedoch noch Sorgen, denn dieser ist anscheinend noch nicht auf dem Level wo er sein sollte: "Der Motor benötigt noch etwas Entwicklungszeit, doch Honda hat in der Vergangenheit viele Erfolge feiern können und sie sind zurückgekehrt, um diese zu wiederholen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie wieder ganz nach oben kommen." Neben dem Jordan-Rennstall wird auch das BAR-Team mit den Zehnzylindern aus Japan an den Start gehen, weshalb für die beiden englischen Teams nicht nur das gute Abschneiden in der Weltmeisterschaft wichtig ist, sondern jeder am liebsten auch im Honda internen Duell die Nase vorn haben will. "Ich hoffe, dass wir schneller als sie sein werden. Bei den Testfahrten hatte es zumindest den Anschein, dass das so wäre. Honda wird sein Bestes tun, damit beide Teams eine gute Saison haben können." Mit Takuma Sato versteht sich Fisichella eigener Aussage nach gut. Bei den vielen Testfahrten hatten er und sein Teamkollege genug Zeit, um sich einander besser kennen zu lernen. Nach den von Sato bei den Tests gezeigten Leistungen hat der Italiener eine hohe Meinung von seinem Teamkollegen: "Er ist sehr nett und auch sehr intelligent. Er brauchte nur wenige Testtage, um die Arbeit und das was in der Formel 1 gefordert ist zu verstehen. Auf der Strecke ist er sehr schnell und ich glaube, dass er eine gute Saison haben wird", erklärte "Fisico", der im Vorjahr seinen Teamkollegen dreizehn Mal in der Qualifikation besiegen hatte können. |
Das Jordan-Honda-Team hat am Freitag Mittag in Brüssel den neuen Hauptsponsor DHL Worldwide Express vorgestellt. Der Expressdienst löst damit die Zigarettenmarke Benson & Hedges ab, die sich auf Grund des anstehenden Tabakwerbeverbots langsamer aus der Formel 1 zurückzieht, 2002 aber noch als Jordan-Honda-Sponsor erhalten bleibt. Teamchef Eddie Jordan freute sich bei der Präsentation in Brüssel, wo auch die Lackierung des 2002er-Autos vorgestellt wurde, mit DHL Worldwide Express einen neuen Hauptsponsor gefunden zu haben. "Dies ist ein aufregender und historischer Tag für das Team", erklärte der Ire. "Nach zwei ausgezeichneten Jahren mit der Deutschen Post WorldNet haben wir eine Vereinbarung mit ihnen getroffen, ihre Marke DHL zum Hautsponsor unseres Teams zu machen. Es wird viel über die Formel 1 spekuliert, aber diese Vereinbarung zeigt, dass unser Sport weiterhin eine ausgezeichnete globale Marketingplattform ist. Wir sind sehr optimistisch für die neue Saison." Managementdirektor Dr. Gert Schukies, der bei der Deutschen Post WorldNet für Unternehmenskommunikation zuständig ist, freute sich ebenfalls über die gute Zusammenarbeit mit dem Jordan-Honda-Team: "Formel 1 ist das ideale Mittel, um die Deutsche Post WorldNet international bekannter zu machen. Jetzt, wo unsere berühmte Firma DHL mit Jordan zusammenarbeitet, erhöhen wir unseren Einsatz auf der größtmöglichen Marketingplattform, der Formel 1. Das Engagement ist die ideale Gelegenheit, um die Stärke zu demonstrieren, die DHL als weltweit führenden Luftexpressdienst inne hat – wie ein Team der Formel 1. DHL muss schnell sein, mit der neuesten Technologie arbeiten und genau und exakt sein, damit die Dienste rechtzeitig ausgeführt werden können." Auch Dr. Axel Gietz, bei DHL für die Zusammenarbeit mit anderen Firmen zuständig, freut sich über das Engagement seiner Firma bei Jordan-Honda und sprach von einer "perfekten Übereinstimmung" der beiden Unternehmen. Jordan-Honda-Teamchef Eddie Jordan dankte am Rande der Präsentation aber auch Benson & Hedges: "Jordan würde nicht in jeder Position sein, in der es heute ist, wenn Benson & Hedges nicht gewesen wäre. Sie waren seit 1996 unser Hauptsponsor und wir sind erfreut, dass sie ihre Zusammenarbeit mit uns verlängert haben." Der Jordan EJ12, der bereits am 21. Januar in Silverstone erstmals auf einer Rennstrecke unterwegs war, unterscheidet sich von seinem Vorgänger deutlich, ist jedoch eine Weiterentwicklung des Vorjahresautos. "Der Jordan EJ12 ist das Ergebnis sehr harter Arbeit verschiedener Gruppen", erklärte Technikdirektor Eghbal Hamidy. "Obwohl er sich von seinem Vorgänger deutlich unterscheidet, ist er eine Weiterentwicklung des EJ12, allerdings mit großen Änderungen vor allem an der vorderen- und hinteren Radaufhängung." |
22.02.: Jordan präsentierte das neue Auto - DHL Hauptsponsor |
Der ungewöhnliche Ort für die Präsentation des neuen Autos ist auf den neuen Hautsponsor des Teams zurückzuführen. Nachdem Jordan-Honda im vergangenen Jahr noch Benson & Hedges als Hauptsponsor hatte, wird der Rennstall von Eddie Jordan in diesem Jahr von DHL Worldwide Express unterstützt. Zunächst war spekuliert worden, die Deutsche Post AG könnte Hauptsponsor des Jordan-Honda-Rennstalls werden. Nun konnte die Mannschaft mit DHL Worldwide Express einen neuen Titelsponsor gewinnen, an dem die Deutsche Post AG aber 46,39 Prozent Kapital- und Stimmrechtsanteile hält und somit vermutlich mit den Deal eingefädelt hat. "Dies ist ein aufregender und historischer Tag für das Team", erklärte Eddie Jordan in einer ersten Stellungnahme. "Nach zwei ausgezeichneten Jahren mit der Deutschen Post AG haben wir eine Vereinbarung mit ihnen getroffen, ihre Marke DHL zum Hautsponsor unseres Teams zu machen. Wir sind sehr optimistisch für die neue Saison." Der Expressdienst DHL, der in Brüssel seinen Hauptsitz hat, war bereits im vergangenen Jahr Sponsor des Jordan-Honda-Rennstalls und wird in diesem Jahr nun Titel- und Hauptsponsor – die Logos der Firma sind auf den Seitenkästen des Autos nicht zu übersehen. Der offizielle Name des Teams lautet somit in diesem Jahr: DHL Jordan Honda. Die Zigarettenmarke Benson & Hedges zieht sich wegen dem drohenden Tabakwerbeverbot ab 2007 langsam aus der Formel 1 zurück, bleibt aber dem Team zumindest 2002 noch als Geldgeber erhalten, wenn auch nicht in dem selben (großen) Maße wie 2001. Genauso wird auch die Deutsche Post AG über ihr Engagement mit DHL Worldwide Express hinaus weiterhin mit ihren eigenen Logos und Schriftzügen auf den Autos und Rennanzügen des in Silverstone beheimateten Teams werben. 4.200 Kilometer hat der EJ12 schon abgespult Der EJ12, der am Freitag in Brüssel erstmals in der richtigen Lackierung gezeigt wurde, gab bereits am 21. Januar sein Debüt auf der Rennstrecke, als Formel-1-Debütant Takuma Sato im britischen Silverstone den Shakedown mit seinem neuen Dienstauto durchführte. Der Wagen, der unter der Führung des 2001 neuverpflichteten Technikdirektors Eghbal Hamidy und Chefdesigner Tim Holloway entstanden ist, weist eine auffällig geschwungene Nase vor, die nach vorne hin sehr tief abfällt. Sie ist ein Ergebnis der komplett überarbeiteten Aerodynamik des Autos. Im Vergleich zu vielen anderen 2002er-Autos unterscheidet sich der EJ12, der eine Weiterentwicklung des Vorjahresautos ist, damit aber von seinem Vorgänger deutlich. Auch wenn es mit dem EJ12 bei den Testfahrten hin und wieder technische Probleme gab, hielten sich größere Schwierigkeiten mit dem Auto bisweilen in Grenzen. So konnten Giancarlo Fisichella, Takuma Sato und Marcel Laseé in einem Monat insgesamt etwa 4.200 Kilometer mit den drei Chassis vom Typ EJ12 zurücklegen, was immerhin mehr als ein Dutzend Renndistanzen sind. Die Rundenzeiten des Autos waren allerdings im Vergleich zu den Zeiten des Vorjahresautos meist weit weg von den Bestzeiten. Ähnlich wie beim Vorgänger verwendet Jordan-Honda beim EJ12 wieder auf Höhe der Vorderachse montierte Windabweiser, die Zusatzflügel vor den Hinterrädern fallen dieses Jahr etwas größer als im vergangenen Jahr aus. Nachdem Jordan-Honda beim Vorjahres-EJ11 noch eine dreieckige Airbox verwendet hatte, ist diese 2002 runder. Neu sind außerdem Entlüftungsschächte vor den Hinterreifen und eine vor dem Heckflügel endende Auspuffführung. Im Inneren des EJ12 steckt ein neues 7-Gang-Getriebe und der brandneue Honda-V10-Motor. Neue Fahrerpaarung soll Erfolge einfahren Neu ist auch die Fahrerpaarung. Nachdem das Team im vergangenen Jahr mit Jarno Trulli, Heinz-Harald Frentzen, Testfahrer Ricardo Zonta und Jean Alesi insgesamt vier Fahrer im Einsatz hatte, will der Rennstall in diesem Jahr die Saison mit Giancarlo Fisichella und Takuma Sato bestreiten. Der 29-jährige Italiener fuhr schon einmal 1997 an der Seite von Ralf Schumacher für die "Gelben" und kehrt nun nach vier Jahren, die er bei Benetton verbracht hatte, zum Jordan-Team zurück. Sein Teamkollege Takuma Sato ist derweil ein völliger Neuling in der Formel 1. Der 25-jährige Japaner gewann im vergangenen Jahr die Britische Formel-3-Meisterschaft und bestreitet nun in diesem Jahr seine erste Saison als Formel-1-Rennfahrer, nachdem er im vergangenen Jahr schon bei BAR-Honda als Testfahrer Erfahrungen im Formel-1-Boliden sammelte. Mit diesen Fahrern, Motorenpartner Honda und Reifenpartner Bridgestone will Jordan in diesem Jahr endlich an die erfolgreiche Saison von 1999 anknöpfen, als der Rennstall mit Heinz-Harald Frentzen zwei Siege feiern konnte und am Ende Dritter in der Konstrukteursweltmeisterschaft wurde. Für dieses Jahr lautet die Zielsetzung: Das Sauber-Petronas-Team von Rang vier in der Konstrukteursweltmeisterschaft verdrängen. |
Für das Jordan-Team setzte Takuma Sato am Mittwoch die Testfahrten in Silverstone fort. Der 25-jährige Japaner fuhr insgesamt 34 Runden und testete sowohl im EJ11 als auch im EJ12. Sato konzentrierte sich heute ausschließlich auf die Abstimmung des Autos und stand bei Testende als zweitschnellster Pilot des Tages fest. Auf seiner schnellsten Runde hatte der aus Tokio stammende Formel-1-Debütant 1:26.092 Minuten benötigt. Im EJ12 war Sato jedoch nur eine Runde gefahren, da das Team das Getriebe des neuen Boliden hatte wechseln müssen und später der einsetzende Regen davon abhielt das Testprogramm im neuen Auto fortzusetzen. Zufrieden mit der am Mittwoch geleisteten Arbeit erklärte Sato: "Ich bin sehr zufrieden mit unserer in dieser Woche geleisteten Arbeit. Wir haben uns stark verbessern können und ich konnte eine komplette Renndistanz ohne ein Problem absolvieren. Wir haben etwas Speed gefunden und waren deshalb schneller unterwegs. Ich freue mich jetzt schon auf Melbourne." Am morgigen Donnerstag wird Sato erneut in Silverstone fahren. Auf dem Programm stehen dann Tests der Software im EJ11. |
Zwei Tage vor der offiziellen Präsentation des neuen Jordan-Honda EJ12 samt den 2002er-Sponsoren gab der Rennstall von Eddie Jordan am Mittwoch einen neuen Sponsor bekannt. Demnach schloss das Team, welches 1999 Dritter in der Konstrukteursweltmeisterschaft wurde, ein Dreijahresabkommen mit Damovo ab. Damit fand das Team einen Partner, der das Team nicht nur als Sponsor unterstützen wird, sondern auch hochmoderne Kommunikationsmöglichkeiten dem Formel-1-Team zur Verfügung stellen wird. "Geschäftskommunikation wird in der Formel 1 zunehmend wichtig", freut sich Teamchef Eddie Jordan auf die Zusammenarbeit. "Für Jordan kam ohnehin nur eine Zusammenarbeit mit den Besten in Frage. Insofern sind wir über die neue Partnerschaft mit Damovo sehr froh. Dieses Unternehmen ist taufrisch und besticht durch ein starkes Management. Vor allem freuen wir uns darauf, aus dem Damovo-Know-how Nutzen ziehen zu können, und am gemeinsamen Erfolg zu arbeiten." Auch Pearse Flynn, Direktor von Damovo, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Jordan-Honda-Rennstall: "Unsere Partnerschaft mit Jordan begeistert mich schon jetzt. Die Synergien zwischen dem Jordan-Team und Damovo sind enorm und werden uns ebenso beflügeln wie unsere Partner und Kunden. Damovo wird eng mit Jordan Grand Prix zusammenarbeiten, um ein Kommunikationssystem aufzubauen, das Jordan einen Wettbewerbsvorsprung sichert." Pearse Flynn sieht weitere Parallelen zwischen Damovo und Jordan: "Beide Unternehmen haben in ihren so unterschiedlichen Geschäftsbereichen nicht wenige Gemeinsamkeiten: innovative Ausrichtung, außergewöhnliche Kombinationsfähigkeiten und Technologien, die messbare Ergebnisse liefern. Außerdem sind Damovo und Jordan im Hinblick auf unternehmerisches Streben nach Erfolg und die Offenheit für vielversprechende neue Ideen wesensverwandt. Aus Sicht des Marketings ist die Formel 1 in Damovos Märkten äußerst populär und genießt bei den Zielgruppen hohe Aufmerksamkeit." Das Logo von Damovo soll auf der Kleidung der Mechaniker, der Rennanzüge der Fahrer Giancarlo Fisichella und Takuma Sato und dem Auto sichtbar sein. Erst am Freitag wird unterdessen der neue Wagen für die Saison 2002 auf dem Brüsseler Flughafen Zaventum offiziell vorgestellt werden. Dann wird auch der neue Hauptsponsor des Teams verkündet. |
Mit 52 beziehungsweise 73 Runden, gehörten die Jordan-Piloten am gestrigen Testtag in Silverstone zu den fleißigsten aller neun anwesenden Fahrer. Takuma Sato absolvierte auf dem 5,140 Kilometer langen Kurs eine Rennsimulation und wurde durch eine rote Flagge sowie zwei Boxenstopps unterbrochen. Nach 73 Runden beendete der Japaner den Tag als Viertschnellster. Zufrieden war Sato darüber, dass er nun endlich eine optimale Sitzposition im EJ12 gefunden hat. Am Nachmittag begann der in Tokio geborene Pilot Arbeiten zur Verbesserung der Aerodynamik, musste jedoch auf Grund des einsetzenden Regens diese frühzeitig einstellen. Teamkollege Giancarlo Fisichella absolvierte 52 Runden und fuhr hinter Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen die drittschnellste Zeit. Der Italiener testete zum ersten Mal die Melbourne-Motorenausbaustufe von Honda. Seine Simulation einer Renndistanz wurde jedoch mehrere Male auf Grund kleinerer Probleme unterbrochen. Während Fisichella am Dienstag zurück in seine Wohnung nach Monaco kehrte, um sich dort für den Australien-Grand Prix noch etwas auszuruhen, wird Takuma Sato heute und am Donnerstag das Testprogramm von Jordan in Silverstone fortführen. Am Freitag werden sich dann beide Piloten bei der Präsentation des Autos und der Sponsoren in Brüssel wieder sehen. |
Noch steht der neue Hauptsponsor des Jordan-Honda-Teams nicht offiziell fest, doch es wird vermutet, dass die Deutsche Post AG in diesem Jahr Hauptsponsor des Teams von Eddie Jordan wird. Nach Informationen der britischen Nachrichtenagentur 'Reuters' wird jedoch nicht die Deutsche Post AG selber als Hauptsponsor des Jordan-Honda-Teams auftreten, sondern mit ihrer Gesellschaft DHL International Limited. "Die Deutsche Post muss nicht ein Titelsponsor des Teams sein, aber ihr Investment ist eines der größten in der Formel 1", wird Jordan-Honda-Marketingchef Mark Gallagher zitiert. Demnach wird die Deutsche Post AG in diesem Jahr nicht Hauptsponsor des Teams. Die Deutsche Post AG hält aber 46,39 Prozent Kapital- und Stimmrechtsanteile an DHL International Limited. Der Expressdienst DHL trat bereits im vergangenen Jahr als Sponsor des Jordan-Honda-Teams auf und soll in diesem Jahr angeblich Haupt- und Titelsponsor des Teams werden. Derweil bestätigte Michelle McKeown von "Benson & Hedges", 2001 noch Hauptsponsor des Jordan-Honda-Teams, gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters': "Wir sind nicht länger der Titelsponsor, aber wir werden in Melbourne ein sekundärer Sponsor von Jordan sen." Als Gründe nannte die Zigarettenfirma das drohende Tabakwerbeverbot in Europa. Klarheit wird in jedem Fall die offizielle Präsentation des Jordan EJ12 am Freitag, dem 22. Februar bringen. Dann wird der Rennstall den Boliden mit den Sponsoren des Teams am Brüsseler Flughafen Zaventum vorstellen, ehe die Autos anschließend nach Melbourne geflogen werden, wo am 3. März die Formel-1-Saison beginnt. |
Die Wirtschaft befindet sich in diesen Tagen in einer schwierigen Zeit. Fast täglich wird in den Medien von neuen Gewinneinbrüchen bei renommierten Unternehmen berichtet, welche häufig Entlassungen zur Folge haben. Davon bleibt auch die Formel 1 nicht verschont. Das traurigste Opfer ist wohl das Prost-Team, welches unlängst zusperren musste, da man keine Investoren fand, um die Schulden zu begleichen. Jordan-Honda-Teamchef Eddie Jordan glaubt jedoch, dass die Prost-Pleite nicht nur auf die derzeit schlechte Situation in der Wirtschaft zurückzuführen ist und sorgt sich nicht um die Zukunft der Formel 1. Er glaubt vielmehr, dass es ein Fehler von Alain Prost war, seinen Rennstall in Frankreich zu betreiben. Ein Standort in Großbritannien "ist für das Verständnis mit den Lieferanten viel besser, die Leute verstehen den Rennsport", zitiert das britische Fachmagazin 'Autosport' den Teamchef von der Grand-Prix-Party in der Albert Hall am Dienstag Abend. Darüber hinaus ist es nach Angaben von Eddie Jordan auch "preiswerter, um Komponenten herzustellen", wenn man als Formel-1-Team seinen Sitz in Großbritannien hat. "Die Leute hier haben eine sehr unternehmerische Denkweise und haben keine Probleme mit der Struktur und den menschlichen Hilfsmitteln wie in Deutschland oder Frankreich. Ich denke, das größte Attribut Großbritanniens ist, dass die Leute arbeiten wollen. Das ist besonders in unserem Geschäft wichtig. Ich denke, dass dies eines der Kriterien ist, warum Großbritannien ein solch hervorragender Standort für ein Formel-1-Team ist." Schwierigkeiten drohen unterdessen der gesamten Formel 1 von anderer Seite aus. So befindet sich in Deutschland die Mediengruppe von Leo Kirch, die Kirch-Gruppe, in finanziellen Schwierigkeiten. Die Kirch-Gruppe hält die Mehrheit an der SLEC. Jene von Bernie Ecclestone gegründete Firma hat von der Motorsportbehörde FIA für 100 Jahre die Rechte zur Vermarktung der Formel-1-Rennen überschrieben bekommen. Die Automobilhersteller in der Formel 1 streiten seit einigen Monaten mit der Kirch-Gruppe um die Anteile an der SLEC. Die Automobilhersteller befürchten, dass die Formel 1 künftig nur noch über das Bezahlfernsehen von Leo Kirch, PremiereWorld, live zu verfolgen sein könnte, wenn die Kirch-Gruppe weiterhin die Mehrheit an der SLEC hält. Trotzdem sieht Eddie Jordan der Auseinandersetzung mit Leo Kirch optimistisch entgegen und glaubt, dass man zu einer Einigung finden wird. "Die Teams haben gesagt, was sie tun wollen und befinden sich durchaus in einer starken Position", wird der 53-Jährige durch den britischen Fernsehsender 'BBC' zitiert. Auch über die finanziellen Probleme von Leo Kirch macht sich Eddie Jordan keine Sorgen: "Es ist zu früh, um über den Untergang von Kirch zu sprechen." Vielmehr glaubt der Teamchef, dass alle Probleme "im Interesse der Formel 1 behoben" werden. |
Nachdem das Jordan-Honda-Team bereits Anfang Februar eine Präsentation des neuen Autos angekündigt hatte, steht nun auch der genaue Termin fest. Demnach wird der neue Jordan EJ12 am Freitag, dem 22. Februar in einem Lufthansa-Hangar am Brüsseler Flughafen Zaventum in der richtigen Lackierung präsentiert werden. Der Wagen, mit dem Giancarlo Fisichella und Formel-1-Debütant Takuma Sato die Saison 2002 bestreiten sollen, wird bereits seit Mitte Januar getestet, allerdings bisher in einem schlichten gelb-schwarz ohne Sponsorenlogos. Vermutlich standen bis zuletzt nicht alle Sponsoren des Teams von Eddie Jordan fest. So wurde vermutet, dass Hauptsponsor Benson & Hedges in diesem Jahr nicht mehr als Titelsponsor auftreten wird. Stattdessen wird angekommen, dass die Deutsche Post AG 2002 als Hauptsponsor des Jordan-Honda-Rennstalls auftritt. Gegenüber F1Total.com wollte die Deutsche Post AG derartige Gerüchte weder dementieren noch bestätigen, ein Sprecher verriet aber, dass sich am Sponsoring-Modus mit dem Jordan-Honda-Team in diesem Jahr etwas ändern wird. |
Am zweiten Testtag dieser Woche kamen für Jordan mit Giancarlo Fisichella und Takuma Sato die beiden regulären Fahrer zum Einsatz. Während Fisichella im EJ12 auf 38 Runden und eine schnellste Zeit von 1:20.541 Minuten kam, konnte Takuma Sato nur 23 Runden drehen und belegte mit seiner Rundezeit von 2:21.556 Minuten direkt hinter seinem Teamkollegen den vierten Platz. Sowohl "Fisico" als auch Sato konnten wegen technischer Probleme am Dienstag nur wenig fahren. Fisichella hatte sich am Vormittag der Verbesserung der Abstimmung und Tests der Aerodynamik gewidmet, während er am Nachmittag den Ingenieuren bei der Behebung eines Systemproblems lange Zeit zusehen hatte müssen. Sato war mit abgefahrenen Reifen und einem Renn-Setup unterwegs gewesen, was seine langsame Rundenzeit erklärte. Mehrere kleine Probleme waren der Grund dafür, dass der Japaner nicht über 23 Runden hinaus kam. Im Jordan-Team machte man sich wegen der Probleme am neuen Auto gestern jedoch keine Sorgen, denn eigenen Aussagen nach waren die Ingenieure mit den Ergebnissen bis zum Auftreten der Schwierigkeiten rundum zufrieden gewesen. Am heutigen Mittwoch werden beide Fahrer erneut zum Einsatz kommen und die Testfahrten in Barcelona beenden. |
Zu den vier Teams die am gestrigen Montag ihre Tests in Barcelona begannen, gehörte auch der Rennstall von Eddie Jordan, welcher mit Takuma Sato und Marcel Laseé zwei Piloten testen ließ, während die restlichen Teams jeweils nur einen Fahrer im Einsatz hatten. Wegen Nebels begannen die Testfahrten auf dem 4,730 Kilometer langen Kurs, auf dem am 28. April der Große Preis von Spanien ausgetragen wird, jedoch mit anderthalbstündiger Verspätung. Für die beiden Jordan-Piloten hatte dies jedoch keine Nachteile, denn sie absolvierten mit 62 (Sato) beziehungsweise 60 (Laseé) gefahrenen Runden die meisten Kilometer am Montag. Während sich Takuma Sato der Feinabstimmung des Honda-Motors widmete und an der Verbesserung des Aerodynamikpaketes arbeitete, machte sich der kurzfristig für Fisichella eingesprungene Deutsche Marcel Laseé zunächst mit dem EJ12-Boliden vertraut. Bei seinem letzten Test hatte er nämlich nur im Vorjahresboliden testen können. Am Ende seines mit Abstimmungsarbeiten, Aerodynamikvergleichstests, sowie Bremsen- und Reifentests umfangreichen Arbeitstages, betrug Laseés beste Zeit 1:22.615 Minuten, womit er im Vergleich zu der von Sato gefahrenen Runde von 1:21.595 Minuten eine Sekunde langsamer war. Das Jordan-Team, welches den Formel-Renault-Champion kurzfristig zu den Tests am Montag eingeladen hatte, weil Giancarlo Fisichella nach seinem Testunfall letzte Woche in Valencia noch nicht wieder vollkommen fit war, zeigte sich mit der geleisteten Arbeit zufrieden. Vor allen den Beitrag den Laseé leistete lobte man. Am heutigen Dienstag sollen dann wie ursprünglich geplant Fisichella und Sato zum Einsatz kommen. |
Im Jahr drei nach der Rückkehr in den Grand Prix-Sport, hat sich Honda zum Ziel gesetzt, langsam aber sicher wieder zu beginnen an die erfolgreiche Zeit zwischen 1986 und 1991 anzuknüpfen, wo man fünf Fahrer- und sechs Konstrukteursweltmeistertitel holen hatte können. Die Erwartungshaltung in der Konzernzentrale des japanischen Motorenherstellers war bereits im letzten Jahr hoch gewesen, doch schnell hatte man feststellen müssen, dass der RAE001-Motor der Konkurrenz nicht ebenbürtig war. Für diese Saison entwickelte man deshalb mit dem RAE002 einen komplett neuen Zehnzylinder, welcher in Sachen Leistung, Gewicht und Verbrauch auf dem gleichen Niveau wie das der Top-Teams sein soll. 2001 verfehlte man die eigenen Pläne "Honda hat letzte Saison mit den Teams British American Racing und Jordan Grand Prix zwei Teams mit Motoren beliefert. Leider fielen die Fortschritte die wir machen konnten jedoch nicht so aus wie das erhofft wurde. Wir konnten einfach unsere Ziele in Sachen Weiterentwicklung nicht erreichen", erklärte Takeo Fukui, Senior Managing Director von Honda Motor Co. Ltd., jüngst auf einer jährlich stattfindenden Veranstaltung bei der man traditionell das zurückliegende Motorsportjahr Revue passieren lässt. Mit dem neu entwickelten Motor glaubt man, dass man trotz des immer härter werdenden Wettkampfes in der Formel 1 wieder vorne mitmischen können wird. Ziel 2002 sind Starts aus der ersten Reihe und ein Sieg "Wir haben unsere ganzen Anstrengungen darauf verwendet, diese Saison einen leistungsstärkeren, leichteren und kompakteren Motor zur Verfügung zu stellen. Unser eigenes Ziel für die Saison 2002 ist es, mindestens einmal aus der ersten Startreihe in ein Rennen zu starten und so schnell wie möglich unseren ersten Sieg nach unserer Rückkehr in den Grand Prix-Sport zu holen", umschrieb Fukui die ehrgeizigen Pläne und machte gleichzeitig damit klar, dass man von BAR und Jordan ebenfalls Leistung erwartet. Zuletzt hatte es bei den Testfahrten – egal ob nun in Barcelona oder in Valencia - aber einige Probleme mit dem neuen Motor gegeben, was derzeit Zweifel an Hondas Konkurrenzfähigkeit aufwirft. Für Shuhei Nakamoto, Renn- und Testteam-Manager, sind die Schwierigkeiten die BAR-Honda und Jordan-Honda während der zurückliegenden Testtage hatten jedoch keineswegs Grund zur Beunruhigung. "Es war eine anstrengende Woche, denn es gab ein paar kleinere Probleme die beide Teams etwas aufgehalten haben. Allerdings ist so etwas zu dieser Zeit keineswegs ungewöhnlich oder unüblich", übte sich Nakamoto in Optimismus. "Wir hatten einen Motorenschaden im Team BAR, jedoch haben wir den Grund dafür herausgefunden und eine Lösung bereits entwickelt", erklärte der Japaner weiter und verwies darauf, dass Honda bemüht sei alle Probleme schnellstmöglich abzustellen. Duell mit Toyota spornt Honda an Bis zum 23. Februar, dem Tag an dem die meisten Teams ihr Equipment für den Australien-Grand Prix auf die Reise schicken, verbleiben jedoch nur noch zwölf Tage in denen Honda Zeit hat seinen Motor standfest zu bekommen. Aber nicht nur die Zuverlässigkeit scheint derzeit noch nicht da zu sein wo man sie erwartet, sondern auch in Sachen Leistung ist der Motorenhersteller aus Fernost den Testfahrten nach zu urteilen noch nicht dort angelangt wo man eigentlich sein wollte. Ob die Saison 2002 erfolgreicher für Honda und seine beiden Partner-Teams verläuft, wird sich erst im Laufe des Jahres zeigen. Urteilt man der an den Tag gelegten Entschlossenheit der Japaner nach, so will man gerne glauben, dass sich Honda dieses Jahr keine erneute Schlappe wie letzte Saison leisten wird. Schon alleine deshalb nicht, weil mit Toyota die Konkurrenz ebenfalls am Start ist und man am Ende der Saison das Duell zwischen den beiden japanischen Automobilherstellern klar und deutlich für sich entschieden haben möchte. |
Giancarlo Fisichella wurde am Freitag vom Automobilclub Italien geehrt, als er zum besten italienischen Fahrer ernannt wurde. Bei der Preisvergabe ließ er Fahrer wie Jarno Trulli hinter sich. Bei der Zeremonie waren wichtige Gäste anwesend, darunter der Präsident des italienischen Automobilclubs, Franco Lucchesi, und Paolo Cantarella, Geschäftsführer von Fiat. Fisichella testet zurzeit den neuen Jordan EJ12, um am 3. März mit dem irischen Team beim GP von Australien zu starten. Er wird seit langem als außergewöhnliches Talent angesehen, auch wenn er noch keinen Grand Prix gewonnen hat, und jetzt ist es seine Aufgabe, Jordan wieder zu Erfolg zurückzuführen. |
Drei Tage lange testete das Jordan-Honda-Team mit Giancarlo Fisichella und Takuma Sato in Valencia. Dabei legten die beiden Piloten mit dem neuen EJ12 über 1.270 Kilometer zurück. Am letzten Tag hatte Giancarlo Fisichella einen schweren Unfall, als er in Kurve drei mit dem Heck voran in die Streckenbegrenzung krachte. Das Team dementierte Berichte, wonach der Unfall durch Bremsprobleme verursacht wurde, äußerte sich aber nicht zur Unfallursache. Auch den Unfall von Takuma Sato in der gleichen Kurve erwähnte das Team in einer Pressemitteilung nicht. Fisichella konnte das Medical Centre nach einem zehnminütigen Check wieder verlassen. Das Team ließ den bis auf eine leichte Knieprellung unverletzten Italiener für den Rest des Tages pausieren. Abgesehen von mehreren roten Flaggen verlief der Testtag für Teamkollege Takuma Sato nach Angabe des Teams sehr erfolgreich. Der Japaner absolvierte seinen erst zweiten Testtag im neuen EJ12 und simulierte einen Grand Prix. Jordan-Honda wird nun vom 11. bis zum 13. Februar in Barcelona testen. |
07.02.: Giancarlo Fisichella übersteht schweren Unfall unverletzt |
Giancarlo Fisichella hat am Donnerstag einen schweren Unfall unverletzt überstanden. Der Italiener krachte bei Testfahrten mit dem neuen Jordan EJ12 in der gleichen Kurve in die Streckenbegrenzung, in der er bereits vor zwei Wochen verunglückt war. Der 28-Jährige, der vor der Saison von Benetton zu Jordan gewechselt war, wurde unmittelbar nach dem Unfall zur Kontrolluntersuchung ins medizinische Zentrum gebracht, erhielt aber sofort wieder die Fahrerlaubnis. Die Ursache des Crash ist laut Jordan-Sprecherin Helen Temple noch ungeklärt. Der Wagen wurde schwer beschädigt, sollte aber noch am Donnerstag für weitere Testfahrten repariert werden. |
Der gestrige Testtag im spanischen Valencia stand ganz im Zeichen von Giancarlo Fisichella. Der Jordan-Pilot markierte nach insgesamt 75 absolvierten Runden mit seiner schnellsten Runde von 1:13.297 Minuten die Tagesbestzeit. Über den Tag verteilt hatte der Römer insgesamt 27 Runden im EJ11 und 48 Runden im 2002er-Auto, dem EJ12, fahren können. Wie schon am ersten Tag widmete sich der Vater einer Tochter der Entwicklung des Honda-Motors, sowie einem Reifentestprogramm für Bridgestone und darüber hinaus auch Abstimmungsarbeiten. Takuma Sato konnte unterdessen sein neues EJ12-Chassis zum ersten Mal ausprobieren. Der erste Test mit dem frisch aus der Fabrik aus Silverstone eingetroffenen neuen Chassis verlief erfolgreich. Zwar leistete sich der 25-Jährige einen Dreher auf dem 4,005 Kilometer langen Kurs, jedoch blieben er und das Auto dabei unbeschädigt, sodass das Testprogramm des Teams nicht in Verzug geriet. So konnte der Japaner über den gesamten Tag hinweg 49 Runden absolvieren und landete schließlich mit seiner schnellsten Runde von 1:16.212 Minuten auf dem zehnten Platz. Schnelle Rundenzeiten zu fahren stand aber auch nicht auf dem Tagesprogramm des Mannes aus Tokio, der sich Abstimmungsarbeiten, der Entwicklung der Aerodynamik und der Traktionskontrolle gewidmet hatte. |
Bei trockenen und sonnigen Bedingungen begann das Jordan-Honda-Team gestern auf dem Circuit Ricardo Tormo ein insgesamt dreitägiges Testprogramm. Wie schon in der Woche zuvor - bei den Tests in Barcelona - waren mit Takuma Sato und Giancarlo Fisichella einmal mehr die beiden Stammfahrer des Teams im Einsatz. Sato konzentrierte sich im Vorjahresauto EJ11 auf generelle Abstimmungsarbeiten am Vormittag und legte den Fokus am Nachmittag dann auf das Erarbeiten von Fahrzeugabstimmungen für den Renneinsatz. Nach einem routinemäßigen Motorenwechsel zur Mittagszeit und nach 72 absolvierten Runden am Endes des Tages, war der Japaner mit seiner Zeit von 1:13.830 Minuten Zweitschnellster aller elf anwesenden Rennfahrer. Giancarlo Fisichella fuhr wieder im neuen EJ12 und beschäftigte sich mit der Entwicklung des neuen Autos und widmete sich ebenfalls mit den Honda-Ingenieuren dem Motor. Als die Testfahrten beendet wurde standen für den Italiener 53 Runden zu Buche. Seine beste Rundenzeit wurde mit 1:15.968 angeben und war damit 2,1 Sekunden langsamer als die beste Runde seines Teamkollegen. Am heutigen Tag werden beide Fahrer das gestern begonnene Testprogramm fortsetzen. |
Das Jordan-Honda-Team bestreitet in diesem Jahr die zwölfte Saison in der Formel 1. In einem Interview mit dem britischen Fachmagazin 'Autosport', aus dem Teile vorab auf der Website des Jordan-Honda-Teams veröffentlicht wurden, sprach Eddie Jordan über seinen Rennstall und die kommende Saison. Das Jordan-Team gab 1991 das Debüt in der Formel 1. Zunächst wurde der verrückte Ire mit seinem Projekt nicht ganz ernst genommen und hatte zunächst mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, konnte sich aber schließlich zwischen den übrigen Teams durchsetzen. In der "Königsklasse des Motorsports ist eine Nische für eine Mannschaft wie Jordan, welche jugendlich, kraftvoll und dynamisch ist", erklärt Eddie Jordan das Image seines Rennstalls. "Wir versuchen, zwei sehr unterschiedliche Welten zu mischen: Die eine ist Ernst, die andere ist Spaß. Diese beiden Arten sind normalerweise nicht vereint, aber die Zielsetzung von Jordan ist, diese zu vermischen." Den ersten Sieg feierte das Team 1998 mit Damon Hill in Spa-Francorchamps. Dank Heinz-Harald Frentzen folgten 1999 zwei weitere Siege (in Magny-Cours und Monza). Doch seit jenem Grand Prix von Italien gab es keine weiteren Grand-Prix-Triumphe mehr für das Team aus Silverstone. "In der Vergangenheit hat Jordan einige Rennen gewonnen und wir möchten wieder gewinnen", so Eddie Jordan. "Ich bin optimistisch mit den Leuten in der Firma und sehr begeistert von der jungen Fahrerpaarung, die frischen Wind mitbringen." Nachdem Ende 2001 Jarno Trulli und Jean Alesi für die "Gelben" gefahren waren, fahren 2002 Giancarlo Fisichella und Formel-1-Debütant Takuma Sato für das irische Team. Auf Grund der derzeit weltweit wirtschaftlich schwachen Lage, verließen zuletzt einige Sponsoren die Formel 1. Doch Eddie Jordan sieht eher das positive: "Das großartige in den letzten fünf bis zehn Jahren war, dass die Formel 1 ein globaler Sport geworden ist", so der Teamchef, der auch heute keine großen Schwierigkeiten auf sich zukommen sieht: "Neue Leute wollen in die Formel 1, weil sie die Formel 1 als sehr große Chance sehen. Ich glaube nicht, dass die Formel 1 zu sehr leidet." Eddie Jordan versucht sich als Teamchef vor allem auf die Fahrer zu konzentrieren, ist aber auch mit für die finanzielle Lage seines Teams verantwortlich. "Ich konzentriere mich auf die Fahrer, die kommerzielle Seite und bilde die finanzielle Struktur", so der 53-Jährige. "Ich versuche, mich aus anderen Dingen herauszuhalten und andere nicht zu stören." Nach dem Rücktritt von BAR-Honda-Teamchef Craig Pollock kämpft Eddie Jordan nun gegen seinen Freund David Richards, der genauso wie Eddie Jordan Honda-Werksmotoren bekommt. "Er ist ein Freund von mir", so der Ire. "Ich habe keinen Zweifel, dass er das Beste für sein Team wünscht." Das Jordan-Honda-Team möchte sich 2002 wieder als vierte Kraft hinter den Topteams Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Williams etablieren. Schon seit einigen Tagen testet das Team mit dem neuen EJ12 und möchte diesen in der letzten Testwoche vor dem Saisonauftakt am 3. März in Melbourne offiziell präsentieren. |
05.02.: Erste Krisengespräche zwischen Honda und den Partnern? |
Darf man den jüngsten Meldungen der englischsprachigen Motorsportwelt Glauben schenken, dann ist Jordan-Teamchef Eddie Jordan nach Tokio zu Honda geflogen. Der Grund für das Treffen mit dem Management des für den Formel-1-Motor verantwortlichen Automobilherstellers soll die bislang eher enttäuschende Leistung des RA002E-Motors sein. Jordan macht sich einen Monat vor dem Beginn der neuen Saison ernsthafte Sorgen über die Konkurrenzfähigkeit seines Teams. Grund hierfür ist der zwar bislang recht zuverlässige aber anscheinend leistungsschwache neue Motor. Um herauszufinden welche Maßnahmen die japanische Motorenschmiede zur Behebung des Mankos plant, will sich der Ire nun vor Ort mit den zuständigen Leitern der Entwicklungsabteilung unterhalten und ein Bild von der Lage machen. |
Bei den Testfahrten der Teams British American Racing und Jordan Grand Prix auf dem spanischen Circuit de Catalunya ging es letzte Woche nicht nur um das Testen der neuen Autos und der neuen Reifen für Bridgestone, sondern auch um wichtige Entwicklungsarbeit für Motorenpartner Honda. Nachdem sich die beiden britischen Teams im letzten Jahr nach den ersten vier Rennen mit Honda zusammengesetzt und "Krisengespräche" wegen der enttäuschenden Leistungsfähigkeit der japanischen Zehnzylinder geführt hatten, hatte der Motorenhersteller für diese Saison ein komplett neues Aggregat versprochen. Obwohl das im Vorfeld geäußerte Lob von Olivier Panis über den Honda RA002E positiv ausfiel und größere Probleme bislang bei den Testfahrten ausblieben, deutete Renn- und Testteam-Manager Shuhei Nakamoto von Honda Racing Development an, dass man noch nicht den angepeilten Leistungsstand mit dem neuen Motor erreicht habe. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass keineswegs davon gesprochen werden könne Honda läge zum jetzigen Zeitpunkt hinter den eigenen Erwartungen zurück. "Der Test mit BAR-Honda in Barcelona lief ziemlich gut. Es gab nur wenige Probleme, welche aber zum jetzigen Zeitpunkt und mit einem neuen Motor normal sind. Wir konnten die Ursachen für die Probleme alle ausfindig machen und haben Lösungen gefunden, um diese Schwachstellen abzustellen", erklärte der Japaner, dass es nicht ungewöhnlich sei fünf Wochen vor Saisonbeginn die Kinderkrankheiten zu beseitigen. Zufrieden war Nakamoto auch mit der Anzahl der gefahrenen Runden und den dadurch gesammelten Daten, welche den Ingenieuren bei der Weiterentwicklung eine enorme Hilfe sind. Auch das Jordan-Honda-Team testete vergangene Woche in Barcelona und half dabei den neuen RA002E-Motor zu testen und durch das Feed-back der Fahrer zur Weiterentwicklung beizutragen. Zum Bedauern von Honda gab es jedoch mehr Probleme bei der Integration des eigenen Motors bei Jordan als bei BAR, wo man in die Chassis-Entwicklung Einblicke hat. "Leider hatten wir beim Test mit Jordan einige Probleme die uns daran gehindert haben viele Kilometer zu fahren", zeigte sich Nakamoto ein wenig enttäuscht von den Schwierigkeiten die aufgetreten waren. "Wie dem auch sei, wir haben eine Lösung für ein ernsthaftes Problem, welches beim Shakedown in der Woche zuvor aufgefallen war, finden können", berichtete der Renn- und Testteam-Manager aber auch, dass die Anpassung des Jordan-Chassis an den Honda-Motor nicht so reibungslos verlief wie das bisher den Anschein hatte. Während der Großteil der Motorenhersteller in der Formel 1 jedoch nur ein Team mit seinen Aggregaten versorgt, hat sich Honda sowohl British American Racing als auch Jordan Grand Prix gegenüber verpflichtet. Zwar mag die durch die Versorgung zweier Teams entstehende Doppelbelastung auch ihre Probleme mit sich bringen, insgesamt aber sieht man bei Honda in der Zusammenarbeit mit zwei Teams einen Vorteil. So vertreten die Japaner, die mit beiden Teams diese Woche in Valencia weitere Tests durchführen werden, die Meinung, dass die Weiterentwicklung durch zwei Partner schneller vorangehe als nur mit einem Rennstall. Ob der neue Honda-Motor tatsächlich leistungsfähiger, kompakter und zuverlässiger als sein Vorgänger ist, wird sich im Laufe der Saison, frühestens aber während des Australien-Grand Prix, zeigen. Bis dahin verbleibt den Honda-Ingenieuren und ihren Partner-Teams noch etwas Zeit den Motor zu verbessern. |
Das Jordan-Honda-Team hat jeglichen Spekulationen ein Ende gesetzt, nach denen man in diesem Jahr aus finanziellen Gründen auf eine Präsentation des neuen Autos verzichtet. Wie der Rennstall von Eddie Jordan am Freitagabend mitgeteilt hat, wird man den Jordan EJ12 in der letzten Testwoche (18. bis 24. Februar) vor dem Australien-Grand-Prix in der neuen Lackierung der Öffentlichkeit vorstellen. Bereits seit vergangener Woche wird der neue Wagen von den Stammfahrern Giancarlo Fisichella und Takuma Sato getestet. Nach viertägigen Testfahrten in der letzten Woche in Silverstone setzte das Team die Testarbeit in dieser Woche in Barcelona, Spanien fort. In der kommenden Woche wollen die "Gelben" an den Testfahrten im spanischen Valencia teilnehmen. In der letzten Testwoche vor dem Australien-Grand-Prix, der am 3. März in Melbourne stattfindet, testet das Team noch einmal im britischen Silverstone, wo dann wohl auch die Präsentation des Autos stattfinden wird. Wann genau die Präsentation stattfindet, gab das Jordan-Honda-Team aber noch nicht bekannt. Neben der Vorstellung des neuen Autos in der richtigen Lackierung wird auch die Bekanntgabe der Sponsoren erwartet. Zuletzt war der Vertrag mit Hauptsponsor Benson & Hedges noch nicht verlängert worden, der nun nach Angaben des Teams aber unterzeichnet ist. Ebenfalls als Sponsor feststehen soll wie im vergangenen Jahr die Deutsche Post AG. |
Viel Arbeit gab es am letzten Testtag für die Mechaniker des Jordan-Honda-Teams im spanischen Barcelona. Das Team beendete dort am Freitag einen viertägigen Test, bei dem ein neuer EJ12 sowie ein Vorjahres-EJ11 zum Einsatz kamen, die von den beiden Stammfahrern Giancarlo Fisichella und Takuma Sato gesteuert wurden. Takuma Sato legte am Freitag insgesamt 30 Runden im Vorjahresauto zurück und erzielte dabei mit 1:20.527 Minuten die viertbeste Runde des Tages. Zur Spitze fehlten ihm 1,1 Sekunden. Zunächst hatte der Japaner aber am Morgen einen schweren Abflug, als in der letzten Kurve eine Radaufhängung an seinem Auto brach und Takuma Sato ins Kiesbett flog. Trotzdem gelang es den Mechanikern, dass Auto noch einmal zu reparieren, so dass am Nachmittag mit den Bremsen- und Reifentests fortgefahren werden konnte. "Es war schön, einen richtigen Test mit dem neuen Auto zu haben, welches ich an den ersten beiden Tagen gefahren habe", fasste Takuma Sato die vier Testtage zusammen. "Wir hatten ein paar Probleme, die uns einige Zeit gekostet haben. Aber das Wichtige ist, das neue Auto kennen zu lernen. Die letzten Tage waren positiv und fortschrittlich. Ich habe einige lange Distanzen zurückgelegt, nahe an einer Rennsimulation, und auch einige Qualifikationsrunden, die mir ein ausgezeichnetes Gefühl gaben. Leider brach heute in der letzten Kurve eine Radaufhängung und ich hatte einen großen Abflug mit 250 Stundenkilometern. Ich bin absolut okay, aber es ist frustrierend, weil ich in einer wirklich schnellen Runde war." Die Jordan-Honda-Mechaniker hatten zudem am neuen EJ12, den am Freitag Giancarlo Fisichella fuhr, ein Getriebeproblem zu lösen, welches viel Zeit kostete. Trotzdem konnte der Italiener bis zum Abend noch 25 Runden zurücklegen und erzielte dabei mit 1:21.014 Minuten und 1,6 Sekunden Rückstand zum Tagesschnellsten die sechstbeste Runde des Tages. "Fisico" konzentrierte sich dabei auf Tests von Bridgestone-Reifen. "Wir hatten einige kleine Probleme heute, aber das ist normal und man erwartet sie, wenn das Auto neu ist", so der Italiener. "Während des viertägigen Tests führten wir nicht so viele Runden durch, wie wir normaler Weise bei einem Test absolvieren, aber bei der Zeit auf der Strecke haben wir gute Fortschritte gemacht und wir sind sehr nah an die Rundenzeiten bei einem Grand-Prix-Wochenende herangekommen. Ich bin ziemlich optimistisch, aber es gibt noch eine Menge Arbeit bei den nächsten Tests in den nächsten Wochen." In der kommenden Woche nimmt das Jordan-Honda-Team an den Testfahrten im spanischen Valencia teil. Dort will das Team von Eddie Jordan von Dienstag bis Donnerstag testen. |
Giancarlo Fisichella und Takuma Sato bewältigten am dritten Testtag von Jordan-Honda auf dem Circuit de Catalunya ein äußerst umfangreiches Testprogramm. Während "Fisico" im EJ12 verschiedene Möglichkeiten zur Kühlung der Aggregate des neuen Autos, Tests der Aerodynamik, Abstimmungsarbeiten und Arbeiten für Honda durchführte, konzentrierte sich Sato auf das Testen neuer Bremsen, Einstellungsarbeiten der Vorderradaufhängung und führte darüber hinaus auch einen Reifentest für Bridgestone durch. Obwohl Sato auf Grund eines Problems der Benzinversorgung des EJ11 mehrere Stunden dem Testgeschehen nur zusehen konnte, kam er am Ende des Tages auf 69 Runden und mit 1:20.351 Minuten auf die siebtschnellste Zeit. Sein italienischer Teamkollege hatte - ohne von technischen Problemen gehandikapt gewesen zu sein - nur 33 Runden gefahren. Fisichellas schnellste Runde von 1:21.091 Minuten bescherte ihm bei Ende der Tests am Donnerstag dann auch nur Platz 10. Am heutigen Freitag werden beide Fahrer die Testfahrten in Barcelona abschließen. Nächste Woche wird das Jordan-Team dann auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia seine Vorbereitungen auf die in fünf Wochen beginnende Saison fortsetzen. |
Formel-1-Newcomer Takuma Sato hat nach den letzten Tests mit dem neuen Jordan-Boliden gegenüber unseren englischen Kollegen vom Magazin 'Autosport' verraten, dass durch die "Geiernase" des EJ12 die Sitzposition ziemlich unbequem sei. "Auf Grund der hohen Nase ist die Sitzposition sehr ungewöhnlich. Meine Beine liegen sehr weit oben und man kommt sich vor als würde man Sit-ups in der Luft machen", erklärte der Japaner und fügte klagend an: "Das ruft bei mir Rückenschmerzen hervor." Ob das Jordan-Team mittlerweile an einer Verbesserung der Sitzposition arbeitet oder sich Sato einfach an die neue Sitzposition gewöhnen müssen und mit etwas Training die gegenwärtigen Probleme überwinden können wird, ist derzeit nicht bekannt. Bekannt ist hingegen, dass Teamkollege Giancarlo Fisichella bislang über keine Probleme klagte. Im Gegenteil, der Italiener zeigte sich nach den ersten Testfahrten mit dem EJ12 sehr zufrieden: "Als ich den Benetton zum ersten Mal in der letzten Saison fuhr, wusste ich, dass es kein gutes Auto war. In diesem Jahr, nur nach wenigen Runden, konnte ich den Unterschied zwischen dem letztjährigen Benetton und dem Jordan gleich spüren. Der EJ12 ist viel einfacher zu fahren, hat mehr Abtrieb und ist darüber hinaus in schnellen Kurven besser", fiel der Vergleich des Römers zu Gunsten von Jordan aus. |
Für das Team von Eddie Jordan kamen am Mittwoch gleich drei Piloten bei den Testfahrten auf dem nahe Barcelona gelegenen Circuit de Catalunya zum Einsatz. Nachdem am Dienstag Takuma Sato und Marcel Lasée die Testarbeit aufgenommen hatten, gesellte sich am Mittwochnachmittag auch Giancarlo Fisichella hinzu. Wie schon am Tag zuvor, drehte Sato im EJ12 seine Runden auf dem 4,728 Kilometer langen Kurs. Neben Abstimmungsarbeiten legten er und das Team Hauptaugenmerk auf den Test der Kühl- und Ölsysteme des 2002er-Autos. Am Ende des Tages standen für den Japaner schließlich 30 absolvierte Runden und eine Zeit von 1:22.048 Minuten zu Buche, womit er Fünfzehnter und gleichzeitig der langsamste von allen drei Jordan-Piloten war. Der 19-Jährige Marcel Lasée setzte sein am Dienstag begonnenes Kennenlernen des EJ11 am Vormittag fort und absolvierte neben grundlegenden Abstimmungsarbeiten auch Tests der Bremsen und Kontrollsysteme des Autos. Bei Ende der Testfahrten für ihn betrug seine beste Rundenzeit 1:20.531 Minuten, womit er Platz 11 der Zeitentabelle belegte. Nachdem Lasée am Nachmittag den EJ11 dann an Giancarlo Fisichella übergeben hatte, äußerte sich das Jordan-Team sehr zufrieden über die vom jungen Deutschen an beiden Tagen geleistete Arbeit. Fisichella setzte unterdessen das von Lasée begonnene Testprogramm der Bremsen fort und widmete sich mit seinen Ingenieuren auch der Aufhängungsgeometrie der Vorderachse. Nach 27 Runden kam der 29-jährige Italiener auf eine beste Rundenzeit von 1:20.109 Minuten, womit er Siebtschnellster des Tages und der schnellste aller drei Jordan-Fahrer war. Das Jordan-Team wird auch am heutigen Donnerstag und am Freitag sein umfangreiches Testprogramm in Barcelona fortsetzen. |
Das Jordan-Honda-Team nahm am Dienstag im spanischen Barcelona erstmals mit dem neuen Auto die Testarbeit auf. Nachdem der EJ12 schon in der vergangenen Woche vier Tage lang im britischen Silverstone getestet worden war, ging es nun erstmals auf den spanischen Grand-Prix-Kurs. Dort gab neben dem EJ12 auch ein junger deutscher sein Formel-1-Debüt: Marcel Laseé legte im Vorjahres-EJ11 seine ersten Runden in einem Formel-1-Renner zurück. Takuma Sato steuerte derweil den 2002er-Wagen und führte einige Systemprüfungen durch, in erster Linie mit den Ölsystemen. Insgesamt legte der Japaner am ersten Testtag des Teams in dieser Woche auf dem Circuit de Catalunya 46 Runden zurück, wobei es zur 14.-besten Runde reichte. Mit einer Zeit von 1:22.599 Minuten lag der 25-Jährige 4,1 Sekunden hinter dem Tagesbesten. "Das war heute wirklich ein sehr guter Tag mit dem neuen Auto bei richtig guten Testbedingungen – nach meinem ersten Shakedown mit dem EJ12 letzte Woche", erklärte Takuma Sato. "Wir waren erfolgreich. Ich bin begeistert vom neuen Auto und mache in den nächsten Wochen mehr Abstimmungs- und Entwicklungsarbeit." Derweil legte Marcel Laseé an seinem ersten Testtag im Formel-1-Wagen eindrucksvolle 80 Runden (!) zurück. Damit fuhr der Düsseldorfer mit fast 380 Kilometern deutlich mehr als eine komplette Renndistanz auf der 4,730 Kilometer langen Strecke. Für einen absoluten Formel-1-Neuling eine beachtliche Leistung. Seine schnellste Runde war in 1:22.889 Minuten nur drei Zehntelsekunden langsamer als die Zeit seines Teamkollegen im neuen Auto. "Es war offensichtlich das erste Mal für mich", freute sich der 19-Jährige. "Es war wie eine neue Welt für mich und es war recht merkwürdig, aber alles ging gut. Die Kraft, die Bremsen und der Abrieb sind unglaublich und es war aufregend, auf der Strecke zur gleichen Zeit wie Michael und Ralf Schumacher zu fahren. Ich bin ein wenig müde, weil es hohe physikalische Anforderungen sind, besonders für den Nacken, was normal für mich ist, trotzdem blicke ich auf morgen, wenn ich hoffentlich ein wenig schneller bin." Auch Gary Anderson, Technischer Direktor, zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Fahrer: "Wir arbeiteten am neuen Auto an den Ölsystemen und konnten alle Programme beenden, die wir uns vorgenommen hatten, obwohl wir in den nächsten drei Tagen noch viel zu arbeiten haben. Marcel machte einen guten Job, er hat schnell gelernt und scheint sehr kompetent zu sein." Am (heutigen) Mittwoch setzt das Jordan-Honda-Team die Testarbeit mit Takuma Sato und Marcel Laseé in Barcelona fort. Am Nachmittag wird zudem Giancarlo Fisichella zum Einsatz kommen. |
"Ich bin sehr entspannt, jedoch bin ich mir sicher, dass sich dies noch ändern wird", meinte der Düsseldorfer vor seiner ersten Ausfahrt, beobachtet durch seine Mutter. "Ich habe keine Angst, nur Respekt. Ich möchte die Anweisungen genau befolgen und versuchen, schnell zu sein." Dass der frühere Kart-Meister und Formel-Ford-Champion gleich zwei Tage testen darf, zeugt davon, dass Teamchef Eddie Jordan, der einst den Schumacher-Brüdern das Formel-1-Debüt ermöglichte, viel von dem Deutschen hält. "Einem jungen Talent in der Formel 1 eine Chance zu geben ist etwas, an das Jordan glaubt und es ist auch eine Spezialität von uns", so der Teamchef nicht ganz ohne Stolz. "Ich habe mit Marcel vor einer Weile ein Abkommen abgeschlossen, dass ich ihm einen Test in der Formel 1 ermöglichen werde, wenn er die Deutsche Formel-Renault-Meisterschaft gewinnt. Ich glaube, dass er eine tolle Karriere vor sich hat und er zu den aufkommenden Deutschen Fahrern gehört, die bei Michael angefangen – der 1991 bei Jordan sein Debüt gab – es in die Formel 1 schaffen." Hinter dem Test steckt auch Sponsor Deutsche Post, die Laseé bereits in der Formel Renault als Sponsor zur Seite stand. Ein möglicher Aufstieg in die Formel 1 ist allerdings noch Zukunftsmusik, soll Marcel Laseé doch diese Saison erst einmal die Deutsche Formel-3-Meisterschaft gewinnen. "Ich bremse noch zu früh", sagte Laseé am Montag nach seinem ersten Kontakt mit einem Formel-1-Boliden, mit dem er zunächst noch sehr vorsichtig unterwegs war. Sollte Laseé Teamchef Eddie Jordan überzeugen, winkt dem Rheinländer ein Vertrag als Testfahrer. "Es sind zunächst zwei Testtage vereinbart worden", erklärte Hans-Jürgen Schäfer von Lasees Promotion-Firma MKS, die auch die Verbindung zwischen dem Jordan-Team und dem Sponsor Deutsche Post AG hält. Laseé stammt aus einem Nachwuchsteam der Post, das im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde. Mit seinem Sieg in der Formel Renault hat er sich die Jordan-Tests "verdient". Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann hatte 2001 in zehn Rennen der Formel Renault drei Siege und drei Pole Positionen geholt. Aus der Formel Renault hatte im vorigen Jahr der Finne Kimi Räikkönen den Sprung ins Sauber-Cockpit geschafft. In dieser Saison sitzt Räikkönen im Silberpfeil von McLaren-Mercedes. |
Nachwuchs-Pilot Marcel Lasee aus Düsseldorf erhält beim Jordan-Team eine Formel-1-Testchance. Der 19 Jahre alte Rheinländer darf nach Angaben der 'Bild'-Zeitung am (heutigen) Dienstag und am Mittwoch auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona den Jordan-Honda fahren. Gleichzeitig testen auf der spanischen Grand-Prix-Strecke der viermalige Weltmeister Michael Schumacher sowie Ralf Schumacher (beide Kerpen) und Nick Heidfeld (Mönchengladbach). Lasee war Kart-Meister und holte auch die Titel in der Formel Ford und in der deutschen Formel Renault. |
In Zeiten in denen die Top-Teams immer mehr testen und zur Bewältigung des enormen Pensums neben ihren beiden Stammfahrern gleich auf zwei Testfahrer setzen, mag es verwundern, dass einige Teams ganz und gar auf einen fest angestellten Testfahrer verzichten. Der Grund hierfür ist wie immer in der Formel 1 das liebe Geld. Auf Grund ihrer größeren Präsenz in den Medien und bei den Übertragungen der Grand Prix, sowie der finanziellen Unterstützung durch die Automobilkonzerne, können sich die finanziell gut situierten Teams Testfahrten en masse leisten, während sich die anderen Rennställe diesbezüglich einschränken müssen. Während Sauber aus Kostengründen in den letzten Jahren auf einen Testfahrer verzichtete und stattdessen lieber die Stammpiloten testen ließ, leistete sich das Team von Eddie Jordan bislang die Dienste von Ricardo Zonta. Damit ist nun einer Meldung von 'HF1' zufolge aber erst einmal Schluss. Nicht etwa weil Zonta plötzlich mehr Gehalt forderte oder keine gute Entwicklungsarbeit für das Team leistete, sondern weil die eigenen Fahrer erklärt hätten selbst die Testarbeit übernehmen zu wollen. "Wir haben keine Absichten demnächst einen Testfahrer bekannt zu geben", erklärte eine Teamsprecherin auf Anfrage. "Sato ist neu in der Formel 1 und kann von jedem Test profitieren. Giancarlo Fisichella möchte ebenfalls so gut wie möglich in die weitere Verbesserung des EJ12 involviert sein. Aus diesem Grund werden unsere beiden Stammfahrer den Großteil der Testfahrten übernehmen", so die offizielle Erklärung des Rennstalls. Während die Erklärung des Teams zunächst gut klingen und logisch erscheinen mag, behaupten böse Zungen, dass in Wahrheit etwas ganz anderes hinter dem plötzlichen Meinungswechsel in Sachen Testpiloten steckt. Schon seit längerem spekuliert die englische Presse, vornehmlich die Boulevardzeitungen, dass es um die finanzielle Situation von Eddie Jordans Team weitaus schlechter bestellt ist als der Ire es bislang zugeben will. Um Geld zu sparen, so vermutet die Presse, müsse man jetzt eben auch noch auf die Dienste eines Testfahrers verzichten. Eddie Jordan kümmern diese Meldungen mittlerweile kaum noch. Auf der einen Seite hatte er zuletzt in einem Gespräch den Versuch unternommen die Kritiker davon zu überzeugen, dass sein Team finanziell gut dastehe, auf der anderen Seite hat er in Vorbereitung der neuen Saison andere Dinge zu tun als sich über die "Erfindungen" der Boulevardzeitungen aufzuregen. |
25.01.: Silverstone: Fisichella einen Bruchteil schneller als Sato |
Das Jordan-Honda-Team beendete gestern in Silverstone die Testfahrten mit dem neuen Jordan EJ12. Zum Einsatz waren wie am Vortag beide Piloten des Teams gekommen. Giancarlo Fisichella konnte bei feuchter Strecke insgesamt 24 Runden im neuen Auto fahren und kam auf eine persönliche Bestzeit von 1:26.39 Minuten. Teamkollege Takuma Sato kam dem Italiener im Vorjahresmodell EJ11 mit seiner Zeit von 1:26.57 Minuten jedoch ziemlich nahe. Wie schon am zweiten Testtag, so testete und erarbeitete Giancarlo Fisichella mit seinen Ingenieuren einige Möglichkeiten zur effektiven Kühlung des Motors. Nebenher widmete sich der 29-Jährige der Abstimmung, wodurch die Performance des neuen Autos verbessert werden konnte. Ein Getriebeproblem nach der ersten Installationsrunde hatte das Jordan-Team gleich zu Testbeginn zu einer kurzen Unterbrechung gezwungen. Das Problem hatte man jedoch schnell beheben können, sodass das vorgesehen Testprogramm wie geplant absolviert werden konnte. Während Fisichella mit dem neuen Boliden arbeitete, drehte Takuma Sato im EJ11 insgesamt 49 Runden. Für den Formel-1-Neuling hatten Abstimmungsarbeiten für trockenes und nasses Wetter, sowie das Training von Boxenstopps, Arbeiten an der Launch-control und Startautomatik und Motormapping für Honda auf dem Programm gestanden. Im Laufe des Tages musste an Satos Auto ein routinemäßiger Getriebewechsel vorgenommen werden, berichtete das Team. Nach Beendigung der Tests in Silverstone, wird man nun die gesammelten Daten auswerten. Nächste Woche wird man den EJ12 dann zum ersten Mal in Barcelona testen, wo man auf besseres Wetter als man es in Silverstone hatte hofft. |
24.01.: Regen schränkte Jordan-Testfahrten in Silverstone ein |
Wie schon am Dienstag, so meinte es auch Mittwoch das Wetter nicht besonders gut mit dem Jordan-Team, welches derzeit in Silverstone den neuen EJ12 auf Herz und Nieren testet. Waren es am Vortag sich stetig verschlechternde Lichtbedingungen, machten am Mittwoch Regen und Wind dem englischen Rennstall zu schaffen. Takuma Sato konnte dennoch auf dem 5,140 Kilometer langen Kurs 36 Runden abspulen und war am Ende des Tages mit seiner Rundenzeit von 1:38.00 Minuten etwas schneller als Giancarlo Fisichella, der seine beste Runde in 1:38.37 Minuten gedreht hatte. Während Sato an der Launch-control arbeitete und Abstimmungen für Regenwetter testete, setzte Fisichella die am Vortag begonnene Arbeit des Motormappings des neuen Honda-Zehnzylinders fort. Des Weiteren prüfte man, wie man das neue Aggregat auf effektivste Weise kühlen kann. Da sich die Wetterbedingungen zum Nachmittag hin zunehmend verschlechterten und das auf der Strecke stehende Wasser Aquaplaning verursachte, musste man die Arbeit früher als vorgesehen beenden. Wie das Jordan-Team mitteilte, so ist man mit den bisherigen Ergebnissen des Tests trotz der einschränkenden Wetterbedingungen zufrieden. Am heutigen Donnerstag wird man den Test fortsetzen. |
Nachdem Takuma Sato am Montag die Ehre zuteil geworden war für das Jordan-Team die Jungfernfahrt mit dem neuen EJ12 zu bestreiten, stieg am Dienstag Giancarlo Fisichella in das vor allem durch seine neue Frontpartie auffallende Auto. Auf dem 5,140 Kilometer langen Kurs von Silverstone drehte der Italiener über den Tag verteilt 17 Runden im neuen Auto und 24 Runden im Vorjahresmodell EJ11. Seine beste Rundenzeit betrug am Ende des Tages, als man gegen 16.30 Uhr (lokaler Zeit) auf Grund sich verschlechternder Lichtbedingungen den Test früher als geplant abbrechen musste, 1:27.00 Minuten. Gary Anderson, der Leiter der Renn- und Testabteilung, erklärte nach Testende, dass man nicht auf Rundenzeitenjagd war: "Wir haben den Tag mit der Überprüfung der neuen Systeme verbracht, um deren korrektes Funktionieren sicherzustellen. Morgen werden wir diese Arbeiten fortsetzen und uns wenn möglich auch verschiedenen Aspekten der Abstimmung des Autos widmen." Neben den Tests der Systeme und geringen Setup-Arbeiten, hatte Jordan auch viel Zeit auf die Anpassung des neuen Honda-Motors verwandt, weshalb man oftmals nach nur einer Runde schon wieder an die Box fuhr und Änderungen am Motormapping vornahm. Giancarlo Fisichella zeigte sich nach seiner ersten Ausfahrt im EJ12 angetan und erklärte: "Der Test des EJ12 ist heute sehr gut verlaufen, wenngleich ich auch nicht besonders viele Runden fahren konnte. In den Hochgeschwindigkeitskurven macht das Auto einen sehr guten Eindruck. Ich freue mich jetzt darauf in den nächsten zwei Tagen weitere Runden in dem Auto fahren zu können." Am heutigen Mittwoch wird auch wieder Takuma Sato in Silverstone vor Ort sein. Der Japaner und sein italienischer Teamkollege werden sich über den Tag mit dem Test des EJ12 abwechseln, denn bislang steht nur ein EJ12-Chassis zur Verfügung. |
22.01.: Verzichtet Jordan diese Saison auf die Präsentation? |
Als gestern Mittag der neue Jordan Honda EJ12 in Silverstone seine ersten Runden drehte, da überraschte die Beobachter nicht nur die neue Optik des gelben Flitzers, sondern auch der Umstand, dass kein einziges Logo und kein Schriftzug eines der Sponsoren auf dem Auto zu sehen war. Die englische Presse, die schon seit längerem unterstellt, Eddie Jordans Team hätte weitaus größere Geldsorgen als der Ire bislang eingestehen wollte, sieht sich derzeit durch den völlig gelb lackierten Boliden in all ihren bisherigen Vermutungen bestätigt. Obwohl sich der 53-jährige Teamchef in einem Gespräch mit dem 'Sunday Mirror' bemühte die Spekulationen der Medien zu entkräften, bleiben diese nach wie vor skeptisch. Angeheizt wird die derzeit brodelnde Gerüchteküche auch dadurch, dass noch immer nicht der Name des Hauptsponsors bekannt ist und Jordan bislang keinen Termin für die Vorstellung des neuen Autos mitteilte. Prompt war gestern aus verschiedenen Quellen zu hören, dass es dieses Jahr keine öffentliche Präsentation des neuen Boliden geben wird. Dies würde fürwahr im krassen Gegensatz zu den in den letzten Jahren so spektakulären Vorstellungen des englischen Teams stehen. Bislang hat Jordan diese Vermutung jedoch weder bestätigt noch dementiert. Formel-1-Beobachter sehen in dem Verzicht auf die Präsentation, sollte dem denn so sein, jedoch keine Probleme. Im Gegensatz zur Presse glauben sie auch nicht, dass man daraus Rückschlüsse auf die finanzielle Situation des Rennstalls schließen könnte. Vielmehr sehen Sie in dem Verzicht auf eine pompöse Vorstellung die Bestätigung dafür, dass sich das Team voll und ganz mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Vorbereitungen auf die neue Saison widmen will. |
Nachdem die Angestellten des Teams das ganze Wochenende über bis in die frühen Morgenstunden des Montags gearbeitet hatten, konnte man heute Mittag in Silverstone den EJ12 zum ersten Mal testen. Die Ehre, die Jungfernfahrt mit dem neuen Auto zu bestreiten, wurde dabei Takuma Sato zuteil.
Gary Anderson, der Leiter der Renn- und Testabteilung erklärte nach dem Shakedown: "Heute haben wir einen ersten Check der Systeme des neuen Autos durchgeführt, welcher produktiv verlief. Wir freuen uns nun alle auf die morgen beginnenden dreitägigen Testfahrten." Der 24-Jährige Takuma Sato, welcher den neuen Boliden heute als Erster testen durfte, war ebenfalls glücklich: "Ich bin sehr zufrieden darüber, dass dieser erste Shakedown absolviert ist. Es war heute in Silverstone sehr kalt und windig, jedoch hat jeder Angestellte von Jordan und Honda großartige Arbeit geleistet, sodass das Auto heute getestet werden konnte. Ich denke, dass wir in den kommenden drei Tagen gute Arbeit bei den Tests hier durchführen können", äußerte Sato seine Zuversicht über die nun bevorstehenden ausführlichen Tests. |
Mit dem dritten Testtag beendete das Jordan-Honda-Team am Donnerstag die Testfahrten im spanischen Valencia. Der Rennstall von Eddie Jordan hatte am Dienstag mit den beiden neu verpflichteten Stammfahrern Giancarlo Fisichella und Takuma Sato die Testarbeit in Valencia aufgenommen und arbeitete mit den Vorjahres-EJ11. Dabei führten beide Fahrer in erster Linie Reifentests für Partner Bridgestone durch. Darüber hinaus arbeitete das Team mit neuen Komponenten für den 2002er-Wagen und arbeitete an der Weiterentwicklung von Getriebe, Startautomatik und Traktionskontrolle. Giancarlo Fisichella legte am letzten Testtag 106 Runden zurück, wobei er sich zweimal von der Strecke drehte. Trotzdem konnte der Italiener in 1:12.828 Minuten die zweitschnellste Runde des Tages fahren. Zum Tagesbesten Kimi Räikkönen fehlten dem 29-Jährigen 0,7 Sekunden. Derweil konnte auch Teamkollege Takuma Sato bei sonnigen Bedingungen in Valencia mehr als einhundert Runden zurücklegen. Der Japaner konzentrierte sich auch auf Tests der Bremsen. Seine schnellste der 104 Runden wurde mit 1:13.536 Minuten gestoppt, womit ihm 1,4 Sekunden zur Spitze fehlten. Damit waren die Jordan-Honda-Fahrer auch an ihrem dritten Testtag in Valencia die Fahrer mit den meisten Runden. Insgesamt zeigte sich der Rennstall mit den Testfahrten in Valencia "sehr zufrieden", heißt es in einer Pressemitteilung. In der kommenden Woche will das Team von Dienstag bis Donnerstag im britischen Silverstone testen. |
Am Mittwoch fand für das Jordan-Honda-Team im sonnigen Valencia der zweite von insgesamt drei Testtagen statt. Erneut wurden die beiden EJ11 von den beiden Neuverpflichteten Giancarlo Fisichella und Takuma Sato gesteuert, die zusammen auf der 4,005 Kilometer langen spanischen Rennstrecke 199 Runden zurücklegen konnten – soviel wie kein anderes Team. Beide Fahrer führten dabei in erster Linie Reifentests für Partner Bridgestone durch, da der Jordan-Honda-Rennstall derzeit das einzige Team der Japaner in Valencia ist. Giancarlo Fisichella erzielte nach 95 Runden eine Bestzeit von 1:13.954 Minuten. Mit rund einer Sekunde Rückstand lag der Italiener damit auf Platz drei direkt hinter den beiden McLaren-Mercedes-Fahrern David Coulthard und Kimi Räikkönen. Der 29-Jährige arbeitete auch an der Gewichtsverteilung im Auto, um einen optimalen Schwerpunkt zu finden. Die schnellste Runde von Takuma Sato wurde derweil mit 1:14.892 Minuten gemessen. Dem Japaner fehlten damit nach 104 Runden 1,9 Sekunden zum Tagesbesten. Neben Reifentests führte der 24-jährige Mann aus Tokio auch Tests mit der Aufhängung durch. Am heutigen Donnerstag beendet das Jordan-Honda-Team die Testfahrten im spanischen Valencia mit dem dritten Testtag. In der kommenden Woche wird der Rennstall von Eddie Jordan die Testarbeit im britischen Silverstone fortsetzen. |
Neben den fünf Michelin-Teams testete am Dienstag Jordan als einziges Partner-Team von Reifenlieferant Bridgestone ebenfalls in Valencia. Wie bei den Testfahrten in der Vorwoche, so sind auch diese Woche sowohl Giancarlo Fisichella als auch Takuma Sato für den englischen Rennstall im Einsatz. Während Fisichella an der Startautomatik arbeitete und sich mit der Abstimmung beschäftigte, machte sich Sato mit der ihm bislang unvertrauten Rennstrecke bekannt und arbeitete ebenfalls an der Abstimmung seines EJ11. Mit ihren besten Rundenzeiten von 1:14.596 Minuten (Fisichella), beziehungsweise 1:15.810 Minuten (Sato), waren die beiden Jordan-Piloten zwar nicht die schnellsten Fahrer, dafür absolvierten sie aber zusammen über 160 Runden und waren damit eindeutig das fleißigste Team am Dienstag. Da der erste Tag in Valencia so gut lief, hofft das Team von Eddie Jordan nun auf zwei weitere produktive Testtage. |
16.01.: Eddie Jordan: Fisichella ist besser als Ralf Schumacher |
Nachdem Giancarlo Fisichella 1997 schon einmal bei Eddie Jordan fuhr, gibt der Italiener in diesem Jahr sein Comeback bei den "Gelben". In seiner ersten Saison im Jordan-Team fuhr "Fisico" an der Seite von Ralf Schumacher, der in der vergangenen Saison mit dem BMW-Williams-Team drei Rennen (San Marino, Kanada, Deutschland) gewinnen konnte. Trotzdem hält Teamchef Eddie Jordan Giancarlo Fisichella für den stärken Fahrer, obwohl dieser noch kein Rennen in der Formel 1 gewinnen konnte. "Wir hatten Fisichella 1997 zusammen mit Ralf Schumacher und Giancarlo war bei weitem der überlegene Fahrer", wird Eddie Jordan von der britischen Sonntagszeitung 'Sunday Mirror' zitiert. Der Wahlmonegasse hatte an der Seite von Ralf Schumacher zehn der 17 Qualifyings gegen seinen Teamkollegen gewonnen und beendete die Saison mit 20 Punkten auf Platz acht der Fahrerweltmeisterschaft. Der heutige Wahlschweizer musste sich derweil mit 13 Punkten auf Rang elf zufrieden geben. Ohnehin ist die Bilanz von Giancarlo Fisichella gegen seine Teamkollegen beeindruckend. In insgesamt 91 Qualifikationstrainings war er 65 Mal schneller als der Teamkollege. Vermutlich wird er auch in diesem Jahr diese Bilanz fortsetzen können, wenn er gegen den Formel-1-Debütanten Takuma Sato antreten wird. Schließlich muss sich der Japaner an das gesamte Umfeld der Formel 1 erst noch gewöhnen. Giancarlo Fisichella hingegen bestreitet 2002 seine siebte Saison in der Königsklasse des Motorsports. "Er kommt zurück zu uns, um mehr zu erreichen und kann zeigen, was für ein ausgezeichneter Fahrer er ist", fuhr der 53-jährige Teamchef fort. Zusammen mit seinen beiden neuen Fahrern möchte Eddie Jordan an jene erfolgreiche Saison von 1999 anknüpfen. Damals war sein Team mit 61 Punkten Dritter in der Konstrukteursweltmeisterschaft geworden. Und der damalige Topfahrer des Teams, Heinz-Harald Frentzen, hatte im drittletzten Rennen der Saison sogar noch theoretische Chancen auf den Fahrertitel. Dies jedoch 2002 zu wiederholen wird schwierig, da Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Williams vermutlich auch in diesem Jahr allen anderen Teams eine Wagenlänge voraus sein werden. Deshalb räumt Eddie Jordan ein: "Wir wollen wieder unter die ersten vier Teams kommen", womit der Ire dem Sauber-Petronas-Team den vierten Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft streitig machen will. "Wir haben ein enorm talentiertes und engagiertes Team und sie sind genauso entschlossen wie ich die Kritiker verstummen zu lassen." |
13.01.: Jordan dominierte letzten Testtag (Freitag) in Barcelona |
Die neuen Jordan-Honda-Fahrer Giancarlo Fisichella und Takuma Sato dominierten den letzten Testtag im spanischen Barcelona. Während Giancarlo Fisichella in 1:18.522 Minuten die Tagesbestzeit vorlegte, lag Teamkollege Takuma Sato auf Platz zwei 0,6 Sekunden hinter "Fisico". Der Italiener rangierte mit seiner Bestzeit sogar knapp eine Sekunde vor Ferrari-Testfahrer Luca Badoer, weshalb davon ausgegangen werden darf, dass der Rennstall von Eddie Jordan am Ende mit wenig Benzin fuhr – möglicher Weise, um sich bei Hauptsponsor "Benson & Hedges" wieder mehr ins Gespräch zu bringen, da der Vertrag noch nicht verlängert wurde. Zunächst absolvierten die Jordan-Honda-Fahrer am Freitag ein umfangreiches Testprogramm. Der 28-jährige Italiener konzentrierte sich auf das Setup, die Startautomatik und die Aufhängungen. Darüber hinaus führte er einige Reifentests für Bridgestone durch, so dass er am Ende des Tages auf 70 Runden kam. Damit hatte er auf der 4,730 Kilometer langen Strecke mehr als eine komplette Renndistanz zurückgelegt. "Es war ein sehr guter Testtag gewesen", kommentierte der 91-fache Grand-Prix-Teilnehmer. "Wir machten eine Vielzahl von Setuparbeiten und ich fuhr eine Menge Runden. Das letzte Jahr war schwierig für mich gewesen und jetzt gewöhne ich mich an ein neues Auto, aus diesem Grund ist es ein gutes Gefühlt, die schnellste Runde der Woche gefahren zu sein. Ich bin erfreut, aber es wird besser sein, wenn ich das auch im Qualifikationstraining tun kann!" Teamkollege Takuma Sato beschäftigte sich derweil mit der Traktionskontrolle. Darüber hinaus arbeitete der Japaner an der Startautomatik, dem Setup, Motor und Getriebe. Mit 63 Runden kam er auf knapp 300 Kilometer. Damit endeten die ersten drei Testtage des Jordan-Honda-Teams im neuen Jahr. In der kommenden Woche sollen Giancarlo Fisichella und Takuma Sato von Dienstag bis Mittwoch an den Testfahrten im spanischen Valencia teilnehmen. |
Für Giancarlo Fisichella und Takuma Sato war der Donnerstag der zweite Testtag in Barcelona. Insgesamt fuhren beide Piloten mit dem Vorjahresauto EJ11 104 Runden, wobei Giancarlo Fisichella mit 1,5 Sekunden Rückstand auf den Tagesschnellsten Eddie Irvine auf den achten Platz kam und damit seinen neuen Teamkollegen hinter sich lassen konnte. Formel-1-Neuling Takuma Sato wurde nach 55 Runden mit rund 2,5 Sekunden Rückstand auf Rang 13 geführt. Fisichella spulte am Morgen 36 Runden unter feuchten Bedingungen ab und arbeitete am Honda-Motor sowie mit den Intermediate-Reifen von Bridgestone. Am Mittag parkte der EJ11 wegen eines planmäßigen Motorwechsels in der Box. Am Nachmittag konnte er wegen ein paar Software-Problemen und einem kleinen Ausrutscher in das Kiesbett nur 12 Runden fahren. Unterdessen konzentrierte sich Sato auf Arbeiten am Setup und den Bremsen. Auch der Japaner leistete sich am Nachmittag einen "Ausflug" in das Kiesbett. Während der Mittagspause gaben beide Fahrer Interviews und ließen sich fotografieren, unterhielten sich mit Fans und gaben Autogramme. Fisichella nahm am Ende des Tages ferner an einer Pressekonferenz von Bridgestone teil, bei der auch Luca Badoer und der Technische Manager von Bridgestone, Hisao Suganuma, anwesend waren. Gary Anderson, Renn- und Testingenieursdirektor über den Testtag: "Wir hatten einen ziemlich produktiven Test, auch wenn wir erneut durch die wechselhaften Wetterbedingungen behindert wurden. Das Auto war heute Morgen besser als gestern unter ähnlichen Bedingungen, was ein positiver Schritt nach vorne ist. Das Team hat weiterhin an verschiedenen Setup-Variationen gearbeitet, um auf die Streckenbedingungen zu reagieren. Das ganze Team hat sich sehr schnell wieder an die Arbeit gewöhnt und wir arbeiten gut zusammen." |
Das Jordan-Honda-Team absolvierte am gestrigen Mittwoch den ersten Testtag nach der Winterpause. Da das Team für 2002 zwei neue Fahrer verpflichtet hat, nutzte der Rennstall den Testtag, damit sich die Fahrer mit dem Auto vertraut machen konnten. Dies jedoch war auf Grund der wechselnden Wetterbedingungen (morgens feucht, nachmittags trocken, dann erneut feucht) nicht leicht. Trotzdem zeigte sich das Team am Ende des Tages mit den Fortschritten zufrieden und blickt optimistisch auf die nächsten zwei Testtage in Barcelona. Giancarlo Fisichella, der bereits 1997 für das Team von Eddie Jordan gefahren ist, fuhr am Mittwoch in Barcelona nach 66 Runden die vierschnellste Runde und lag damit 1,1 Sekunden hinter der Tagesbestzeit von David Coulthard. "Ich hatte einen guten Tag und es fühlt sich großartig an, mit dem Auto nach der zwei Monate langen Testpause wieder zu fahren", freute sich der 28-jährige Italiener. "Ich bin wirklich glücklich zurück bei Jordan zu sein. Es ist so, als würde ich nach Hause kommen. Jeder ist wirklich freundlich und ich kenne einige Mechaniker noch aus meiner letzten Zeit bei Jordan 1997. Ich machte mich heute mit dem Auto vertraut und ich bin von dem EJ11 und dem Honda-Motor beeindruckt. Ich blicke auf die nächsten Testtage und bin sehr optimistisch für das Jahr." Teamkollege Takuma Sato, der in diesem Jahr sein Formel-1-Debüt geben wird, legte an seinem ersten Testtag in Barcelona 65 Runden zurück. Er war dabei 1,7 Sekunden langsamer als die Tagesbestzeit und lag mit der elfbesten Zeit 0,6 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. "Es ist großartig wieder ein Formel-1-Auto zu testen", ließt der 24-jährige Japaner protokollieren. "Ich lernte das Team von Jordan und Honda kennen. Jeder im Team ist sehr professionell und ich blicke nach vorne, um enger mit dem Team zusammenarbeiten zu können. Auf Grund der unterschiedlichen Streckenbedingungen war es hart, am Testprogramm zu arbeiten, aber ich konnte trotzdem den Tag nutzen, um mich mit dem Auto und den Steuerungssystemen vertraut zu machen. Die nächsten Testwochen sind sehr wichtig für mich. Ich bin begeistert bei Jordan zu sein und neben Giancarlo zu arbeiten. Ich freue mich sehr auf mein Debüt beim Grand Prix in Australien." Auch Gary Anderson, Chefingenieur, war mit seinen beiden neuen Fahrern zufrieden. "Beide Fahrer verbrachten den Tag damit, um mit jedem im Team zusammenzuarbeiten und sich selber mit dem Auto und dem Motor vertraut zu machen", erklärte der Brite. "Die Strecke war am Morgen sehr feucht, so dass wir mit einem Regen-Setup am Morgen und am Nachmittag mit einem Trocken-Setup fuhren. Im Verlaufe des Tages nahmen wir eine Standard-Setup-Änderung vor, um den Fahrern den Unterschied zu zeigen. Wir sind mit der Arbeit zufrieden. Takuma fuhr gut an seinem Limit und sein Vertrauen wuchs während des Tages schnell. Er und Giancarlo sind beide mit ihren Autos glücklich und passten sich mühelos dem Team an. Hoffentlich wird das Wetter morgen gleich bleiben und ermöglicht uns weitere Fortschritte mit dem Testprogramm." |
Für das Jordan-Team ist der heutige Mittwoch der erste Testtag in diesem Jahr. Mit der Fahrerpaarung Giancarlo Fisichella und Takuma Sato ist es für den britischen Rennstall zugleich eine Premiere auf dem Circuit de Catalunya, wo man die nächsten Tage im Interimsboliden testen wird. Während Giancarlo Fisichella trotz seiner gerade einmal 28 Jahre bereits reichlich Erfahrung bei verschiedenen Formel-1-Teams gesammelt hat und ein Routinier ist, ist für seinen japanischen Teamkollegen noch so ziemlich alles neu. Zwar absolvierte der Japaner bereits letzte Saison für BAR-Honda Testfahrten und konnte sich schon einen kleinen Eindruck von der Arbeitsweise in der Königsklasse verschaffen, dennoch muss er sich noch an viele Dinge gewöhnen. Heute Vormittag drehte der in Tokio geborene Rennfahrer, der als Hobby das Rad fahren hat, im EJ11 achtzehn problemfreie Runden. Hauptsächlich ging es dabei darum, dass er ein Gefühl für das neue Auto bekommt und die Abstimmung seinem Fahrstil entsprechend anpasste. Für den Nachmittag stehen Tests der Traktionskontrolle und das Kennenlernen der elektronischen Systeme auf dem Programm. Während der Änderung des Setups seines Boliden, fand der 24-Jährige kurz Zeit, um seine ersten Eindrücke über das Jordan-Team zu schildern: "Erst einmal ist es wieder toll im Formel-1-Auto sitzen und fahren, sowie darüber hinaus das Team von Jordan und Honda näher kennen lernen zu können. Sie sind alle sehr professionell und ich freue mich schon sehr darauf mich nach für nach in die Team-Atmosphäre einzuleben", fiel Satos erster Eindruck von den Angestellten und der Arbeitsweise sehr positiv aus. Zu seiner bislang absolvierten Arbeit auf der Rennstrecke meinte der Japaner: "Ich hatte einen recht produktiven Vormittag. Ich bin nur kurzzeitig wegen Veränderungen des Setups aus dem Auto ausgestiegen. Die Strecke gibt im Moment leider nicht viel her, denn sie ist komplett feucht. Ich hoffe jedoch, dass der Kurs am Nachmittag aber abgetrocknet ist und ich mich noch mehr mit dem Auto und seinen Systemen vertraut machen kann. Die nächsten Wochen werden für mich sehr wichtig sein", weiß der 24-Jährige eigenen Aussagen nach auch um die Bedeutung der Testarbeit für ihn persönlich. "Ich freue mich bei Jordan und an der Seite von Giancarlo arbeiten zu können und natürlich blicke ich meinem Debüt beim Großen Preis von Australien optimistisch entgegen", erklärte der Gewinner des letztjährigen Marlboro Masters abschließend. |
Im von Jahr zu Jahr härter werdenden Wettkampf zwischen den Formel-1-Teams wird nicht nur an den siebzehn Rennwochenenden auf den Rennstrecken mit harten Bandagen gegeneinander gekämpft, sondern oftmals auch nebenher das ein oder andere kritische Wort über die Konkurrenz geschickt angebracht. Im Fall Jordan brauchte die Konkurrenz aus der Königsklasse aber gar nicht selbst aktiv werden, denn die englischsprachige Presse wurde auf Grund der zu wünschen übrig lassenden Leistung, der Entlassung von Heinz-Harald Frentzen, sowie der später wieder aufgehobenen Disqualifikation von Jarno Trulli beim US-Grand Prix selbst auf das Team von Eddie Jordan aufmerksam. Der Jordan-Teamchef, der in den letzten Monaten bei vielen karitativen Veranstaltungen als Schirmherr oder Gast gesehen wurde und ebenfalls auf Sponsorensuche war, kann jedenfalls ein Lied von der ihm zuletzt entgegenschwappenden Welle an Kritik singen. Was der 53-jährige Ire in den letzten Wochen und Monaten zu lesen kam, erzürnte sein Gemüt so sehr, dass er seinen Unmut über die seiner Meinung nach weit hergeholten Behauptungen nun zum Ausdruck brachte. "Dieses ganze Gerade, von wegen Jordan stecke in Schwierigkeiten, ist totaler Unfug", schäumte Jordan gegenüber dem 'Sunday Mirror' und fügt im selben Satz an, dass die Kritiker ja glauben können was sie wollen, er jedoch plane mit Resultaten auf der Rennstrecke vom Gegenteil des Geschriebenen zu überzeugen. Vor allem weil Eddie Jordan auf der Suche nach neuen Sponsoren war, vermuteten die Medien, dass es Jordan Grand Prix finanziell schlecht geht. Eine Behauptung die der 53-Jährige ebenfalls nicht auf sich beruhen lassen will: "Wir haben Umstrukturierungen vorgenommen", gestand der Teamchef ein "jedoch nur in besonnenem Maße und solche wie man sie von einer verantwortungsbewussten Firma erwarten kann. Jordan ist ein Unternehmen welches darauf ausgerichtet ist Profite zu erwirtschaften und wir verfügen über ein gesundes Budget. Jordans Zukunft stand nie auf dem Spiel", versuchte der ehemalige Bänker nachhaltig Zweifel an Jordans Fortbestehen zu zerstreuen. Nachdem man in der Saison 1999 noch dritte Kraft in der Formel 1 gewesen war, jedoch im Jahr darauf den Anschluss verpasste und es auf Grund zahlreicher Probleme am Ende nur zu Rang 6 mit 17 WM-Punkten reichte, gelang mit Rang 5 und 19 WM-Punkten im Vorjahr zwar eine kleine Steigerung, jedoch nicht das was man sich insgeheim erwartet hatte. Platz vier bei den Konstrukteuren hatte das Ziel geheißen und da man dieses in der Saison 2001 nicht erreichen konnte, ist man dieses Jahr geradezu versessen darauf es zu erreichen. "Unser Team ist bestens für die neue Saison vorbereitet und wir beabsichtigen zurück in die Top 4 zu kehren. Vierter zu werden ist unser kleinstes Ziel. Ich glaube, dass wir letzte Saison einfach nur Pech hatten, denn wir hätten an Stelle von Sauber Vierter sein sollen", umschrieb Jordan das Hauptziel seines Rennstalls klar und konnte dabei auch nicht verhehlen, dass er sich sehr über die hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Leistungen seines Teams geärgert hat. Wie gut Jordan Grand Prix - diese Saison mit der Fahrerpaarung Giancarlo Fisichella und Takuma Sato am Start - tatsächlich ist, wird sich erst Mitte/Ende Januar zeigen, denn bislang wird am Auto für 2002, dem EJ12, noch getüftelt. Bis der neue Bolide das erste Mal sein Potenzial beweisen kann, müssen die beiden Fahrer des Teams noch auf einen modifizierten EJ11 zurückgreifen. |
Obwohl es im vergangenen Jahr bei Benetton-Renault deutlich aufwärts ging, entschied sich der 91-fache Grand-Prix-Teilnehmer für einen Wechsel. Zwar wäre er gerne weiterhin im Team von Flavio Briatore geblieben, doch wollte ihm der Rennstall seine geforderte Gehaltserhöhung nicht zahlen. "Was man einem Fahrer zahlt, ist doch auch eine Frage des Respekts", erklärte der Wahlmonegasse. "Flavio hat mir viel weniger angeboten als das, was ich haben wollte." Schließlich wusste der clevere Teamchef, dass er Jordan-Honda-Fahrer Jarno Trulli für viel weniger bekommen würde. So kam es zum Cockpittausch zwischen den beiden Italienern. Giancarlo Fisichella weint offenbar schon jetzt seinem alten Teamchef keine Träne nach. "Bei den Rennen ist Flavio ein sehr schwieriger Mensch", so der WM-Sechste von 2000. "Er denkt nur an sich, sein eigenes Geschäft. Ich habe versucht, ihn zu fragen, warum er so ist. Nach solchen Gesprächen ging es meistens ein wenige besser, aber er sagte immer: 'Schau, ich setzte dich unter Druck, weil ich dir helfen will, dein Bestes zu geben.' Er glaubt wohl wirklich, dass er sich aus gutem Grund so verhält. Eddie ist da viel direkter." Für die kommenden drei Jahre hat der Meister der Italienischen Formel 3 von 1994 jetzt einen Vertrag mit dem Jordan-Honda-Rennstall, den er aber nicht einhalten muss, wenn bestimmte Leistungen vom Team nicht eingehalten werden. Doch so denkt der Italiener nicht. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass der 2002er-Jordan ein sehr gutes Auto wird. Jordan ist in den letzten vier Jahren stark gewachsen. Das Team ist immer besser geworden. Deshalb denke ich, dass ich gute Chancen habe, nächstes Jahr meinen ersten Grand Prix zu gewinnen." Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dem Hobbyfußballer dieses ehrgeizige Ziel schon in seinem ersten Jahr mit dem Jordan-Honda-Team gelingt. Im vergangenen Jahr wurde der Rennstall von Eddie Jordan mit 19 WM-Punkten nur Fünfter der Konstrukteursweltmeisterschaft. |
Nachdem das Testverbot offiziell mit dem 1. Januar 2002 endete, laufen bei allen Teams derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn jeder Rennstall will die bis zum Saisonstart verbleibende Zeit natürlich für so ausführliche Testfahrten wie möglich nutzen. Auch das Team von Eddie Jordan macht da keine Ausnahme. Derzeit werden bei Jordan noch die letzten Vorbereitungen für die ersten Testfahrten getroffen; gleichzeitig arbeitet die 260 Mann starke Belegschaft aber auch rund um die Uhr an der Fertigstellung des EJ12, welche Mitte beziehungsweise Ende Januar abgeschlossen sein soll. Wie eine Sprecherin des Teams im Gespräch mit F1Total.com-Redakteur Marcus Kollmann bestätigte, wird man am 9. Januar zu dreitägigen Testfahrten auf den Circuit de Catalunya nach Barcelona, Spanien ausrücken. Zum Einsatz kommen werden dabei sowohl Giancarlo Fisichella als auch Takuma Sato. Für Fisichella, der 1997 schon einmal für Jordan gefahren war, und Formel-1-Neuling Sato bedeutet dies eine erste Gelegenheit, um sich mit den Stärken und Schwächen des Autos, aber auch denen des Teamkollegen vertraut zu machen. Bestätigt wurde vom Team auch, dass man mit einem modifizierten EJ11-Chassis die ersten Testfahrten bestreiten wird. Dieses wird die Entwicklungskomponenten, welche später im EJ12 zum Einsatz kommen sollen, enthalten. Nach dem Test auf der nahe Barcelona gelegenen Rennstrecke reist das Test-Team von Jordan-Honda anschließend weiter nach Valencia, wo man vom 15. bis 17. Januar fahren wird. Fünf Tage später wird man dann in Silverstone, unweit der eigenen Fabrik, testen. Anschließend reist man wieder zurück nach Barcelona und Valencia. Bevor man dann das gesamte Equipment für den Auftakt-Grand Prix nach Australien verfrachten muss, plant man vom 18. bis 20. Februar noch einmal einen letzten Shakedown des neuen Boliden. |
Takuma Sato gibt in diesem Jahr im Jordan-Honda-Team sein Formel-1-Debüt. Der Japaner wird im Rennstall von Eddie Jordan an der Seite von Giancarlo Fisichella fahren und muss sich in seiner ersten Saison nicht nur mit dem Team und Auto vertraut machen. Auch viele der 17 Grand-Prix-Strecken muss er erst noch kennen lernen, da er bisher vor allem in Großbritannien und Japan Rennen gefahren ist. Formel-1-Erfahrung hat der Meister der Britischen Formel-3-Meisterschaft jedoch schon, da er im vergangenen Jahr BAR-Testfahrer war. Dennoch wird der Druck auf den 24-Jährigen groß sein, ist er doch seit Toranosuke Takagi 1999 der erste japanische Rennfahrer in der Formel 1. Hinzu kommt, dass er mit dem japanischen Honda-Motor fährt und schon jetzt als der beste Japaner aller Zeiten in der Formel 1 gehandelt wird. "Grundsätzlich kann ich mir noch nicht vorstellen, wie groß der Druck sein wird, weil die Saison noch gar nicht begonnen hat", so Takuma Sato in einem Interview mit 'Daily Yomiuri'. "Das Formel-1-Testprogramm beginnt erst im Januar und im März in Melbourne wird der Druck wahrscheinlich riesig sein. Aber ich denke wirklich nicht über die negativen Momente nach, sondern über die positiven." Deshalb freut sich der Hobbyrennradfahrer viel mehr auf sein erstes Formel-1-Rennen am 3. März im australischen Melbourne, in dem er genauso schnell wie in der Vergangenheit in anderen Motorsportklassen fahren will: "Sehr viele Fans wollen, dass ich aggressiv und genauso schnell wie in der Britischen Formel 3 fahre. Das ist es, vorauf ich mich wirklich freue." Davon, dass er durch seine Nationalität bei der Vergabe des Cockpits eventuell von Eddie Jordan bevorzugt behandelt wurde, will der Wahlbrite nichts wissen. "Nein, so denke ich nicht", stellt er klar und verweist an seinen Teamchef: "Bitte stellt Eddie diese Frage." Der Mann aus Tokio glaubt viel mehr, dass er den Platz dank seiner Erfolge in der Britischen Formel-3-Meisterschaft bekommen hat. "Ich glaube, dass mein Job als Formel-1-Testfahrer, den ich letztes Jahr hatte, meine Siege in der Britischen Formel-3-Meisterschaft, dem Marlboro Master, dem Macau-Formel-3-Rennen und mein Speed vor den Augen der Formel-1-Leute entscheidend waren", erklärt er. "Das ist es, weshalb mich Jordan-Honda gewählt hat." |
| Newsarchiv 2001: 10-12 - 08-09 - 05-07 - 01-04 |