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15.12.: Sato und Fisichella "beschnupperten" sich – und den EJ12

Lediglich neun Tage vor Weihnachten laufen die Vorbereitungen auf die Formel-1-Saison 2002 in der Jordan-Fabrik unweit der Formel-1-Rennstrecke von Silverstone weiterhin auf Hochtouren. Am Freitag fanden sich Formel-1-Neuling Takuma Sato und Rückkehrer Giancarlo Fisichella bei ihrem neuen Team ein, um schon einmal einen ersten Blick auf das neue Chassis zu werfen. So stand ein erstes, erst am Dienstag zuvor fertig gestelltes Monocoque des nächstjährigen EJ12 bereit, der Ende Januar oder Anfang Februar auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.

Während die Fahrer des Jordan-Teams noch ein paar Tage frei haben werden, bevor am 7. Januar die Testfahrten in Barcelona beginnen, arbeiten die Ingenieure von Jordan unermüdlich weiter. In den nächsten Tagen dreht sich alles um den Einbau des nächstjährigen Honda-Motors in das Chassis. Dazu haben die Japaner ein Modell des Motors angefertigt, das nun in das Monocoque eingepasst wird.

Am Freitag wurden ferner bereits die Sitze für Takuma Sato und Giancarlo Fisichella an den neuen EJ12 angepasst, damit man durch diese langwierige Arbeit keine Zeit verliert, wenn erst einmal das Testverbot vorbei ist. Für die beiden Jordan-Honda-Piloten war es ferner das erste Aufeinandertreffen. Damit es in der kommenden Saison auch mit der Kommunikation klappt, wurden des Weiteren Abdrücke der Ohröffnungen genommen, damit die Kunststoff-Ohrstöpsel später komfortabel zu tragen sind.

Takuma Sato war unterdessen am Donnerstag der Star einer Cocktailparty, die Eddie Jordan und seine Frau Marie veranstalteten. Bei dem alljährlichen vorweihnachtlichen Treffen waren irische Berühmtheiten wie Andrea Corr und Pat Kenny anwesend – und natürlich die Mutter von Eddie Jordan. Für die irischen Motorsportjournalisten war Takuma Sato natürlich der interessanteste Mann des Abends...

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15.12.: Brother setzt Partnerschaft mit Jordan fort

11. September hin oder her – das Jordan-Honda-Team hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass "Brother International Europe" den Sponsoringvertrag mit dem Team um zwei weitere Jahre verlängert hat. Brother, einer der führenden Büromaschinenhersteller, ist bereits seit 1998 als Sponsor in der Formel 1 tätig, wo man bis 1999 Williams unterstützte, bevor man vor zwei Jahren zu Jordan wechselte.

Eddie Jordan über die Vertragsverlängerung: "Ich bin erleichtert, dass ich bekannt geben kann, dass unsere Partnerschaft mit Brother bis mindestens Ende 2003 fortgesetzt werden wird. Jordan weiß die Kontinuität und die Verpflichtung von Brother zu schätzen." Das Brother-Logo wird auch im kommenden Jahr auf den Autos und den Rennoveralls zu sehen sein. Für Brother-Managing-Direktor Toyomi Ido steht fest, dass Jordan "eines der stärksten Teams ist und man weiterhin von der Partnerschaft profitieren wird, um die Marktposition zu verbessern."

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13.12.: Sato ist heiß aufs Testen im Januar

Einige Formel-1-Piloten können mit Formel-1-Simulationen auf dem PC oder der Playstation nichts anfangen - andere, wie zum Beispiel BAR-Rennfahrer Jacques Villeneuve, schwören darauf und bereiten sich mittels der modernen Spiele teils sogar auf neue Strecken vor.

Jordan-Pilot Takuma Sato gehört zu den Fahrern, die selbst angeben an Sachen wie Computern und dem Internet interessiert zu sein, denn schließlich sind die Parallelen zwischen der technologisierten Computerwelt und der voll auf modernste Technologien setzenden Formel 1 nicht fern. Der in England lebende japanische Rennfahrer verriet bei seinem ersten live durchgeführten Online-Interview im Gespräch, dass "Kommunikation heutzutage sehr wichtig sei, nicht nur im Motorsport", und es ihm beim Austausch mit den Ingenieuren des Renn- und Test-Teams helfe ein wenig Ahnung von der Computer-Materie zu haben.

"Ich interessiere mich für Computer und benutze auch das Internet, um zum Beispiel E-Mails zu versenden", erklärte Sato, der wenn er in England ist über das Web oder per Telefon mit seinen Freunden und seiner Familie im fernen Japan Kontakt hält. "Manchmal spiele ich ein paar Games, aber ich bin ganz gewiss kein Experte oder so", erklärte der 24-Jährige, der sich erstmalig in der Formel 3 und im letzten Jahr bei seinen Formel-1-Testfahrten mit der Datenanalyse auseinandersetzte und diesen Teil seines Berufes sehr interessant findet, weiter.

Auch wenn Sato, der mit 19 Jahren ziemlich spät seinen Weg in den Motorsport fand, gelegentlichen Spielen am Computer nicht abgeneigt ist und auch schon das ein oder andere Formel-1-Spiel ausprobierte, so findet er, dass diese Simulationen ihm bei der Vorbereitung auf die ihm teils unbekannten Strecken nicht besonders hilfreich sein können: "Ich spiele gerne mal auf dem PC oder der Playstation, jedoch nur zum Spaß. Spiele sind doch sehr realitätsfremd und nicht mit den Erfahrungen die man selbst auf der Strecke gewinnt zu vergleichen. Wenn man einen Kurs lernen will, so setzt man sich am besten in ein Auto, selbst ein normaler PKW tut es, und fährt herum. Eine Runde selbst auf der Strecke zu fahren bringt mehr als zig Stunden in einem Spiel zu versuchen den Kurs zu lernen."

Aus diesem Grund stieg der in Tokio geborene Pilot diese Woche in ein F3-Auto des brasilianischen Teams Cesario Formula und absolvierte 86 Runden (370.5 Kilometer) auf der Buckelpiste von Interlagos in Brasilien, welche er bis dahin noch nicht kannte.

Zufrieden über seine Runden in Interlagos erklärte Sato nach Abschluss dieses Tests: "Es war großartig wieder in einem Rennauto zu sitzen und ich spüre, dass mir diese in Interlagos gesammelte Praxis nützlich sein wird. Die Strecke verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn - das ist etwas womit ich bisher nie konfrontiert wurde. Die wellige Streckenoberfläche und die lang gezogenen Kurven können das Fahren auch sehr anstrengend machen", lautete des Japaners Fazit.

Genauso wie sich Sato auf das Rennen in Brasilien im März nächsten Jahres freut, genauso kann er es kaum noch abwarten endlich mit den Testfahrten im Jordan-F1-Boliden zu beginnen: "Ich trainiere derzeit sehr intensiv und freue ich schon auf den 9. Januar, wenn ich endlich den Testbetrieb aufnehmen kann. Ich kann es wirklich kaum erwarten endlich im Boliden zu sitzen", erklärte der hoch motivierte Rennfahrer abschließend.

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13.12.: Jordan-Team feiert Weihnachten

Mit insgesamt 19 erreichten WM-Punkten konnte das Jordan-Team zwar das zu Jahresbeginn gesetzte Ziel, hinter den Top-Teams das nächstbeste Team zu sein, nicht ganz erfüllen, aber am Ende sprang der fünfte Platz bei den Konstrukteuren heraus und man konnte den ebenfalls mit Honda-Motoren ausgerüsteten BAR-Rennstall hinter sich lassen. Ohnehin ist die Saison 2001 eigentlich abgehakt und teamintern setzt man längst schon alle Hoffnungen in den Jordan-Honda EJ12 und hofft mit der neuen Fahrerpaarung - bestehend aus Giancarlo Fisichella und Takuma Sato - 2002 die diesjährige Saison in den Schatten zu stellen.

Kommenden Freitag wird das 480 Mann starke Jordan-Team zusammen mit seinen neuen Fahrern und einigen Gästen ein festliches Abendmahl und anschließend Entertainment pur genießen.

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10.12.: Streckendebüt des EJ12 am 19. Januar?

Obwohl bislang für den neuen Jordan EJ12 kein Präsentationstermin bekannt gegeben wurde und auch der Testplan derzeit noch Änderungen unterliegen kann, soll der neue Bolide am 19. Januar zum ersten Mal seine Runden in Silverstone drehen und einem kurzen Shakedown unterzogen werden. Dies berichten zumindest dem Team nahe stehende Quellen. Wenige Tage später will man dann ausführlichere Testfahrten mit dem neuen Auto durchführen, heißt es darüber hinaus.

Im Vergleich zu BAR-Honda lässt sich Jordan mit der Vorstellung und den ersten Testfahrten Zeit, denn bei BAR laufen in Brackley derzeit die Vorbereitungen für die Präsentation des BAR004, welche am 18. Dezember stattfinden wird, auf Hochtouren. Am 7. Januar soll der neue Bolide dann das erste Mal in Barcelona einer Bewährungsprobe unterzogen und der neue Honda-Motor vom Typ RA002E, bei dem von einem Zylinderwinkel von 95 Grad gesprochen wird, auf seine Leistungsfähigkeit hin überprüft werden.

War diese Saison schon ein harter Wettkampf zwischen den beiden mit Honda-Werksmotoren ausgerüsteten Teams zu spüren, in welchem sich am Ende mit insgesamt 19 WM-Punkten die Truppe von Eddie Jordan gegenüber dem Team von Craig Pollock durchsetzte, wird 2002 mit einem noch schärferen Kampf der beiden Honda-Teams untereinander gerechnet; denn nach wie vor steht die Vermutung, Honda könnte ab 2003 definitiv nur noch ein Team mit Motoren versorgen, im Raum.

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08.12.: Geht auch Jordan langsam das Geld aus?

In den letzten Tagen hat das Thema Geldsorgen in der Formel 1 für eine Menge Gesprächsstoff gesorgt und während es offensichtlich ist, dass kein Team solche Probleme gerne an die große Glocke hängt, scheint die Königsklasse des Motorsports derzeit eine Phase des Wandels durchzumachen. Aber nicht nur die Terroranschläge auf Amerika vom 11. September alleine sind verantwortlich für die zu stopfenden Finanzlöcher bei den Teams, sondern auch der innerhalb der Serie zugenommene Wettkampf untereinander, sowie das bevorstehende Tabakwerbeverbot, welches seine Anzeichen vorausschickt und die Teams schon jetzt nach alternativen Sponsoren Ausschau halten lässt, sind als Ursachen zu benennen.

Das Team von Eddie Jordan, so heißt es, ist anscheinend ebenfalls von Problemen betroffen und soll ernsthaft erwägen im kommenden Jahr beim Test-Team nur noch einen Boliden einzusetzen, um so Kosten zu sparen. Für gewöhnlich ist diese Vorgehensweise den kleinen, finanzschwachen Teams bislang vorbehalten gewesen, wohingegen die finanziell besser gestellten Teams mindestens zwei Boliden bei den Testfahrten für den Einsatz bereithielten.

In einem Interview mit dem Fachmagazin 'F1 Racing' bestätigte der Jordan-Teamchef, "dass in einer idealen Welt, in der man genug Einnahmen erwirtschaftet und die Ressourcen zur Finanzierung des Engagements in der Formel 1 vorhanden sind, es leichter ist sich rein auf das sportliche Geschehen zu konzentrieren." Jordan, der eigenen Aussagen nach in den ersten Saisons seines Teams, 1991 und 1992, die schwierigste Zeit seines Lebens durchmachte und kurz vor dem Bankrott stand, absolvierte in der letzten Zeit auffällig viele Auftritte in der Öffentlichkeit. Sei es nun um sich für wohltätige Zwecke einzusetzen oder um für seinen Rennstall die Werbetrommel zu rühren und neue Sponsoren von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Insider sehe darin eine Bestätigung für gewisse Schwierigkeiten die es zu lösen gilt.

Verkauf von Lizenzen und Merchandising wichtiger Bestandteil zur Finanzierung der laufenden Kosten

Jordan, der in seiner zehnjährigen Dienstzeit als Formel-1-Teamchef nicht davor zurückschreckte die Fahrer für ein Cockpit in seinem Team bezahlen zu lassen, sowie diese erst gegen Ablösesummen wieder zu anderen Teams wechseln ließ, ist im Bereich der Vermarktung seines Rennstalls und für die Formel 1 an sich nach außen hin ein Vorreiter gewesen. Neben dem Verkauf von Fan-Artikeln und der Mitgliedschaft im Jordan-Club, bietet der Ire ein eigenes Magazin, sowie einen Energy-Drink, getauft auf den Namen "EJ 10", sowie seit kurzem auch eine Gläser-Kollektion an.

In dem "Ausverkauf" sieht Jordan kein Problem, denn er weiß nur zu gut, dass die dadurch eingenommenen Millionen zum Überleben seines Teams unerlässlich sind, was folgende Aussage bestätigt: "Eines morgens bekamen wir von Sainsbury´s eine Nachbestellung unseres Drinks EJ10, welcher sich in ihren Geschäften wirklich sensationell gut verkauft hat. Vielleicht ist das nicht genau der Platz an dem wir unser Getränk verkauft sehen wollten, aber es wäre nachlässig von mir gewesen wenn ich diese Order nicht erfüllt hätte, denn dort gibt es nun einmal den Bedarf und es ist eine Einnahmequelle. Jeder durch die Verkäufe verdiente Penny wird direkt in das Team gesteckt. Ich weiß nicht was in ein paar Jahren passieren wird, wenn uns die Unterstützung durch die Tabakfirmen fehlen wird, aber in punkto Merchandising und Lizenzierung unserer Marke muss ich sicherstellen, dass ich zwischen 20 und 30 Million DM einnehme."

Mit dieser Aussage machte der 53-jährige, vierfache Familienvater klar, dass die Teams heutzutage schon auf die Einnahmen durch den Verkauf von Produkten die das eigene Logo tragen stark angewiesen sind. Allerdings glaubt Jordan nicht, dass er damit die "Seele" seines Teams oder seine eigene verkauft, denn seiner Auffassung nach nutzt er nur die Möglichkeiten die ihm die Formel 1, die weltweit Hunderte Millionen Menschen vor den Fernseher lockt, bietet.

Frank Williams als Vorbild

Aber selbst Top-Teams wie McLaren haben angekündigt, dass sie sich in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf den Verkauf von mit dem Rennsport direkt zusammenhängenden Artikeln verlassen werden, sondern zum Beispiel auch eigene Möbel-Kollektionen verkaufen wollen, weshalb sich Jordan in dieser Hinsicht in guter Gesellschaft befindet.

Geht es nach dem Teamchef, so hat sein Team gerade weil es sich anders als die restlichen Rennställe präsentiert in jüngster Zeit so einen großen Zuwachs an Fans erlebt. Im Vergleich zum in Grove beheimateten Team von Frank Williams hat Jordan Grand Prix seiner Auffassung nach aber noch Nachholbedarf: "Wir sind ganz anders als Williams, welche sehr fokussiert sind. Frank hat diesbezüglich vermutlich bessere Arbeit geleistet als ich. Aber nun gut, er ist ja auch erfahrener und hat irgendwann entschieden die Marketing-Rechte wegzugeben. Ich bin jetzt genauso wie er, aber ich bin noch nicht genauso erfolgreich. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem Erfolg. Man benötigt dafür Geld, und erst seit kurzem sind wir überhaupt in der Lage unsere Fahrer für ihre Leistungen zu bezahlen...", gewährte Jordan einen etwas tieferen Einblick in eine zugleich interessante und komplexe Materie in der Fragen über die Höhe des eigenen Budgets, sowie aus welchen Summen sich dieses zusammensetzt, weiterhin ein wohlgehütetes Geheimnis jedes einzelnen Teamchefs bleiben.

Jordans Aussagen bestätigten aber auch, dass sich der ursprünglich rein auf die Rennstrecke beschränkende Wettkampf im Laufe des letzten Jahrzehnts zunehmend verlagert hat und neben den Rennen auf den Strecken auch noch andere "Rennen" in Form des Kampfes um Sponsoren gewonnen werden wollen und dies viel Zeit und Überzeugungskraft koste.

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07.12.: Neues von Jordan-Honda

Ohne seinen Hauptsponsor 'Benson & Hedges' im Teamnamen stehen zu haben, tauchte das Jordan-Honda-Team in der kürzlich vom Motorsportweltverband FIA veröffentlichten provisorischen Starterliste für die Formel-1-Saison 2002 auf. Aus dieser Tatsache ließ sich herauslesen, dass der Zigarettenhersteller über keinen Sponsoringvertrag als Hauptsponsor mit dem Team von Eddie Jordan für die kommende Saison verfügt.

Für Spekulationen ließ der Eintrag in der FIA-Liste viel Raum. 'Benson & Hedges' hat sich als Hauptsponsor zurückgezogen, weil die Briten eigentlich einen Fahrer aus den eigenen Reihen verpflichten wollten – so eine These. Das Jordan-Honda-Team hat auf die Spekulationen reagiert und erklärt, dass wie vermutet die Nennung – welche bis zum 25. November abgegeben sein musste – zu früh kam, um Gewissheit über den Hauptsponsor zu haben. Nach Aussage des Teams verhandele man mit mehreren Unternehmen, darunter 'Benson & Hedges', über die Art und den Umfang eines Sponsorings.

Unterdessen hat am Montag ein alter Bekannter des Jordan-Honda-Teams bei den Gelben seine Arbeit aufgenommen: Gary Anderson. "Ich bin sehr aufgeregt, wieder hier zu sein", so der neue leitende Renn- und Testingenieur. "Das Team sieht sehr stark aus und ich freue mich darauf, meinen Beitrag zu ihrem zukünftigen Wachsen und Erfolg leisten zu können." Anderson hatte das Team vor drei Jahren verlassen und ist nun nach einem Abstecher bei Jaguar und in die USA wieder zu Eddie Jordan zurückgekehrt.

Von 1990 an war der heute 50-jährige Engländer über eine Periode von 8 Jahren das technische Genie hinter den Jordan-Boliden gewesen, welche den Jordan-Ford 191 bis den Jordan-Mugen-Honda 198 umfassten. In seiner neuen Rolle bei Jordan wird Anderson an der Seite von Chefdesigner Eghbal Hamidy und dem Renndirektor des Teams, Trevor Foster, arbeiten und Geschäftsführer John Putt unterstellt sein.

Anderson wurde am 9. März 1951 in Nordirland geboren und lebte dort bis er 1972 nach England ging, wo er seine Karriere in der Formel 1 mit Brabham startete. Später arbeitete er für McLaren und begann anschließend für die F3, SuperVee-Serie und Sportwagen zu konstruieren. Ende 1998 wurde Anderson bei Stewart-Ford tätig. Nach der Übernahme des von Jackie Stewart gegründeten Teams durch Jaguar Racing musste Anderson Ende 2000 das Team wegen Erfolglosigkeit mit seinen Chassis-Entwürfen verlassen. Der Engländer ging zu Reynard nach Amerika und betreute dort bis 2001 als Technischer Direktor das ChampCar-Projekt.

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07.12.: Jordan auf Promotion-Tour in Irland

Auf und abseits der Rennstrecke hatte das Jordan-Team dieses Jahr mehr Probleme zu bewältigen als es ihnen lieb war; doch wenn es einer der Teamchefs versteht seinen Rennstall öffentlich in Szene zu setzen, dann ist dies zweifelsohne Eddie Jordan.

Nachdem das Team den nach dem Vorjahresmodell benannten Energy-Drink "EJ10" intensiv promotete und mit Motorenpartner Honda dieses Jahr an der Powerboot Meisterschaft teilnahm, hat der in Irland geborene Jordan nun eine eigene Gläser-Reihe auf den Markt gebracht, welche zu Wochenbeginn in der Grafton Steet in Dublin in Irlands größtem Warenhaus präsentiert wurde. Zur Präsentation passend war ein Jordan-Honda-Bolide aufgebaut, welcher die Massen anlockte und darüber hinaus gab es ein Fotoshooting zusammen mit dem Teamchef.

Anschließend traf sich der 53-Jährige mit Vertretern der Irischen Regierung zu einem Lunch, um auf die 2003 in Irland stattfindenden Special Olympics, welche von Jordan unterstützt werden, aufmerksam zu machen. Eddie Jordan überreichte Mr. Aherne, Dennis O'Brien, dem Vorsitzenden der Special Olympics, und der Sängerin Mary Black persönlich gravierte Weingläser der neuen Gläser-Kollektion, welche neben einem normalen Trinkglas auch einen Champagner-Kelch und zwei Weingläser umfasst. Anschließend gravierte Jordan die Gläser der Schlange stehenden Käufer für über eine Stunde lang. Am Ende der Promotion der Gläser-Kollektion "Jordan by Waterford Crystal" wurde dem Teamchef von John Foley, dem Vorsitzenden von Waterford Crystal, ein wunderschönes, detailliertes Kristall-Modell eines Formel-1-Boliden überreicht.

Den arbeitsintensiven Tag ließ Eddie Jordan dann langsam mit einer Reihe an Interviews und dem Besuch der Veranstaltung Irish Sports Awards zusammen mit seiner Frau ausklingen.

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04.12.: Takuma Sato erhält 'Autosport'-Award

Die Jury des renommierten britischen Motorsportmagazins 'Autosport' hat Takuma Sato die "Paul Warwick Trophy" (bester nationaler Rennfahrer) überreicht. Damit wurden seine außergewöhnlichen Leistungen in der britischen Formel-3-Meisterschaft und seine Ernennung zum neuen Jordan-Honda-Piloten gewürdigt. Sato gilt als einer der hoffnungsvollsten Formel-Fahrer aus Japan.

Weitere Preisträger aus dem Formel-1-Umfeld: Frank Williams (Gregor Grant Award), Juan-Pablo Montoya (bester Neuling), Ron Dennis (British Racing Driver's Club Goldmedaille), David Coulthard (British Racing Driver's Club Goldstern), Ferrari F2001 (Rennwagen des Jahres) und Michael Schumacher (Internationaler Rennfahrer des Jahres).

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25.11.: Takuma Sato im Interview

Dominierender Britischer Formel-3-Champion, Sieger beim Formel-3-Klassiker in Macau und Formel-1-Pilot in der kommenden Saison – Takuma Sato ist für viele Experten der erste Japaner, dem der Durchbruch in der Formel 1 gelingen könnte. Im Interview spricht der Japaner über seinen erfolgreichen Abstecher nach Macau und das kommende Debütjahr in der Formel 1.

Frage: "Obwohl du für das kommende Jahr einen Formel-1-Vertrag unterschrieben hast, wolltest du noch in Macau fahren. Wie ist es, als zukünftiger Formel-1-Fahrer am Formel-3-Rennen in Macau teilzunehmen?"
Takuma Sato: "Das Gefühl unterscheidet sich nicht von dem der anderen Fahrer – ich war froh, hier zu sein und das Rennen gewonnen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt denkst du zu keinem Zeitpunkt an die Formel 1. Ich freue mich, mein Formel-1-Programm im Januar mit den Testfahrten aufzunehmen, aber in Macau habe ich mich auf mein letztes Formel-3-Rennen konzentriert."

Frage: "Hast du zusätzlichen Druck an diesem Wochenende gespürt, da du ein großer Star bist?"
Sato: "Die Leute reden viel über mich, da ich ein Formel-1-Fahrer in Macau bin, aber um ehrlich zu sein, setzt das einen nicht unter mehr Druck. Klar gibt es Druck, weil wir hier Rennen fahren, aber der unterscheidet sich nicht vom Druck in der Britischen Formel-3-Meisterschaft oder in anderen großen, internationalen Rennen wie dem Marlboro Masters in diesem Jahr. Alles kein Problem."

Frage: "Im letzten Jahr bist du ausgeschieden, nachdem du in der ersten Kurve verunglückt bist. Bist du dieses Jahr anders an die Sache herangegangen?"
Sato: "Im letzten Jahr war die Situation eine andere, da die erste Session komplett nass war und ich das erste Mal im Qualifying ein Auto mit Trockenabstimmung hatte. Für mich war das ein wenig schwierig. Im Rennen habe ich dann vielleicht zu viel Druck gemacht. Ich bremste für die erste Kurve zu spät und krachte dann in die Leitplanken. In diesem Jahr war ich entspannter."

Frage: "Kann man sagen, dass du in Japan nicht so bekannt warst, als der Vertrag mit Jordan noch nicht unterschrieben war?"
Sato: "Ich war in Japan nicht so bekannt, da ich dort keine Rennen fuhr. Ich sandte immer Informationen über mich an japanische Magazine und auf meine Website und langsam gab es die ersten Fans. Die Leute interessieren sich in diesem Jahr mehr für mich. Die Situation ist nun anders und jeder hofft, dass wir erfolgreich sein werden."

Frage: "Du möchtest jetzt noch nicht zu sehr über die Formel 1 nachdenken, aber was sind deine Ziele für das nächste Jahr?"
Sato: "Natürlich ist es mein Hauptziel, in der Formel 1 gute Arbeit zu leisten, aber das wichtigste ist es, am Ende des Jahres den gleichen Level wie mein Teamkollege Giancarlo Fisichella erreicht zu haben."

Frage: "Du scheinst im Moment glücklich zu sein. Bist du immer so zufrieden?"
Sato: "Ja. Im Moment bin ich einfach nur glücklich. In der Formel 1 zu fahren ist mein Traum. Und jedes Mal, wenn ich hinter dem Steuer sitze, bereitet mir das sehr viel Freude. Selbst wenn ich 30 Kilometer in einem Straßenwagen fahre, kannst du mich mit einem Lächeln ertappen. Mit dem Rennfahren ist es das Gleiche, nur dass ich das mit etwas mehr Leidenschaft betreibe."

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20.11.: Fisichella: Trainingsbeginn rückt näher

Bis auf wenige freie Trage war Giancarlo Fisichella zehn Monate lang von Januar bis Oktober bei Testfahrten, Rennen, PR-Auftritten oder im Trainingslager gewesen, doch den November über gönnte sich der ehemalige Benetton-Renault-Pilot eine lange Auszeit, bevor er im Dezember mit dem Training wieder beginnen wird, um fit zu sein, wenn er sich im Januar für seinen neuen Arbeitgeber Jordan-Honda ins Auto setzt.

Während seiner freien Zeit hatte "Fisico" das seltene Vergnügen, einem fast ganz normalen Leben als Familienvater nachzugehen. So lud der Römer seine Batterien unter anderem auf, in dem er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Luna das zweieinhalb Jahre alte Töchterchen Carlotta in den Kindergarten brachte.

Weitere Programmpunkte im Formel-1-freien November: Besuch seines Lieblings-Fußballvereins AS Rom, Fischen, Tennis- und Fußballspielen, Besuch der Boot-Ausstellung in Genoa. Und natürlich blieb der 28-Jährige nicht einen ganzen Monat den Rennfahrzeugen fern: Vergangenes Wochenende nahm Fisichella an einem Kart-Event in Wien teil, das er nach dem Einsatz Hals über Kopf verließ, um dem Rummel um seine Person so schnell wie möglich zu entgehen.

Im Dezember wird Giancarlo Fisichella wieder sein mehrstündiges Trainingsprogramm aufnehmen, mit dem er seine Kondition und Kraft wieder auf Formel-1-Niveau bringen wird. Doch zunächst einmal steht noch eine Woche Urlaub an. Und auch im Dezember steht schon ein Vergnügungstag im Terminkalender: Am 5. Dezember wird er dem AS Rom im Stadion beim Champions League-Match gegen Liverpool die Daumen drücken.

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18.11.: Takuma Sato siegt in Macau

Eigentlich stand Takuma Sato bereits als neuer Pilot des Jordan-Honda-Teams fest und der Japaner war damit bereits in der höchsten Kategorie des Motorsports angelangt. Dennoch hatte der dominierende Sieger der Britischen Formel-3-Meisterschaft noch einen Traum: Er wollte das legendäre Rennen von Macau gewinnen, bei dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Also bat Sato bei Teamchef Eddie Jordan um eine Starterlaubnis und erhielt diese dann auch.

Den Vorlauf und das Hauptrennen konnte Takuma Sato für sich entscheiden und konnte seine Freude gar nicht in Worte fassen: "Ich bin wirklich sehr glücklich über diesen Sieg! Das war etwas, das ich noch unbedingt erreichen wollte und ich habe es jetzt geschafft. Das war bisher eine meiner größten Herausforderungen und ich bin sehr froh, dass ich Erfolg hatte. Ich möchte Eddie danken, weil er mir die Möglichkeit gegeben hat, an diesem Rennen teilzunehmen. Ich werde heute Abend jetzt erst einmal tüchtig feiern!"

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als Sato in Führung liegend in die Mauer krachte, lief es bei der 48. Ausgabe des Macau Formel-3-Grand-Prixs für den Japaner perfekt. In den ersten zehn Runden machte Sato Druck, um sich von dem Zweitplatzierten Benoit Treluyer abzusetzen und fuhr die restlichen fünf Runden dann ziemlich locker ins Ziel. Damit war Takuma Sato der erste Japaner überhaupt, der in Macau siegen konnte.

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15.11.: Sato im 1. Qualifying in Macau Zweitschnellster

Takuma Sato hat sein Versprechen, bei seinem letzten F3-Rennen noch einmal alles zu geben, mit einer guten Vorstellung im ersten Qualifying zum Macau-Grand-Prix gehalten.

Der 24-jährige Japaner fuhr in 2:13.546 Minuten die zweitschnellste Rundenzeit und musste sich lediglich dem Italiener Paulo Montini geschlagen geben.

Nachdem Sato 1999 sein ersten Rennen in Macau gewinnen konnte, im Vorjahr aber als Race-Leader in der ersten Runde seinen F3-Boliden in die Leitplanken setzte, hofft der in Tokio geborene Rennfahrer nun, dass er sein letztes Rennen in der Britischen F3-Meisterschaft auch gewinnen wird.

"Ich freue mich total auf dieses Rennen und ich will auf dieser Strecke mein Leistungsvermögen beweisen. Letztes Jahr lief es für mich hier leider nicht so gut, weshalb ich dieses Jahr für die Enttäuschung entschädigen will. Hier in Macau zu gewinnen wäre für mich und das Team ein toller Abschluss einer erfolgreichen Saison", ließ Sato keine Zweifel an seiner Entschlossenheit und Motivation aufkommen.

Darüber hinaus erklärte auf die Kritik, dass er doch gar nicht mehr in Macau antreten müsse da er ja einen Vertrag mit einem Formel-1-Team bekommen hat, dass er rein aus der Freude am Rennfahren und für sein Team an den Start geht. "Ich liebe das Rennfahren hier und will die Saison mit einem Sieg beenden. Carlin Motorsport ist ein fantastisches Team und hat mir all die Unterstützung gegeben wovon ein Fahrer träumt", dankte der 1 Meter 63 große Japaner seinem Team.

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15.11.: Sponsor fordert britischen Fahrer bei Jordan

Das Jordan-Honda-Team wird in der kommenden Saison mit zwei neuen Fahrern an den Start gehen: Mit Giancarlo Fisichella und Takuma Sato. Teamchef Eddie Jordan hat also keinen jener Namen verpflichtet, die lange Zeit im Gespräch waren: Jenson Button, den Benetton-Teammanager Flavio Briatore loswerden wollte, und den neuen Formel-3000-Champion Justin Wilson, der vor ein paar Wochen den Jordan testen durfte.

Lange Zeit war vermutet worden, dass 2002 ein Brite im Jordan sitzen wird, denn es war gemunkelt worden, dass der Hauptsponsor des Teams, Benson & Hedges, einen Landsmann in den Rennern des Teams sehen möchte. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Jordan Benson & Hedges zu Liebe Ex-Weltmeister Damon Hill verpflichtete, dies teuer bezahlen musste, weil der Brite gegenüber Heinz-Harald Frentzen sehr alt aussah und nur an seine Rente dachte.

In einem Interview der 'F1 Racing', das Damon Hill selbst führte, meinte Eddie Jordan auf die Frage, ob es stimme, dass Benson & Hedges einen britischen Fahrer wolle: "Auf jeden Fall, genau wie bei dir. Ich erinnere mich, dass wir deinen Vertrag die ganze Nacht über in ihrem Büro ausgehandelt haben. Ich mag gar nicht mehr an jene Nacht denken…"

Eddie Jordan stellt klar, dass er nach dem Hill-Fehler nicht noch einmal dem Wunsch der Sponsoren so direkt nachkommen möchte: "Man muss versuchen, den besten Fahrer zu bekommen, den man kriegen kann. Im Moment haben wir keine italienischen Sponsoren, aber ich hatte dieses Jahr einen italienischen Fahrer und ich werde auch die nächsten drei Jahre einen haben."

Nach dem sich Eddie Jordan wohl gegen seinen eigenen Willen für Damon Hill entschieden hat, will der Teamchef nun wieder die richtige Wahl treffen und geht dabei sogar unangenehme Kompromisse ein, nur um die Sponsoren zufrieden zu stellen: "In dieser Beziehung bin ich ein Dickkopf. Ich respektiere Benson & Hedges und wenn ich unverhältnismäßig viele PR-Auftritte machen soll, dann mache ich diese eben… Als du (Damon Hill) noch da warst, war alles einfacher, ich musste nichts tun, was ich nicht tun wollte. Ich konnte sagen, Damon macht das..."

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15.11.: Jordan erschöpft und glücklich zugleich

Wie wir bereits berichteten, engagiert sich Jordan-Teamchef Eddie Jordan zusammen mit seiner Familie für die Organisation CLIC. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht für an Krebs und Leukämie erkrankten Kindern und Jugendlichen Geld zu sammeln.

Um für diesen guten Zweck Gelder zu sammeln, absolvierte Eddie Jordan in der letzten Woche eine über insgesamt 375 Kilometer gehende Fahrradtour. Insgesamt konnte man bei dieser Aktion 200.000 britische Pfund zusammenbekommen, worüber der Formel-1-Teamchef erfreut war, denn dies bewies ihm, dass sich sein Einsatz ausgezahlt hat.

"Es war extrem schwere Arbeit das durchzuziehen, jedoch musste man sich einfach motivieren, bewegen und an den Grund dieser Fahrradtour denken", erklärte Jordan sinngemäß hinterher. "Es ist wichtig für Organisationen wie CLIC aktiv etwas zu machen als nur seinen Namen unter irgendetwas zu setzen. Ich bin deshalb froh es gemacht zu haben, wenngleich ich jetzt ziemlich erschöpft bin", unterstrich der Ire auch, dass er sich lieber persönlich engagiert als nur seine Unterschrift unter einen Spendenscheck zu setzen.

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08.11.: Gary Anderson kehrt zu Jordan zurück

Gary Anderson 1996Gary Anderson wird nach seinem Ausflug in die amerikanische ChampCar-Serie, wo er nach seiner Entlassung durch das Jaguar-Team angeheuert hatte, ab kommenden Dezember wieder für Jordan Grand Prix arbeiten. Der 50-jährige Engländer wird offiziell als Direktor der Ingenieursabteilung mit Verantwortungsbereichen für Rennen und Tests eingestellt.

"Ich bin über meine Rückkehr zu Jordan sehr froh. Die Arbeit bei Jaguar und Reynard sind wichtige Phasen in meiner Karriere gewesen, aber jetzt werde ich mein hinzugewonnenes Wissen aus diesen Projekten bei Jordan mit einbringen können, um an einer erfolgreichen Zukunft mitzuarbeiten", kommentierte Anderson seine Verpflichtung.

Von 1990 an war der Engländer über eine Periode von 8 Jahren das technische Genie hinter den Jordan-Boliden, welche den Jordan-Ford 191 bis den Jordan Mugen-Honda 198 umfassten. In seiner neuen Rolle bei Jordan wird Anderson an der Seite von Eghbal Hamidy und Trevor Foster arbeiten und John Putt unterstellt sein.

Jordan-Teamchef Eddie Jordan zeigte sich über die Rückkehr Andersons erfreut: "Gary hat großen Anteil an Jordan Grand Prix bisher erreichten Erfolgen. Wir sind glücklich ihn nach seiner Zeit bei Jaguar Racing und Reynard Motorsport wieder in den eigenen Reihen begrüßen zu können. Ich glaube fest, dass dies eine Bestätigung für die großartige berufliche Zusammenarbeit und Freundschaft, die wir über die Jahre hinweg aufbauten, ist. Ich bin überzeugt, dass durch seine Erfahrungen bei den anderen Teams noch erfahrener geworden ist und er für unsere bereits jetzt schon starke Ingenieursabteilung durch sein zusätzliches Wissen eine Verstärkung sein wird."

Anderson wurde am 9. März 1951 in Nordirland geboren und lebte dort bis er 1972 nach England ging, wo er seine Karriere in der Formel 1 mit Brabham startete. Später arbeitete er für McLaren und begann anschließend für die F3, SuperVee-Serie und Sportwagen zu konstruieren. Für das Jordan-Team konstruierte er dann den J191 und blieb dem Team bis 1998 treu, bevor er ab Ende des Jahres bei Stewart-Ford tätig wurde. Nach der Übernahme des von Jackie Stewart gegründeten Teams durch Jaguar Racing musste Anderson Ende 2000 das Team wegen Erfolglosigkeit mit seinen Chassis-Entwürfen verlassen. Der Engländer ging zu Reynard nach Amerika und betreute dort als Technischer Direktor das ChampCar-Projekt.

Seine Rückkehr in die Formel 1 überrascht die Formel-1-Szene zwar, zeigt aber ganz klar die Bemühungen Eddie Jordans auf, der nun über eine hochkarätige Ingenieursabteilung verfügt, welche als Grundstein für zukünftige Erfolge dienen soll.

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"Wir fingen bei Null an"

Gary Anderson über Jordans Anfangszeit in der F1.
 

04.11.: Neuer Jordan erst Mitte oder Ende Januar

Auch in diesem Jahr stehen die Teams wieder vor der schweren Entscheidung, wie früh man das neue Auto auf die Strecke schicken soll. Je früher man dies tut, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem zuverlässigen Auto in die Saison zu starten. Gleichzeit bedeutet aber auch jeder Tag, den man in die Entwicklung steckt, ein schnelleres Auto zu haben.

Während Formel-1-Newcomer Toyota mit der Präsentation am 17. Dezember und BAR-Honda mit der Vorstellung des neuen Autos einen Tag später eindeutig dem Ziel, ein zuverlässiges Auto zu haben, die größte Bedeutung zukommen lassen, hat Teamchef Eddie Jordan verraten, dass man den neuen EJ12 der Öffentlichkeit erst Mitte oder Ende Januar vorstellen wird, "um das Auto so lange wie möglich entwickeln zu können".

Somit werden die Designer von Jordan rund einen Monat länger am neuen Auto designed haben als Erzrivale BAR. Insider gehen davon aus, dass sich Motorpartner Honda Ende der Saison im Hinblick auf eine weitere Zusammenarbeit als Werkspartner für eines der beiden Teams entscheiden wird. Jordan scheint sich durch den späteren Präsentationszeitpunkt als bei BAR einen Vorteil zu erhoffen.

Im letzten Jahr enthüllte man das neue Auto am 14. Januar, damals konnte man aber den ganzen Dezember über neue Komponenten im alten Auto testen, was in diesem Jahr auf Grund des verschärften Wintertestverbotes nicht erlaubt ist. Als größte technische Herausforderung wartet in diesem Jahr neben einem neuen Crash-Test der bi-direktionale Funk auf die Ingenieure, mit dem Parameter im Auto wie Benzingemisch, Traktionskontrolle et cetera ferngesteuert von der Box aus verändert werden können.

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01.11.: Erster Arbeitstag für Takuma Sato

Neuverpflichtung Takuma Sato hatte am (gestrigen) Mittwoch seinen ersten richtigen Arbeitstag im Jordan-Honda-Team. Der Japaner hat sich bereits in Marlow, einer britischen Stadt in Buckinghamshire an der Themse eine Wohnung gesucht – aus praktischen Gründen, wie der Britische Formel-3-Champion auf der Website des Jordan-Teams erläutert: "Da bin ich nur zehn Minuten mit dem Auto vom Wohnort meines Managers entfernt. Des Weiteren komme ich leicht zur Fabrik und bin nahe am Flughafen."

Noch bis in den Januar muss sich Sato mit seiner ersten Ausfahrt im Jordan gedulden, denn erst dann ist das Wintertestverbot aufgehoben. Dennoch traf man bereits erste Vorbereitungen, in dem man zum Beispiel den Sitz anpasste: "Das Sitzanpassen ist sehr wichtig. Besonders auf Grund meiner Größe brauche ich ein paar besondere Modifikationen an den Pedalen und dem Lenkrad."

Das gilt auch für den Rennanzug, denn so einen schmächtigen Fahrer hatte das Team schon lange nicht mehr. Doch klein ist in der Formel 1 fein und schon jetzt machen sich die Ingenieure Gedanken, wie sie das durch den Fahrer "eingesparte" Gewicht am Auto optimal durch Zusatzgewichte ausgleichen können. "Abgesehen vom Anpassen des Sitzes war es eine gute Möglichkeit, so viele jener Leute zu treffen, die hier arbeiten. Die Jungs waren alle wirklich sehr nett und ich fühle mich schon als Teil des Teams."

Noch bevor das Testverbot aufgehoben wird, setzt sich Sato noch einmal hinter das Lenkrad. Von Teamchef Eddie Jordan kam die Freigabe für sein Debüt beim hoch angesehenen Formel-3-Grand-Prix in Macau. Das Rennen gilt als regelrechte Talentschmiede für die Formel 1, denn zahlreiche Gewinner des Rennens auf dem anspruchsvollen Kurs erhielten später die Chance, sich im Formel-1-Auto zu versuchen.

Für Sato geht es im Prinzip dort um nichts mehr, denn er hat bereits sein Ziel, in die Formel 1 zu kommen, erreicht. Die Experten werden aber wohl dennoch erwarten, dass er gut abschneiden wird, was Takuma Sato aber keine Sorgen bereitet: "Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich gehe dort nur hin, um zu gewinnen. Wenn ich nicht gewinne, dann ist das aber nicht schlimm."

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30.10.: Jordan fühlt sich als Teamchef wohl

Eddie Jordan gehört in der Boxengasse zweifelsohne zu einer der schillerndsten und mitunter auch kontroversesten Personen. Der 1948 in Dublin geborene Ire präsentierte bislang neben seiner guten Seite, wo er sich als Schirmherr bei Veranstaltungen zu wohltätigen Zwecken oder als lustiger Typ bei in Silverstone abgehaltenen Partys nach dem Heim-Grand-Prix zeigte, auch seine schlechte Seite.

So machte sich der 53-Jährige keine Freunde unter den deutschen Fans, als er Ende 1998 Ralf Schumacher nur gegen eine Abfindung zu Williams wechseln ließ. Diese war so hoch, dass Michael Schumacher seinen Bruder letztendlich freikaufen musste, da dieser selbst nicht so viel Geld besaß. Als Jordan in diesem Jahr kurz vor dem Deutschland-Grand-Prix Heinz-Harald Frentzen vor die Tür setzte, brachte er die Fans wieder gegen sich auf. Im elitären Klub der Formel-1-Teamchefs und Eigentümer eines Rennstalls nutzte der gewiefte Geschäftsmann darüber hinaus jede Chance, um mit dem Verkauf der bei ihm unter Vertrag stehenden Fahrer seinen Rennstall zu finanzieren. Dies stößt zuweilen bei seinen Kollegen auch auf Kritik, zeigt aber auch wie clever Jordan ist.

Aber da gibt es auch noch die andere Seite, nämlich die des Bankers der nach einem Kurzeinsatz im Gokart die verschiedenen Formel-Serien durchlief und dort einige Siege holte und später sein eigenes Team gründete, mit welchem er 1991 als Teamchef den Sprung in die Königsklasse wagte.

"Ich war ein junger und hoffnungsvoller Fahrer, aber ich war nicht gut genug", erklärte Eddie Jordan seine eigenen Anfänge im Motorsport in einem Gespräch mit der 'The Times' jetzt. "In der Formel 3 fuhr ich gegen Alain Prost, Nelson Piquet, Nigel Mansell und andere bekannte Fahrer. Manchmal besiegten sie mich, manchmal ich sie. Aber ich schaffte es nicht eine Serie an Siegen aneinander zu reihen", so Jordan über sein damaliges Handicap. "Als ich merkte, dass ich in der Formel 3 schon zu kämpfen hatte, da dachte ich nicht mehr ernsthaft an die Formel 1. Fünf Jahre später waren meine einstigen Konkurrenten in der Königsklasse unterwegs und Nigel, Alain und Nelson wurden Weltmeister. Vielleicht hätte ich auch in der Formel 1 bestehen können, aber meine eigene Unsicherheit hinderte mich daran das auszuprobieren", beschrieb Jordan warum er selbst niemals in der Königsklasse antrat und sich stattdessen als Teamchef versuchte.

Als Teamchef gab der Ire von Beginn an eine gute Figur ab. Sei es als er 1980 mit Eddie Jordan Racing in der F3 und F3000 operierte oder als er 1991 mit Jordan Grand Prix in die Formel 1 einstieg. In der obersten Motorsportklasse schaffte er es mit seinem Rennstall zu beeindrucken und hatte innerhalb der letzten 10 Jahre viele der heute bei Top-Teams unter Vertrag stehenden Fahrern zu einem Zeitpunkt unter seinen Fittichen.

"Einige Fahrer mögen schlecht von mir denken, aber ich habe sie in die Formel 1 gebracht. Auf jeden Fahrer der sich von mir nachteilig behandelt fühlt, kommt ein Dutzend mit denen ich immer noch freundschaftliche Kontakte pflege. Ich bin extrem stolz darauf, dass wir immer ein Gespür für Talente gehabt haben. Manchmal bin ich einfach nur beeindruckt von einem Fahrer den ich für enorm talentiert halte. Wenn dem so ist, so verpflichten wir ihn, wobei mir die endgültige Entscheidung obliegt. Ich verpflichte die Fahrer die ich mag. Das mag zwar danach klingen als sei das ein wenig diktatorisch, aber so handhabe ich das nun einmal", so Jordan zu seiner Personal-Politik.

Sein letzter Schachzug war die Verpflichtung des Japaners Takuma Sato, welchen er nicht nur wegen der Bedeutung seiner Nationalität in Hinblick auf Motorenpartner Honda verpflichtete, sondern weil er von dem 24-Jährigen bei den Testfahrten in Mugello und seinen Vorstellungen in der Britischen F3-Meisterschaft beeindruckt war.

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30.10.: Jordan träumt vom Weltmeisterschaftstitel

Als Eddie Jordan nach 10 Jahren in niedrigeren Formel-Serien den Entschluss fasste in die Formel 1 einzusteigen, konnte noch niemand erahnen wie weit es Jordan Grand Prix, wie das Team heute offiziell heißt, in der Königsklasse bringen würde.

Ausgestattet mit dem unvermeidlichen Siegeswillen und der Gewissheit, dass man nicht schlechter als die anderen Teams sei, ging Jordan die erste Saison 1991 entschlossen an. Am Ende belegte man den beeidruckenden fünften Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft. 1992 und 1993 musste man sich zwar mit dem elften beziehungsweise zehnten Platz begnügen, doch ab 1994 ging es wieder vorwärts. 1998 folgte beim Regen-Rennen in Spa-Francorchamps/Belgien der erste Sieg eines Jordan-Piloten und man stieß in die Phalanx der besten vier Teams vor. Die Saison 1999 war bislang die erfolgreichste für das nahe der Rennstrecke Silverstone beheimatete Team. Durch die 61 WM-Punkte und den dritten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft, hinter Ferrari und McLaren, wurde man plötzlich in einem Satz mit den Top-Teams genannt und dem Team für die Saison 2000 viel zugetraut. Zahlreiche technische Defekte des EJ10, sowie einige Fahrfehler der eigenen Piloten und die bessere Konkurrenz, verdrängten das Team von Eddie Jordan jedoch auf den sechsten Platz bei den Konstrukteuren. In diesem Jahr reichte es mit 19 WM-Zählern zum fünften Platz. Allerdings hatte man der mit der Unterstützung großer Automobilkonzerne agierenden Konkurrenz nur wenig entgegen zu setzen.

Gegenüber der Zeitung 'The Times' verriet Eddie Jordan, dass er fest an den Gewinn der Weltmeisterschaft durch sein Team glaubt und diese Herausforderung der Antrieb im hart umkämpften Wettstreit sei.

"Wir haben in der Formel 4, der Formel 3, der Formel 3000, eben allen diesen Meisterschaftsserien, gewonnen, und wir haben in der Formel 1 schon Rennen gewonnen, aber es fehlt noch der Weltmeisterschaftstitel. Ich möchte unbedingt die Weltmeisterschaft gewinnen und ich bin sicher, dass ich das auch werde", unterstrich der Nordire seinen nach wie vor starken Ehrgeiz.

Durch die Zusammenarbeit mit Motorenpartner Honda hofft Jordan dieses Ziel demnächst erreichen zu können. Die Japaner, die bislang 5 Fahrerweltmeister und 6 Konstrukteursweltmeister stellten, sollte man nicht unterschätzen, warnte der 53-Jährige unlängst.

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29.10.: Giancarlo Fisichella beginnt Arbeit bei Jordan

Arrivederci Benetton, welcome Jordan - für Giancarlo Fisichella begann vergangenen Donnerstag ein neuer Abschnitt seiner Formel-1-Laufbahn. Doch irgendwie schien sich bei seinem ersten Fabrikbesuch bei Jordan-Honda in Silverstone nur wieder ein Kreis zu schließen. Es war 1997, da absolvierte der Italiener im Team von Eddie Jordan seine erste volle Formel-1-Saison - als Teamkollege von Ralf Schumacher. "Ich bin sehr froh, wieder hier zurück zu sein", zeigte sich Fisichella gegenüber dem teameigenen 'J'-Magazin zufrieden.

In den vier Jahren seiner Abwesenheit bei Benetton hat sich in seinem Ex-Team einiges getan, das merkt man nicht nur an der Tatsache, dass die Gelben 1999 in der Konstrukteurs- und Fahrerwertung Dritter wurden: "Von Außen sieht die Fabrik immer noch gleich aus, aber Innen ist es klar deutlich größer geworden", fielen dem Römer sofort die Veränderungen ins Auge. "Es sind jetzt fast 100 Leute mehr hier als 1997. Ich kenne die meisten in der Fabrik von früher und es ist schön, sie wieder zu sehen."

Das erfolgreichste Jahr erlebte Jordan mit Heinz-Harald Frentzen, der erwiesenermaßen schnelle Giancarlo Fisichella soll dafür sorgen, dass Teamchef Eddie Jordan wieder jubeln darf. Während der Mönchengladbacher auf den Iren nach seiner Entlassung nicht mehr so gut zu sprechen ist, weiß Fisichella über Eddie Jordan Gutes zu berichten: "Ich bin mit Eddie sehr gut befreundet und war mit ihm zusammen schon in Urlaub und auf seinem Boot. Er ist ein lustiger Kerl und ich mag ihn sehr."

An die Saison 1997, die Fisichella mit 20 WM-Punkten als WM-Achter drei Plätze vor Ralf Schumacher beendete, der 13 Zähler einfuhr, hat der 27-Jährige gute Erinnerungen: "Das war eine gute Saison und ich war traurig, das Team zu verlassen, als ich zu Benetton gegangen bin. 1998 verfolgte ich immer, was Damon und Ralf im Auto machten und dachte mir dabei, dass ich dies sein könnte. Es ist definitiv schön, wieder zurück zu kehren."

Die Ziele sind für Fisichella nach fünf vollen Jahren in der Formel 1 klar: "Ich möchte vorne mitfahren und schneller als die Anderen sein. Ich bin jetzt fünf Mal Zweiter gewesen und vier Mal Dritter, jetzt möchte ich gewinnen. Manchmal denke ich viel über die Rennen nach, in denen ich so nah am Sieg dran war und dann mich entweder etwas am Auto oder ein eigener Fehler gestoppt hat. Aber ich versuche, nicht all zu viel daran zu denken. Ich fühle mich sehr positiv und es ist mein Ziel, ein Rennen zu gewinnen - hoffentlich nicht nur eines."

Als neuen Teamkollegen erhält Fisichella den hoch eingeschätzten Takuma Sato. Der Japaner kommt mit dem Formel-3-Titel in der Tasche in das Team: "Ich habe ihn noch nicht getroffen, aber gehört, dass er sehr schnell in der Formel 3 und beim Testen war. Es wird Teil meines Jobs sein, ihm in seiner ersten Formel-1-Saison zu helfen, aber am Ende des Tages fahre ich gegen ihn so hart wie gegen jeden anderen auch. Ich war bisher immer schneller als mein Teamkollege. Hoffentlich werde ich das dieses Mal also auch sein!"

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28.10.: Honda gesteht Enttäuschung über Saison 2001 ein

Kazutoshi Nishizawa, der Technische Direktor von Honda Racing Development, hat sich in den japanischen Medien über die insgesamt hinter den Erwartungen zurückgebliebene enttäuschende Saison 2001 und den nicht viel besseren "Heim-Grand Prix" in Suzuka vor zwei Wochen geäußert.

Nachdem sich die Verantwortlichen von Honda und den Teams British American Racing und Jordan Grand Prix bereits in Malaysia zu einer Art "Krisengespräch" getroffen hatten, um die weitere Richtung für die Zukunft zu besprechen, hatte Honda sich entschlossen den im Vergleich zur Konkurrenz zu leistungsschwachen und konservativen RA001E-Motor nicht mehr großartig weiterzuentwickeln, sondern sich stattdessen auf den Nachfolger RA002E zu konzentrieren. So konnten sich die beiden Werksteams Hondas erst beim letzten Grand Prix der Saison über einen leistungsstärkeren Motor freuen, was sich aber in deren Leistung am Ende nicht sonderlich positiv bemerkbar machte.

Trotz des "Suzuka-Motors" lief´s in Japan nicht
So qualifizierte sich der beste Honda-Pilot, Jarno Trulli im Jordan EJ11, auf Platz 8 und hatte bereits einen Rückstand von anderthalb Sekunden auf die Pole Position-Zeit von Michael Schumacher. Jean Alesi kam auf Startplatz 11 und hatte bereits 1,9 Sekunden Rückstand, die BAR-Piloten Jacques Villeneuve und Olivier Panis lagen mit 2,6 beziehungsweise 3,2 Sekunden noch weiter hinten.

Im 53 Runden langen Rennen sah Jarno Trulli als Achter die Zielflagge. Villeneuve und Panis folgten auf den Plätzen 10 und 13; Jean Alesi schied wegen eines Unfalls frühzeitig aus.

"Als wir uns nicht so gut qualifizieren konnten wie ich das erwartet hatte, war mir klar, dass wir ein hartes Rennen haben würden. Auf einen Ausfall unserer Konkurrenten auf Grund Motorenschadens zu hoffen war auch zwecklos, denn zu diesem Zeitpunkt in der Saison sind alle Aggregate standfest. Aus diesem Grund war mir schon klar, dass wir uns nicht verbessern würden. Eigentlich hatte ich mindestens einen unserer Piloten innerhalb der Top 6 beim Qualifying erwartet", äußerte sich Nishizawa über die ursprünglichen Erwartungen beim Heimspiel ehrlich.

Der Japaner erklärte darüber hinaus, dass aber die Extra-Power des "Suzuka-Motors" trotzdem effektiv und hilfreich war, wenngleich man schlecht einschätzen könne inwiefern dies der Fall war. Enttäuscht gab der Technische Direktor von Honda Racing Development auch zu, dass die anderen Hersteller und Teams größere Fortschritte gemacht hatten als man selbst mit BAR und Jordan. "Als kleines Team kann man niemals aufholen, wenn man nicht in schnellerem Tempo als die Konkurrenz Fortschritte erzielt", so der 47-jährige Japaner, der den Vorwurf, dass man sich selbst nicht hart genug angestrengt habe, beinahe sprachlos abwies.

Motor für 2002 eine komplette Neuentwicklung
Allerdings war die Saison 2001 auch kein total schlechtes Jahr, denn mit Jacques Villeneuve stand in Barcelona und auf dem Hockenheimring immerhin zwei Mal ein Honda-Pilot auf dem Podium. Darüber hinaus nutzte man das Jahr, um Entwicklungsdaten für den RA002E zu sammeln.

Bislang hat der neue Motor, in welchen die Teams BAR und Jordan, sowie deren Fahrer und Honda selbst große Hoffnungen setzen, bereits auf dem Prüfstand überzeugende Ergebnisse abgeliefert. Seit dem Sommer dieses Jahres testet Honda schon den neuen Motor, welcher über einen Zylinderwinkel von 96 Grad verfügen soll. Genauso wie sich Olivier Panis beim Besuch bei Honda sehr positiv über den neuen Zehnzylinder äußerte, erklärte auch Nishizawa seine Zuversicht.

"Alleine schon beim Hinsehen kann man den Unterschied dieses komplett neuen Motors im Vergleich zu seinem Vorgänger erkennen", verriet der Japaner.

Der RAE002E soll vor allem flacher, kompakter und leichter sein und gleichzeitig mehr Leistung entfalten als das diesjährige Aggregat.

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28.10.: Jim Vale setzt sich zur Ruhe

Nach 10 Jahren des treuen Dienstes für das Jordan-Team hat sich der Rennteam-Manager Jim Vale zur Ruhe gesetzt. Zu seinem Abschied überreichte ihm Ian Phillips in Vertretung des gesamten Teams zusammen mit anderen langjährigen Teammitgliedern ein gerahmtes Foto, welches in Indianapolis dieses Jahr aufgenommen und von jedem Mitglied des Rennteams, sowie von Eddie Jordan, Jarno Trulli und Jean Alesi unterschrieben war. Darüber hinaus gab es ein Jordan-Lenkrad mit persönlichen Widmungen, Wünschen und Grüßen.

Begonnen hatte der heute 51-Jährige Vale seine Karriere 1978 als Mechaniker für die Toleman Gruppe in der Formel 2. Von 1981 bis 1989 war er dann beim Toleman/Benetton-Team der Nummer-1-Mechaniker, bevor er 1990 bei Nissan Motorsports Chefmechaniker wurde. Nach einem Kurzeinsatz von Januar bis Juli 1991 als Chefmechaniker des Arrows-Teams, ging der in Melbourne geborene Australier zu Jordan, wo er bis zum Ende seiner Karriere blieb und sich vom Nummer-1-Mechaniker des Testteams zum Rennteam-Manager hocharbeitete.

Beim Großen Preis von Japan hatte Vale seinen letzten Einsatz als Lollipop-Mann bei den Boxenstopps. Bevor er in seine Heimat Australien zurückflog, gab er der teameigenen Webseite folgendes Interview.

Frage: "Jim, 1991 bist du zu Jordan gekommen. Was war dort deine Rolle?"
Jim Vale: "Ich begann zunächst als Mechaniker, obwohl ich in jenem Jahr an keinem Rennen teilnahm, da ich dem Team bei der Konstruktion des Prototypen half, welcher in Vorbereitung auf den Yamaha-Motor für 1992 konstruiert wurde. Ich habe in der Saison mit Tim Edwards [heute als Testteam-Manager und für die technischen Angelegenheiten des Teams bei Jordan tätig, Anm. d. Red.] daran gearbeitet, den Yamaha-Motor in den Boliden vom Typ 191 zu verpflanzen. Nachdem die Saison dann vorbei war, begannen wir zu testen. 1992 arbeitete ich im Testteam. Ich nenne es jedenfalls so, wenngleich es sich mit einem heutigen Testteam nicht vergleichen lässt. Damals gab es nur zwei Mechaniker und einen Truckfahrer. Wir sind dann zusammen in Europa zu den Tests gereist und ab und zu bei den Grand Prix mal eingesprungen."

Frage: "Wann hast du mit dem Reisen zu den Rennen begonnen?"
Vale: "1993 und 1994, als ich Nummer-1-Mechaniker von Rubens Barrichello war, allerdings bin ich Ende des Jahres zurück nach Australien gegangen..."

Frage: "Aber du bist ja dann wieder zurück zu Jordan gekommen. Weshalb?"
Vale: "Der Team-Manager von Jordan fragte mich, ob ich als Chefmechaniker arbeiten wollte, und dies war genau die Position, über die wir vor meinem Abschied Gespräche geführt hatten. Damals war einfach aber das Timing nicht ideal gewesen. Deshalb ging ich nach Australien, wo ich sechs Monate lang als Chefmechaniker für ein australisches Tourenwagen-Team arbeitete und kehrte im Juni 1995 zu Jordan zurück. Dort arbeitete ich dann die restliche Saison als Chefmechaniker und 1996 und 1997 ebenfalls in dieser Position. Ende 1997 verließ dann der Team-Manager das Team und ich übernahm seine Aufgabe; 1998 wurde ich offiziell zum Team-Manager befördert. Seither habe ich die ganzen Logistik-Aufgaben für das Renn- und Testteam gemanagt."

Frage: "Etwas zu managen muss im Vergleich zur Arbeit an einem Autor etwas total anderes sein. Wie bist du mit dem Rollenwechsel klargekommen?"
Vale: "Nun ja, zu Beginn fand ich es etwas schwierig, denn ich wurde einfach ins kalte Wasser gestoßen und wusste kaum etwas über die Aufgaben eines Team-Managers. Hinzu kam, dass die Einarbeitungsphase auch ziemlich kurz ausfiel, aber es war eine großartige Herausforderung. Als Team-Manager hat man mit der mechanischen Seite des Teams nicht mehr viel zu tun, worüber ich aber nicht unglücklich war, denn ich hatte ja eine ganze Zeit als Mechaniker gearbeitet und wollte etwas Neues machen. Ich habe mir einfach mit der Zeit das notwendige Wissen angeeignet und als ein neuer Chefmechaniker berufen wurde, war es einfacher für mich, mich nur auf meine Rolle als Team-Manager zu konzentrieren."

Frage: "Irgendwelche speziellen Erinnerungen an deine Zeit bei Jordan?"
Vale: "Ich habe jede Menge Erinnerungen an die Dinge der letzten zehn Jahre. Zum Beispiel Barrichellos Fahrt in Donington 1993. Es war damals nass, dann trocken, dann wieder nass und wieder trocken. So ging es im gesamten Rennen und wir hatten eine Menge an Boxenstopps und Reifenwechsel zu bewältigen. Er ist ein fantastisches Rennen gefahren und lag die meiste Zeit über an zweiter oder dritter Position. Unglücklicherweise kam er nicht ins Ziel, aber das Rennen war trotzdem gut. 1994 gab es eigentlich nur tolle Momente, denn es war ein großartiges Jahr für uns. Lediglich Imola 1994 war ein Tiefpunkt, denn Rubens hatte einen schweren Unfall. 1997 habe ich die Zusammenarbeit mit Fisichella und Ralf genossen. Ich schätze Fisichella als einen sehr starken, talentierten Piloten ein. Er hatte damals ein außergewöhnliches Jahr. Es ist wirklich schade, dass ich nächstes Jahr nicht mehr da sein werde, um wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können."

Frage: "Wie steht es mit deinen Erinnerungen an das Team selbst?"
Vale: "Ich habe so viele gute Erinnerungen, wovon die meisten gar nicht in Worte zu fassen sind oder rekapituliert werden können. Da wären aber auch die tollen Saisonabschlusspartys und Weihnachtsfeiern mit dem Team, seinen Sponsoren und Motorenpartnern. Es ist kaum zu glauben, dass wir damals, als ich bei Jordan anfing, unsere Weihnachtsfeiern im Rezeptionsbereich der Fabrik abgehalten haben - damals war das Team noch so klein, dass der Platz dort ausreichte!"

Frage: "Jim, über die letzten 10 Jahre muss sich bei Jordan doch eine Menge verändert haben oder?"
Vale: "Oh ja, seit 1991 ist das Team enorm gewachsen und manchmal denke ich zurück an die alten guten Tage, und daran wie sich die Formel 1 und das Team seitdem verändert hat. Aber Jordan hat sich ein großes Zusammengehörigkeitsbewusstsein erhalten und wir kennen uns wirklich alle. Aber mit unserem Wachstum sind natürlich unsere Rollen spezieller geworden, es kamen neue Abteilungen hinzu und die Arbeit stieg, wohingegen die persönliche Seite abbaute. Vorher, als wir noch so wenige waren, konnten wir uns schnell in die Rolle des anderen hineinversetzen und mehrere Dinge gleichzeitig tun und jemanden anderem helfen..."

Frage: "An welche der Fahrer, mit denen du zusammengearbeitet hast, wirst du dich gerne erinnern und an welche weniger?"
Vale: "Rubens Barrichello war der letzte Rennfahrer mit dem ich eng zusammengearbeitet habe. Ich habe aber auch die Zeit als Giancarlo Fisichella und Ralf Schumacher im Team waren, und später dann Heinz-Harald Frentzen, genossen. Die Zusammenarbeit mit Stefano Modena war immer eine Herausforderung, aber manchmal auch sehr schwierig. Er war so abergläubisch und mit jeder Menge an Ritualen beschäftigt bei denen man ihn nicht stören durfte."

Frage: "Warum hörst du jetzt auf, und was wirst du nun machen?"
Vale: "Ich habe die letzten 10 Jahre wirklich genossen und großartige Erfahrungen gesammelt, aber mir schwebte immer vor eines Tages zurück nach Australien zu gehen. Das Job-Angebot, Team- und Fabrik-Manager eines australischen Tourenwagen-Teams zu sein, kam vollkommen plötzlich und überraschend für mich. Über die Jahre hinweg bin ich in der F1 ein wenig ausgelaugt, denn vor zehn Jahren vieles noch ganz anders. Ich hatte eine gute Zeit und ich habe lange genug gearbeitet und denke, dass es Zeit für einen Wechsel ist, sodass ich mich mehr dem Familienleben widmen kann."

Frage: "Was wirst du vermissen, wenn du gehst?"
Vale: "Also das Wetter ganz bestimmt nicht! Aber ganz eindeutig die vielen guten Freunde die ich hier in England über die letzten 20 Jahre hinweg gefunden habe. Ich werde die Formel 1 weiterhin verfolgen und früh morgens aufstehen, um mir die Rennen anzusehen. Aber ich werde das Reisen nicht vermissen, denn das werde ich mit den Tourenwagen auch haben, wenngleich nur hier in Australien."

Das Jordan-Team wird den 51-jährigen Australier auf jeden Fall vermissen. Denn nicht nur dass er sich in seinem Job immer um alle Dinge gekümmert hat, darüber hinaus hat er immer offen seine Meinung geäußert und seine Vorliebe für Eiscreme, welche aus der Zeit als seine Eltern ein Eis-Café besaßen herrührt, und seine regelmäßigen Besuche des Kühlschranks im Jordan-Motorhome an der Rennstrecke, werden den anderen sicher fehlen.

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27.10.: Jordan und Trulli kommentieren FIA-Entscheidung

Nachdem das Berufungsgericht der FIA entschieden hat, dass dem Jordan-Team auf Grund eines Verfahrensfehlers der vierte Platz von Jarno Trulli beim US-Grand-Prix wieder zugestanden werden muss, haben sich Teamchef Eddie Jordan und Jarno Trulli erfreut über diese Entscheidung geäußert.

Die drei Richter hatten entschieden, dass die Disqualifikation ungültig sei, weil bei der Anhörung des Jordan-Teams nach dem Formel-1-Rennen in Indianapolis ein Steward gefehlt hatte. Die Statuten schreiben jedoch die Anwesenheit aller Stewards vor.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ausgang unseres Einspruchs und erfreut, dass wir nun auf Platz 5 der Konstrukteure stehen", sagte Eddie Jordan.

"Ich bin glücklich darüber, dass man mir meinen vierten Platz, den ich in Indianapolis herausgefahren hatte, wieder zurückgegeben hat. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es ein Bestes Ergebnis in dieser Saison war und das Team und ich in diesem Jahr viel Pech hatten und dieses gute Ergebnis verdienten", freute sich Jarno Trulli sehr.

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27.10.: FIA hebt die Disqualifikation von Jarno Trulli auf

Das Berufungsgericht des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hat die Disqualifikation des italienischen Jordan-Piloten Jarno Trulli beim Großen Preis der USA wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben. Dies teilte die FIA am Samstag in Paris mit.

Bei der Anhörung des Jordan-Teams nach dem Formel-1-Rennen in Indianapolis hatte ein Steward gefehlt. Die Statuten schreiben aber die Anwesenheit aller Stewards vor.

Trulli, der disqualifiziert worden war, weil die Bodenplatte an seinem Jordan-Honda nicht dem Reglement entsprach, wurde nachträglich wieder als Vierter in die Wertung genommen. Trulli ist mit zwölf Punkten nun WM-Neunter, Jordan-Honda überholte in der Konstrukteurswertung doch noch den Erzrivalen BAR-Honda und ist nun Fünfter.

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25.10.: Ergebnis der Jordan-Berufung mit Verspätung

Am morgigen Freitag wird beim Berufungsgericht des Motorsportweltverbandes FIA die Anhörung zum "Fall Trulli" stattfinden. Die technischen Kommissare hatten bei der Untersuchung der Autos nach dem vorletzten Saisonrennen in Indianapolis festgestellt, dass der Jordan von Jarno Trulli nicht dem Reglement entsprach.

Da die Bodenplatte im Heckbereich gemäß Artikel 3.13.1 (d) des Technischen Reglements zu stark abgeschliffen war, nahmen die Rennkommissare den Wagen aus der Wertung und disqualifizierten den Viertplazierten Jarno Trulli. Das früher aus Holz und jetzt aus Kunststoff bestehende Material darf zwischen zehn und neun Millimeter dick sein. Bei Trulli lag der Wert jedoch um 1,5 Millimeter unter der geforderten Mindestdicke.

Damit rückten alle Fahrer ab Platz fünf einen Rang weiter nach vorne, was Auswirkungen auf den WM-Stand hatte. Nach dem Abzug der drei Punkte von Jarno Trulli und dem Punktgewinn durch Jean Alesi hat Jordan-Honda 17 Punkte auf dem Konto und ist damit punktgleich mit Erzrivale BAR-Honda Fünfter in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Wegen schlechterer Platzierungen liegt Jordan hinter BAR, was sich nach einem erfolgreichen Einspruch gegen die Disqualifikation ändern könnte.

Nachdem das Team von Eddie Jordan wenige Stunden nach der Entscheidung Klage beim Berufungsgericht des Internationalen Automobil-Verbandes FIA in Paris eingelegt hatte, gab das Team von Eddie Jordan nun bekannt, dass frühestens am kommenden Montag mit der Bekanntgabe des Urteils zu rechnen ist. Vermutlich resultierte der extrem hohe Abrieb durch den Verlust von zwei Sicherheitsschrauben, mit der die Kunststoff-Platte am Unterboden befestigt ist, hieß es im Report der Kommission. Dem dadurch tiefer liegenden Auto bringt das aerodynamische Vorteile.

Wegen des gleichen "Vergehens" war Michael Schumacher 1994 in Spa der Sieg aberkannt worden. Er war bei einem Dreher über die Randsteine gerutscht und hatte sich zu tiefe Riefen in die Bodenplatte geritzt, die zur Eliminierung führten. Auch er bemühte ohne Erfolg Juristen. Die Aussicht auf Erfolg ist sowieso gering: In 98 Prozent aller Rechtsfälle verwarf das Gericht die Berufung oder aber verhängte eine noch härte Strafe.

Insider rechnen damit, dass Jordan versuchen wird, mit dem Argument den Einspruch zu gewinnen, dass das Auto von Jarno Trulli durch einen Zusammenstoß mit Sauber-Pilot Kimi Räikkönen zu Rennbeginn Schaden genommen hat, so dass die Halterungen sich lösten. Des Weiteren soll es angeblich bei der formellen Unterschriftenvergabe innerhalb der Rennleitung Unregelmäßigkeiten gegeben haben.

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25.10.: Testtermine Januar/Februar


Januar 9/10/11 Barcelona
  15/16/17 Valencia
  22/23/24 Silverstone
  29/30/31 Barcelona
Februar 1 Barcelona
  5/6/7/8/9/10/11 Valencia
  18/19/20 Silverstone


25.10.: 17 Formel-1-Weltmeister unter dem Hammer

Nachdem sich Eddie Jordan bereits letzte Woche als Schirmherr beim zu Gunsten der CLIC veranstalteten Wohltätigkeitsgolfturnier über Spenden in Höhe von 194.000 DM freuen konnte, kamen gestern bei Christie´s weitere Memorabilien von Personen der Königsklasse zum guten Zweck für die von Jordans Ehefrau Marie gestartete "Home from Home"-Initiative unter den Hammer.

So wurden zum Beispiel signierte Autogrammkarten von allen noch lebenden 17 Formel-1-Weltmeistern versteigert, welche anschließend zusammengefasst und gerahmt wurden. Ein in der Mitte des Rahmens platziertes Bild von Jean Alesi, welches den Franzosen in seinem Jordan-Honda EJ11 zeigt, wird vom 37-Jährigen ebenfalls noch unterzeichnet werden. Für 5.000 britische Pfund fand diese einmalige Sammlung einen neuen Liebhaber.

Michael Douglas, ein Freund Eddie Jordans der in diesem Jahr auch live vor Ort in der Boxengasse war und dem Geschehen auf der Rennstrecke zusah, überraschte durch einen Spontan-Auftritt und ersteigerte für ein signiertes Selbstporträt von Phil Collins 1.000 Pfund. Das von Douglas Ehefrau Catherine Zeta Douglas im Film "Traffic" getragene T-Shirt wurde von einer Frau für 3.000 Pfund ersteigert und als Douglas ihr einen Kuss auf der Wange anbot, legte die Dame noch einmal 1.000 Pfund zusätzlich drauf.

Eddie Jordan selbst ließ seine Harley-Davidson unter den Hammer kommen. Weitere Auktionsgegenstände waren ein schwarzer, diamantener von Sir Elton John getragener Anzug, drei Outfits von der Band The Corrs, sowie eine aus einer Limited Edition stammende Gitarre von den Bee Gees und Jemma Kidd’s Schmink-Tasche mit luxuriösem Inhalt.

Insgesamt kamen bei der Auktion 120.000 britische Pfund zusammen, was rund 375.000 deutsche Mark entspricht.

Eddie und Marie Jordans Tochter Miki spielte am gestrigen Abend ebenfalls eine Hauptrolle, in dem sie viele der Kleidungsstücke vorführte und die Einzelstücke präsentierte.

Eddie Jordans Ehefrau Marie leitet die Londoner "Home from Home"-Initiative, welche offiziell am selben Abend gestartet wurde. Ziel ist es, eine Million britische Pfund durch eine Vielzahl an Wohltätigkeitsveranstaltungen zusammenzubekommen. Mit den Erlösen und Spenden sollen die Einrichtungen des Middlesex Krankenhauses verbessert werden, sodass die Familien der an Krebs und/oder Leukämie erkrankten Kinder und Jugendlichen sich direkt vor Ort um ihre Angehörigen kümmern können und so der Heilungsprozess beschleunigt wird.

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25.10.: Jordan ist doch besser als BAR…

Am kommenden Samstag wird sich in Paris entscheiden, ob Jarno Trulli seinen vierten Platz aus Indianapolis zurückerhält oder nicht. Dann wird endgültig Klarheit herrschen, ob BAR-Honda den fünften Platz in der Konstrukteurswertung behalten kann, oder ob man ihn doch noch an den Erzrivalen Jordan-Honda abgeben muss.

Sportlich gesehen gelang den Gelben zumindest auf dem Rasen ein Sieg gegen die Gruppe von Teamchef Craig Pollock. Bei einem Fußballturnier, das sieben verschiedene Mannschaften aus dem Formel-1-Umfeld unter sich austrugen, konnte Jordan-Honda sein Spiel gegen BAR-Honda mit 1:0 gewinnen, ging ansonsten aber mit drei Niederlagen sang- und klanglos unter.

Der Konkurrenz stellten sich übrigens Mannschaften von McLaren, Williams, Benetton, Jaguar, Ilmor, Cosworth und dem Formula One Management. Gewonnen wurde das Turnier von Atheltico Milton Keyes, die in der letzten Minute eingeschrieben wurden, um zwei Formel-1-Teams zu ersetzen, die ebenfalls in letzter Minute ihre Teilnahme abgesagt hatten. Organisiert wurde das Spiel von Jaguar Racing.

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22.10.: Gallagher: Keine schnelle Rezession in der F1

Nachdem sich in den letzten Wochen und Tagen verstärkt Stimmen aus dem Lager der Teamchefs mehrten, welche von einer möglichen Rezession in der Königsklasse Formel 1 sprachen, hat sich nun Mark Gallagher, der bei Jordan als Chef der Marketingabteilung arbeitet, mit einer gegenteiligen Meldung zu Wort gemeldet.

"Die meisten Leute in den Industrienationen sind gegenwärtig besorgt wegen der Probleme die nach den terroristischen Anschlägen auf Amerika zu Tage getreten sind. Die täglichen Meldungen der Zeitungen, wo von einem geschwächten Weltmarkt gesprochen wird und die Probleme der Flug- und Tourismus-Industrie behandelt werden, tragen dazu bei. Aber wir sollten uns daran erinnern, dass die Weltwirtschaft nicht über Nacht zum Stillstand gebracht wird. Wir in der Formel 1 profitieren von der Zusammenarbeit mit mehreren hundert international tätigen Unternehmen und die meisten davon sind mittels langfristiger Sponsoring-Verträge und technologischer Abkommen gebunden", versucht Gallagher Argumente für seine These, dass die Formel 1 im Gegensatz zur Meinung vieler Teamchefs gar nicht so sehr betroffen ist, anzuführen.

Gegenüber den englischen Medien erklärte der Jordan-Angestellte weiter, dass die Formel 1 auf Grund ihrer globalen Aktivitäten auch aus beinahe jedem Industriesektor neue Partner gewinnen kann, sollte es denn nötig sein. Einen Beweis, dass die Königsklasse schon einmal eine das Weltgeschehen beeinflussende Situation überstand, sieht Gallagher darin, dass man in den 90er-Jahren zu Zeiten des Golfkrieges ebenfalls überlebte. "1991 gab es noch 18 Teams, heute sind es wesentlich weniger, was bedeutet, dass es weniger Konkurrenz bei der Suche nach Sponsoren gibt. Darüber hinaus werden durch die TV-Einnahmen auch gewisse Einkünfte garantiert. Vielleicht ziehen einige große Firmen den Gürtel etwas enger in diesen Zeiten, jedoch kann es sich niemand leisten das Potenzial, welches die Formel 1 bietet, aufzugeben, denn aus Marketingsicht tragen wir dazu bei ihre Waren an den Mann und die Frau zu bringen", verriet Gallagher eine weitere Tatsache und einen weiteren Standpunkt sinngemäß.

Ferrari-Direktor Jean Todt hatte zuletzt erklärt, dass die Scuderia Ferrari mittelfristig keine Auswirkungen durch die jetzige Welt-Krise auf ihre eigene Situation erwartet, denn man habe viele Partnerschaften mit Firmen die schon einige Jahre zurückreichen und baue auch weiterhin auf diese langfristigen Kooperationen. Der jüngst wieder gewählte FIA-Präsident Max Mosley äußerte sich ähnlich.

Aktuellen Meldungen zufolge gilt aber als bestätigt, dass BMW-Williams-Sponsor Nortel Networks auf Grund eines drastisch eingebrochenen Börsenkurses aufgeben muss. Firmen wie Infineon und Siemens Mobile (Sponsor bei Jordan-Honda respektive McLaren-Mercedes), erklärten zuletzt, dass man gegenwärtig nicht über eine Beendigung seines Engagements nachdenke. Benetton-Sponsor Marconi teilte mit, dass man auf Grund der veränderten Situation ganz genau überprüfen werde ob und wenn inwiefern man sich die Formel 1 noch leisten kann.

Viel eher als durch die nach den Anschlägen auf Amerika eingetretene Situation könnten den Teams aber die durch das "Wettrüsten" explodierenden Kosten für die Testfahrten und ein zusätzliches Test-Team den Garaus machen. "Das Problem sind die eskalierenden Kosten, welche den kleineren, nicht so erfolgreichen und nicht so finanziell starken Teams Probleme bereiten. Wir sollten uns alle Fragen, was wir tun können, damit die Kosten reduziert werden. Wenn es tatsächlich so weit kommt, dass wir auf Grund der ökonomischen Situation alle Kostenbereiche genau überprüfen und den Rotstift ansetzen müssen, erst dann werden wir von den Auswirkungen wirklich betroffen sein", so Jordans Mark Gallagher abschließend.

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22.10.: Team Jordan unermüdlich bei der Arbeit

Die Saison 2001 war lang, besonders lang aber war sie für alle Angestellten des Jordan-Teams. Angefangen bei der Putzfrau im Headquarter des Teams, über die Mechaniker, Ingenieure bis hin zu den Verantwortungsträgern und Fahrern. Dieses Jahr, so viel ist sicher, hatte das Team von Eddie Jordan auf Grund der vielen kleinen technischen Probleme wegen eine Menge "Zusatzarbeit" zu bewältigen. Nebenbei galt es im Wettkampf auf der Rennstrecke mit den anderen Teams zu bestehen. Dies gelang zuweilen ganz gut. Davon zeugen insgesamt 17 geholte WM-Punkte und dass die Saison für das Team ungewöhnlich war, davon zeugt auch die Tatsache, dass man insgesamt vier Piloten im Renneinsatz hatte. Vorbei ist die Arbeit für den Rennstall aber bislang noch nicht, denn am 26. Oktober steht nun die Anhörung vor dem Berufungsgericht der FIA an. Dort wird über den Einspruch den das Team gegen die Disqualifikation von Jarno Trulli beim US-Grand-Prix einlegte entschieden.

Sportlich gesehen war die diesjährige Saison aber keine Glanzleistung. Gerade einmal zwei vierte Plätze als bestes Ergebnis bei einem Grand Prix (Trullis vierten Platz beim US-Grand-Prix auf Grund des schwebenden Verfahrens außen vor gelassen) sprangen heraus. In Zahl zweier Disqualifikationen (Österreich und USA), etlicher Ausfälle und der plötzlichen Entlassung Heinz-Harald Frentzens, gab es auch negative Höhepunkte. Eine Steigerung vom Vorjahr zu diesem Jahr gelang dem Team zumindest in Hinsicht auf die erzielten besten Platzierungen und insgesamte Punkteanzahl jedenfalls nicht. Allerdings muss fairerweise auch hinzugefügt werden, dass der Wettkampf von Jahr zu Jahr härter wird.

Erst mit der Verpflichtung von Jean Alesi für die letzten fünf Rennen und der Bekanntgabe, dass man mit Takuma Sato auf einen jungen, japanischen Fahrer in Zukunft setzt, sowie der Verpflichtung von Giancarlo Fisichella, kam wieder ein wenig Licht in das Dunkel welches sich wie ein Schleier um das Team gelegt hatte. Sieht man die Publicity-trächtige Saison des Rennstalls allerdings nach der Devise: "Egal was die Leute reden, egal was geschrieben wird, ob positiv oder negativ, Hauptsache man bleibt im Gespräch", so war das Jahr für Eddie Jordan eines der erfolgreichsten.

Der Zeitung 'Irish Times' verriet der Ire jetzt, weshalb es zunächst für sein Team aber keine Winterpause gibt.

"Momentan gibt es keine Zeit bei uns, um etwas auszuruhen, denn jetzt steht die Verhandlung bezüglich der Disqualifikation an. Wir werden abwarten wie die Entscheidung ausfällt, insgesamt ist alles aber enttäuschend, weswegen wir uns so gut wie möglich auf das nächste Jahr vorbereiten wollen", deutet der Teamchef einen langen, arbeitsintensiven Winter an.

Im Allgemeinen war das Hauptproblem des EJ11 in diesem Jahr, dass man zwar in der Qualifikation durchaus schnell war, jedoch im Rennen von technischen Problemen (hauptsächlich Getriebe und Elektronik) gebeutelt wurde und eine die Hinterräder geradezu "auffressende" Hinterachse beinahe jeglichen Vorteil durch eine gute Startposition zunichte machte. 2002 soll das nicht erneut passieren. Längst hat auch Eddie Jordan herausgefunden, dass wann immer Top-Teams wie Ferrari das Zauberwort "Kontinuität" in den Mund nehmen, es sich mehr um hohle Wortphrasen handelt. Den Beweis dafür lieferte er mit der langjährigen Bindung der für die kommenden Jahre verpflichteten Fahrer. Giancarlo Fisichella unterschrieb für drei Jahre und Takuma Sato für zunächst zwei Saisons mit der Option auf eine Verlängerung um weitere zwei Jahre. Aber nicht nur die Fahrer sind am Ende ausschlaggebend, sondern auch das Team dahinter und dort hatte der Rennstall in den letzten Jahren einige herbe Verluste zu verzeichnen. Ob und wie es Jordan gelingt in der jetzigen Phase des Wiederaufbaus eine gesunde Ausgangsbasis für die Zukunft zu schaffen, denn den Worten des Teamchefs nach "habe man bereits alles erreicht, lediglich der Gewinn der Konstrukteursweltmeisterschaft wurde bislang noch nicht geschafft", wird man frühestens mit Beginn der ersten Tests des neuen Autos im kommenden Jahr abschätzen können.

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22.10.: Jordan fordert faire Chance für Sato

Nachdem sich der Hype nach der Verpflichtung von Takuma Sato, dem Gewinner der britischen F3-Meisterschaft, etwas gelegt hat, hat sich Teamchef Eddie Jordan in den 'Motoring News' zu Wort gemeldet und vor einer zu hohen Erwartungshaltung seitens der Medien an den Japaner gewarnt.

"Takuma wird sicherlich viel besser vorbereitet sein als alle anderen Einsteiger, jedoch wissen wir alle wie schwer es in der Formel 1 für einen jungen Piloten sein kann. Wir könnten jetzt sagen, dass er der nächste Weltmeister wird, jedoch sollten wir ihm alle die Möglichkeit geben sich zu entwickeln. Wir haben ihn deshalb für zwei Jahre verpflichtet, denn in einer einzigen Saison kann man nicht viel ausrichten", verriet Jordan.

Sato hatte den Teamchef am meisten durch seine Performance beim Marlboro Masters im holländischen Zandvoort und zuletzt bei den Testfahrten die der Japaner damals für British American Racing bestritt beeindruckt.

Dass Sato der richtige Mann für Jordan ist, davon ist der Teamchef indes voll und ganz überzeugt: "Er verfügt über das, was unbedingt nötig ist - den Speed."

Dass junge Piloten es zuweilen in der Königsklasse nicht leicht haben, davon können Ralf Schumacher und Jenson Button, sowie einige andere ein Lied singen. Ist man nicht zur richtigen Zeit im richtigen Team oder wechselt nach einer starken Saisonleistung in ein schwächeres Team, so wird sofort die eigene Leistung in Frage gestellt. Noch schlimmer wird es wenn man im Team und von dessen Sponsoren auch noch unter Druck gesetzt wird. Zuweilen bemerkt manch Fahrer in dieser Situation wortwörtlich, was es mit dem Spruch "Die Formel 1 ist ein Haifischbecken", auf sich hat.

Mit Giancarlo Fisichella wird der 24-Jährige Sato einen schnellen Teamkollegen an der Seite haben, gegen den er erst einmal bestehen muss. In diesem Jahr wies der Italiener seinen jungen Teamkollegen Jenson Button insgesamt 13 Mal in die Schranken. Jedoch muss der Fairness halber erwähnt werden, dass "Fisico" das Team bereits vier Jahre kannte und Button seine erste Saison im Team und seine zweite Formel-1-Saison insgesamt dort bestritt.

Zwar kennt Fisichella das Jordan-Team noch von 1997, jedoch wird für ihn genauso wie für Sato vieles neu sein.

Sato selbst weiß, dass er in erster Linie an seinem Teamkollegen gemessen und erst in zweiter Hinsicht anhand seiner Leistungen bewertet werden wird und verriet selbstbewusst: "Giancarlo ist schnell und sehr stark. Ich sage nicht, dass ich sofort mit ihm auf einem Leistungslevel sein werde, jedoch werde ich versuchen so schnell wie möglich auf ihn aufzuschließen und hoffentlich einiges von ihm lernen können."

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14.10.: Alesi mit Ausfall, Trulli Achter

Für Jean Alesi endete der 201. Grand Prix bereits nach nur 5 Runden. Der Franco-Sizilianer war gerade dabei Saubers Kimi Räikkönen zu jagen, als dieser in einer Kurve die Kontrolle über seinen Boliden verlor und sich auf der Strecke drehte. Alesi konnte dem C20 des Finnen dann nicht mehr ausweichen und krachte in den Sauber-Piloten und flog zusammen mit Räikkönen von der Strecke.

"Es ist traurig, dass ich meine Karriere auf diese Art und Weise beenden muss, aber so ist nun einmal der Motorsport und ich muss diese Situation akzeptieren", erklärte ein enttäuschter Jean Alesi nach seinem Ausfall. "Sowohl Kimi als auch ich hatten viel Glück, denn wir haben den Unfall ohne Verletzungen überstanden und ich bin erleichtert ihn nicht verletzt zu haben, denn er drehte sich direkt vor mir und ich konnte die Kollision nicht mehr verhindern. Es gibt so viele Personen denen ich danke sagen würde wollen, einfach zu viele. Ich denke, dass sie alle wissen wer gemeint ist und ich werde alle wieder sehen. Ein besonderes Dankeschön geht an Eddie und das Jordan-Team. Wir hatten in den letzten Rennen eine Menge Spaß zusammen."

Jarno Trulli beendete sein letztes Rennen für das Jordan-Team auf Platz acht. Damit ist in Bezug auf die Berufungsverhandlung, in der über die Disqualifikation des Italieners in Indianapolis entschieden wird, zumindest klar, dass Jordan Sauber den vierten Platz der Konstrukteure nicht mehr streitig machen kann.

"Ich wollte vor meinem Abschied vom Team wirklich noch einmal hier Punkte holen, denn das hätten wir verdient gehabt", sagte Trulli unmittelbar nach dem Rennen und erklärte weiter: "Es war heute ein schwieriges Rennen in dem wir nicht konkurrenzfähig genug gewesen sind. Ich konnte einfach nicht schneller fahren und ehrlich gesagt weiß ich nicht, weshalb wir so langsam waren. Ich bin wirklich enttäuscht die Saison so beenden zu müssen, jedoch habe ich aus meinen insgesamt zwei Saisons bei Jordan auch gute Erinnerungen. Diese beiden Jahre sind ein wichtiger Schritt in meiner Karriere gewesen und ich möchte meinen Mechanikern, Ingenieuren und all meinen Freunden im Team danke sagen."

Teamchef Eddie Jordan teilte mit: "Heute gibt es eigentlich kaum etwas zu sagen. Ich finde es für Jean schade seine Karriere so wie gesehen zu beenden. Er ist aber trotzdem sehr philosophisch und hat dieses Wochenende sehr genossen. Jarno hätte eine bessere Saison mit uns verdient - er hatte wirklich viel Pech in diesem Jahr."

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Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
1. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1h27:33.298 2
2. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin +0:03.154 2
3. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone +0:23.262 2
4. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone +0:35.539 2
5. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone +0:36.544 2
6. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin +0:37.122 2
7. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin +1:37.102 2
8. 11 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1 Runde 2
9. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1 Runde 2
10. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1 Runde 2
11. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1 Runde 2
12. 22 Heinz-Harald Frentzen Prost-Acer Michelin 1 Runde 3
13. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 2 Runden 2
14. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 2 Runden 3
15. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 2 Runden 3
16. 20 Alex Yoong European-Minardi Michelin 3 Runden 2

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps  
17. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 6 Runden 2 --
18. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 8 Runden 3 --
19. 23 Tomas Enge Prost-Acer Michelin 11 Runden 5 --
20. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 29 Runden 0 --
21. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 48 Runden 0 Unfall
22. 12 Jean Alesi Jordan-Honda Bridgestone 48 Runden 0 Unfall


13.10.: Startplatz 8 und 11 für Trulli und Alesi

In der Qualifikation zum Großen Preis von Japan drehte Jordan-Pilot Jarno Trulli in 1:34.002 Minuten die achtschnellste Rundenzeit und wird damit morgen aus der vierten Startreihe ins Rennen gehen. Jean Alesi qualifizierte sich für die Teilnahme an seinem letzten Formel-1-Rennen mit einer Rundenzeit von 1:34.420 Minuten und startet als Elfter. Anbetrachts der langen Runden und guten Überholmöglichkeiten auf dem Suzuka-Circuit, sowie den von Platz 10 und 12 startenden Sauber-Piloten Heidfeld und Räikkönen, liegt für das Jordan-Team mit einer guten Leistung und etwas Glück vielleicht Platz vier der Konstrukteure in Reichweite.

Jarno Trulli: "Das heutige Ergebnis ist ein wenig enttäuschend, denn das Auto fühlt sich gut an und wenn ich auf meiner schnellsten Runde, beim zweiten Versuch, nicht aufgehalten worden wäre, so hätte ich Startplatz 6 erreicht. Leider war dem nicht so und ich verlor im zweiten Sektor Zeit. Anschließend konnte ich mich bei den nächsten beiden Versuchen nicht mehr verbessern. Aber trotzdem ist es auch kein schlechtes Resultat, denn ich fühle, dass ich das Beste aus dem Auto geholt habe. Ich glaube, dass Jean auf der Strecke Spaß hatte. Am Ende des Qualifyings kam er zu mir und umarmte mich. Er und ich hatten in den letzten Rennen viel Spaß miteinander und wir alle werden ihn vermissen."

Jean Alesi: "Ich habe heute den ganzen Tag das Fahren auf der Strecke genossen, wenngleich ich mich in meinem letzten Qualifying gerne weiter vorne qualifiziert hätte. Startplatz 11 ist kein so gutes Ergebnis für das Team. Ich fühle aber, dass ich das Beste aus dem Auto herausgeholt habe. Die 1:34.4er Zeitmarke konnte ich jedoch nicht knacken, auch wenn ich und mein Renningenieur David Brown hart dafür arbeiteten. Probleme gab es heute keine und ich genoss die Session sehr. Ich freue mich nun auf das morgige Rennen und zwar, ganz klar, etwas mehr als sonst."

Trevor Foster, Managing Direktor: "Wir hatten auf ein klein wenig bessere Startpositionen gehofft. Aber wir sind auch nicht Millionen Meilen von den erwarteten Startplätzen entfernt. Ich denke, Jarno hatte etwas Pech es nicht auf P6 geschafft zu haben. Am Ende konnte er seine besten Sektorenzeiten einfach nicht zu einer guten Runde zusammenbekommen. Die Session verlief problemlos und es war schön zu sehen, dass Jean selbst Spaß hatte."

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Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1:32.484 228.260 km/h 9
2. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 1:33.184 +0:00.700 12
3. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 1:33.297 +0:00.813 12
4. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 1:33.323 +0:00.839 11
5. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 1:33.662 +0:01.178 11
6. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1:33.830 +0:01.346 11
7. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 1:33.916 +0:01.432 11
8. 11 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:34.002 +0:01.518 12
9. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1:34.375 +0:01.891 12
10. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:34.386 +0:01.902 12
11. 12 Jean Alesi Jordan-Honda Bridgestone 1:34.420 +0:01.936 12
12. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:34.581 +0:02.097 11
13. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1:34.851 +0:02.367 11
14. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1:35.109 +0:02.625 12
15. 22 Heinz-Harald Frentzen Prost-Acer Michelin 1:35.132 +0:02.648 11
16. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:35.639 +0:03.155 12
17. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1:35.766 +0:03.282 12
18. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1:36.410 +0:03.926 11
19. 23 Tomas Enge Prost-Acer Michelin 1:36.446 +0:03.962 10
20. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1:36.885 +0:04.401 12
21. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1:36.973 +0:04.489 11
22. 20 Alex Yoong European-Minardi Michelin 1:38.246 +0:05.762 11


12.10.: Alesi Schnellster, Trulli Elfter

Für das Jordan-Team begann der Freitag im japanischen Suzuka gut. Jean Alesi fuhr bereits in der ersten Trainingsstunde auf Platz 5 und steigerte sich dann in der zweiten Trainingsstunde und fuhr schließlich die Tagesbestzeit in 1:35.454 Minuten. Allerdings ist anzunehmen, dass der Franco-Sizilianers schon mit weniger Benzin an Bord als die Konkurrenz übte. Typisch Alesi, drehte sich der Formel-1-Veteran kurz vor Schluss noch einmal auf der Strecke, was den Mechanikern in der Box ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Teamkollege Jarno Trulli belegte nach den beiden Freien Trainings den 11. Platz. Der Italiener fuhr seine persönlich beste Runde in 1:37.645 Minuten, was am Ende des Tages rund 2 Sekunden langsamer war als die Alesi-Zeit.

"Es könnte kein besser letzter Freitag für mich heute gewesen sein", erklärte ein sichtlich zufriedener Jean Alesi. "Ich genoss das Training sehr. Das Auto war von heute Morgen an gut ausbalanciert und mit meinem Renningenieur haben wir eine gute Performance ermöglicht, sodass das Auto gut zu fahren war."

"Es war eine gutes Training ohne zu viele Probleme", sagte Jarno Trulli. "Wir haben an der Rennabstimmung gearbeitet und ich muss sagen, dass mein Bolide ziemlich gut auf der Strecke liegt. Ich bin für Samstag zuversichtlich. Wir haben versucht das Heck des Autos zu verbessern und diesbezüglich hauptsächlich an der Traktion gearbeitet."

Tim Holloway, Chefingenieur: "Es war schön, Jean so gut und schnell unterwegs zu sehen. Er war in der gesamten Session konkurrenzfähig. Jarno hatte keinerlei Probleme. Wir sind mit den Bridgestone-Reifen zufrieden und wissen bereits für welchen Reifen wir uns entscheiden werden. Heute haben wir uns auf die Vorbereitung des Rennens und die Performance der Reifen konzentriert."

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11.10.: Pressekonferenz mit Jean Alesi

Q: Jean, 200 Rennen auf dem Buckel, aber jetzt wirst du zurücktreten. Stimmt das?

Jean Alesi: Ja, es stimmt. Ich werde die Saison beenden und dann etwas anderes machen. Im Moment kann ich noch nicht genau sagen, was es sein wird. Ich rede sehr intensiv mit Eddie Jordan. Wir haben gemeinsame Pläne. Der Zeitpunkt ist gekommen, auch wenn es um das geht, was mir in meinem Leben am meisten bedeutet. Das ist der Motorsport. Mich persönlich freut es, dass für Honda ein Japaner kommen wird, der in der britischen Formel 3 gewonnen hat.

Q: Aber du hast doch noch den Willen, den Einsatz und die Motivation...

JA: Ja. Wenn man etwas liebt, denkt man nicht darüber nach, es zu beenden, aber man muss realistisch bleiben. Es gibt einen Anfang und es gibt ein Ende. Sonntag Abend wird das Ende für mich als Fahrer in der Formel 1 sein. Ich habe so viel zu sagen, aber in so kurzer Zeit ist das nicht leicht. In einem Satz muss ich betonen, dass ich alles geliebt habe, die Leute, mit denen ich gearbeitet habe, die guten Zeiten, die schlechten Zeiten. Es kann nicht immer alles klappen, dann wäre das Leben ja nicht interessant. Das Fahren an sich war aufregend. Manchmal war ich sehr traurig und ich denke noch immer an die Kollegen, die ich verloren habe - Ratzenberger und Senna 1994 in Imola. Aber es war eine aufregende Zeit.

Q: Wirst du nie wieder fahren? Es heißt, dass du Kontakte in die CART-Serie hast.

JA: Ich werde nicht zuhause bleiben, auch wenn ich Kumiko und meine Kinder liebe. Ich werde etwas unternehmen. Am Sonntag haben wir mit Jordan entschieden, aber seither hatte ich zu wenig Zeit, um für die Zukunft alles zu regeln.

Q: Jean, alle sind sehr traurig, dass du gehst. Wenn du noch einmal die Wahl hättest - würdest du 1991 zu Williams gehen oder überwog das Gefühl, einmal bei Ferrari gefahren zu sein?

JA: Als ich begonnen habe, dachte ich über solche Dinge gar nicht nach. Man arbeitet hart, um zu gewinnen. Ich habe in der Formel 3 gewonnen und dann in der Formel 3000 und dann gab es einige Möglichkeiten. Es ist wie ein Spiel. Als ich für Ferrari unterschrieben habe, hätten sie Weltmeister werden können. Es ist wie im Lotto und ich habe vielleicht nicht die richtigen Zahlen angekreuzt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich für jedes Team bis zum letzten Rennen alles gegeben habe, solange ich fair behandelt wurde und einen fairen Vertrag hatte.

Q: Jean, was waren deine besten und schlechtesten Momente in der Formel 1?

JA: Der schönste Tag war, als ich für Ferrari unterschrieben habe, der schlechteste, als ich nach dem Tod von Senna und Ratzenberger Interviews geben musste.

Q: Jean, denkst du über CART nach und was sagen die anderen beiden Piloten zu Jean?

JA: Wie gesagt, ich habe es von Jordan erst am Sonntag erfahren, aber ich schließe gar nichts aus. Ich warte einfach ab, was passiert, was interessant sein könnte. Ich will gar nichts sagen, denn dann kommt möglicherweise ein Blödsinn heraus. Mich stört nichts, solange das Ding Räder hat und ein Lenkrad.

RB: Ich sage das nicht, weil er neben mir sitzt, aber Jean ist ein sehr fairer Pilot. Er ist ein netter Kerl auf der Strecke. Ich habe eine schöne Erinnerung an seinen ersten Sieg in Montreal 1995, denn ich war damals Zweiter und es war ein schönes Podium.

DC: Als Jean vorhin geredet hat, fühlte ich mich irgendwie merkwürdig. Am liebsten würde man das Rad der Zeit zurückdrehen, denn er ist ein Großer, mit viel Leidenschaft. Er war immer voll bei der Sache. Zweifellos ist er auch ein einzigartiger Charakter. Ein großer Verlust für den Sport. Ich erinnere mich noch daran, wie er einmal zu mir kam und sagte, dass ich der am wenigsten korrekte Fahrer bin, gegen den er je gefahren ist. Vielleicht war ich das, kann schon sein. In Imola 1995 hatten wir einen guten Fight. Rubens hat absolut recht, wenn er sagt, dass Jean ein sehr fairer Fahrer ist. Davon könnten sich ein paar der jüngeren Piloten eine Scheibe abschneiden. Wir sind alle sehr traurig, dass er aufhört.

Q: Jean, warum hörst du eigentlich auf? Fühlst du dich nicht mehr wohl oder sind es nur die Umstände?

JA: Die Formel 1 verändert sich, was hart zu akzeptieren ist, besonders, wenn man sie liebt. Nach 200 Rennen weiß ich, wie sich alles ändert und ich weiß auch, dass ich es beenden muss. Manchmal geht es nicht nur um die Fähigkeit in diesem Geschäft, aber man würde sich vielleicht blamieren, wenn man zu lange dabei sein würde. Ich werde bis Sonntag jedenfalls alles geben, was ich geben kann. Ich bin nicht mehr der Jüngste, aber ich werde noch einmal fahren wie damals, 1989. Der Zeitpunkt ist gekommen.

Q: Wann hast du dich entschieden?

JA: Als ich zu Jordan kam, war mir klar, dass es sein kann, 2002 kein Cockpit zu bekommen, aber ich ging das Risiko ein, weil es eine gute Möglichkeit war, um meine Karriere positiv zu beenden und das ist auch eingetreten. In diesen vier Rennen hatte ich ein sehr gutes Gefühl beim Team und es hat Spaß gemacht, diese Resultate mit ihnen zu teilen.

Q: Was wird dir am meisten fehlen?

JA: Weil es meine letzte Pressekonferenz ist, werde ich alles sagen. Es gibt keinen Job auf dieser Welt, wo alles nur gut ist, es gibt immer auch schlechte Seiten. Wenn man aber die Chance hat, in der Formel 1 zu fahren, dann ist es fantastisch. Es gibt viele Dinge, die man nicht mag, aber man kann damit umgehen lernen. Insgesamt war aber alles okay, eine gute Balance.

Q: Kannst du ein paar Leute nennen, die dir über die Jahre hinweg geholfen haben?

JA: Ich war sehr überrascht bei meinem ersten Rennen, denn damals, vor zwölf Jahren, war es noch sehr schwierig für junge Fahrer. Jetzt ist das anders, aber ich will gar keine Leute wie Eddie Jordan, Ken Tyrrell oder Frank Williams nennen, denn viele Leute haben mir nur 1000 Dollar gegeben und diese 1000 Dollar haben mir sehr geholfen, ob nun bei den Karts oder in der Formel 1 oder wo auch immer. Das ist so wichtig, wenn man in die Formel 1 kommen will.

Q: Glaubst du, dass dich jetzt die Leute noch mehr lieben werden?

JA: Es ist sehr wichtig, dass man die Fans genießt, wenn man den Sport ausübt. Wenn die Leute jetzt an mich denken, ist es eigentlich zu spät.

Q: Gab es unter all den Autos, die du gefahren bist, einen Lieblingswagen?

JA: Mein Tyrrell, also das erste Auto, war erstaunlich. Ich habe es sehr genossen, damit zu fahren, sogar vor kurzem in Goodwood noch.

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10.10.: Teamchef Eddie Jordan im großen Interview

Wie F1Total.com heute Morgen bereits ausführlich berichtete, hat das Jordan-Team den 24-jährigen Japaner Takuma Sato für zwei Rennsaisons mit einer Option auf weitere zwei Jahre unter Vertrag genommen. Eddie Jordan beschrieb dies als den längsten Vertrag den sein Team jemals mit einem Fahrer eingegangen ist. Sein erstes Outing im Jordan-Boliden erlebte Sato im Dezember letzten Jahres, jedoch stand er anschließend in den Diensten von British American Racing. Das Interesse an dem schnellen Mann aus dem Land der aufgehenden Sonne war aber nach wie vor bei Jordan vorhanden, sodass man den Verlauf der Motorsportkarriere Satos weiter aufmerksam verfolgte. Durch die Bestätigung Satos als zweiten Fahrer steht Jean Alesi nun ohne Cockpit für 2002 da. Der Franzose erklärte wenige Stunden nach der offiziellen Meldung von Jordan, dass er in Suzuka seinen letzten Grand Prix in der Königsklasse bestreiten wird. Eddie Jordan stand unterdessen zu einem exklusiven Interview über die Hintergründe zur Verpflichtung Satos Rede und Antwort. Darüber hinaus gab der charismatische Ire auch andere interessante Statements.

Frage: "Ist der Vertrag eine der größten Sachen die Ihrem Team in den letzten Jahren passiert ist?"
Eddie Jordan: "Es ist eine Art Coup. Wir mussten das aus einer Vielzahl an Gründen einfach machen, wobei der beste Grund natürlich der war, dass er [Takuma Sato, Anm. d. Red.] talentiert ist. Ich denke wirklich, dass er das ist."

Frage: "Wie kam das alles zwischen Ihnen und Satos Manager, Andrew Gilbert-Scott, ins Rollen?"
Jordan: "Nun, zuerst haben Ian [Phillips] und ich mit Andrew schon vor 18 Monaten, als er sein Manager wurde, miteinander gesprochen. Er testet ja immer noch für uns, fährt eine ganze Reihe Simulationen und testet das Aeropackage. Als wir dann Sato als Fahrer sahen, waren wir beeindruckt. Er gewann im Vorjahr ein paar F3-Rennen und als Ian und ich mit ihm sprachen, empfahlen wir ihm, dass er bloß nicht in die F3000 gehen sollte, sondern ein weiteres Jahr F3 fahren sollte. Es ist normalerweise immer ein gutes Zeichen, wenn die Neigung des Fahrers so ist, dass er vorankommen will. Man muss schon viel Vertrauen haben, wenn man einen Schritt zurück geht und die F3 dominiert, denn das ist nicht so einfach. Und er hat im Regen und im Trockenen, egal ob er vorne oder in der Mitte startete, dominiert. Darüber hinaus hat mich beeindruckt, dass er ruhig und cool war. Seine Vorstellung in Zandvoort war einfach mega. Er hat alle anderen in den Schatten gestellt und in die Schranken gewiesen."

Frage: "Aber nach seinem ersten Test hatte Jordan in 2001 keine Verwendung für ihn?"
Jordan: "Wir wollten nicht alles durcheinander haben. Wir haben ihm deshalb geraten, dass er nicht als Testfahrer tätig sein sollte, sondern sich auf die F3 konzentrieren möge. Als er dann ein überschaubares, limitiertes Testprogramm von British American Racing angeboten kam, konnte ich verstehen weshalb er zusagte. Wir hatten keinen Vertrag mit ihm und haben ihm durch Andrew Ratschläge gegeben. Deshalb denke ich, dass unsere Verbindung schon sehr weit zurückreicht. Wir haben ihm auch damals mit seinem Vertrag geholfen."

Frage: "Hatten Sie zu diesem Zeitpunkt schon das Gefühl, dass Sie ihn verloren hatten, als er zu BAR ging..."
Jordan: "Im Laufe dieses Jahres entwickelte ich die Idee, dass er im nächsten Jahr vielleicht für uns Fulltime testen könnte, wenn er gut genug wäre, oder dass wir ihn verpflichten und bei einem anderen Team für ein Jahr parken würden. Ganz einfach deshalb, weil es für uns eine kritische Zeit ist und wir vorzeigbare Ergebnisse erzielen müssen. Aber dann kam Zandvoort und er begann mehr und mehr Rennen zu gewinnen und mehr und mehr Tests für BAR zu absolvieren. Selbstverständlich haben wir ihn bei den Tests immer genau beobachtet. Welche Reifen er hatte, mit wie viel Benzin an Bord er unterwegs war... Er erzählte uns was er fühlte und wir konnten dann überlegen und entschieden, dass er bereit für die F1 war. Ich denke, dass seine Leistung in Zandvoort und beim letzten Tests mit BAR in Mugello uns alle Zweifel genommen hat und zu seiner Verpflichtung führte. Wir haben darüber so sechs bis acht Wochen gesprochen."

Frage: "Also passierte es zeitlich gesehen einige Zeit nach der Verpflichtung von Jean Alesi?"
Jordan: "Um fair zu sein muss man sagen, dass wir auch mit Honda gesprochen haben. Ich selbst habe zu Jean ja eine besondere Beziehung und deshalb war Takuma neben ihm der einzige Fahrer der in Frage kam. Es ging darum, ob wir Jean und Fisichella oder Takuma und Fisichella nehmen. So ist es gewesen."

Frage: "Jean hat sich gut geschlagen und Punkte geholt, jedoch ist er wohl insgesamt betrachtet nicht so schnell gewesen wie Sie sich das vorgestellt haben oder?"
Jordan: "Er war brillant in Indianapolis. Wie er Ralf hinter sich gehalten hat war ein Paradebeispiel für Fahrkunst par excellence. Aber ich denke, dass es ziemlich schwer ist mitten in der Saison woanders hinzukommen und dann gegen jemanden wie Jarno, der schon eine ganze Weile im Team ist, zu bestehen. Und ich kann dir sagen, dass Jarno in der Qualifikation ein Spitzentyp ist. Ich denke, dass Jean einen großartigen Job gemacht hat. Ich glaube, dass er, - wenn er aufhören muss, und ich hoffe dass er das nicht muss - wenn er uns verlässt, in einer besseren Position ist als er es beispielsweise bei Prost war."

Frage: "Wie stehen die Chancen, dass er weiterhin in irgendeiner Form involviert bleibt?"
Jordan: "Wir haben da noch nichts zugestimmt. Momentan sind das reine Vermutungen."

Frage: "Also könnte er sich auch entscheiden, dass er weiterhin ein Rennfahrer sein will und einen Job als Repräsentant oder Lehrer ablehnt..."
Jordan: "Klar, er kann sagen was er möchte. Wir haben uns aber schon ein wenig darüber unterhalten."

Frage: "Zurück zu Sato. Wie gut ist er?"
Jordan: "Das weiß bisher keiner."

Frage: "Na ja, auf jeden Fall hat er die F3 dominiert, so wie damals ein gewisser Jan Magnussen..."
Jordan: "Ich kann mich da nur wiederholen. Keine Sorge. Es ist eine Kombination aus dem, was er bei seinem ersten Test in einem Formel-1-Boliden und ein Jahr später getan hat, was ihn uns verpflichten ließ. Ich denke, dass der Test für BAR in Mugello ausschlaggebend gewesen ist. Ich habe mitbekommen, dass sie eine Menge Tests gestrichen haben, was natürlich schade ist."

Frage: "Ganz offensichtlich wird die Beziehung Jordans zu Honda dadurch gestärkt oder? Und dann gibt es noch die japanischen Sponsoren..."
Jordan: "Das ist wichtig, jedoch auch nur zweitrangig. Unser Hauptziel und Bestandteil unserer Philosophie bei Jordan ist, dass ein Fahrer schnell sein muss, dass er Potenzial besitzen muss. Und in dieser Hinsicht gibt es keinen Zweifel, dass dieser Fahrer eine Menge Potenzial besitzt. Die Sache, dass ganz Japan irgendwann hinter ihm steht ist wie ein Bonus. Ich bin sicher, dass das eintreten wird. Was Honda betrifft muss ich sagen, dass er nur bei Jordan auf Grund seines Talents ist. Ich möchte das ausdrücklich betonen."

Frage: "Aber Jordans Position mit und zu Honda und allem was damit zusammenhängt wird dadurch stärker Es ist mehr als nur ein Bonus - es ist kritisch in Bezug auf die Zukunft des Teams oder etwa nicht?"
Jordan: "Es ist absolut von zweitrangiger Bedeutung. Ich brauche einen talentierten Fahrer und die Tatsache, dass er Japaner ist, dass er von Honda Unterstützung erfährt wird überbewertet. Honda hat auf uns keinen Druck ausgeübt. Das ist eine einzig vom Jordan-Team getroffene Entscheidung. Aber Honda hat natürlich seiner Karriere geholfen und dafür gebührt ihnen auch Anerkennung. Sie haben ihm in der F3 geholfen."

Frage: "Und hat Bridgestone auch eine Rolle gespielt?"
Jordan: "Ja, keine Frage. Bridgestone war sehr hilfreich."

Frage: "Die japanische Nation hatte einige Jahre nun keinen eigenen Piloten in der Formel 1. Wie wichtig ist das für den Sport im Ganzen?"
Jordan: "Es ist immer schön das zu sehen. Es gibt eine Menge guter Brasilianer, Italiener, Briten und so. Es war schön, dass ein Kolumbianer in die F1 gekommen ist. Wir haben ja mit Narain Karthikeyan auch einen Inder getestet und es wäre schön, wenn wir einen Inder auch in der Königsklasse haben würden. Wir haben jetzt einen richtig schnellen Japaner in der Formel 1 und das ist meiner Meinung nach positiv. Ich denke, dass es das ist was die Formel 1, eine globale Serie, ausmacht."

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10.10.: Takuma Sato im Gespräch

Der 24-jährige Japaner Takuma Sato stand anlässlich der öffentlichen Bekanntgabe seiner Verpflichtung seitens des Jordan-Teams in einem Interview mit der Teamwebsite zu folgenden Fragen ausführlich Rede und Antwort.

Frage: "Was bedeutet es für dich, nun Formel-1-Pilot zu sein?"
Takuma Sato: "Das ist ein unbeschreibbares Gefühl, ich meine, dass ich so früh in meiner Karriere dazu die Gelegenheit habe. Okay, ich bin 24 Jahre alt, jedoch hatten meine Eltern niemals Interesse für den Motorsport, weshalb ich als Junge nur Zweirad gefahren bin. Man muss das einfach mal in Vergleich mit meinem Teamkollegen aus der Formel 3, Anthony Davidson, bringen, der bevor er Autorennen fuhr tausend Kart-Rennen bestritten hatte."

Frage: "Wie sind deine Testfahrten mit Jordan und später BAR so verlaufen?"
Sato: "Ich versuche immer, so schnell ich kann zu fahren. Ich bin glücklich, dass ich genau das auch in jedem Test getan habe. So gehe ich die Dinge nun einmal an - ich gehe immer ans Maximum. So kann man am besten herausfinden, dass das, was man testet, auch funktioniert. Zuerst mit Jordan und dann mit BAR zusammenarbeiten zu können ist toll gewesen, wenngleich es frustrierend war immer diese 'Long-Runs' durchzuführen. Ich wäre lieber mal mit einem Qualifying-Setup gefahren. Aber so war halt mein Job und ich bin dafür jetzt belohnt worden. Die Zusammenarbeit mit BAR war eine großartige Erfahrung. Mit dem Testteam-Ingenieur Pete Harrison und mit Jock Clear gearbeitet zu haben, hat mir einen guten Start in die Formel 1 gegeben."

Frage: "Wie wichtig ist es deiner Meinung nach für Honda, dass ein japanischer Pilot in der Königsklasse fährt?"
Sato: "Ganz klar, es ist schon wichtig, jedoch am Ende nicht allzu sehr. Ich habe mit Jordan einen Vertrag abgeschlossen. Eddie Jordan hat mich unter Vertrag genommen, weil er glaubt, dass ich der beste Fahrer für diesen Job bin. Das hat nichts mit Honda zu tun, obwohl ich stolz bin diese Firma repräsentieren zu dürfen. Ich stand in meinem ersten Jahr bei Honda unter Vertrag, jedoch hatte das nichts mit den Testfahrten für BAR und meinen neuen Vertrag mit Jordan zu tun."

Frage: "Du bist dafür bekannt, dass du niemals nachgibst. Wirst du dir auch in der Formel 1 diese Eigenschaft bewahren?"
Sato: "Selbstverständlich. Ich glaube, dass das der Grund für das große Interesse an meiner Person und der Grund für meine vielen britischen Fans ist. Es ist ganz einfach mein Instinkt. Wenn ich eine Lücke, eine Chance, sehe, so werde ich darum kämpfen - egal ob es um den Sieg oder den zehnten Platz geht. Zuerst hatte ich in meiner Karriere deshalb einige Unfälle, jedoch bin ich erfahrener geworden."

Frage: "Welche Strecken auf denen die Formel 1 fährt kennst du?"
Sato: "Ich bin schon in Silverstone und Spa, - beides fantastische, schnelle Rennstrecken - gefahren. Auch auf dem Nürburgring und dem alten Hockenheimring bin ich gefahren. In Barcelona habe ich schon einmal einen Formel-1-Test bestritten. Suzuka kenne ich von der Rennfahrerschule her und ich denke, dass ich das nächste Mal wenn ich hier bin schneller fahren werde. Eigentlich hätte ich dieses Wochenende in Magny-Cours das F3-Rennen bestreiten sollen, jedoch habe ich ab jetzt ganz andere Verpflichtungen. Insgesamt kann ich sagen, dass ich bisher nie ein Problem mit für mich neuen Strecken hatte."

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10.10.: Eddie Jordan erklärt Satos Verpflichtung

Um 11 Uhr (Ortszeit) gab Eddie Jordan in Hondas Büro in Downtown Tokio vor über 200 japanischen Journalisten, Fotografen und TV-Teams die offizielle Verpflichtung des Japaners Takuma Sato bekannt.

In der anschließenden Pressekonferenz sprach Teamchef Eddie Jordan, in dieser Saison vor allem wegen der plötzlichen Entlassung von Heinz-Harald Frentzen im Rampenlicht gestanden, über die Beweggründe auf den Japaner zu setzen.

"Ich freue mich, dass ich hier in Tokio sein kann, um diese Bekanntgabe vor allen Anwesenden zu machen. Ich möchte mich ganz klar ausdrücken. Für mich ist Takuma aus zwei Gründen einzigartig. Erstens, weil er sich vom normalen Leben in Japan mit seinem Wechsel nach Europa, um dort Rennen zu fahren, losgesagt hat und weil es für solch eine Entscheidung nicht zu unterschätzender Passion und Hingabe bedarf. Zweitens, ist er in meinen Augen deshalb absolut einzigartig, weil er es nur durch sein Talent in die Formel 1 geschafft hat. Natürlich hatte er Hilfe durch Honda und Jordan, jedoch ist es sein Talent, welches ihm das Cockpit bei uns eingebracht hat. Das heute ist ein historischer Tag", verkündete Eddie Jordan.

"Takuma hat mich über die letzten Monate, am meisten durch seinen Sieg in der F3 in Zandvoort, und zuletzt bei seinem Tests in Mugello beeindruckt. Für mich war es deshalb nicht schwierig diese glückliche Entscheidung zu treffen", so der Teamchef weiter.

Damit steht neben Giancarlo Fisichella, welcher für 3 Jahre verpflichtet wurde und Jarno Trullis Cockpit übernehmen wird, der zweite Fahrer des Teams nun unumstößlich fest. Für Formel-1-Veteran Jean Alesi stehen die Chancen, 2002 noch Formel 1 zu fahren, schlecht. Eddie Jordan hat für seinen Freund aber eine Rolle innerhalb des Teams vorgesehen, welche er sich folgendermaßen vorstellen kann: "Ich möchte sagen, dass Jean im Team zu haben fantastisch für Jordan war. Jordan hat Jean dabei geholfen in die Formel 1 zu kommen und er sagte, dass er seine Karriere gerne bei unserem Team beenden würde. Wir arbeiten jetzt zusammen, um eine Rolle für ihn zu finden, sodass er bei uns bleiben kann. Er hat die Erfahrung von 200. Grand Prix und jede Menge Wissen. Ich denke, dass er für Takuma ein guter Lehrer sein könnte, oder dass er als Repräsentant arbeiten könnte, wenngleich es noch zu früh ist, um diesbezüglich etwas genaueres zu sagen."

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10.10.: Offiziell: Jordan verpflichtet Takuma Sato

Das Jordan-Team hat heute offiziell bekannt gegeben, was seit gestern bereits als abgeschlossen galt: Die Verpflichtung des Japaners und diesjährigen Gewinners der Britischen Formel-3-Meisterschaft, Takuma Sato. Der 24-jährige Japaner unterzeichnete einen Zweijahresvertrag mit einer Option auf weitere zwei Jahre. Gleichzeitig teilte Jordan mit, dass man im kommenden Jahr mit dem Franzosen Jean Alesi weiterhin zusammenarbeiten und diesem eine Funktion innerhalb des Teams geben wird.

Sato dominierte in diesem Jahr die Britische Formel-3-Meisterschaft und holte bei den insgesamt 13 Rennen 12 Siege. Er gewann auch das Marlboro Masters der Formel 3 in Zandvoort, sowie das nicht zur Formel-3-Meisterschaft zählende Unterstützungsrennen beim GP England. Als Sato im Dezember 2000 erstmals für das Jordan-Team den EJ10 testete, war er der jüngste Japaner der je einen Formel-1-Boliden getestet hat. Der 24-Jährige weckte damals das Interesse an ihn bei Eddie Jordan, welcher fortan seine Entwicklung beobachtete.

"Sato hat in diesem Jahr in der Britischen Formel-3-Meisterschaft bewiesen, dass er schnell und sehr talentiert ist und die Chance, in der Formel 1 zu fahren, verdient", erklärte Teamchef Eddie Jordan anlässlich der Verpflichtung.

"Unser Team ist erfreut, ihm diese Möglichkeit geben zu können. Satos Vertrag mit Jordan, sowie der mit Giancarlo Fisichella eingegangene Dreijahresvertrag, gibt Jordan die benötigte Kontinuität, um eine starke, langjährige Fahrerpaarung, welcher der Schlüssel in unserer Beziehung zu Honda sein wird, zu haben. Wir hoffen, dass Jordan mit der Hilfe von Honda und Bridgestone Sato zum ersten Japaner der einen Grand-Prix-Sieg erzielt machen kann. Jean Alesi ist eine Inspiration für das Team gewesen und es ist unser Wunsch, dass er eine Position bei Jordan in der Zukunft einnimmt. Wir arbeiten gegenwärtig daran sein Aufgabengebiet, seine Rolle festzulegen. Wir hoffen, dass wir diesbezüglich in Kürze eine Mitteilung machen können.

Takuma Sato erklärte: "Die heutige Bekanntgabe erfüllt mich mit Freude, ist es doch das, woraufhin ich, als ich mich für ein zweites Jahr in der Formel 3 kombiniert mit Testfahrten für die Formel 1 entschied, gearbeitet habe. Ich bin sehr aufgeregt in ein Team wie Jordan zu kommen und freue mich schon auf den Beginn der Zusammenarbeit mit dem Team, welches ich bereits von meinen Testfahrten im letzten Jahr kenne. Das ist eine fantastische Chance für mich."

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10.10.: Jordan: "Frentzen teilte meine Zukunftsvisionen nicht"

Selbst für die Formel-1-Insider kam die Mitteilung im Juli völlig überraschend, als das Jordan-Honda-Team die sofortige Entlassung von Heinz-Harald Frentzen bekannt gab und damit gleichzeitig einen für die Saison 2002 abgeschlossenen Vertrag nicht erfüllen wird. Seitdem gaben sich beide Parteien angesichts des bevorstehenden Rechtsstreits um das Frentzen laut Vertrag zustehende Gehalt bedeckt.

Nun hat der irische Teamchef sein Schweigen zumindest teilweise gebrochen und nennt einen Grund, warum sich die Wege von Jordan und Frentzen nach dessen toller Vorstellung in der Saison 1999 trennen: "Heinz teilte meine Zukunftsvisionen nicht. Er ist ein lieber, lieber Kerl. Aber manchmal schien es so, als wolle er das Auto nicht nur fahren, sondern es auch verbessern. Das kann Probleme mit den Ingenieuren verursachen, was für das Team nicht gut war", wird der Ire von 'ITV' zitiert.

Frentzen - vielleicht technisch zu versiert
Heinz-Harald Frentzen ist bekannt dafür, sich sehr mit seinem Arbeitsgefährt auseinanderzusetzen - die einen empfinden das als sehr positiv, andere als wenig schmeichelhaft. Es ist kein Geheimnis, dass das Williams-Team im Cockpit-Bereich eine Idee von Heinz-Harald Frentzen umsetzte - für das Auto, das er nicht mehr fuhr, da er schon längst im Jordan-Mugen-Honda saß.

Doch genau wie die meisten Fahrer ziemlich von sich selbst überzeugt sind und sich für den besten Piloten halten, so haben auch viele Designer eine gewisse Art und Weise, von ihrer Arbeit überzeugt zu sein. Da ist es verständlich, dass Unruhe in das Team kommt, wenn ein Fahrer zu viel kritisiert. Das wäre ungefähr so, als würde ein Designer dem Fahrer erklären, wie er durch die 'Eau Rouge', eine der anspruchsvollsten Kurven in der Formel 1, zu fahren hat...

Frentzen krempelte bei Prost gleich das Setup um
Auch wenn Frentzen mit seinen Äußerungen dem Team sicherlich helfen wollte, so ist das Jordan nicht das einzige Team, das angesichts der oftmals Grenzen überschreitenden Hartnäckigkeit des Mönchengladbachers genervt war. Dennoch war man bei Prost-Acer zum Beispiel sehr angetan, als Frentzen den AP04 völlig anders abstimmen wollte als sein Vorgänger Jean Alesi, was auf Anhieb das Fahrverhalten des Autos verbesserte. Das beweist eindeutig, dass Frentzens technischer Weitblick verbunden mit seiner Hartnäckigkeit auch positive Dinge bewirken kann.

Wenn Frentzen davon spricht, ein Team aufbauen zu wollen, dann meint der Deutsche das so, wie er es sagt. Das gleiche wird er mit Prost probieren. Ob er bei den Blauen mehr Erfolg haben wird als bei Jordan darf bezweifelt werden, denn Teamchef Alain Prost gilt ebenfalls als Mann, der sich nicht dazwischenreden lässt und von seinen Vorstellungen sehr überzeugt ist, was einige bekannte Namen schon dazu gebracht hat, das Handtuch bei Prost zu werfen. Frentzen sitzt bei Prost in einem Pulverfass, das zu Explodieren droht, wenn Alain Prost und sein neuer Fahrer das gleiche Schicksal ereilt wie bei Jordan.

"Die Leute dachten, ich bin wahnsinnig, Frentzen zu entlassen"
Eddie Jordan unterdessen zeigt sich zuversichtlich: "Es besteht kein Zweifel daran, dass wir Jordan-Grand-Prix umstrukturieren müssen. Williams ist durch eine schlechte Zeit von zwei oder drei Jahren gegangen, hat sich reorganisiert und ist jetzt an der Spitze des Sports zurück. Wir müssen das gleiche tun und befinden uns genau in der Mitte dieses Prozesses. Die Leute dachten, dass ich wahnsinnig bin, Frentzen zu kündigen. Aber ich weiß, was ich tue. Ich habe in diesem Sport alles außer den WM-Titel gewonnen. Wir haben Rennen, Poles und schnellste Rennrunden gewonnen - der WM-Titel ist das einzige, was fehlt. Ich glaube, dass wir das schaffen."

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09.10.: Japanische Agentur: Jordan verpflichtet Takuma Sato

Das britische Jordan-Honda-Team hat den Japaner Takuma Sato als Piloten für die kommende Saison der Formel-1- Weltmeisterschaft verpflichtet. Dies meldete die japanische Jiji Press am Dienstag. Der 24-Jährige holte sich in diesem Jahr als erster Japaner mit 12 Siegen souverän den Titel in der britischen Formel-3-Meisterschaft.

Sato ersetzt bei Jordan-Honda den Franzosen Jean Alesi. Sein Teamkollege ist der Italiener Giancarlo Fisichella, der von Benetton kommt. Bis zum Großen Preis von Großbritannien fuhr Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) für Jordan, ehe er nach Streitigkeiten entlassen wurde.

Sato ist der insgesamt siebte Japaner in der Formel 1 und der erste seit Toranosuke Takagi, der 1998 für Tyrrell und 1999 für Arrows fuhr. Er war bereits Testpilot bei BAR-Honda.

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08.10.: Jordan in Suzuka: Letztes Rennen für Jean Alesi?

Nach der Disqualifikation von Jarno Trulli in Indianapolis und der noch ausstehenden Berufungsverhandlung will Teamchef Eddie Jordan versuchen, in Suzuka aus eigener Kraft den vierten Platz der Konstrukteure vor BAR-Honda zu gewinnen: "Wir hatten in Indianapolis mit der Entscheidung, Jarnos Auto aus der Wertung zu nehmen, wirklich Pech. Das muss sich für uns bald in Glück ummünzen und ich hoffe, dass dies in Japan so sein wird. Der letzte Grand Prix ist für Jordan wichtig, da wir genügend Punkte holen möchten, um den vierten Platz ohne Berücksichtigung des Ausgangs unseres Einspruchs gegen die Disqualifikation zu gewinnen."

Und natürlich ist das Rennen für Jordan wegen Motorpartner Honda ein ganz wichtiges: "Der Japan-Grand-Prix ist für uns im Kalender ein Schlüsselrennen, wegen unserer Partnerschaften mit Honda, Bridgestone und Brother sowie unserer großen Unterstützung, die wir von den japanischen Fans erhalten. Ich bin überzeugt, dass für uns der vierte Platz noch erreichbar ist, auch wenn ich mir sicher bin, dass es schwierig werden wird, für die letzten Punkte zu kämpfen."

Für Jarno Trulli wird es das definitiv letzte Rennen für Jordan sein, nachdem er für 2002 bei Renault unterschrieben hat, da kommt eine Honda-Party am Sonntagabend genau richtig: "Suzuka ist eine sehr technische Strecke, es kann also schwierig sein, das beste Setup für die Strecke zu finden. Es ist einer jener herausfordernden Kurse, zusammen mit Spa und Monaco. Ich habe in Japan eine Menge Fans und es ist das Heimrennen von Honda, also ist es ein sehr wichtiges Rennen für mich."

Jean Alesi wird vielleicht sein letztes Formel-1-Rennen in Japan bestreiten: "Ich liebe es, nach Suzuka zu gehen. Japan ist meine zweite Heimat, da meine Frau Japanerin ist und ich dort eine Menge Freunde und Sponsoren habe. Der Kurs ist herausfordernd, da es ein technischer Kurs ist, der für den Fahrer ein spannendes Rennen bereithält. Ich habe gute Erinnerungen an mein Rennen 1994 in Japan, als ich ein ganzes Rennen lang mich im Regen mit Nigel Mansell duellierte. Ich war Dritter und Mansell Vierter."

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07.10.: Honda beim wichtigen Heimrennen mit mehr PS

Der japanische Automobilhersteller Honda wird zum letzten Formel-1-Rennen der Saison in Japan einen verbesserten Motor seinen Partnerteams Jordan und BAR zur Verfügung stellen. Schon im letzten Jahr rückten die Japaner zu ihrem Heimrennen mit mehr PS an, Jacques Villeneuve sechster Platz war die magere Ausbeute gewesen.

Ein PS-Schub ist dringend notwendig, denn der Honda-Motor war in diesem Jahr so weit hinter seinen Erwartungen geblieben, dass einige Teammitglieder offen Kritik an der Marke mit dem großen "H" übten. Insider glauben, dass Honda aus Angst vor Motorschäden zu konservativ entwickelt und aus diesem Grund gegen die fortschrittlichen Motoren von BMW und Ferrari keine Chance hatte.

Ein Hinweis darauf ist die großmundige Ankündigung Hondas, für das kommende Jahr einen komplett neuen Motor zu bauen, der vom Konzept her irgendwo zwischen dem erfolgreichen BMW-Motor und dem radikalen Konzept von Renault angesiedelt sein wird. Im Klartext heißt dass, dass man den Zylinderkopfwinkel irgendwo zwischen 90 und 111 Grad konzeptionisieren wird.

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07.10.: Justin Wilson oder Takuma Sato?

Teamchef Eddie Jordan hat in dieser Woche einen Teil seiner möglichen Kandidaten auf den Platz neben Teamrückkehrer Giancarlo Fisichella noch einmal zum Testduell antreten lassen. Bevor die Formel 1 in ihre lange Winterpause bis zum 1. Januar 2002 geht, hat das Team wichtige Erkenntnisse mitnehmen können, die die Fahrerwahl schon stark einschränken.

So hat Narain Karthikeyan bei den Testfahrten im Vergleich zu Justin Wilson zu blass ausgesehen, um sich für das Cockpit empfehlen zu können. Selbst ein umfangreiches Sponsorenpaket dürfte Eddie Jordan kaum dazu bringen, auf den Inder zu setzen, denn im Kampf um die exklusiven Honda-Motoren für die Saison 2003 muss der Ire seinen Motorenpartner in der kommenden Saison überzeugen.

Keine realistische Chance auf das zweite Cockpit haben Jean Alesi und Ricardo Zonta. Aus dem Lager von Jean Alesi ist zu hören, dass Jordan bereits mitgeteilt hat, eine Option für 2002 auf den Franzosen nach im Vergleich zu Jarno Trulli mäßigen Vorstellungen nicht einlösen zu wollen. Auch Testfahrer Ricardo Zonta kann seine Hoffnungen begraben, durch seine Testfahrerrolle ein Stammcockpit zu ergattern. Bei seinen Rennen als Ersatzfahrer für Heinz-Harald Frentzen in Kanada und Hockenheim waren die Leistungen des Brasilianers zu dürftig gewesen.

So bleiben derzeit noch zwei Kandidaten übrig, die wohl das zweite Cockpit unter sich ausmachen werden: Justin Wilson und Takuma Sato. Während sich Wilson nach seinem Test zufrieden zeigte und erklärte, dass er nun auf die Entscheidung von Jordan wartet, sollen Verhandlungen mit Sato ebenfalls weit vorangeschritten sein. Vom Grundspeed sind beide Fahrer kein neuer Michael Schumacher, eine Verpflichtung hat eher strategische Hintergründe.

So war Justin Wilson bei den Testfahrten für Jordan im Regen zwar sehr stark, zeigte dann aber im Trockenen Anpassungsschwierigkeiten und brachte keine so konstanten Leistungen hervor wie zum Beispiel ein Felipe Massa bei seinen Kilometern im Sauber C20. Der Formel-3000-Champion wäre aber für Sponsor "Benson & Hedges" Wunschkandidat, da die Vertreter des blauen Dunstes nach Damon Hill gerne wieder einen britischen Fahrer im Auto sitzen sehen würden.

Trotz seiner Verbindungen zu Honda scheint Takuma Sato im Moment die etwas schlechteren Karten zu besitzen. Der britische Formel-3-Champion ist zwar ohne Zweifel schnell, aber Jordan testete den Japaner schon lange nicht mehr, weil er bei BAR-Honda als Testfahrer unter Vertrag steht, was die vertragliche Basis für die Verpflichtung des seit Jahren von Honda unterstützten Talents erschwert.

Zudem hat Honda deutlich gemacht, dass man nicht unbedingt einen Japaner verpflichten möchte, um gegenüber Neueinsteiger Toyota im kommenden Jahr einen PR-Vorteil zu haben. Oberste Priorität habe der Speed eines Fahrers, erst an zweiter Stelle stünde dessen Nationalität.

Theoretisch kann sich Teamchef Eddie Jordan mit der Fahrerfrage Zeit lassen, da er neben den weniger aussichtsreichen Teams Prost und Arrows der einzige Rennstall ist, der für 2002 noch einen Platz frei hat und da bis zum 1. Januar 2002 keine Testfahrten mehr erlaubt sind. Dennoch rechnen einige Insider damit, dass eine Ankündigung schon am Rande des Japan-Wochenendes gemacht werden könnte. Aus Marketingsicht würde dies nur Sinn machen, wenn man Takuma Sato verpflichtet...

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06.10.: Justin Wilson überzeugt in Mugello

Formel-3000-Meister Justin Wilson hat am Freitag mit einer Bestzeit von 1:25.40 Minuten seine Chancen wieder erhöht, den zweiten Platz neben Giancarlo Fisichella bei Jordan-Honda zu bekommen und zu verhindern, dass das Team Takuma Sato verpflichtet. Der Brite war nach 55 Runden der einzige Pilot, der eine 1:25er-Zeit fuhr: "Es lief sehr gut. Ich bin mit meiner in dieser Woche gemachten Erfahrung sehr zufrieden, das Team war sehr hilfsbereit und geduldig, um mir beim Lernen der Strecke zu helfen, die nicht die einfachste Strecke zum Lernen ist. Ich habe meine Testsessions mit Jordan genossen und wir müssen jetzt abwarten und schauen, was in der Zukunft passieren wird."

Anwesend war auch Narain Karthikeyan. Der Inder drehte im Jordan-Honda 78 Runden und war 0.9 Sekunden langsamer als Wilson. Die Fahrer wechselten sich mit den zwei zur Verfügung stehenden Chassis ab, testeten Reifen und Komponenten für die Saison 2002: "Es war ein positives Ende des diesjährigen Testprogramms", so Testteammanager Tim Edwards. "Es ist gut, mit neuen Fahrern im Auto zu fahren und ihnen zu erlauben, die Strecke kennen zu lernen, während wir zur gleichen Zeit aber durch unser Testprogramm kommen."

Andy Stevenson, Cheftestteammechaniker: "2001 war das erste Jahr, in dem wir ein volles zweites Testteam für ein weiteres Auto hatten und wir haben eine Menge für die Entwicklung des nächstjährigen Autos mitgenommen. Das Wissen, das wir beim Testen in dieser Saison mitgenommen haben, wird extrem konstruktiv im Hinblick auf die Verbesserung der Leistung und Zuverlässigkeit unseres zukünftigen Autos sein." (...)

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Pos. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rd.
1.Justin Wilson Jordan-Honda Bridgestone 1:25.40 55
2.Darren Manning BAR-Honda Bridgestone 1:26.17 32
3.Narain Karthikeyan Jordan-Honda Bridgestone 1:26.31 78
4.Anthony Davidson BAR-Honda Bridgestone 1:26.56 43


05.10.: Sato: Verbindung zu Honda ein Nachteil

Eigentlich klingt alles perfekt. Takuma Sato gewann die britische Formel-3-Meisterschaft im Eiltempo, er wird seit jeher von Honda unterstützt und die Japaner würden gerne bei ihren Kundenteams BAR und Jordan einen Landsmann am Steuer sitzen haben. In diesem Jahr testete der 24-Jährige für das BAR-Honda-Team, im vergangenen Winter auch für Jordan und hinterließ in beiden Autos einen guten Eindruck.

Doch Takuma Sato selbst sieht seine Verbindung zu dem japanischen Automobilkonzern ganz und gar nicht so euphorisch, wie man das glauben könnte: "Ich denke sogar, dass es für einen Japaner fast ein Nachteil ist, mit Honda in Verbindung zu stehen", so die mutigen Worte Satos gegenüber dem Fachmagazin 'F1Racing'.

"Honda brennt darauf, das Image von Bezahlfahrern loszuwerden, das sie einst mit Satoru Nakajima ernteten. Und sie könnten von mir Abstand nehmen, um solche Anschuldigungen zu vermeiden." Nakajima fuhr von 1987 bis 1991 zumeist mit Honda-Power und holte in 74 Grand Prixs 6 WM-Punkte und konnte sich fünf Mal nicht qualifizieren. In seiner letzten Saison schied er in 6 von 16 Rennen durch Dreher aus.

Hört man jedoch die Worte der Honda-Verantwortlichen, so besteht weiterhin großes Interesse daran, Takuma Sato zu verpflichten, auch wenn man betont, dass die Schnelligkeit der Piloten eine höhere Priorität hat als deren Nationalität. Im Kampf um die Medienpräsenz wäre ein Japaner im Cockpit gegenüber Neueinsteiger Toyota ein klarer PR-Vorteil, auf den Honda scharf sein könnte, weswegen Insider glauben, dass die Vertragsunterschrift von Sato bei Jordan nur noch eine Frage der Zeit ist.

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04.10.: Testfahrten in Mugello - Donnerstag

(...)Mit rund 0.4 Sekunden Rückstand kam Jean Alesi im Jordan-Honda wieder auf den zweiten Platz. Der Franzose konzentrierte sich auf Entwicklungsarbeit und das Setup für den Grand Prix in Suzuka, der wohl das letzte Rennen für Alesi bei Jordan sein wird. Im Regen konzentrierte man sich auf die Traktionskontrolle, Startprozeduren und Aufhängungs-Setups.

Die langsamste Zeit des Tages mit 2.4 Sekunden Rückstand fuhr Formel-3000-Champion Justin Wilson, der bei seinem zweiten Test für die Gelben im Trockenen nicht auf Zeiten kam. Als es allerdings regnete, war er wie schon beim Test zuvor extrem schnell. Der Brite fuhr 78 Runden, musste am Morgen allerdings noch die Strecke kennen lernen, was den großen Zeitenabstand wieder relativiert. Am morgigen Freitag wird Narain Karthikeyan eine weitere Chance haben, den EJ11 testen zu dürfen. (...)

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Pos. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rd.
1.Felipe Massa Sauber-Petronas Bridgestone 1:25.228 66
2.Jean Alesi Jordan-Honda Bridgestone 1:25.649 68
3.Darren Manning BAR-Honda Bridgestone 1:26.112 39
4.Anthony Davidson BAR-Honda Bridgestone 1.26.432 42
5.Justin Wilson Jordan-Honda Bridgestone 1:27.617 78


04.10.: Testfahrten in Mugello - Mittwoch

(...) Für Jordan begab sich Jean Alesi nach Italien. Der Franzose war damit beschäftigt, die Aerodynamik zu testen und Starts zu trainieren und hatte zwei Testautos zur Verfügung. Außerdem arbeitete der Jordan-Pilot an der generellen Abstimmung des Chassis. Der Routinier drehte 94 Runden und war damit der Fleißigste des Tages und fuhr mit etwas weniger als 0.2 Sekunden Rückstand die zweitschnellste Zeit. Alesi wird auch am Donnerstag noch testen, dann gemeinsam mit dem Formel-3000-Meister Justin Wilson, der auch am Freitag noch weiter arbeiten wird. Am Freitag wird Jean Alesi dann vom Inder Narain Karthikeyan abgelöst. (...)

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Pos. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rd.
1.Felipe Massa Sauber-Petronas Bridgestone 1:25.690 80
2.Jean Alesi Jordan-Honda Bridgestone 1:25.876 94
3.Darren Manning BAR-Honda Bridgestone 1:26.658 50
4.Anthony Davidson BAR-Honda Bridgestone 1:26.738 73


02.10.: Viele Anwärter auf das zweite Cockpit

Jordan-Teamchef Eddie Jordan hat bisher erst eines seiner zwei Cockpits für 2002 vergeben. Giancarlo Fisichella, der bereits 1997 für Eddie Jordan fuhr, ersetzt 2002 bei Jordan-Honda Jarno Trulli, der zu Renault wechselt. Wer das zweite Cockpit bekommt, ist unterdessen völlig offen. Zahlreiche Fahrer haben sich aber für den Platz beworben. Mit Giancarlo Fisichella hat Eddie Jordan einen routinierten Fahrer, womit ein zweiter, junger Fahrer ideal wäre.

Schnell genug ist der Japaner Takuma Sato, der 2001 die britische Formel-3-Meisterschaft gewonnen hat. Mit der Verpflichtung eines Japaners würde Eddie Jordan zudem Motorenhersteller Honda einen gefallen tun. "Ich glaube, dass er schnell ist", wird Eddie Jordan in der britischen Presse zitiert. "Ich denke, er hat mehr Rennen in der britischen Formel 3 gewonnen als je ein Fahrer zuvor. Aber es gibt jetzt manchmal zwei Rennen an einem Tag. Das macht es schwierig die Fahrer auf ihre Konkurrenzfähigkeit hin zu beurteilen." Derzeit gibt es eine ganze Reihe von jungen, schnellen Fahrern. Für Eddie Jordan Zählt Takuma Sato auch dazu: "Er ist sicherlich ein sehr großes Talent, aber es gibt eine Menge gute Fahrer..."

In diesem Jahr ist Sato Testfahrer von BAR-Honda, weshalb ein Wechsel zu Jordan nicht so einfach möglich ist, denn auch British American Racing, direkter Konkurrent des Jordan-Teams, weil beide von Honda mit einem Werksmotor unterwegs sind und der japanische Autohersteller 2003 wohl nur noch ein Team kostenlos beliefern wird, will sich den Joker eines unter Vertrag stehenden Japaners nicht wegschnappen lassen.

Sato ist eine Möglichkeit, wie auch zwei andere junge Fahrer, an denen das Jordan-Team Interesse bekundet hat. In dieser Woche werden wieder Justin Wilson, Meister der Internationalen Formel-3000-Meisterschaft und der Inder Narain Karthikeyan für Eddie Jordan testen. "Interessant ist, dass es immer eine Gruppe junger Fahrer gibt, die durchkommen, wenn sie besonders gute Fähigkeiten haben", weiß der Ire, für den 1991 Michael Schumacher sein Formel-1-Debüt gab. "Es gibt derzeit in der Formel 1 eine Gruppe sehr guter Fahrer, aber wir brauchen einen neuen, einen der wie Michael ist. Wir haben die Klasse von Ayrton erlebt, aber man benötigt jemand der in einem frühen Stadium seiner Karriere ist. Junge Fahrer in der Formel 1 und andere sind schwer zugänglich, wenn sie sehen, wie Michael ist. Wir brauchen jemanden, der anders ist."

Für das zweite Cockpit 2002 bei Jordan-Honda kommt noch ein weiterer Fahrer in Frage: Jean Alesi. Der Franzose, der den entlassenen Heinz-Harald Frentzen seit dem Ungarn-Grand-Prix ersetzt, hat sich schnell im Team zurechtgefunden und möchte gerne auch 2002 für den Rennstall fahren. Der Verbleib des 37-jährigen Franzosen, der mit 200 Grand Prix ein zweiter Fahrer mit viel Erfahrung im Team wäre, ist derzeit ungewiss und unwahrscheinlich, denn nicht zuletzt zählt nicht nur das gute Verhältnis zwischen Fahrer und Teamchef, sondern auch Sponsoreninteressen und natürlich geht es auch um die längerfristige Zukunft des Teams. Stabilität und Kontinuität sind heute der Schlüssel zum Erfolg, dies weiß auch Eddie Jordan, der in punkto Fahrerwahl aus dem Vollen schöpfen kann.

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01.10.: Jordan legt Berufung gegen Trullis Disqualifikation ein

Jarno Trulli will sich mit seiner nachträglichen Disqualifikation nach dem vierten Platz beim Großen Preis der USA nicht abfinden. Sein Formel-1-Rennstall Jordan-Honda hat nach dem Urteil durch die dreiköpfige Rennkommission noch am Sonntagabend (Ortszeit) in Indianapolis Klage beim Berufungsgericht des Internationalen Automobil-Verbandes FIA in Paris eingelegt.

Die Verhandlung soll noch vor dem letzten Weltmeisterschafts-Lauf (14.Oktober in Suzuka/Japan) stattfinden. Die Aussicht auf Erfolg ist allerdings gering: In 98 Prozent aller Rechtsfälle verwarf das Gericht die Berufung oder aber verhängte eine noch härte Strafe.

Die technischen Kommissare unter Leitung des Deutschen Jo Bauer hatten bei der Routinie-Inspektion nach dem vom Finnen Mika Häkkinen McLaren-Mercedes) vor Weltmeister Michael Schumacher (Ferrari) und David Coulthard (McLaren-Mercedes) gewonnenen Rennen festgestellt, dass bei Trullis Auto die Bodenplatte im Heckbereich gemäß Artikel 3.13.1 (d) des Technischen Reglements zu stark abgeschliffen war. Das früher aus Holz und jetzt aus Kunststoff bestehende Material darf zwischen zehn und neun Millimeter dick sein. Bei Trulli lag der Wert jedoch um 1,5 Millimeter unter der geforderten Mindestdicke.

Vermutlich resultierte der extrem hohe Abrieb durch den Verlust von zwei Sicherheitsschrauben, mit der die Kunststoff-Platte am Unterboden befestigt ist, hieß es im Report der Kommission. Dem dadurch tiefer liegenden Auto bringt das aerodynamische Vorteile. Wegen des gleichen Vergehens war Michael Schumacher 1994 in Spa der Sieg aberkannt worden. Er war bei einem Dreher über die Randsteine gerutscht und hatte sich zu tiefe Riefen in die Bodenplatte geritzt, die zur Eliminierung führten. Auch er bemühte ohne Erfolg Juristen. (...)

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01.10.: Rennleitung disqualifiziert Trulli - Bodenplatte zu dünn

Mit einer großen Enttäuschung endete am Sonntag Nachmittag das Grand-Prix-Wochenende in Indianapolis für das Jordan-Honda-Team. Nachdem Jarno Trulli als Vierter ins Ziel gekommen war, stellten die Rennkommissare bei der anschließenden routinemäßigen Überprüfung der Autos fest, dass Wagen Nummer elf nicht dem Reglement entspricht. Da die Bodenplatte am Auto vom Italiener zu sehr abgeschliffen ist, nahmen die Rennkommissare den Wagen aus der Wertung und disqualifizierten Jarno Trulli. Damit rücken alle Fahrer ab Platz fünf einen Rang weiter nach vorne, was große Auswirkungen auf den WM-Stand hat.

Jaguar-Jaguar-Racing Eddie Irvine wurde so Vierter und holt statt zwei nun drei Punkte für sein Team, womit der Rennstall von Niki Lauda ein Rennen vor Saisonende punktgleich mit dem Benetton-Renault-Team auf Rang sieben in der Konstrukteursweltmeisterschaft liegt. Gleichzeitig konnte der Vizeweltmeister von 1999 auf den zwölften Platz in der Fahrer-WM vorrücken. Nick Heidfeld belegt so den fünften Platz, womit der Schweizer Sauber-Petronas-Rennstall jetzt mit 22 Punkten auf Platz vier in der Konstrukteursweltmeisterschaft liegt. Gleichzeitig konnte "Quick Nick" auf Rang sieben in der Fahrerweltmeisterschaft vorrücken.

Dank der Disqualifikation seines Teamkollegen ist Jordan-Honda-Fahrer Jean Alesi in Indianapolis nun Sechster geworden und holt damit in seinem 200. Grand Prix einen Punkt. Nach dem Abzug der drei Punkte von Jarno Trulli und dem Punktgewinn durch Jean Alesi hat Jordan-Honda nun 17 Punkte und ist damit punktgleich mit BAR-Honda Fünfter in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Ob der Rennstall von Eddie Jordan gegen die Disqualifikation von Jarno Trulli Protest einlegt, ist noch ungewiss. Daher gilt das Rennergebnis aus Indianapolis sowie die Fahrer- und Konstrukteursweltmeisterschaft bis auf weiteres als provisorisch.

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01.10.: Trulli in den Punkten, Alesi knapp dran vorbei

Mit einer außergewöhnlichen Performance holte Jarno Trulli heute drei für sein Team wichtige WM-Zähler in einem überaus ereignisreichen Rennen. Teamkollege Jean Alesi bot in seinem 200. Grand Prix eine ebenfalls herz erfrischende Vorstellung und sah am Ende nur als undankbarer Siebter außerhalb der Punkteränge die schwarz-weiß-karierte Flagge.

"Dass wir im heutigen Rennen solch ein fantastisches Ergebnis erzielen konnten, freut mich für das Team und für mich", erklärte Jarno Trulli. "Wir hatten in dieser Saison in den Rennen oftmals Pech, sodass es sich verdammt gut anfühlt, ein Rennen beendt und drei Punkte geholt zu haben. Ich hatte einen guten Start und genoss das Rennen. Ich habe viel Druck gemacht, um mich so von den mir folgenden Autos abzusetzen und versuchte einen großen Vorsprung herauszufahren, da ich jeglichen Problemen aus dem Weg gehen wollte. Unsere Strategie war gut und das Team hat beim Boxenstopp gute Arbeit geleistet, wofür ich ihnen danken möchte. Darüber hinaus möchte ich hinzufügen, dass Jeans exzellente Leistung ihn heute wie einen "jungen Wilden" aussehen hat und nicht wie jemanden der seinen 200. Grand Prix absolvierte."

Jean Alesi überholte im Rennen fünf andere Fahrer und genoss den 73 Runden langen Grand Prix in dem er mit einer Runde Rückstand auf den Sieger die Ziellinie als Siebter überquerte. Der Franco-Sizilianer erklärte nach dem Rennen: "Ich habe meinen 200. Grand Prix mit einem aufregenden Rennen und vielen Überholmanövern absolviert. Ich bin aber enttäuscht, da ich nicht in die Punkteränge fahren konnte. Unglücklicherweise hatte ich keinen guten Start und verlor gleich zu Rennbeginn einige Plätze. Das Fahren auf neuen Reifen war ebenfalls schwierig und es ist schade, dass ich nicht schneller unterwegs war, um es bis in die Top 6 zu schaffen. Ich habe das Auto am Limit bewegt und heute wie immer mein Bestes gegeben. Ich freue mich für Jarno und über dessen geholte drei Punkte. Er und das Team hatten in dieser Saison sehr viel Pech, weshalb sie dieses Ergebnis auch verdient haben."

Eddie Jordan, Teamchef: "Wir sind alle mit dem heutigen Ergebnis und dem Finish unserer beiden Autos auf starken Positionen zufrieden. Jarno ist ein unglaubliches Rennen gefahren, um die so verdienten Punkte zu holen und Jeans Leistung war wie immer lobenswert. Dieses Ergebnis hat dem ganzen Team einen Moralschub gegeben und ist eine gute Ausgangslage für das letzte Rennen in Suzuka, wo wir versuchen werden Platz vier der Konstrukteure zu erreichen."

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Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
1. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 1h32:42.840 1
2. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone +0:11.046 1
3. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone +0:12.046 1
4. 11 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone +0:57.423 1
5. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin +1:12.434 1
6. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone +1:12.996 2
7. 12 Jean Alesi Jordan-Honda Bridgestone 1 Runde 1
8. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1 Runde 1
9. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1 Runde 1
10. 22 Heinz-Harald Frentzen Prost-Acer Michelin 1 Runde 1
11. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1 Runde 1
12. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1 Runde 1
13. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1 Runde 1
14. 23 Tomas Enge Prost-Acer Michelin 1 Runde 1

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps  
15. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 2 Runden 2 Motor
16. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 28 Runden 3 ---
17. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 29 Runden 2 ---
18. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 35 Runden 1 Antrieb
19. 20 Alexander Yoong European-Minardi Michelin 35 Runden 2 ---
20. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 37 Runden 1 Fahrfehler
21. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 37 Runden 1 ---
22. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 71 Runden 2 Antriebswelle


01.10.: Alesi fünfter Formel-1-Fahrer im Club der 200er

Jean Alesi hat als fünfter Fahrer in der Formel-1-Geschichte die 200er-Schallmauer durchbrochen, doch Grund zum Feiern hat er nicht. Für Alesi war der Große Preis der USA am Sonntag in Indianapolis vielleicht das vorletzte Rennen der Karriere. Der dienstälteste Formel-1-Pilot war für Teamchef Eddie Jordan eher ein Notnagel als ein Wunschpilot für den vor dem Hockenheim-Grand-Prix entlassenen Heinz-Harald Frentzen. "Dabei gibt es auf dem Markt keinen besseren als mich", sagt der Franzose.

Alesi, der nach Riccardo Patrese (256 Starts), Gerhard Berger (210), Andrea de Cesaris (208) und Nelson Piquet (204) als fünfter Fahrer sein 200. Rennen bestreitet, will nicht verstehen, warum Jordan auf junge Piloten setzt. «Wer blind auf junge Fahrer setzt, versteht nichts vom Geschäft. Der Punkt ist doch der: Die Teamchefs stehen auf junge Fahrer, weil sie die billig einkaufen und auf Jahre an sich binden können. So kontrollieren sie deren Gehalt und werden selbst noch reicher. Es ist einfacher, einen Vertrag mit Räikkönen als mit Alesi zu machen», erklärte der 37-Jährige.

Der Mann, der 1995 in Kanada seinen einzigen Grand Prix gewann, kritisiert, wie einfach es heute sei, in die höchste Motorsport-klasse aufzusteigen: "Für meinen Geschmack kommen die jungen Fahrer zu schnell in die Formel 1. Es gibt keine Regel für Formel 1- Neulinge. Die FIA muss jungen Fahrern vorscheiben, eine Saison in der Formel 3 und der Formel 3000 gefahren zu sein, bevor sie einen Formel 1-Vertrag unterschreiben."

Alesi wurde in dem Jahr, in dem er für Tyrrell seine ersten Formel-1-Rennen bestritt, Europameister der Formel 3000. Auf einem Reynard des Jordan-Rennstalls übrigens. An sein Grand-Prix-Debüt, 1989 in Paul Ricard, kann er sich noch erinnern, als wäre es gestern gewesen. «Plötzlich fuhr ich gegen die Stars meiner Jugend. Namen, die ich bis dahin nur aus dem Fernsehen kannte. Um mich herum in der Startaufstellung standen Senna, Mansell, Patrese. Mittlerweile verhält es sich genau andersherum. Er ist der Methusalem der Szene: "Ich habe die Karrieren meiner Kollegen von Anfang an miterlebt. Häkkinen ist für mich deshalb nicht der zweifache Weltmeister, sondern ein Kollege meiner Generation."

In 13 Jahren Formel 1 wird Alesi einen Fahrer nie vergessen: "Senna war mein Held. Die Unfälle von Senna und Ratzenberger in Imola werden für immer ein Schock bleiben." Der Formel-1-Veteran war an dem schwarzen Sonntag von Imola nur Zuschauer. Er hatte sich kurz zuvor bei einem Testunfall in Mugello einen Wirbel gebrochen und musste pausieren. Es war die einzige schwerwiegende Verletzung aus 200 Grand-Prix-Schlachten und Alesi war dabei nie ein berechnender Pilot. Mit seiner spektakulären Fahrweise verschaffte sich Alesi die Sympathien, die ihn zu einem der beliebtesten Fahrer der Gegenwart machen: "Ich fahre aus Leidenschaft, wegen nichts anderem. Rekorde interessieren mich nicht."

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