| Das Jordan-Honda-Team fuhr am Samstag in Indianapolis ein erfreuliches Qualifikationsergebnis ein, als sich beide Fahrer innerhalb der Top 10 qualifizieren konnten. Mit nur 0,897 Sekunden Rückstand kam Jarno Trulli auf Platz acht und hatte dabei bloß 0,105 Sekunden Rückstand zu David Coulthard im McLaren-Mercedes auf Platz sieben. "Unsere Positionen im Qualifikationstraining sind besser als erwartet, also glaube ich, dass wir eine gute Ausgangsposition geschaffen haben", erklärte der 27-jährige Italiener. "Das Auto lief zuverlässig, ich konnte am Ende aber meine Bestzeit nicht mehr verbessern, da zu viel Verkehr auf der Strecke war. Die Daten zeigen, dass ich noch etwas Geschwindigkeit finden muss, um morgen konkurrenzfähig zu sein, aber ich blicke nach vorne, weil ich glaube, dass meine Chance auf Punkte von dieser Startposition aus sehr gut ist." Jean Alesi fehlten am Ende des einstündigen Qualifikationstrainings bloß zwei Tausendstelsekunden auf seinen Teamkollegen und 0,899 Sekunden zum besten Startplatz. Damit startet der Franzose in seinen 200. Grand Prix am Sonntag vom neunten Startplatz aus. "Ich bin mit diesem Resultat sehr zufrieden", freute sich der 37-jährige Franzose. "Meine beste Rundenzeit am Ende der Sitzung war ein fantastisches Ende vom heutigen Qualifikationstraining. Wir fanden ein Setup welches sehr gut für mich auf dieser Strecke ist und ich möchte mich beim Team für die gute Arbeit bedanken. Es konnte nicht die Pole Position sein, aber ich bin mit meiner Position zufrieden. Auch, weil meine Zeit nah an der von Jarno dran ist. Morgen möchte ich meine Position auf jeden Fall behalten und die Überholmöglichkeiten auf dieser Strecke nutzen." Eddie Jordan, Teamchef: "Das war ein schwieriges Qualifikationstraining, also ist die Leistung von Jarno und Jean, sich innerhalb der Top Ten zu qualifizieren, sehr gut. Das eindruckvollste war, dass Jean sehr nah an der Zeit von Jarno dran war. Sie nutzten das ganze Potenzial vom Auto aus und wir haben eine große Chance, morgen ein gutes Rennergebnis zu erzielen." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Einen durchwachsenen Start erwischte das Team von Eddie Jordan heute in Indianapolis. Während Jarno Trulli in der ersten Trainingssitzung noch Neunter gewesen war, wurde er am Ende des zweiten Trainings mit seiner persönlich besten Zeit von 1:14.215 Minuten nur noch als Vierzehnter geführt. Jean Alesi, in der Auftaktsession nur Neunzehnter, landete am Ende mit seiner Zeit von 1:14.057 Minuten zwei Plätze vor seinem italienischen Teamkollegen. Dies, obwohl ihn ein Softwareproblem lange Zeit in der Box gehalten hatte. Nach dem Freien Training erklärte der Franco-Sizilianer: "Ich hatte einen schwierigen Tag, denn ich verlor in der ersten Session und am Ende der zweiten Session wegen eines Problems mit der Fahrzeugelektronik etwas Zeit. Glücklicherweise konnten wir die Systeme zurücksetzen und dann Fortschritte mit der Abstimmung des Autos in der zweiten Stunde machen. Die Balance ist noch immer nicht ideal, weshalb wir die Daten analysieren müssen, um so den richtigen Weg in Sachen Setup heraus zu finden." Jarno Trulli sagte: "Es war ein Routine-Tag, an welchem ich an der Abstimmung für das Rennen gearbeitet habe. Ich hatte keinerlei technische Probleme, wenngleich ich ebenfalls noch nicht die optimale Balance gefunden habe. Darüber hinaus waren die Reifen ein wenig problematisch, weshalb ich mich auch in der ersten Stunde mehrfach gedreht habe. Danach wechselten wir die Reifen und das Auto fühlte sich dann auch in der Tat in der zweiten Stunde besser an." Trevor Foster, Jordans Managing Direktor, erklärte: "Jarno hat in beiden Trainingssitzungen sein normales Abstimmungsprogramm durchgeführt und hatte dabei keine Probleme. Jean wurde von einem Softwareproblem aufgehalten, was ihn im Endeffekt wichtiger Zeit beraubt hat. Wir müssen noch eine Menge für morgen tun, konnten aber jede Menge Daten sammeln und unser heutiges Tagesprogramm war insgesamt produktiv." |
(...) Mit 2.3 Sekunden Rückstand beendete Jordan-Honda-Pilot Jean Alesi nach 50 Runden den Tag als Achtschnellster, Justin Wilson fuhr an seinem zweiten Testtag für das Team nach 40 Umrundungen mit 3.8 Sekunden Rückstand auf den elften Platz. Erneut leistete sich der Formel-3000-Champion keinen Fehler, konnte allerdings wegen Hydraulikproblemen am Nachmittag nicht mehr fahren, als die Strecke aber im besten Zustand war. (...) |
(...) Schnellster und zugleich auch fleißigster Pilot des Tages, an dem man die ganze Zeit mit Regenreifen oder Intermediates fahren musste, war Jean Alesi im Jordan-Honda, der 76 Runden fuhr und mit 1:34.03 Minuten der Schnellste war. Der Franco-Sizilianer arbeitete am Regensetup und an der Zuverlässigkeit, wobei ein kleines Sensorproblem auftrat. Alesi wird auch am Mittwoch testen, dann wird Formel-3000-Champion Justin Wilson zu ihm stoßen, dem Jordan eine Testchance geben wird. Nach einem Test für das Jaguar-Team durfte der Inder Narain Karthikeyan das erste Mal für die Gelben testen und war nach 52 Runden nur zwei Sekunden langsamer als Alesi. Allerdings landete Karthikeyan gleich zwei Mal neben der Strecke: "Ich hatte einen guten Test, auch wenn die Strecke wegen des nassen Wetters ein wenig schmierig war und ich habe ihn sehr genossen. Ich danke Jordan für die Möglichkeit!" "Ich war glücklich, wie ich heute gefahren bin, auch wenn ich besser gewesen wäre, wenn es trocken gewesen wäre. Alles in der Formel 1 unterscheidet sich so sehr von jeder anderen Kategorie und es beeindruckt mich in jeder Hinsicht. In der Formel Nippon fahre ich ein Auto mit 600 PS, der Honda-Motor ist aus diesem Grund sehr beeindruckend, aber ich finde auch die Bremsen und das Aerodynamikpaket bemerkenswert. Es war seltsam, mit all den Stars der Formel 1 zu fahren und natürlich ist Jean der Meister dieser Bedingungen, ich habe alles sehr genossen! Hoffentlich werde ich in den nächsten Jahren die Möglichkeit haben, der erste indische Formel-1-Pilot zu sein!" (...) |
Um das Management des Jordan-Teams zu unterstützen hat sich Teamchef Eddie Jordan externe Berater der Firma "Celerent Consulting" an Bord geholt. Zunächst einmal möchte man vermeiden, dass sich Fehler im Arbeitsfluss wiederholen, dass notwendige Änderungen zwischen den Rennen schneller umgesetzt werden und auf Fehler schneller reagiert wird. Das Unternehmen arbeitet bereits mit Konzernen wie Ericsson, Philips, Scania und Volvo zusammen. Geschäftsführer Ian Clarkson: "Leistungsverbesserungen durch unsere Arbeit werden sich in der Strecke in wichtige Meisterschaftspunkte für Jordan umwandeln. Da können wir uns sicher sein!" |
Für Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen (Prost) ist sein vorzeitiger Rausschmiss aus dem Team Jordan noch nicht vergessen. Er hat seinen ehemaligen Arbeitgeber auf umgerechnet knapp 16 Millionen Mark (7,5 Millionen Dollar) verklagt. Das berichtete die Fachzeitung Motorsport aktuell am Dienstag. Die Anwälte haben im Auftrag des 33 Jahre alten Mönchengladbachers in England eine entsprechende Klage eingereicht. Die Rechtsanwälte stützen sich darauf, dass Frentzen mit einem Brief vom 21. Juni 2001 eine Option für 2002 bei Jordan einlöste, womit eine Vertragsverlängerung bis Ende 2002 rechtsgültig wurde. Teamchef Eddie Jordan habe seinen Fahrer jedoch vier Tage vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring (29. Juli) ohne genaue Angabe von Gründen entlassen. Der Deutsche, der inzwischen für den Rennstall des viermaligen Weltmeisters Alain Prost fährt, verlangt jetzt die Begleichung offener Rechnungen für Spesen (50.000 Dollar), seine Arbeit als Rennfahrer, als Testpilot und PR-Aushängeschild (rund 735.000 Dollar) bis zu dem Zeitpunkt, als Jordan ihn vor die Tür setzte. Frentzen verlangt zudem Entschädigungen für Einkommensverluste, dazu die Summe, die Jordan 2002 zu bezahlen gehabt hätte. Auf den Cent fordert der Mönchengladbacher 7.514.706 Dollar. Dabei steht fest, dass der Mönchengladbacher von Jordan 2001 ein Gehalt von 1,5 Millionen Dollar fürs Rennfahren erhielt, zuzüglich 400.000 für Testarbeit sowie 800.000 für PR-Auftritte. Dazu für Dienste in Ländern, in denen kein GP stattfindet, weitere 2,3 Millionen Dollar sowie 200.000 für Spesen. Für 2002 hätte "HHF" fürs Rennfahren 1,65 Millionen erhalten, für Testarbeit 440.000 und für PR-Auftritte 880.000. Dazu 2,53 Millionen für seine Arbeit in Nicht-GP-Ländern sowie den Betrag von 20.000 Dollar pro WM-Punkt. |
Jordan hat auf der offiziellen Homepage E-Mails von Formel 1-Fans aus den USA veröffentlicht, die sich für die Geste von Jordan und Sponsor Deutsche Post bedankten, beim GP von Italien mit der US-Flagge auf dem EJ11 zu fahren.
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Es war ziemlich ironisch, dass ausgerechnet Jenson Button in der ersten Schikane einen Unfall verursachte, als er nach einem sensationellen Start vor der ersten Schikane zu spät bremste und Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli umdrehte. Denn es war Benetton-Teammanager Flavio Briatore gewesen, der seine Fahrer dazu aufforderte, ganz normal die ersten zwei Schikanen anzufahren, nachdem Michael Schumacher die Fahrer gebeten hatte, in den zwei ersten Schikanen freiwillig nicht zu überholen, um Unfälle zu vermeiden. Sauer zeigte sich David Coulthard nach dem Rennen, dessen Teamchef Ron Dennis seinen Fahrern die freie Wahl gegeben hatte, für oder gegen die Idee von Michael Schumacher zu stimmen: "Benetton war ganz klar entschlossen dazu, ein paar Punkte zu holen, aber das brachte weder Jenson noch ihnen selbst etwas", so der Schotte, der selbst durch die Ereignisse in der Schikane abkürzen musste und über Trümmerteile fuhr. Auf der linken Seite gestartet schoss Button wie ein Geschoss auf die rechte Seite der Fahrbahn und versuchte dann auch noch dank seinem Geschwindigkeitsvorteil in der ersten Schikane ein paar Autos zu überholen, was tüchtig in die Hose ging: "Es ist doch lächerlich", fährt Coulthard fort, "selbst wenn du die Leute warnst, denken sie immer noch, dass sie zehn Meter später bremsen können als im Qualifying. Er ist einfach zu schnell in die erste Schikane gefahren. Das konnte ich sehen. Da hat er einen Fehler gemacht." Während sein Teamkollege Giancarlo Fisichella wegen technischer Probleme an seinem Einsatzauto aus der Boxengasse hatte starten müssen, beendete Button zu allem Übel noch ausgerechnet das Rennen seines zukünftigen Teamkollegen Jarno Trulli. Vielleicht war Button zu sehr unter Druck, denn vor dem Rennen hatte sein Teamchef Flavio Briatore ganz offen ausgesprochen, dass er mit den Leistungen Buttons nicht zufrieden ist und er ihn gerne loshaben möchte. Der 21-jährige Brite meinte nach dem Rennen zu seiner Entscheidung, im Rennen sich nicht an die Absprachen zu halten und aggressiv zu fahren: "Ich arbeite für das Team, da es mich für meine Arbeit bezahlt, aus diesem Grund tue ich das, was mir meine Chefs sagen." Für Ferrari-Pilot Rubens Barrichello unverständlich: "Es ist schlecht, wenn man eine Vereinbarung hat und dann nur ein Kerl diese nicht einhalten möchte, aber so ist das Leben nun einmal." Wäre das Manöver von Button gut gegangen, wäre er vielleicht der Held gewesen, doch jetzt dürfte sich Briatore noch bestärkter in seiner Entscheidung fühlen, Button nach Möglichkeit schon 2002 gegen Fernando Alonso auszutauschen, denn die Aktion kostete Button den Frontflügel und damit unabhängig von dem späteren Motorschaden das Rennen. Eigentlich schade, denn der WM-Achte des vergangenen Jahres hatte sich als Siebter seinen besten Startplatz der Saison geholt und stand damit auch vor seinem Teamkollegen. Ebenfalls ironisch: Als einziges Auffangteam für Button bei einem möglichen Rauswurf gilt Jordan-Honda… Button hatte keine Chance, den Unfall noch zu verhindern, als er zu spät gebremst hatte und zu allem Überfluss auch noch seine Vorderräder blockierten. Trulli gab sich dementsprechend verärgert: "Ich hatte einen wirklich guten Start und behielt meine Position in der ersten Kurve, als mir plötzlich Button ins Heck fuhr, mich dadurch umdrehte und mein Rennen beendete. Er hat sich ganz eindeutig beim Bremsen verschätzt, denn ich war ja bereits in der Kurve. Ich bin wieder einmal enttäuscht, denn ich konnte erneut ein Rennen nicht beenden und konnte nichts für die Umstände, die mich aus dem Rennen warfen." Jenson Button glaubt allerdings nicht, etwas falsch gemacht zu haben: "Dieses Wochenende hat so gut begonnen und ich war für ein gutes Rennen richtig eingestellt. Ich hatte einen tollen Start, blieb jedoch in der ersten Kurve zu weit auf der Innenseite, wo es schmutzig und ölig war. Ich bremste genau zu dem gleichen Zeitpunkt wie alle anderen, jedoch konnte ich Trulli nicht mehr ausweichen. Ich fuhr auf ihn auf, verlor dabei meinen Frontflügel und beendete dadurch sein Rennen, was mir sehr Leid tut. Das Team wechselte den Frontflügel dann sehr schnell, jedoch ging dann in der fünften Runde der Motor hoch." Jenson Button entschuldigte sich nach dem Rennen für die Probleme, die er seinen Kollegen bereitet hat, sieht aber keine Schuld bei sich, da er so früh wie alle anderen auch gebremst habe. Das eigentliche Problem sei dadurch entstanden, dass seine Vorderräder blockierten: "Ich denke, das ist deshalb passiert, weil auf der Strecke etwas Öl vom zuvor stattgefunden Porsche-Rennen lag", so Button. Eddie Jordan, der an Jenson Button vor allem wegen Hauptsponsor Benson&Hedges interessiert sein soll, hat den Wert des Briten nach dem Rennen wohl drastisch nach unten korrigiert: "Dass Jarnos Rennen zu einem so frühen Zeitpunkt vorbei gewesen ist, vor allem weil der Zwischenfall in der ersten Kurve verhindert hätte werden können, hätte Button nicht versucht das Rennen gleich in der ersten Kurve zu gewinnen, ist wirklich enttäuschend." |
Für Jarno Trulli war der Große Preis von Italien heute nach noch nicht einmal einer Minute beendet. Der Italiener war in der ersten Kurve das Opfer eines Rennunfalls geworden und musste als Folge dessen seinen EJ11 abstellen. Von seinem guten fünften Startplatz hatte er somit nicht profitieren können. Nach seinem Ausfall erklärte Trulli: "Ich hatte einen wirklich guten Start und behielt meine Position in der ersten Kurve, als mir plötzlich Button ins Heck fuhr, mich dadurch umdrehte und mein Rennen dadurch beendete. Er hat sich ganz eindeutig beim Bremsen verschätzt, denn ich war ja bereits in der Kurve. Ich bin wieder einmal enttäuscht, denn ich konnte wieder einmal ein Rennen nicht beenden und konnte nichts für die Umstände die mich rauswarfen." Jean Alesi überquerte mit einer Runde Rückstand die Ziellinie und brachte seinen Jordans ins Ziel, jedoch auf Rang 8 und somit außerhalb der angepeilten Punkteränge. Der Franco-Sizilianer sagte nach dem Rennen: "Ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden. Ganz einfach weil wir eine gute Chance hatten in die Punkteränge zu fahren. Zumindest haben wir das Auto ins Ziel gebracht. Das Rennen war sehr anstrengend. Mein Auto war aber sehr stark und ich konnte das Tempo halten und war sehr konkurrenzfähig. Unglücklicherweise musste ich früher als geplant zum Boxenstopp, denn ich hatte das Gefühl, dass ich einen Reifenschaden hatte. Später stellte sich dann heraus, dass es sich nur um einen Bremsplatten handelte. Meine Mechaniker haben sehr gute Arbeit geleistet und den Boxenstopp in 10,1 Sekunden absolviert, obwohl ich sie nicht vorwarnen hatte können, dass ich auf dem Weg zu ihnen war." Eddie Jordan, Teamchef: "Dass Jarnos Rennen zu einem so frühen Zeitpunkt vorbei gewesen ist, vor allem weil der Zwischenfall in der ersten Kurve verhindert werden hätte können, hätte Button nicht versucht das Rennen gleich in der ersten Kurve zu gewinnen, ist wirklich enttäuschend. Jean fuhr wirklich stark und ein konkurrenzfähiges Rennen. Leider dachte er, dass er einen Reifenschaden hatte, weshalb er früher als angedacht an die Box kam und dies ihn viel Zeit kostete. Bedenkt man Jarnos exzellente Startposition und Jeans tolle Rennperformance, so ist es eine große Schande, dass wir heute nicht davon profitieren konnten." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ausfälle:
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Jordans Jarno Trulli war in der heutigen Qualifikation zum Großen Preis von Italien der schnellste aller vier Honda-Piloten. Der Italiener benötigte für die 5,7 Kilometer lange Strecke eine Zeit von 1:23.126 Minuten, was ihm zu Startplatz 5 reichte. Sollte die Technik Trulli nicht wie zuletzt den Dienst versagen, oder der Italiener auf Grund eines Fahrfehlers oder Unfalls ausscheiden, so dürften morgen ganz sicher Punkte für ihn drin sein. Der Mann aus Pescara erklärte nach der Qualifikation: "Ich freue mich über diesen Startplatz und diese Leistung sowohl persönlich als auch für das Team. Jetzt kann ich das Rennen kaum noch erwarten. Die Balance des EJ11 ist wirklich toll und die Reifen von Bridgestone sind sehr konkurrenzfähig. Ich möchte allen Personen, welche heute dieses Ergebnis ermöglicht haben, danken." Eine weniger überzeugende Leistung bot Jean Alesi. Der Franco-Sizilianer qualifizierte sich mit seiner besten Rundenzeit von 1:24.198 Minuten nämlich nur für Startplatz 16. Zu seiner Leistung in der für die Startaufstellung nun einmal alles entscheidenden Qualifikationssitzung sagte Alesi: "Das ist ein so enttäuschendes Ergebnis, schlimmer als ich es mir hier für Monza vorgestellt hätte. Wir haben einfach nicht das Setup für die Qualifikation feinabstimmen können, da die Mechaniker im Freien Training heute Morgen nach dem Getriebeproblem viel arbeiten mussten. Die Balance war einfach nicht besonders gut und ich hatte beim Bremsen Probleme. Darüber hinaus wurde ich aufgehalten, was meiner Performance ebenfalls nicht dienlich war. Wir müssen jetzt versuchen, das Auto für morgen zu verbessern und natürlich werde ich im Rennen wieder kämpfen." Eddie Jordan, Teamchef: "Jarno hat heute brillante Arbeit geleistet und steht vor den beiden McLaren. Für Jean war es besonders enttäuschend, vor allem weil er sonst auf dieser Strecke sehr gut ist. Er hat hier Rennen in der Vergangenheit angeführt und wir müssen nun das Problem, welches für seine schlechte Position verantwortlich ist, herausfinden. Wir wissen alle, dass Startplatz 16 Jeans wahres Leistungsvermögen nicht akkurat widerspiegelt." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 06.09.: Sato flirtet mit Jordan |
Beim Grand Prix von Australien im nächsten März könnte zum ersten Mal seit 1997 ein Japaner an einem F1-Rennen teilnehmen: Takuma Sato steht vor dem Sprung in die Königsklasse. Am vergangenen Wochenende sicherte sich der BAR-Testpilot in Thruxton, wo einst auch der große Ayrton Senna seine ersten Erfahrungen in Europa sammelte, den Meistertitel in der britischen Formel 3, aus der zuletzt Jenson Button und Luciano Burti direkt zu Williams beziehungsweise Jaguar wechselten. 'Ich habe noch gar nicht wirklich realisiert, dass ich das geschafft habe', freute sich Sato, zumal er den Titel schon vier Rennen vor Schluss fixierte. 'Es ist ein wirklich großartiges Gefühl und alle freuen sich mit mir.' Am allermeisten British American Racing, wo er als Testpilot unter Vertrag steht. In Mugello überraschte der 24-Jährige gestern mit der zweitbesten Zeit, nur wenige Tausendstel hinter Rubens Barrichello, aber deutlich vor seinem Teamkollegen Olivier Panis. Trotzdem sind bei BAR alle Türen versperrt, weil Craig Pollock sein Gespann für die kommende Saison schon bestätigt hat. Deshalb startete Honda von Japan aus eine Initiative, Sato in ein Jordan-Cockpit zu hieven. Das irische Team ist mit Alesi noch nicht einig, gab bisher nur die Besetzung des ersten Cockpits bekannt - durch Giancarlo Fisichella. Ein kompletter Neuanfang würde also durchaus Sinn machen. 'Es sieht gut aus, dass ich 2002 Rennen fahren werde', vertraute Sato mit einem Augenzwinkern der britischen Fachzeitschrift 'Motorsport News' an. 'Es gibt dahingehend einige Entwicklungen, aber offiziell ist noch nichts.' Dass Jordan Interesse hat, liegt aber auf der Hand - so könnte er auch Honda an sich binden, sollten sich die Japaner demnächst tatsächlich von einem Team trennen wollen. Takuma Sato kam erst im Alter von 19 Jahren zum Kartsport, davor stand er in seiner Heimat vor dem Sprung zum Radprofi. Bei einem dieser Wettkämpfe gewann er einen Rennfahrerlehrgang - und von da an war die Geschichte nicht mehr aufzuhalten... |
| 06.09.: Mugello - Testtag 2 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
(...) Auf Platz 4 kam Jean Alesi im Jordan-Honda. Der Franzose fuhr 47 Runden und war in seiner schnellsten Runde 1.078 Sekunden langsamer als Barrichello. Morgens stand der Test von neuen Bremsen und die Verbesserung der Launch-control auf dem Programm. Nach einer wegen eines routinemäßig durchzuführenden Motorwechsels ausgedehnten Mittagspause konzentrierte man sich auf die Geometrie des Chassis'. Auch am letzten Testtag wird Alesi für das Team in Italien unterwegs sein. (...) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 04.09.: Mugello - Erster Testtag | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
(...)Am ersten von drei Testtagen arbeitete Jean Alesi für das Jordan-Honda-Team und war nach 53 Runden rund 1.4 Sekunden langsamer als Barrichello. Auf dem Programm standen Setup-Arbeiten und Bremsentests im Hinblick auf die kommenden Rennen - technische Probleme gab es dabei keine. Am Nachmittag nutze das Team den Regen, um die Launch-control auf nassem Asphalt zu verfeinern. (...) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Für das Jordan-Team hielt der Große Preis von Belgien nach den am Samstag herausgefahrenen schlechten Startpositionen und dem heutigen Chaos ein Happyend parat. Jean Alesi verteidigte in den letzten Runden des Rennens seinen sechsten Platz gegen Ralf Schumacher und sicherte dem Team von Eddie Jordan dadurch einen wichtigen WM-Punkt, womit der Rennstall in der Konstrukteurswertung nun exakt so viele Zähler besitzt wie der härteste Rivale des Teams, BAR-Honda. Jarno Trulli lag bis zu seinem Ausfall wenige Runden vor Schluss ebenfalls in den Punkterängen, bevor ihn ein kapitaler Motorschaden aus dem Renngeschehen riss. Jean Alesi: "Das ist ein tolles Ergebnis für mich und das Team. Als ich zu Jordan ging wusste ich, dass das Team unbedingt mehr Punkte holen musste und deshalb habe ich mich auch zum Erreichen dieses Ziels unter großen Druck gesetzt. Es war wirklich motivierend als das Boxenschild mir meinen Namen und meine Position, sowie den Namen von Rubens und Ralf hinter mir signalisierte. Derzeit in der Formel 1 Punkte zu holen ist wirklich eine schwierige Aufgabe, jedoch hat das Team in Sachen Zuverlässigkeit Fortschritte gemacht und ich möchte sagen, dass dies heute hoffentlich nur ein Beginn für weitere Punkte ist. Insgesamt ist es ein positives Wochenende gewesen, wenngleich unsere Startpositionen schon enttäuschend waren. Ich will auch in den nächsten Rennen Punkte holen und dem Team dadurch in der Konstrukteursweltmeisterschaft helfen." Jarno Trulli: "Beim Neustart bin ich gut weggekommen und anschließend genoss ich das Rennen. Es machte Spaß Jacques Villeneuve und Jean Alesi in der ersten Runde zu überholen. Anschließend konnte ich mich ein wenig absetzen und ganz konkurrenzfähige Rundenzeiten fahren. Unglücklicherweise ist der Motor vier Runden vor Rennende, als ich an fünfter Stelle lag, hochgegangen. Ich freue mich dennoch, denn Jean hat einen Punkt für das Team geholt und ich bin glücklich darüber, dass ich heute im Rennen ein gutes Auto hatte." Eddie Jordan, Teamchef: "Einen Punkt in diesem Rennen geholt zu haben ist wirklich eine unglaubliche Sache, vor allem nachdem unsere Leistung in der Qualifikation nicht besonders gut war. Jean ist beim ersten Start gut weggekommen und Jarno beim Neustart. Das gesamte Rennen über haben wir die Plätze fünf und sechs verteidigt und es sah lange Zeit so aus, als würden wir mit beiden Autos auf diesen Positionen auch den Grand Prix beenden. Jarnos Rennen war dann plötzlich vier Runden vor Rennende vorbei. Dies war frustrierend, jedoch haben er und Jean heute großartige Arbeit geleistet. Jean ist ein tolles Rennen gefahren und hat Ralf hinter sich halten können. Mit Ausnahme von Michael, der eine Klasse für sich war, waren Jean, Jarno und Giancarlo heute die besten Rennfahrer. Giancarlo wieder auf dem Podium gesehen zu haben war toll. Er hat sein ganzes Talent gezeigt und wir hoffen, dass wir zusammen nächste Saison noch eine ganze Menge mehr Podiumsplätze erzielen werden. Michael Schumacher möchte ich ebenfalls gratulieren, heute vor 10 Jahren hat er ja bei diesem Grand Prix sein Debüt gegeben." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ausfälle:
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Enttäuschend endete die Qualifikation zum Großen Preis von Belgien für das Team von Eddie Jordan. Hatte der Nordire noch am Tag zuvor erklärt, dass er mindestens einen seiner Fahrer in der ersten Startreihe sehen will, so dürfte er über Jarno Trullis und Jean Alesis Startplätze für das 44 Runden lange Rennen nicht begeistert gewesen sein. Trulli benötigte auf seiner besten Runde 1:59.128 Minuten und erklärte nach der Qualifikation: "Da die Streckenbedingungen sich ständig änderten war es eine schwierige Session. Ich absolvierte meinen ersten Versuch im Regen auf Intermediates und meine Rundenzeiten war da noch konkurrenzfähig. Zum Ende trocknete aber die Streck ab und ich hatte nicht mehr genügend Zeit, um auf Rillenrifen zu wechseln. Das Rennen wird nicht leicht und ich bin natürlich nicht glücklich von so weit hinten starten zu müssen, jedoch werde ich trotzdem versuchen ein paar Punkte für das Team zu holen." Teamkollege Jean Alesi benötigte 1:59.647 Minuten auf seiner schnellsten Runde und sagte: "Ich bin auf den Intermediates zum Ende der Session unterwegs gewesen, was, wie wir hetzt wissen, ein Fehler war, da die Strecke zum Ende hin trocken genug für Rillenreifen war. Mit diesen hätte ich meine Rundenzeit verbessern und mich weiter vorne qualifizieren können. Jetz ist es wichtig, dass wir uns auf die Abstimmung des Autos fpr das Rennen konzentrieren. Ich möchte morgen versuchen Punkte zu holen." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Im nächsten Jahr wird Jarno Trulli für das Renault-Team fahren und das Cockpit mit Giancarlo Fisichella tauschen, der in diesem Jahr für das Team fährt, das im nächsten Jahr endgültig vom Benetton-Renault- zum Renault-Werksteam werden wird. Die Beziehungen zu Benetton reichen bis in das Jahr 1986 zurück, als Trulli vom italienischen Modekonzern die Formel-3-Saison finanziert wurde und es war klar, dass er eines Tages für das Team fahren wird, das von Teammanager Flavio Briatore geleitet wird. Ob es eine kluge Entscheidung war, jetzt zu Renault zu wechseln oder ob ein Jahr Wartezeit nicht besser gewesen wäre, wird sich noch zeigen. Dass Trulli fahrerisches Potenzial besitzt hat er nicht nur diese Jahr oft gezeigt, denn er war der einzige Fahrer der zumindest im Qualifying in die Phalanx der Ferrari, BMW-Williams und McLaren-Mercedes einbrechen konnte - im Rennen hatte er kein konkurrenzfähiges Material. Frage: "Bist du begeistert über den Wechsel zu Renault?" Frage: "Du hattest eine Beziehung zu Benetton und Flavio Briatore seit einer langen Zeit. War es schon immer klar, dass du eines Tages dort enden wirst?" Frage: "Ganz offensichtlich hatten sie eine schlechte Saison. Bist du zuversichtlich, dass das Auto im nächsten Jahr konkurrenzfähig sein wird?" Frage: "Wir nehmen an, dass dein Teamkollege Jenson Button sein wird. Angesichts eurer Hakeleinen in dieser Saison, was denkst du darüber?" Frage: "Du hast in diesem Jahr ein paar großartige Leistungen im Qualifying gezeigt, aber die Ergebnisse kamen nicht. Was ist das Fazit dieser Saison?" Frage: "Wie viel hast du während dieser zwei Jahre gelernt?" Frage: "Aber alles in allem ist der Wechsel zu Renault für dich ein großer Schritt nach vorne?" |
Einen guten Auftakt in das Rennwochenende erwischte das Jordan-Team am heutigen Freitag. Jarno Trulli wurde nach der ersten Trainingsstunde mit seiner Zeit von 1:49.404 Minuten als zweitschnellster Fahrer hinter Michael Schumacher geführt. Sein seit Ungarn neuer Teamkollege, Jean Alesi, war auf Platz sechs mit seiner Zeit von 1:51.631 Minuten zu finden und bestätigte, dass der EJ11 auf der belgischen Strecke von Beginn an gut zu funktionieren scheint. Durch den Regen im zweiten Freien Training verbesserte aber keiner der Jordan-Piloten mehr seine Zeit, Jean Alesi fiel sogar auf Platz 9 zurück, was damit zusammenhing, dass sich noch andere Fahrer auf der zunächst trockenen Strecke verbessert hatten. "Das war ein produktiver Tag", erklärte Jarno Trulli im Anschluss an das Freie Training zufrieden. "Wir konnten die Reifen und verschiedene Dinge am Auto testen, sowie im Regen einige Runden fahren. Das Auto scheint ziemlich gut zu sein, weshalb ich für morgen ziemlich optimistisch bin. Das Wetter wird eine kritische Rolle spielen, ich wünsche mir nicht wie heute wechselhaftes Wetter, sondern dass es entweder trocken oder nass ist. Heute, als es nass war, hatte ich Bremsprobleme. Die Bremsbalance war zu sehr auf das Heck ausgerichtet, was auch meine Dreher erklärt." "Dies war heute ein wichtiger Tag für mich", stelle Jean Alesi fest. "Ich bin heute zum ersten Mal in diesem Auto im Regen gefahren. Ich bin mit dem, was wir heute gelernt haben, zufrieden und nun müssen wir versuchen das bestmögliche Setup für die Qualifikation und das Rennen herauszuarbeiten." Trevor Foster, der Managing Direktor des Teams, erklärte: "Ganz offensichtlich war das heute wegen des Wetters ein schwieriger Tag. Die Strecke war heute Früh schon rutschig, weswegen einige Fahrer von der Piste rutschten. Die Autos rutschten vor allem über das Heck und ich denke, dass einige Fahrer davon plötzlich überrascht wurden. Wir hatten eine Ahnung, dass sich das Wetter verändern würde, weswegen wir unsere Reifentests auf den Nachmittag hin verlagerten. Wir wissen jetzt ziemlich gut welche Richtung wir einschlagen werden, insofern ist es ein produktiver Tag gewesen. Wir konnten die Intermediates und die Regenreifen testen und alles sieht in Ordnung aus. Die Fahrer scheinen mit der gefundenen Balance zufrieden zu sein und wir müssen nun nur noch die gesammelten Informationen auswerten." |
Noch einen einzigen Punkt braucht Justin Wilson beim vorletzten Formel-3000-Lauf dieses Wochenende in Spa-Francorchamps, dann darf er sich als vorzeitiger Champion feiern. Mit 59 Punkten liegt der Fahrer des Coca-Cola Nordic Racing-Team derzeit überlegen vor Mark Webber mit 39 Punkten und Teamkollege Tomas Enge mit 36 Zählern. Stattfinden wird der Test in der kommenden Woche britischen Medienberichten zu Folge in Mugello, bereits in dieser Woche soll er in der Fabrik einen Sitz angepasst bekommen haben, denn der Brite wäre mit 1,92 Meter ein wahrer "Riese" hinter einem Formel-1-Lenkrad. Da Benson&Hedges, der Hauptsponsor des Jordan-Teams, gerne einen britischen Fahrer im Team haben möchte und man an Wunschkandidat Jenson Button im Moment nicht rankommt, könnte Teamchef Eddie Jordan einmal mehr das Risiko auf sich nehmen, und einen jungen Fahrer verpflichten, wenn die Testfahrten denn gut verlaufen. Zumindest aber hat der in Sheffield geborene 78-Kilogramm-Mann gute Chancen auf einen Platz als Testfahrer bei den Gelben. Eventuell könnte sein Sponsor Coca-Cola bei einer solchen Verpflichtung eine weitere Schlüsselrolle spielen. |
Als in der letzten Woche offiziell der Cockpittausch bei Benetton-Renault beziehungsweise Jordan-Honda zwischen Giancarlo Fisichella und Jarno Trulli für die kommende Saison bekannt gegeben wurde, erklärten beide Fahrer, dass sie sich auf ihre "neuen" Teams freuen. Der 27 Jahre alte Jarno Trulli erklärte nun in Spa gegenüber den Medienvertretern, dass er langsam aber sicher den inneren Abschied vom Jordan-Team vollzieht und derzeit deshalb etwas bedrückt, gar traurig ist. "Ich verlasse Jordan nicht weil ich unglücklich oder unzufrieden bin, Jordan ist einfach meine Familie. Ich habe mehr Zeit mit den Leuten des Teams verbracht als mit meiner eigenen Familie, ganz einfach weil die Formel 1 so ist", sagt der Italiener und macht in seinem nächsten Satz deutlich, wie schwer ihm der Schritt, das Team zu verlassen, gefallen sein muss. "Die Atmosphäre im Team ist wirklich exzellent, selbst in den schwierigen Zeiten, wie wir sie zuletzt erlebten, war dem so", gibt sich der Mann aus Pescara, der sicher das ein oder andere Mal fluchte, weil die Technik am Jordan streikte und er so in den Punkterängen liegend die begehrten WM-Zähler nicht holen konnte, versöhnlich. Das Kapitel Jordan scheint aber nun langsam abgehakt, denn Trulli ist schon in Gedanken bei Benetton, wenngleich noch vier Rennen zu fahren sind. "Ich bin mir ganz sicher, dass ich auch bei Benetton Freunde finden werde, jedoch braucht es dazu Zeit. Allgemein kann man von einem Jahr ausgehen, bis man sich wirklich zu Hause in einem neuen Team fühlt. Glücklicherweise werde ich aber meine Freunde von Jordan auch zukünftig im Paddock sehen", so der derzeit mit 9 WM-Punkten in der Weltmeisterschaft an neunter Stelle liegende Rennfahrer. |
Teamchef Eddie Jordan freut sich immer ganz besonders, nach Spa-Francorchamps zu kommen, holten doch Damon Hill und Ralf Schumacher dort 1998 einen historischen Doppelsieg. Im Jahr davor kam Giancarlo Fisichella auf den zweiten Platz und Jarno Trulli startete im vergangenen Jahr aus der ersten Reihe. Jordan-Neuzugang Jean Alesi konnte 1989 für das Formel-3000-Team von Eddie Jordan in Spa gewinnen. Und auch der Franzose startete 1995 und 1997 bereits aus der ersten Reihe in Spa und stand 1998 auf dem Podium beim Doppelsieg von Jordan. Es ist also kaum verwunderlich, dass Jean Alesi und Jarno Trulli voller Hoffnungen zum Ardennenkurs reisen. Jean Alesi: "Jeder weiß, dass Spa eine meiner Lieblingsstrecken ist - es ist sehr aufregend, dort zu fahren. Das Wetter kann sehr wechselhaft sein, was dem Rennen Extrawürze verleiht. Ich bin zwei Mal dieses Rennen aus der ersten Reihe angegangen und das letzte Mal, als ich im Jordan-Gelb dort fuhr habe ich gewonnen - auch wenn das in der Formel 3000 war. Ich hatte dort auch ein großartiges Rennen im Regen, als ich 1998 bei Sauber war, als ich den beiden Jordans auf dem Podium Gesellschaft leistete. Der ganze Kurs bietet eine Party-Atmosphäre, die der tollen Stimmung zuträglich ist, die von den Fans erzeugt wird, die von ganz Europa anreisen, um sich das Rennen anzusehen. In diesem Jahr wäre es schön, einige meiner Spa-Erfolge wieder aufleben zu lassen." Jarno Trulli: "Spa ist ein großartiger Fahrerkurs und das Rennen ist dort oft aufregend. Man muss ein gutes Auto haben, das auf diesem Kurs gut ausbalanciert ist, da er sehr lange und sehr technisch ist. 1998 war ein großartiges Rennen für mich, da ich als Dreizehnter mich durch das Feld nach vorne arbeitete und in die Punkte kam, was ein tolles Gefühl war." Jordans Managing-Direktor Trevor Foster: "Alle Fahrer lieben Spa und erhalten eine wahre Befriedigung, dort zu fahren. Ich denke, die Kombination von schnellen Kurven und die wellige Natur der Strecke ist, was sie so besonders macht. Wir hoffen, dass wir für das Auto ein perfektes Setup finden, so dass Jarno und Jean beim Fahren den wahren Kick spüren werden." |
| 26.08.: Renault 'wildert' bei Jordan |
Das Jordan Team hat einen weiteren wichtigen Techniker an das Team Benetton Renault verloren. Bob Bell, ehemaliger Chef der Abteilung Forschung und Entwicklung, wurde mit einem attraktiveren Paket von Renault Sport geködert. Renault kaufte letztes Jahr das Team Benetton und wird ab 2002 unter eigener Flagge an den Start gehen. Das Multitalent Bell wird die Vorbereitungsarbeit bei Renault fortsetzen. Er wird dabei zusammen mit Mike Gascoyne arbeiten, der ebenfalls ein ehemaliger Jordan Mitarbeiter war. |
Eddie Jordan war schon lange nicht mehr so oft in den Schlagzeilen wie im vergangenen Monat, als nach dem Rauswurf von Heinz-Harald Frentzen eine unglaubliche Schlammschlacht begann, in der beide beteuerten, die Gegenseite würde Unwahrheiten verbreiten. Mit Jean Alesi hat der Ire sich einen alten Freund in sein Team geholt. Jarno Trulli, der in diesem Jahr viele tolle Vorstellungen gezeigt hat, wird das Team in Richtung Renault verlassen und durch Giancarlo Fisichella ersetzt. Frage: "Sie hatten in drei Rennen drei Fahrer im gleichen Auto, es mussten also ein paar hektische Wochen für sie gewesen sein…" Frage: "Was lief in der Beziehung zwischen ihnen und Heinz-Harald falsch?" Frage: "Warum Jean Alesi?" Frage: "Mit seinen 37 Jahren würden nicht viele Teams ihm eine Chance geben. Glauben sie, dass er immer noch das Potenzial hat?" Frage: "Wie schwierig ist es für Jean, sich an die neuen Umstände anzupassen?" Frage: "Wie schwierig ist es für ein Team, die Fahrer in der Mitte des Jahres zu wechseln?" Frage: "Alles in allem war es eine enttäuschende Saison?" |
Frage: "Wie hat es dich beeinflusst, plötzlich in der Formel 1 mit Jordan im Rampenlicht zu stehen?" Frage: "Was hat dich dazu gebracht, für das Prost-Team zu fahren?" Frage: "Wie gut kennst du Eddie Jordan und was ist es für ein Gefühl, nach der gemeinsamen Zeit in der Formel 3000 für ihn zu fahren?" Frage: "Was sind deine ersten Eindrücke vom Jordan-Honda EJ11?" Frage: "In diesem Jahr bist du mit Honda- und Ferrari-Motoren und Bridgestone- und Michelin-Reifen gefahren. Welcher Vergleich ergibt sich da?" Frage: "Wie siehst du deine Zukunft in der Formel 1 und mit Jordan über die nächsten Jahre?" Frage: "Was ist mit dem Leben nach der Formel 1?" |
Nun ist es endgültig offiziell. Nachdem bereits gestern das Jordan-Honda-Team bekannt gab, den diesjährigen Benetton-Renault-Piloten Giancarlo Fisichella für die kommenden drei Jahre verpflichtet zu haben, bestätigte am Donnerstagmorgen Renault die Verpflichtung von Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli - somit ist der Cockpittausch der beiden Italiener endgültig offiziell. Das Team zog eine Option, die man auf den Römer hatte. Wie lange Trulli bei Renault bleiben wird, wurde nicht bekannt gegeben. Man spricht von einem Dreijahresvertrag mit beidseitigen Ausstiegsklauseln. Teammanager Flavio Briatore über den Vertrag mit Trulli, der damit das Comeback von Renault in die Formel 1 als Werksteam begleiten wird: "Ich bin erleichtert, dass Jarno für uns im nächsten Jahr fahren wird. Wir alle wissen, wie motiviert und konkurrenzfähig er ist und ich bin mir sicher, dass er für das Team ein wertvoller Gewinn sein wird. Jarno hat bis jetzt sein wahres Potenzial nicht zeigen können aber ich glaube, dass unser ambitioniertes Programm für die Zukunft seiner Karriere einen großartigen Auftrieb geben wird. Ich möchte Giancarlo Fisichella für seine exzellente Arbeit danken, die er für uns während der vier Jahre erledigt hat. Er ist ein schneller Fahrer und ein guter Teamplayer und ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute." Patrick Faure, Präsident von Renault Sport über die Verpflichtung des 26-Jährigen: "Die Ankunft von Jarno Trulli im Renault-Team für 2002 wird sicher stellen, dass wir unsere Ziele in der Formel 1 schneller erreichen. Sein großartiges Talent wird die Entwicklung des Teams und die Ergebnisse vorantreiben." Jarno Trulli über seinen Teamwechsel: "Ich bin sehr glücklich und geehrt, dass ein großes Team mit einer siegträchtigen Vergangenheit und einem innovativen technischen Programm sich entschieden hat, in mich zu investieren. Mit Renault weiß ich, dass ich schnell in der Lage sein werde, mich gegen die Besten zu messen und ich hoffen kann, einen Beitrag zu ihren ultimativen Zielen zu leisten." |
| 23.08.: Mugello - Zeiten vom dritten Testtag | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Am Mittwochabend geriet das Fahrerkarussell noch einmal richtig in Schwung. Das Jordan-Honda-Team gab in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt, dass man Giancarlo Fisichella verpflichtet hat. Der 28-jährige Italiener hat bei dem Team von Eddie Jordan einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Der Römer gab 1996 bei Minardi sein Formel-1-Debüt und wechselte nach acht Rennen in der darauf folgenden Saison für ein Jahr zum Jordan-Team. Für den jetzigen Benetton-Renault-Pilot wird es also eine Rückkehr zum Jordan-Team. In seiner bisher einzigen Jordan-Saison, damals noch mit Motorenpartner Peugeot an der Seite von Ralf Schumacher, wusste Fisichella zu überzeugen, wie er das auch in diesem Jahr an der Seite von Jenson Button bei Benetton tun kann. Für Jordan holte Fisichella 1997 einen dritten Platz in Kanada und einen zweiten Platz in Belgien - nur gewinnen konnte "Fisico" bisher in seiner Karriere noch kein Rennen. Bei Jordan-Honda erwartet sich Fisichella während der nächsten drei Jahre wohl mehr Erfolg als bei Benetton-Renault, wo es während seiner vier Jahre immer nur bergab ging. Eddie Jordan, der erst vor kurzem mit Jean Alesi einen alten Bekannten in sein Team holte, meint über den Deal: "Das langfristig orientierte Planen ist für die Stabilität und die Kontinuität des Teams der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin überglücklich, dass Giancarlo einen Dreijahresvertrag bei uns unterschrieben hat, da dies Jordan und Honda eine Plattform gibt, auf die man aufbauen kann." Im Gegenzug wird Jarno Trulli den Platz für Fisichella frei machen und das einlösen, was er immer wieder versprach: Für Teammanager Flavio Briatore zu fahren, der ihm einst in die Formel 1 verhalf. Jarno Trulli kam 1997 in die Formel 1, fuhr zunächst für Minardi, 1997-1999 für Prost, wo er auf dem A1-Ring beinahe ein Rennen gewonnen hätte und wechselte für die Saison 2000 zu Jordan, wo er Teamkollege Heinz-Harald Frentzen ganz schön auf die Pelle rückte. Dieser Wechsel ist allerdings noch nicht offiziell bestätigt, ein Insider meinte gegenüber F1Total.com jedoch: "Trulli hat gar keine andere Wahl, als zu Benetton-Renault zu wechseln. Die Top-Teams sind alle zu und Renault ist zumindest langfristig eine gute Entscheidung. Trulli wird sich genau wie Fisichella langfristig binden, kann aber besser pokern und sich Ausstiegsklauseln verankern lassen, um zur Not doch zu Ferrari oder McLaren wechseln zu können. Im Gegensatz zu Fisichella hätte Trulli nämlich die Möglichkeit gehabt, bei seinem alten Team zu bleiben. Allerdings wird sich auch Renault die Hintertüre für eigene Talente wie Fernando Alonso oder Mark Webber offen halten wollen." Das Renault-Team hatte Mittwoch vergangener Woche eine Option auf Giancarlo Fisichella verfallen lassen. Die Franzosen hätten diese einlösen müssen, um am Römer für die kommende Saison festzuhalten. Der Grund für die Entscheidung von Renault ist fast schon peinlich - als man den Vertrag vor einigen Jahren aushandelte, setzte man für das Jahr 2002 in der Option ein zu hohes Gehalt fest, das Renault nicht zahlen möchte, die Rede ist von über 20 Millionen Mark.Bei den Vertragsverhandlungen konnte man sich schlussendlich wohl nicht einig werden, denn Fisichella wollte einen mehrjährigen Vertrag abschließen, um die Lorbeeren der momentan dort stattfindenden Aufbauarbeit ernten zu können, Teamchef Flavio Briatore bot jedoch nur einen Einjahresvertrag an. |
| 22.08.: Mugello - Zeiten vom zweiten Testtag | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 21.08.: Mugello - Zeiten vom ersten Testtag | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 19.08.: Jordans Punktepotenzial fiel technischem Defekt zum Opfer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Jarno Trulli, von Platz fünf ins Rennen gestartet, schied in Runde 53 wegen eines technischen Defekts aus und konnte somit das vorhandene Potenzial nicht in weitere Punkte ummünzen. Für Jean Alesi hatte das Rennen ein glücklicheres Ende. Der Franco Sizilianer sah als Zehnter die schwarz-weiß-karierte Flagge und bestand damit die Feuertaufe im EJ11 in seinem ersten Formel-1-Grand Prix für das Team Jordan in dieser Saison. Jarno Trulli: "In der ersten Kurve konnte ich meinen Platz verteidigen und anschließend war ich die ersten vier, fünf Runden lang schnell. Danach fielen meine Rundenzeiten jedoch rapide ab. Wir waren ganz plötzlich nicht mehr konkurrenzfähig und weil mein erster Boxenstopp ziemlich lange dauerte, verlor ich später einige Positionen. Ich habe dann anschließend Druck gemacht, nie aufgegeben, und bin am Limit gefahren. Die ganze Zeit habe ich angegriffen, nur verhielt sich dann auf einmal mein Auto merkwürdig und rutschte hin und her. Ich hatte eine Menge Probleme und kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genau sagen, zu wie viel Prozent das am Auto oder der rutschigen Strecke gelegen hat. 24 Runden vor Rennende musste ich mein Auto wegen eines Defekts abstellen." Jean Alesi: "Aus technischen Gründen musste ich das Rennen im T-Car bestreiten. Der Start war nicht sehr gut, jedoch konnte ich den Jaguar trotzdem überholen. Dies war ja mein erster Rennen für Jordan-Honda und es gab so viele Dinge die ich lernen musste. Zuerst musste ich auf die Vorderreifen aufpassen, dann anschließend auf die Hinterreifen. Nach dem Boxenstopp, übrigens habe ich dabei zum ersten Mal die Kupplung mittels des Lenkrads benutzt, hatte ich weiter zu lernen. Ich konnte ins Ziel fahren und fühle mich jetzt für die Zukunft im Team besser." Eddie Jordan, Teamchef: "Ich schätze, dass ich wieder einmal sagen muss, dass wir Jarno im Stich gelassen haben. Wir haben eine weitere Chance, Punkte zu holen, verschenkt und werden auch zukünftig keine Punkte holen solange wir nicht bis zum Ende durchfahren können. Jean ist in Anbetracht seiner geringen Erfahrung ein aggressives und gutes Rennen gefahren. Er hat das Auto ins Ziel gebracht und ich denke, wenn er seine Leistung in der Qualifikation steigern kann, können wir mit ihm bald gute Rennresultate erreichen. Wir müssen aber zuvor sicherstellen, dass die Zuverlässigkeit stimmt." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ausfälle:
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| 18.08.: Qualifying: Trulli durchbricht die Phalanx der Top Teams | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Für eine kleine Überraschung in der heutigen Qualifikation sorgte Jordan-Pilot Jarno Trulli. Der Italiener qualifizierte sich mit seinem mit neuen Aerodynamikteilen ausgerüsteten EJ11 auf Startplatz fünf. Seine Rundenzeit von 1:15.394 Minuten war dabei 1,335 Sekunden langsamer als die Pole-Position-Zeit von Michael Schumacher. Im Anschluss an die Qualifikation erklärte Trulli: "Eine sehr gute Qualifikation. Ich musste meinen zweiten Versuch wegen eines kleinen Fehlers abbrechen, ansonsten lief aber alles perfekt. Das Auto fühlte sich gut and und wir nahmen in der Session ein paar Änderungen an den Einstellungen vor, welche sich als richtig erwiesen haben. Ich muss sagen, dass ich mich wirklich für das Team und mich freue, denn das neue Aerodynamikpaket scheint gut zu funktionieren. Hoffentlich können wir im Rennen so weitermachen und eine gute, konstante Pace über die 77 Runden lange hinweg halten." Jean Alesi stellte seinen Jordan in 1:16.471 Minuten auf Startplatz zwölf. Der Franco-Sizilianer musste sich somit im ersten Vergleich mit Trulli deutlich geschlagen geben, jedoch sollte man den Abstand von etwas mehr als einer Sekunde auf seinen italienischen Teamkollegen nicht überbewerten, ist doch bekannt, dass Alesi den Hungaroring nicht mag und bislang wenige Erfahrungen mit dem EJ11 sammeln konnte. Der Franzose sagte im Anschluss an die Qualifikation auf dem Hungaroring: "Zu Mitte der Qualifikation, als ich 15. oder 16. war, war es ein wenig peinlich, sodass ich mich über meine letzte Runde und Platz 12 freue. Ich werde mich aber morgen von dort aus verbessern. Das Auto ist sehr gut gewesen, mein Problem war nur die geringe Zeit die ich zur Anpassung daran hatte. Jarno hat die Leistung erbracht die ich auch anstrebe zu zeigen. Sein fünfter Platz ist wirklich fantastisch für ihn und das Team. In diesem Auto zu sitzen ist wie ein Traum und ich will morgen das Beste daraus machen. Es wird sehr hart werden, wie es in Ungarn immer sehr anstrengend ist. Es ist wichtig, dass man sich für eine konstante Performance im gesamten Rennen vorbereitet und darüber werde ich mit meinen Ingenieuren jetzt sprechen." "Ich war nicht sicher, wie es heute für uns laufen würde, weshalb ich mich über das gute Ergebnis der Qualifikation freue", erklärte Eddie Jordan. "Es war klar, dass es hier für Jean schwierig werden würde, trotzdem hat er unter den gegebenen Umständen gute Arbeit geleistet. Jarno hat einen von den McLaren geschlagen und das ist für ihn persönlich eine tolle Sache, ganz klar ist es das auch für uns als Team. Das war eine wirklich sehr gute Qualifikation." "Ich denke, dass Jarno tolle Arbeit geleistet hat, indem er Mika Häkkinen am Ende der Qualifikation verdrängt hat", sagte Trevor Foster, der Managing Direktor des Teams. "Er musste absolut alles richtig machen, um das hinzubekommen. Obwohl die letzten Sekunden der Runde ein wenig sehr aufregend waren, so hat er das wirklich toll gemacht. Was Jean angeht, so hatte er heute mit vielen neuen, anderen Teilen des Autos zurecht zu kommen und bedenkt man seine geringe Fahrpraxis mit dem EJ11, so hat er meiner Meinung nach fantastische Arbeit geleistet." | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 17.08.: Neuer Honda-Motor für 2002 fertig |
Weil es mit den Partnern von BAR und Jordan in diesem Jahr nicht nach Wunsch läuft, wirft man bei Honda schon alles für 2002 in die Waagschale. Wie gestern bekannt wurde, ist das neue Triebwerk schon fertig. Als Gast bei der FIA-Pressekonferenz bestätigte Hondas technischer Manager, Kazutoshi Nishizawa, dass in Japan bereits die ersten Prüfstandsläufe absolviert wurden. Ein Einsatz noch dieses Jahr kommt aber nicht in Frage. Frühester Termin für die Jungfernfahrt sind demnach die Tests im Winter. 'Das Motorenprogramm für nächstes Jahr läuft gut', erklärte Nishizawa zufrieden. 'Ich bin happy damit. Die ersten Prüfstandsläufe haben wir schon ohne Probleme hinter uns gebracht.' Weil man mit einer etwas weiter geöffneten Zylinderbank (rund 100 Grad) gewisse Risiken eingeht, legt man auf eine intensive Vorbereitung besonderen Wert. Auch wenn von Eddie Jordan und Craig Pollock in der Öffentlichkeit keine Kritik an Honda zu hören war, wurde hinter vorgehaltener Hand mehr als einmal bemängelt, dass das aktuelle Aggregat zu konservativ ausgerichtet ist. Nishizawa konterte deshalb gestern: 'Wir kämpfen immer, um zu gewinnen, das Ziel zu erreichen. Gleichzeitig wissen wir, dass man dafür noch härter arbeiten muss.' Am Rande fiel das Wort auch auf die Beziehung der Japaner zu Takuma Sato, der vor einigen Tagen in Zandvoort das Marlboro Masters gewonnen hat, also die inoffizielle F3-Weltmeisterschaft. Nach wie vor hat Honda keinen Vertrag mit ihm, das BAR-Abkommen als Testpilot existiert aber noch immer. 'Wir mögen ihn sehr. Wir unterstützen schnelle Fahrer immer. Ich hoffe, dass er dieses Jahr noch gut abschneiden wird', schwärmte Nishizawa von seinem Landsmann. Ob die These stimmt, wonach man ihn als Frentzen-Ersatz bei Jordan einschleusen wollte, beantwortete er aber nicht: 'Kein Kommentar.' Die letzte Entscheidung läge bei den Teams, kommentierte er knapp. |
| 17.08.: Jordan-Team erwischte guten Start |
Obwohl sich Jean Alesi im ersten Freien Training nach nur fünf Runden von der Strecke gedreht hatte und anschließend die erste Trainingsstunde nur als Zuschauer verfolgen konnte, war er am Ende des Tages schneller als Jarno Trulli. Alesi, der am Montag in Silverstone eine 50 Kilometer lange Testfahrt im EJ11 absolviert hatte, um so Team und Auto ein wenig kennen zu lernen, belegte nach Beendigung des zweiten Freien Trainings mit einer Zeit von 1:17.862 Minuten Platz sechs. Sein italienischer Teamkollege wurde jedoch nur als Zwölfter geführt und konnte seine beste Runde in 1:18.277 Minuten drehen. "Ein ganz normaler erster Tag, an dem wir an der Abstimmung für das Rennen gearbeitet haben", erklärte Jarno Trulli. "Alles ist heute gut gelaufen. Wir haben uns an das neue Paket unseres Autos gewöhnt und eine Menge Daten diesbezüglich gesammelt. Wir lernen schnell, jedoch gab es nichts Unerwartetes. Das war heute ein positiver Tag, ein üblicher Freitag. Es ist schwierig zu wissen wo man wirklich steht, da man nicht weiß mit wie viel Benzin und auf welchen Reifen die anderen Teams und Fahrer unterwegs waren. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir morgen schnell sein können." "Ich hatte einen sehr aufregenden Morgen", erklärte Jean Alesi und sprach damit auf seinen Dreher von der Strecke im ersten Training an. "Ich denke, dass ich heute ein paar Schlaftabletten nehmen muss, denn ich war einfach zu aufgeregt. Nach ein paar Runden habe ich mich gedreht und dadurch wertvolle Zeit verloren. In Anbetracht meiner geringen Erfahrungen mit dem Auto habe ich einfach etwas zu viel Druck gemacht. Das war nicht sehr schön, denn ich war emotional sehr angespannt. Aber ganz offensichtlich ist der Tag dann doch gut ausgegangen. Ich habe einfach nur das getan, was das Team von mir wollte. Ich fahre hier zum ersten Mal in diesem Auto und weiß daher noch nicht welche Veränderungen vorgenommen werden müssen, sodass das Auto schneller und besser wird. Abgesehen von meinem Fehler heute Morgen ist sonst alles gut gelaufen, sehr gut gelaufen und ich bin wirklich glücklich. Ich bin zufrieden und froh darüber in diesem Team zu sein." Tim Holloway, der Chefingenieur des Teams, erklärte: "Wir haben einige neue Teile und aerodynamische Modifikationen getestet. Für Jean ist sehr schwierig, da er ohne einen großen Test des Autos dieses Rennwochenende bestreiten muss. Er hat gleich zu Beginn einen Fehler gemacht, aber ich denke, dass er heute gute Arbeit geleistet hat. Mit Jarno haben wir unser normales Freitagsprogramm absolviert und es gab keine Probleme bei ihm. Aus unserer Sicht verhalten sich alle Teile des neuen Paketes wie erwartet. Das ist befriedigend." Während heute nur Jarno Trulli in den Genuss des überarbeiteten Aerodynamikpaketes kam, so wird ab Sonnabend auch Jean Alesi damit seine ersten Erfahrungen sammeln können. Das Jordan-Team hat für beide Fahrer jeweils ein Auto in der neuen und alten Entwicklungsstufe zur Verfügung. |
| 16.08.: Heinz-Harald Frentzen zieht im "Fall Jordan" vor Gericht |
Ein sichtlich gut gelaunter Heinz Harald Frentzen hat vor dem Neuanfang in Budapest im Schlagabtausch mit seinem Ex-Chef Eddie Jordan die nächste Runde eingeläutet und den Gang vor Gericht angekündigt. "Fakt ist, er hat mich entlassen", sagte Frentzen am Donnerstag auf dem Hungaroring und stellte klar, dass er trotz seines neuen Engagements im Prost-Team um sein Recht kämpfen werde: "Das ist ganz sicher." Zuvor hatte der Formel-1-Pilot in einem Interview der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' den von Jordan aufgebrachten Vorwurf der Lüge gekontert: "Ich habe keine unwahren Aussagen gemacht, sondern nur die Geschichte so wiedergeben, wie sie abgelaufen ist. Was Eddie da behauptet, ist Unsinn." Vor seinem mit Spannung erwarteten Debüt beim Großen Preis von Ungarn am Sonntag erzählte der 34-Jährige noch einmal, dass er erst vier Tage vor dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim durch ein "Kündigungs-Fax" von seinem Rauswurf informiert worden sei. Rennstallbesitzer Jordan hatte diese Darstellung zuletzt als "total falsch" zurückgewiesen. Erneut ließ der Ire in einem Interview in der Budapest-Woche kein gutes Haar an seinem früheren Piloten: "Das Team brauchte neue Motivation." Im "Haifisch-Team" soll nun Jean Alesi die Zähne zeigen, der mit Frentzen das Cockpit tauschte. "Für Frentzen ist es auf alle Fälle ein Abstieg, für Alesi ein Aufstieg", bewertete BMW-Sportdirektor Gerhard Berger den ungewöhnlichen Wechsel. Es spricht allerdings für den Rennfahrer Frentzen, dass er trotz der Unkenrufe das Risiko ("Darüber mache ich mir keine Gedanken") nicht scheute und zum "Tabellen-Vorletzten" der Konstrukteurswertung wechselte. Nur vier Punkte holte das Team des viermaligen Weltmeisters Alain Prost bisher. "Mir war es einfach zu langweilig, mir zu Hause Gedanken über meine Zukunft zu machen. Dafür ist mir mein Talent zum Rennfahren zu schade. Ich betrachte es als Herausforderung unter dem Motto: Entdecke die Möglichkeiten." Für Frentzen, der neben dem Auto auch die Reifen wechselt und künftig auf Michelin seine Runden drehen wird, wird es eine Fahrt mit vielen Unbekannten: "Ich fange bei Null an. Das ist aber auch unglaublich spannend." Sein neues Team ist in Budapest ganz am Ende des Fahrerlagers platziert. Sein neues blaues Rennauto stand am Donnerstag in der Box, die Mechaniker bastelten eifrig an dem Wagen und blickten optimistisch in die Runde. Denn ganz so schlecht können die mit einem Ferrari-Motor ausgestatteten "Hinterbänkler" nicht sein: Prost (19 Zielankünfte) fiel bei den bisherigen zwölf Grand Prix weit weniger aus als Jordan (13). Der im Prost-Blau gekleidete Frentzen war nach seiner Zwangspause in Hockenheim erleichtert über die Rückkehr in den Formel-1-Zirkus, auch wenn er schwer beschäftigt war. "Ich werde wohl in Budapest mehr Stress haben als bei jedem anderen Formel-1-Rennen in meiner Karriere", vermutete er. Immerhin hat der 34-Jährige seit 1994 bereits 122 Grand Prix gefahren und auch drei gewonnen. "Wer in die Statistik schaut, wird erkennen, dass ich für Jordan einiges geleistet habe", sagte er. Frentzen wundert sich deshalb über seinen Ex-Chef, der behauptet hatte, vor dem überraschenden Rauswurf mehrmals mit ihm kommuniziert zu haben. "Entgegen der Darstellung habe ich auch nach dem Rennen in Silverstone kein Wort mehr mit Eddie gesprochen. Es gab nur einen Anruf vom Team, dass ich in Monza nicht testen werde. Vielleicht erinnert sich Eddie ja nicht mehr so richtig. Ich habe aber alles schriftlich." Im Fall Frentzen/Jordan geht es vor allem um viel Geld. Über 30 Millionen Mark (rund 15,5 Millionen Euro) sollen als Abfindung im Gespräch sein. Wie nahe die Trennung Frentzen, der auf eine saftiges Schmerzensgeld hoffen darf, gegangen ist, zeigt seine Einschätzung: "Vom Menschen Eddie Jordan bin ich sehr enttäuscht." Von seinem neuen Team ist Frentzen begeistert empfangen worden. "Nach meinen ersten Eindrücken habe ich das Gefühl, dass die Resultate von Prost nicht der Qualität der Mannschaft entsprechen. Ich war überrascht, wie professionell bei Prost gearbeitet wird." |
| 15.08.: Trulli möchte bei Jordan bleiben - Renault trifft Entscheidung |
Jarno Trulli, dem in dieser Saison die Rolle als Schlüsselperson auf dem Fahrermarkt zuteil geworden ist, hat sich Aussagen seines Managers nach bereits entschieden für welches Team er 2002 fahren wird. "Wir haben mit Eddie Jordan nach dem Rennen auf dem Hockenheimring eine Übereinkunft getroffen, jedoch müssen wir noch auf Renaults okay warten", zitiert 'ITV' Lucio Cavuto. Die letzten Meldungen, wonach Flavio Britatore - der Trulli in die Formel 1 gebracht hatte - über die Zukunft des 27-Jährigen entscheidet, entkräftete Cavuto, indem er erklärte, dass Briatore zu Benetton-Zeiten tatsächlich großen Einfluss auf den Verlauf der Karriere des Mannes aus Pescara hatte, jetzt aber , wo das Team Renault gehört, die Entscheidung einzig und allein von den Franzosen abhängt. Dass die Vertragsverhandlungen in der heutigen Formel 1 mitunter sehr schwierig sind, bestätigte Cavuto ebenfalls. "Wir wollten zunächst eine Lösung mit Jordan finden, was wir auch taten, nun liegt es an Renault. Ich rechne fest damit, dass wir dieses Wochenende in Ungarn schon alles bekannt geben werden", so Trullis Manager zuversichtlich. Sollte Trulli bei Jordan bleiben, so wäre es für ihn die dritte Saison im Team von Eddie Jordan. Maßgeblichen Einfluss auf Trullis Wunsch, ein weiteres Jahr in dem ihm bekannten Team zu bleiben, soll die Verpflichtung von Jean Alesi gehabt haben. Beide seien gute Freunde heißt es und Alesis Manager hatte jüngst gegenüber F1Total.com bestätigt, dass der Franco-Sizilianer auch 2002 bei den Gelben fahren werde. Sollte sich also nicht noch etwas Spektakuläres ereignen, so dürfte Giancarlo Fisichella auch 2002 bei den Himmelblauen bleiben. Für den Fall, dass Renault aber unbedingt auf Trulli als ersten Piloten des Werksteams im kommenden Jahr besteht, geriete das Fahrerkarussell wieder heftiger in Bewegung, denn dann müsste sich wohl Giancarlo Fisichella nach einem neuen Cockpit umsehen. Jenson Button gilt als zweiter Pilot bei Renault im kommenden Jahr als sicher, da er auf Grund eines Zweijahresvertrags von Frank Williams an das Team aus Enstone ausgeliehen wurde und bei Renault eine aus zwei Italienern bestehende Fahrerpaarung so gut wie ausgeschlossen scheint. |
| 14.08.: Frentzen wehrt sich gegen Vorwürfe der Lüge |
Formel-1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen wehrt sich gegen die Vorwürfe seines Ex-Arbeitgebers Eddie Jordan. "Ich kann nur sagen, dass Heinz-Harald nicht lügt. Mehr können wir wegen des schwebenden juristischen Verfahrens erstmal nicht sagen", erklärte Frentzens Berater Monte Field dem 'Sport-Informations-Dienst'. Der 34 Jahre alte Mönchengladbacher wird nach seinem Comeback beim Großen Preis von Ungarn am Sonntag auf dem Hungaroring im Prost-Team gegen seinen Jordan-Nachfolger Jean Alesi fahren. Jordan hatte die neue Schlammschlacht in einem Interview mit der französischen Sportzeitung 'L'Equipe' begonnen, in dem er Frentzen der Lüge bezichtigte: "Jetzt zu behaupten, er wäre vier Tage vor dem Rennen in Hockenheim per Fax entlassen worden, ist total falsch." Frentzen hatte zuvor gesagt, dass die Kündigung einfach so aus dem Fax "geblubbert" sei: "Ich war völlig baff. Kein Gespräch, nichts - einfach dieses Fax." Jordan behauptet, dass er den Deutschen beim Großen Preis von Deutschland noch hätte starten lassen wollen: "Ich war ein wenig überrascht, denn ich hatte entschieden, dass ich ihm vor seinem Heim-Grand-Prix nicht schaden will. Ich wollte ihm noch eine Chance geben." Er will schon am 15. Juli mit Frentzen gesprochen haben, weil er "verärgert über gewisse Situationen" gewesen sei, "in denen wir uns mit Heinz befanden". Zwei Tage später habe er ihm in einem Brief angekündigt, "dass es nicht mehr möglich ist, zusammen zu arbeiten". Trotzdem habe er Frentzen ein schriftliches Angebot für Hockenheim unterbreitet. Wegen der "Schlammschlacht" will der Rennstallbesitzer seinem Ex-Piloten in Ungarn "einiges sagen". Frentzen scheint wenig interessiert: "Ich glaube nicht, dass wir uns noch viel zu sagen haben. Wir werden uns in Ungarn wohl nicht treffen, denn unsere Teams haben die Box nicht direkt nebeneinander." Die Gründe für die Entlassung wollte Jordan erneut nicht sagen, laut 'L'Equipe' sollen Frentzen aber angeblich Probleme im Fitnessbereich vorgeworfen worden sein. Jordan: "Es tut mir leid für Heinz, schließlich hat er mit zwei Siegen die meisten Rennen für uns gewonnen. Ich liebe ihn sehr. Aber das Team ist wichtiger als der Einzelne, und als Chef konnte ich nicht anders handeln." Jetzt haben die Anwälte das Wort, angeblich geht es um 37 Millionen Mark, die Frentzen einklagen will. "HHF" dementierte in 'Auto Bild motorsport', dass er in dieser Saison weiter von Jordan bezahlt werde. |
| 14.08.: Eddie Jordan geht in die Offensive: Frentzen lügt |
Formel-1-Rennstallbesitzer Eddie Jordan hat seinen früheren Piloten Heinz-Harald Frentzen der Lüge bezichtigt. "Jetzt zu sagen, er wäre vier Tage vor dem Rennen in Hockenheim per Fax entlassen worden, ist total falsch", erklärte der Ire in einem Interview mit der französischen Sportzeitung 'L' Equipe' und goss damit vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag weiter Öl ins Feuer. In Budapest kommt es in dieser Woche nach dem Eklat vor dem Großen Preis von Deutschland am 29. Juni zur ersten persönlichen Begegnung zwischen Frentzen und Jordan. "Ich werde ihm schon Einiges sagen", hat der Mönchengladbacher, der nach seiner Zwangspause auf dem Hungaro-Ring für das Prost-Team fährt, angekündigt. Sein Nachfolger bei Jordan ist der von Prost abgewanderte Franzose Jean Alesi. Wenn es nach Jordan gegangen wäre, hätte Frentzen in Hockenheim noch einmal für das "Haifisch-Team" starten können. "Ich war ein wenig überrascht, denn ich hatte entschieden, ihm vor seinem Heim- Grand-Prix nicht zu schaden. Selbst wenn die Probleme noch immer dieselben waren, wollte ich ihm noch eine Chance geben. Aber Heinz hat das Vertragsende zur Kenntnis genommen indem er die Motive anzweifelt." Jordan will schon am 15. Juli, also unmittelbar nach dem Rennen in Silverstone, mit Frentzen über die Situation gesprochen haben. "Ich war sehr verärgert über gewisse Situationen, in denen wir uns mit Heinz befanden." Zwei Tage später habe er noch einmal mit Frentzen gesprochen und ihm einen Brief angekündigt, "der meine Unzufriedenheit auf gewissen Gebieten darstellt, und dass daraus folgt, dass es nicht mehr möglich ist, zusammen zu arbeiten". Noch sechs Tage vor dem Großen Preis von Deutschland, sagt Jordan, habe er am Telefon erklärt, dass es für alle besser wäre, den Grand Prix in Hockenheim noch zusammen zu fahren. Sein Angebot habe er sogar schriftlich formuliert. Der Ire wollte allerdings erneut nicht über seine Beweggründe für die Entlassung des Vize-Weltmeisters von 1997 sprechen. "Das will ich nicht sagen", so Jordan. Die französische Sportzeitung spekuliert allerdings, dass es mit Frentzens Fitness nicht zum Besten steht. Er habe sich auch geweigert, Fitnesstests zu absolvieren. Jordan: "Es tut mir Leid für Heinz, denn mit zwei Siegen ist er derjenige, der die meisten Rennen für uns gewonnen hat. Und ich liebe ihn sehr. Aber die Mannschaft ist wichtiger als der Einzelne. Als Chef konnte ich nicht anders handeln." |
| 13.08.: Jean Alesi fuhr erste Runden im Jordan-Honda |
Nach seinem Wechsel von Prost-Acer zu Jordan-Honda hat Jean Alesi vor dem Großen Preis von Ungarn wie auch Heinz-Harald Frentzen lediglich anlässlich der erlaubten 50 Testkilometer in der Woche vor einem Rennwochenende wenige Kilometer die Möglichkeit, sich an sein neues Arbeitsgefährt zu gewöhnen. In Silverstone drehte der Franco-Sizilianer am Montag sechs Runden inklusive je einer Einführungsrunde, was in der Summe 47,5 Kilometer ergaben. Das reicht für ein erstes vorsichtiges Beschnuppern des Autos - für mehr aber auch nicht. In erster Linie ging es am Montag auch nur darum, die Sitzposition optimal auf den 1 Meter 70 großen Mann aus Nyon einzustellen. Dazu zählt der Sitz selbst aber auch die richtige Position der Pedale im Cockpitraum und verschiedene Polster, die man anbringen kann, um den Fahrkomfort etwas zu erhöhen. Auch ein wenig Setuparbeit wurde betrieben, damit der 37-Jährige in Budapest nicht ganz "grün" auf die Strecke gehen muss. "Ich hatte einen arbeitsamen und produktiven Test, da es eine Menge über das Auto zu lernen gab", so Alesi am Abend, der sich daran gewöhnen muss, dass die zahlreichen Rädchen und Knöpfchen, die vor allem der Bedienung der komplexen Elektronik dienen, eben nicht dort sitzen, wo er das von seinem Prost gewohnt ist und teilweise auch einen anderen Bedienungsvorgang erfordern, was insbesondere für die Launch-control gilt, die am Start perfekt funktionieren muss. "Auch wenn wir nur 50 Kilometer fahren konnten, da es sich um einen Shakedown handelte, konnten wir gute Fortschritte machen", so Alesi weiter. "Wir haben uns hauptsächlich auf meinen Sitz und meine Fahrposition konzentriert, damit ich mich im Auto wohl fühlen kann und es war gut, mit meinen Jungs für das Auto und den Ingenieuren zusammenzuarbeiten, so dass wir uns kennen lernen können." 50 Testkilometer sind viel zu wenig, um ein Auto realistisch einschätzen zu können, ein guter Rennfahrer kann jedoch sagen, ob es sich um eine "Gurke", ein gutes oder ein sehr gutes Auto handelt. Alles was dazwischen liegt, findet man erst während vielen Kilometern auf unterschiedlichen Strecken heraus. "Der EJ11 fühlt sich sehr gut zu fahren an", so das erste Urteil Alesis, "ich freue mich also wirklich auf den Ungarn-Grand-Prix, um das wahre Potenzial zu erfahren und das Auto im Rennen zu fahren, das sich als sehr konkurrenzfähig erwiesen hat." Auch Eddie Jordan war bei dem Test anwesend, der einen Steinwurf von der Fabrik entfernt stattfand: "Jean hat sich sehr schnell an den EJ11 gewöhnt und hat sich zum Schluss wohl und zuversichtlich gefühlt. Eine tolle Einstellung von Jean ist es, dass er immer 100 Prozent gibt und wir möchte ihm ein Auto geben, das es ihm ermöglicht, sein Talent zu demonstrieren. Er hat sich auch die Zeit genommen, um die Teammitglieder kennen zu lernen und er hat sich mit großer Leichtigkeit in das Team eingegliedert. Jordan hat in dieser Saison ein paar sehr wettbewerbsfähige Ergebnisse erreicht, sowohl im Qualifying als auch im Rennen, und ich denke, dass Jarno und Jean eine besonderes gute Paarung abgeben werden und sich gegenseitig antreiben werden, weitere Erfolge zu erreichen." |
| 13.08.: Jean Alesi auch 2002 bei Jordan-Honda |
Nach dem Wechsel von Jean Alesi vom Prost- zum Jordan-Honda-Team Mitten in der laufenden Saison, der am vergangenen Mittwoch offiziell bekannt gegeben wurde, ist eine Vertragsverlängerung für die kommende Saison nur noch Formsache, das bestätigte Alesis Manager Mario Miyakawa F1Total.com in einem Telefongespräch: "Wir haben für das kommende Jahr hohe Erwartungen und wir unterhalten uns im Moment darüber. Ich hoffe, dass wir den Vertrag in den nächsten Tagen bestätigen können." Miyakawa bestätigte, dass man eine Option für die kommende Saison besitzt, die man bereits in den nächsten Tagen einlösen könnte: "Wir haben für die kommende Saison eine Option. Ich denke, dass wir uns in einer sehr positiven Situation befinden und wir müssen sehen, was sich in den nächsten Tagen mit Jordan ergibt. Für uns war es zunächst einmal wichtig gewesen, bis zum Ende der Saison für Jordan fahren zu können und uns dann über die weitere Zukunft mit ihnen zu unterhalten." Die nahe Zukunft des 37-jährigen Franco-Sizilianers liegt im Moment auf jeden Fall bei Jordan - geht es nach Alesi und seinem Manager: "Wir sprechen momentan mit keinen anderen Teams mehr. Wir hatten zuvor natürlich Gespräche mit anderen Teams, aber jetzt sind wir offiziell bei Jordan wo wir auch bleiben möchten. Aus diesem Grund sind wir gerade dabei, eine für uns, für Jordan und für Honda gute Lösung zu finden. Wir sind überzeugt davon, dass Jordan für uns die beste Lösung sein wird." Gegenüber dem französischen Fernsehsender 'TF1' bestätigte auch Jean Alesi, dass er seine Zukunft bei Jordan sieht: "Tatsache ist, dass ich schon für 2002 unterschrieben habe. Ich fahre aus diesem Grund für Jordan in den letzten Grand Prixs im Jahr 2001, aber auch im Jahr 2002 werde ich für sie fahren." Jetzt müssen beide Parteien die unterschriebene Option nur noch einlösen. |
| 12.08.: Honda gewährt Einblicke in die Motorenkonstruktion |
Um in der Formel 1 erfolgreich zu sein bedarf es guter Fahrer, eines konkurrenzfähigen Chassis und auf jeder Strecke funktionierender Reifen und nicht zuletzt auch eines leistungsstarken Motors. Fehlt eine dieser Komponenten oder harmoniert nicht mit den anderen Teilen des Gesamtpakets, so ist der Erfolg im Jahr für Jahr härter werdenden Wettkampf der Teams und großen Automobilkonzerne untereinander praktisch verbaut. In den letzten Jahren hat es auch in Sachen Motorenkonstruktion einige Veränderungen gegeben, im Vergleich zu vor drei Jahren sind die heutigen Aggregate kaum mehr als 90 - 100 Kilogramm schwer und leisten gut 18.000 U/Min. Honda, die als Motorenpartner von British American Racing und Jordan Grand Prix dieses Jahr früh erkannten, dass es einer grundlegenden Neuausrichtung ihres Formel-1-Projekts bedarf, arbeitet für die kommende Saison bereits auf Hochtouren an einem im Vergleich zum diesjährigen Aggregat revolutionären Motor, wie es heißt. Die Japaner, die ihre in der Formel 1 gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse auch ihren für die Konstruktion der Straßen-Pkw zuständigen Kollegen zugänglich machen, gaben nun einen Einblick in die Konstruktion eines aktuellen Zehnzylinders unter heutigen Aspekten. Zunächst einmal müssen für den Bau eines Zehnzylinders die geeignetsten Materialien gefunden werden, sodass man einen widerstandsfähigen und dennoch leichten Motor konstruieren kann. Es gilt den kritischen Mittelweg zwischen minimalstem Gewicht, maximaler Widerstandsfähigkeit und Stärke des Motors zu finden. Als Hauptmetalle werden für den Bau eines Formel-1-Motors Aluminium, Magnesium, Titan und Stahllegierungen in spezieller Zusammensetzung verwendet. Darüber hinaus werden aber auch Materialien wie Kohlenstoffzusammensetzungen und Keramik eingesetzt. Hauptsächlich wird aber Aluminium verwendet, welches auf Grund seines hohen Härtefaktors beim Bau der Hauptbestandteile wie Zylinder, Zylinderblock und Kolben eingesetzt wird. Allerdings wird nicht das herkömmliche Aluminium verwendet, sondern vielmehr spezielle Aluminiumlegierungen. Aluminium besitzt aber noch eine weitere grundlegende Eigenschaft, weshalb man es zur Konstruktion der Motoren gerne verwendet: es besitzt ausgezeichnete Hitzeübertragungsmerkmale, wodurch die im Inneren des Motors erzeugte Hitze schnell nach außen abgeführt werden kann. Magnesium ist ein weiterer Werkstoff, den man verwendet und im Vergleich mit Aluminium zwar leichter, jedoch auch nicht so widerstandsfähig. Deshalb wird Magnesium meist für die Nockenabdeckungen verwendet, während die Pleuelstangen (zwischen dem Kolben und der Kurbelwelle) aus Titan bestehen. Für die Kurbelwelle selbst verwendet man Metalllegierungen, bestehend aus verschiedenen Metallen wie zum Beispiel Nickel und Chrom, um so die benötigte Widerstandsfähigkeit zu erreichen. Obwohl man heutzutage ausgiebig Kohlenstofffaserzusammensetzungen bei der Konstruktion der Chassis einsetzt, so nutzt man diesen Werkstoff bei den Motoren nur beschränkt. Die isolierenden Qualitäten und das leichte Gewicht von Keramik haben dazu geführt, dass man auch diesen Werkstoff benutzt, jedoch ist Keramik sehr zerbrechlich und bei den enormen, durch die Motoren hervorgerufenen, Vibrationen auch nur bedingt einsetzbar. Einige Hersteller benutzen diesen Werkstoff als Verkleidung der Auspuffrohre oder als keramischen Anstrich, um eine Überhitzung der Zylinderköpfe durch die Auspuffabgase zu verhindern. Das Auspuffsystem selbst, berichtet Honda, wird aus dem Material Inconel, einer speziellen Nickel-Zink-Chrom-Legierung hergestellt. Inconel ist ein sehr dünnes und leichtes Metall, kann aber hohen Temperaturen von 800 bis 900 Grad Celsius widerstehen und eignet sich deshalb sehr gut für die sich rasch aufheizenden und abkühlenden Auspuffrohre. Einige der zukünftig in der Königsklasse und bei den Straßen-Pkw erzielten Fortschritte werden auf neuen, noch fortschrittlicheren und hoch entwickelteren Materialien basieren. Honda hat deshalb ein spezielles Ingenieursteam, welches sich Tag für Tag der Erforschung neuer Materialien widmet. Dieses Jahr gilt der V10 aus München von BMW als leistungsstärkstes Triebwerk, dicht gefolgt von den Aggregaten der Teams Ferrari und McLaren. Jedoch hüten die Teams alle Leistungsdaten wie ihren Augapfel. Während es aber von allen Motoren zumindest Fotos und ein paar Daten gibt, so hält Renault, die einen revolutionären Motor mit einem Zylinderwinkel von 111 Grad erstmalig in dieser Saison einsetzen, alle Informationen unter Verschluss. |
| 12.08.: Jordans neue Fahrerpaarung soll es in Ungarn richten |
Nur sechzehn Kilometer von Budapest entfernt liegt der Hungaroring, auf dem am kommenden Wochenende die Formel 1 Halt macht. Eingebettet in die wunderschöne Natur und die hügelige Landschaft, gilt der knapp vier Kilometer lange Kurs bei Fahrern und Teams als anspruchsvoll, was den vielen Kurven und Schaltvorgängen zuzuschreiben ist. Auf Grund der vielen langsamen Kurven bietet die Strecke jedoch kaum Überholmöglichkeiten, beklagen die Rennfahrer jedes Jahr aufs Neue. Der Schlüssel zu einer schnellen Runde ist maximaler Abtrieb, und der Schlüssel zum Sieg am Rennsonntag ist ein zuverlässiges Auto und eine gute Startposition. Für das Jordan-Team sprangen in den letzten Jahren immer Punkte in Ungarn heraus und mit der neuen Fahrerpaarung, bestehend aus dem erfahrenen Jean Alesi und dem von Eddie Jordan hoch geschätzten Jarno Trulli, erwartet man sich dieses Jahr ebenfalls ein gutes Ergebnis. In Vorschau auf sein Debüt für Jordan in Ungarn erklärt Jean Alesi: "Der Hungaroring ist nicht gerade meine Lieblingsstrecke, denn weil man dort ziemlich langsam ist kann man das Besondere der Formel 1 gar nicht wirklich spüren. Überholen ist beinahe unmöglich und bedingt durch die Hitze und die vielen Kurven kann es ein sehr anstrengendes Rennen werden. Allerdings fühle ich, dass ich jetzt zumindest in einem Auto sitze mit dem ich auf das Podium fahren kann. Dies ist ganz klar ein Boost für meine Motivation. Ich muss mich aber noch an alles im Team und an mein neues Auto gewöhnen. Aber Jordan ist für mich kein total unbekannter Rennstall, denn als ich die Fabrik vor einigen Tagen besuchte, fand ich heraus, dass noch ein paar Mechaniker aus meinen F3000-Tagen dort arbeiten. In der Kantine hatte ich bei einem Abschied damals 'Goodbye' auf ein Foto geschrieben, jetzt denke ich, dass ich dort 'Hi guys, I´m back!' hinzufügen sollte." Jarno Trulli, der bislang auf dem Hungaroring zwei Mal als Siebter (2000 und 1997) ins Ziel kam, einmal wegen eines Motorschadens ausschied und einmal als Achter abgewunken wurde, mag den Hungaroring hingegen: "Obwohl die Strecke in Ungarn als Mickey Mouse-Kurs beschrieben wird, muss ich sagen, dass ich sie mag. Mein Fahrstil passt gut dazu und ich bin dort meist immer recht konkurrenzfähig gewesen, wenngleich ich im Rennen zuletzt wenig Glück hatte." |
| 11.08.: Alesi äußerst motiviert für Rennen in Ungarn |
Nachdem Jean Alesi am Montag die Chance nutzen wird, um in Silverstone seinen neuen Boliden vom Typ EJ11 besser kennen zu lernen, wird der in Avignon geborene Franzose mit sizilianischem Blut in seinen Adern einen besseren Eindruck von der Leistungsfähigkeit des vor kurzem noch als Konkurrenz betrachteten Teams und seines neuen Autos haben. Das am 19. August anstehende Rennen auf dem Hungaroring sieht der dienstälteste aktive Formel-1-Pilot jedoch mit gemischten Gefühlen. "Ungarn ist eine Strecke, welche nicht zu meinen Lieblingskursen gehört. Der Hungaroring ist einfach so langsam, dass man gar nicht das Besondere der Formel 1 dort spüren kann", findet Alesi. Als weiteren Grund, weshalb er die 3,973 Kilometer lange Strecke nicht besonders mag, führt er an, dass man dort beinahe gar nicht überholen kann. Motiviert ist der Routinier dennoch, vielleicht sogar mehr als nie zuvor: "Ich fühle, dass ich jetzt ein Auto habe, mit dem ich auf das Podium fahren kann. Das ist ein wahrer Schub für meine Motivation." Gegenüber der englischen Presse erklärte Alesi weiter, dass er sich aber erst einmal in seinem neuen Team zurechtfinden muss und kommendes Wochenende alle Hände voll zu tun haben wird, um in seinem neuen Auto einen guten Eindruck zu hinterlassen. Alesis Freund und jetziger Teamchef, Eddie Jordan, hat unterdessen klar gemacht, dass er sich von der Verpflichtung des Franco-Sizilianers für die letzten fünf Grand Prix einiges erhofft. Jordans erklärtes Ziel ist es am Ende der Saison Platz vier in der Konstrukteurswertung geholt zu haben, vor allem aber will man die Konkurrenz von BAR-Honda schlagen. |
| 11.08.: Trulli die Schlüsselperson auf dem Fahrermarkt |
Eigentlich, so schien es bereits recht früh in der Saison, waren in diesem Jahr die als "silly season" bezeichneten Spekulationen rund um die Fahrerwechsel weniger interessant als im letzten Jahr. Grund hierfür war zum einen die recht frühe Vertragsverlängerung seitens Ferrari mit Michael Schumacher und Rubens Barrichello, sowie die Verlängerung der Verträge von Ralf Schumacher, Jos Verstappen und zuletzt Jacques Villeneuve und Olivier Panis. Zum anderen ist die Situation in diesem Jahr jedoch allgemein anders, denn viele Teams schließen mittlerweile nur noch selten Einjahresverträge ab und so standen zum Beispiel die Cockpits von Nick Heidfeld und Kimi Räikkönen gar nicht erst zur Verfügung, während Jenson Buttons und Juan-Pablo Montoyas Verbleib im Team zwar angeblich zur Diskussion standen, aber beide Fahrer sich ruhig zurücklehnen konnten, denn ihre Verträge mit den Teams für 2002 sind sicher. Von Trullis Entscheidung hängt das Schicksal der anderen Piloten ab Als Schlüsselperson auf dem Fahrermarkt hat sich aber in dieser Saison Jarno Trulli herausgestellt. Der durch seinen Manager Flavio Britatore in die Formel 1 gekommene Italiener hat nämlich bislang noch nicht öffentlich mitgeteilt, ob er denn 2002 bei Jordan bleibt oder in ein anderes Team wechselt. Erwartet wird, dass der 27-Jährige kommende Woche seine Entscheidung verkündet. Jordan-Teamchef Eddie Jordan hatte zur Situation mit Trulli gegenüber den englischen Motorsportmedien erklärt, dass man derzeit noch nichts mitzuteilen habe. Nach wie vor wird Trulli als Ersatz von Giancarlo Fisichella bei Benetton-Renault gehandelt, allerdings sagte ein Vertrauter Fisichellas, dass dieser glücklich im Team sei, wenngleich es dieses Jahr bislang viele Tiefs und wenige Hochs gegeben hat. Ohne Zweifel ist die Entscheidung der beiden Italiener, die beide in gewisser Weise an Flavio Briatore gebunden sind, eine für sie zukunftsweisende Entscheidung. Tom Walkinshaw möchte für 2002 eine extrem starke Fahrerpaarung Als prinzipieller Kandidat für eines der zwei Cockpits im Team Jordan hat sich aber auch der Japaner Takuma Sato ins Gespräch gebracht. Der Gewinner des Marlboro Masters in Zandvoort und Führende der britischen F3-Meisterschaft, sagte der 'Financial Times': "Ich möchte nächstes Jahr gerne in der Formel 1 fahren. Es gibt auch ein paar Optionen, welche wir uns jetzt genau ansehen werden und dann treffen wir eine Entscheidung." Sato könnte Jordans Versicherung dafür sein, dass Honda sich trotz des jetzigen und für 2002 bestätigten Doppelengagements bei BAR und Jordan, zukünftig mehr auf das Team von Eddie Jordan konzentriert und später eventuell nur noch dieses mit Motoren ausstattet. |
| 11.08.: Zwei Freunde wieder vereint - Alesi und Jordan |
Sowohl Eddie Jordan als auch Jean Alesi freuten sich ungemein, als sie am Mittwoch dieser Woche ihre neuerliche Zusammenarbeit bekannt geben konnten. Jordan, der den Franco-Sizilianer nach England lotste, um ihn dort für sein Team Eddie Jordan Racing fahren zu lassen, erinnert sich noch sehr gut an die damalige Zeit, als er mit dem heute ältesten aktiven Formel-1-Piloten zusammentraf: "Jean kam nach Oxford, um dort mit mir und meiner Familie zu leben. Er hat bei uns sein Englisch gelernt und so hat sich die Freundschaft zwischen meiner Familie und ihm entwickelt. In den letzten Jahren ist meine Tochter Mikki zu Jean nach Frankreich gegangen, um so ihre Französischkenntnisse zu verbessern." "Es ist schon ein wenig ironisch, dass es jetzt einige Umstände gibt, sowohl auf Jeans als auch auf unserer Seite, welche wirklich ähnlich zu denen im Jahr 1989 sind. Aus Sicht des Teams hatte Eddie Jordan Racing 1989 viel auf die Beine gestellt, jedoch konnten wir nicht alles miteinander kombinieren", erinnert sich Jordan an die Anfänge als Teamchef. Der Ire weiter: "Durch Jeans Ankunft im Team endete das Pech und wir gewannen die Meisterschaft zusammen. Jean in diesem Jahr bei Jordan Grand Prix begrüßen zu dürfen bedeutet für das Team, dass wir einen Fahrer mit viel Erfahrung und einer enormen Hingabe und Enthusiasmus haben. Das kann nur positiv sein. Aus meiner Sicht sieht es so aus, dass Jean, bevor er 1989 zu mir kam, um für mich zu fahren, in einem zu komfortablen Umfeld gearbeitet hat. Möglicherweise kann man das auch heute sagen. Er muss in den letzten fünf Rennen für Jordan wirklich überzeugen, jedoch ist er meiner Meinung nach in einer perfekten Situation, um seine Karriere noch einmal aufblühen zu lassen." |
| 11.08.: Zwei Freunde wieder vereint - Alesi und Jordan |
Sowohl Eddie Jordan als auch Jean Alesi freuten sich ungemein, als sie am Mittwoch dieser Woche ihre neuerliche Zusammenarbeit bekannt geben konnten. Jordan, der den Franco-Sizilianer nach England lotste, um ihn dort für sein Team Eddie Jordan Racing fahren zu lassen, erinnert sich noch sehr gut an die damalige Zeit, als er mit dem heute ältesten aktiven Formel-1-Piloten zusammentraf: "Jean kam nach Oxford, um dort mit mir und meiner Familie zu leben. Er hat bei uns sein Englisch gelernt und so hat sich die Freundschaft zwischen meiner Familie und ihm entwickelt. In den letzten Jahren ist meine Tochter Mikki zu Jean nach Frankreich gegangen, um so ihre Französischkenntnisse zu verbessern." "Es ist schon ein wenig ironisch, dass es jetzt einige Umstände gibt, sowohl auf Jeans als auch auf unserer Seite, welche wirklich ähnlich zu denen im Jahr 1989 sind. Aus Sicht des Teams hatte Eddie Jordan Racing 1989 viel auf die Beine gestellt, jedoch konnten wir nicht alles miteinander kombinieren", erinnert sich Jordan an die Anfänge als Teamchef. Der Ire weiter: "Durch Jeans Ankunft im Team endete das Pech und wir gewannen die Meisterschaft zusammen. Jean in diesem Jahr bei Jordan Grand Prix begrüßen zu dürfen bedeutet für das Team, dass wir einen Fahrer mit viel Erfahrung und einer enormen Hingabe und Enthusiasmus haben. Das kann nur positiv sein. Aus meiner Sicht sieht es so aus, dass Jean, bevor er 1989 zu mir kam, um für mich zu fahren, in einem zu komfortablen Umfeld gearbeitet hat. Möglicherweise kann man das auch heute sagen. Er muss in den letzten fünf Rennen für Jordan wirklich überzeugen, jedoch ist er meiner Meinung nach in einer perfekten Situation, um seine Karriere noch einmal aufblühen zu lassen." |
| 10.08.: Zonta fügt sich in seine Rolle als Testfahrer |
Für Ricardo Zonta, der nach seiner Odyssee bei British American Racing Ende letzten Jahres wieder zu Jordan als Testfahrer zurückgekehrt war, hatte die Saison 2001 bislang ihre Hochs und Tiefs. So freute sich der Mann aus Curitiba zum einen über das ihm bei Jordan entgegengebrachte Vertrauen und kam unerwartet bei den Grand Prix von Kanada und Deutschland zum Renneinsatz, auf der anderen Seite musste er wenige Tage nach dem Rennen auf dem Hockenheimring erkennen, dass sich sein Teamchef nicht für ihn als Piloten des zweiten Cockpits in den letzten Grand Prix entschied, sondern für den erfahrenen Jean Alesi. Die Entscheidung Eddie Jordans versteht Zonta eigenen Aussagen nach gut, denn es macht Sinn, dass man einen erfahrenen Fahrer wie Alesi ins Team geholt hat, um so die Ziele in diesem Jahr erreichen zu können. Das Team hat sich nämlich fest vorgenommen, dass man am Ende der Saison Vierter der Konstrukteure ist. Derzeit liegt man mit einem Punkt hinter British American Racing auf Platz sechs. Obwohl Zonta in Kanada, wo er kurzfristig Heinz-Haralds Frentzen Platz einnahm, nachdem der Mönchengladbacher im Freien Training einen heftigen Abflug hatte und auf die weitere Teilnahme am Rennwochenende verzichtete, einen guten Eindruck hinterließ und am Ende als Siebter ins Ziel kam, gab es auch Zweifel an der Leistungsfähigkeit des jungen Mannes. Im Rennen war er nämlich auf der langen Geraden in das Heck von Sauber-Pilot Kimi Räikkönen gefahren, was nicht nur beim Finnen und dessen Teamchef für Stirnrunzeln sorgte. Auf dem Hockenheimring sorgte Zonta nur kurzzeitig bei einem Zweikampf mit Olivier Panis für Aufregung der positiven Art, bevor er nach einer selbst verschuldeten Kollision nach sieben Runden an die Box fuhr und seinen EJ11 dort abstellen musste. Der 25-Jährige hat sich nach der Verpflichtung Alesis für die letzten Rennen dieser Saison bereits wieder an seine Rolle als Testfahrer gewöhnt und hofft, dass er bereits kommende Saison für eines der dann zwölf Teams als Stammpilot fahren wird: "Ich werde jetzt wieder wie vor meinem Renneinsatz für das Team testen. An der Situation hat sich nichts geändert. Ich studiere derzeit einige Möglichkeiten, die es mir ermöglichen würden 2002 wieder in der Formel 1 zu fahren", so der Brasilianer weiter. |
| 09.08.: Honda hat sich hohe Ziele gesetzt |
Honda hat sich nach einer enttäuschenden Saison, welche bislang durch die Zusammenarbeit mit BAR und Jordan nur zwei Podestplätze anstatt eines für dieses Jahr angepeilten Sieges und zusammengerechnet 31 WM-Punkte einbrachte, bereits ganz der Entwicklung des neuen Motors für das kommende Jahr verschrieben. So wollen die Japaner, die zwischen 1986 und 1991 mit den Teams Williams und McLaren in Form von Weltmeistertiteln (Fahrer- und Konstrukteursmeisterschaften) und zahlreichen Siegen und Pole Positionen eine Erfolgsgeschichte schrieben, ab der nächsten Saison wieder einen konkurrenzfähigen Zehnzylinder ihren Partnerteams zur Verfügung stellen, dies bestätigte Shoichi Tanaka in einem Interview mit dem Fachmagazin 'Autosport'. Die Zusammenarbeit mit zwei Formel-1-Teams, auf die man gleichermaßen trotz unterschiedlicher Chassis und der gleichen Forderung nach einem leistungsstarken Motor eingehen muss, hat Honda vor Augen geführt, wie schwer der Weg zurück an die Spitze ist: "Es ist eine schwierige Herausforderung, aber wir wissen jetzt, dass wir härter als einer der anderen Hersteller und härter als die Spitzenteams arbeiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen." Fest steht, dass Honda sowohl British American Racing als auch Jordan im kommenden Jahr mit Motoren beliefern wird. Laut eigenen Aussagen stand auch nie zur Diskussion, sich nur noch auf ein Team zu beschränken, um wie BMW mit Williams schneller erfolgreich sein zu können. Stattdessen hat man den Weg eines nicht mehr so konservativen Motors für 2002 gewählt und hofft, dass sich das Doppelengagement am Ende auszahlen wird. Bereits nach wenigen Rennen dieser Saison hatten sich Vertreter von BAR und Jordan sowie Honda zusammengesetzt, um für 2002 den gemeinsamen Weg festzulegen. Sollte der Erfolg auch im kommenden Jahr ausbleiben, so besteht die Möglichkeit, dass sich Honda das zweigleisige Engagement noch einmal überlegt, denn im Kampf um Prestige und Marktanteile auf den globalen Absatzmärkten, und mit dem Einstieg Toyotas, wird man zukünftig noch mehr Erfolgsdruck ausgesetzt sein. |
| 09.08.: Frentzen und Alesi dürfen trotz Testverbots fahren |
Gestern Mittag wurde offiziell bestätigt, was die Spatzen schon lange von den Dächern gepfiffen hatten: Jean Alesi wurde offiziell als neuer Pilot des Jordan-Honda-Teams für die restlichen fünf Rennen der Saison bestätigt. Beinahe im gleichen Augenblick wurde Heinz-Harald Frentzen als Ersatz von Jean Alesi bei Prost Grand Prix bekannt gegeben. Auf Grund des dreiwöchigen Testverbots bis vor dem Großen Preis von Ungarn am 19. August, sind generell jede Art von Testfahrten untersagt. Alle elf Formel-1-Teams und die FIA hatten sich nach langen Diskussionen im letzten Jahr darauf geeinigt, damit auch die Angestellten der Königsklasse einmal in den Genuss eines Sommerurlaubs mit ihren Familien kommen. Die Arbeit in den Windkanälen und Fabriken, sowie die Tests auf den Prüfständen der Teams sind von dieser Regelung jedoch unberührt und so stehen auch dieser Tage die Räder praktisch nicht still, wenngleich kein Bolide bislang auf den üblichen Test-Rennstrecken seine Runden zog. Ein Schlupfloch im Reglement, welches allen Teams in der Woche vor dem anstehenden Grand Prix das Fahren von nicht mehr als 50 Kilometern zugesteht, werden Jean Alesi und Heinz-Harald Frentzen ausnutzen. Damit sollen sich beide vor dem Rennen auf dem Hungaroring schon einmal an ihre neuen Boliden gewöhnen können. Jordan bestätigte, dass Alesi den EJ11 am Montag nächster Woche in Silverstone pilotieren wird, während Prost mitteilte, dass Frentzen am Freitag in Frankreich den AP04 des Teams fahren wird. "Ich werde zwar nur 50 Kilometer im EJ11 fahren können", so Alesi, "jedoch ist das kein großes Problem, denn ich will einfach erst einmal ein Gefühl für das Auto bekommen." Beide Piloten wurden von ihren neuen Teamchefs mit Verträgen für den Rest der Saison ausgestattet, wie es darüber hinaus für Alesi und Frentzen weitergeht, bei welchem Team sie 2002 fahren, ist derzeit unklar. |
| 08.08.: Alesi will mit Jordan aufs Podium |
Jean Alesi, mit 37-Jahren und 196 Grand Prix-Teilnahmen der dienstälteste aktive Formel-1-Pilot, fiel nach der offiziellen Bekanntgabe seiner Verpflichtung seitens Jordan Grand Prix ein Stein vom Herzen. "Ich bin wirklich froh, dass ich von Budapest an ein Auto haben werde, mit welchem Podiumsplätze zu erreichen sind. Das ist ein wahrer Boost für meine Motivation. Ich freue mich darauf, allen zu beweisen, dass ich so schnell wie eh und je bin", so der Franco-Sizilianer in freudiger Erwartung des Großen Preises von Ungarn, seinem ersten Einsatz für Jordan. Die Gründe, weshalb Alesi das Team seines Freundes Alain Prost so plötzlich verlassen wollte, sind auf der einen Seite in Form ausgebliebener Gehaltszahlungen zu finden, auf der anderen Seite hat es aber auch in jüngster Zeit zwischen Alesi und dem Team Meinungsverschiedenheiten gegeben. "Am Montag nach dem Rennen in Silverstone habe ich von Alains Rechtsanwalt einen Brief erhalten, welcher mich total aufgeregt hat. Danach wollte ich das Team nur noch verlassen", gewährt Alesi einen kurzen Einblick in das zuletzt angeknackste Verhältnis zwischen ihm und seinem Chef. Dass er Eddie Jordan enttäuschen könnte, oder ihm ein ähnliches Schicksal wie seinem Vorgänger Heinz-Harald Frentzen widerfährt, glaubt Alesi nicht: "Meine Verbindung zu Eddie Jordan ist schon sehr alt. Sie rührt aus dem Jahre 1989 her, als ich den Formel 3000-Titel gewann. Damals habe ich Avignon verlassen und bin Eddies Vorschlag, ihm zu folgen und mit ihm und seiner Familie zusammenzuleben, für eine Weile nachgekommen. Später, als ich die Chance hatte mit Tyrrell in die Formel 1 zu gelangen, hat er den Vertrag für mich organisiert. Wir haben uns gegenseitig versprochen, dass wenn er eines Tages ein eigenes Team in der Formel 1 hat, wir uns dann eines Tages wieder vereinigen. Aus den verschiedensten Gründen ist dies in den letzten Jahren nicht möglich gewesen, aber jetzt ist es passiert." Eine freudige Überraschung für Alesi war auch der Besuch in der Fabrik von Jordan Grand Prix, welche sich nur wenige Meter von der Rennstrecke Silverstone entfernt befindet. Der Franco-Sizilianer stellte nämlich fest, dass abgesehen von der Tatsache, dass Jordan für ihn kein unbekanntes Team ist, auch noch einige Mechaniker aus seiner F3000-Zeit für seinen irischen Teamchef arbeiten. Auf Grund des dreiwöchigen Testverbots, welches den Teams und ihren Mitarbeitern in dieser Saison erstmalig die Gelegenheit zu einem Urlaub mit den eigenen Familien geben soll, darf Alesi den Jordan EJ11 im Rahmen des Reglements der FIA nur auf eine Gesamtdistanz von 50 Kilometer testen. Dies ist aber für den Routinier kein Problem: "Ich werde am Montag in Silverstone den EJ11 kennen lernen und darf auf Grund des Testverbots jedoch nur 50 Kilometer fahren. Das ist aber kein großes Problem für mich, jedoch will ich das Potenzial des Autos erkunden und erfahren", so Alesi. Wie Eddie Jordan mitteilen ließ, so ist der Vertrag mit seinem Freund Jean Alesi bislang nur auf die noch ausstehenden Rennen geschlossen worden. Erst danach wolle man über eine mögliche Verlängerung und Verpflichtung des 37-Jährigen für die Saison 2002 nachdenken. Offensichtlich ist, dass sich sowohl Jordan als auch Alesi von dem wiederaufleben lassen einer alten Arbeitsbeziehung und einer über die Jahre hinweg bestehenden Freundschaft gleichermaßen Erfolg in den letzten Grand Prix erhoffen. Das Team braucht auf der einen Seite jeden Punkt und einen motivierten Fahrer, Alesi braucht hingegen ein gutes Team - vor Motivation sprüht er geradezu. Darüber zu spekulieren, wie es für den Mann, der bisher in seiner langen Karriere nur zwei Siege und zwei Pole Positionen holte, weitergehen wird, scheint im Moment nicht angebracht. Aus diesem Grund warten Fans, Beobachter und Journalisten erst einmal besser die nächsten fünf Rennen des Jean Alesi als Teamkollegen von Jarno Trulli ab. |
| 08.08.: Eddie Jordan im Interview über Alesis Verpflichtung |
Nachdem Jean Alesi auf seiner eigenen Webseite mitteilte, dass er ab sofort ein Jordan-Pilot sei, hat der in den letzten Tagen unter großem öffentlichen Druck stehende Teamchef von Jordan Grand Prix, Eddie Jordan, in einem Interview über das Zustandekommen der Verpflichtung von Jean Alesi und die weitere Situation von Ricardo Zonta im Team gesprochen. Frage: "Wann hat Jordan das erste Mal mit Jean Alesi gesprochen?" Frage: "Wurde Heinz-Harald Frentzen gefeuert, um Alesi in das Team zu holen?" Frage: "Gibt es einen Rechtsstreit zwischen Prost und Jordan bezüglich der Verpflichtung von Alesi?" Frage: "Warum wurde Jean Alesi als Fahrer gewählt?" Frage: "Wie ist die Situation mit Ricardo Zonta?" Frage: "Hat Jean Alesi nur einen Vertrag für die Saison 2001 unterschrieben oder wird er auch im kommenden Jahr für Jordan fahren?“ Frage: "Wird Alesi den EJ11 vor dem Rennen in Ungarn noch testen können?" |
| 08.08.: Jean Alesi wechselt zu Jordan-Honda |
Gerade einmal ein Rennen durfte Ricardo Zonta als Ersatzfahrer für den von Jordan-Teamchef Eddie Jordan gefeuerten Heinz-Harald Frentzen bestreiten, jetzt steht der Brasilianer wieder ohne Cockpit da und wird nach seinen zwei Einsätzen in Kanada und zuletzt in Hockenheim wieder zum Testfahrer degradiert. Prost-Pilot Jean Alesi nutzte die Gunst der Stunde und kündigte seinen Vertrag bei Prost-Acer, wo Teamchef Alain Prost wegen Geldsorgen seinem Freund Alesi nicht einmal mehr das Gehalt überweisen konnte. Nach Aussage von Teamchef Eddie Jordan hatte man sich immer einmal wieder über einen möglichen Teamwechsel unterhalten und beide sind schon seit Jahren höchst interessiert daran, miteinander zu arbeiten. "Wir sind alte Freunde", so Teamchef Eddie Jordan, vor rund 12 Jahren holte man gemeinsam in der Formel 3000 den Titel. Seine Erfahrung und sein Fahrtalent sollen dem Jordan-Honda-Team mindestens den vierten Platz der Konstrukteure vor Erzrivale BAR-Honda sichern. Unterschrieben hat der 37-Jährige zunächst für die letzten fünf Rennen der Saison, ob Alesi auch 2002 bei den Gelben fahren wird, steht derzeit noch nicht in den Sternen. Am 19. August, beim Großen Preis von Ungarn, wird der Franco-Sizilianer erstmals im Jordan EJ11 sitzen, wegen des Testverbots während der Sommerpause wird er unvorbereitet ins Rennen gehen. Alesis ehemaliger Teamchef Alain Prost bestand darauf, dass Alesi seinen Vertrag erfüllt, aber angesichts der Lage im Team hatte Prost keine Chance, Alesi zu halten und musste den einfachen Grand-Prix-Sieger nach einem gemeinsamen Übereinkommen mit Jordan ziehen lassen. Eddie Jordan versicherte, die Verpflichtung von Alesi habe nichts mit der Kündigung von Frentzen zu tun. "Ich bin erleichtert, dass Jean wieder zu uns kommt", so Teamchef Eddie Jordan. "Seine Erfahrung wird für uns unschätzbar sein, aber genau so wichtig wird seine Energie und sein Enthusiasmus sein. Er ist ein großartiger Motivator und er wird den Jordan-Honda EJ11 voller Inbrunst fahren. Neben Jarno Trulli hat Jordan nun eine charismatische und kraftvolle Fahrerpaarung, die uns hoffentlich helfen wird, diese in Ergebnis auf der Strecke umzusetzen." Jean Alesi, der seit 1989 in der Formel 1 ist und bald seinen 200. Grand Prix feiern wird, meinte: "Ich bin überglücklich über diese Entwicklung in meiner Karriere. Eddie hat mich in die Formel 1 gebracht, nach dieser Zeit wieder zu ihm zurück ins Team zu kommen ist etwas ganz besonderes. Auch wenn ich das Auto vor Ungarn nicht testen kann, fühlte ich mich motiviert und glaube nicht, dass dies ein Problem darstellen wird. Ich bin sehr aufgeregt." |
| 08.08.: Frentzen feiert bei Prost Comeback |
Am Mittwochmittag überschlugen sich die Ereignisse. Jean Alesi kündigte seinem Freund Alain Prost nach 29 Grand Prixs und so war für Heinz-Harald Frentzen plötzlich ein offenes Cockpit frei. Der Mönchengladbacher war vor dem letzten Rennen in Hockenheim urplötzlich von Eddie Jordan entlassen worden, seitdem kursierten die verschiedensten Gerüchte, wo der immer noch Formel-1-begeisterte Deutsche landen könnte. Toyota wurde immer wieder ins Gespräch gebracht und ebenso oft dementiert. Zumindest bis zum Ende der Saison wird der 33-Jährige den Prost AP04 steuern, zum ersten Mal am 19. August beim Großen Preis von Ungarn in Budapest als Teamkollege von Luciano Burti. Damit haben mit Gastón Mazzacane und Jean Alesi zwei Fahrer das Team innerhalb dieser Saison verlassen, Alesi wechselt zu Jordan und Mazzacane wurde wegen mangelnder Leistungen durch Burti ersetzt, der von Jaguar kam. Alain Prost ist froh, dass er Heinz-Harald Frentzen im Team begrüßen darf: "Es ist wichtig, dass wir die Ruhe im Team bewahren, in diesem Moment, wo wir gerade unsere Zukunft aufbauen und unsere Strategie für die kommenden Jahre festlegen. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, Jean freizugeben. Ich bin erleichtert, dass ich Heinz-Harald Frentzen in unserem Team begrüßen kann. Seine Leistungen in den letzten paar Jahren haben ihn als einen der besten Fahrer ausgezeichnet und seine große Erfahrung in Top-Formel-1-Teams wird uns eine großartige Anlage für den Rest der Saison 2001 sein. Seine Ankunft erlaubt es uns, die Zukunft des Teams mit Zuversicht vorzubereiten." Heinz-Harald Frentzen wird sich bei Prost sicherlich keine goldene Nase verdienen, denn Teamchef Alain Prost soll größte Geldsorgen haben, Gehaltszahlungen an Jean Alesi waren ausgeblieben, deshalb konnte der Franco-Sizilianer das Team verlassen. Und auch vom Auto her wird Prost für Frentzen eher einen Abstieg bedeuten. Es war jedoch in diesem Jahr die einzig verbleibende Möglichkeit - was 2002 passieren wird, steht derzeit noch in den Sternen. Zunächst einmal überwiegt die Freude, wieder das tun zu können, was er so liebt: "Ich freue mich darüber, dass Alain mir für den Rest der Saison sein Auto zur Verfügung stellt. Eine solche Gelegenheit wollte ich nicht ausschlagen. Meine Zusammenarbeit mit Prost Grand Prix ist eine neue Herausforderung und ich freue mich darauf, das Team für den Rest der Saison zu unterstützen." |
| 07.08.: Alesi-Manager: "Jean fährt in Ungarn nicht für Prost" |
Noch ist es nicht offiziell und entgegen anders lautender Berichte hat Jean Alesi noch nicht bei Jordan unterschrieben, wie Alesis Manager Mario Miyakawa am Dienstagmittag F1Total.com bestätigte. "Wir sind noch dabei, eine Lösung mit Prost zu finden, aus diesem Grund kann ich ihnen Jordan heute nicht bestätigen, wir werden noch ein wenig Zeit benötigen", erklärte Miyakawa die Gründe für die Verzögerung bei der Vertragsunterschrift. Aber er bestätigte im gleichen Atemzug, dass sich Jean Alesi von Prost trennen wird: "Jean wird in Ungarn nicht für Prost fahren." Miyakawa erklärte ferner, dass es "sehr unwahrscheinlich" sei, dass man Jean Alesi beim Großen Preis von Ungarn in gar keinem Auto fahren sehen wird - dies deutet darauf hin, dass eine Einigung mit Jordan und Prost rechtzeitig bis zum 13. WM-Lauf am 19. August in Budapest gefunden werden wird. Über die Beweggründe des Weggangs von Prost wollte uns Alesis Manager verständlicher Weise keine Auskunft geben, doch die Gründe machen schon seit Wochen im Fahrerlager ihre Runden: Zum einen kann sein Freund Alain Prost ihm kein ausreichend gutes Autos zur Verfügung stellen und zum anderen hat Prost Vertragsbruch begangen, in dem er wegen Geldmangels Alesi das Gehalt oder einen Teil davon nicht überweisen konnte. Ursprünglich wollte Jean Alesi seine Karriere bei seinem Freund Alain Prost beenden, doch daraus wird jetzt nichts: "Dafür gibt es verschiedene Gründe, aber ich kann heute dazu keinen Kommentar abgeben. Im Moment versuchen wir, mit dem Team eine freundschaftliche Lösung zu finden. Ich gehe davon aus, dass wir für dieses Problem auch eine sehr kameradschaftliche Lösung finden werden." Für den 37-jährigen Alesi kamen nach all den Schwierigkeiten laut seinem Manager keine Rücktrittsgedanken auf: "Nein, er hat sich kein Datum gesetzt. Einige Presseleute hatten dieses Jahr geschrieben, dass er Ende der Saison aufhören wird. Das ist komplett falsch, denn er spielte nie mit dem Gedanken, aufhören zu wollen. Er liebt es in der Formel 1 zu fahren und in seinem Auto Rennen zu bestreiten. Er ist weiterhin sehr gut und aus diesem Grund gibt es für ihn keinen Grund aufzuhören." |
| 06.08.: Frentzen-Kündigung bringt Sponsoren in Bedrängnis |
Der Rauswurf von Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen bei Jordan hat die beteiligten Werbepartner Infineon und Deutsche Post in Bedrängnis gebracht. Die Post reagierte bereits auf die überraschende Kündigung. Der TV-Spot "Teamwork", der am vergangenen Wochenende bei der Übertragung des Rennens am Hockenheimring zu sehen war, erhielt eine Kurs-Korrektur: Der gefeuerte "Post-Pilot" Frentzen ist in der neuen Fassung des Spots nicht mehr zu sehen, berichtet das führende deutsche 'Marketing-Magazin w&v' - werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. Ansonsten, verlautete es aus der Chefetage des Logistik-Konzerns, laufe die Kooperation mit dem Formel 1-Rennstall Jordan "wie vertraglich fixiert". Deutlich mehr Aufregung dürfte bei Infineon herrschen, schreibt 'w&v'. Denn der Münchner Chip-Hersteller hat nicht nur einen Vertrag mit Jordan abgeschlossenen, sondern einen weiteren mit dem nun abgeschobenen Frentzen. Eine geplante Print-Kampagne mit Frentzen musste Infineon bereits zurückziehen. Dazu ließ das Unternehmen erklären: "Wir müssen sparen. Unser gesamter Mediamix wird derzeit einer ausgiebigen Prüfung unterzogen." Infineon-Vorstandschef Ulrich Schumacher musste kürzlich einen Verlust von 590 Millionen Euro rechtfertigen. Nun wird nicht mehr ausgeschlossen, dass die Siemens-Tochter ihr 20 Millionen Mark teures Formel 1-Engagement sogar komplett beendet. |
| 02.08.: Frentzen: Eddie soll endlich die Kündigungsgründe nennen |
Seine fristlose Kündigung bei Jordan-Honda schlug letzte Woche ein wie eine Bombe. Und noch immer ist die Verärgerung über die Art und Weise seiner Entlassung bei Heinz-Harald Frentzen nicht verraucht. Erstmals äußerte sich der dreimalige Grand Prix-Sieger in einem Fernsehinterview gegenüber dem Pay-TV-Sender 'Premiere World', von dem erste Auszüge F1Total.com vorab zur Verfügung gestellt wurden, zu den Vorgängen der letzten Tage. Das komplette Gespräch, das im Haus von Frentzens Mutter aufgezeichnet wurde, zeigt 'Premiere World' am Freitag, 3. August unverschlüsselt ab 20.00 Uhr. "Das Gespräch in Silverstone zwischen Eddie Jordan und mir verlief völlig normal. Es gab keinen Streit", so der 34-jährige Mönchengladbacher über das letzte Vieraugengespräch mit dem Iren, das man nach dem enttäuschenden Heimrennen geführt hat. Frentzen weiter: "Ich bin von Eddie sehr enttäuscht. Er soll endlich in der Öffentlichkeit sagen, weshalb er mir gekündigt hat. Es sind zwar Gründe in der Kündigung genannt worden, aber ich darf darüber aus juristischen Gründen nicht sprechen." Die Kündigungsgründe waren Heinz-Harald Frentzen kommentarlos per Fax übermittelt worden. Selbstvertrauen haben ihm die vielen positiven Spruchbänder in Hockenheim gegeben: "Ich möchte mich bei allen Fans für die Unterstützung in Hockenheim bedanken. Nicht nur meinen, sondern auch den Fans von Ralf und Michael Schumacher. Es hat mir sehr weh getan, dass ich nicht dabei sein konnte. Es ist für mich schwierig zu verkraften, mein Ex-Auto ohne mich fahren zu sehen." Frentzen äußerte sich auch zu den Gerüchten um ein mögliches Engagement bei Toyota, die nächstes Jahr neu in der Formel 1 mitmischen werden: "Ich habe niemals mit Toyota verhandelt. Ich habe meine Zukunft mit Jordan geplant und habe mich auf die großen Ziele, die ich mit Jordan erreichen wollte, konzentriert." Die Japaner selbst haben bereits mehrfach dementiert, dass man mit dem Deutschen verhandele - auch nach seiner Entlassung ist der Familienvater scheinbar uninteressan. Zu seiner Zukunft als Rennfahrer sagte der Ex-Jordan-Pilot: "Es wird nicht einfach, wieder in der Formel 1 unterzukommen. Ich bin aber heiß und leidenschaftlicher Motorsportler. Meine Familie versucht die ganze Situation mit mir gemeinsam zu verkraften. Aber auch wir müssen die ganze Situation erst einmal realisieren." Das Management von Frentzen versucht, noch in dieser Saison ein Cockpit zu finden, was aber sehr schwierig werden dürfte. Es wäre eine riesige Überraschung, würde Frentzen für 2002 ein konkurrenzfähiges Cockpit finden. |
| 02.08.: Jordan steigt bei Celtic Glasgow ein |
Formel-1-Teamchef Eddie Jordan steigt nun auch ins Fußball-Geschäft ein: Der irische Multi-Millionär hat vom schottischen Meister Celtic Glasgow Aktien im Wert von über drei Millionen Mark gekauft. Das bestätigte der Klub am Mittwoch. Ungeachtet des Einstiegs von Jordan bleibt Dermot Desmond aber weiter Mehrheitsaktionär und bestimmende Kraft im Verein. Celtic hatte in der vergangenen Saison neben der Meisterschaft auch den schottischen FA-Cup und den schottischen Liga-Pokal gewonnen. |
| 02.08.: Frentzen: Kündigung per Fax - Keine Gespräche mit Toyota |
Knapp eine Woche nach seinem Rauswurf aus dem Jordan-Team hat sich Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen verärgert über seinen ehemaligen Teamchef Eddie Jordan und die Art seiner Entlassung gezeigt. "Die Kündigung blubberte einfach aus dem (Fax)-Gerät. Ich war völlig baff", sagte der Mönchengladbacher in einem Interview mit der 'Bild'-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Vor allem der Spruch von Eddie Jordan, er sei einer der schnellsten Piloten, sorgt bei dem 34-Jährigen für Unverständnis. "Warum hat er mich dann gefeuert. Solche Sprüche kann er sich schenken. Das kotzt mich an." Zugleich dementierte Frentzen Gerüchte, er sei sich bereits mit Toyota einig. "Ich war nie bei Toyota in Köln. Ich habe nie über eine Zusammenarbeit mit Toyota verhandelt. Und ich habe auch keinen Vertrag unterschrieben", betonte der Rheinländer. |
| 01.08.: Alesi weiterhin bei Prost oder doch schon bald bei Jordan? |
Obwohl die Situation zwischen Alain Prost und Eddie Jordan eigenen Aussagen nach geklärt ist, was die sofortige Verpflichtung von Jean Alesi anbelangt, so scheint die Sache ein wenig schwieriger als augenscheinlich. Laut 'BCC'-Meldungen sollen sich Alesi und Jordan, der den 37-Jährigen Franzosen als gute Alternative für sein Team ansieht, bereits fast einig sein, ob es dabei jedoch um die Saison 2002 geht oder bereits um ein Engagement für die restlichen fünf Grand Prix wird nicht verraten. Auf seiner eigenen Homepage hatte der dreifache Familienvater noch jüngst auf die Frage, wann er denn bekannt geben wird für welches Team er 2002 fährt, erklärt: "Wie man bei den Top-Teams sehen kann, so werden die Entscheidungen meist Ende August gefällt. Ich denke, dass es im Team einige Änderungen geben wird. Aus diesem Grund warte ich noch ein wenig, bis Alain alles geklärt hat." Diese Saison, so hatte Prost unmissverständlich klar gemacht, stünde Alesi bei seinem Team unter Vertrag, jedoch wäre über eine Verpflichtung über diese Saison hinaus noch keine Entscheidung gefallen, weshalb der Franzose grundsätzlich für 2002 zur Verfügung stünde. Ein möglicher früherer Einsatz Alesis bei Jordan könnte aber dennoch schon in dieser Saison erfolgen, denn Alesi beklagte sich nicht nur zuletzt über die mangelnde Weiterentwicklung des AP04, sondern auch über eine ihm auferlegte unfaire und unangebrachte Strafe. Viel schwer wiegender dürften aber die ausgebliebenen Gehaltszahlungen in dieser Hinsicht sein. Bekanntlich evaluiert Alain Prost derzeit alle Optionen, um die Verlängerung des Kundevertrags mit Ferrari zu prüfen und spart in Form von ausgelassenen Testfahrten an allen Ecken und Enden Geld. Es stellt sich nur die Frage, ob Alesi das Recht hätte seinem jetzigen Arbeitgeber sofort den Rücken zu kehren, und ob er das überhaupt will, denn seine Aussagen sind zweideutig und schließlich hatte er bei seiner Verpflichtung als Prost-Pilot erklärt, dass er seinem Freund Alain Prost helfen wolle das Team an die Spitze zu führen. |
| Newsarchiv: 05-07 - 01-04 |