News von:
Formel 1 online

30.07.: Wechselt Jean Alesi zu Jordan?

Ausgerechnet der älteste Fahrer in der Formel 1 sitzt jetzt auch mitten im sich immer langsamer drehenden Fahrerkarussell. Im Fahrerlager von Hockenheim wurde gemunkelt, dass der 37-jährige Franco-Sizilianer noch in dieser Saison, möglicherweise schon in drei Wochen in Ungarn, zum Jordan-Honda-Team wechseln wird, um dort Heinz-Harald Frentzen zu ersetzen. Theoretisch ist das gut möglich, denn Ricardo Zonta hat im Gegensatz zu seinem Manager bestätigt, dass er über keine Garantie verfügt, bis zum Ende der Saison durchzufahren und die Vorstellung mit "Feindberührung" in Hockenheim erinnert zu sehr an Kanada, als Zonta bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison für die Gelben ebenfalls den "Rambopiloten" spielte, wie er das das das eine oder andere Mal auch während seiner Zeit bei BAR tat. Der Mann aus Nyon soll sein Prost-Team den Berichten zufolge verlassen können, weil sein Freund Alain Prost ihm wegen der massiven Geldsorgen das Gehalt seit einiger Zeit schon nicht mehr bezahlen kann.

Jordan und Alesi sind sich keine Unbekannten, 1988 und 1989 arbeitete man in der Formel 3000 zusammen, wo man gemeinsam den Titel einfuhr. "Jean ist ein vergeudetes Talent, ich hätte aus ihm einen Champion gemacht", meinte Eddie Jordan vor ein paar Jahren einmal und deutete damit an, dass er Alesi auch gerne in der Formel 1 in seinem Team gehabt hätte. Trotz der Tatsache, dass Alesi in wenigen Wochen seinen 200. Grand Prix feiern wird, denkt der Vater dreier Kinder noch längst nicht an Rücktritt und wird wohl auch 2002 noch fahren. Sein Vorhaben, die Karriere bei Prost zu beenden, scheint wegen der aktuellen Finanzprobleme des Teams unsinnig zu sein.

Während Ricardo Zonta in Hockenheim keinen Stich machen konnte, gelang es Jean Alesi dank seiner Routine und Schnelligkeit erneut, das Mögliche möglich zu machen und als Sechster einen WM-Zähler zu sammeln. Im Kampf gegen das BAR-Team - den man unbedingt gewinnen möchte, um 2003 die Honda-Motoren nicht zu verlieren - kann man mit Zonta gegen einen Panis und Villeneuve nicht gewinnen. Für Alain Prost hingegen wäre der Verlust von Alesi natürlich ein herber Rückschlag.

Eddie Jordan ließ am Wochenende indirekt durchblicken, dass man sich nach anderen Alternativen umsieht und auch Jean Alesi gab sich zwar bedeckt, aber in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender 'ITV' war die Freude über den sechsten Platz ungewöhnlich gedämpft, untypisch Alesi meinte der WM-Dritte von 1997: "Ich werde ein wenig später etwas erklären. Im Moment bin ich für das Team glücklich."

Sollte Jean Alesi zu Jordan wechseln, so würde Ricardo Zonta seinen Platz bei Prost einnehmen, wo sein Landsmann Pedro Diniz demnächst mit einem Kauf weiterer Anteile das Kommando übernehmen könnte. Dass Frentzen bald im Prost sitzen wird, gilt als sehr unwahrscheinlich. Der Mönchengladbacher soll von seinen Ex-Teamchef Eddie Jordan bereits eine saftige Abfindungszahlung für den nicht erffüllten 2001er- und 2002er-Vertrag fordern.

© 2001 F1Total.com


29.07.: Katastrophales Rennwochenende für Jordan

Für das Jordan-Team endete der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring mit einer Megapleite. Nachdem Ricardo Zonta nach einer selbst verschuldeten Kollision nach sieben Runden an die Box fuhr und seinen EJ11 dort abstellte, musste auch Jarno Trulli seinen Boliden in der 34. Runde mit technischem Defekt an die Seite fahren.

Der Italiener, der vom zehnten Startplatz in das Rennen gestartet war, sagte nach seinem Ausfall: "Es war sehr schwer und enttäuschend. Ich habe im ersten Rennabschnitt damit gekämpft das Tempo zu halten und mich beim Kampf um die Plätze mit Panis gedreht. Er hat versucht mich in der ersten Schikane zu überholen, jedoch hat er die Kurve verpasst und die Schikane ausgelassen, sodass er plötzlich vor mir war. Die Regelen besagen, dass man in so einem Fall den eigentlichen Vordermann wieder zurück an die Position vor diesem Ereignis lassen muss, weshalb ich versuchte ihn in der nächsten Schikane zu überholen, dort hat er jedoch mir die Tür zugemacht, was ich nicht erwartet hatte. Um eine Kollision zu vermeiden musste ich schnell einlenken und habe mich dabei leider gedreht. Dadurch habe ich viel Zeit und einige Plätze eingebüßt. Das ist ein anstrengendes Wochenende gewesen und eines, welches man vergessen will."

Ricardo Zonta fiel zunächst durch seinen Zweikampf mit Oliver Panis und später durch einen Zwischenfall mit Jos Verstappen auf, bevor er nach nur sieben Runden dann das Rennen vorzeitig beenden musste. Der Brasilianer erklärte hinterher: "Ich hatte einen guten Start. Einmal habe ich die zweite Schikane verpasst und fand mich dann hinter Verstappen. Ich holte ihn auf der Geraden ein und fuhr auf gleiche Höhe, um ihn zu überholen, jedoch hat Verstappen die Tür zugemacht und meinen Frontflügel dabei beschädigt. Das war dann praktisch das Ende meines Rennens. Ich kam an die Box, um den Frontflügel wechseln zu lassen, jedoch stellte sich der Schaden eine Runde später als größer heraus, sodass ich das Auto abstellen musste."

Eddie Jordan, Teamchef: "Ein totales Desaster. Mehr kann ich eigentlich zu diesem schrecklich endenden Wochenende nicht sagen. Jarno ist wegen eines Defekts der Hydraulikpumpe ausgefallen und Ricardo schied wegen beschädigter Bremsbelüftungen und Aufhängung vorne und eines defekten Seitenblechs aus. Wir können das jetzt nur ganz schnell vergessen und uns auf den Rest der Saison konzentrieren. Jetzt sind erst einmal drei Wochen Pause angesagt. Obwohl jeder die gebrauchen kann, so werden wir doch alles unternehmen, um unsere Chancen für die letzten fünf Rennen zu wahren."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
1. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 1h18:17.873 1
2. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone + 0:46.100 2
3. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone + 1:02.800 1
4. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin + 1:03.400 1
5. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin + 1:05.400 1
6. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin + 1:13.900 1
7. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone + 1:17.500 2
8. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1 Runde 2
9. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1 Runde 2
10. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1 Runde 2

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps  
11. 12 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 11 Runden 1 Motorschaden
12. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 18 Runden 1 Motorschaden
13. 20 Tarso Marques European-Minardi Michelin 19 Runden 2 -
14. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 21 Runden 1 Motorschaden
15. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 22 Runden 1 -
16. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 22 Runden 1 -
17. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 29 Runden 2 -
18. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 29 Runden 2 Benzindruckproblem
19. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 32 Runden 1 -
20. 11 Ricardo Zonta Jordan-Honda Bridgestone 38 Runden 2 -
21. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 45 Runden 0 Unfall
22. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 45 Runden 0 Unfall


28.07.: Ricardo Zonta im Interview

Wer hätte gedacht, dass Ricardo Zonta nach seinem Rennen als Ersatzfahrer für Heinz-Harald Frentzen in Kanada in dieser Saison noch einmal fahren würde - und vor allem sogar bis zum Saisonende? Ricardo Zonta selbst hatte in seinen kühnsten Träumen daran nicht gedacht, bis am Mittwoch der Anruf von Chef Eddie Jordan kam, doch bitte ab sofort den Jordan-Honda mit der Startnummer 11 zu pilotieren. Auch wenn sein Manager meint, dass Zonta bis Ende der Saison fahren wird - sicher ist das noch nicht, auch wenn jetzt nicht getestet werden darf und Eddie Jordan mit Sicherheit gut beraten wäre, an Zonta bis zum Saisonende festzuhalten.

Frage: "Wir haben dich in Montreal gesehen und jetzt bist du wieder hier. Wie fühlst du dich?"
Zonta: "Ich bin sehr glücklich. Ich habe die Nachricht am Mittwoch erhalten und alles ist sehr schnell passiert. Ich bin vielleicht nicht ganz zuversichtlich, da ich nicht getestet habe und nicht geplant habe, hier zu fahren. Alles passierte so schnell und jetzt stehe ich hier. Das ist für mich großartig."

Frage: "Ist es schwierig, hier herzukommen und jemanden zu ersetzen, der für zweieinhalb Jahr im Team war? Das muss im Team ein seltsames Gefühl sein..."
Zonta: "Es ist schon seltsam, auch, weil es in Deutschland passiert ist. Aber wenn ich diese Möglichkeit nicht wahrnehmen würde, dann würde es jemand anderes tun. Da ich fahre, sollte ich für mich selbst glücklich sein."

Frage: "Wie schwierig ist es, vom Testmodus in den Rennmodus umzuschalten? Beim testen probierst du mehr neue Dinge aus und gehst nicht auf Zeitenjagd..."
Zonta: "Ja, das ist richtig. Bei den Testfahrten versucht man im Rahmen der Entwicklung immer neue Dinge aus und arbeitet auch im Hinblick auf die Zuverlässigkeit. Man fährt nie mit neuen Reifen und mit wenig Sprit. Wenn man zu einem Rennwochenende geht, dann versucht mal alles, um Speed zu finden, ich hoffe also, dass ich das Auto ausbalancieren kann und schnell sein werde."

Frage: "Siehst du die letzten sechs Rennen als eine Chance an, dich selbst zu beweisen und für das nächste Jahr einen Job zu erhalten?"
Zonta: "Klar wäre es schön, wenn ich diese Rennen haben könnte. Wir müssen daran arbeiten."

Frage: "Wie gut ist dieses Auto?"
Zonta: "Es ist sehr gut! Am Freitag mit vollen Tanks ließ es sich sehr leicht fahren."

Frage: "Du hattest bei BAR ein paar schwierige Jahr. Fühlst du dich in der momentanen Situation wohler?"
Zonta: "Ja, ich fühle mich sehr zuversichtlich. Sie unterstützen mich sehr gut und sie tun alles, um mir zu helfen. Es ist gut, mit David Brown zu arbeiten, er ist ein sehr guter Kerl und aus diesem Grund bin ich sehr glücklich."

Frage: "Und Eddie Jordan ist auch ein guter Kerl, für den man arbeitet?"
Zonta: "Ja, das ist er..."

© 2001 F1Total.com


28.07.: Enttäuschende Qualifikation für das Jordan-Team

Für das Team von Eddie Jordan stand die Qualifikation unter keinem guten Stern. Hatte es schon im Freien Training vorher technische Probleme an Ricardo Zontas Boliden gegeben, so streikte der Motor in der einstündigen Qualifikation wenig später bei Jarno Trulli, wodurch sich dieser in der Schlussphase nicht mehr steigern konnte.

Der Italiener landete mit seiner schnellsten Rundenzeit von 1:40.322 Minuten auf dem zehnten Startplatz. Sein neuer Teamkollege, Ricardo Zonta, belegte in 1:41.174 Minuten Platz fünfzehn. Wenngleich Trulli die BAR-Honda-Piloten in Schach hielt, so dürfte es morgen für das Team schwer werden, denn im Rennen ist der Jordan EJ11 für gewöhnlich nicht so stark wie der BAR 003.

"Das Auto war nicht schlecht, aber es war eine schwierige Aufgabe heute", erklärte Jarno Trulli. "Ich habe alles gegeben, doch leider musste ich wegen eines Problems weit am Ende der Strecke das Auto abstellen. Das war wirklich weit entfernt. Die Streckenposten waren nicht sehr professionell, denn sie konnten mir den Weg zurück an die Box nicht erklären. Deshalb musste ich selbst nach dem kürzesten Weg Ausschau halten, aber nachdem ich ihn gefunden hatte und zurück in der Box war, reichte die Zeit nicht mehr aus, um das Ersatzauto zu nehmen."

"Mein erster Reifensatz und die erste Runde war wirklich gut", sagte Ricardo Zonta. "Olivier Panis hat mich dann leider im Stadium Zeit gekostet und ich verlor dadurch am Ende der Runde diese Zeit. Auf dem zweiten Reifensatz habe ich dann meine Zeit von 1:41.174 Minuten gefahren. Bei meinem dritten Versuch war ich eine halbe Sekunde schneller, jedoch machte ich in der dritten Schikane einen Fehler und fuhr zu hart über die Randsteine, was mich den Vorsprung gekostet hat. Auf dem letzten Reifensatz war mein Auto dann besser, jedoch wollte ich keinen Fehler machen. Aber ich weiß, dass ich mehr herausholen hätte müssen. Das Auto war auch besser, meine Rundenzeit leider aber nicht. Zu Beginn hatte das Auto untersteuert, weshalb wir einige Änderungen vornahmen, welche es auch besser fahrbar machten. Es wäre schön gewesen, wenn ich heute eine bessere Startposition erreichen hätte können, aber ich hoffe trotzdem auf das Rennen. Heute Morgen habe ich viel Zeit verloren, jedoch haben die Mechaniker gute Arbeit geleistet als der Motor und das Getriebe gewechselt werden mussten.

"Es ist wirklich enttäuschend", kommentierte Eddie Jordan das Abschneiden seines Teams. "Jarno hatte ein wenig Pech, da der Motor bei seinem dritten Versuch kaputt ging und er dadurch seinen vierten Versuch nicht mehr absolvieren konnte. Ich bin sicher, dass er noch einmal schneller hätte fahren können. Ebenfalls enttäuschend war die Tatsache, dass Ricardo auf eine seiner ersten Runde blockiert wurde. Dadurch hat er eine gute Runde verloren und sich danach nicht mehr davon erholt. Für uns ist es dieses Wochenende ein Kampf, denn wir müssen mehr Geschwindigkeit finden. Jetzt müssen wir uns auf die Zuverlässigkeit konzentrieren, denn im Rennen ist die Ausfallrate für gewöhnlich hoch. Wir müssen nur versuchen bis zum Ende durchzukommen."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 1:38.117 250.415 km/h 8
2. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 1:38.136 + 0:00.019 12
3. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 1:38.811 + 0:00.694 10
4. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1:38.941 + 0:00.824 11
5. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 1:39.574 + 0:01.457 9
6. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 1:39.682 + 0:01.565 11
7. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:39.921 + 0:01.804 12
8. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:40.072 + 0:01.955 12
9. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:40.265 + 0:02.148 12
10. 12 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:40.322 + 0:02.205 8
11. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1:40.371 + 0:02.254 12
12. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1:40.437 + 0:02.320 12
13. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1:40.610 + 0:02.493 11
14. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 1:40.724 + 0:02.607 12
15. 11 Ricardo Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1:41.174 + 0:03.057 12
16. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 1:41.213 + 0:03.096 11
17. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1:41.299 + 0:03.182 12
18. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1:41.438 + 0:03.321 10
19. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1:41.668 + 0:03.551 11
20. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1:41.870 + 0:03.753 11
21. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1:41.913 + 0:03.796 12
22. 20 Tarso Marques European-Minardi Michelin 1:42.716 + 0:04.599 11


28.07.: Eddie Jordan im ausführlichen Interview

In der Formel 1 gilt Eddie Jordan als einer der gerissensten und kontroversesten Figuren im Paddock. Seine Entscheidung, fortan auf die Dienste von Heinz-Harald Frentzen zu verzichten, überraschte aber so ziemlich jeden. In einem ausführlichen und aufschlussreichen Interview hat der Ire sich nun über die Situation, welche zur Kündigung Frentzens führte, sowie darüber hinaus zur Situation mit Jarno Trulli und Ricardo Zonta geäußert.

Frage: "Was hat den Ausschlag für Heinz-Harald Frentzens Rauswurf gegeben?"
Eddie Jordan: "Es war keine großartige Saison für uns und es gab jede Menge an Hochs und Tiefs. Wir haben sehr oft darüber gesprochen und wir haben nach Silverstone geredet. Es gab eine Vielzahl an Dingen, mit denen ich unzufrieden war und ich wollte verschiedene Sachen machen, über welche wir uns letztendlich nicht verständigen konnten. Es wirkt vielleicht alles gekünstelt aber es war letzten Endes einfach so wie eben beschrieben."

Frage: "Aber es ist doch eine drastische Entscheidung oder?"
Jordan: "Heinz ist einer der nettesten Leute, welche einen Formel-1-Boliden fahren können, daran gibt es keinen Zweifel. Ich glaube, dass jeder weiß was für ein fantastischer Mann er ist. Aber das bedeutet nicht, dass wenn gewisse Anzeichen dafür da sind, wenn man nicht sieht wie es weitergehen soll, dass man dann nicht erklären kann sich zu trennen oder nicht übereinzustimmen."

Frage: "Haben Sie dabei mehr an die Zukunft des Teams gedacht?"
Jordan: "Die Zukunft des Teams bedeutet mir alles. Ich glaube, dass wir Leistungen für unsere Sponsoren, unsere Partner, unsere Fahrer und unser Personal, mich inbegriffen, bringen müssen. Egal ob ich richtig oder falsch liege, ich muss die Gewissheit haben, dass wir auf dem Weg den wir gehen die bestmöglichen Resultate erzielen. Wie ich schon gesagt habe, ich war über einige vorgefallene Sachen sehr unzufrieden und daraus ist die Entscheidung entstanden."

Frage: "Gab es zwischen Ihnen und Heinz-Harald Frentzen einen Streit, einen Bruch?"
Jordan: "Ich denke nicht, dass es einen Streit oder Bruch gegeben hat. Es gab eine Diskussion. Fakt ist, dass es in den zwei Jahren niemals einen Streit gegeben hat. Ganz einfach weil ich ihn nie diesbezüglich seine Stimme heben erlebt habe und ich glaube, dass ich selbst auch nie ihm gegenüber laut geworden bin. Es gab nie einen Streit, das steht außer Frage."

Frage: "Sind Sie enttäuscht, dass es so weit gekommen ist und endet?"
Jordan: "Absolut. Man wird nie einen einfacheren und netteren Fahrer finden, aus diesem Blickwinkel ist es sehr sehr enttäuschend. Es ist auch sehr schade einen Freund unter diesen Umständen zu verlieren. Hoffentlich wird die Zeit die Wunden heilen, aber sehr oft sehen die Leute es aus einer anderen Perspektive, und es mag jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sein dies zu versuchen und zu tun."

Frage: "Hat Heinz-Harald irgendeine Entschuldigung für seine schwache Performance vorgebracht?"
Jordan: "Ich werde mich diesbezüglich nicht äußern. Sie nehmen an, dass eine Sache der anderen gefolgt ist - dass er der böse Junge ist oder ich es bin. Es war eine von vielen Sachen die ich zu tun hatte, um das Team voran zu bringen. Wir hatten in vielerlei Belangen andere Ansichten, wie und warum einige Dinge passiert sind und was in der Zukunft passieren wird."

Frage: "Klingt ganz so, als ob die Situation noch lange nicht vorbei ist, denn Heinz-Harald will rechtliche Schritte einleiten..."
Jordan: "Ehrlich gesagt habe ich das Gleiche gelesen wie Sie. Das ist nicht unüblich. Er muss sich selbst schützen und ich habe das erwartet. Genauso wie wir uns schützen müssen. Das ist eine Aufgabe des Managements. Sein Management hat sich dazu entschieden, wir nicht. Lassen Sie uns hoffen, dass das, was vorgefallen ist, sich später als das Beste was Jordan und Heinz hat passieren können herausstellt. Ich möchte hoffen, dass Heinz eine lange Rennfahrerkarriere vor sich hat. Es liegt an ihm."

Frage: "Es ist keine Entscheidung gewesen, welche Sie leicht getroffen haben, hat doch ihr Team in der Deutschen Post einen großen, bekannten deutschen Sponsor und geschah dies doch vor deren Heim-Grand Prix, oder?"
Jordan: "Ich glaube, dass die Leute sagen, dass wir zum Anfang zu sanftmütig waren. Ich denke jedoch nicht, dass wir uns in Bezug auf unsere Einstellung geändert haben. Wenn Änderungen anstehen kann ein kurzzeitiger Schmerz langfristig positive Auswirkungen haben. Irgendjemand hat Ähnlichkeiten zwischen der jetzigen Situation und der mit Damon Hill gesehen. Das hat überhaupt nichts mit Damon Hill zu tun. Es ist eine ganz andere Situation in der Heinz und ich einfach keinen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Wir sind beide enttäuscht über die Performance Ende des letzten Jahres und in diesem Jahr."

Frage: "Und wie sieht es mit Jarno und seinem Verbleib über diese Saison hinaus aus?"
Jordan: "Das ist etwas was ich schon sehr bald klären werde."

Frage: "Ist Ricardo jetzt für lange Zeit mit dabei?"
Jordan: "Ja. Ich will da niemanden in die Irre führen. Wir werden ihn sehr genau, wirklich sehr genau bobachten. Wir schätzen ihn als Testfahrer ungemein. Er ist absolut brillant. Er verdient seine Chance, um uns zu zeigen, dass er alles hat, was man benötigt, um einen guten Job zu machen."

Frage: "Letztes Jahr haben Sie die Weihnachtsfeier ausfallen lassen, weil das Team nicht wie von Ihnen erwartet gearbeitet hat. Wird es dieses Jahr eine geben?"
Jordan: "Wenn ich dazu etwas sagen darf, dann, dass es ja noch sieben Rennen gibt. Jarno überzeugt mich dahingehend, dass er kurz vor seinem Durchbruch steht. Er ist sehr optimistisch was die Zukunft anbelangt. Aber wer weiß denn schon was passieren wird. Wir könnten in den noch ausstehenden Rennen ein totales Desaster erleben oder wir könnten auch eines davon gewinnen."

© 2001 F1Total.com


27.07.: Verhärtete Fronten: Eddie Jordan Statement

In der nach wie vor die Gemüter erhitzenden Debatte um die wahren Gründe für Heinz-Harald Frentzens Kündigung durch Jordan-Teamchef Eddie Jordan, hat der Ire nun eine Presseerklärung verfasst und bittet wie Frentzen auch, um Verständnis für die gegenwärtige Situation.

"Ich habe festgestellt, dass es bezüglich der früher bekannt gegebenen Meldung betreffs Heinz-Harald Frentzen reges Interesse durch die Medien gibt und sich auf Grund der bisher geringen Erklärungen seitens des Teams auch Frustration breit gemacht hat. Wir können leider aus rechtlichen Gründen gegenwärtig keinerlei weitere Auskünfte erteilen und ich bitte jeden, dies zu respektieren."

"Ich verstehe, dass die Medien bezüglich der Gründe für die getroffene Entscheidung Spekulationen anstellen und Kommentare von Quellen außerhalb des Teams, inklusive anderer Fahrer die für mein Team gefahren sind, eingeholt haben, obwohl diese die Situation nicht kennen. Ich kann nur sagen, dass wir eine Entscheidung getroffen haben welche nicht leicht war, und ich wusste, dass dies auf Kritik stoßen würde. Aus einem menschlichen Blickwinkel betrachtet ist es schade, dass Heinz-Harald, der ein Freund unseres Teams ist und in der Vergangenheit gute Resultate für uns erzielt hat, dieses Wochenende nicht hier ist. Wie dem auch sei, es gibt Zeiten, in denen Entscheidungen betreffs einer besonderen Situation getroffen werden müssen. Dies war der Fall."

"Nach dem Großen Preis von Großbritannien haben sich die Dinge zwischen uns zugespitzt und ich habe die diese Woche verkündete Entscheidung getroffen. Ich bin zufrieden, dass entgegen einiger Meldungen, alle unsere Sponsoren und Partner, ganz gleich welcher Nationalität oder Herkunft, uns unterstützt haben. Darüber hinaus hoffe ich, dass Jarno und Ricardo die Möglichkeit und der Freiraum gegeben wird an diesem Wochenende ihren Job zu erfüllen."

© 2001 F1Total.com


27.07.: Frentzen bittet um Verständnis

Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen hat erstmals nach seiner fristlosen Kündigung durch das Jordan-Team öffentlich Stellung bezogen. "Ich weiß selbst, dass es höchste Zeit ist, meinen Partnern und Fans ein paar Dinge zu erklären, allein: Mir sind die Hände gebunden. Ich kann - so leid es mir wirklich tut - zum Thema Jordan und Frentzen nichts sagen, da wir uns inmitten eines Rechtsstreits befinden. Meine Anwälte haben mir diese Haltung dringendst empfohlen", erklärte der Mönchengladbacher am Freitag auf seiner Homepage.

Der 34-jährige Rennfahrer, der am Donnerstag fristlos gekündigt bekam, stellte fest: "Was zur Zeit bleibt, ist mich bei meinen Partnern und Fans für ihre bisherige Unterstützung zu bedanken. Ich kann alle bis auf weiteres nur um Geduld bitten."

© 2001 F1Total.com


27.07.: Frentzen kämpft um seine Zukunft und 38 Millionen

Der arbeitslose Heinz-Harald Frentzen kämpft nach dem Rauswurf bei Jordan um seine Formel-1-Zukunft und rund 38 Millionen Mark. Derweil nannte Teamchef Eddie Jordan zum ersten Mal detailliert Gründe für die überraschende Entlassung des 34 Jahre alten Mönchengladbachers. Einzig und allein Frentzens Leistungen seien für die fristlose Kündigung verantwortlich gewesen, betonte der Ire.

"So konnte es nicht weitergehen. Ich muss das Beste für Jordan tun und sicherstellen, dass wir in der Formel-1-WM Vierter werden", sagte Jordan vor dem Großen Preis von Deutschland, bei dem der Brasilianer Ricardo Zonta in Frentzens Cockpit sitzen wird.

Frentzen will die Vorwürfe nicht akzeptieren und zieht gegen den Iren vor Gericht. Streitwert: rund 38 Millionen Mark, wie der Kölner Express berichtet. Frentzens Vertrag wäre noch bis 2002 gelaufen, deshalb stünden ihm eineinhalb Jahresgagen, also 27 Millionen Mark zu. Dazu käme Schadenersatz für den Verlust von Privatsponsoren von bis zu vier Millionen und bis zu sieben Millionen Mark als Ausgleich für eine schlechtere Verhandlungsposition mit möglichen neuen Arbeitgebern.

Das Management des Mönchengladbachers richtet sich bereits auf einen langen Rechtsstreit ein. "Wenn man weiß, wie die Gerichte in England arbeiten, kann das eine längere Angelegenheit werden", sagte Frentzens Berater Monte Field dem Sport-Informations-Dienst(sid) in Hockenheim.

Parallel hat bereits die Suche nach einem neuen Team begonnen. Der 34-Jährige, der vorerst bei seiner Mutter in Spanien abgetaucht ist, will der Königsklasse nicht den Rücken kehren. "Heinz-Harald ist noch nicht fertig mit der Formel 1, deshalb suchen wir jetzt das wettbewerbsfähigste Cockpit für ihn", sagte Field, räumte allerdings ein, dass es derzeit wenig Optionen gibt.

Abgesehen von den drei Top-Teams Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Williams haben Jaguar und Jordans Honda-Konkurrent BAR ihre beiden Piloten für 2002 bestätigt, Einsteiger Toyota will nach derzeitigem Stand neben Mika Salo (Finnland) mit Allan McNish (Schottland) arbeiten. Renault hat vier Fahrer unter Vertrag. Blieben nur die Hinterbänkler Arrows, Prost und Minardi, bei denen der dreimalige GP-Sieger kaum an frühere Erfolge anknüpfen könnte.

© 2001 F1Total.com


27.07.: Eddie Jordan: "So konnte es nicht weitergehen"

Eddie Jordan hat erstmals detailliert Gründe für Heinz-Harald Frentzens fristlose Kündigung genannt und Mitgefühl mit seinem Ex-Piloten gezeigt.

"Es ist schwierig für Heinz-Harald, und es tut mir Leid für ihn. Aber ich muss das Beste für Jordan tun und sicherstellen, dass wir in der Formel-1-WM Vierter werden", sagte der Ire am Freitag vor dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim. Das Erreichen dieses Ziels sah Jordan durch Frentzens Leistungen gefährdet und hat deshalb den Mönchengladbacher durch Testfahrer Ricardo Zonta (Brasilien) ersetzt.

"In den letzten beiden Rennen hat Sauber Punkte geholt, die eigentlich wir hätten holen sollen. Wir haben zu oft in diesem Jahr unser Potenzial nicht ausgeschöpft. So konnte es nicht weitergehen", sagte Jordan.

In Magny-Cours und Silverstone kam Frentzen als Achter und Siebter jeweils hinter den beiden Sauber-Piloten Nick Heidfeld Mönchengladbach) und Kimi Räikkönen (Finnland) ins Ziel, in der Konstrukteurs-WM liegt Jordan mit 15 Punkten hinter den Schweizern (19) nur auf Rang fünf.

"Heinz-Harald ist vielleicht der netteste Fahrer, den man sich vorstellen kann, ich habe ihm damals in die Formel 1 geholfen. Aber vielleicht ist es so die beste Lösung. Wenn man die letzte Zeit betrachtet, würde man sehen, warum sich die Dinge so entwickelt haben", sagte Jordan und unterstellte seinem gefeuerten Fahrer mangelnde Motivation.

Frentzen selbst weist Jordans Vorwürfe zurück und wird vor Gericht ziehen. "Wenn man weiß, wie die Gerichte in England arbeiten, kann das eine längere Angelegenheit werden", sagte Frentzens Berater Monte Field dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Jordan kann die Verärgerung der Frentzen-Fans verstehen, den 34-Jährigen ausgerechnet vor dem Heimspiel in Hockenheim an die Luft zu setzen. "Viele Leute giften uns jetzt an. Wenn sie sich dann besser fühlen, habe ich kein Problem damit. Ich selbst würde auch so reagieren, wenn ich als irischer Fan zu einem irischen Grand Prix kommen würde und der irische Fahrer plötzlich nicht mehr dabei wäre", sagte Jordan.

© 2001 F1Total.com


27.07.: Verhaltener Auftakt für Trulli und Zonta

Das Jordan-Team erlebte heute mit dem Freien Training einen verhaltenen Start in das Rennwochenende zum Großen Preis von Deutschland. Nach 34 Runden belegte Jarno Trulli mit seiner besten Zeit von 1:42.941, rund 1,5 Sekunden langsamer als die Tagesbestzeit von Eddie Irvine, Platz neun. Ricardo Zonta, ab sofort Ersatzmann für den kurzfristig gefeuerten Heinz-Harald Frentzen, kam mit seiner Zeit von 1:43.461 Minuten auf Rang dreizehn.

"Heute haben wir an der Rennabstimmung gearbeitet", sagte Jarno Trulli. "Wir haben uns hauptsächlich auf das Finden einer guten Balance für Sonntag konzentriert und die beiden Reifentypen miteinander vergleichen. In der zweiten Session hatte ich ein kleines Problem mit den Bremsen, ansonsten lief alles gut", so der Italiener über seinen Start ins Rennwochenende.

"Ich habe heute Morgen sehr auf die Bremsen aufgepasst, denn wir dachten, dass da potenzieller Weise ein kleines Problem auftreten könnte", erklärte Ricardo Zonta. "Als ich einen neuen Reifensatz später im ersten Training probierte, fand ich, dass ich zu früh bremse. Der Grip war jedoch sehr gut und meine zweite Runde war schneller, jedoch denke ich, dass ich noch etwas schneller hätte fahren können. Wir haben dann einige Veränderungen am Auto vorgenommen, bevor wir einen weiteren neuen Reifensatz probiert haben. Darüber hinaus haben wir andere Sachen ausprobiert und ich habe etwas über das Set Up gelernt. Es war ein guter Tag, denn wir haben Fortschritte gemacht und ich freue mich natürlich wieder im Auto zu sitzen. Dreizehnter ist nicht so gut, zum Glück ist das aber heute nicht so wichtig, wenngleich wir ein wenig besser hätten sein können."

"Wie üblich, so haben wir uns heute auf die Rennabstimmung mit viel Benzin an Bord konzentriert und die harten und weichen Reifen intensiv geprüft", fasste Chefingenieur Tim Holloway zusammen.

Holloway weiter: "Heute war es sehr heiß und im Rennen wird es wahrscheinlich auch ähnliche Temperaturen haben, weshalb es heute wichtig war, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Wir haben ja vor Hockenheim keine Tests durchgeführt. Für alle Teams ist die Situation aber gleich, denn die Reifen und Bremsen werden das Rennen mitentscheiden. Ein Bremsproblem hat Jarno in der zweiten Trainingsstunde etwas Zeit gekostet, jedoch lief es davon einmal abgesehen gut. Ich denke, dass wir die Richtung, in welche wir gehen müssen, jetzt kennen. Wir benötigen nun ein wenig Zeit, um unsere Erkenntnisse auszuwerten, denn die beiden Reifenmischungen unterscheiden sich nur wenig."

© 2001 F1Total.com


26.07.: Trulli: Frentzen-Entlassung war ein großer Schock

Betroffenheit und Ratlosigkeit herrschte am Donnerstag im Fahrerlager von Hockenheim. Nur Ralf Schumacher gab an, die Kündigung kommen gesehen zu haben - alle anderen waren so überrascht wie Millionen von Fans weltweit. Inmitten des ganzen Trubels am Donnerstag stand auch Ricardo Zonta, der größte Mühe hatte, seine Freude zu verstecken - schließlich ist es erst einen Tag her, dass er die für ihn persönlich frohe Botschaft erhalten hat, in Hockenheim fahren zu dürfen. Für den Brasilianer kam die Nachricht ebenfalls völlig überraschend.

Wie aus heiterem Himmel kam die Neuigkeit auch auf Jarno Trulli zu. Der ehemalige Teamkollege des Mönchengladbachers diktierte am Donnerstag in die Mikrophone der Weltpresse: "Das war natürlich ein großer Schock. Es ist nicht gerade nett, hier herzukommen und dann nicht deinen gewohnten Teamkollegen zu haben. Es ist für alle Beteiligten nicht gut, in Mitten der Saison und besonders vor seinem Heimrennen ihn zu verlieren", zeigte sich Trulli auch kritisch gegenüber seinem Chef Eddie Jordan.

Für den Römer hatte sich der Rauswurf Frentzens, der für das Team zwei Siege hat einfahren können, jedenfalls nicht angekündigt: "Ich war wirklich komplett überrascht, denn er schien mit allen im Team gut zu arbeiten. Das Team hat einen großen deutschen Sponsor und jetzt haben wir einen neuen Fahrer für dieses Rennen - das wird hart werden." Ob Werbespots mit dem Deutschen an diesem Wochenende ausgestrahlt werden, ist zweifelhaft.

Jarno Trulli, mit dem Frentzen übrigens eine für Teamkollegen übliche rein aufs Geschäftliche bezogene Beziehung führte, erklärte ferner, dass er mit Frentzen noch nicht telefoniert habe: "Ich weiß, dass er die Situation mit dem Team aussortieren möchte. Ich möchte mich da nicht einmischen und ich weiß auch, dass er momentan sehr harte Stunden durchmacht. Aber da muss wirklich eine große Sache vorgefallen sein."

"Dieses Rennwochenende wird ohne Heinz sehr schwierig werden. Ich habe mittlerweile gelernt, was alles in der Formel 1 passieren kann, man darf sich wirklich nie zurücklehnen. Um ehrlich zu sein, war die Stimmung im Team nicht so schlecht, wie die Leute das vielleicht denken mögen - deshalb verstehe ich das ganze auch wirklich nicht. Ich werde mich jetzt auf dieses Wochenende konzentrieren, vielleicht werden wir in den nächsten Wochen verstehen, was da vorgefallen ist."

© 2001 F1Total.com


26.07.: Manager: Zonta fährt bis Ende 2001 - Sato vor Debüt?

Für den Hockenheimring ist alles fix. Testfahrer Ricardo Zonta, der bereits in Kanada ein Rennen für Jordan-Honda bestritt und über zwei Jahre Formel-1-Erfahrung bei BAR verfügt, wird Heinz-Harald Frentzens Cockpit übernehmen. Doch wie lange? Sein Manager Geraldo Rodrigues hat am Rande der Vorbereitungen auf den Großen Preis von Deutschland versichert, dass Zontas Einsatz in Hockenheim keine einmalige Sache sein wird: "Ich kann über den Vertrag nicht sprechen, aber Ricardo wird Frentzen von jetzt an bis zum Ende der Saison ersetzen und wenn er gut arbeitet, dann würde er gerne auch nächstes Jahr fahren."

Bereits vor "einigen Wochen" habe man sich offen über den Rauswurf von Frentzen unterhalten und damit auch über den Einsatz Zontas gesprochen: "Sie sind offensichtlich der Meinung, dass er bei Testfahrten gute Arbeit geleistet hat und vielleicht haben sie das Gefühl, dass er einen besseren Job erledigen kann als Frentzen. Uns wurde es am Mittwochmorgen mitgeteilt und gesagt, dass wir Heinz ersetzen sollen. Ich glaube, zuvor haben sie versucht, Frentzen im Rennen schneller zu machen. Sie haben ihn nicht einfach rausgeworfen, aber ich weiß nicht, was am Ende passiert ist."

Laut Manager Rodrigues muss Zonta nun versuchen, in die Punkte zu fahren und er glaubt, dass das Team von dem Brasilianer noch viel mehr sehen wird, der bei den Testfahrten fast immer mit viel Sprit unterwegs gewesen sei: "Ich denke aber nicht, dass er schneller als Trulli sein muss, denn Trulli ist momentan in einer tollen Form", so Rodrigues abschließend in der englischen Presse.

Unterdessen wird der britische Formel-3-Führende Takuma Sato mit dem Platz von Frentzen in Verbindung gebracht. Beim letzten Saisonrennen im japanischen Suzuka am 14. Oktober soll der Japaner im Cockpit sitzen, um Honda noch einmal vor dem Einstieg von Konkurrent Toyota positiv in die Schlagzeilen zu heben - so wird im Hockenheimer Fahrerlager gemunkelt.

Während dieses Szenario eher unwahrscheinlich klingt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man Sato im kommenden Jahr verpflichten wird, denn Honda brennt darauf, einen Japaner zu verpflichten, um gegenüber Toyota einen Image-Vorteil zu haben. Momentan ist Sato an BAR gebunden, aber Honda würde einen Teufel daran tun, nicht eine Ablösesumme zu zahlen und auch Eddie Jordan könnte an diesem Vorteil interessiert sein, will man doch jedes Mittel nutzen, um Honda 2003 exklusiv an sich zu binden und nicht an BAR zu verlieren. Honda jedenfalls will dafür sorgen, dass Sato, der in diesem Jahr auch schon für Jordan testete, bei BAR-Honda weitere Testkilometer abspulen wird.

© 2001 F1Total.com


26.07.: Viel Mitleid für Heinz-Harald Frentzen

Selbst die Formel-1-Stars rätseln über die Gründe für den Rauswurf und haben Mitleid mit Heinz-Harald Frentzen. "Es tut mir Leid für ihn. Ich kann aber nicht so wahnsinnig viel dazu sagen. Ich kenne die Hintergründe nicht. Aber es ist schon eine seltsame Sache", fand Ferarri-Star Michael Schumacher. Sein Rivale im Kampf um den WM-Titel, der Schotte David Coulthard, erklärte: "Ich kenne die Fakten nicht. Mal sehen, was die nächsten Wochen bringen." Der zweimalige Weltmeister Mika Häkkinen im zweiten Silberpfeil betrieb ebenfalls Ursachenforschung: "Ich möchte gern wissen, was passiert ist. Ich kenne keine Hintergründe. Aber es ist sehr schade für ihn. Es ist immer hart für einen Fahrer, mitten in der Saison aufhören zu müssen."

Frentzens Mönchengladbacher Stadtrivale Nick Heidfeld im Sauber war nach dem Paukenschlag "extrem überrascht. Ich wusste nicht, dass so etwas in der Formel 1 üblich ist", wunderte er sich. "Ich halte ihn für einen sehr fähigen Fahrer. Er hatte viele Probleme, die er nicht nur selbst verursacht hat. Was im Team passiert ist und zu der fristlosen Kündigung führte, kann ich nicht sagen", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Vor dem Großen Preis von Deutschland am Sonntag in Hockenheim ist der "Fall Frentzen" in den Händen der Rechtsanwälte. "Deshalb gibt es keine weiteren Kommentare dazu", betonte Christine Gorham vom Jordan-Team am Donnerstag.

Es geht schließlich um Millionen, da Frentzen auch in der nächsten Saison noch den Jordan-Honda steuern sollte. Nun steht der Familienvater vielleicht vor dem Ende seiner Karriere, darf aber auf eine hohe Abfindung hoffen. "Den mir für diese Kündigung angeführten Gründen widerspreche ich energisch und lehne sie in Ihrer Gesamtheit ab", hatte er am Mittwoch mitgeteilt. Momentan deutet nichts darauf hin, dass sich Frentzen des Vertragsbruchs schuldig gemacht hat. Eddie Jordan wird wohl tief in die Tasche greifen müssen.

"Frentzen zahlt Preis für enttäuschende Saison. Von Jordan nach Streit über Leistung gefeuert", schrieb der 'Daily Express'. Die 'Daily Mail' glaubt: "Jordans Geduld war am Ende, als Frentzen das Team nach Silverstone öffentlich schwer kritisierte und anschließend nicht für Testfahrten letzte Woche in Monza auftauchte." Der 'Daily Star' wusste: "Der 34-jährige Deutsche soll einen Streit mit Team-Boss Eddie Jordan gehabt haben." Und die altehrwürdige 'Times' befand: "Frentzen zahlt für Jordans Wut. Der Hofnarr der Formel 1 wurde Henker mit der Entlassung seines erfolgreichsten Fahrers."

"Eddie Jordan ist dafür berüchtigt. Er hat so etwas bei Ralf auch versucht", gab der dreimalige Weltmeister Michael Schumacher seinem nicht immer geliebten Rivalen Frentzen Schützenhilfe. "Eddie ist ein lieber, netter Kerl, so lange man nicht mit ihm zusammenarbeiten muss", sagte Ralf Schumacher. "Ich glaube nicht, dass seine Karriere vorbei ist. Er hat einen Platz in einem Grand-Prix-Team verdient", meinte Haug. Bei Frentzens Heimrennen fährt allerdings erst einmal Ricardo Zonta.

Geht es nach Ralf Schumacher, sind die Würfel schon gefallen: "Ich bin sicher, dass wir ihn in einem Toyota sehen werden. Wenn sie schlau sind, dann holen sie ihn, denn er ist der beste Fahrer auf dem Markt." Die Japaner allerdings scheinen kein Interesse an Frentzen zu haben.

Der bis Ende 2002 laufende Sponsorenvertrag mit der Deutschen Post AG, der dem Jordan-Team 50 Millionen Mark (rund 26 Millionen Euro) bringen soll, ist nach dem schlagzeilenträchtigen Rauswurf des deutschen Piloten nicht gefährdet. "Das ist nach wie vor ein gutes Investment" sagte Pressesprecher Uwe Bensien und stellte klar: "Das ist eine Team-Entscheidung, die wir als Sponsor nicht kommentieren." Die Post sieht sich längst als Global-Player, Frentzen ist für die Werbestrategen offenbar kein Zugpferd mehr.

© 2001 F1Total.com


26.07.: Frentzen: Flucht nach Spanien - Spekulationen um Zukunft

Abtauchen, abschalten, abwarten: Am Tag nach dem Rauswurf bei Jordan floh Heinz-Harald Frentzen zu seiner Mutter nach Spanien, die Chancen auf ein baldiges Comeback des Mönchengladbachers in der Formel 1 sinken derweil weiter. Nach der Absage von Toyota haben sich für den 34-Jährigen am Donnerstag auch die Hoffnungen auf ein Engagement bei Jaguar und BAR zerschlagen. So bleibt Frentzen, der sich sein verpasstes "Heimspiel" in Hockenheim am Sonntag im Fernsehen anschauen kann, vielleicht nur noch der Umstieg in die US-Cart-Serie oder die DTM, deren Chef Hans-Werner Aufrecht bereits Interesse signalisiert hat.

"Wir haben Eddie Irvine und Pedro de la Rosa auch für die nächste Saison unter Vertrag. Eine Verpflichtung von Frentzen wäre gar nicht möglich und ist auch kein Thema", sagte Jaguars Sportdirektor Niki Lauda dem Sport-Informations-Dienst (sid). Keine Erinnerung mehr daran, dass Frentzen als deutscher Pilot vor nicht allzu langer Zeit noch ganz oben auf dem Wunschzettel von Jaguar-Boss Wolfgang Reitzle stand.

Unterdessen erntete "HHF" Mitgefühl von Weltmeister Michael Schumacher. "Das ist schon eine seltsame Sache", meinte der Kerpener: "Allerdings ist Eddie Jordan in dieser Hinsicht ja berüchtigt. Bei meinem Bruder Ralf hat er sowas damals auch mal versucht." Schumachers Manager Willi Weber hat die Nachricht von Frentzens Abschuss geschockt, er machte dem Gladbacher aber Mut: "Ich bin sicher, dass man Frentzen in der nächsten Saison wieder in der Formel 1 sieht."

Wenn Neueinsteiger Toyota, der am Mittwoch erklärte, dass es kein Interesse an Frentzen gebe, seine Meinung nicht noch ändert, dürfte es für den 34 Jahre alten Frentzen aber schwer werden, wieder einen Platz zu finden. Die Top-Teams Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Williams sind besetzt, Jordans Honda-Konkurrent BAR bestätigte am Donnerstag Jacques Villeneuve und Olivier Panis für 2002.

Frentzens früherer Teamchef Peter Sauber, der ihn im vorigen Jahr noch zurückholen wollte, ist inzwischen mit seinen "jungen Wilden" Nick Heidfeld und Kimi Räikkönen glücklich. Renault als derzeit schwächstes der Werksteams hat in Giancarlo Fisichella, Jenson Button, Testpilot Mark Webber und Minardi-Talent Fernando Alonso gleich vier Piloten zur Auswahl. Und ob sich Frentzen selbst den Abstieg zu Hinternbänklern wie Prost, Arrows oder gar Minardi antun will, ist mehr als fraglich.

Dann vielleicht schon eher der Umstieg in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. "Wenn er Interesse hat, ist er sicher ein Thema", sagte Aufrecht, Chef des HWA-Teams von DTM-Champion Bernd Schneider, dem sid: `Er wäre einer der großen Namen, die wir in der Serie gebrauchen können. Man muss auf jeden Fall versuchen, ihn zu bekommen. Allerdings sollte man noch ein paar Tage warten, bis er sich selbst sortiert hat."

In der DTM wäre Frentzen auf jeden Fall einer der Superstars, eine Rolle, die er in der Formel 1 nie erreicht hat. Deutlich ruhiger wäre es dagegen für "HHF" in der US-Cart-Serie, wo das Medieninteresse nicht so groß ist wie in der Formel 1 und die ganze Atmosphäre deutlich lockerer ist als in Bernie Ecclestones PS-Zirkus. Schon 1998 war ein Wechsel in die Cart-Serie mal ein Thema, bevor es doch noch mit Jordan klappte.

Frentzen ist einer Luftveränderung nicht ganz abgeneigt. "Als Motorsportfan hätte ich gerne auch mal was anderes probiert. So lange ich noch Motivation habe, werde ich weiterfahren", hatte er noch in Silverstone gesagt. Genau diese Motivation hat Jordan möglicherweise zuletzt vermisst. Zwar wird auch in englischen Medien über die genauen Gründe für die Entlassung nur spekuliert, aber die Londoner Times schreibt, dass der Ire offenbar einen ungewöhnlich heftigen Zwist mit Frentzen hatte, der durch Frentzens Gleichgültigkeit drastisch verschlimmert worden sei.

© 2001 F1Total.com


25.07.: Frentzen: Toyota hat kein Interesse - Vater: Sabotage

Erfolglos, hilflos und jetzt sogar arbeitslos: Heinz-Harald Frentzen ist vor dem Großen Preis von Deutschland überraschend vom Jordan-Team vor die Tür gesetzt worden und steht vor den Scherben seiner Formel-1-Karriere. Jordan löste den Vertrag mit dem 34 Jahre alten Mönchengladbacher mit sofortiger Wirkung auf und nominierte Testfahrer Ricardo Zonta (Brasilien) zunächst für das Rennen in Hockenheim. Der fliegende Wechsel wurde am Mittwoch vom Automobil-Weltverband FIA bestätigt, nicht mal 90 Minuten nach der Nachricht war Frentzen schon von den ersten Buchmachern aus den Wettlisten gestrichen worden.

Ob Frentzen seine Karriere fortsetzen kann, steht derzeit in den Sternen. Die Hoffnung auf einen Wechsel zu Toyota haben sich zerschlagen. "Wir stehen nicht in Verhandlungen mit Heinz-Harald Frentzen, und es hat auch nie ein Interesse von uns an einem der aktuellen Fahrer gegeben", sagte Toyota-Pressesprecher Andrea Ficarelli dem Sport-Informations-Dienst (sid). Die Japaner, die in Köln ihre Motorsport-Abteilung aufgebaut haben, steigen 2002 in die Formel-1-WM ein. Der Finne Mika Salo steht bereits als Stammpilot fest, der Schotte Allan McNish hat einen Vertrag als Testpilot.

Über die wahren Hintergründe zu Frentzens Entlassung kann nur gerätselt werden. Es gilt seit geraumer Zeit als offenes Geheimnis, dass sich der Deutsche bei Jordan gegenüber seinem Teamkollegen Jarno Trulli (Italien) benachteiligt fühlt. Das hat "HHF" in der Öffentlichkeit zuletzt laut moniert, wofür es einen Rüffel von Teamchef Jordan gab.

Für den Formel-1-Kollegen Ralf Schumacher war die Nachricht von Frentzens fristloser Entlassung keine Überraschung. "Dieses Gerücht gibt es bereits länger im Fahrerlager. Ich kenne Eddie Jordan und weiß auch, wie er handelt", sagte der BMW-Williams-Pilot, dessen Formel-1-Karriere 1997 in einem Jordan begann: "Eddie ist ein lieber, netter Kerl, so lange man nicht mit ihm arbeiten muss. Frentzen kann sich daher strecken wie er will, er kriegt keine Unterstützung."

Für "Schumi II" ist die Trennung von Jordan "die beste Lösung" für Frentzen. An das Ende der Formel-1-Karriere des Kollegen glaubt der Kerpener jedoch nicht: "Ich bin sicher, dass wir ihn in einem Toyota wiedersehen. Wenn die schlau sind, holen die Heinz-Harald, denn er ist der beste Fahrer, der auf dem Markt ist."

Die Deutsche Post AG, die als Sponsor jährlich 20 Millionen in das Jordan-Team pumpt, ist offenbar nicht allzu traurig über den plötzlichen Verlust des deutschen Werbeträgers Frentzen. "Das ist eine Personalentscheidung des Teams, die wir nicht kommentieren werden. Wir werden Jordan nach wie vor unterstützen", meinte Dr. Gert Schukies, Kommunikations-Direktor der Post.

Frentzens Vater schäumte derweil vor Wut und sprach sogar offen von Sabotage: "Es ist doch nicht normal, dass das Auto immer stehen bleibt, und bei Tests funktioniert immer alles wunderbar. Da drückt wohl jemand die Knöpfe."

© 2001 F1Total.com


25.07.: Jordan kündigt Vertrag mit Frentzen - Kein Hockenheim-Start

(sid)- Ohne Heinz-Harald Frentzen wird wohl am Wochenende der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring starten. Der Formel-1-Pilot wurde von seinem Jordan-Team vor die Tür gesetzt.

Jordan löste den Vertrag mit dem 34-Jährigen mit sofortiger Wirkung auf und nominierte Testfahrer Ricardo Zonta aus Brasilien für das Rennen in Hockenheim. "Es war eine sehr enttäuschende Saison für beide Seiten", sagte Teamchef Eddie Jordan, nachdem der Ire erst vor knapp vier Wochen auf dem Nürburgring die weitere Zusammenarbeit mit Frentzen für das Jahr 2002 bestätigt hatte. "Wir hatten einen Meinungsaustausch nach dem britischen Grand Prix in Silverstone, und das ist das Resultat", begründete Jordan seinen Sinneswandel.

"Weil Jordan meinen Vertrag unerwartet gekündigt hat, werde ich in Hockenheim am kommenden Wochenende wahrscheinlich nicht fahren", teilte Frentzen am Mittwoch in einer Presseerklärung mit. "Den mir für diese Kündigung angeführten Gründen widerspreche ich energisch und lehne sie in ihrer Gesamtheit ab. Mit der Wahrung meiner Interessen habe ich meine Rechtsanwälte beauftragt", sagte Frentzen.

Das Management des Gladbachers lehnte mit dem Hinweis auf das schwebende Verfahren weitere Kommentare ab.

© 2001yahoo/f1


25.07.: Verkündet Trulli seine Entscheidung in Hockenheim?

27 Jahre ist der in Pescara geborene Jarno Trulli Italiener vor kurzem alt geworden und zusammen mit einer Hand voll anderer Piloten gilt der Italiener als einer der talentiertesten und viel versprechendsten Fahrer in der Formel 1. Nachdem sein Teamkollege Heinz-Harald Frentzen bereits auf dem Nürburgring die Vertragsverlängerung mit dem Team von Eddie Jordan bekannt gab, warten derzeit alle Fans gespannt auf Trullis Entscheidung, denn der Italiener geizte zuletzt nicht mit Kritik an Jordan, sondern gab sich stattdessen geheimnisvoll und verschwiegen.

So erklärte der 27-Jährige vor einigen Wochen, dass er seine Entscheidung ganz alleine und erst Ende Juli, Anfang August fällen werde. Trulli, der durch Flavio Briatore 1997 als Minardi-Pilot in die Formel 1 kam, dann bei Prost fuhr und seit der letzten Saison für das Team von Eddie Jordan fährt, ist im Team jedoch nicht unumstritten.

Er sei niemand, der auf die Mechaniker, die mit ihm zusammenarbeiten, zugeht. Er sei zu hart und zu kühl, erklärten im Fachmagazin 'F1 Racing' einige Teammitglieder. Auch das Arbeitssverhältnis zwischen dem Südländer und Teamchef Eddie Jordan hat in jüngster Zeit gelitten, so warf Trulli seinem Chef vor, dass er gerne wüsste, was dieser alles mit dem Geld machen würde, da es ja nicht wie bei den Top-Teams üblich in die Weiterentwicklung investiert würde. Anfang des Jahres hatte Eddie Jordan Zweifel an Trullis Fitness geäußert, nachdem BAR-Pilot Jacques Villeneuve beim Großen Preis von Spanien zwei Sekunden vor Trulli ins Ziel gekommen war und als Dritter auf das Podium klettern konnte. Trulli revanchierte sich mit dem Hinweis, dass der EJ11 die Hinterreifen geradezu auffressen würde, was, wie sich mittlerweile herausstellte, auch stimmt. Beim Fitness-Test in Benettons High Performance Fitnesscenter wurde Trulli durch Bernie Shrosbee eine nichts zu wünschen übrig lassende Fitness bestätigt, somit war dieses Thema zumindest erledigt und der Vorwurf entkräftet.

Mangels Alternativen könnte sich Jarno Trulli, der in diesem Jahr seinen Teamkollegen bislang in der Qualifikation immer eindeutig im Griff hatte, für ein weiteres Jahr bei den Gelben entscheiden, bis ihm 2002 vielleicht bessere Optionen als diese Saison zur Verfügung stehen. Realistisch gesehen bieten sich dem Mann aus Pescara nämlich nur wenige Möglichkeiten, welche da lauten: Benetton-Renault, möglicherweise BAR oder Toyota, vielleicht sogar McLaren? Mit Benetton-Renault verbindet den Italiener derzeit lediglich sein Manager Flavio Briatore, bei dem er sich eines Tages erkenntlich zeigen wolle, wie er selbst sagt, jedoch spricht dagegen, dass die Himmelsblauen nicht nur in Sachen Chassis, sondern auch in Sachen Motor derzeit hoffnungslos der Konkurrenz hinterherfahren.

Bei BAR böte sich eventuell eine Chance wenn Jacques Villeneuve das Team verlässt oder Olivier Panis seinen Vertrag mit dem Team aus Brackley nicht verlängert. Aber auch hier ist anzumerken, dass Jordan bislang das stärkere Honda-Team ist und zudem über einen langfristigeren Motorenvertrag mit den Japanern verfügt. Bei Toyota ist gegenwärtig nur Mika Salo als Pilot für die kommende Saison bestätigt, jedoch gilt der Schotte Allan McNish zumindest für die Debütsaison als so gut wie gesetzt. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Trulli, der von sich sagt, "Ruhm interessiert mich nicht, ich möchte lediglich ein guter und erfolgreicher Rennfahrer sein", bereit wäre mit einem neuen Team durch die schwierige Phase des Aufbaus zu gehen.

Zu guter Letzt wäre auch noch als einziges der Top-Teams McLaren eine Möglichkeit, wenngleich alle Welt erwartet, dass die Truppe von Ron Dennis dieses Wochenende auf dem Hockenheimring die Vertragsverlängerung mit David Coulthard und Mika Häkkinen verkündet. In jüngster Zeit hieß es jedoch immer wieder, dass Dennis Häkkinen nur einen Einjahresvertrag angeboten hätte, der Finne jedoch einen Zweijahreskontrakt und mehr Geld haben wollte. Jarno Trulli wäre in diesem Fall eine möglich Option, denn der Italiener ist schnell, mittlerweile erfahren und eigenen Aussagen nach "reif" für ein Top-Team. Auf der anderen Seite scheint dieser Gedankengang - Trulli und Häkkinen tauschen die Cockpits - gerade auf Grund der Vertrautheit der Fahrer und des Teams bei McLaren untereinander abwegig.

Mangels Alternativen und vielleicht zu der Erkenntnis gekommen, dass es besser ist eine weitere Saison bei Jordan dranzuhängen, auch wenn es in vielerlei Hinsicht im Team nicht nach seinen Vorstellungen laufen mag, scheint die einzig logische Entscheidung derzeit die Vertragverlängerung mit Eddie Jordan. Der Ire selbst weiß nur zu gut, dass er mit Trulli einen Rohdiamanten im Team hat und seinerseits ihm alle Voraussetzungen, um gute Resultate einzufahren, schaffen muss. Wie Heinz-Harald Frentzen gegenüber dem 'SID' erklärte, würden Trulli andere Teile im Rennauto zur Verfügung stehen als ihm selbst. Zumindest schon einmal ein Indiz dafür, dass Jordan Trulli trotz der letzten Meinungsverschiedenheiten vertraut.

Warten wir also gespannt auf die Bekanntmachung Jarno Trullis, welche möglicherweise auf dem Hockenheimring oder später auf dem Hungaroring erfolgt.

© 2001 F1Total.com


24.07.: Frentzen: Schneckentempo statt Expresspost

Für Heinz-Harald Frentzen sollte in diesem Jahr mit Honda-Power bei Jordan richtig die Post abgehen, doch bislang stellte der "schnellste Postbote der Welt" meist nur im Schneckentempo zu. Erst sechs Punkte, Platz elf in der WM-Wertung klar hinter dem Ortsrivalen Nick Heidfeld im Sauber und vor allem eine ernüchternde Bilanz von 1:9 in den Trainingsduellen mit Teamkollege Jarno Trulli haben den Mönchengladbacher vor dem Heimspiel in Hockenheim am kommenden Sonntag ins Grübeln gebracht.

"Natürlich denke ich manchmal an die Zukunft, doch meine Motivation hält mich fest", sagt der 34-Jährige, dessen Vertrag bei Jordan nach Einlösung einer Option noch bis 2002 läuft: "Ich möchte weiter mit Jordan ein Top-Team werden."

Doch der Weg an die Spitze ist lang und steinig. "Für ein Top-Team müssen alle Bereiche stimmen", weiß Frentzen aus seiner langen Erfahrung von 124 Formel-1-Rennen: "Im Moment sind wir in einer Phase der Umstrukturierung. Das ist wie in jedem größeren Unternehmen, in dem es verschiedene Schwachstellen gibt. Das kann die Qualitätssicherung sein, die Aerodynamik oder die Fabrikation."

Noch in Silverstone war an Frentzens "Postkutsche" ein Teil weggebrochen, so dass er in der Schlussphase nicht mehr mit Heidfeld um Platz sechs kämpfen konnte. Zudem macht die Startautomatik immer wieder Probleme, und auch die Konstruktion des Autos insgesamt scheint nicht optimal gelungen. "Wir haben im Vergleich zu anderen Teams einen höheren Reifenverschleiß, deswegen sind die anderen im Rennen in Relation zum Qualifying schneller als wir", erklärt Frentzen.

Bei der Lösung dieses Problems dreht man sich ein wenig im Kreis, wie Frentzen zugibt. "Wir haben alles Mögliche versucht, aber mit unseren Einstellmöglichkeiten können wir das Fahrverhalten nicht mehr ändern und unser Potenzial im Rennen nicht verbessern", meint der Gladbacher: "Und das Konzept grundsätzlich zu verändern, wäre mit einem enormen Aufwand verbunden."

Also versuchen die Gelben, das beste aus der Situation zu machen und zumindest vor dem zweiten Honda-Team BAR zu bleiben. Die Japaner wollen nämlich ab 2003 nur noch ein Team mit Werksmotoren beliefern, wie zuletzt BAR-Teamchef Craig Pollock erklärte. Noch hat Jordan drei Punkte Vorsprung. "Wir wollen zumindest wieder den Anschluss finden und regelmäßig in die Punkte fahren", gibt Frentzen als Ziel für den Rest der Saison aus.

Persönlich muss er sich noch mit der Hürde Trulli auseinandersetzen. "Es besteht kein Zweifel, dass Jarno sehr schnell ist, besonders im Qualifying", sagt Frentzen: "Aber er hat auch einige andere Teile im Auto." Bislang hatte Frentzen auf diese Bauteile verzichtet. "Aber langsam frage ich mich, ob nicht sein Auto wirklich schneller ist", meint "HHF".

© 2001 F1Total.com


23.07.: Frentzen beschreibt eine Runde in Hockenheim

"Im Vergleich zu anderen Rennstrecken des Rennkalenders ist Hockenheim eine ganz besondere Strecke. Es ist so, als ob man auf zwei verschiedenen Strecken fährt, da das langsame und kurvenreiche Motodrom sich von den langen und schnellen Geraden, welche der Strecke ihren Charakter verleihen, so sehr unterscheidet. Dadurch wird schon die Abstimmung des Autos zu einer Herausforderung, denn man muss einen guten Kompromiss aus Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden und notwendigem Abtrieb im Motodrom finden."

"Eine gute Position in der Qualifikation herauszufahren ist sehr wichtig, da das Überholen in Hockenheim sehr schwer ist. Auf der zur ersten Kurve hinführenden Gerade schaltet man bis in den sechsten Gang hoch. Diese Rechtskurve muss man vor allem am Kurvenausgang gut erwischen, damit man den Schwung auf die folgende Gerade, die längste und schnellste der Strecke, mitnehmen kann. Man schaltet auf ihr bis in den siebten Gang und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 350 Stundenkilometern. Dann bremst man beim 100 Meter Schild für die erste Schikane und schaltet in den zweiten Gang herunter."

"Nach dem Herausbeschleunigen aus der Schikane schaltet man wieder bis in den siebten Gang und erreicht 330 Stundekilometer, bevor die Ostkurve, die langsamste Schikane der Strecke, folgt. Dort ist die Strecke sehr uneben und es besteht auch ein Gefälle, sodass es schwierig werden kann alle Räder auf dem Asphalt zu halten. Nach dieser Schikane schaltet man wieder in den siebten Gang und bremst dann für die letzte Schikane, die Ayrton Senna Kurve, und schaltet in den zweiten Gang zurück. Es folgt eine kurze Gerade und eine im vierten Gang zu fahrende Rechtskurve, welche in den engen Stadionbereich der Strecke führt. Am schnellsten kommt man dort mit genügend Abtrieb durch."

"Die Atmosphäre im Motodrom ist einfach unbeschreiblich, so, wie in einem Fußballstadion, wo die Fans einen Höllenlärm machen welcher sogar die Motoren übertönt. In diesem Bereich gibt es guten Grip. Dann nimmt man die 180-Grad-Kurve, welche auf die Doppelrechts-Kurve zuführt, im dritten Gang und beschleunigt für die Start-/Ziellinie wieder."

© 2001 F1Total.com


23.07.: Jordan gibt auch abseits der Rennstrecke Gas

Eddie Jordan hat schon seit seinem Einstieg in die Formel 1 vor 10 Jahren immer ein besonderes Gespür dafür gehabt, wie man sich, sein Team, seine Fahrer, kurzum einfach alles in das richtige Licht setzt und ein wenig für Aufsehen sorgt. Waren es in den Anfangstagen häufig gut gebaute Models in ultra knappen Outfits, welche in der Boxengasse für Aufsehen sorgten, oder aufwendig inszenierte Präsentationen des neuen Formel-1-Boliden, so ist es dieses Jahr der eigene Powerdrink EJ10, sowie die Teilnahme mit einem eigenen Rennboot an der Honda-Viertakter-Serie. Eines muss man Jordan lassen, der 53-Jährige hat ganz einfach ein Händchen für Marketingangelegenheiten.

Beim vierten von insgesamt fünf Rennen, dieses Wochenende in Blackpool, England, pilotierte Jordans Marketingchef Mark Gallagher das 21 Meter lange und 130 PS starke Rennboot. Für Gallagher lief es jedoch am Samstag noch nicht besonders, denn ein Problem mit dem Motor sorgte dafür, dass das nach dem Powerdrink EJ10 benannte Boot nicht mit voller Kraft fahren konnte. Am Ende kam man als Siebter ins Ziel, aber vielleicht läuft es ja heute besser.

Mark Gallagher erklärte jedenfalls nach der Fahrt mit Handicap: "Jetzt weiß ich, wie sich Jarno Trulli in Silverstone gefühlt haben muss, nachdem ein viel versprechender Start mit einer Enttäuschung endete - wenngleich es bei uns ein reines mechanisches Problem war. Es scheint so, als hätte eine Benzinleitung Probleme bereitet, denn anstatt 5500 U/Min lief der Motor nur mit 3500 U/Min. Wir konnten das Problem leider nicht beheben, sodass wir mit verminderter Geschwindigkeit gefahren sind. Ab und zu hatten wir die volle aber Power zur Verfügung. Das war interessant, denn wir befanden uns oftmals inmitten hoher Wellen, ohne uns Sorgen machen zu müssen. Es war auf jeden Fall fantastisch, und ich kann es noch gar nicht fassen, dass wir am Ende Siebter wurden und sechs Punkte geholt haben."

© 2001 F1Total.com


21.07.: Trulli und Frentzen hoffen auf Punkte und Podiumsplätze

Nachdem der Große Preis von Großbritannien für das Team von Eddie Jordan zunächst am Freitag und Samstag erfolgreich begonnen hatte, immerhin qualifizierten sich seine beiden Fahrer für die zweite und dritte Startreihe, endete das Rennen am Sonntag weniger erfreulich; Trulli schied in der ersten Runde aus, Frentzen kam nur auf dem undankbaren siebten Platz ins Ziel.

Wie der Großteil aller Teams testete Jordan diese Woche in Monza, wo man sich zum einen auf den im September stattfindenden Großen Preis von Italien vorbereitete, zum anderen aber auch die letzten Vorbereitungen für Hockenheim traf - beide Strecken ähneln sich durch die langen Geraden und vom Set Up her sehr.

Für Heinz-Harald Frentzen, der in Monaco sein Pseudo-Heimrennen fuhr, dort jedoch nach einer unliebsamen Berührung mit den Leitplanken im Tunnel vorzeitig ausschied und als Folge des Unfalls mehrere Untersuchungen durchlaufen und einige Tage pausieren musste, ist das Rennen in Hockenheim der wahre Heim-Grand-Prix in diesem Jahr und zudem ist die Strecke für den Mönchengladbacher etwas Besonderes: "Hockenheim kann man mit keiner anderen Rennstrecke des Rennkalenders vergleichen. Die langen und schnellen Geraden sind einfach großartig, jedoch will man dort immer noch mehr Power haben, sodass man noch schneller auf ihnen fahren kann. Das Motodrom am Ende der Strecke ist ein totaler Unterschied im Vergleich zum restlichen Kurs, beinahe könnte man sagen, dass man auf zwei verschiedenen Rennstrecken fährt. Dadurch muss man in Sachen Fahrzeugabstimmung einen guten Kompromiss wählen. Es wäre schön, wenn ich in Hockenheim auf das Podium klettern könnte, vor allem, weil es mein Heim-Grand-Prix ist", so der 34-Jährige.

Jarno Trulli, in Silverstone nach einem Positionskampf mit David Coulthard in der ersten Runde ausgeschieden, hofft ebenfalls auf ein erfolgreiches Rennwochenende auf deutschem Boden: "In Hockenheim hat Jordan bislang immer eine gute Leistung abgeliefert. Ich bin in der deutschen Formel-3-Meisterschaft sechs Rennen auf dieser Strecke gefahren und habe alle sechs gewonnen. Darüber hinaus habe ich auf dieser Strecke 1997, als ich für Prost fuhr, meine ersten Punkte in der Formel 1 geholt. Dies alles bestätigt mich in meinem Selbstvertrauen und Optimismus für das bevorstehende Rennwochenende. Die deutschen Fans kennen mich noch gut aus meiner F3-Zeit, und ich habe durch sie in Hockenheim immer große Unterstützung erfahren, worüber ich mich sehr freue. Zusammen mit Monza bietet Hockenheim einfach die beste Atmosphäre."

© 2001 F1Total.com


20.07.: Frentzens Devise: Nicht aufgeben und weiterhin kämpfen

Für Jordan-Pilot Heinz-Harald Frentzen endete der Grand Prix im "home of british motorsport" letztes Wochenende ernüchternd. Als Fünfter war der 34-Jährige gestartet, nachdem er sich am Samstag mit einer Rundenzeit von 1:21.217 Minuten nur 0.287 Sekunden hinter seinem Teamkollegen, den beiden McLaren und Michael Schumacher qualifiziert hatte.

Eigentlich hatte sich der gebürtige Mönchengladbacher auch Punkte ausgerechnet, jedoch kam er nur als undankbarer Siebter ins Ziel und beschrieb schnörkellos und mit trockenem Humor das Rennen in Silverstone wie folgt: "Wenn man ein Rennen zwei Plätze schlechter beendet, als man es begonnen hat, dann ist das immer unbefriedigend. Wenn aber der Abschlussplatz ausgerechnet noch der punktelose siebte Rang ist, dann ist das Wort 'unbefriedigend' gelinde gesagt eine riesen Untertreibung", erklärte Frentzen auf seiner Homepage und verteufelte die Startautomatik seines Jordan EJ11, welche beim Start wieder einmal ihren Dienst versagte. Andernfalls hätte er nicht auf den ersten Metern des insgesamt 60 Runden langen Rennens vier Plätze eingebüßt.

Trotz aller Rückschläge und Probleme der letzten Zeit, gemeint sind Frentzens Unfälle in Monaco und Kanada, sowie die Schwierigkeiten seines Teams das Potenzial seines Autos aus der Qualifikation in das Rennen hinüber zu nehmen, hatte der Große Preis von Großbritannien auch etwas Gutes für den in Monaco mit Frau Tanja und Tochter Lea lebenden Deutschen: "Im Verlauf des Rennens hatte ich immerhin einen schönen Kampf mit Nick", jedoch war ihm auch dieser Genuss nicht lange beschieden, wie Frentzen bestätigte, da sein EJ11 später an Leistung verlor und er fortan nicht mehr kämpfen konnte.

Zuversichtlich dürfte den 34-Jährigen trotz aller Probleme aber die Tatsache stimmen, dass seit dem Rennen in Magny-Cours das Team die Standfestigkeit des EJ11 wiedergefunden zu haben scheint, sowie Teamchef Eddie Jordan mit dem Bau einer größeren Fabrik eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen hat. Solange Frentzen aber nicht über ein dauerhaft konkurrenzfähiges Paket verfügt, wird er sich weiterhin an die Devise: "Nicht aufgeben, sondern weiterhin kämpfen", halten.

© 2001 F1Total.com


20.07.: Monza: Zeiten vom Freitag

Fahrer Team Motor Chassis Reifen Zeit Rnd.
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:24.52071
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:24.87142
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:24.92991
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:24.98564
M Gene Williams BMW FW23 M 1:25.17266
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:25.49079
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:25.63764
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:25.73350
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:25.81777
J Button Benetton Renault B201 M 1:26.28432


20.07.: Monza: Zeiten vom Donnerstag

Fahrer Team Motor Chassis Reifen Zeit Rnd.
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:24.1031
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:24.5374
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:25.0573
J Trulli Jordan Honda EJ11-02 B 1:25.1470
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:25.1556
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:25.1659
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:25.2752
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:25.4049
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:26.0165
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:26.1843
J Button Benetton Renault B201 M 1:26.8911
G Fisichella Benetton Renault B201 M 1:27.0120
F Alonso Minardi Cosworth PS01 M 1:28.5224
A Yoong Minardi Cosworth PS01 M 1:28.5741


18.07.: Tauschen Fisichella und Trulli ihre Cockpits?

Britischen Medienberichten zufolge ist die Zukunft von Jarno Trulli bei Jordan-Honda weiterhin ungewiss. Der Italiener hat im Gegensatz zu Heinz-Harald Frentzen noch keinen Vertrag für die kommende Saison und hat sich zuletzt kritisch über das Jordan-Team geäußert. Der 27-Jährige ist der Meinung, dass Teamchef Eddie Jordan viel Geld nicht in die Weiterentwicklung des Autos steckt und befürchtet so, dass Jordan nie zu einem Top-Team werden könnte.

Stattdessen könnte der Römer zum Renault-Rennstall wechseln, das von seinem eigenen Manager Flavio Briatore gemanaged wird. Die kritischen Aussagen von Trulli seinem Team gegenüber und die Bestätigung von lediglich Jenson Button bei Renault sind weitere Hinweise auf einen möglichen Wechsel. Bis zum 14. August könnte Briatore den Berichten zufolge eine Option auf Trulli ziehen, der selbst den Wunsch geäußert hat, eines Tages für den Mann zu fahren, der ihm den Einstieg in die Formel 1 ermöglicht hatte.

Sollte Teamchef Eddie Jordan seinen Fahrer verlieren, obwohl er ihn gerne angesichts seiner guten Leistungen behalten würde, wird er einen Ersatz brauchen. Hier würde sich Giancarlo Fisichella anbieten, dessen Platz Trulli einnehmen würde. Der Italiener fuhr 1997 zusammen mit Ralf Schumacher schon einmal für die Gelben. Es ist davon auszugehen, dass der 28-Jährige ein mindestens ebenbürdiger Ersatz wäre.

© 2001 F1Total.com


18.07.: Monza: Zeiten vom zweiten Testtag

Gestern (Mittwoch) gesellte sich Jarno Trulli in Monza zu Ricardo Zonta und hatte großes Glück, einen Unfall vermeiden zu können, als sein hinter Spoiler in der Ascari-Schikane nachgab. Dem Italiener gelangt es jedoch, die Kontrolle über das Auto zu behalten, und es zurück in die Garage zu fahren, so dass er das Programm fortsetzen konnte. Die Motoren beider Autos wurden voll ausgenutzt. Trulli war am Ende viert Schnellster und Zonta, der am ersten Tag die Bestzeit aufstellt hatte, belegte Platz acht. Am Vormittag arbeitete Trulli an den Chassiseinstellungen und am Nachmittag konzentrierte er sich auf Entwicklungsarbeiten der Aerodynamik sowie an Teilen des Bremskühlsystems. Zonta testete am Vormittag aerodynamische Teile und setzte am Nachmittag ein großangelegte Bremstestprogramm fort. In Kanada hatten beide EJ11 Probleme mit den Bremsen. Diese Strecke stellt sehr hohe Anforderungen an die Bremsen und kann mit der in Hockenheim verglichen werden. Auch dort gibt es lange, schnelle Geraden mit anschließenden langsamen Kurven. Am Nachmittag nutzte das Team den Regen, an seinen Einstellungen für Regenrennen zu arbeiten. Die Tests werden morgen fortgesetzt.

© 2001 yahoo/f1


Fahrer Team Motor Chassis Reifen Zeit Rnd.
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:24.00044
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:24.45335
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:24.99405
J Trulli Jordan Honda EJ11-02 B 1:25.13464
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:25.35768
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:25.36413
O Panis BAR Honda 003B 1:25.80347
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:26.08968
G Fisichella Benetton Renault B201 M 1:26.27352
J Button Benetton Renault B201 M 1:26.56335
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:27.33414
F Alonso Minardi Cosworth PS01 M 1:30.92744
A Yoong Minardi Cosworth PS01 M 1:30.99849


18.07.: Monza: Zeiten vom ersten Testtag

Der Jordan Testfahrer Ricardo Zonta hat gestern (Dienstag) in Monza viertägige Tests für das Jordan Team begonnen und dabei die Tagesbestzeit von 1:125,120 Minuten aufgestellt. Er arbeitete an den Einstellungen für den italienischen Grand Prix, welcher im September auf dieser Strecke stattfindet. Am Nachmittag führte er auch einige Reifentests für Bridgestone durch. Um 14:50 Uhr musste der Motor gewechselt werden, da es ein Problem mit dem Schmierölsystem gab. Da die Tests am Nachmittag auch häufig unterbrochen wurden, verlor das Team mehrere Stunden wertvoller Zeit. Zonta legte insgesamt 41 Runden zurück. Heute und am Donnerstag wird neben dem Brasilianer auch Jarno Trulli an den Tests teilnehmen.

© 2001 yahoo/f1


Fahrer Team Motor Chassis Reifen Zeit Rnd.
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:25.12543
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:25.24341
M Gene Williams BMW FW23 M 1:25.25162
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:25.79239
M Schumacher Ferrari Ferrari F201 B 1:25.99721
O Panis BAR Honda 003B 1:26.78431
G Fisichella Benetton Renault B201 M 1:26.98432
J Courtney Jaguar Cosworth R2 M 1:27.26850
J Button Benetton Renault B201 M 1:27.45826
D Turner McLaren Mercedes MP4/16 B 1:28.65741


16.07.: Trulli: "Copse Corner ist breit genug für Zwei"

Als David Coulthard nach der Kollision in das Kiesbett rutschte und dort ausstieg, musste sich Jarno Trulli, mit dem er kollidiert war, die Pfiffe der Fans anhören, die natürlich auf der Seite von David Coulthard waren. Die Experten sind sich nicht ganz einig, wem die Schuld an der Kollision zu geben ist. Im Nachhinein spielt das nur noch eine untergeordnete Rolle, denn für Jarno Trulli bedeutete das frühe Aus, dass er aus seinem tollen vierten Startplatz im Rennen kein Kapital schlagen konnte.

Frage: "Du hast mit deinem Vorderrad sein Hinterrad berührt. Hast du versucht, David aus dem Weg zu gehen?"
Jarno Trulli: "Ja klar, weil er mir die Türe zugemacht hat. Ich weiß nicht genau, was passiert ist, weil ich denke, dass er mich überhaupt nicht gesehen hat und das war das größte Problem. Als ich merkte, dass er mir die Türe zumacht, konnte ich schon keinen Unfall mehr vermeiden. Ich versuchte es, aber es war einfach unmöglich. Ich schlug das Lenkrad voll ein, um den Unfall zu vermeiden, aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Raum. Ich lag klar vorne. Ich habe mir das Video angesehen und man kann ganz klar aus der Onboard-Kamera erkennen, dass dort mein Frontflügel zu sehen ist. Ich weiß also nicht, ob er mich nicht gesehen hat oder ob er einfach nur die Türe zuschlagen wollte."

Frage: "Er sagte, dass er erwartet hätte, dass du zurücksteckst, weil es nur eine Linie dort gibt und er das Gefühl hatte, dass er auf ihr fährt..."
Trulli: "Dies ist eine Kurve, in der man zunächst einmal überhaupt nicht bremst, man lenkt ohne zu Bremsen ein. Zum zweiten ist sie breit genug, um zu Zweit durch sie zu fahren und einen Unfall dadurch zu vermeiden. Ich verstehe also wirklich überhaupt nicht, warum er mir die Türe so übel zugehauen hat. Ich konnte den Unfall nicht vermeiden. Als ich merkte, dass er mir komplett zumacht, habe ich das Auto abgebremst, aber es war schon zu spät. Aus diesem Grund sah es auch so aus, als wäre ich hinter ihm, aber beim Einlenken war ich vor ihm."

Frage: "Du bist auf den Curb gefahren. Tatest du dies, um ihm aus dem Weg zu gehen?"
Trulli: "Ja, weil er mir zumachte versuchte ich, so weit wie möglich nach innen zu gehen und ich hatte nicht mehr Platz."

Frage: "Er ist ein Anwärter auf den WM-Titel, einige Leute dürften dir also kritisch gegenüber stehen. Was denkst du darüber?"
Trulli: "Ich fahre mein Rennen und er fährt sein Rennen. Ich bin keiner, der sich von jemand anderen einschüchtern lässt. Wenn ich innen liege, so wie das der Fall war, so werde ich niemals zurückstecken."

Frage: "Für Eddie Jordan war das ein schrecklicher Tag..."
Trulli: "Es war auch für mich ein schrecklicher Tag."

Frage: "Nach dem Qualifying sah es richtig gut aus..."
Trulli: "Wir hatten eine großartige Chance, dieses Gefühl hatte ich wirklich. Das Auto war sehr stark und das Team arbeitete das ganze Wochenende über sehr gut. Ich war sehr glücklich und sehr zuversichtlich."

© 2001 F1Total.com


16.07.: Eddie Jordan nimmt Jarno Trulli in Schutz

Nach der umstrittenen Kollision nach dem Start zwischen Jarno Trulli und David Coulthard hat Eddie Jordan seinen Piloten in Schutz genommen. Der Ire glaubt, dass Coulthard ein Glücksspiel eingegangen sei, in dem er Trulli die Türe zugemacht habe und damit seinen Titel selbst in Gefahr briachte. "Jemand seines Kalibers sollte wissen, dass man Punkte sammeln muss, um die Meisterschaft zu gewinnen und wenn man einen schlechten Start hat, dann sollte man realisieren, dass ein Gegner in der ersten Kurve das Duell für sich entscheiden möchte", so der Teamchef auf der Jordan-Website. Jordan fügte hinzu, dass er gerne David Coulthard als Weltmeister sehen würde.

© 2001 F1Total.com


16.07.: Rennen: Große Enttäuschung im Jordan-Lager

Der großen Freude über die Leistung in der Qualifikation am Samstag folgte heute die große Enttäuschung und Frustration im Camp der Gelben. Jarno Trulli schied nach einem Rennunfall in der ersten Kurve bereits als heißestes Eisen des nur wenige Meter von Silverstone beheimateten Teams aus, Heinz-Harald Frentzen kämpfte mit seinem schlecht fahrbaren EJ11, welcher nach dem Bruch eines Windabweisers an Leistung verlor und sah mit einer Runde Rückstand nur auf dem undankbaren siebten Platz liegend die schwarz-weiß-karierte Flagge.

Heinz-Harald Frentzen: "Leider habe ich einen ziemlich schlechten Start gehabt. Später hatte ich dann einen guten Zweikampf mit Heidfeld, leider brach jedoch ein Windabweiser und ich verlor an Leistung und hatte mit heftigem Untersteuern zu kämpfen. Dies schlug sich eklatant auf meine Rundenzeiten zum Rennende hin nieder und ich konnte deshalb nicht mehr das Tempo der Sauber mitgehen. Ich konnte einfach nur noch mein Bestes geben. Natürlich ist es enttäuschend die Punkteränge so knapp verpasst zu haben, vor allem, nachdem das Wochenende so viel versprechend verlaufen war. Jetzt können wir nur beim nächsten Rennen wieder versuchen unser Bestes zu geben. Das wird dann bei meinem Heim-Grand-Prix in Hockenheim sein, wo ein gutes Ergebnis für mich und das Team wirklich zum richtigen Zeitpunkt kommen würde."

Jarno Trulli: "So früh aus dem Rennen ausgeschieden zu sein ist unglaublich enttäuschend für mich und das Team. Das Auto lief das gesamte Wochenende über sehr gut. Mit meiner guten Startposition waren wir zudem noch in einer guten Ausgangslage um heute eigentlich Punkte zu holen oder eventuell sogar um einen Platz auf dem Podium zu fahren. Mein Start war sehr gut. Ich lag direkt neben David und war auf gleicher Höhe in der ersten Kurve. Ich weiß nicht, ob er mich nicht gesehen hat oder einfach nur nicht nachgeben wollte. Wie dem auch sei, er hat die Tür zugemacht und mir keinen Platz gelassen, sodass ich die Kollision nicht vermeiden konnte. Unsere Autos haben sich dann berührt. Es war ein Rennunfall über den David und ich mich verständigen werden, wenngleich ich der Meinung bin, dass derjenige im Auto auf der Außenbahn dem Fahrer auf der Innenbahn Platz lassen muss."

Eddie Jordan, Teamchef: "Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen wie enttäuscht ich bin. Insbesondere nach dem viel versprechenden Qualifying und natürlich weil wir hier in Silverstone sind. Es tut mir Leid, dass wir all unseren Fans und Sponsoren bei unserem Heim-Grand-Prix kein besseres Ergebnis bescheren konnten. Was jedoch am meisten schmerzt, ist die Tatsache, dass das Team dazu in der Lage gewesen wäre. Unsere Leistung in der Qualifikation hat bewiesen, dass wir schnell genug waren, jedoch können wir das einfach im Rennen nicht umsetzen. Wir werden jetzt aber nichts unversucht lassen um das zu ändern, denn unsere Vorstellung ist einfach nicht gut genug gewesen."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
1. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone - 2
2. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 0:33.600 1
3. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 0:59.200 1
4. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 1:08.700 2
5. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1 Runde 2
6. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1 Runde 2
7. 11 Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1 Runde 2
8. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1 Runde 1
9. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1 Runde 2
10. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 2 Runden 2
11. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 2 Runden 1
12. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 2 Runden 2
13. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 2 Runden 2
14. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 2 Runden 2
15. 6 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 2 Runden 2
16. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 3 Runden 2

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps  
17. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 24 Runden 1 Motorschaden
18. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 54 Runden 0 Motorschaden
19. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 58 Runden 0 Aufhängungsschaden nach Unfall
20. 11 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 60 Runden 0 Unfall
21. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 60 Runden 0 Unfall


16.07.: Qualifying: Spitzenleistung von Trulli und Frentzen

Erfreute Gesichter konnte man nach der Qualifikation im Team von Eddie Jordan sehen. Der Ire hatte auch allen Grund dazu, denn beim Heimspiel seines Teams schlugen sich seine beiden Piloten äußerst gut. So qualifizierte sich Jarno Trulli mit seiner Zeit von 1:20.930 Minuten, nur 3 Tausendstel langsamer als David Coulthard, für Startplatz 4. Direkt hinter ihm wird am Sonntag Heinz-Harald Frentzen starten. Der gebürtige Mönchengladbacher benötigte für seine schnellste Runde in Silverstone am heutigen Tag 1:21.217 Minuten.

Nach der Qualifikation standen die beiden Fahrer und Eddie Jordan Rede und Antwort:

Jarno Trulli: "Eine großartige Qualifikation für mich und das Team. Ich bin wirklich gut gefahren, bedenkt man, dass ich keinerlei Informationen über die Rundenzeiten bekam weil die Computer ausgefallen waren. Ich bin also total blind gefahren und wusste nicht wo ich Zeit verloren, und wo ich Zeit gewonnen habe. Mit jedem Versuch habe ich mich jedoch verbessern können und die letzte Runde war sehr gut, zumindest bis ich in der Becketts über den Randstein gefahren bin und ein Problem mit der Vorderradaufhängung hatte, wodurch ich langsamer werden und stoppen musste. Ich bin mir sicher, dass ich Coulthards Rundenzeit unterboten hätte. Egal, ein gutes Ergebnis für das Team, vor allem weil es Jordans Heim-Grand-Prix ist."

Heinz-Harald Frentzen: "Also zweifelsohne war diese Qualifikation etwas konfus, denn wir hatten schon ein wenig Regen erwartet. Deshalb haben wir auch versucht unsere Runden so früh wie möglich zu fahren, sodass wir im Falle des Falles nicht durch den Regen in Probleme gekommen wären. Mehr oder weniger hat jeder heute seine Runden nach Plan abgespult. Unser Auto war für die Qualifikation sehr gut ausbalanciert und ich hatte ein gutes Gefühl, denn ich spürte, dass wir hier konkurrenzfähig sein würden. So hat es sich heute auch herausgestellt und deshalb bin ich glücklich."

Eddie Jordan, Teamchef: "Das war ein guter Tag an den wir große Erwartungen gestellt hatten. Die heutige Leistung ist ein Boost für die Moral unseres Teams, nachdem ich schon in Frankreich das Gefühl hatte, dass wir in Sachen Standfestigkeit Fortschritte gemacht hatten und beide Autos, Jarno in den Punkten, ins Ziel bringen konnte. Die Rundenzeiten heute nicht auf dem Monitor sehen zu können war frustrierend, denn so wussten wir den Großteil der Session nicht über unsere Positionen Bescheid. Vierter und Fünfter vor einem der Ferrari zu sein macht den heutigen Tag aber zu etwas Besonderem für das Team. Silverstone ist für uns nun einmal ein ganz besonderer Ort, denn unsere Fabrik ist nur wenige Meter entfernt. Das scheint uns dieses Jahr geholfen zu haben, wir haben es aber gebrauchen können. Wenn ich mich richtig erinnere, so haben wir in der zweiten Saisonhälfte 1998 nur wenige Punkte gehabt und sind am Ende doch Vierter in der Konstrukteurswertung geworden. Drücken wir die Daumen, dass das Glück morgen auf unserer Seite steht."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1:20.447 230.060 km/h 12
2. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 1:20.529 + 0:00.082 12
3. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 1:20.927 + 0:00.480 12
4. 12 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:20.930 + 0:00.483 10
5. 11 Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1:21.217 + 0:00.770 11
6. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 1:21.715 + 0:01.268 12
7. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:22.023 + 0:01.576 12
8. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 1:22.219 + 0:01.772 8
9. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:22.223 + 0:01.776 11
10. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 1:22.283 + 0:01.836 9
11. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1:22.316 + 0:01.869 12
12. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1:22.916 + 0:02.469 11
13. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:23.273 + 0:02.826 12
14. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 1:23.392 + 0:02.945 12
15. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1:23.439 + 0:02.992 11
16. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 1:23.735 + 0:03.288 12
17. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1:24.067 + 0:03.620 12
18. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1:24.123 + 0:03.676 12
19. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1:24.275 + 0:03.828 12
20. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1:24.606 + 0:04.159 10
21. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1:24.792 + 0:04.345 12
22.20Tarso Marques European-Minardi Michelin 1:26.506+ 0:06.05912


12.07.: Eddie Jordan im Interview

Für Eddie Jordans Team ist die Saison 2001 bisher ein merkwürdiges Jahr gewesen. So gut die Gelben in der Qualifikation am Samstag auch bislang gewesen sind, im Rennen konnte man dies nur selten umsetzen. So konnten Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen bislang auch nur 15 WM-Punkte einfahren und gegenwärtig liegt das Jordan-Team auf Platz fünf in der Konstrukteurswertung mit einem Punkt Rückstand auf Sauber. Vor dem Heim-Grand-Prix seines Teams in Silverstone, bezog nun Eddie Jordan Stellung zu den Problemen in dieser Saison und ließ noch einmal die 10 Jahre seines Teams in der Formel 1 Revue passieren.

Frage: "Nach den letzten Problemen müssen Sie mit dem fünften Platz in Frankreich doch zufrieden gewesen sein oder?"
Eddie Jordan: "Ja, unsere beiden Autos sind ins Ziel gekommen, insofern war ich zufrieden. Einer unserer Fahrer war in den Punkten, der andere wegen eines kleinen Fehlers leider nicht."

Frage: "Sind die Probleme mit der Standfestigkeit jetzt behoben?"
Jordan: "Kann ich ehrlich gesagt im Moment nicht gewiss sagen. Frankreich war auf jeden Fall ein gutes Zeichen, sodass wir mit erhobenem Haupt nach Silverstone kommen. Vor ein paar Jahren sind wir ohne einen Punkt nach Silverstone gegangen, was jetzt nicht der Fall ist. Deshalb sind wir auch in keiner schlechten Stimmung. Natürlich ist es auf der anderen Seite aber auch frustrierend, denn ich weiß, dass wir das Potenzial zu besseren Leistungen besitzen. Wir müssen ganz einfach unser Auto verbessern, den Motor verbessern, einfach das Gesamtpaket muss stärker werden."

Frage: "Heinz-Harald Frentzen hat in diesem Jahr Jarno Trulli bislang lediglich einmal in der Qualifikation geschlagen. Sind Sie besorgt, dass er seine Form, seine Schnelligkeit oder was auch immer verloren hat?"
Jordan: "Jarno ist wie Michael. Michael ist in der Qualifikation einfach außergewöhnlich gut, und das gilt meiner Meinung nach auch für Jarno. Aber wenn man Heinz-Harald im Rennen im Frankreich gesehen hat, weiß man, dass er sehr stark war. Das Problem war lediglich, dass er nicht auf der Haltemarkierung beim Boxenstopp angehalten hat. Wenn man Probleme beim Ansetzen des Tankschlauchs hat verliert man nun einmal ein paar Sekunden. So etwas kostet einem am Ende dann die Punkte. Aber es ist gar nicht mal der Punkt, welchen man selbst verliert, sondern man schenkt diesem seinen eigenen Konkurrenten dadurch."

Frage: "In der Qualifikation ist das Team immer sehr schnell, warum könnt ihr diese Form aber nicht in das Rennen hinüber retten?"
Jordan: "Keine Ahnung. In Frankreich wurde ja fast jeder überrundet, aber es gibt einfach eine Lücke zwischen den beiden Top-Teams, welche jetzt von Williams Unterstützung erfahren, und zwischen Jordan."

Frage: "Silverstone ist für Jordan unumstritten das wichtigste Rennen. Was bedeutet dieser Heim-Grand-Prix für das Team?"
Jordan: "Oh, da gibt es eine Menge Dinge. Zuerst einmal ist es unser Heimspiel, dann gibt es die ganzen Partys und natürlich auch den Druck. Viele Iren kommen zum Rennen, weil gerade Ferienzeit ist und es auch nicht sehr kostspielig ist. Silverstone ist glaube ich seit den 70er-Jahren mein Zuhause. 25 Jahre, oder so, seines Lebens vergisst man aber nicht, Man hat viele Freunde kennen gelernt, Menschen, welche mich von Beginn an unterstützt haben als niemand sonst an mich geglaubt hat. Silverstone ist aber schon einfach immer fantastisch gewesen."

Frage: "Dies ist jetzt die zehnte Formel-1-Saison von Jordan. Was bedeutet es Ihnen so lange überlebt und durchgehalten zu haben?"
Jordan: "Es bedeutet mir wirklich eine Menge. Hauptsächlich deshalb, weil ich es trotz all der Schwierigkeiten geschafft habe. Die Realität ist die, dass ich denke, dass Jordan möglicher Weise nicht hier sein sollte. Aber wir sind hier und wir haben eine große Unterstützung durch die Leute und die Motorsportfans. Jordan besitzt seinen Platz in der Formel 1 jetzt zurecht, denn wir haben unsere eigenen Fans. Ich meine, wir haben keine Fans von anderen Teams weggenommen sondern neue gewonnen, glaube ich jedenfalls. Und das haben wir selbst geschafft. Wir haben uns nicht unterkriegen lassen, obwohl es einige unschmeichelhafte Bemerkungen von der Presse gab, welche uns zugesetzt haben. Generell denke ich jedoch, dass sie fair gewesen sind. Wie dem auch sei, ich glaube, dass wir heute nicht in unserer jetzigen Position wären, hätte sich die Presse nicht damals auf uns gestürzt."

Frage: "Ihre Frau Marie hat vor kurzem erzählt, dass sie beide einige Opfer machen mussten. Offensichtlich sind diese es aber wert gewesen oder?"
Jordan: "Oh, das fragen Sie besser meine Frau. Manchmal denkt man, 'mein Gott, bin ich egoistisch gewesen'. Ich habe einen Großteil meiner Zeit mir selbst geraubt, indem ich viel unterwegs war und in Japan oder Amerika oder wo auch immer etwas zu tun hatte. Ich bin oft bei den Golfturnieren der Firmen oder spreche mit den Sponsoren. Es hat ganz gewiss seine Auswirkungen, wenn man nicht immer zu Hause ist. Manchmal ist das Leben halt einfach ein Kompromiss. Marie kommt damit zurecht. Es ist in der Tat so, dass sie sagt, dass sie sich von mir scheiden lassen würde, würde ich mit dem was ich tue aufhören."

Frage: "Wie anstrengend waren die letzten 10 Jahre denn?"
Jordan: "Zurückblickend muss ich sagen, dass es schwierig war. Einige meiner Prophezeiungen und Vorstellungen sind schlicht und ergreifend nicht eingetreten. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der ich dachte, dass ich nach drei oder vier Jahren um Siege oder Weltmeisterschaften mitkämpfen können würde. 1990, als wir angefangen haben das Auto zu bauen, befanden wir uns am Ende der guten Zeiten. Die frühen 90er-Jahre waren sehr schwierig, finanziell gesehen, denn das Überleben allein war die Hauptaufgabe. Danach stabilisierte sich dann langsam alles und die ersten Gedanken an mögliche Erfolge kamen wieder auf."

Frage: "Von der geschäftlichen Seite betrachtet gab es einige Schlüsselmomente wie die Zusammenarbeit mit Peugeot, der Gewinn von Benson und Hedges als Hauptsponsor und zuletzt den Vertrag mit Honda, welche Jordan mit Werksmotoren ausstatten. Was bedeutet das für Sie?"
Jordan: "Wenn man die geschäftliche Seite dieses Sports betrachtet, so haben wir Honda, Bridgestone, Benson und Hedges, Mastercard, die Deutsche Post und so weiter als unsere Partner gewinnen können. Alles ziemlich große, international agierende Unternehmen. Es bedarf einer enormen Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft diese Leute zu gewinnen. Ich glaube, dass dies vermutlich die für mich zufrieden stellendste Sache ist diese Firmen überzeugt zu haben. Und technisch entwickelt sich das Team derzeit auch sehr fortschrittlich, sodass ich wirklich glaube, dass wir schon bald ein 'big player' sein werden."

Frage: "Vermissen Sie auf irgendeine Art und Weise die guten alten Tage, in welchen weniger Leute im Team waren?"
Jordan: "Iren sind für gewöhnlich recht gesellige Leute, welche nicht an Sachen interessiert sind sondern an den Menschen. Insofern irritiert es mich jetzt, dass ich nicht mehr die Namen aller meiner Angestellten kenne."

Frage: "In den letzten 10 Jahren hat ihr Team selten ein gutes Ergebnis in Silverstone erzielt. Wie schaut es dieses Jahr aus?"
Jordan: "Vielleicht ändert sich ja jetzt alles. Es scheint jetzt so, als ob wir jetzt bei all den Rennen in der Vergangenheit, wo wir gut waren, heute schlecht sind. So lasst uns einfach darauf hoffen, dass Silverstone ein gutes Rennen wird."

© 2001 F1Total.com


11.07.: Honda überdenkt Formel-1-Projekt

Mit bisher 71 Siegen ist Honda der momentan vierterfolgreichste Motorenhersteller in der Formel 1. Als Werkspartner von BAR feierte man im vergangenen Jahr offiziell das Comeback in die Formel 1, in diesem Jahr stattet man mit Jordan noch ein zweites Team mit Werksmotoren aus, um die Chancen auf Erfolg zu erhöhen. Doch von der sehr erfolgreichen Honda-Ära Mitte der 80er-Jahre bis Anfang der 90er-Jahre ist man momentan weit entfernt.

Die Fahrer der beiden Teams lassen bereits vereinzelt schon leise Kritik an den Japanern laut werden, denn Hondas aktueller Zehnzylinder ist nicht stark genug, um mit BMW, Ferrari und Mercedes mitzuhalten. Nach Angabe der 'motoring news' soll aus diesem Grund der RA001E im kommenden Jahr einem Zehnzylinder mit einem weiteren Zylinderkopföffnungswinkel weichen. Mit etwas über 70 Grad ist Honda hier wie auch Mercedes noch sehr konservativ, Ferrari und BMW sind sich mit 90 Grad sicher, den goldenen Mittelweg zwischen den konservativen Motorenkonzepten und der radikalen Gangart von Renault gefunden zu haben, wo man auf 111 Grad setzt, was den Franzosen derzeit größtes Kopfzerbrechen bereitet.

Wie groß der Öffnungswinkel sein wird, werden die Japaner natürlich so lange wie möglich geheim halten, doch man darf davon ausgehen, dass man sich irgendwo zwischen 90 und 111 Grad einpendeln wird. Nach acht Jahren in die Formel 1 zurückzukehren hat sich für Honda bisher als sehr schwierig erwiesen: "Ich denke, dass wir erst im Jahr 2004 um den Titel mitfahren werden", so Katzutoshi Nishizawa, der Technische Direktor von Honda.

Scheinbar ist man bereits jetzt dabei, sich voll auf das nächstjährige Aggregat zu konzentrieren, denn die Konkurrenz droht noch stärker zu werden und der Motor von Honda sollte beim Debüt von Gegner Toyota deutlich merkbar besser sein. Ein erster Hinweis darauf könnte die Tatsache sein, dass Honda in Frankreich nicht wie zunächst geplant mit einer neuen Ausbaustufe anrückte.

Und vielleicht wird man es Mercedes gleich tun und sich aus der amerikanischen CART-Serie zurückziehen - dieses Gerücht macht jedenfalls momentan die Runde. Es erscheint logisch, dass Honda momentan mit dem Formel-1- und Motorradsport-Projekt in Europa und dem CART-Projekt in Nordamerika auf Anschlag arbeitet und die Aufgabe eines Projektes freie Kapazitäten für die Formel 1 schaffen würde.

Nordamerika ist zwar für Honda der wichtigste Markt, doch Priorität hat momentan ganz klar das Formel-1-Projekt, da dies weltweit mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Motorradsport-Programm dürfte Honda ungern aufgeben, denn dies benötigt man im Kampf um Marktanteile gegenüber Yamaha dringend.

Für Honda wäre ein Rückzug aus der CART-Serie nach fünf Titeln in Folge verschmerzbar, für die CART-Serie wäre der Rückzug vielleicht ein Desaster, denn von 26 Teams sind zehn mit Honda-Power unterwegs und die restlichen Motorpartner Ford und Toyota können und wollen keine weiteren Teams unter Vertrag nehmen - beide Hersteller sind nämlich ebenfalls in einem Formel-1-Projekt involviert.

© 2001 F1Total.com


11.07.: Frentzen: Wir können BMW-Williams nicht schlagen

Siegessicher, selbstbewusst und nach außen hin äußerst stark präsentierte sich das Jordan-Team zu Beginn dieser Saison bei der Präsentation des EJ11. Nach der von vielen Ausfällen auf Grund technischer Probleme begleiteten Saison 2000 hatte man nach den weitgehend positiv verlaufenden Testfahrten in der winterlichen Vorbereitungsphase auf die diesjährige Saison auch allen Grund dazu. Nach 10 absolvierten Rennen hat nun auch Heinz-Harald Frentzen eingestanden, dass man die ursprüngliche Zielsetzung, Dritter in der Konstrukteurswertung am Ende des Jahres zu werden, nicht erfüllen können wird.

"Wir wollten ursprünglich lieber Dritter als Vierter in der Konstrukteursmeisterschaft werden, jedoch mussten wir feststellen, dass das Williams-Team zu stark ist, als dass wir eine Chance hätten sie zu besiegen", zitiert 'ITV' den gebürtigen Mönchengladbacher, dessen Team derzeit 15 im Gegensatz zu Williams 43 Punkten vorzuweisen hat. Konkurrenz bekommt das Team von Eddie Jordan, dem Jarno Trulli unlängst ungenügende Weiterentwicklung vorwarf, zuweilen aus dem Mittelfeld von Sauber (16 WM-Punkte) und BAR (12 WM-Punkte). Nach einem guten Start in die Saison stellten sich ab dem Großen Preis von Spanien wieder jede Menge Probleme ein, welche hauptsächlich von der Traktionskontrolle (zuletzt spielte diese Frentzen in Frankreich und Europa einen Streich) und der Launch-control herrührten.

Und wie überall und immer, so lauert die Konkurrenz auch in der Formel 1 nur auf die passende Gelegenheit, um die Schwächen des Konkurrenten auszunutzen. Durch die vielen technisch und elektronisch bedingten Probleme geriet das Jordan-Team wohl in Sachen Weiterentwicklung ein wenig ins Hintertreffen, und kämpft nach wie vor mit den zu schnell verschleißenden Reifen auf der Hinterachse, wodurch man bislang früher oder später im Rennen immer einen Leistungseinbruch zu verzeichnen hatte. Aber noch ist die Saison ja nicht vorbei und 70 Punkte zu vergeben. Zuversichtlich blicken Fahrer und Teamchef gen der noch ausstehenden sieben Rennen, denn in Magny-Cours kamen beide Autos ins Ziel und es scheint so, als hätte man die Pechsträhne, welche vom fünften bis zum neunten Rennen ausgemacht wurde, hinter sich gelassen.

© 2001 F1Total.com


10.07.: Jordan vor Startschuss zum Bau neuer Fabrik

Unweit der Rennstrecke von Silverstone ist die Jordan-Fabrik gelegen, die demnächst umfangreich erweitert werden wird. Bereits jetzt haben die Planierraupen ein rund 21.000 Quadratmeter großes Areal für den Bau der Fabrikerweiterung unweit des alten Werks vorbereitet. Dort soll für rund 84,5 Millionen Mark eine 37.856 Quadratmeter große mehrstöckige Halle entstehen, die die bisherige zur Verfügung stehende Gebäudefläche von Jordan fast verdoppeln wird. Dort wird auch ein eigener, top-moderner Windkanal errichtet werden. Anfang 2003 soll die Fabrik fertiggestellt sein, der Windkanal wird rechtzeitig zur Saison 2004 das erste Mal Wind machen.

Während die Planungen bei Jordan für die komplett neue Fabrikanlage Ende letzten Jahres noch in vollem Gange waren, hatte Teamchef Eddie Jordan über den Winter bereits die schnelle Erweiterung der Fabrikanlagen in Silverstone und Brackley veranlasst und dafür rund 325.000 Mark frei gegeben. In der Fabrik in Silverstone wurden zwei neue Zwischengeschosse eingezogen, wo Komponenten für das Auto hergestellt und gelagert werden können.

Nicht zuletzt wegen einiger Zuverlässigkeitsprobleme möchte das Team zunehmend mehr Komponenten des Autos innerhalb der eigenen Fabrik herstellen. So wurden im Winter bereits die Fabrikationskapazitäten verdoppelt und ein Reinraum installiert, in dem das eigene Getriebe in Zukunft produziert werden soll. In der vergangenen Saison hatten Staubteilchen im Getriebe zu mehreren Ausfällen geführt.

Auch das Büro im Windkanal in Brackley erhöhte seine Kapazitäten um 50 Prozent, hier soll neben weiteren Aerodynamikern mehr Personal eingestellt werden, das für den Bau von Windkanalmodellen verantwortlich ist.

Überhaupt wurde das Personal des Teams deutlich aufgestockt. Waren es Ende dieser Saison bei Jordan noch 220 Angestellte, waren es in Melbourne 2001 schon 250. Zusätzlich sind bis zu 25 Honda-Angestellte in der Jordan-Fabrik und arbeiten dort in ihrem eigenen Büro. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Honda-Motor und das Athena-Elektroniksystem der Japaner zu betreuen.

© 2001 F1Total.com


10.07.: Jordan-Honda freut sich auf das Heimrennen

Für das Jordan-Team ist das Rennen in Silverstone immer etwas besonderes, schließlich rief Teamchef Eddie Jordan anno 1990 sein Team unweit der traditionsreichen Rennstrecke ins Leben. Für das Jordan-Team lief es beim Heimrennen allerdings bisher nie so gut. Bei 20 Starts sprangen zwar neun Platzierungen in den WM-Punkten heraus, doch über einen vierten Platz (Rubens Barrichello 1994 und 1996, Frentzen 1999) kam man bisher nie hinaus.

Dennoch ist und bleibt der 5,141 Kilometer lange Kurs für den Teamchef etwas besonderes: "Es ist immer ein schönes Gefühl, auf heimischem Boden Rennen zu fahren und in Silverstone herrscht für gewöhnlich immer eine gute Atmosphäre und alle Fahrer und Teams wollen vor ihrem Heimpublikum und den Fans eine gute Leistung zeigen. Es ist gut, dass sich Jordan wieder zurückgemeldet hat und wir in Frankreich Punkte holen konnten. Wir haben noch eine Menge Arbeit zu erledigen, müssen uns konzentrieren und in der gleichen Art und Weise weiter Druck machen, um weitere Punkte holen zu können."

Heinz-Harald Frentzen startete bisher sieben Mal in Silverstone, 1997 und im letzten Jahr ging der Mönchengladbacher vom tollen zweiten Startplatz ins Rennen. Ein vierter und ein sechster Platz waren die bisherige magere Ausbeute: "Ich mag Silverstone wirklich sehr gerne und es ist möglicherweise eine der besten Strecken, auf denen wir fahren. Es gibt eine tolle Mischung aus schnellen und herausfordernden Kurven mit Hochgeschwindigkeitsgeraden, aber es hat auch langsame und verwundene Abschnitte am Ende der Strecke. Beim Rennen werden zahlreiche Jordan-Angestellte und ihre Familienmitglieder sein und es herrscht mit den zahlreichen zujubelnden Fans eine großartige Atmosphäre."

Für Teamkollege Jarno Trulli wird es das fünfte Rennen in Großbritannien sein. Trullis bester Startplatz war ein 11. Rang im vergangenen Jahr, der in seiner bisher besten Platzierung - Rang 6 - endete: "Es ist ein gutes Gefühl, nach Silverstone zu kommen und davor in Frankreich Punkte geholt zu haben. Es wäre schön, wenn wir auch auf diesem Kurs gut abschneiden könnten, besonders da er sehr technisch und schwierig ist. Da wir so nahe an der Fabrik sind, kommt fast jeder von Jordan an diesem Wochenende an die Strecke und es ist ein großartiges Gefühl, eine solche Unterstützung im Rücken zu verspüren."

© 2001 F1Total.com


10.07.: Trulli und Panis starten bei Rasenmäher-Rennen

Der bevorstehende WM-Lauf auf britischem Boden ist der Heim-Grand Prix der beiden Honda-Partner BAR-Honda und Jordan-Honda. Während die beiden Rennställe im nahegelegenen Brackley bzw. unmittelbar an der Rennstrecke ihre Quartiere haben, werden es auch die Ingenieure der Europaniederlassung von Honda Racing Development, vom Standort Bracknell aus, nicht weit zur Piste haben. Kein Wunder, daß Silverstone für alle Beteiligten ein besonderer Austragungsort im Formel 1-Kalender darstellt.

"Der Heim-Grand Prix ist für jedes Team etwas besonderes und Silverstone liegt mir sehr am Herzen. Immerhin sind wir hier seit unserer ersten Formel-1-Saison im Jahre 1990 ansässig", sagt Firmenchef Eddie Jordan über den Standort des Jordan-Honda-Teams. "Es wird in diesem Jahr unser zehnter Start beim britischen Grand Prix und es ist einfach ein tolles Gefühl daheim, vor heimischem Publikum und unseren Fans anzutreten. Um so schöner, dass wir mit den in Frankreich errungenen WM-Punkten wieder zu unser alten Form gefunden haben. Wir haben noch immer eine Menge Arbeit vor uns und müssen konzentriert auf dieser Schiene weiterarbeiten, wir müssen weiter Punkte sammeln.”

Craig Pollock, Teamchef und Geschäftsführer von BAR-Honda ist ebenso zuversichtlich. "Wir arbeiten derzeit an neuen Entwicklungsstufen und wir denken, daß dies sich positiv auf unsere Darbietung in Silverstone und bei den darauffolgenden Rennen auswirken wird. Unsere Testfahrten waren hier stets sehr erfolgreich, also gehen wir außerordentlich optimistisch in dieses Rennen und hoffen auf ein gutes Rennwochenende daheim."

Hondas Auftritt in Silverstone beginnt bereits am Donnerstag, dem 12. Juli, nämlich mit einem Gaudirennen der einheimischen Medienvertreter. Für das "Honda Lawnmower Challenge" genannte Juxrennen stehen vier Honda 2216 Rasenmäher zur Verfügung. Diese Kleinsttraktoren sind in BAR-Honda- und Jordan-Honda-Teamlackierungen gehalten und der Kampf der Journalisten um die vorderen Position im Rennen dürfte, aller Gaudi zum Trotz, hart umkämpft sein. Ausgestattet sind die "Grasrenner" mit 4-Taktmotoren mit 2 Zylindern und verfügen über eine Leistung von 16 PS.

In Hondas Produktpalette haben Autos und Motorräder übrigens gerade mal 20% Anteil. Der Großteil der Produktion gehört den Bereich Quads, Außenbordmotoren, Förderpumpen, Generatoren und natürlich Garten- und Landschaftsgerätschaften. Mit dieser breitgefächerten Palette an motorisierten Produkten hat sich Honda als weltgrößter Motorenhersteller etabliert.

BAR-Honda-Fahrer Olivier Panis und Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli werden um 12.30 Uhr beim ersten Rennen an den Start gehen, eine gute Gelegenheit für telegene Aufnahmen. Die Veranstaltung wird von der BLRA (British Lawnmower Racing Association) ausgerichtet, also dem britischen Verband für Rasenmäherrennen (!) und sogar eine ganze Flotte des kürzlich vorgestellten Honda-Modells Stream wird für den Transport von Teilnehmern und Schaulustigen vom F1-Fahrerlager zum Austragungsort auf dem nördlichen Teil des Silverstone-Geländes bereitstehen. Die weiteren Medienvertreter dürfen sich derweil über knuspriges vom Grill und freie Getränke freuen.

Die für An- und Abfahrt bereitgestellten Honda Stream werden im weiteren Verlauf des Grand Prix-Wochenendes noch wertvolle Dienste verrichten, nämlich das enorme Kontingent an Gästen, die alljährlich per Helikopter nach Silverstone kommen, sicher und komfortabel zwischen Heliport und den Hospitalitybereichen des Paddock Clubs zu transportieren. Die von 2-Liter-iVTEC-Motoren angetriebenen Siebensitzer sind mit ihrem komfortbetonten und geräumigen Interieur im Spitzensegment der sogenannten "Sports Activity Vehicle"-Kategorie angesiedelt und werden den Gästen die kurze Anfahrt deutlich angenehmer gestalten, als dies die vier Honda-Piloten von ihren Untersätzen beim 60 Runden dauernden Silverstone-Grand Prix erwarten dürfen.

© 2001 F1Total.com


09.07.: Eddie Jordan ist guter Hoffnung

Für den 53-Jährigen Eddie Jordan bedeutet der kommendes Wochenende ausgetragene Große Preis von England die zehnte Teilnahme seines Teams an diesem Rennen in der bisherigen Geschichte des Jordan-Rennstalls. Insofern ein kleines Jubiläum beim Heimspiel unweit der eigenen Fabrik.

Nach Jarno Trullis fünften und Heinz-Harald Frentzens achten Platz in Magny-Cours vor zwei Wochen peilt der in Irland geborene Eddie Jordan die Verteidigung von Platz 4 in der Konstrukteursmeisterschaft an. Der Titel, "Best of the rest" hinter den Ferrari, McLaren und Williams zu sein gebührt seinem 1991 als Jordan Grand Prix gegründeten Rennstall findet der 53-Jährige.

"Es ist schon ein gutes Gefühl nach all den Problemen, Pannen und Ausfällen in Frankreich beide Autos ins Ziel gebracht zu haben. Wir schon ganz frustriert in dieser für das Team schwierigen Phase. Ohne Zweifel sind wir aber rechtzeitig zu unserem Heimrennen in Silverstone wieder in guter Form", äußerte sich Jordan nach dem Rennen in Magny-Cours und gegenüber den britischen Medien.

Das beste Resultat in Silverstone war bislang ein vierter Platz, welchen die ehemaligen Jordan-Fahrer Rubens Barrichello (1994 und 1996), sowie Heinz-Harald Frentzen 1999 holten. In Jordans bislang stärkster Saison, vor zwei Jahren, erzielten Damon Hill und Heinz-Harald Frentzen mit den Zielankünften als Fünfter und Vierter auch das bislang beste Ergebnis des Teams.

© 2001 F1Total.com


08.07.: Trulli: Jordan tut zu wenig für die Entwicklung

Im Qualifying stark, im Rennen schwach - so präsentierten sich die Gelben in diesem Jahr schon an vielen Rennwochenenden. Doch wo andere Teams ihre Schwächen ausbügeln können, scheint man bei Jordan-Honda ein wenig auf der Stelle zu treten. Jarno Trulli, der immer wieder mit einem Wechsel zu Renault in Verbindung gebracht wird, ist mit der Arbeit seines Teams jedenfalls nicht zufrieden, wie er in einem Interview mit der 'Gazzetta dello Sport' erklärte.

"Ich werde weiterhin in den Rennen voll angreifen, aber ich hatte nicht erwartet, dass ich mich in der Weltmeisterschaft auf einem solchen technischen Level befinden würde. Das Geheimnis der Top-Teams ist es, dass sie neue Lösungen ausprobieren und entwickeln, um den Abstand auf Ferrari zu verringern. Bei Jordan entwickeln wir nur wenig und das rächt sich gewaltig."

Was die ständig kursierenden Wechselgerüchte um den Römer angeht, der in dieser Saison klar die Oberhand über Teamkollege Heinz-Harald Frentzen behält und einer jener Fahrer ist, die ein Top-Auto verdient hätten, meinte Trulli: "Ich habe überhaupt keine Angebote erhalten, aber in der Formel 1 ist ja bekanntlich alles möglich." Die Vertragsverlängerung bei Jordan-Honda ist jedenfalls noch nicht unterschrieben.

© 2001 F1Total.com


07.07.: Trulli auf dem Weg zu McLaren?

Wie jedes Jahr um die frühe Sommerzeit kommt Schwung in den Transfermarkt und die Gerüchteküche der Formel 1. Derzeit im Mittelpunkt des Geschehens steht Jarno Trulli. Der Italiener macht keinen Hehl daraus, dass er vor allem mit der Entwicklungsarbeit des Jordan-Teams unzufrieden und auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist.

Trulli, der bestätigt hat, dass ihm einige Angebote vorliegen, will innerhalb der kommenden drei Wochen bekannt geben, für welchen Rennstall er 2002 an den Start geht. Während die einen spekulieren, dass er bei dem von seinem Manager Flavio Briatore geleiteten Team Benetton anheuert, halten andere es für möglich, dass er den Rücktrittsgedanken hegenden Finnen Mika Häkkinen bei McLaren-Mercedes ersetzen könnte.

„In der Formel 1 ist nichts unmöglich“, so Trulli kryptisch auf ein mögliches Engagement bei McLaren-Mercedes angesprochen.

© 2001 sportal.de


06.07.: Zeiten vom vierten Testtag

P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rnd
1.Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:23.53279
2.André Lotterer Jaguar-Cosworth Michelin 1:24.71074
3.Alexander Wurz McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:24.73227
4.Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:24.90844
5.Mika Häkkinen McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:25.05541
6.Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:25.09179
7.Ricardo Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1:25.15550
8.Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1:25.50750

05.07.: Dritter Testtag in Monza: Trulli 4. - Zonta 6.

(...) Auf den vierten Platz kam Jarno Trulli im Jordan-Honda. Der Italiener drehte 52 Runden und hatte anschließend rund 0.9 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Ricardo Zonta, Testfahrer des Teams, fuhr nach 49 Runden mit 1:25.494 Minuten die sechstbeste Zeit. Der Brasilianer hatte rund 1.5 Sekunden Rückstand auf Coulthard. Trulli setzte die Arbeit an den Reifen von Frentzen Anfangs der Woche fort, arbeitete am generellen Set Up und den Bremsen. Zonta verbrachte den Morgen mit der Auswertung verschiedener aerodynamischer Lösungen und Bremsen. Nach einem Materialfehler und einem dadurch verursachten Dreher in das Kiesbett war der Tag beendet. In den Streckenbegrenzungen der 'Ascari'-Schikane zerstörte sich der Brasilianer dabei die linke Seite seines Autos.

© 2001 F1Total.com

P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rnd
1.David Coulthard McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:24.02476
2.Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:24.26178
3.Mika Häkkinen McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:24.71361
4.Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:24.87052
5.André Lotterer Jaguar-Cosworth Michelin 1:25.06853
6.Ricardo Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1:25.49449
7.Darren Manning BAR-Honda Bridgestone 1:25.54976
8.Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:26.05650

04.07.: Zweiter Testtag: Reifentests und Aerodynamik-Messungen

(...) Das Jordan-Honda-Team hatte zwei Fahrer im Einsatz. Heinz-Harald Frentzen hatte nach 70 Runden 1.067 Sekunden Rückstand, Testfahrer Ricardo Zonta fehlten 2.550 Sekunden auf die Spitze. Der fünftschnellste Frentzen fuhr mehrere längere Abschnitte mit über 20 Runden, um sowohl die Reifen als auch die Bremsen für den Großen Preis von Italien auszuwerten. Der achtschnellste Zonta arbeitete an Aerodynamik-Messungen, wozu er nach nur einer Runde immer wieder an die Box zurückkehrte, weswegen der Brasilianer erst am Nachmittag eine gezeitete Runde fahren konnte. Morgen wird Jarno Trulli das Auto von Frentzen übernehmen.

© 2001 F1Total.com

P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rnd
1.Alexander Wurz McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:23.83843
2.Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:23.89036
3.David Coulthard McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:23.97164
4.Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:24.75372
5.Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1:24.90570
6.Darren Manning BAR-Honda Bridgestone 1:25.12976
7.André Lotterer Jaguar-Cosworth Michelin 1:26.05311
8.Ricardo Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1:26.38857
9.Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1:27.0627

04.07.: Frentzen am ersten Testtag in Monza vorne

Zwei Tage nach dem Großen Preis von Frankreich haben längst die Vorbereitungen auf das kommende Rennen in Silverstone begonnen. Die Teams weichen für die Versuche auf verschiedene Strecken aus, denn in Silverstone ist zwei Wochen vor dem Rennen das Testen untersagt. McLaren-Mercedes, Sauber-Petronas und Jordan-Honda fanden sich am ersten Testtag auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza ein, auf dem am 16. September der 15. WM-Lauf stattfinden wird.

Tagesbester war Jordan-Honda-Pilot Heinz-Harald Frentzen, der den 5.782 Kilometer langen Kurs nach 72 Runden in 1:24.672 Minuten umrundete. Testfahrer Ricardo Zonta war nach 59 Runden mit 1.25:164 Minuten der Langsamste des ersten von vier Testtagen. Frentzen arbeitete an verschiedenen Bremsmaterialien und Bremskühlungen für den Italien-Grand-Prix und arbeitete zusätzlich noch am Set Up des Chassis. Zonta untersuchte die Höchstgeschwindigkeit des EJ11 für die kommenden Hochgeschwindigkeitsstrecken beginnend mit dem Großen Preis von Deutschland Ende des Monats.

Auf den zweiten Platz kam Nick Heidfeld im Sauber mit einer Bestzeit von 1:24.892 Minuten. Der Mönchengladbacher drehte insgesamt 82 Runden: "Ich bin sehr zufrieden, dass wir zu Beginn dieses viertägigen Tests so viele Runden fahren konnte. Ich habe das Gefühl, dass wir gute Fortschritte erzielt haben und ich freue mich schon, morgen mein Programm zu komplettieren. Ich hatte einen richtig guten Tag. Ich war bis zehn Minuten vor Ende der Schnellste, als sich Jordan am Ende des Tages plötzlich verbesserte."

© 2001 F1Total.com

P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rnd
1.Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1:24.67272
2.Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:24.89282
3.Alexander Wurz McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:25.03487
4.Ricardo Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1:25.16459

03.07.: Nachholbedarf bei Honda

Für die Fahrer der Teams British American Racing und Jordan Grand Prix verlief der Große Preis von Frankreich nicht so wie erhofft, wenngleich sich ein Honda-Team am Ende immerhin über 2 WM-Punkte freuen durfte - Jordan nämlich. Möglich wurde dies durch Jarno Trullis fünften Platz, vor allem aber durch die bessere Startposition des Italieners. Allgemein scheint der Jordan EJ11 von Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli in der Qualifikation einen Tick schneller zu sein als der BAR 003 von Jacques Villeneuve und Olivier Panis, deren Team in der Konstrukteurswertung mit 12 Punkten jetzt drei Zähler Rückstand auf Jordan hat.

Dass man bei Honda aber Nachholbedarf hat, bestätigte Jarno Trulli nach dem Rennen. "Mein Start war gut, konnten Montoya als auch Barrichello an mir vorbeiziehen. Ich war dagegen total machtlos", hatte der 26-Jährige nach dem Rennen erklärt. Trotz einer seinen Worten nach "perfekten Rennabstimmung", hatte der Jordan-Pilot kein Chance am BMW-Williams und Ferrari dran zu bleiben.

Ein eindeutiger Beweis für Hondas Unterlegenheit in Sachen Leistungsfähigkeit. Den Japanern scheint ohnehin schon früh in dieser Saison klar geworden zu sein, dass man mit dem Honda RA001E-Motor daneben gegriffen hat, denn hohe Drehzahlen alleine, Honda spricht von weit über 17.000 U/min, bedeuten noch gar nichts. BAR und Jordan dürfen dieses Jahr aber wohl keine großen Leistungssprünge ihres Zehnzylinders erwarten, denn die Japaner arbeiten schon am Aggregat für die kommende Saison, in der man der Konkurrenz wieder mindestens ebenbürtig sein möchte.

Nach dem Rennen in Magny-Cours, bei dem Honda mit Jacques Villeneuve einen Ausfall der eigenen Fahrer zu verzeichnen hatte, sich gleichwohl aber über die ins Ziel gekommenen Trulli, Frentzen und Panis freute, erklärte Kazutoshi Nishizawa, Technischer Direktor von Honda Racing Development: "Wir kennen den genauen Grund für Jacques Problem bislang noch nicht, jedoch sind wir erfreut drei unserer Autos innerhalb der Top 10 zu sehen. Jarno ist ein tolles Rennen gefahren und hat uns weitere Punkte beschert. Wir müssen aber zweifelsohne unsere Bemühungen fortsetzen, sodass unsere Partner-Teams in der restlichen Saison konkurrenzfähig bleiben."

Gelegenheit die Leistungsfähigkeit zu optimieren haben die beiden Teams diese Woche bei den Testfahrten, welche ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklungsarbeit sind und zudem den Teams als Vorbereitung auf die bevorstehenden Rennen dienen.

© 2001 F1Total.com


03.07.: Villeneuve und Trulli wollen für ein besseres Team fahren

Dass Jacques Villeneuve Rennen und WM-Titel gewinnen kann, daran zweifelt keiner, nachdem der Kanadier 1996 eine beeindruckende Debütsaison hinlegte und im Jahr darauf mit Williams-Renault den Titel holte. Doch auch ein Villeneuve ist in einem nicht siegfähigen Auto ein Mittelfeldmann. Ebenso geht es Jarno Trulli. Der 26-jährige Italiener hat zwar noch kein Rennen gewonnen, aber er bewies dennoch, dass er es verdient hätte, in einem Top-Auto zu sitzen, denn das Potenzial für Siege ist eindeutig vorhanden.

Jacques Villeneuve wird wohl bei BAR-Honda bleiben auch wenn er nach einer sieglosen Saison gehen könnte und das Ziel WM-Dritter zu werden für das Team als momentan WM-Sechster absolut unrealistisch ist. "Ich schaue sehr genau, was überall passiert", gibt der Kanadier gegenüber dem 'GrandPrix'-Magazin aber auch zu, dass er einen Wechsel nicht ganz ausschließt. Sollte es die Möglichkeit geben, zu einem konkurrenzfähigeren Team zu gehen, wird sie Villeneuve wohl nutzen. "Wenn man nicht 100-prozentig sicher ist, wohin man geht, dann muss man sich auf dem Laufenden halten."

Doch Villeneuve weiß ebenso, dass es momentan keine Alternative für ihn gibt, auch wenn er seit dem Nürburgring 1997 auf einen Sieg wartet: "Wir werden wohl auch im nächsten Jahr zusammen sein, wenn sich nicht noch etwas ändert. Es geht nicht darum, dass ich mich noch entscheiden muss, es könnte lediglich sein, dass etwas vorfällt, dass mich zwingen würde, meine Entscheidung zu ändern." Das Gerücht hält sich trotz aller Dementi, dass Villeneuve den Platz von Mika Häkkinen einnehmen wird, sollte der Finne sich doch für den Rücktritt entscheiden.

Jarno Trulli hat das gleiche Problem wie Jacques Villeneuve, nur dass er noch den Vorteil hat, dass er bei bestimmten Teams auf Grund seines fehlenden Status als Ex-Weltmeister in das Gehaltsmuster passen würde. Der Italiener steht bei Flavio Briatore unter Vertrag, der ja bekanntlich das Benetton-Team managed, doch das heißt nicht, dass der Römer eines Tages für die dann Gelben fahren wird: "Er kann mir nicht sagen, was ich tun soll, auf gar keinen Fall. Ich werde nicht vor Juli oder August eine Entscheidung fällen", so Trulli im 'F1Racing'-Magazin.

Jarno Trullis Wunsch nach einem besseren Auto ist nicht zu überhören: "Ich bin ein Italiener, es wäre also ganz nett, für Ferrari zu siegen, aber absolut besessen bin ich darauf nicht, das kann ich versprechen. Ich möchte einfach nur für ein sehr gutes Team fahren und das könnte Ferrari, McLaren oder Williams sein." Die Zukunft wird zeigen, was sie für die beiden Talente bringen wird, die beide mit dem richtigen Material siegen könnten.

© 2001 F1Total.com


03.07.: Ex-Sauber-Designer Stephen Taylor geht zu Jordan

Nachdem Peter Sauber während des Rennwochenendes auf dem Nürburgring bestätigte, dass Stephen Taylor, der Anfang des Jahres zu Sauber gewechselt war und dort den aus privaten Gründen zurückgetretenen Designer Sergio Rinland ersetzt hatte, sein Team verlassen wird, ist nun klar, wo Taylor demnächst arbeiten wird.

Wurde lange Zeit spekuliert, dass Taylor zu seinem früheren Arbeitgeber McLaren zurückkehren könnte, wo er in ein paar Jahren Nachfolger von Stardesigner Adrian Newey werden könnte, hat nun überraschend Jordan Grand Prix die Verpflichtung Taylors bekannt gegeben. Dort wird der 37-Jährige Engländer als Leiter der Konstruktionsabteilung das Team von Eddie Jordan verstärken.

"Ich freue mich auf die Herausforderungen und Möglichkeiten, welche sich mir bei einem aufstrebenden Team wie Jordan geboten werden. Ich habe in der Formel 1 auf dem Gebiet der Material- und Konstruktionsforschung viel Wissen und reichlich Erfahrung. Ich freue mich darauf, meine Kenntnisse bei Jordan einzubringen", zitiert 'ITV' Taylor anlässlich der Verpflichtung.

Im Team von Peter Sauber steht derzeit noch nicht fest, wer den Posten von Taylor, der großen Anteil am Anschluss des Schweizer Rennstalls an die Konkurrenz durch seine neuen Aerodynamik-Verbesserungen trägt, übernehmen wird.

© 2001 F1Total.com


02.07.: Frentzen erklärt Dreher: "Ich war zu langsam"

"Ich bin erfreut, dass ich ins Ziel gekommen bin", so lautete Heinz-Harald Frentzens einzig wirklich positiver Kommentar nach dem Rennen in Magny-Cours, das er einst für Jordan gewinnen konnte. Doch die bisher enttäuschende Saison nahm auch auf französischem Boden für den Mönchengladbacher keine Wende. Erneut war es Teamkollege Jarno Trulli, der als Fünfter weitere WM-Punkte holen konnte und den Vizeweltmeister von 1997 arg blass aussehen ließ.

"Ich hasse es, Rennberichte mit dem Wort 'schade' anfangen zu müssen. Aber was bleibt einem heute nach so einem ersten Boxenstopp anderes übrig? Ich habe da mindestens zehn Sekunden verloren, wobei ich allerdings gar nicht richtig erkennen konnte, wie es dazu kam", wird Frentzen auf seiner Homepage zitiert. Am Start verlor Frentzen gleich einen Platz an Barrichello und der Boxenstopp kostete Frentzen einen möglichen sechsten Platz.

Wieder einmal lief es für den Galgenhumor-Experten alles andere als toll. Zu den angesprochenen Hindernissen kamen noch Probleme mit der Balance des Autos, weswegen er auch Eddie Irvine nicht hinter sich halten konnte. Und dann war da auch noch der Dreher in Runde 50: "Das passierte aus einem eher rennuntypischen Grund. Ich war nämlich nicht zu schnell, sondern zu langsam. Und zwar so langsam, dass die Traktionskontrolle sich ausschaltete. Die hätte ich aber beim Kurvenausgang dringend gebraucht." Dabei wäre Frentzen an diesem Wochenende so gerne schneller gewesen...

© 2001 F1Total.com


01.07.: Pure Glückseligkeit bei Jordan nach doppelter Zielankunft

Als Fünfter in den Großen Preis von Frankreich gestartet, beendete Jarno Trulli das Rennen nach 72 Runden auch als Fünfter. Damit holte der Italiener 2 wertvolle WM-Punkte, welche sein Team jetzt bis auf einen Punkt Differenz in der Konstrukteurswertung an Sauber heranrücken lassen haben. Heinz-Harald Frentzen kam als Achter ins Ziel und hatte bei seinem Boxenstopp auf Grund eines Problems beim Nachtanken etwas Zeit verloren.

Jarno Trulli: "Der Start lief für mich gut, jedoch ist unser Problem, dass wir einfach nicht schnell genug sind. Wir müssen noch irgendetwas mit dem Motor machen, denn sowohl Montoya als auch Barrichello konnten an mir vorbeiziehen. Ich war dagegen machtlos. Meine Rennabstimmung war perfekt und ich versuchte nahe an den beiden dran zu bleiben, jedoch konnten sie mir davon fahren. Seit dem ersten Rennen dieser Saison habe ich meist zu einem Zeitpunkt in den Punkten gelegen, leider aber wegen technische Probleme meist keine WM-Zähler am Ende geholt. Deshalb freut es mich, dass ich heute endlich wieder einmal bis zum Ende durchgehalten habe und das auch belohnt wurde. Ich wusste von Beginn des Rennens an, dass wir eine gute Chance hätten Punkte zu holen, weshalb ich auch das ganze Rennen über Druck gemacht habe. Mein Auto fühlte sich gut an und auch die Rundenzeiten waren gut, allerdings ist es schwer mit den Top-Teams mitzuhalten. Unter diesen Bedingungen hier war Platz 5 wohl das Maximum."

Heinz-Harald Frentzen: "Bis zu meinem ersten Boxenstopp lief es eigentlich ganz gut, allerdings danach dann nicht mehr. Der Stopp selbst hat doppelt solange gedauert wie vorgesehen war, weshalb mich auch einer der beiden Sauber überholen konnte. Mit Eddie Irvine hatte ich einen guten Zweikampf. In der letzten Schikane fuhr er neben mich, jedoch kann man dort nicht nebeneinander durch, sodass ich abkürzen musste und geradeaus weiterfuhr. Ich blieb dann kurz vor ihm, wusste jedoch, dass ich ihn vorbeilassen würde müssen, andernfalls hätte ich eine 10-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt bekommen, weil ich ja in der Schikane abgekürzt hatte. Danach habe ich so gut es ging Druck gemacht. Mein Auto war beim Start sehr gut, jedoch kämpfte ich im zweiten und dritten Rennabschnitt mit Untersteuern. Auch wenn ich keine Punkte geholt habe, was ganz klar mein Ziel ist, so bin ich erfreut, bis zum Ende durchgekommen zu sein."

Tim Holloway, Chefingenieur: "Ich denke, dass es heute hauptsächlich für uns darauf ankam beide Autos ins Ziel zu bringen. Nachdem wir zuletzt viele dumme, kleine Probleme hatten war das die Hauptsache. Dieses Ziel haben wir erreicht und sind deshalb zufrieden. Jarno hat gute Arbeit geleistet. Heinz-Harald wurde durch ein Problem mit dem Tankstutzen etwas aufgehalten, jedoch habe ich mitbekommen, dass andere Teams ähnliche Probleme hatten. Vielleicht lag das an der Hitze. Wir werden das auf jeden Fall untersuchen. Heinz-Harald hat dieses Problem ein paar Plätze gekostet und sich von so einem Rückschlag zu erholen fällt nie leicht. Aber wie dem auch sei, wir haben zwei Autos ins Ziel gebracht und können nun darauf aufbauen."

Eddie Jordan, Teamchef: "Mit beiden Autos die schwarz-weiß-karierte Flagge gesehen zu haben ist sehr wichtig, vor allem, weil als nächstes Rennen mit Silverstone unser Heim-Grand-Prix ansteht. Es wäre wirklich eine Schande gewesen, hätten wir mit einem weiteren Doppelausfall in die Vorbereitungen unseres Heimrennens starten müssen. Insofern war die Zielankunft beider Autos sehr wichtig. Platz 5 ist derzeit wohl das Beste was wir erreichen können. Am Ende nehmen wir aber alle Punkte die wir bekommen können."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
1. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1h33:35.636 2
2. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin + 0:10.3002
3. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone + 0:16.3003
4. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone + 0:17.1003
5. 12 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone + 1:08.2002
6. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1 Runde 2
7. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1 Runde 2
8. 11 Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1 Runde 2
9. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1 Runde 2
10. 22 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 1 Runde 2
11. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1 Runde 2
12. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 2 Runden 2
13. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 2 Runden 2
14. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 2 Runden 3
15. 20 Tarso Marques European-Minardi Michelin 3 Runden 2
16. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 4 Runden 2

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
17. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 7 Runden 2
18. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 18 Runden 2
19. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 20 Runden 2
20. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 55 Runden 0
21. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 67 Runden 0
22. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 72 Runden 0


30.06.: Qualifying: Trulli und Frentzen mit starker Leistung

Mit einer starken Vorstellung präsentierten sich die beiden Fahrer von Eddie Jordan, Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen, am Samstag.
Zu seiner in der letzten Minute erzielte Verbesserung seiner Rundenzeit sagte Jarno Trulli, der in 1:13.310 Minuten als Fünftschnellster den 4.25 Kilometer langen Circuit umrundet hatte: "Ich muss erst einmal Bridgestone beglückwünschen, denn sie haben hierher sehr gute Reifen gebracht. In Sachen Leistungsfähigkeit sind diese ein Schritt nach vorn, besonders für das Rennen. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns morgen gut schlagen werden. Die Balance meines Autos war heute perfekt, was beweist, dass wir während des Freien Trainings und der Testfahrten hier gut gearbeitet haben. Die Qualifikation selbst war ziemlich anstrengend, weil man kaum eine freie Runde gefunden hat. Ich muss mich auch bei Michael Schumacher entschuldigen, den ich auf Grund meiner Fehleinschätzung wohl aufgehalten habe. Ich sah ihn im Rückspiegel und versuchte Platz zu machen, allerdings war das wohl nicht genug. Wir haben am Ende der Qualifikation miteinander darüber gesprochen und das geklärt. Insgesamt bin ich mit unserer heutigen Leistung in der Qualifikation sehr zufrieden. Jeder im Team hat gute Arbeit geleistet."

Teamkollege Heinz-Harald Frentzen benötigte seinerseits 1:13.815 Minuten für seine beste Runde in der Qualifikation und geht als Siebtplatzierter in das morgige Rennen. Der Mönchengladbacher erklärte: "Nachdem ich heute Morgen viel Zeit in der Box verbringen musste und somit nicht an der Abstimmung für die Qualifikation arbeiten konnte, bin ich mit dem Endergebnis jetzt zufrieden. Wir sind ja praktisch ohne zu wissen, ist unser Auto nun gut oder schlecht ausbalanciert, in die Qualifikation gegangen. Die Abstimmung haben wir rein von den Erfahrungswerten und der Theorie her abgeleitet. Ich bin deshalb mit Startplatz 7 zufrieden, obwohl ich meine Rundenzeit bei den letzten beiden Versuchen ohne die Zwischenfälle auf der Strecke vielleicht hätte steigern können. Bei einem Zwischenfall stand mir Oliver Panis im Weg, was ich ganz und gar nicht verstehe, da er sich auf seiner Runde zurück an die Box befand. Ich bin nur wenige Zehntel langsamer als Montoya, der als Sechster startet, vielleicht wäre ich eine bessere Zeit ohne meine zuvor geschilderten Probleme gefahren. Aber egal, als Siebenter zu starten ist wirklich gut und mehr, als ich mir nach dem Freien Training heute Morgen ausgemalt hatte."

Eddie Jordan, Teamchef: "Eine wirklich aufregende Qualifikation. Ich gratuliere Ralf zu seinem Geburtstag und zu seiner ersten Pole Position. Ich freue mich für ihn und für Jarno und Heinz. Jarnos schnellste Runde war wirklich sehr gut. Heinz, der zuletzt eine schwierige Zeit durchgemacht hat, hat heute hart gekämpft und eine beeindruckende Leistung gezeigt. Wir müssen diese zuversichtlich stimmende Performance nur morgen am Ende der 72 Runden in Punkte umsetzen."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 1:12.989 209.670 km/h 10
2. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1:12.999 + 0:00.010 12
3. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 1:13.186 + 0:00.197 12
4. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 1:13.268 + 0:00.279 12
5. 12 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:13.310 + 0:00.321 12
6. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 1:13.625 + 0:00.636 12
7. 11 Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1:13.815 + 0:00.826 11
8. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 1:13.867 + 0:00.878 11
9. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:14.095 + 0:01.106 12
10. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1:14.096 + 0:01.107 12
11. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1:14.181 + 0:01.192 12
12. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1:14.441 + 0:01.452 10
13. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:14.536 + 0:01.547 12
14. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:15.020 + 0:02.031 11
15. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 1:15.072 + 0:02.083 11
16. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1:15.220 + 0:02.231 11
17. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1:15.420 + 0:02.431 12
18. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1:15.707 + 0:02.718 12
19. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 1:15.774 + 0:02.785 11
20. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1:15.828 + 0:02.839 12
21. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1:16.039 + 0:03.050 12
22. 20 Tarso Marques European-Minardi Michelin 1:16.500 + 0:03.511 11


29.06.: Jordan-Fahrer mit dem Freitag in Magny-Cours zufrieden

Für das Jordan-Honda-Team verlief der Start in das Rennwochenende zum Großen Presi von Frankreich auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours nicht besonders toll, zumindest was die gefahrenen Rundenzeiten auf den ersten Blick hin anbelangt. So war Jarno Trulli am Ende des zweiten Freien Trainings mit seiner Zeit von 1:16.187 Minunten nur Neuntschnellster Pilot des Tages. Der Abstand des Italieners zur Tagesbestzeit von David Coulthard betrug 1.252 Sekunden. Im Anschluss an das Freie Training sagte Trulli aber zufrieden: "Das war heute ein guter Tag für uns. Wir haben an der Abstimmung für das Rennen gearbeitet und ich bin zufrieden damit. Morgen ist ein komplett anderer Tag, an dem das Wetter und die Strecke komplett anders sein können. Aus diesem Grund ist es schwer, aus den Rundenzeiten etwas lesen zu wollen. Einige Leute sind mit wenig Benzin, andere hingegen mit viel Benzin gefahren. Ich persönlich bin aber mit unserer heute geleisteten Arbeit sehr zufrieden. Die strecke war am Morgen noch ein wenig rutschig, das wurde aber später schnell besser, als der Kurs sich den Bedingungen näherte, welche wir bei unserem letzten Test hier vorgefunden hatten."

Heinz-Harald Frentzen drehte am Freitag seine beste Runde in 1:16.868 Minuten und wurde als Dreizehnter geführt. Ebenso wie Trulli, so war aber auch der Mönchengladbacher mit seinem Auto zufrieden: "Heute lief das Auto richtig gut. Wir haben für einen Freitag sehr viel gearbeitet. Ich bin 45 Runden gefahren, was insofern wichtig war, da ich ja nicht bei den Testfahrten dabei sein konnte. Ich hatte heute nur ein kleines Problem mit den Bremsen, welches wir aber schnell in den Griff bekommen haben. Jetzt gibt es hier eine neue Boxenausfahrt, wodurch die erste Kurve wirklich sicherer geworden ist. Diese neue Ausfahrt ist jetzt eine neue Herausforderung, da man natürlich so schnell wie möglich wieder auf die Strecke will."

Tim Holloway, Chefingenieur: "Heute gab es keinerlei Probleme. Auf dieser Strecke kommt es darauf an, die besten Reifen für das Rennen zu finden, und genau daran haben wir gearbeitet. Wir konnten gute Fortschritte erzielen und haben einige interessante Informationen gesammelt."

© 2001 F1Total.com


29.06.: Schlechte Zeiten für Frentzen: "Hausaufgaben machen"

Immer wenn Heinz-Harald Frentzen in Magny-Cours zu seinem Arbeitsplatz fährt, wird er an seinen grandiosen Formel-1-Sieg in der Regenschlacht vor zwei Jahren erinnert. Hoch oben an einem Fahnenmast hängt auf der Zufahrtstraße zur Rennstrecke ein überlebensgroßes Porträt-Foto des Mönchengladbachers. Unter dem strahlend blauen Himmel schaukelt das Frentzen-Poster neben den anderen Siegern des Grand Prix in der französischen Provinz im leichten Sommerwind. "Natürlich möchte ich gern erfolgreich sein, sonst wäre ich nicht Formel-1-Rennfahrer geworden. Aber es gibt nun mal gute und mal schlechte Zeiten", sagte Frentzen und bekannte: "Es ist doch klar, dass man etwas unzufrieden ist, wenn es nicht so läuft."

1999 läutete der 34-Jährige mit dem Erfolg beim Großen Preis von Frankreich auf der "relativ eintönigen Rennstrecke" seine Erfolgsserie ein. Der Vize-Weltmeister von 1997 beendete die Saison als Dritter. Und obwohl Frentzen noch immer im Jordan sitzt, das Auto sogar von einem Honda-Werksmotor angetrieben wird, kommt er in dieser Saison überhaupt nicht in Schwung. In der WM-Wertung ist der Mönchengladbacher, der in Magny-Cours sein 123. Formel-1-Rennen bestreitet, als Elfter mit sechs mageren Pünktchen weit abgeschlagen.

Wenigstens ist der Rennfahrer nach seinen Unfällen von Monte Carlo und Montreal wieder topfit, nachdem er beim vorletzten Grand Prix in Kanada mit Sehstörungen und Kopfschmerzen schon vor dem Start nach Hause fliegen musste. An ein Karriereende hat er auch nach den Rennunfällen nicht gedacht. "Nein, das war kein Thema", sagte er. Stattdessen verkündete er zwei Wochen später am Nürburgring, dass er ein weiteres Jahr bei Jordan-Honda bleiben wird. Sein Rennstall rüstet auf. Das Budget wurde aufgestockt, die Fabrik erneuert - und Frentzen will die Ernte noch einfahren.

Vor seinem Ausstieg aus dem PS-Zirkus will er noch einmal dieses köstliche Gefühl erfahren: "Es ist das Schönste, in einem Top-Auto zu sitzen und Rennen zu gewinnen." Doch Neidgefühle sind dem in Monte Carlo lebenden Piloten fremd. Frentzen freut sich für Ralf Schumacher, der im BMW-Williams derzeit für Furore sorgt: "Ich kann mich in seine Situation versetzen und mitfühlen, wie gut er drauf sein muss."

Dabei hatte die Saison so schlecht nicht begonnen für den Familienvater. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto, seit der ersten Testfahrt. Am Anfang sind wir unseren Zielen treu geblieben", betonte er. Der Jordan erfüllte zwar die Erwartungen seines Piloten, doch die anderen Autos sind besser geworden. "Das ist das Problem. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen", fordert der Rheinländer nun.

Obwohl Frentzen gute Erinnerungen hat an Magny-Cours, ist er diesmal pessimistisch: "Ich habe so eine dunkle Vorahnung, dass wir aufpassen müssen, dass uns Michelin nicht wieder um die Ohren fährt." Frentzen meint damit nicht den BMW-Williams von Ralf Schumacher, der mit den Reifen des Formel-1-Rückkehrers fährt, sondern das Jaguar-Team, das ebenfalls auf die neuen Pneus vertraut. Frentzens Ansprüche sind bescheiden geworden.

© 2001 F1Total.com


28.06.: Donnerstags-Pressekonferenz mit Trulli

Frage: "Jarno, viele Enttäuschungen schon für dich in dieser Saison. Wie motivierst du dich?"
Jarno Trulli: "Es ist immer enttäuschend, wenn man ein Rennen nicht beenden kann, besonders, wenn man sich in den Punkten befindet, aber das ist Rennsport. Man muss weiter mit dem Team arbeiten, versuchen, das Auto zu entwickeln und weiterhin Druck zu machen. Du musst versuchen, Zuverlässigkeit zu finden, das ist das wichtigste im Moment. Es ist schwierig im Augenblick, aber ich muss sagen, dass ich mich schon ziemlich daran gewöhnt habe, da ich während meiner fünf Jahre in der Formel 1 nie ein richtig konkurrenzfähiges und zuverlässiges Auto hatte. Aus diesem Grund versuche ich immer, im Rennen mein bestes zu geben, ich vergesse dann einfach, was davor geschehen ist und hoffe an jedem Wochenende, dass alles in Ordnung ist. Aus diesem Grund sehe ich auch in jedem Rennen so stark aus."

Frage: "Im Qualifying scheint der Speed dazusein, aber im Rennen scheint er dann weg zu sein. Was passiert da?"
Trulli: "Seit dem letzten Jahr haben wir viele Daten analysiert und herausgefunden, dass wir im Qualifying ein gutes Auto haben und unsere Leistung nicht weit weg war von den Top-Teamas, aber wir während dem Rennen eine Menge Leistung verlieren, was mit der Reifenabnutzung zusammenhängt. Wir leiden sehr an der Abnutzung der Reifen, was unsere Leistung während eines 60- oder 70-Runden-Rennens stark beeinflusst. Wir analysieren die Daten und versuchen eine Lösung zu finden aber es ist nicht einfach und im Moment warten wir auf Entwicklungen für das Auto und wir können nur hoffen, dass wir diese bald bekomen werden."

Frage: "Wie steht es um deine eigene Zukunft im Team?"
Trulli: "Im Moment sieht es so aus, dass mein Vertrag Ende der Saison ausläuft. Ich werde die Entscheidung nöglicherweise in einem Monat fällen aber jetzt weiß ich noch nicht, was ich machen werde."

© 2001 F1Total.com


28.06.: Im Jordan-Team überwiegt das Prinzip Hoffnung

Nach einer weiteren Nullnummer beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring am vergangenen Wochenende, hofft das Team von und um Eddie Jordan, dass man beim Großen Preis von Frankreich endlich wieder ein paar Punkte holen kann. Im Vorjahr sahen zumindest beide Fahrer das Ziel und mit Jarno Trullis sechstem Platz sprang am Ende des 72 Runden langen Rennens auch ein WM-Zähler heraus.

Eddie Jordan erinnert sich aber viel lieber an die für sein Team erfolgreiche Saison 1999, denn da konnte Heinz-Harald Frentzen schließlich den Sieg holen. In Vorschau auf den nun anstehenden Grand Prix sagte der ehemalige Banker: "1999 war ein gutes Jahr für Jordan in Magny-Cours und daher wäre es fantastisch, wenn wir dieses Wochenende das gute Resultat der Vergangenheit noch einmal feiern können dürften. Wir sind über die jüngste Entwicklung, in derer wir in den Punkterängen liegend schlussendlich nie die Zielflagge gesehen haben, sehr enttäuscht. Es gibt ganz einfach keine Entschuldigungen und Ausflüchte für unser bescheidenes Abschneiden in den letzten Grand Prix. Allerdings darf man daraus jetzt keinen falschen Eindruck von unserem Team gewinnen, sondern muss sich einmal anschauen, wie die gesamte Entwicklung war, welche letzten Endes dazu geführt hat, dass es nicht so lief. Meiner Meinung nach glauben viele, dass wir ein unzuverlässiges Auto hätten und irgendwie mit den gleichen Problemen wie 2000 hadern würden. Das ist aber aus einer Vielzahl von Gründen nicht der Fall. Von Jahr zu Jahr werden alle Teams schneller und die drei Top-Teams werden zudem noch leistungsstärker und zuverlässiger, was es uns natürlich schwieriger macht in diese Phalanx vorzustoßen. Ohne Zweifel haben wir, Jordan, noch viel Arbeit vor uns, aber wir sind nach wie vor ein sehr starker Gegner."

Trevor Foster, seines Zeichen als Managing Direktor bei Jordan tätig, sagt: "Ich denke nicht, dass man ernsthaft bezweifeln kann, dass wir bislang das viertstärkste Team in dieser Saison gewesen sind. Unsere guten Leistungen in der Qualifikation zeigen dies nämlich eindrucksvoll. Wir müssen hingegen an unserer Konkurrenzfähigkeit im Rennen arbeiten, sowie darüber hinaus diese kleinen Probleme in den Griff bekommen, welche uns zuletzt eingebremst haben. Die bevorstehenden Rennen werden ganz sicher sehr schwierig, zumal unsere Konkurrenz nicht schläft und stärker wird. Es ist zweifelsohne davon auszugehen, dass Jaguar und Alesi im Prost zunehmend eine Gefahr werden. Allerdings kann Jordan, zusammen mit Honda und Bridgestone, diese Herausforderung annehmen und wird bis zum Ende erbittert kämpfen."

Heinz-Harald Frentzen, der nach einem Problem mit der Traktionskontrolle seinen Heim-Grand-Prix vor einer Woche frühzeitig beendete, freut sich auf das Rennen in Frankreich: "Meiner Meinung nach gehört Magny-Cours zu den aufregendsten Rennstrecken des gesamten Formel-1-Kalenders. Die Kurven sind eine wahre Herausforderung, besonders die Rechts-Links-Kombination am Ende der langen Hauptgeraden. Der Streckenverlauf ist sehr angenehm und bietet auch ein paar gute Überholmöglichkeiten, welche das Rennen für einen Fahrer noch aufregender machen."

Jarno Trulli mag ebenso wie sein Teamkollege den in der Mitte Frankreich gelegenen Kurs: "Magny-Cours ist eine sehr technische Strecke, allerdings genieße ich das Rennfahren dort wirklich sehr. Ich kenne die Strecke wirklich gut, da ich hier in der Vergangenheit viele Testfahrten bestritten habe. Letztes Jahr war das Rennen ziemlich anstrengend, dennoch konnte ich einen Punkt holen. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr wieder in die Punkteränge fahren kann."

© 2001 F1Total.com


25.06.: Jordan und der Fehlerteufel

Blickt man auf die letzten anderthalb Jahre zurück, so darf man sich zurecht fragen, wie Jordan im Jahr 1999 WM-Dritter werden konnte. Nach dem tiefen Fall im vergangenen Jahr versuchte sich das Team von Teamchef Eddie Jordan über den Winter wieder aufzurappeln. "Das Potenzial ist da, das alleine reicht aber noch nicht aus", sagt Eddie Jordan, der im Winter bei der Vorstellung des neuen Autos noch ganz optimistisch war. Die Wintertests waren vielversprechend, das Auto war nicht nur schnell sondern auch zuverlässig und man hatte mit Honda einen kostenlosen und guten Motor erhalten, was der Entwicklung ebenfalls zuträglich sein sollte. In den ersten vier Rennen beklagten die Gelben zwei Ausfälle - das war im Vergleich zur Konkurrenz normal gut.

Doch mit der Freigabe der Elektronik nistete sich bei Jordan-Honda scheinbar der Fehlerteufel ein. In fünf Rennen gab es acht Ausfälle, was natürlich nicht zu vertreten ist: "Es ist zum Fortlaufen. Jedes Mal scheint irgendetwas anderes seinen Geist aufzugeben, das müssen wir endlich in den Griff bekommen", flucht der Ire, der die Probleme genauestens untersuchen lässt. Die Problemliste des Teams ist lange: Probleme mit der Launch-control und dem automatischen Getriebe in Barcelona, Probleme mit der Launch-control und dem Getriebe in Österreich, Hydraulikschaden in Monaco, Bremsdefekt in Kanada, Ausfall der Traktionskontrolle, Kupplungsprobleme und Getriebeschaden auf dem Nürburgring.

Wenn Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli ins Ziel kamen, so holten sie im Schnitt rund zwei WM-Zähler, was zeigt, dass das Auto gut genug für Platz 4 in der Konstrukteurswertung ist, was weiterhin das Ziel des Teams ist. Seit vier Rennen ist Jordan nun schon ohne einen WM-Punkt und droht diese Position an Teams wie Sauber und BAR zu verlieren. Von neun Rennen sah Frentzen nur drei Mal die Zielflagge, in Kanada musste der Pechvogel nach zwei Unfällen zuschauen um dann auf dem Nürburgring von der Traktionskontrolle im Stich gelassen zu werden und unschuldig in der Wiese zu landen. Doch seinen Humor hat der Mönchengladbacher nicht verloren. Auf die Frage von 'Premiere-World'-Reporter Wolfgang Rother, ob ihn der Spruch "Der schnellste Postbote der Welt" nicht nerve, meinte Frentzen cool: "Ja. Und vor allem muss die Post ja ankommen!"

© 2001 F1Total.com


24.06.: Doppelausfall bei Jordan kommt Katastrophe gleich

In der Qualifikation das Soll erfüllt, im Rennen erneut wegen technischer Probleme ausgefallen, so das Kurzfazit über den Rennverlauf der Gelben.
Gestartet von Platz 7, profitierte Jarno Trulli gleich beim Start und wurde ein paar Plätze nach vorne gespült. Im folgenden Rennverlauf verteidigte der Italiener seine Position problemlos, schied dann aber einmal mehr in den Punkterängen liegend auf Grund technischer Probleme aus.
Jarno Trulli: "Mein Start verlief gut und anschließend sah alles okay aus. Ich begann auf den an fünfter Stelle liegenden Mika Häkkinen aufzuschließen, während ich das Tempo der vor mir fahrenden Autos gut halten konnte und nach hinten den Abstand ausbaute. Da mein Auto so gut fuhr und perfekt ausbalanciert war, konnte ich Runde für Runde meinen Vorsprung vergrößern. In der 44. Runde ging dann aber mein Getriebe kaputt, nachdem der Öldruck rapide gefallen war. Die Ingenieure hatten das sich andeutende Problem schon sieben Runden vorher ausgemacht, jedoch konnten wir dagegen rein gar nichts tun. Es ist wirklich schade, schon wieder ausgeschieden zu sein, da ich heute ein gutes Rennen fuhr und ganz sicher ein paar Punkte geholt hätte."

Heinz-Harald Frentzen erwischte im Gegensatz zu seinem Teamkollegen keinen guten Start. So fiel der Mönchengladbacher gleich in der Anfangsphase des Rennens zurück und versuchte später wieder aufzuholen. Wie Trulli vorher, so zollte aber auch Frentzen bei seinem Heim-Grand-Prix der Fehleranfälligkeit seines Jordan Tribut. In der Dunlop-Kurve versagte die Traktionskontrolle ihren Dienst und schickte Heinz-Harald in die Wiese, wo er seinen EJ11 dann abstellte.
Heinz-Harald Frentzen: "Ich hatte zunächst keinen guten Start, konnte jedoch später wieder die verlorenen Plätze zurückerobern. Die meiste Zeit des Rennens lag ich an zehnter Stelle. Zu Beginn konnte ich auch ein paar gute Runden hintereinander fahren, jedoch bekam ich dann ein Problem mit meinen Hinterreifen, weshalb meine Rundenzeiten wieder nachließen. Als ich dann in Runde 49 aus der Haarnadelkurve beschleunigte, setzte die Traktionskontrolle aus und ich drehte mich infolgedessen von der Strecke."

Eddie Jordan, Teamchef: "Sehr enttäuschend. Es scheint so, als ob irgendetwas bei jedem Rennen schief läuft. Wir müssen das endlich einmal in den Griff bekommen. Es hat aber den Anschein, als würde es ein wenig dauern die Ursache unserer häufigen Ausfälle auszumachen und zu beheben. Auch wenn die Top-Teams wohl die ersten drei Plätze in der Konstrukteurswertung unter sich ausmachen werden, so ist im Kampf um Platz vier weiterhin alles offen. Wir müssen nur endlich aufhören, auf diese Art und Weise Punkte zu verlieren. Soweit wir das in der Qualifikation und im Rennen gesehen haben, haben wir das Potenzial für Platz vier in der Konstrukteurswertung, unglücklicherweise ist das allein aber nicht genug."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps
1. 1 Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1h29:42.724 2
2. 6 Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin + 0:04.217 2
3. 4 David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone + 0:24.993 1
4. 5 Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin + 0:33.345 3
5. 2 Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone + 0:45.495 1
6. 3 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone + 1:04.800 1
7. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin + 1:06.100 1
8. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1 Runde 1
9. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1 Runde 1
10. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1 Runde 1
11. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1 Runde 2
12. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 2 Runden 2
13. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 2 Runden 2
14. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 2 Runden 2
15. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 3 Runden 1

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps Ausfallgrund

16.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

9 Runden

2

 

17.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

13 Runden

2

 

18.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

19 Runden

1

Def. Traktionskontrolle

19.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

23 Runden

1

Getriebeschaden

20.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

38 Runden

1

 

21.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

44 Runden

0

Dreher

22.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

60 Runden

0

 



24.06.: Heinz-Harald Frentzen auch 2002 bei Jordan-Honda

Heinz-Harald Frentzen fährt auch in der kommenden Saison für Jordan-Honda. Dies bestätigten der Formel-1-Pilot aus Mönchengladbach und das irische Team am Sonntag vor dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Damit beendeten beide Seiten die sich zuletzt häufenden Spekulationen, der 34-Jährige könnte 2002 für ein anderes Team antreten oder seine Karriere sogar beenden.

"Jordan-Honda ist ein starkes Paket", sagte Frentzen. "Wir arbeiten hart daran, 2001 eine erfolgreiche Saison zu haben und in der Zukunft noch erfolgreicher zu sein." Teamchef Eddie Jordan stellte klar, dass Frentzen im letzten Jahr einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet habe. Es sei immer klar gewesen, dass er auch 2002 für Jordan-Honda fahre. Frentzen fährt seit 1999 für das Team. Gleich in seiner ersten Saison bei Jordan belegte der Vize-Weltmeister von 1997 den dritten Platz in der WM-Gesamtwertung.

Angeblich musste sich Frentzen bis zum (morgigen) Montag nach dem Europa-Grand-Prix entscheiden, ob er eine Option wahrnehme, bei Jordan auch in der kommenden Saison zu bleiben. Auch das Team hatte eine solche Optionsmöglichkeit. Frentzen hatte dazu mehrfach erklärt, er könne zu Vertragsdetails nichts sagen.

© 2001 F1Total.com


23.06.: Trulli und Frentzen erzielten Sollvorgabe von Eddie Jordan

Zum achten Mal in diesem Jahr schneller als sein Teamkollege, benötigte Jordan-Pilot Jarno Trulli, auf den Teamchef Eddie Jordan große Stücke hält, am Samstag für seine schnellste Runde auf dem Nürburgring 1:16.138 Minuten. Der deutsche Teamkollege des Italieners, Heinz-Harald Frentzen, war in 1:16.376 Minuten jedoch nur unwesentlich langsamer.

Nach der Qualifikation äußerte sich Jarno Trulli folgendermaßen: "Nach unserer Leistung im Freien Training heute Vormittag hatte ich vorhergesagt, dass wir uns als Siebter und Achter hinter den Top-Teams qualifizieren würden. Ich bin glücklich, dass genau das auch eingetroffen ist. Die Qualifikation war ziemlich schwierig, weil viele Autos zur selben Zeit auf der Strecke waren und diese dadurch auch verschmutzten. Meine letzten beiden Versuche hatte ich wegen des Verkehrs leider abrechen müssen. Ich hätte sicherlich meine Rundenzeit verbessern können, denn im Auto steckte noch etwas Potenzial. Bedenkt man aber die heutigen Umstände, so habe ich das Beste aus der Situation gemacht. Das Auto fühlt sich gut an und ich erwarte ein anstrengendes Rennen am Sonntag", so der Italiener abschließend.

"Startplatz acht ist ein gutes Ergebnis für mich, vor allem weil ich in Kanada ja nicht an der Qualifikation und dem Rennen teilnehmen konnte und auch in Anbetracht der Probleme, welche ich gestern im Freien Training gehabt hatte", erklärte Heinz-Harald Frentzen.
Frentzen weiter: "Es ist ein gutes Gefühl, wieder zurück zu sein und darüber hinaus auch schnell in der Qualifikation gewesen zu sein. Ich war heute mit der Balance meines Autos sehr zufrieden, wenngleich man natürlich immer der Meinung ist, dass sie noch ein wenig besser hätte sein können. Ich denke, dass wir morgen im Rennen ganz gut aussehen werden. Unser Ziel ist eine Ankunft in den Punkterängen."

Eddie Jordan, der Teamchef von Jordan Grand Prix, sagte: "Beinahe alle Fahrer der Teams lagen heute sehr eng beieinander. Wir waren da keine Ausnahme und haben uns die Startplätze 7 und 8 gesichert. Durch das starke Williams-Team ist nun die vierte Startreihe das Äußerte, was wir derzeit erreichen können. Morgen müssen wir unbedingt ein paar Punkte holen."

© 2001 F1Total.com


Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1.1Michael Schumacher Ferrari Bridgestone 1:14.960218.805 km/h  8
2.5Ralf Schumacher BMW-Williams Michelin 1:15.226+ 0:00.26612
3.6Juan-Pablo Montoya BMW-Williams Michelin 1:15.490+ 0:00.53011
4.2Rubens Barrichello Ferrari Bridgestone 1:15.622+ 0:00.66211
5.4David Coulthard McLaren-Mercedes Bridgestone 1:15.717+ 0:00.75712
6.3Mika Häkkinen McLaren-Mercedes Bridgestone 1:15.776+ 0:00.81612
7. 12 Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:16.138 + 0:01.178 10
8. 11 Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1:16.376 + 0:01.416 11
9. 17 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas Bridgestone 1:16.402 + 0:01.442 11
10. 16 Nick Heidfeld Sauber-Petronas Bridgestone 1:16.438 + 0:01.478 11
11. 10 Jacques Villeneuve BAR-Honda Bridgestone 1:16.439 + 0:01.479 12
12. 18 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth Michelin 1:16.588 + 0:01.628 11
13. 9 Olivier Panis BAR-Honda Bridgestone 1:16.872 + 0:01.912 11
14. 22 Jean Alesi Prost-Acer Michelin 1:17.251 + 0:02.291 11
15. 7 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault Michelin 1:17.378 + 0:02.418 11
16. 19 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:17.627 + 0:02.667 12
17. 23 Luciano Burti Prost-Acer Michelin 1:18.113 + 0:03.153 11
18. 15 Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1:18.151 + 0:03.191 12
19. 14 Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1:18.262 + 0:03.302 11
20. 8 Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1:18.626 + 0:03.666 11
21. 21 Fernando Alonso European-Minardi Michelin 1:18.630 + 0:03.670 11
22. 20 Tarso Marques European-Minardi Michelin 1:18.689 + 0:03.729 12


22.06.: Trulli im Glück, Frentzen im Pech

Während der Italiener seine Runden auf dem Nürburgring drehen konnte, verpasste Frentzen das zweite Freie Training nach einem Dreher in der Coca-Cola-Kurve fast komplett und konnte so nicht an der Verbesserung der Abstimmung seines Autos arbeiten.

So hatte der Mönchengladbacher nur insgesamt 17 Runden absolvieren können und kam am Ende auf eine persönliche schnellste Runde von 1:19.988 Minuten. Damit war er 3.5 Sekunden langsamer als die Bestzeit des Tages. Nach seinem frühen Aus sagte Frentzen: "Heute morgen konnten wir unser Programm abarbeiten, jedoch habe ich mich gleich zu Beginn der zweiten Trainingssitzung gedreht. Wir haben aber offensichtlich Fortschritte mit dem Auto gemacht, was sich an Jarnos Zeit ablesen lässt. Abgesehen von der Enttäuschung, viel Zeit verloren zu haben, fühle ich mich körperlich sehr wohl und bin guter Dinge."

Mit 39 Runden hatte Jarno Trulli mehr als die doppelte Anzahl auf dem Nürburgring zurücklegen können als sein Teamkollege. Der Italiener belegte nach Beendigung des Freien Trainings mit seiner Rundenzeit von 1:18.133 Minuten Platz 7 und erklärte: "Wir haben heute am Setup gearbeitet und versucht das Auto auszubalancieren. Heute Morgen war die Abstimmung nicht weit vom Optimum entfernt, jedoch müssen wir sie noch weiter verbessern. Leider haben wir noch keinen Ansatzpunkt gefunden, um genau das zu tun. Insofern steht uns schon noch etwas Arbeit bevor. Wir müssen jetzt die Daten analysieren und dann herausfinden, was uns helfen könnte."

Chefingenieur Tim Holloway teilte mit: "Ein gemischter Start ins Wochenende. Jarno konnte eine Menge Arbeit für das Rennen durchführen und wir schauen da ganz gut vorbereitet aus, wohingegen Heinz nach seinem Dreher viel Zeit verloren hat. Es dürfte für ihn nicht ganz leicht werden die verlorene Zeit aufzuholen. Mit den Autos gab es keinerlei Probleme. Das kalte Wetter war jedoch keine Hilfe am heutigen Tag, wobei das für alle Teams zutraf und hier auf dem Nürburgring auch nicht besonders überraschend oder neu war."

© 2001 F1Total.com


22.06.: Frentzen über seine Zukunft und das Freitagstraining

In der Pause zwischen dem ersten und zweiten Freien Training deutete Jordan-Honda-Fahrer Heinz-Harald Frentzen im Interview mit Premiere World an, dass er vermutlich seinen Vertrag mit dem Rennstall von Eddie Jordan verlängern wird.
Wie schon am Donnerstag auf der Pressekonferenz der FIA, so sagte der gebürtige Mönchengladbacher, der im ersten Freien Training mit seiner Rundenzeit von 1:19.988 Minuten 3 Sekunden hinter der Bestzeit von David Coulthard lag, im zweiten Freien Training nach einem Dreher in der Coca-Cola-Kurve jedoch nach 10 Minuten "arbeitslos" wurde, dass er zum Team hält: "Ich darf zwar nicht über meinen Vertrag oder Details sprechen, aber ich bin mit Jordan schon durch gute und schlechte Zeiten gegangen. Ich denke, dass das jetzige Team das gegenwärtige Tief überwinden wird und es voran geht", machte der 34-Jährige erste Andeutungen, dass er einen Teamwechsel wohl nicht in Betracht zieht.

Seinen Dreher in der Coca-Cola-Kurve, gut 10 Minuten nach Beginn der zweiten Trainingssitzung auf dem Nürburgring, kommentierte Frentzen gewohnt mit einer Portion Galgenhumor: "Es gab kein technisches Problem, ich habe mich ganz normal von der Strecke gedreht.“
Nach dem Freien Training fühlte sich der in Monaco lebende Deutsche, der die Testfahrten in Silverstone auf Rat von Formel-1-Doktor Sid Watkins ausgelassen hatte, eigenem Bekunden nach in Ordnung: "Ich hatte keine Probleme heute. Gestern haben wir noch einmal zur Sicherheit in Koblenz eine Untersuchung gemacht. Die Ärzte erklärten mir aber, dass alles okay sei und es von ihrer Seite keine Bedenken gäbe."

Bei seinem Unfall in Kanada am Freitag hatte Frentzen im Freien Training seinen Jordan-Honda EJ11 seitlich in die Leitplanken gesetzt und anschließend über Schwindelgefühle und Unwohlsein geklagt. Das kürzlich in Silverstone getestete "HANS-System" hätte ihm bei seinen jüngsten Unfällen aber nicht vor Schaden bewahrt: "HANS ist so konzipiert, dass es einem bei einem Frontalaufprall schützt, aber in Monaco und Montreal hätte mir das rein gar nichts gebracht, denn dort schlug ich rückwärts, beziehungsweise seitlich an", sagte Frentzen abschließend.

© 2001 F1Total.com


21.06.: Auch Frentzen mit offizieller Starterlaubnis

Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) musste am Donnerstagabend noch einen Test in einem Krankenhaus in Koblenz machen. Dies ordnete Formel-1-Arzt Professor Sid Watkins nach einer etwa halbstündigen Untersuchung des 34-jährigen Piloten im Jordan- Motorhome an. Am Abend gab es Entwarnung. "Alles okay, ich kann fahren", sagte Frentzen nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus. Jedoch müsse man nach dem freien Training am Freitag erneut sehen, wie er sich fühle, schränkte seine Sprecherin etwas ein.

Frentzen musste nach einem Unfall im freien Training zum Großen Preis von Kanada vor zwei Wochen auf die Teilnahme an dem Grand Prix verzichten. Er hatte dabei eine Gehirnerschütterung erlitten. "Ich fühle mich gut", hatte der Rheinländer in einer Pressekonferenz am Nachmittag erklärt. Er habe mehrere Untersuchungen und Tests gemacht.

© 2001 F1Total.com


21.06.: Frentzen in der Pressekonferenz

Frage: "Heinz-Harald, wie ist es um deine Gesundheit bestellt?"
Heinz-Harald Frentzen: "Mir geht es gut, alles in Ordnung, danke. Wie du weißt, hatte ich in Montreal im Training am Freitag einen Unfall. Gleich nach dem Crash habe ich das gar nicht gemerkt, aber am Abend bekam ich mehr und mehr Kopfschmerzen, also entschied ich mich, in Montreal nicht zu fahren. Ich wurde von den Ärzten untersucht und zum Glück war es nur eine Gehirnerschütterung. Sid Watkins sagte dann zu mir, dass ich eine Pause einlegen sollte und mir die Testfahrten in Silverstone vom Pool aus ansehen soll. Nach der Pressekonferenz werde ich Sid für einen weiteren Test aufsuchen."

Frage: "Was denkst du über das Team in diesem Jahr. Es gab viele Probleme und eine mangelhaft Zuverlässigkeit?"
Frentzen: "Leider ja. Wir haben die Saison gut begonnen, hatten aber dann ein paar Probleme mit unserer Launch-control und danach mit der Zuverlässigkeit, die uns ein wenig zurückwarfen und den anderen Teams die Möglichkeit gaben, uns zu überholen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Probleme in den Griff bekommen werden und zurückschlagen werden. Es gab immer Ups und Downs, seit ich zu Jordan gekommen bin. Wir waren ganz vorne, dann wieder neben der Kappe und momentan sind wir Letzteres. Aber ich sehe nicht, warum es für uns nicht wieder aufwärts gehen sollte."

Frage: "Zuerst hieß es, dass du dir nach dem Rennen in Montreal Gedanken über deinen Vertrag machen musst, jetzt ist es dieses Rennen. Kannst du das klarstellen?"
Frentzen: "Leider kann ich euch keine Details des Vertrages verraten, aber vielleicht kann ich es so ausdrücken: Ich bin 1999 zu Jordan gekommen, wir hatten ein paar gute Erfolge und ich denke, dass ich auch in Zukunft für Jordan fahren werde."

© 2001 F1Total.com


21.06.: Frentzen weiterhin bei Jordan? - Schreckmoment für Zonta

Der Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen wird höchstwahrscheinlich auch in der kommenden Saison für das Formel-1-Team von Eddie Jordan fahren. Der 34-Jährige meinte im Vorfeld des Großen Preises von Europa gegenüber der versammelten Presse: "Ich bin 1999 zu Jordan gekommen und wir hatten ein paar Erfolge und ein paar schwierige Zeiten, aber ich denke, dass ich in Zukunft weiter für Jordan fahren werde."

Um den Vizeweltmeister von 1997 hatte es in letzter Zeit viele Gerüchte gegeben. Zunächst wurde er mit einem möglichen Wechsel zu Jaguar in Verbindung gebracht, dann sollte angeblich Toyota Interesse an der Verpflichtung des Deutschen gehabt haben. Und nach seinen zwei Unfällen in Monaco und zuletzt in Montreal waren sogar Rücktrittsgerüchte aufgekommen.

Während einige Experten glauben, dass Heinz-Harald Frentzen mit dem aktuellen EJ11 nicht so gut zurechtkommt, weshalb ihn Teamkollege Jarno Trulli insbesondere im Qualifying im Griff hat, glauben andere Insider, dass Frentzen nicht mehr ganz der Alte ist - bei Jordan will man davon natürlich nichts hören; zumal Frentzen beispielsweise in Brasilien ein tolles Rennen fuhr, bis ihn ein Ausfall einen Podiumsplatz kostete. Frentzen hat mit sechs WM-Punkten momentan einen Zähler weniger auf seinem Konto als sein italienischer Teamkollege.

Unterdessen gab es für Jordan-Testfahrer Ricardo Zonta, der in Kanada noch Frentzen vertreten hatte, am Donnerstag einen Schreckmoment der übleren Sorte. Der Brasilianer verrenkte sich bei einem Techtelmechtel mit einem Ingenieur in der Box eine Schulter. Der Psychiotherapeut des Teams hat die Schulter umgehend wieder an ihren richtigen Platz gebracht. Somit könnte der 25-Jährige im Falle eines Falles für Frentzen einspringen, sollte dieser widererwartend nach seinen zwei Unfällen doch noch nicht einsatzbereit sein.

© 2001 F1Total.com


21.06.: Trulli schließt Rückkehr zu Benetton nicht aus

Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli, der Dank seines cleveren Managers Flavio Briatore in die Formel 1 kam, hat erklärt, dass er sich eines Tages vorstellen kann für das Benetton-Team zu fahren, berichtet das Magazin "F1 Racing".
Während lange Zeit spekuliert worden war, dass der für seinen Geschäftssinn in der Formel 1 wohl bekannte Flavio Briatore seinerzeit eine Option in den Vertrag mit Trulli einbauen ließ, wonach dieser zu Benetton wechseln müsse, sollte Briatore dies verlangen, dementierte Trulli die Existenz solch einer Klausel. Der 26-Jährige in Fancavilla geborene Italiener erklärte aber, dass er eines Tages gerne für das Team seines Managers fahren würde.

"Flavio hat mich in die Formel 1 gebracht, deshalb würde ich mich gerne bei ihm revanchieren. Er ist zwar mein Manager, aber er kann nicht bestimmen, für welches Team ich letztendlich fahre", so Trulli, der bislang 7 WM-Punkte in dieser Saison holen konnte und 1997 sein Debüt in der Königsklasse als Minardi-Pilot gegeben hatte.
Eine Entscheidung darüber, ob er 2002 wieder für das Jordan-Team fahren werde, oder womöglich zu einem anderen Rennstall wechselt, wird der Italiener eigenen Aussagen nach erst im Juli fällen.

Obwohl Trullis stolz als Italiener sehr hoch ist, und er auch später einmal ein Angebot von Ferrari in Erwägung ziehen würde, sollte es denn kommen, hat der 26-Jährige seine Priorität ganz klar darauf gelegt, dass er nur in einem konkurrenzfähigen Team selbst Erfolg haben kann: "Es wäre schön, wenn ich einmal für so ein erfolgreiches Team wie Ferrari fahren könnte, aber obwohl ich Italiener bin ist das nicht mein sehnlichster Wunsch. Für mich zählt eher, dass ich in einem sehr guten Team fahre, welches mir alle Chancen bietet."

© 2001 F1Total.com


20.06.: Frentzen wieder fit und motiviert

Nach seinem Rennunfall in Monaco und der Absage an der Teilnahme am Geschehen auf der Rennstrecke am Samstag und Sonntag in Montreal, fühlt sich Jordan-Pilot Heinz-Harald Frentzen für den Großen Preis von Europa wieder fit.
Obwohl der 34-Jährige die Testfahrten in Silverstone ausfallen lassen musste, ist er für seinen Heim-Grand-Prix vollstens motiviert: "Am Donnerstag werde ich auf dem Nürburgring zu meinen ersten, richtigen Heim-Grand-Prix in dieser Saison eintreffen. Sid Watkins hat mich in Monaco betreut und untersucht, sodass er mir hier ganz klar die Teilnahme am Rennen erlauben wird. Ich gehe einmal davon aus, dass eine kurze Untersuchung ausreichend ist, sodass ich mich anschließend auf das Rennen und die Arbeit konzentrieren kann."

Der Mönchengladbacher erklärte darüber hinaus, dass er vielleicht Nick Heidfeld im Wartezimmer von Formel-1-Doktor Watkins treffen wird, da dieser ja nach seinem Rennunfall in Montreal die Testfahrten in Silverstone nach wenigen Runden abbrechen musste.
In der Fahrerweltmeisterschaft liegt Heinz-Harald Frentzen, der der Meinung ist, dass er das Pech in dieser Saison aufgebraucht hat, mit sechs Punkten an elfter Stelle. Ihn trennen aber derzeit nur 2 Punkte vom gegenwärtig Fünftplatzierten, Mika Häkkinen.
Von seinen bislang sechs Rennteilnahmen auf dem Nürburgring in der Formel 1, erreichte Frentzen nur 1997 und 1998 als Williams-Pilot das Ziel. In den letzten beiden Jahren schied er auf Grund defekter Elektrik oder eines havarierten Motors leider immer frühzeitig aus.

© 2001 F1Total.com


19.06.: Frentzen und Eddie Jordan Stars eines Werbespots

Heinz-Harald Frentzen und Eddie Jordan sind die sie umgebenden Medien und zahlreichen Kameras an jedem Rennwochenende schon längst gewöhnt, jedoch nahmen die beiden in Silverstone an der Aufnahme eines Werbespots für den Teamsponsor Deutsche Post WorldNet teil, was einmal eine ganz andere Erfahrung für die beiden war und zugleich auch etwas Abwechslung bedeutete.
Jordan Grand Prix bestätigte auf Anfrage, dass der Werbespot am kommenden Rennwochenende auf 'RTL' ausgestrahlt werde und mehr über die Dreharbeiten im kürzlich erschienenden offiziellen Magazin des Teams, 'J' genannt, nachzulesen seien.

Und während der Mönchengladbacher und Eddie Jordan für das Team und seinen Sponsor vor der Kamera standen, hatte der Rennstall laut Aussage von Teammanager Jim Vale zwischen dem Rennen in Kanada und dem auf dem Nürburgring die stressigste Woche des Jahres zu bewältigen.
So mussten nicht nur 20 Tonnen an Equipment aus Montreal zurück nach Silverstone verfrachtet werden, sondern auch die drei Boliden des Teams komplett zerlegt, überprüft, lackiert und anschließend wieder zusammengebaut werden. Nicht zu vergessen die drei Tage dauernden Testfahrten in Silverstone, wo der Rennstall 1.000 geladenen Gästen einen Einblick hinter die Kulissen eines modernen Formel-1-Teams gewährte.

"Das war neben der Woche im Januar, wo wenige Tage bis zur ersten Montage des EJ11 vergingen, sowie dem Großen Preis von England, welcher noch ansteht, die stressigste Woche für uns. Wer denkt, dass die Formel 1 nur eine Glamourwelt sei, der sollte sich einmal vor Augen führen, was wir seit unserer Rückkehr aus Kanada alles geleistet haben. Es ist wirklich unglaublich. Aber wenngleich der Druck hoch und der Zeitplan eng ist, genau das ist es, was uns allen letzten Endes den nötigen Kick gibt. Wir müssen alles schnell erledigen, denn das nächste Rennen steht schon immer kurz bevor", fasste Teammanager Vale die Zeit zwischen den letzten beiden Grand Prix zusammen.

© 2001 F1Total.com


19.06.: Jordan-Team hofft auf besseres Rennwochenende

Nach den vielen technischen Problemen in den letzten Rennen hat sich das Jordan-Team vorgenommen auf dem Nürburgring endlich wieder einmal ein paar Punkte am Sonntag zu holen. Nachdem Heinz-Harald Frentzen die Nachwirkungen seines Rennunfalls aus Monaco überstanden und intensive Untersuchungen hinter sich gebracht hat, sowie Jarno Trulli letzte Woche in Silverstone die vorbereitenden Testfahrten zusammen mit Testfahrer Ricardo Zonta absolvierte, überwiegt die Hoffnung bei beiden Fahrern.

So erklärte Heinz-Harald Frentzen, der entgegen anders lautenden Meldungen wieder vollkommen fit ist, was es für ihn bedeutet dieses Wochenende auf dem Nürburgring zu fahren. Schließlich ist es ja auch für den Mönchengladbacher ein Heimrennen: "Der Nürburgring gehört nicht zu meinen Lieblingsstrecken, aber es gibt ein paar nette Streckenabschnitte. Vor allem die Fans haben dort große Einsicht auf die Strecke, was natürlich schön für sie ist, bekommt man doch so viel mehr vom Renngeschehen mit."

Schied Frentzen letztes Jahr im Rennen früh mit Motorendefekt aus, kennt er die Schlüsselstellen für ein Überholmanöver auf der in der Eifel gelegenen Rennstrecke nur zu gut: "Das Castrol-S am Ende der Start-/Zielgeraden und die Veedol-S-Schikane stellen die besten Überholpunkte dar. Die 190 Grad Dunlop-Kurve ist durch ihre nach außen erhöhte Wölbung und die danach ansteigende Strecke auch ein sehr interessanter Bereich, wo zudem der Grip sehr gut ist."

Jarno Trulli hat seinen Ausfall beim Großen Preis von Kanada bereits verkraftet und freut sich schon auf das nun anstehende Rennen: "Ich kenne die strecke sehr gut, denn ich bin auf ihr bei meiner Teilnahme an der Deutschen Formel-3-Meisterschaft sehr oft gefahren. Ich freue mich schon sehr auf den Nürburgring, denn hier konnte ich 1999 meinen ersten Platz auf dem Podium feiern. Es wäre wirklich fantastisch, wenn mir das auch in diesem Jahr gelingen würde."

© 2001 F1Total.com


18.06.: Aufregung um Frentzen - Wechselgerüchte verdichten sich

34 Jahre alt und zuletzt durch einen Rennunfall in Monaco und die folgebedingte abgesagte Teilnahme am Großen Preis von Kanada im Mittelpunkt des Interesses stehend, verbreiten sich dieser Tage Meldungen, die den gebürtigen Mönchengladbacher in der nächsten Saison in einem Toyota oder Jaguar fahren sehen, momentan wie ein Lauffeuer.

Fakt ist, dass der in Monaco zusammen mit seiner Frau Tanja und Töchterchen Lea lebende Formel-1-Pilot seinem jetzigen Team, Jordan Grand Prix, 24 Stunden nach dem Rennen auf dem Nürburgring mitteilen muss, ob er seinen Vertrag verlängern wird oder nicht, so heißt es zumindest. Darüber hinaus ist das Interesse am Fahrer Frentzen, der in seiner bisherigen Formel-1-Karriere drei Siege (1997 San Marino/Williams, 1999 Frankreich/Jordan, 1999 Italien/Jordan) und zwei Pole Positionen (1997 Monaco/Williams, 1999 Europa/Jordan) holte, sowie bislang an insgesamt 121 Formel-1-Rennen aktiv teilnahm, dieser Tage hoch - schließlich geht es so langsam aber sicher um die Vergabe der Cockpits für die nächste Saison.

Wenngleich die Saison 1999 ein Erfolg war - Frentzen wurde am Ende des Jahres Dritter in der Fahrermeisterschaft -, das Folgejahr aber auf Grund vieler technisch bedingter Probleme weitaus schlechter lief, und das Team in der Saison 2001 bislang nicht an das Niveau von 1999, als man mit den Top-Teams kämpfen konnte, angeknüpft hat, so erklärte Frentzen unlängst, dass er sich sehr wohl im Team von Eddie Jordan fühle. Der Ire selbst hatte in Kanada nach Frentzens Abreise erklärt, dass es ihm sehr Leid für Heinz täte, ein Fahrer manchmal Pech, manchmal Glück habe und es am Team liege, ihm ein gutes Auto hinzustellen, mit dem er regelmäßig Punkte holen kann.

Von einem Bruch in der Teamchef-Fahrer-Beziehung, wie einige Seiten berichten, kann also keine Rede sein, da es diesbezüglich keinerlei Anzeichen gibt. Vielmehr überwiegt der Eindruck, dass sowohl Jordan als auch Frentzen langfristig denken und planen. Ein Team an die Spitze zu führen dauert nun einmal seine Zeit.

Viel eher denkbar ist da, dass die Zukunft Frentzens bei Jordan von der Partnerschaft des Teams mit Honda abhängig ist, denn die Japaner sollen sich mit dem Gedanken tragen, nach ihrem derzeitigem auf zwei Teams ausgedehnten Engagement wieder eingleisig fahren zu wollen.

Die Gerüchteküche meldet aber auch, dass die Teams Jaguar Racing und Toyota den Mönchengladbacher auf ihrem Wunschzettel zu stehen haben sollen. Bei Jaguar sind jedoch die Piloten Eddie Irvine und Pedro de la Rosa für 2002 fix, wie das Team aus Milton Keynes bereits mehrfach mitteilte. Bei Toyota ist hingegen derzeit nur der Finne Mika Salo als Fahrer bestätigt, wenngleich Testpilot Allan McNish laut Angaben Toyotas so gut wie sicher das zweite Cockpit haben dürfte.

Spielt man einmal alle Möglichkeiten durch, so scheidet Jaguar als Möglichkeit ganz offenbar aus, Toyota wäre zwar eine Möglichkeit, jedoch ist zu bezweifeln, ob Frentzen ein Team aufbauen will, wo er doch schon seit 1999 selbiges Ziel bei Jordan verfolgt. Mit seinen 34 Jahren ist Frentzen auch nicht mehr der jüngste, sodass er die jüngst von Toyota-Motorsport-Präsident Ove Andersson geäußerte Zielsetzung, den WM-Titel 2006 zu erreichen, kaum als Rennfahrer miterleben dürfte.

Es scheint also so, als ob Frentzen auch 2002 am besten bei Jordan aufgehoben ist, allerdings kann ein Angebot von anderen Teams, welche ihm mindestens gleich gute oder bessere Bedingungen im nächsten Jahr bieten, nicht ausgeschlossen werden.

© 2001 F1Total.com


18.06.: Frentzen und Heidfeld können auf dem Nürburgring starten

Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld können beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring an diesem Wochenende starten. Die beiden Formel-1-Piloten aus Mönchengladbach haben ihre Unfallfolgen so weit überstanden, dass ihrem Einsatz beim Heimrennen in der Eifel nichts im Wege steht. Allerdings muss Formel-1-Arzt Sid Watkins bei der obligatorischen Untersuchung am Donnerstag endgültig "grünes Licht" geben.

"Es sieht alles gut aus. Heinz-Harald hat in den letzten Tagen einige medizinische Tests erfolgreich absolviert", teilte ein Sprecher des Frentzen-Büros am Montag auf 'dpa'-Anfrage mit. Der 34-jährige Jordan-Pilot bereite sich mit einem speziellen Fitnessprogramm, in erster Linie Schwimmen, auf den neunten Saisonlauf vor.

Frentzen hatte nach einem Unfall beim Großen Preis von Monaco vor gut drei Wochen über starke Kopfschmerzen und Sehstörungen geklagt. Er musste danach Testfahrten nach nur neun Runden abbrechen. Beim kanadischen Grand Prix in Montreal musste der Rheinländer nach dem Freien Training das Qualifying und das Rennen absagen. Bei einem Einschlag in der letzten Minute des Freitagstrainings in die Barriere waren bei Frentzen wieder Sehstörungen und Kopfschmerzen aufgetreten.

Heidfeld leidet nach Angaben seines Managers Werner Heinz "noch an leichten Kopfschmerzen, es sieht aber gut aus". Der 24 Jahre alte Sauber-Pilot war gleich zu Beginn des Großen Preises von Kanada vom Briten Eddie Irvine im Jaguar "torpediert" worden. Heidfeld musste wegen seines angeschlagenen Zustands Testfahrten in der vergangenen Woche abbrechen.

© 2001 F1Total.com


18.06.: Ricardo Zonta bald wieder regulärer Formel-1-Pilot?

Zugegeben, für Heinz-Harald Frentzen und Eddie Jordan hätte es am Freitag des Rennwochenendes beim Großen Preis von Kanada nicht schlimmer kommen können, nachdem Frentzen im Freien Training von der Strecke gerutscht und in die Leitplanken gerast war. Die Nachwirkungen seines Rennunfalls ins Monaco noch nicht richtig verkraftet, entschied sich der Mönchengladbacher folgerichtig für eine Zwangspause, wodurch Jordan-Testpilot Ricardo Zonta am Samstag und Sonntag in Montreal seine Chance bekam.

Der ehemalige BAR-Pilot kam im Rennen als Siebter ins Ziel und fuhr bis auf den Zwischenfall mit Sauber-Pilot Kimi Räikkönen, als er mit seinem Jordan EJ11 in das Heck des Finnen fuhr, ein fehlerfreies Rennen. Der Brasilianer, im Vorjahr bei BAR-Honda als Entwicklungspilot hoch geschätzt, jedoch auf Grund von Unstimmigkeiten mit der Teamführung und Jacques Villeneuve verstoßen, sieht nach seinem Kurzeinsatz für Frentzen wieder ein Licht am Endes des Tunnels.

So hofft der 25-Jährige, dass er bei Jordan, dem Team für das er 1997 schon testete, in Zukunft als Stammpilot unterkommt. Der am Ende des letzten Jahres von BAR so enttäuschte und am Boden zerstörte Mann aus Curitiba hat sich laut Auskunft von Jordans Managing Direktor Trevor Foster bereits wieder von seinen schlechten Erfahrungen erholt und zudem weiterentwickelt. Dem Magazin 'Autosport' gegenüber verriet Foster, dass sich Zonta seit 1997 gewaltig entwickelt habe: "Seit 1997, wo er das erste Mal für uns arbeitete, hat er sich gehörig verändert. Er war damals schon sehr ruhig, aber die Zusammenarbeit hat das nie beeinträchtigt. Nach seinen zwei Jahren bei BAR war er aber noch stiller, denn er hatte Angst etwas Falsches zu sagen. Er fürchtete, dass wir dann schlecht über ihn reden würden. Unsererseits mussten wir ihm erst einmal zu verstehen geben, dass was auch geschieht, wir nie über ihn lachen oder schlecht reden werden. Wenn es Probleme gäbe über die man sprechen müsste, dann würden wir das auch tun. Er hat sich noch immer nicht ganz von seinen schlechten Erfahrungen, welche er bei BAR gemacht hat, erholt, aber durch jedes Rennen und jeden Test wird das besser. Er ist ohne Zweifel in der Lage einen sehr guten Job zu machen, wie wir in Kanada ja gesehen haben."

Zonta, der als erster Brasilianer überhaupt von Mercedes-Benz eingeladen worden war Rennen in der ITC zu fahren, sowie 1998 auf einem AMG-Mercedes Weltmeister in der FIA GT-Meisterschaft wurde, hat ohne Zweifel bei BAR wichtige, wenngleich auch schmerzhafte Erfahrungen gemacht. An der Seite von Villeneuve, sowie in einem rigoros auf den Ex-Weltmeister ausgerichteten Team, kam der junge Rennfahrer einfach nicht so gut zurecht, was am Ende zu Spannungen, Rennunfällen, Wortgefechten und schlussendlich zu seiner Entlassung führte.

Der in Monaco lebende 25-Jährige hofft, zumindest erklärte er dies bereits mehrfach, dass seine Zukunft bei Jordan liegt. Schon bald will er wieder seine Rolle als Testfahrer gegen die eines regulären Piloten eintauschen, allerdings nur in einem Team, wo er willkommen ist und sich wohl fühlt.

© 2001 F1Total.com


15.06.: Pollock über Hondas Entscheidung im Unklaren

Schon seit Wochen halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach Honda in der kommenden Saison statt mit BAR und Jordan zwei, nur noch ein Team ausstatten wird. Eddie Jordan versicherte, dass er einen langjährigen Vertrag mit den Japanern habe, der Honda-Vertrag mit BAR läuft Ende des kommenden Jahres aus. Doch was Verträge in der Formel 1 wert sind, haben die Abkommen mit Newey/Jaguar und Brunner/Minardi gezeigt. Honda selbst machte es vor, als man Ende 1987 Williams den Rücken zuwandte, obwohl man noch einen Vertrag für die Saison 1988 mit Frank Williams hatte. Und: Williams kämpfte um den Titel, Jordan und BAR nicht.

BAR und Jordan schieben die Gerüchte um Honda momentan auf die Presse, die angeblich das Gerücht in die Welt gestreut haben soll. Doch wer lange genug in diesem Geschäft war, der weiß: Da Honda die Gerüchte bisher nicht dementierte, ist mehr dran, als BAR und Jordan lieb sein kann. Und obendrein leistete sich Eddie Jordan noch eine peinliche freudsche Fehlleistung: "An diesen Spekulationen ist absolut kein Gerücht dran..."

Craig Pollock gibt zu, dass beide Teams ein "wenig nervös" sein sollten: "Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was Honda machen wird", so der Schotte gegenüber 'ITV'. "Sie haben drei oder vier Optionen: sie können bei beiden Teams bleiben, mit einem Team zusammenarbeiten oder sie können sich auch ganz zurückziehen."

Möge der Bessere gewinnen, das ist momentan das Motto von BAR und Jordan; die Gelben haben noch ein Pünktchen Vorsprung. "Ich denke, dass es für uns am Anfang der Saison sehr schwierig war, Jordan im Qualifying zu schlagen", gibt Pollock zu. "Aber das Auto ist im Renn-Set-Up besser als im Qualifying-Set-Up von daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir sehen werden, wer vorne und wer hinten liegt."

© 2001 F1Total.com


14.06.: Zeiten vom dritten Testtag
Fahrer Team Motor Chassis R Zeit Rd
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22.09846
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22.67455
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:22.72866
M Schumacher Ferrari Ferrari F2001 B 1:23.13968
R Zonta Jordan Honda EJ11-3 B 1:23.19572
K Raikkonen Sauber Petronas C20 B 1:23.44752
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:23.78095
O Panis BAR Honda 003B 1:23.81952
J Trulli Jordan Honda EJ11-2 B 1:24.19179
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:24.30183
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:24.38267
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:24.43163
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:24.58655
J Alesi Prost Acer AP04 M 1:25.17167
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:25.24978
L Burti Prost Acer AP04 M 1:25.43773
N Karthikeyan Jaguar Cosworth R2 M 1:26.13623
M Webber Benetton Renault B200B M 1:26.34147
G Fisichella Benetton Renault B201 M 1:26.59227

13.06.: Zeiten vom zweiten Testtag
Fahrer Team Motor Chassis R Zeit Rd
O Panis BAR Honda 003B 1:22.80668
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22.92376
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:23.26565
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:23.41240
M Schumacher Ferrari Ferrari F2001 B 1:23.50663
J Trulli Jordan Honda EJ11-2 B 1:23.51648
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:23.55464
D Turner McLaren Mercedes MP4/16 B 1:23.99252
A Lotterer Jaguar Cosworth R2 M 1:24.45952
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:24.52561
K Raikkonen Sauber Petronas C20 B 1:24.65737
T Sato BAR Honda 003B 1:24.73934
M Webber Benetton Renault B200B M 1:25.18552
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:25.46046
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:25.46155
L Burti Prost Acer AP04 M 1:25.67145
J Alesi Prost Acer AP04 M 1:25.72334
R Zonta Jordan Honda EJ11-2 B 1:25.75618
G Fisichella Benetton Renault B201 M 1:27.85717

12.06.: Trulli mit Bestzeit am ersten Testtag

Mit einer Bestzeit von 1:23.139 Minuten nach 61 gefahrenen Runden startete Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli mit der Tagesbestzeit in den dreitägigen Silverstone-Test, bei dem sich die Teams auf das kommende Rennen auf dem Nürburgring und das Rennen in Silverstone am 15. Juli vorbereiten. Da Testfahrten vier Wochen vor Austragung eines Rennens auf der gleichen Strecke untersagt sind, werden die Teams bereits am 14. Juni ihre Boxen wieder räumen und davor die letzte Chance nutzen, ihre Autos auf den Großen Preis von England vorzubereiten.

Testfahrer Ricardo Zonta, der für den immer noch lädierten Heinz-Harald Frentzen einspringt, belegte mit rund 1.2 Sekunden Rückstand nach 77 Runden den vierten Platz. Das Team arbeitete am Morgen besonders mit dem Test des modifizierten HANS-Systems (Head And Neck Support System), das nun komfortabler zu tragen sein soll. Des weiteren arbeitete man am Set Up für das Rennen in Silverstone, das im Juli stattfinden wird. Am Ende des Tages widmeten sich Trulli und Zonta noch einem Reifentestprogramm für Bridgestone, bei dem man nach eigenen Angaben "sehr positive Ergebnisse" erzielen konnte.

"Es war ein sehr guter Testtag, auch wenn die Strecke sehr schmutzig war, weswegen wir am Morgen Änderungen am Set Up vornehmen mussten und verschiedene Einstellungen ausprobierten", so Zonta. "Am Nachmittag lief uns die Zeit davon und wir mussten uns auf Reifentests konzentrieren. Ich hätte gerne mehr am Set Up und der Bremsbalance gearbeitet, aber es war für uns ein produktiver Tag gewesen."

© 2001 F1Total.com

Fahrer Team Motor Chassis R Zeit Rd
J Trulli Jordan Honda EJ11-2 B 1:23.13961
D Turner McLaren Mercedes MP4/16 B 1:24.10955
M Gene Williams BMW FW23 M 1:24.27537
R Zonta Jordan Honda EJ11-3 B 1:24.36975
L Badoer Ferrari Ferrari F2001 B 1:24.42043
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:24.85470
J Herbert Arrows Asiatech A22 B 1:25.04162
M Webber Benetton Renault B201 M 1:25.27437
P Lemarie BAR Honda 003B 1:25.48665
A Lotterer Jaguar Cosworth R2 M 1:25.82321
J Button Benetton Renault B201 M 1:26.40429
S Sarrazin Prost Acer AP04 M 1:26.45225
N Heidfeld Sauber Petronas C20 B 1:28.08004
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:29.19604

12.06.: Frentzen spricht über das Rennen in Kanada

Für Heinz-Harald Frentzen hatte der Große Preis von Kanada am vergangenen Wochenende ein früheres Ende, als es der Mönchengladbacher selbst gedacht hätte oder ihm lieb war. Nach einem Unfall im Freien Training am Freitag hatte der zu diesem Zeitpunkt immer noch unter den Nachwirkungen seines Rennunfalls von Monaco leidende Jordan-Pilot entschlossen, nach Hause zu fliegen.

Für Frentzen sprang am Sonnabend und Sonntag Jordan-Testpilot Ricardo Zonta ein, der letztendlich als Siebter im 69 Runden langen Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve die Zielflagge gesehen hatte.

Wie er nach seinem Entschluss, nach Monaco in sein Appartement zu seiner Frau und Töchterchen Lea zurückzukehren das Rennen sah, erklärte der 34-Jährige am Montag mit den folgenden Worten: "Zuerst einmal möchte ich all meinen Fans mitteilen, dass es mir den Umständen entsprechen gut geht, auch wenn ich diese Woche nicht an den Testfahrten teilnehmen werde. Ich bin am Sonntagmorgen in Monaco eingetroffen und habe dort erst einmal ausgeschlafen, um so den Jetlag wegzustecken und die Folgen meines Trainingsunfalls zu kurieren."

Den zweiten Sieg von Ralf Schumacher verfolgte Frentzen eigenen Aussagen nach am heimischen Fernseher, wobei ihn vor allem auch das Abschneiden des Jordan-Teams interessiert haben dürfte. Lobende Worte fand der 34-Jährige für Ralf Schumachers gezeigte Leistung: "Das war ein großartiger Sieg von Ralf. Er ist die ganze Zeit cool geblieben und hat in der Phase wo es am wichtigsten war ein wahres Feuerwerk an schnellen Runden gezündet. Leider war die Performance meines eigenen Teams in Montreal nicht sehr berauschend. Jarno ist mit Bremsproblemen am Ende ausgefallen, was eigentlich nicht hätte passieren dürfen."

Am heutigen Dienstag unterzieht sich Frentzen erneut ausführlichen Untersuchungen durch Formel-1-Rennarzt Professor Sid Watkins, der dem Mönchengladbacher helfen möchte schnellstmöglich wieder fit zu sein. Frentzen selbst erwartet die Ergebnisse der Untersuchungen Mitte der Woche, ist aber zuversichtlich, dass er am Nürburgring wieder im Cockpit seines Jordan-Boliden sitzen wird.

© 2001 F1Total.com


12.06.: Jordan-Team bietet den Fans in Silverstone Einblicke

Nachdem im Vorfeld des Großen Preises von Kanada von einigen Teamverantwortlichen öffentlich Kritik am Vorgehen der Teams, sich immer und immer mehr von der Außenwelt und somit von den eigenen Fans abzuschotten, geäußert worden war, bietet das unweit der Rennstrecke Silverstone beheimatete Jordan Grand Prix-Team über 1000 Fans diese Woche die Chance, einen Blick in die Jordan-Box und die Fabrik des Teams zu werfen.

Eddie Jordan hatte sich der Kritik seiner Kollegen auf Anfrage im Paddock von Montreal zu seinem Standpunkt angeschlossen und unmissverständlich klargestellt, dass er liebend gerne den Fans wieder mehr Einblicke gewähren möchte. Allerdings gab der Ire auch zu bedenken, dass es in der Formel 1 mittlerweile zu den täglichen Gepflogenheiten gehöre die anderen Teams auszuspionieren. Dies ist für den Teamchef der Hauptgrund, weshalb die Fans immer öfter außen vor bleiben. Was passiert, wenn sich eines Tages die Fans enttäuscht abwenden, da die Formel 1, zuweilen jetzt schon aus dem Blickwinkel eines Fans betracht ziemlich extrem, abwenden, können sich alle Teams schon ausmalen. Angesichts Millionen von Fans dürfte das Interesse sicherlich nicht sofort geringer werden, aber wozu soll man live vor Ort ein Rennen besuchen, wenn man durch das Fernsehen nicht nur bestens im Bilde, sondern auch noch viel näher an den eigenen Stars dran ist?

Wenngleich das Jordan-Team bei seiner "Show" diese Woche ganz sicher nicht die neuesten Entwicklungen an den in der Box stehenden Boliden montiert haben wird, sowie bei den geführten Führungen in der eigenen Fabrik Neugierige in bestimmte Bereiche gar nicht erst kommen werden, so ist der Vorstoß des Teams allemal einen Applaus wert. Neben der wohlbemerkt kostenfreien Verpflegung der eingeladenen Fans an allen drei Tagen wird es eine Tombola, bei der handsignierte Formel-1-Accessoires verlost werden, geben. Darüber hinaus wird sich das Teampersonal den Fragen der Fans stellen.

Jordans Marketingleiter Mark Gallagher erklärte, aus welchen Gründen man sich zu diesen "Tagen der offenen Tür" entschlossen habe: "Kürzlich wurde die Formel 1 wieder heftig kritisiert, sich von den wahren Fans zu weit entfernt zu haben. Wir bei Jordan möchten das Gegenteil beweisen. Die Testfahrten hier in Silverstone sind ein idealer Ort, um unseren treuen Fans einmal das Drumherum und die Action miterleben zu lassen. Durch den Umstand, dass die Leute solch einem Test beiwohnen können, haben sie sogar mehr Zugang als man sonst an einem Rennwochenende hätte."

Durch beste Positionen, oberhalb der Box aus dem Jimmy Brown-Center heraus, werden sich alle Fans einen Eindruck der auf der Strecke vorgehenden Tests machen können. Während des Großen Preises von England wird das Jimmy Brown-Center von der internationalen Presse als Medienbereich benutzt, zu dem die Fans am Rennwochenende natürlich keinen Zutritt haben.

© 2001 F1Total.com


11.06.: Frentzen sagte auch Formel 1-Tests ab

Monaco/München (dpa) - Heinz-Harald Frentzen hat nach seiner Zwangspause in Montreal auch die Testfahrten in dieser Woche in Silverstone abgesagt. Doch trotz seiner gesundheitlichen Probleme will der Mönchengladbacher beim bevorstehenden Heim-Grand-Prix am Nürburgring in knapp zwei Wochen an den Start gehen.

«Heinz-Haralds Planung geht dahin, dass er am Nürburgring fährt», teilte sein Büro am Montag auf dpa-Anfrage mit. In dieser Woche jedoch steigt der Jordan-Pilot nicht in sein Rennauto. Bei den von Dienstag bis Donnerstag geplanten Tests überlässt Frentzen die Arbeit seinen Teamkollegen Jarno Trulli (Italien) und Ricardo Zonta (Brasilien).

Nach seiner Rückkehr in seine Wahlheimat Monaco absolvierte der 34-Jährige am Montag bei Spezialisten eine Reihe von medizinischen Untersuchungen. Dies seien «Routine-Untersuchungen», sagte seine Sprecherin Christine Gorham.

Frentzen war am Wochenende beim Großen Preis von Kanada in Montreal wegen «Sehstörungen und starker Kopfschmerzen» nicht gestartet und am Samstag nach einem Check bei Rennarzt Sid Watkins abgereist. Auslöser der Beschwerden waren offenbar ein Unfall im Freitagstraining sowie sein Crash in Monaco zwei Wochen zuvor gewesen. Beim Rennen hatte Ersatzpilot Zonta den Deutschen vertreten.

Frentzen sei nach dem Überseeflug wieder gut in Monaco angekommen. Er fühle sich derzeit «sehr müde» und verspüre «Druck» im Kopf, hieß es weiter aus seinem Büro. Dennoch handle es sich bei den medizinischen Checks um «reine Sicherheitsmaßnahmen».

Die Montreal-Absage war der negative Höhepunkt in dieser für Frentzen bisher recht unglücklichen Saison. Nach acht Rennen wartet der Vize-Weltmeister von 1997 noch immer auf den ersten Podiumsplatz. Vor Montreal war der Rheinländer vier Mal wegen technischer Defekte oder Fahrfehler ausgefallen. In der aktuellen WM-Wertung belegt Frentzen mit sechs Punkten den zehnten Platz. «Ich bin unheimlich enttäuscht. Für einen Rennfahrer gibt es kaum was Schlimmeres, als nicht an den Start zu können», schrieb Frentzen auf seiner Homepage (www.frentzen.de).


10.06.: Jordan-Team enttäuscht über mangelnde Standfestigkeit

Weder für Eddie Jordans Mannschaft, noch für Craig Pollocks Team hatte der Große Preis von Kanada ein Happy end. Jarno Trulli schied mit Bremsproblemen in den Punkten liegend in der 63. Runde aus und war entsprechend enttäuscht, während Frentzen-Ersatzmann Ricardo Zonta nach einer starken Vorstellung im Rennen nur als Siebter das Ziel sah und damit die Punkteränge ganz knapp verpasste.

Jarno Trulli war nach seinem Ausfall enttäuscht und äußerte sich wie folgt: "Ich hatte einen guten Start und lag die gesamte Zeit innerhalb der Top 6. Leider konnte ich dann in den letzten 10 Runden nicht mehr so pushen wie ich wollte, da es ein Problem mit den Bremsen gab, welches mich wenige Runden vor Rennende zur Aufgabe zwang. Ich bin sehr enttäuscht und frustriert, denn ich werde anscheinend immer wieder von verschiedenen Problemen daran gehindert Rennen zu beenden und Punkte zu holen. Es ist jetzt sehr wichtig an der Behebung dieser Probleme zu arbeiten, sodass wir zu unserer konkurrenzfähigen Form zurückkehren können."

Ricardo Zonta war froh bis ins Ziel durchgehalten zu haben, bedauerte es aber die Punkteränge knapp verpasst zu haben: "Es war für mich ein tolles Gefühl wieder in einem Rennen fahren und kämpfen zu können, besonders weil es heute so gut lief. Ich hatte einen guten Start und konnte gleich drei Plätze gut machen. Den Kampf mit den anderen Piloten haben ich wirklich genossen. Als ich sehr dicht hinter einem Sauber lag und ihn überholen wollte bremste dieser unerwartet für mich. Glücklicherweise beschädigte ich beim Auffahren in sein Heck mein Auto dabei nicht gravierend, sodass ich das Rennen fortsetzen konnte. Nach der Hälfte der 69 Runden kämpfte ich mit den Bremsen, und gerade nach meinem Boxenstopp war es sehr schwer spät zu bremsen, sodass ich die Bremsbalance auf die Hinterachse legen musste. Generell war das Auto sehr gut ausbalanciert und sehr schnell. Es ist wirklich schade, dass wir heute keinerlei Punkte holen konnten."

Eddie Jordan, Teamchef: "Sowohl Jarno als auch Ricardo sind ein starkes und solides Rennen gefahren. Leider haben wir auf Grund der Probleme mit unserer Standfestigkeit Punkte verschenkt. Ricardos Leistung war sehr gut. Er hat tolle Arbeit geleistet und im ersten Teil des Rennens die stärkere Konkurrenz hinter sich gehalten. Bei Jarno gab es anscheinend ein Hydraulikproblem mit den Bremsen, da die Abnutzung und Temperatur der Bremsen soweit okay war. Wir müssen jetzt daran arbeiten diese Probleme ein für alle mal auszusortieren."

© 2001 F1Total.com

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps

1.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

1h34:31.522

1

2.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

+ 0:20.200

1

3.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

+ 0:40.600

1

4.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

+ 1:08.10

1

5.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

+ 1:10.400

1

6.

19

Pedro de la Rosa

Jaguar-Cosworth

Michelin

1 Runde

2

7.

11

Ricardo Zonta

Jordan-Honda

Bridgestone

1 Runde

1

8.

23

Luciano Burti

Prost-Acer

Michelin

1 Runde

1

9.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

3 Runden

2

10.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

4 Runden

2

11.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

6 Runden

2

Ausfälle:

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand Stopps Ausfallgrund

12.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

15 Runden

2

Motorschaden

13.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

31 Runden

3

Bremsprobleme

14.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

35 Runden

0

Kupplungsschaden

15.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

45 Runden

2

 

16.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

50 Runden

0

Unfall

17.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

50 Runden

0

Unfall

18.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

52 Runden

3

 

19.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

62 Runden

0

 

20.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

68 Runden

0

Unfall

21.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

68 Runden

0

Unfall

22.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

69 Runden

1

Unfall


09.06.: Qualifying - Trulli mit fabelhafter Leistung für Jordan

Nachdem das Jordan-Team am Samstag auf Heinz-Harald Frentzen verzichten musste, da der Mönchengladbacher nach seinem Unfall im Freien Training am Freitag entschieden hatte aus gesundheitlichen Gründen am Samstag und Sonntag nicht zu fahren, verblieb Jarno Trulli als einzige Speerspitze für Eddie Jordan im Rennen. Der Italiener benötigte für seine schnellste Runde in der Qualifikation 1:16.459 Minuten, was nur 0.677 Sekunden langsamer als die Bestzeit von Michael Schumacher war. Somit wird der 26-Jährige am Sonntag als Vierter starten. Frentzen-Ersatz Ricardo Zonta schlug sich in Anbetracht der Tatsache, dass er nur die beiden Freien Trainingssitzungen am Samstag Morgen zur Eingewöhnung hatte, ebenfalls gut. Der Brasilianer fuhr mit seiner Zeit von 1:17.328 Minuten auf den zwölften Startplatz.

Jarno Trulli erklärte nach der Qualifikation: "Ich bin wirklich sauer, denn die Marschalls haben mich einfach gestoppt. Das war nicht korrekt, denn die Qualifikation war ja noch nicht vorüber. Dadurch konnte ich zum Schluss keine gezeitete Runde mehr fahren. Ansonsten bin ich über den Verlauf der ersten Hälfte des Qualifyings zufrieden. Mein Auto war gut ausbalanciert und für den letzten Versuch hatten wir ein paar Veränderungen vorgenommen, welche das Auto noch einmal schneller machen sollten. Ich war sehr zuversichtlich, dass ich in meinem letzten Versuch in die erste Startreihe hätte fahren können, weshalb mich das Vorgefallene wirklich frustriert."

Jordan-Testfahrer Ricardo Zonta, der durch Frentzens Unfall von Freitag zu Samstag nach Montreal geflogen worden war, sagte: "Bedenkt man, dass ich nur wenig Zeit an diesem Wochenende hatte mich an das Auto und die Strecke zu gewöhnen, dann ist Startplatz 12 keine schlechte Leistung. Mit jeder gefahrenen Runde stieg mein Selbstvertrauen und meine Rundenzeiten fielen infolge dessen. Bei meinem letzten Versuch habe ich noch mehr Druck gemacht, leider in der ersten Kurve einen Fehler gehabt, sodass ich anschließend keine Chance mehr hatte meine Rundenzeit zu verbessern. Natürlich wäre es sehr schön gewesen weiter vorne zu stehen, aber ich denke, dass ich etwas zu vorsichtig vorgegangen bin, um so keine Fehler zu machen. Das Auto fühlt sich hier sehr gut an und scheint zur Strecke zu passen. Da mein Vertrauen steigt werde ich noch mehr aus mir und dem Auto am Sonntag herausholen. Ich denke, dass ich morgen eine gute Chance habe die Zielflagge zu sehen."

© 2001 F1Total.com

P. Fahrer Team (Reifen) Zeit Rd.
01.Michael Schumacher Ferrari (B) 1:15.78207
02Ralf Schumacher BMW.WilliamsF1 (M) 1:16.29709
03.David Coulthard McLaren-Mercedes (B) 1:16.42612
04.Jarno Trulli Jordan-Honda (B) 1:16.45911
05.Rubens Barrichello Ferrari (B) 1:16.76012
06.Olivier Panis BAR-Honda (B) 1:16.77111
07.Kimi Raikkonen Sauber-Petronas (B) 1:16.87512
08.Mika Hakkinen McLaren-Mercedes (B) 1:16.97912
09.Jacques Villeneuve BAR-Honda (B) 1:17.03512
10.Juan-Pablo Montoya BMW.WilliamsF1 (M) 1:17.12312
11.Nick Heidfeld Sauber-Petronas (B) 1:17.16511
12.Ricardo Zonta Jordan-Honda (B) 1:17.32812
13.Jos Verstappen Arrows-Asiatech (B) 1:17.90310
14.Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth (M) 1:18.01512
15.Eddie Irvine Jaguar-Cosworth (M) 1:18.01612
16Jean Alesi Prost-Acer (M) 1:18.17811
17.Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech (B) 1:18.57512
18.Giancarlo Fisichella Benetton-Renault (M) 1:18.62212
19.Luciano Burti Prost-Acer (M) 1:18.75312
20.Jenson Button Benetton-Renault (M) 1:19.03312
21.Fernando Alonso European Minardi (M) 1:19.45412
22.Tarso Marques European Minardi (M) 1:20.69012

09.06.: Frentzen: Eine schwere Entscheidung

Von wegen Attacke - ganz das Gegenteil ist angesagt: Ich habe mich entschlossen, beim Großen Preis von Kanada nicht an den Start zu gehen. Nach dem Crash gestern habe ich heute immer noch starke Kopfschmerzen und fühle mich schwindelig. So ist es für das Team, für Ricardo Zonta und für mich das beste, wenn ich heute erst gar nicht antrete und allen die Möglichkeit gebe, sich bestmöglich auf einen Ersatz-Einsatz mit Ricardo vorzubereiten.

Meine Entscheidung hat einen Hintergrund: Nach dem Tunnelunfall in Monaco von vor zwei Wochen hatte ich damals das gleiche Gefühl wie jetzt nach dem Unfall in Kanada. Damals dachte ich, es wäre kein Problem, trotz des Brummschädels bei den anschließenden Tests in Magny-Cours anzutrerten. Nach 17 Runden dort erwies sich das aber als großer Trugschluss - ich mußte die Tests abbrechen. Damals war das ohne Kompliktionen möglich - wäre ich heute jedoch angetreten und hätte vielleicht erst im Qualifying gemerkt, daß ich meinen körperlichen Zustand erneut falsch eingeschätzt hätte, hätte ich meinem Jordan-Team im morgigen Rennen die Hälfte ihres Auftrittes und ihrer Chancen geklaut.

Deswegen bin ich heute auf Nummer Sicher gegangen und habe - so schwer es mir auch fällt - von Anfang an auf meinen Einsatz verzichtet. Ich bin unheimlich enttäuscht. Für einen Rennfahrer gibt es kaum was schlimmeres, als nicht an den Start zu können. Was nun für den Rennsonntag bleibt, ist, Ricardo und meinem Team alle Daumen zu drücken.

© 2001 frentzen.de


09.06.: Eddie Jordan widerspricht Gerüchten in Sachen Honda

Während sich die Meldungen um die Wechsel der Fahrer für die Saison 2002 bis jetzt in Grenzen halten, so hat es in Sachen Spekulationen in den letzten Tagen und Wochen auf anderen Gebieten genug Diskussionsstoff gegeben. Zum einen gibt es da den nach wie vor aktuellen Fall Adrian Newey, zum anderen geht es um Hondas weitere Ambitionen in der Formel 1.

Den Japanern, in dieser Saison erstmalig Werksmotorenpartner von British American Racing und Jordan, wird nachgesagt, dass man in Zukunft nur noch eines der beiden Teams in den Genuss des eigenen Werksmotoren kommen lassen möchte. Dies soll damit zusammenhängen, dass man durch die Fokussierung auf einen Rennstall sich besser seinem eigenen Ziel, es mit den Motorenlieferanten anderer Teams aufnehmen zu können, widmen kann.

Während BAR-Teammanager Craig Pollock auf der FIA-Pressekonferenz vom Donnerstag erklärt hatte, dass man mit Honda auch einen Vertrag für die nächste Saison hätte, sagte der Schotte, dass er nicht wisse wie lange die Zusammenarbeit zwischen Jordan und Honda vereinbart worden sei, was natürlich die Gerüchteküche weiter anheizte.

Eddie Jordan erklärte angesprochen auf die tatsächliche Situation, dass er Meldungen, wonach Honda nur noch ein Team im nächsten Jahr versorgen wird, als reine Spekulationen der Medien ansehe: "Was diese Sache betrifft, so ist es wohl die Natur der Presse, die zu diesen ganzen Spekulationen geführt hat. Ich selbst bin mit der Zusammenarbeit zwischen meinem Team und Honda sehr zufrieden", so Jordan.

Weiterhin machte der Teamchef klar, dass man selbst eine langjährige Vereinbarung mit Honda im letzten Jahr eingegangen sei: "Wir sind jetzt erst im achten Rennen zusammen mit Honda als unserem Motorenpartner und ich kann nur bestätigen, dass wir damals einen langjährigen Vertrag eingegangen sind, auf dessen erfolgreiche Zusammenarbeit ich mich freue."

Geht es nach den im Umlauf befindlichen gegenteiligen Meldungen, dann wird sich Honda nach dem Großen Preis von Kanada wohl selbst zu den eigenen Plänen äußern. Üblicherweise wird allgemein jedoch so verfahren, dass man bei reinen Spekulationen diese umgehend dementiert, sodass wieder Ruhe und Normalität in das Arbeitsleben aller Beteiligten eintritt. Die Tatsache, dass dies bisher nicht geschehen ist, könnte also auch darauf hindeuten, dass sich die Japaner entgegen ihren Plänen vor einem guten Jahr nun plötzlich anders entschieden haben. Was wahr oder unwahr an den bisherigen Meldungen war, dürfte sich aber schon bald herausstellen.

© 2001 F1Total.com


09.06.: Nach Unfall: Frentzen verzichtet auf Start in Kanada

Heinz-Harald Frentzen fällt nach einem Trainingsunfalls am Freitag für den Rest des Wochenendes in Montreal aus. Der 34-jährige Formel-1-Pilot zog sich im 2. Freien Training am Freitag starke Kopfschmerzen zu und flog am Samstag von Montreal an seinen Wohnort Monaco zurück. "Ich bin enttäuscht, dass ich das Rennen an diesem Wochenende nicht fahren kann", sagte Frentzen. Der Rheinländer soll nach einer Pressemitteilung seines Teams vom Samstag in Monaco "wegen seiner Benommenheit und Kopfschmerzen" in einem Krankenhaus genau untersucht werden. Frentzen hofft darauf, beim nächsten WM-Lauf in zwei Wochen auf dem Nürburgring wieder starten zu können.

Jordan-Ersatzpilot Ricardo Zonta ersetzte Frentzen bereits im 3. Freien Training am Samstagmorgen. Der 25 Jahre alte Brasilianer bestritt 1999 und 2000 insgesamt 29 Grand Prix für das BAR-Team. "Es tut mir sehr Leid für Heinz. Ich hoffe, dass ich für ihn und Jordan gute Arbeit leisten kann", sagte Zonta. Frentzen wünschte seinem Vertreter viel Erfolg.

Frentzen hatte sich am Freitag in der letzten Minute des Freien Trainings gedreht und war dann heftig mit dem Heck in einen Reifenstapel eingeschlagen. Der Rheinländer konnte sich den Unfall nicht erklären. "Ich habe vor der dritten Kurve wahrscheinlich am Randstreifen mit den Reifen Gras aufgesammelt."

Der dreimalige Grand-Prix-Sieger hatte bereits vor 13 Tagen beim Großen Preis von Monaco einen heftigen Unfall. Im Tunnel war er mit seinem Jordan-Honda bei über 250 km/h in die Leitplanken gerutscht. Wegen starker Kopfschmerzen musste Frentzen eine Woche später Testfahrten in Magny- Cours nach nur elf Runden abbrechen. Auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal war er vor zwei Jahren beim Rennen in der gleichen Kurve ebenfalls in die Barriere geprallt, nachdem eine Bremsscheibe am Jordan explodiert war.

© 2001 F1Total.com


09.06.: Jordan: Solange spioniert wird bleiben die Fans außen vor

Die von Bobby Rahal (Jaguar Racing) und Craig Pollock (British American Racing) geäußerte Kritik am Donnerstag, dass man den für die Formel-1-Fans zu den Boxen freien Zutritt am Mittwoch komplett gestrichen hat und beide befürchten, dass die Königsklasse sich immer mehr von ihren Fans durch das Abschotten entferne, hat nun eine interessante Reaktion seitens Eddie Jordan, dem Teamchef des Jordan-Teams hervorgerufen.

Während der Engländer seinen Kollegen beipflichtete, dass man mehr für die Fans tun müsse, forderte er die Konkurrenz auf die in der Formel 1 anscheinend auf der Tagesordnung stehenden Spionageversuche zu unterlassen.

"Ich habe beobachtet, wie jemand eine digitale Kopie einer Aufzeichnung eines Ingenieurs, während dieser daran arbeitete, aus dem Paddock Club von oben herab gemacht hat. Man sollte nicht meinen, dass ich mir das ausgedacht habe, denn es ist leider eine Tatsache. Spioniert wird im Krieg und in der Formel 1, soviel steht fest", sagt Jordan, der noch bemerkte, dass das gesamte Setup des Autos so für fremde Augen ersichtlich würde.

Wie auch Rahal und Pollock, so möchte Jordan gerne den Fans wieder mehr Einblicke in die Arbeit eines Formel-1-Teams geben, allerdings nur, wenn die Teams sich untereinander in Sachen Spionage auf einen "Waffenstillstand" einigen können, wie er sagt.

Das Problem sieht Jordan vor allem auch in den vielen Fotografen, die teils geradezu versessen von einigen Autos oder bestimmten Bereichen der Boliden Fotos schießen: "Solange die Fotografen tun können was sie derzeit machen, wir also keine Kontrolle haben, wird ganz einfach durch das Fotografieren spioniert. Wir alle wenden viel Zeit und Geld dafür auf, um das Auto schneller zu machen, um unserer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein, aber am Ende sind die Bemühungen durch die Fotos innerhalb von 2 Sekunden praktisch bei jedem Formel-1-Team und die Arbeit war umsonst."

Frank Williams schloss sich Eddie Jordan an und erklärte, dass man heutzutage gut und gerne eine halbe Million britische Pfund investieren müsse, um ein Zehntel an Geschwindigkeit zu finden. Wie dieses Geld dann praktisch die Boxengasse entlang wandert sei nicht sehr schön mit anzusehen, meinte der Teamchef von BMW-Williams.

© 2001 F1Total.com


08.06.: Gemischter Auftakt für das Jordan-Honda-Team

Für das Jordan-Honda-Team verlief der Auftakt zum Rennwochenende des Großen Preises von Kanada gemischt. Jarno Trulli kam mit einer Zeit von 1:18.990 Minuten auf Platz 8, während sein deutscher Teamkollege, Heinz-Harald Frentzen, für seine schnellste Runde mit 1:19.057 Minuten nur geringfügig länger für eine Runde auf dem Circuit Gilles Villeneuve gebraucht hatte. Nach seinem Rennunfall in Monaco vor zwei Wochen, war für Frentzen das zweite Freie Training in Kanada nach einem Unfall an derselben Stelle, wo er schon 1999 im Rennen Bremsprobleme gehabt hatte, frühzeitig zuende.

Jarno Trulli erklärte nach der zweiten Trainingssitzung: "Wir haben heute einiges gelernt, wenngleich wir noch nicht das richtige Setup für das Rennen gefunden haben. Momentan bereiten uns die Reifen ein paar Probleme. In der Qualifikation sollten wir ganz weit vorne dabei sein, jedoch was das Rennen betrifft, so habe ich da Befürchtungen, dass es ziemlich hart werden dürfte. Wir haben den Tag über versucht unsere Probleme herauszuarbeiten, morgen werden wir ja sehen, ob uns dies gelungen ist. Unser Hauptaugenmerk galt heute ganz eindeutig der Vorbereitung auf das Rennen. Heute gab es keinerlei technische Probleme und auch die Bremsen, die man auf diesem Kurs immer im Auge behalten muss, scheinen okay zu sein."

Für Heinz-Harald Frentzen hatte das zweite Freie Training nach einem Unfall an der Stelle, wo er 1999 im Rennen auf spektakuläre Weise in die Mauer gekracht war, ein frühes Ende. Der 34-Jährige erklärte wie es zum erneuten Unfall kam: "Ich hatte das Gefühl, dass in der Bremszone Schmutz und Dreck lag, den wahrscheinlich jemand vor mir durch seinen Ausritt abseits der Strecke auf die Piste gebracht hat. Ich war nicht besonders schnell unterwegs, noch habe ich stark abgebremst, aber es hat gereicht, sodass ich mich mit dem Heck voran von der Strecke drehte. Bis dahin war eigentlich alles ganz gut gelaufen. Wir hatten an der Abstimmung für das Rennen gearbeitet und Fortschritte mit der Balance meines Autos gemacht. Dann hatte ich den Unfall. Obwohl ich ziemlich stark eingeschlagen bin fehlt mir aber nichts."

© 2001 F1Total.com


05.06.: Verbesserung der Logistik

BilderJordan hat das Unmögliche möglich gemacht. Sie haben Ausrüstung mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen in nur 59 Container verpackte. In der Vergangenheit wurden dazu 84 benötigt. Dies war durch die Entwicklung neuer Container möglich. Sie wurde von dem Logistikspezialisten Danzas, einer Tochtergesellschaft des größten Sponsors des Teams, Deutsche Post, wissenschaftlich entwickelt.

Danzas hat mit dem Cheflogistiker von Jordan, Gerard O'Reilly, eng zusammen gearbeitet. Das Ergebnis ist ein neuer Transporter, auf den sieben speziell geformte und den Raum gut nutzende Paletten in Form eines dreidimensionalen Puzzles gestapelt werden können. Durch die neue Konstruktion wird der vorhandene Platz besser genutzt. Dies trifft nicht nur für den Transport zum kanadischen Grand Prix zu. Es wird auch der vorhandene Platz in den Garagen der Rennstrecke Gilles Villeneuve besser ausgenutzt werden.

Zwei Paletten haben den Spitznamen Iglu. Während des Transports befinden sich in ihnen die Ersatzteile für die drei EJ11 Rennautos. An Ort und Stelle angekommen werden sie in ein Büro und einen Arbeitsraum verwandelt. Das Büro wird der Arbeitsplatz des Teammanagers, des Chefmechanikers sowie des Ersatzteilverwalters sein. In dem anderen sind die Getriebe- und Hydraulikmechaniker untergebracht. Es ist auch Platz für die Motormechaniker vorhanden.

"Da die Container gestapelt werden können, sollte die Aufstellung, das Einpacken und der Transport der Ausrüstung zu den Rennen effizienter ausgeführt werden können," sagte O'Reilly. "Die Paletten sind einfach zu entladen. Sie sind an die runde Form der Flugzeuge perfekt angepasst und nutzen den Raum optimal aus. Daher ist es recht unwahrscheinlich, dass unsere Ausrüstung beschädigt wird."

Sieben Boeing 747 Flugzeuge transportieren die Ausrüstung der Formel 1 Teams von verschiedenen europäischen Flughäfen zu den außerhalb von Europa stattfindenden Rennen. Dabei Zeit zu sparen, und den zur Verfügung stehenden Raum optimal auszunutzen, ist für einen reibungslosen Ablauf sehr wichtig.

© 2001 formula1.com


04.06.: Jordan: Jarno Trulli wird ein Top-Fahrer

Teamchef Eddie Jordan hat bereits vor Wochen angekündigt, dass er auch in der nächsten Saison gerne mit Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen weiterfahren möchte. Der Ire gilt nicht nur als großer Heinz-Harald-Frentzen-Fan, der Geschäftsmann ist mittlerweile auch ein großer Bewunderer von Jarno Trulli geworden, der einer jener Fahrer ist, der seine Zeit braucht, um zu einem Top-Fahrer zu "reifen".

Seit 1996 ist der Italiener nun in der Formel 1 und setzt in seinem zweiten Jahr bei Jordan Teamkollege Heinz-Harald Frentzen insbesondere im Qualifying enorm unter Druck. In sechs von sieben Rennen ging der 26-Jährige in diesem Jahr bereits schon vor dem Vizeweltmeister von 1997 ins Rennen. Im Rennen scheint Frentzen jedoch der konstantere Fahrer zu sein, Trulli muss noch an sich arbeiten, dass er nicht nur über eine Runde hinweg schnell ist, sondern im Rennen auch über mehrere Runden lang konstant gute Zeiten fahren kann.

Auch Eddie Jordan weiß, dass sich Trulli noch entwickeln muss - oder positiver ausgedrückt - im Römer noch viel Potenzial steckt, wie er dem 'F1Racing'-Magazin verrät: "Ich denke, dass sich Jarno zu einem Top-Fahrer entwickeln wird. Wir müssen ihm aber dabei helfen, dass er im Rennen auf einem konstanteren Level fährt. Mein Ziel ist es, ihn in einen mental sehr starken und zuversichtlichen Fahrer zu verwandeln. Das beinhaltet einen Aufbauprozess, den ich nicht leisten kann, wenn irgendwelche Leute uns dabei eine Grube schaufeln."

Mit seinen zwei Fahrern zeigt sich Eddie Jordan immer noch sehr zufrieden, auch wenn es bei Heinz-Harald Frentzen derzeit nicht so gut läuft, was aber eher einer Verkettung unglücklicher Umstände zu "verdanken" ist als mangelnder Leistung des Deutschen: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich es jemals so genossen habe, mit zwei Fahrern zusammenzuarbeiten wie mit meinen beiden jetzigen Piloten. Jarno lernt von Heinz und sie kommen sehr gut miteinander aus, aber sie pushen sich beide nach vorne und wollen mehr erreichen. Jarno hat definitiv diesen berühmten Killer-Instinkt."

© 2001 F1Total.com


04.06.: Jordan-Honda in Kanada konkurrenzfähig?

Bisher konnte Jordan-Honda nicht die Ziele umsetzen, die man sich im Winter gesetzt hat. Ein Herausforderer der Top-Teams sind die Gelben jedenfalls nicht. Auch in Sachen Zuverlässigkeit hat das Team von Eddie Jordan seine Hausaufgaben noch nicht gemacht. In der vergangenen Woche testeten Jarno Trulli und Ricardo Zonta in Magny-Cours, um den EJ11 weiter zu verbessern. Heinz-Harald Frentzen wurde nach körperlichen Problemen wieder nach Hause geschickt, die noch von seinem heftigen Unfall in Monaco herrühren. Der Start des Mönchengladbachers in Montreal ist allerdings nicht gefährdet, bei Untersuchungen konnten Ärzte keine Verletzungen diagnostizieren.

Heinz-Harald Frentzen freut sich bereits auf das achte Rennen der Formel-1-Saison 2001: "Ich freue mich immer auf Montreal, denn ich mag dieses Stadt sehr, da dort eine fantastische Atmosphäre herrscht. Die Strecke hat enge Kurven und ist auf Grund ihres Charakters eines Stadtkurses an einigen Stellen Monaco nicht unähnlich. Da die Strecke so schnell ist, sind die Kurven für die Bremsen sehr hart und die letzte Schikane kann sehr heikel sein, weil im Ausgang direkt eine Mauer steht, so dass man sehr vorsichtig sein muss."

Teamkollege Jarno Trulli schätzt den kanadischen Kurs ebenfalls: "Kanada ist eine sehr schnelle Strecke, die ich sehr gerne mag. Unsere Autos sind dort immer sehr gut, aus diesem Grund hoffe ich, dass wir ein besseres Ergebnis herausfahren werden als zuletzt, denn der EJ11 ist wirklich ein sehr gutes Paket. Es ist besonders wichtig, dass man ein gut ausbalanciertes Auto hat, weil der Kurs zu den Bremsen sehr hart ist."

© 2001 F1Total.com


02.06.: Frentzen fit zur Teilnahme am Großen Preis von Kanada

Nach seinem Unfall während des Großen Preises von Monaco im Tunnel des Fürstentums, fühlte sich Jordan-Pilot Heinz-Harald Frentzen ziemlich von der Heftigkeit des Unfalls benommen und unwohl. Am Mittwoch wollte der Mönchengladbacher an den Vorbereitungen seines Teams auf das Rennen in Kanada teilnehmen, musste aber schon nach wenigen Runden einsehen, dass der Unfall in Monaco immer noch seine Nachwirkungen hatte. So klagte Frentzen über Unwohlsein und brach die Tests vorzeitig. Für ihn sprang anschließend Jordan Testpilot Ricardo Zonta ein. Um für den Großen Preis von Kanada in einer Woche fit zu sein, soll der Doktor Frentzen Bettruhe verschrieben haben, wurde bekannt. Seine Teilnahme am kommenden Rennen steht aber außer Frage.

© 2001 F1Total.com


31.05.: Magny Cours: Zeiten vom Donnerstag
Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
M Gene Williams BMW FW23 M 1:14.38394
M Schumacher Ferrari Ferrari F2001 B 1:14.47795
D Coulthard McLaren Mercedes MP4/16 B 1:14.53898
O Panis BAR Honda 003B 1:14.68077
J Trulli Jordan Honda EJ11 B 1:14.80658
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:15.12791
R Zonta Jordan Honda EJ11 B 1:15.12978
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:15.37673
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:15.76377
J Button Benetton Renault B201 M 1:15.96251
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:16.12187
L Burti Prost Acer AP04 M 1:16.26676
P Lemarie BAR Honda 003B 1:16.60352
A Lotterer Jaguar Cosworth R2 M 1:17.08962

30.05.: Honda: Gerüchte um Trennung von einem Team aufgefrischt

In Monaco verdichteten sich die Gerüchte, wonach sich Honda Ende der Saison von BAR oder Jordan trennen wird. Angeblich wollen sich die Japaner von Jordan trennen, um sich ausschließlich auf BAR zu konzentrieren, wo man sich auch beim Bau des Chassis stark macht und die Möglichkeit gegeben wäre, das Team bei Bedarf zu übernehmen. Es wäre aber mehr als seltsam, würde sich Honda bereits nach einem Jahr der Kooperation von Jordan trennen - dann hätte man es gleich bleiben lassen können. Außerdem verfügt Jordan mit Honda über einem mehrjährigen Vertrag.

© 2001 F1Total.com


30.05.: Magny Cours: Zeiten vom Mittwoch
Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:15.214062
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:15.387082
M Schumacher Ferrari Ferrari F2001 B 1:15.508075
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:15.550058
O Panis BAR Honda 003B 1:15.674082
D Coulthard McLaren Mercedes MP4/16 B 1:15.735032
H Frentzen Jordan Honda EJ11 B 1:15.773038
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:15.966078
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:16.002062
J Trulli Jordan Honda EJ11 B 1:16.406100
L Burti Prost Acer AP04 M 1:16.772056
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:16.925059
J Button Benetton Renault B201 M 1:17.026050
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:17.346034

30.05.: Magny Cours: Zeiten vom Dienstag
Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:15.10856
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:15.36689
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:15.44177
R Barrichello Ferrari Ferrari F2001 B 1:15.44878
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:15.58542
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:16.38854
J Trulli Jordan Honda EJ11-02 B 1:16.52075
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:16.56744
M Schumacher Ferrari Ferrari F2001 B 1:16.68107
J Button Benetton Renault B201 M 1:16.88025
P Lemarie BAR Honda 003B 1:16.89156
L Burti Prost Acer AP04 M 1:16.99543
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:17.01052
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:17.21745

28.05.: Jordan-Honda-Rennbericht Monaco

Mit null Punkten reist das Team von Eddie Jordan aus Monaco ab, dabei hatte man letztes Jahr schon eine tolle Chance verpasst und lag dieses Mal erneut wieder aussichtsreich in den Punkterängen. Während Jarno Trulli mit Motorschaden ausschied, kam für Heinz-Harald Frentzen auf Platz 7 liegend im Tunnel von Monaco nach einer spektakulären Berührung mit der Leitplanke das Aus.

Jarno Trulli erklärte das Rennen bis zu seinem Ausfall wie folgt: "Ich bin total enttäuscht, denn nach einem guten Start und einem problemfreien ersten Rennabschnitt bekam ich plötzlich Probleme mit dem Heck meines Autos. Dann stoppte ich in der 'Rascasse'-Kurve in Runde 50 mit aus dem Heck tretenden Flammen. Ich bin nicht sicher ob es ein Hydraulikschaden war, aber es scheint so, denn fünf, sechs Runden vor meinem Ausfall schwankte der Druck und das Handling wurde immer schlechter. Bis zu meinem Ausfall hatte sich das Auto ziemlich gut angefühlt und ich war bedacht, Reifen zu sparen, weshalb ich auch nicht am Limit fuhr. Monte Carlo ist ganz offensichtlich eine Strecke, die es einfach nicht gut mit mir meint. Dieser Ausfall ist so frustrierend, denn wir schauten ja lange Zeit sehr konkurrenzfähig aus. Es muss uns jetzt einfach mal wieder gelingen, mehr Rennen zu Ende fahren zu können."

Heinz-Harald Frentzen fühlte sich nach seinem heftigen Unfall noch nicht ganz wohl und sagte zur Unfallursache: "Beim Start lief heute alles gut, denn ich startete ja auch manuell. Obwohl ich keinen anderen Fahrer überholen konnte hatte ich ein solides Rennen vor mir. Das Handling und die Balance meines Autos stimmten jedenfalls. Ich lag an siebter Stelle und war gerade dabei, Jean Alesi zu jagen, als ich im Tunnel auf einmal an die Leitplanken schlug. Ich weiß nicht genau, wie es dazu gekommen ist und kann nur sagen, dass ich in der Kurve ein wenig Untersteuern hatte, bevor ich dann schon an den Leitplanken entlang rutschte und erst kurz vor der Schikane zum stehen kam. Der Einschlag war ziemlich hart, sodass ich mit meinem Kopf gegen das Cockpit schlug. Startplatz 13 war heute wirklich ein Unglücksbringer."

Trevor Foster, Managing Direktor: "Wie das heutige Rennen gezeigt hat, so war es ziemlich leicht, ein paar Punkte zu holen. Man musste einfach nur bis zum Ende durchhalten, was uns leider nicht geglückt ist. Bis wir die Autos zurück haben und eine Analyse durchführen konnten lässt sich schlecht etwas über die Ausfallgründe sagen. Heinz hat ganz offensichtlich die Leitplanke berührt, den Grund dafür müssen wir aber noch herausfinden. Bei Jarno sah es so aus, als ob sich Schmierstoffe entzündet hätten, eventuell Motorenöl oder Hydraulikflüssigkeit."

Eddie Jordan, Teamchef: "Traurigerweise war das kein gutes Wochenende für Jordan. Wir müssen nun Österreich und Monaco vergessen und beginnen, in die Form zurückzukehren, die es uns in den ersten fünf Rennen dieser Saison ermöglichte Punkte zu sammeln."

© 2001 F1Total.com


28.05.: Trulli zum Vorsitzenden der Fahrervereinigung gewählt

Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli ist am Donnerstag zum neuen Vorsitzenden der Fahrervereinigung GPDA (Grand Prix Drivers' Association) gewählt worden. Der Italiener vertritt dabei neben den anderen zwei Vorsitzenden Michael Schumacher und David Coulthard die Formel-1-Fahrer in Sicherheitsbelangen und ersetzt damit Alexander Wurz, der in diesem Jahr nicht aktiv in der Formel 1 fährt, sondern Testfahrer bei McLaren-Mercedes ist.

Gegründet wurde die GPDA vor 40 Jahren in Monte Carlo, damals versuchten die Fahrer, die Sicherheit ihres Sports zu verbessern. Im Laufe der Jahre versandete die GPDA und wurde erst wieder ins Leben gerufen, als 1994 Roland Ratzenberger und Ayrton Senna ums Leben kamen. Seitdem arbeitet die Fahrervereinigung eng mit dem Motorsportweltverband FIA zusammen, um die Sicherheit aller Beteiligten in der Formel 1 zu verbessern.

© 2001 F1Total.com


23.05.: "Fitnessfan" Trulli wieder die Überraschung von Monaco?

Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli nahm bisher vier Mal am Großen Preis von Monaco teil. 1997 bestritt er das Rennen im Fürstentum für Minardi-Hart und qualifizierte sich als Achtzehnter. Das Rennen war dann aber bereits nach einem Dreher in Runde 18 für den Italiener frühzeitig zuende. 1998 stellte der heute 26-Jährige seinen Prost in Startreihe 5 auf den zehnten Platz, musste im Rennen aber nach einem Getriebeschaden aufgeben. 1999 qualifizierte sich Trulli in seinem Prost auf Startplatz sieben und sah nach 78 anstrengenden Runden als Siebter die schwarz-weiß-karierte Flagge. Im letzten Jahr überraschte er dann in der Qualifikation, als er seinen Jordan-Mugen-Honda vom Typ EJ10 auf Startplatz 2 stellte. Im Rennen konnte er aber nicht von seinem guten Startplatz profitieren, da ihn ein Getriebeschaden in der zwölften Runden schon ziemlich früh aller Chancen beraubte.

Nun, wenige Tage vor dem Großen Preis von Monaco, möchte Trulli am liebsten durch eine gute Leistung das Drama vom A1-Ring, wo man ihn disqualifiziert hatte, vergessen machen. In einem Interview mit dem Magazin 'Autosport' erklärte der 26-Jährige, dass durch den Einsatz der Traktionskontrolle auch das Fahren im Fürstentum nun etwas leichter würde.

Seine Vorjahresperformance noch vor Augen, wollte sich der Italiener, der in diesem Jahr bereits 7 WM-Punkte für sich verbuchen kann, jedoch selbst keinem Druck aussetzen lassen und sagte: "Nun, wir werden sehen wie es läuft. Man kann nicht einfach nach Monaco gehen und sagen, man würde ein gutes Rennen fahren. Schließlich fährt man haarscharf an den vielen Leitplanken vorbei und dann gibt es da immer noch die Zuverlässigkeit des Autos, die natürlich auch mitspielen muss. Es wird auf jeden Fall sehr interessant werden, aber wir müssen erst einmal abwarten, ob unser diesjähriges Auto genauso gut unterwegs ist, wie es das letztes Jahr der Fall war."

Den Fahrern verlangt Monte Carlo eine gewaltige Portion Mut und noch viel mehr an Konzentration ab. Im 22-köpfigen Fahrerfeld zählt Jarno Trulli zu der Art von Piloten, die sich selbst einem intensivem Fitnessprogramm unterwerfen, während andere dazu gezwungen werden müssen. Letztes Jahr nahm er am Marathon in New York teil, und wenngleich er diese Erfahrung nicht bereut, wird er dieses Jahr nicht wieder daran teilnehmen: "Ich halte mich durch das Laufen in Form. Es ist ziemlich gut für meine Ausdauer, was mir im Cockpit wiederum zugute kommt. Natürlich kann man bei all den Veranstaltungen und Testfahrten heute kaum noch feste Trainingszeiten einplanen, aber wann immer mir möglich, trainiere ich so viel ich kann. Ich bin sehr diszipliniert und gönne mir nie eine Woche Pause", so der in Monaco lebende Italiener abschließend, der seinem ersten Sieg entgegenstrebt.

© 2001 F1Total.com


22.05.: Hondas Vorschau auf Monaco

Der Strassenkurs von Monaco unterscheidet sich wesentlich von den anderen Pisten im WM-Kalender, doch Honda-Power wird auch hier von Bedeutung sein. Alle Teams bereiten sich besonders intensiv auf den wohl berühmtesten Grand Prix der Formel 1-WM vor. Honda macht da als Motorenpartner von Benson & Hedges-Jordan-Honda und Lucky Strike-BAR-Honda keine Ausnahme.

Ansprechverhalten, sparsamer Umgang mit dem Treibstoffvorrat und die Traktionskontrolle werden auf dem engen Strassenparcours des Fürstentums eine wesentliche Rolle spielen und Gegenstand der entsprechenden Massnahmen eines jeden Motorenherstellers sein. Nelson Piquet, einst F1-Weltmeister auf Honda, verglich dieses Rennen einmal mit dem Gefühl "eine Motocrossmaschine durchs Schlafzimmer zu wuchten."

Der widerspenstige Charakter dieser 3.3 Km langen Strecke, auf der je nach Passage Geschwindigkeiten zwischen 40 und 290 Km/h gefahren werden, stellt altbekannte Anforderungen an die Triebwerke in Sachen Leistungsenfaltung, Ansprechverhalten und Spritkonsum. Das Ansprechverhalten ist die effektivste Art und Weise die Power eines Triebwerks auch tatsächlich auf die Strasse zu bringen, und zwar über ein möglichst breites Drehzahlband hinweg. Die schiere PS-Leistung eines Motors hat keinen Einfluss auf die Art der Leistungsenfaltung - und auch umgekehrt nicht - da die Höchstleistung stets im obersten Drehzahlbereich erzielt wird.

Monaco ist dennoch eine sogenannte "Motorenstrecke", denn mit der Beanspruchung in einer Drehzahlbandbreite zwischen 5.000 und über 17.000 U/min wird Qualität der Leistungsentfaltung und somit der gute Fahrbarkeit gefordert, denn hier wird vergleichsweise kürzer als auf anderen Strecken am Drehzahllimit gefahren.

Jeder Motorenhersteller strebt nach einem möglichst verbrauchsgünstigen Aggregat. Das direkte Resultat hieraus ist verringerter Spritkonsum, was auf der winkeligen Streckenführung von Monaco mehrere Vorteile mit sich bringt. Je weiter ein Fahrzeug mit der am Start getankten Spritmenge kommt, umso flexibler kann die Boxenstoppstrategie während dem Rennen gestaltet werden. Die typische Streckenführung sowie die Ausgangslage mit voller Spritladung flotter fahren zu können, bieten Fahrern und Teams eine grösser Zeitspanne für die Entscheidungsfindung, wann der erste Stopp am vorteilhaftesten einzulegen ist. Von grossem Vorteil etwa, wenn einem Fahrer durch ein Konvoi von Nachzüglern Zeiteinbussen drohen. In Monaco ohnehin keine Seltenheit. Auch im Qualifying bietet ein verbrauchsarmes Triebwerk seine Vorteile, denn einem Erfolg im Rennen geht meist eine im Abschlusstraining errungene, vordere Startposition voraus. Überholversuche im Rennen sind nämlich eher zum scheitern verurteilt.

Traktionskontrollen werden am kommenden Wochenende zum dritten Mal in dieser Saison im Einsatz sein und besonders in Monaco werden sie von entscheidender Bedeutung sein, ist der Bedarf nach maximaler Traktion und optimaler Beschleunigung aus engen Haarnadeln hier doch besonders gross. Honda arbeitet nach wie vor an der Verfeinerung der verfügbaren Technologien, wie dia meisten anderen Teams auch. Das Ziel heisst: Während dem elektronischen Eingreifen der Fahrhilfen möglichst wenig Leistung einzubüssen, sowie ein besseres Ansprechen auf abbauende Spritladungen und zunehmenden Reifenverschleiss.

Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli, derzeit in der Formel 1-WM der bestplazierte Fahrer des Honda-Quartetts, ging im Vorjahr aus der ersten Startreihe ins Rennen, nach einer feinen Quali-Vorstellung mit seinem Jordan-Mugen-Honda und Platz zwei im Abschlusstraining. An dieser Leistung wird der Italiener ohne Zweifel versuchen in Monaco anzuknüpfen, insbesondere nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Grossen Preis von Österreich. Olivier Panis, der mit seinem fünften Platz am A1-Ring zwei WM-Zähler errang, hat schon einen Sieg beim Monaco Grand Prix in seinem Lebenslauf stehen und wird sich an der Stätte seinen Triumphes des Jahres 1996 recht heimisch fühlen. Übrigens vertraute auch der Franzose bei seiner Siegesfahrt auf Mugen Honda-Power.

© 2001 hondaf1.com


21.05.: Pollock will mit Jordan am gleichen Strang ziehen

Wann immer ein Motorenlieferant zwei Teams mit demselben Aggregat versorgt hat und diese Teams auch in der Weltmeisterschaft so konkurrenzfähig sind, dass man um Punkteränge und Plätze auf dem Podium kämpfen kann, sind bislang Probleme zwischen allen Beteiligten vorprogrammiert gewesen. BAR-Team-Manager Craig Pollock, dessen Team genauso wie Eddie Jordans Rennstall vom japanischen Automobilkonzern Honda in der Formel 1 mit Werksmotoren ausgestattet wird, setzt aber auf Zusammenarbeit zwischen BAR und Jordan. Pollock lässt zwar keine Zweifel aufkommen, dass er nicht alles versucht, um das Jordan-Team auf der Strecke zu besiegen, aber für den Kanadier gibt es auch gute Gründe mit der "Konkurrenz" zusammenzuarbeiten.

Der Grund hierfür ist einfach: Sowohl BAR als auch Jordan befinden sich auf dem Sprung, an die Leistungen der Top-Teams anzuschließen. Während man auf der Chassis-Seite große Anstrengungen unternimmt, jedes Zehntel zu finden, und jeweils eine gute und schnelle Fahrerpaarung verpflichtet hat, sind es aber auch Komponenten wie die Reifen und der Motor, denen eine entscheidende Bedeutung zukommt.

Die in den letzten Wochen diskutierte Situation, Honda könnte sich 2002 womöglich nur noch auf eines der Teams konzentrieren, entkräftet Pollock: "Sowohl BAR als auch Jordan haben gute Chancen, im nächsten Jahr mit Honda-Power unterwegs zu sein. setzen wir exakt den gleichen Motor ein. Mit dieser Situation müssen wir und Jordan klarkommen. Gemeinsam sollten wir Honda dazu anspornen, weitere Fortschritte mit dem Motor zu machen", fordert Pollock, dessen Team in der Konstrukteurswertung derzeit vier Punkte hinter Jordan liegt.

Zwar hätte der Kanadier die Motoren lieber exklusiv für sich allein, aber aus diesen Träumen dürfte wohl vorerst nichts werden. Zumindest solange nicht, bis Honda das Gegenteil offiziell verkündet.

In der heutigen Formel 1 einen leistungsstarken und konkurrenzfähigen Motor zu haben ist aber das A und O, um erfolgreich sein zu können. British American Racing sieht Pollock gegenüber Jordan Grand Prix im Vorteil, wie der Manager von Jacques Villeneuve gegenüber der englischen Presse verrät: "Wenn sich Honda entscheidet, mit zwei Teams weiterhin zu operieren und wir eines dieser Teams sind, dann wären wir sehr glücklich. Wenn Sie sich nur noch für ein Team entscheiden wollen, dann möchten wir natürlich, dass ihre Entscheidung zu unseren Gunsten ausfällt. Im Gegensatz zu Jordan, die meines Wissens nach in ihrer Fabrik keine Angestellten von Honda haben, arbeiten bei uns in Brackley Hondas Leute, helfen uns und lernen darüber hinaus einige wichtige Dinge über den Sport."

© 2001 F1Total.com


19.05.: Valencia: Zeiten vom Freitag
Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
J Villeneuve BAR Honda 03B 1:13.1375
J Trulli Jordan Honda EJ11-02 B 1:13.1580
K Raikkonen Sauber Petronas C20 B 1:13.1957
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:13.4696
O Panis BAR Honda 03B 1:14.1260
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:14.1374
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:14.5567
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:14.6751
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:14.7857
J Alesi Prost Acer AP04 M 1:14.8263
M Gene Williams BMW FW23 M 1:14.8683
A Lotterer Jaguar Cosworth R2 M 1:15.7385

18.05.: Auch Trulli plant ohne Launch-Control

Nachdem Jordan-Honda-Pilot Heinz-Harald Frentzen angekündigt hat, er werde in Monaco vermutlich lieber ohne die Launch-Control starten, um "für ein paar Sekunden kein ganzes Rennen zu riskieren", hat nun auch Teamkollege Jarno Trulli erklärt, er könnte eventuell auf den Einsatz der Starthilfe verzichten, nachdem ihm die neue Technik in Österreich einen Streich gespielt hatte: "Es war das erste Mal, dass ich jemals in der Startaufstellung stehen geblieben bin und ich werde dieses System kein weiteres Mal einsetzen. Ich habe mich nicht wohl gefühlt, so in der Startaufstellung zu stehen. Was die anderen machen, weiß ich nicht, aber es wird sehr gefährlich werden, wenn einer auf der Startaufstellung von Monaco stehen bleibt."

© 2001 F1Total.com


17.05.: Valencia: Zeiten vom dritten Testtag (Do)
Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
D Coulthard McLaren Mercedes MP4/16 B 1:12.7486
D Turner McLaren Mercedes MP4/16 B 1:12.8755
H Frentzen Jordan Honda EJ11 B 1:14.1367
J Villeneuve BAR Honda 03B 1:14.2373
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:14.3539
K Raikkonen Sauber Petronas C20 B 1:14.7380
O Panis BAR Honda 03B 1:14.7780
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:14.7877
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:14.7958
J Trulli Jordan Honda EJ11 B 1:14.8468
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:15.0666
J Alesi Prost Acer AP04 M 1:15.0962
M Gene Williams BMW FW23 M 1:15.3680
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:15.7077

17.05.: Eddie Jordan verrät: Honda musste umdenken

Seit dem Großen Preis von Spanien war der Einsatz der Traktionskontrolle und Starthilfesysteme wieder von der FIA offiziell erlaubt worden. Während sich einige Fahrer & Teams gegen die Rückkehr dieser Systeme zu Beginn des Jahres ausgesprochen hatten, andere hingegen argumentierten, damit würde wieder die Chancengleichheit in der Formel 1 gewährleistet, ist in zumindest in Sachen Schummeleien auf dem elektronischen Weg Ruhe eingekehrt. Trotz zig Tausender Testkilometer kämpfen aber alle Teams nach wie vor mit den Tücken der neuen Systeme.

Eddie Jordan, dessen Team von Honda mit Motoren ausgestattet wird, verriet kürzlich, dass die Japaner nach der Einführung der Traktionskontrolle ihre Aufmerksamkeit nun verstärkt auf die Anpassung des Motors an die neuen Systeme richten. "Der Honda-Motor ist in Sachen Fahrbarkeit ein gutes Aggregat, aber seit Rückkehr der Traktionskontrolle konnten wir daraus keinen Vorteil mehr ziehen. Honda hat deshalb ein Auge darauf geworfen, sodass wir schon bald über eine höhere Endgeschwindigkeit verfügen", hofft Jordan, dass man den Anschluss an die derzeit an der Spitze fahrenden Teams wieder schließen kann.

Wird die Reaktion eines Motors - schnelles Beschleunigen oder hohe Endgeschwindigkeit - ohnehin durch das Motormapping und zahlreiche Parameter festgelegt, müssen diese in Zusammenspiel mit den sensiblen Systemen, die die Traktionskontrolle und Starthilfesystem (Launch-control) darstellen, nun optimiert werden. Tut man das nicht oder nicht optimal, geht es den Teams so wie dem Jordan-Team in Österreich - zum Start sieht man ziemlich blöd aus und kommt nicht mal mehr von der Stelle. So ging es zumindest Jarno Trulli, dessen Motorumdrehungen in Augen der Traktionskontrolle zu niedrig waren, dass diese einfach den Motor abstellte.

Waren es in der Vergangenheit vor allem Standfestigkeitsprobleme, eine gebrochene Aufhängung hier, eine geplatzter Motor dort, ist es nun einfach die viel komplexer gewordene Elektronik, die den Teams einen Strich durch die Rechnung macht. Jordan ist in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind, hatte man doch in der Vorsaison so seine lieben Probleme mit der Zuverlässigkeit des EJ10 und später des EJ10B. Über das vergangene Jahr und den Winter hat man diese Art von Problemen aber aussortiert, sodass Eddie Jordan auch stolz sagen kann "wir haben ein Auto, welches von den mechanischen Teilen nun sehr zuverlässig ist", jedoch gibt es jetzt die Unbekannte Elektronik und das wurmt den Engländer schon. Schließlich will man die Pleiten, Pech und Pannen-Saison 2000 vergessen machen und das geht nun mal nur durch gute Resultate in diesem Jahr.

Die Überlegungen gehen zum Beispiel bei Heinz-Harald Frentzen soweit, der von Anbeginn gegen die Wiedereinführung der Traktionskontrolle war, dass der Mönchengladbacher erwägt beim Großen Preis von Monaco auf herkömmlich Art und Weise zu starten. "Ein ganzes Rennen wegzuwerfen, nur weil am Start die neuen Systeme noch nicht richtig funktionieren ist es nicht wert", sagt der 33-Jährige.

© 2001 F1Total.com


17.05.: Valencia: Zeiten vom zweiten Testtag (Mi)
Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
D Coulthard McLaren Mercedes MP4/16 B 1:13.50634
H Frentzen Jordan Honda EJ11-03 B 1:14.20684
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:14.82720
R Zonta Jordan Honda EJ11-02 B 1:15.01327
M Gene Williams BMW FW23 M 1:15.02867
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:15.10235
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:15.10650
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:15.36461
N Heidfeld Sauber Petronas C20 B 1:15.45551
L Burti Prost Acer AP04 M 1:15.56154
D Turner McLaren Mercedes MP4/16 B 1:15.63846
J Villeneuve BAR Honda 03B 1:15.77551
J Herbert Arrows Asiatech A22 B 1:15.79576
O Panis BAR Honda 03B 1:15.86282

15.05.: Testzeiten Valencia (Di)

Frentzen und Zonta konzentrierten sich am Morgen auf die Aufhängungsgeometrie des Autos und das Set-Up und gingen dann am Nachmittag zu Reifentests über. Nach dem Startdebakel der letzten beiden Rennen übte das Team mehrere Starts mit der Launch-control und zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden.

© 2001 F1Total.com

Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:13.2155
N Heidfeld Sauber Petronas C20 B 1:14.8439
M Gene Williams BMW FW23 M 1:14.8966
H Frentzen Jordan Honda EJ11-03 B 1:15.0380
R Zonta Jordan Honda EJ11-02 B 1:15.5870
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:15.7835
J Herbert Arrows Asiatech A22 B 1:16.2363
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:16.5673
L Burti Prost Acer AP04 M 1:16.5938

14.05.: HHF: Ganz schön gefährlich

" Langsam fängt das an, nicht mehr so richtig lustig zu sein. Das ist jetzt das zweite Mal innerhalb von vierzehn Tagen, dass ich wie festgewurzelt inmitten eine vollgasgebenden Meute stehe und nichts anderes machen kann, als mit hochgezogenen Schultern abzuwarten, ob mich nun ein Hintermann mit Vollgas volley nimmt oder nicht.

Wir haben bis jetzt noch nicht den endgültigen Grund gefunden, aber so wie es zur Zeit ausschaut, ist uns im entscheidendem Moment das Getriebe um die Ohren geflogen. Da ich mich wirklich kaum einen Zentimeter bewegt habe, kann ich wohl sagen, dass es sich beim Großen Preis von Österreich um das kürzeste Rennen meiner Karriere handelte und - das sagt jetzt die Logik - es beim nächsten Rennen in Monaco nur dann noch schlimmer kommen kann, wenn mein Auto im Rückwärtsgang startet... "

© 2001 frentzen.de


14.05.: Jarno Trulli sauer aufs Team

Die Rennleitung musste in Österreich seit langer Zeit wieder einmal die schwarze Flagge zücken, um einen Fahrer zu disqualifizieren. Jarno Trulli war nach dem Neustarten seines Autos bei Rot aus der Box gefahren. Der Römer sieht die Schuld aber klar bei seinem Team: "Ich hatte die rote Ampel am Ende der Boxengasse gesehen. Das Safety Car war auf der Strecke aber das Team forderte mich auf, auf die Strecke zu fahren und das tat ich dann auch. Sogar die blauen Flaggen waren draußen, dennoch sagten sie mir, dass ich fahren soll. Es ist nicht mein Fehler, dass man mich aus dem Rennen genommen hat."

© 2001 F1Total.com


13.05.: "Rennen"

Hatten sich Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen am Samstag für die Startplätze 5 und 11 qualifiziert, sowie nach dem Warm-up am Vormittag die Plätze 3 (Frentzen) und 6 (Trulli) belegt, endete das Rennen für beide in einem Fiasko. Während Frentzen auf Grund eines Getriebeschadens gar nicht erst gestartet war, konnte man das Problem an Jarno Trullis Auto, der ebenfalls beim Start liegengeblieben war, zumindest noch in der Box beheben.

Der Italiener wurde dann aber in Runde 24 von Rennleitung disqualifiziert, weil er auf die Strecke gefahren war, als er das laut Reglement nicht gedurft hätte.

Jarno Trulli erklärte nach dem Rennen: "Beim Start hat einfach die Launch-control ihren Dienst verweigert und den Motor abgewürgt. Schon im Warm-up hatte das System nicht richtig funktioniert, weshalb wir ein paar Veränderungen daran vorgenommen hatten und überzeugt waren, dass die Probleme eigentlich behoben sein müssten. Dem war anscheinend doch nicht so. Nachdem ich dann aus der Boxengasse gestartet war und hinter dem Safety-Car fuhr, wurden mir Blaue Fahnen gezeigt. Danach kam dann die Schwarze Flagge, die meine Disqualifikation signalisierte, weil ich die Box verlassen hatte, obwohl rotes licht signalisierte, dass ich das nicht hätte tun dürfen. Ich bin sehr enttäuscht."

Für Heinz-Harald Frentzen hatte das Rennen noch vor dem eigentlichen Beginn geendet. Der Deutsche war beim Start einfach nicht von der Stelle gekommen und konnte im Gegensatz zu seinem Teamkollegen nicht wieder aus der Boxengasse das Rennen aufnehmen. Nach der Pleite erklärte der gebürtige Mönchengladbacher: "'Das Getriebe ist beim Start kaputt gegangen und hat alle Gänge ruiniert. wir haben zwar versucht das noch zu beheben, aber ohne erfolg. Nachdem mein Auto sich im Warm-up so gut angefühlt hatte, bin ich nun natürlich umso enttäuschter."

Eddie Jordan: "Nach dem Warm-up war ich eigentlich der Meinung gewesen, dass wir für das Rennen in sehr guter Verfassung wären. Leider war das aber wohl ein Trugschluss. An Heinz-Haralds Auto streikte das Getriebe, und an Jarnos versagte die Launch-control. Es sah so aus, als ob die Umdrehungswerte des Motors von der Launch-control einfach nicht erkannt wurden, weshalb diese sich nicht aktivierte. Dies ist ganz klar unser Fehler, und nicht der von Honda. Nachdem Jarno auf die Strecke gefahren war als der Boxenausgang noch geschlossen war, was ihm durch die rote Ampel signalisiert wurde, zeigte ihm die Rennleitung die Schwarze Flagge. Es ist natürlich sehr enttäuschend , dass beide Fahrer so früh und unter solch obskuren Umständen aus dem Rennen ausgeschieden sind. Wir werden nun in einer Besprechung den Gründen für diese schlechte Teamleistung auf den Zahn fühlen."

© 2001 F1Total.com

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand

1.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1h27:45.927

2.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

+ 0:02.191

3.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

+ 0:02.528

4.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

+ 0:41.594

5.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

+ 0:53.776

6.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1 Runde

7.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

1 Runde

8.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

1 Runde

9.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

2 Runden

10.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

2 Runden

11.

23

Luciano Burti

Prost-Acer

Michelin

2 Runden

Ausfälle:

12.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

11 Runden

Motorschaden

13.

19

Pedro de la Rosa

Jaguar-Cosworth

Michelin

23 Runden

 

14.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

30 Runden

 

15.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

33 Runden

 

16.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

46 Runden

 

17.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

54 Runden

 

18.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

57 Runden

Disqualifiziert

19.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

61 Runden

Bremsprobleme

20.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

68 Runden

 

21.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

70 Runden

 

22.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

71 Runden

Getriebeschaden

 


12.05.: Qualifying

Das Jordan-Honda-Team wird morgen von den Plätzen 5 und 11 auf Punktejagd gehen. Wie schon bei den letzten Rennen war wieder einmal Jarno Trulli schneller als Heinz-Harald Frentzen. Der Italiener qualifizierte sich in 1:10.202 Minuten für die dritte Startreihe. Hatte bei Frentzen schon der Trainingsauftakt am Freitag nicht so recht geklappt, hatte der Mönchengladbacher am Samstag Vormittag im Freien Training einen starken und viel versprechenden Eindruck hinterlassen.

In der für die Startaufstellung alles entscheidenden Qualifikation schaffte es der Mönchengladbacher jedoch nur auf den elften Platz. Für seine schnellste Runde benötigte er 1:10.923 Minuten und war damit um 1.361 Sekunden langsamer als die Pole-Position-Zeit.

Nachdem Jarno Trulli im ersten Freien Training am Samstag wegen eines Motorenproblems nur wenige Runden hatte fahren können, lief es für den Italiener in der Qualifikation auch nur bescheiden. Trulli erklärte: "Ich war gleich bei meinem ersten Versuch sehr schnell unterwegs, danach konnte ich aber nicht mehr an diese Leistung anknüpfen. Den Grund hierfür müssen wir jetzt noch herausfinden. Es war wirklich sehr enttäuschend, dass ich mich nicht noch weiter verbessern konnte. Bis auf dieses Leistungsproblem war mein Auto ansonsten aber sehr gut. Selbst die Balance war von Beginn an optimal. Nach all den Problemen am Morgen kann ich aber mit meinem Startplatz zufrieden sein."

Teamkollege Heinz-Harald Frentzen ließ während der Qualifikation, in der er am Ende über den elften Startplatz nicht hinauskam, einiges umbauen. Angesprochen auf den Grund dafür und seine Probleme zu Beginn sagte er: "Ich musste leider meine erste schnelle Runde abbrechen, da ich versehentlich den Tempobegrenzer, der nur in der Boxengasse benötigt wird, gedrückt hatte. Bei meinem zweiten Versuch fuhr ich dann eine Zeit von 1:10.923 Minuten, die ich später aber nicht mehr verbessern konnte. Da ich bei diesem Versuch einige Probleme mit meinem Auto gehabt hatte, ließ ich es umbauen, aber die Balance war nicht mehr so gut wie noch im Freien Training. Darüber hinaus wurde ich auch noch von anderen Autos aufgehalten und bin jetzt natürlich total enttäuscht, dass ich von soweit hinten starten muss."

Tim Holloway erklärte: "Jarno konnte zunächst eine sehr schnelle Rundenzeit fahren, danach stimmte dann aber irgendetwas mit der Leistung seines Autos nicht mehr. Wir müssen den Grund dafür jetzt erst einmal herausfinden, bevor wir uns an die Vorbereitung des Rennens machen können. Heinz hatte heute insofern eine schwierige Qualifikation, als dass er nicht eine einzige freie Runde erwischte. Er musste sogar zwei Mal seinen Versuch abbrechen."

© 2001 F1Total.com

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

1:09.562

223.881 km/h

12

2.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

1:09.686

+ 0:00.124

12

3.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

1:09.769

+ 0:00.207

11

4.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

1:09.786

+ 0:00.224

11

5.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

1:10.202

+ 0:00.640

11

6.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

1:10.211

+ 0:00.649

12

7.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:10.331

+ 0:00.769

12

8.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:10.342

+ 0:00.780

11

9.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

1:10.396

+ 0:00.834

12

10.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

1:10.435

+ 0:00.873

12

11.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

1:10.923

+ 0:01.361

11

12.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

1:11.058

+ 0:01.496

11

13.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

1:11.632

+ 0:02.070

12

14.

19

Pedro de la Rosa

Jaguar-Cosworth

Michelin

1:11.752

+ 0:02.190

12

15.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1:11.823

+ 0:02.261

12

16.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1:12.187

+ 0:02.625

11

17.

23

Luciano Burti

Prost-Acer

Michelin

1:12.206

+ 0:02.644

12

18.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

1:12.640

+ 0:03.078

12

19.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

1:12.644

+ 0:03.082

8

20.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

1:12.910

+ 0:03.348

10

21.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

1:13.459

+ 0:03.897

11

22.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

1:13.585

+ 0:04.023

5


11.05.: Jordan-Honda-Bericht Freies Training (Frentzen 7. - Trulli 13.)

Für das Jordan-Honda-Team verliefen die beiden Freien Trainingssitzungen recht unterschiedlich. Hatte Jarno Trulli in der ersten Stunde problemlos seine Runden fahren können und dabei so manchen Ausflug neben die Strecke gemacht, hatte Heinz-Harald Frentzen nach nur wenigen Runden den EJ11 mit Hydraulikproblemen in der Box parken müssen. Obwohl der Deutsche gut 1 Stunde weniger Vorbereitungszeit hatte, war er am Ende des Tages schneller als sein Teamkollege. Frentzen benötigte für seine schnellste Runde auf dem 4.338 Kilometer langen Kurs 1:11.977 Minuten und war damit am Ende Siebtschnellster, während es für Jarno Trulli mit seiner Zeit von 1:12.555 Minuten nur für Platz 13 reichte. Wenngleich man das Potenzial schon andeuten konnte, ist unbestritten, dass noch eine Menge Arbeit vor dem Team liegt.

Heinz-Harald Frentzen nahm die Hydraulikprobleme jedoch gelassen und zeigte sich mit seiner Rundenzeit in Anbetracht dieser Umstände zufrieden: "Es gab gleich zu Anfang ein Problem mit der Hydraulik, weshalb einige Teile an meinem Auto gewechselt werden mussten. Dies dauerte zwar länger als wir ursprünglich erwartet hatten, aber nur deshalb, weil wir ein erneutes Problem ausschließen wollten. Leider ist dabei sehr viel Zeit draufgegangen, weshalb ich nur wenig an der Abstimmung arbeiten konnte. Vor uns liegt deshalb noch eine Menge Arbeit, denn das Auto besitzt durchaus noch Verbesserungspotenzial."

Jarno Trulli fand, dass es ein ziemlich schwieriger Tag war: "Abgesehen von der schmutzigen Strecke hatte ich heute Probleme mit dem Auto. Die Balance ist noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Die meiste Zeit war ich mit viel Benzin an Bord unterwegs, flog dabei aber auch zwei Mal von der Strecke. Bei einem dieser Ausflüge wurden die seitlichen Luftleitbleche beschädigt, weshalb sie auch gewechselt werden mussten. Das hat natürlich auch ein wenig Zeit gekostet. Ansonsten hatte ich keine weiteren Probleme."

Tim Holloway nahm nach Beendigung beider Trainingssitzungen zu Frentzens Problem Stellung und sagte: "Heinz konnte heute morgen leider auf Grund eines Hydraulikproblems nur 5 Runden fahren. Leider haben die Reparaturarbeiten noch bis zehn Minuten nach dem das zweite Freie Training begonnen hatte gedauert. Sieht man aber einmal davon ab, war es sonst ein problemfreier Tag. Es gibt aber an beiden Autos noch jede Menge Arbeit, denn die Abstimmung ist bei weitem noch nicht perfekt."

© 2001 F1Total.com


10.05.: Jordan unterzeichnet Deal mit Petrobras

Die brasilianische Öl-Gesellschaft Petrobras gab am Mittwoch bekannt, dass man das Jordan-Team bis Ende 2002 mit Schmierstoffen versorgen wird.

Petrobras, die bereits das Williams-Team ausrüsten und sponsern, ist seit vier Jahren in der Formel 1 und hat sich nun entschieden das Engagement zu verstärken. Damit will der Hersteller besonders mit dem Benzin Lubrax mehr Erfahrungen und Kenntnisse gewinnen.

"Ich bin sehr glücklich über die Partnerschaft mit Petrobras und dass wir ihre Produkte im Jordan-Honda EJ11 einsetzen können. Im Kampf Formel-1-Rennen zu gewinnen muss jedes Detail stimmen. Unsere Forschungen mit den Petrobras Schmierstoffen wird sich positiv auf unsere Leistungen auswirken," sagte Teamchef Eddie Jordan.

© 2001 F1-Plus


10.05.: Jordan-Honda-Rennvorschau Österreich

Nachdem das Jordan-Honda-Team beim Großen Preis von Spanien durch Jarno Trullis vierten Platz drei WM-Punkte geholt hatte, machte man sich anschließend bei Testfahrten an die Vorbereitungen auf den Großen Preis von Österreich. So kamen Testpilot Ricardo Zonta und Jarno Trulli drei Tage lang zum Einsatz, während Heinz-Harald Frentzen sich noch erholen durfte. Der Brasilianer und Italiener konzentrierten sich bei ihrem Programm hauptsächlich auf Reifentests, Arbeiten am Chassis und der Aerodynamik. Am letzten Testtag hatte man dann auch noch eine Ausbaustufe des gegenwärtig benutzten Honda-Aggregates testen können, sowie an der Aufhängungsgeometrie gearbeitet, wie später mitgeteilt worden war.

Heinz-Harald Frentzen, der in Barcelona beim Überholen von Pedro de la Rosa ausgeschieden war, erklärte nun froher Hoffnung auf ein besseres Rennwochenende, was er vom A1-Ring hält: "Ich mag Österreich, aber der A1-Ring ist im eigentlichen Sinn keine herausfordernde Strecke - zumindest nicht mehr nach dem Umbau. Es gibt nur noch drei Stellen, die wirklich eine Herausforderung sind, ansonsten ist die Streckenführung mittlerweile so wechselhaft, dass man als Fahrer Probleme hat, einen guten Rhythmus zu finden", macht der Mönchengladbacher kein Geheimnis aus der Tatsache, dass ihm diese Strecke wohl weniger gefällt.

Jarno Trulli, der in dieser Saison in der Qualifikation seinen Teamkollegen bisher meistens knapp schlug, erklärt, dass er gute und schlechte Erinnerungen an die Strecke hat: "Ich habe an den A1-Ring sowohl gute, als auch schlechte Erinnerungen. In meiner Debütsaison 1997 führte ich den Grand Prix für das Team Prost - wo ich als Ersatz für Olivier Panis eingesprungen war - an. Leider ging der Motor hoch und mein Traum vom ersten Sieg war geplatzt. Österreich an sich ist aber ein wunderschönes Land. Ich bin überzeugt, dass wir uns hier ganz gut schlagen werden. Hatte ich in den letzten Jahren in den Rennen immer Probleme, so hoffe ich, dass dieses Mal alles gut läuft."

Während Jarno Trulli weiß, dass der A1-Ring wegen der vielen Kurven die Bremsen extrem fordern wird, sieht Kazutoshi Nishizawa, Technik-Direktor von Honda Racing, vor allem die Besonderheiten der Strecke in Bezug auf die Anforderungen an den Motor. So erklärte der Japaner: "Die Strecke ist relativ schnell und fordert das Triebwerk ziemlich. Standfestigkeit ist also gefragt. Über 60 Prozent einer Runde wird mit Vollgas zurückgelegt, was die erforderliche Motorleistung angeht also eher eine 'Powerstrecke'. Das richtige 'Mapping' wird also von besonderer Bedeutung sein."

Als Besonderheit hat das Team von diesem Rennwochenende an für drei Rennen ein neues Team-Mitglied. So wird der britische Fernseh-Star Ross Kemp, zunächst als Truckfahrer arbeiten, und sein "Formel-1-Training" in Silverstone, als fester Bestandteil der 23-köpfigen Boxencrew des Teams im Rennen, beenden. Während seiner Arbeit während der Rennen in Österreich, Magny-Cours und Großbritannien wird der Brite von einem Kamerateam des TV-Senders ITV auf Schritt und Tritt verfolgt, und sein Leben als Bestandteil des Jordan-Teams gefilmt werden.

© 2001 F1Total.com


10.05.: Offizielle Vorschau von Honda

Honda reist im Aufwind zum A1-Ring nahe Spielberg, nachdem beim letzten Grand Prix der erste Podestplatz Hondas neuen Formel 1-Ära, intern gerne "die dritte Generation" genannt, kürzlich in Barcelona gefeiert werden konnte und strebt beim bevorstehenden Grossen Preis von Österreich mit den beiden Partnerteams Lucky Strike-BAR-Honda und Benson & Hedges-Jordan-Honda weitere Erfolge an. Die Mehrzahl der Teammitglieder dieser beiden Rennställe gehen mit Erfolgen in der Formel 1 bereits routiniert um, doch auf Hondas Technikerstab machte der dritte Platz von Jacques Villeneuve beim Grossen Preis von Spanien grossen Eindruck.

Viele der noch recht jungen Honda-Ingenieure hatten geringe oder überhaupt keine Motorsporterfahrung, als sie für das Formel 1-Projekt herangezogen wurden. Es gehört zu Hondas Philosophie junge Ingenieure in der Hektik und unter dem Druck von beinhartem Wettbewerb zu schulen. Zu diesem Grundgedanken kommt nun für Honda ein neuer Gesichtspunkt hinzu, denn mit der Aufteilung des Technikteams in zwei Mannschaften zur individuellen Betreuung von BAR-Honda bzw. Jordan-Honda existiert nun eine gesunde Rivalität zwischen den Kollegen.

Umso enttäuschter waren die Jordan-Honda-Ingenieure, dass der erste Podestplatz von BAR-Honda errungen wurde. Doch sie werden jetzt mit Sicherheit noch härter arbeiten, um die Kollegen vom Nachbarrennstall zu schlagen. An der Spitze dieser jungen Techniktruppe stehen allerdings gestandene Formel 1-Leute, etwa der Technik-Direktor von Honda Racing, Kazutoshi Nishizawa. Er beschreibt die Anforderungen des A1-Rings an die Motoren wie folgt:

"Die Strecke ist relativ schnell und fordert das Triebwerk ziemlich, Standfestigkeit ist also wichtig. Über 60% einer Runde wird mit Vollgas zurückgelegt, was die erforderliche Motorleistung angeht also eher eine 'Powerstrecke'. Das richtige 'mapping' wird also, wie so oft, von besonderer Bedeutung sein."

"Mapping" ist in der Formel 1 mittlerweile ein geläufiger Ausdruck und beschreibt das präzise Programmieren des ECU (Electronic Control Unit), also der elektronischen Steuereinheit des Triebwerks. Das eingegebene Programm steuert eine vielzahl von leistungsbeeinflussende Parameter und wird im Hinblick auf die zu erwartenden Anforderungen vorab geschrieben.

Man könnte also annehmen, dass für jede Strecke ein eigenes Programm geschrieben wird, doch tatsächlich handelt es sich meist um dieselbe Basis und nur Feinheiten werden angepasst.

Luftdichte etwa ist ein entscheidender Faktor für einen Saugmotor. Abhängig von Höhenlage, Aussentemperatur und Luftdruck können die Werte je Einsatz arg voneinander abweichen. Je höher die Luftdichte, umso höher ist der für die Verbrennung vorhandene Sauerstoffanteil in der Luft, was wiederum höhere Motorleistung bewirkt. Die Basiseinstellung ist auf eine Luftdichte wie sie auf Meeresspiegel vorkommt programmiert und sie wird mit einer kleinen Korrektur der Software des ECU der Umständen angepasst. Im Fall des A1-Rings in Österreich, um einiges über dem Meeresspiegel gelegen, sind also Feinabstimmungen vorhersehbar. Insbesondere da üblicherweise Lufttemperatur und -druck dort im Verlauf eines Wochenendes eher schwankend sind.

Einige Einstellungen, wie etwa Höchstdrehzahl und Spritzufuhrabschaltung, werden im Verlauf eines Grand Prix-Wochenendes fortwährend modifiziert. Viele dieser Änderungen sind Gegenstand des "Debriefings", der abschliessenden Diskussionsrunde zwischen den vier Honda-Fahrern und den Technikern um auf besondere Eigenarten der jeweiligen Fahrstile einzugehen.

Obwohl das ECU weitgehendst mit demselben Grundprogramm bei jeder Trainingssitzung zum Einsatz kommt, nehmen die Honda-Ingenieure doch ständig ein Feintuning der Steuereinheit vor, um den Anforderungen von Fahrern und Teams individuell gerecht zu werden. Miniziöses studieren der Programme und das stete anbringen von Detailverbesserungen hält die Techniker so ständig auf Trab.

© 2001 hondaf1.com


08.05.: Honda mit nur einem Team? - Trulli: Seitenhieb gegen BAR

Schon seit der letzten Saison fährt das BAR-Team mit Werksunterstützung von Honda und auch beim Chassisbau unterstützen die Japaner das Team um Teammanager Craig Pollock und Starfahrer Jacques Villeneuve. In dieser Saison stattet man mit Jordan ein weiteres Team aus und für Insider steht schon jetzt fest, dass Honda sehr bald, vielleicht sogar schon 2002 nur noch ein Team ausstatten möchte, das dann den Kampf gegen Hauptgegner Toyota aufnehmen könnte. Neben Ferrari ist Honda der einzige Automobilhersteller, der in der Formel 1 zur Zeit mehr als ein Team ausstattet.

Müsste sich Honda im Moment entscheiden, mit welchem Team man zusammenarbeiten möchte, dann sähe Jordan besser aus. Mit 13 gegenüber 7 WM-Zählern rangiert das Team von Eddie Jordan vor BAR und im Qualifying waren die Gelben bisher im Schnitt um eine Sekunde schneller - da sieht es für das Team von Craig Pollock im Moment nicht gut aus, auch wenn man in Barcelona erst vor wenigen Tagen den ersten Podestplatz feiern konnte.

Jordan-Pilot Jarno Trulli jedenfalls ist überzeugt, dass seine Mannschaft den besseren Job verrichtet: "BAR sind unsere direkten Gegner, also müssen wir sie zu aller erst schlagen. Unsere Leistungen sind besser als ihre Leistungen und ich denke nicht, dass sie in diesem Jahr Jordan werden schlagen können. Im Gegenteil, wir werden stärker und stärker werden. Für unsere erste Saison mit Honda schlagen wir uns sehr gut, weil wir bessere Leistungen bringen als BAR, die schon in ihrer zweiten Saison mit Honda sind", wird Trulli in der britischen Presse zitiert.

© 2001 F1Total.com


07.05.: Guter Auftakt für Jordan in der Powerboot-Serie

Teamchef Eddie Jordan galt schon immer als ein Mann, der es versteht, Aufsehen erregendes Marketing zu betreiben. Der neueste Streich des Iren ist das Engagement in der Powerboot-Serie. Nachdem man vor gut einem Monat in Port Vell in Barcelona das Boot auf den Namen "EJ10 Jordan-Honda" getauft hatte, absolvierte man vergangenes Wochenende in Teignmouth (England) nun das erste Rennen.

Eddie Jordan nutzt sein neuestes Engagement aber nicht nur, um die feste Bindung an Honda, den Motorenlieferanten in der Formel-1-Serie, zu demonstrieren, sondern um gleichzeitig den eigenen Energiedrink "EJ10" zu promoten.

Hatte der Pilot des Powerboots Mike Brewer am ersten Renntag gleich einen Unfall bei Startbeginn, lief es am Sonntag wesentlich besser. Brewer kam als Vierter über die Zielmarkierung und versicherte, dass wenn die Renndistanz von Sonnabend auf Sonntag nicht verkürzt worden wäre, man den ersten Podiumsplatz geholt hätte.

Das nächste Rennen findet am 26. Mai in Sables D'Olonnes, Frankreich statt.

© 2001 F1Total.com


03.05.: Silverstone - Testzeiten Donnerstag

 

Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
O Panis BAR Honda 03B 1:23.784 
J Trulli Jordan Honda EJ11-03 B 1:23.92988
P Lemarie BAR Honda 03B 1:24.370 
N Heidfeld Sauber Petronas C20 B 1:24.676 
R Zonta Jordan Honda EJ11-02 B 1:24.93965
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:25.218 
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:25.349 

 


03.05.: Timo Scheider darf Formel-1-Test bei Jordan absolvieren

Timo Scheider darf nach Saisonende im Jordan-Honda EJ11 von Heinz-Harald Frentzen einen Test für das Team von Eddie Jordan bestreiten. Der 22-Jährige, für Opel als Werkspilot in der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft aktive Timo Scheider sagte in Anbetracht der sich ihm nun bietenden Chance am Donnerstag: "Natürlich fiebere ich meinem ersten Formel-1-Test entgegen. Ich bin sehr froh, dass mir Jordan diese Möglichkeit gibt, denn die Formel 1 war und ist mein Ziel."

Scheider hatte seine Karriere im Motorsport 1989 begonnen, und sorgte 1995, als er den 1. Platz in der Formel-Renault 1800-Meisterschaft am Ende des Jahres holte, für Aufsehen. Für seine Leistung wurde ihm damals der Titel "Rooky of the year" verliehen. Im Jahr darauf trat der in Lahnstein nahe Koblenz geborene Scheider in der Formel-Renault-2000-Meisterschaft an, bevor er ab 1997 in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft antrat. Sein bestes Ergebnis dort war Platz zwei in der Gesamtwertung am Ende des Jahres. Seit dem Vorjahr fährt Scheider als Werkspilot für das Opel Team Holzer. Wurde er in seiner ersten Saison im wahrsten Sinne des Wortes noch vom Pech verfolgt, konnte er das erste Rennen der Saison 2001 als bester Opel-Pilot auf Platz 11 - knapp außerhalb der Punkte - beenden. In diesem Jahr hofft Scheider auf mehr Glück, kann sich aber gleichermaßen auf sein Talent, sowie die hinzugewonnene Erfahrung verlassen.

Scheider, dessen Vorbild Ayrton Senna ist, und der wie die Schumacher-Brüder von Willi Weber gemanagt wird, will sich aber von der aufregenden Möglichkeit, Heinz-Harald Frentzens Formel-1-Auto testen zu dürfen, jetzt nicht den Kopf verdrehen lassen: "Vorerst gilt meine ganze Konzentration der DTM, in der mir Opel die Möglichkeit gibt, mich mit einem PS-starken Rennwagen und in einem professionellen Umfeld weiter zu entwickeln."

Die Rüsselsheimer waren schon Wegbereiter von Ralf Schumacher, Nick Heidfeld, Jarno Trulli, Giancarlo Fisichella und Jos Verstappen beim Aufstieg in die Königsklasse des Motorsports. Man darf also dem ersten Test des 22-Jährigen gespannt entgegenfiebern. Danach wird man sehen, welchen weiteren Weg seine Karriere nimmt.

© 2001 F1Total.com


03.05.: Silverstone - Testzeiten Mittwoch
Die Zeiten wurden vormittags unter trockenen Bedingungen gefahren - am verregneten Nachmittag war Trulli am schnellsten.

 

Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
O Panis BAR Honda 03B 1:23.59115
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:24.63509
K Raikkonen Sauber Petronas C20 B 1:24.74418
R Zonta Jordan Honda EJ11-03 B 1:25.35008
J Trulli Jordan Honda EJ11-02 B 1:25.51609
P Lemarie BAR Honda 03B 1:26.42816
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:27.19205

 


01.05.: Frentzen hadert mit der neuen Elektronik

Im Gegensatz zu Fahrerkollege Michael Schumacher zeigte sich Heinz-Harald Frentzen nicht besonders erfreut darüber, dass die elektronischen Fahrhilfen in der Formel 1 freigegeben wurden. Und als hätte er es im Vorfeld geahnt, machte die Technik mit dem Mönchengladbacher in Barcelona gleich ihre Mätzchen. "Manchmal arbeitet sie gegen dich. Wie das Getriebe, das anstatt runter zu schalten, einen höheren Gang einlegt und mich so im Freien Training von der Strecke warf", blickt Frentzen auf seiner Homepage verärgert zurück.

Später im Rennen war am Start ein im Qualifying mühsam rausgefahrener achter Platz wertlos geworden, als die Startautomatik versagte. Noch vor dem Rennen hatte Frentzen gemeint: "Ich hoffe, es funktioniert alles reibungslos. Wenn es nicht läuft, kann ich die Schuld wenigstens auf den Programmierer schieben." Wie Kollege Coulthard war Frentzen damit verdammt, dank der noch nicht ganz ausgereiften Elektronik dem Feld hinterherzufahren.

"Wenn Sie eine außergewöhnliche Erfahrung machen wollen, dann setzen Sie sich mit einem Sessel auf die Überholspur der nächsten Autobahn. Es ist ein tolle Möglichkeit, graue Haare zu bekommen. Und genau so habe ich mich gefühlt, als die Startlichter zum Großen Preis von Spanien erloschen sind. Ich saß in meinem Auto, das Getriebe im Leerlauf, die Kontroll-Lampen blinkten, und ich versuchte, mit der neuen Startautomatik zu starten", flucht Frentzen.

Frentzen startete das Programm für die Startautomatik und alles lief normal, bis kurz vor dem Start plötzlich ein paar LEDs im Cockpit zu blinken begannen und das Getriebe stur im Leerlauf stecken blieb. "Der Rest des Feldes raste davon. Ich drückte mich in meinen Sitz, presste meinen Helm gegen die Kopfstütze und beobachtete im Spiegel, wie die Autos mit 200 km/h wenige Zentimeter an mir vorbei fuhren. Ich habe nur gehofft, dass mir keiner hinten drauf fährt", erinnert sich Frentzen.

Das Rennen ging für Frentzen verkorkst weiter. Der Mönchengladbacher wollte in einer Linkskurve innen Pedro de la Rosa überholen, der sah den Deutschen zu spät und so blieb der Jaguar-Pilot auf seiner Linie und beide kollidierten miteinander. Bleibt für Frentzen ein sarkastisches Fazit des ersten Rennwochenendes mit den elektronischen "Fahrhilfen": "Vielleicht sollten wir diese ganzen elektronischen Fahrhilfen vergessen und lieber eine anständige Hupe einbauen."

© 2001 F1Total.com


01.05.: Testzeiten Silverstone
Jordan konzentrierte sich vorwiegend auf die Elektronik, was nach dem verpatzen Automatik-Start von Frentzen am vergangenen Wochenende auch logisch erscheint.

 

Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
R Zonta Jordan Honda EJ11-02 B 1:24.31151
O Panis BAR Honda 03B 1:24.63020
K Raikkonen Sauber Petronas C20 B 1:25.34755
T Sato BAR Honda 03B 1:25.75444
E Bernoldi Arrows Asiatech A22 B 1:25.75658
J Verstappen Arrows Asiatech A22 B 1:25.81320

 

  Newsarchiv: 05-07 - 01-04