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28.04.: Rennen: Trulli 4. - Frentzen nach Kollision ausgeschieden

Nach 65 Runden auf der die Fahrer und Autos gleichermaßen sehr fordernden Strecke, dem 'Circuit de Catalunya', wurde die harte Arbeit des Jordan-Teams durch Jarno Trullis vierten Platz belohnt. Teamkollege Heinz-Harald Frentzen war beim Start zunächst gar nicht weggekommen und schied später bei einem waghalsigen Überholmanöver gegen Pedro de la Rosa im Jaguar mehr oder minder durch eigenes Verschulden aus.

Im Anschluss an das über weite Strecken ereignislose Rennen sagte Jarno Trulli, der nun das dritte Mal hintereinander in die Punkteränge gefahren ist: "Mein Start war ziemlich gut, ich konnte auf Rubens Barrichello aufschließen. Dann war aber Ralf Schumacher vor uns, der in der ersten Kurve einen Fehler machte. Ich blieb hinter ihm hängen und Barrichello zog außen vorbei, was mich einen Platz kostete", so der Italiener über den actiongeladenen Start aus seiner Sicht.

Der 26-Jährige weiter: "Das Rennen war ziemlich anstrengend und sehr hart weil der Reifenverschleiß hier sehr hoch ist. Während meines Boxenstopps fiel ich unglücklicherweise vom fünften auf den sechsten Platz zurück und musste anschließend ziemlichen Druck machen, um den Anschluss an Villeneuve nicht zu verlieren. Dies war ziemlich schwierig, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt Probleme mit dem Getriebe und den Bremsen. Wir hatten schon in einem der Rennen zuvor mit diesen Problemen zu kämpfen, was mich jetzt natürlich etwas nachdenklich macht. Nun gilt es dem Problem auf den Grund zu gehen und es abzustellen. Ansonsten war es ein gutes Rennen. Später, als ich wieder Fünfter war, musste ich mich auch ganz schön anstrengen, denn Coulthard schloss von hinten ziemlich schnell auf. Da Mika in der letzten Runde überraschend ausfiel, rückte ich auf Platz vier vor. Dies ist meiner Meinung nach das beste Ergebnis, das Jordan bisher hier in Spanien erreicht hat. Insgesamt kein schlechtes Resultat will ich meinen."

Heinz-Harald Frentzen erwischte den schlechtesten Start aller 22 Fahrer. Im anschließenden Interview nach seinem Ausfall sagte der Mönchengladbacher zunächst auf den Start bezogen: "Ich hatte direkt bei Rennstart ein Problem, dessen genaue Ursache wir derzeit noch nicht kennen. Vielleicht hing es mit der Launch-control zusammen", mutmaßte er.

Frentzen weiter: "Anschließend musste ich einige Autos wieder überholen, was mir schon in der ersten Runde größtenteils gelang, aber es war ziemlich schwer. In der sechsten Runde hatte ich dann einen Rennunfall mit Pedro de la Rosa, als wir beide um Platz 16 kämpften. Geht es nach mir, dann war es ein ganz gewöhnlicher Rennunfall, wie er immer mal vorkommen kann. Soweit ich mich erinnere, war ich auf der Ideallinie und nicht er. Mein Hinterrad berührte dann aber sein Vorderrad, ich stieg auf und landete im Kiesbett. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Wie dem auch sei, heute war nicht mein Tag. Dass Jarno drei Punkte geholt hat, freut mich."

Eddie Jordan lobte nach dem Rennen wieder seinen derzeitigen Liebling Jarno Trulli, während er für Heinz-Harald nur wenige Worte fand: "Es ist wirklich eine große Schande, dass Heinz-Harald so frühzeitig ausgeschieden ist. Mich stimmt hingegen Jarnos tolle Leistung sehr glücklich. Wir müssen jetzt aber noch etwas zulegen. Die Zuverlässigkeit ist da, was fehlt ist der Speed. Unser Abstand zur Spitze ist einfach zu groß", so der Teamchef weiter.

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Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

1h31:03.305

2.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

+ 0:40.738

3.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

+ 0:49.626

4.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

+ 0:51.253

5.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

+ 0:51.616

6.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

+ 1:01.893

7.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

+ 1:04.977

8.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

+ 1:19.808

9.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1 Runde

10.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

1 Runde

11.

23

Luciano Burti

Prost-Acer

Michelin

1 Runde

12.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

2 Runden

13.

22

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

2 Runden

14.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

2 Runden

15.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

3 Runden

16.

21

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

3 Runden

Ausfälle:

17.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

16 Runden

18.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

17 Runden

19.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

45 Runden

20.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

57 Runden

21.

19

Pedro de la Rosa

Jaguar-Cosworth

Michelin

60 Runden

22.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

60 Runden

 


27.04.: Qualifying: Trulli 6. Frentzen 8.

Von den Plätzen sechs und acht startend, ist für Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen im Rennen am Sonntag mindestens ein Platz unter den ersten Sechs möglich. Während Trulli in 1:19.093 Minuten den Circuit de Catalunya umrundete und seinen Teamkollegen im internen Duell zum vierten Mal bezwang, benötigte Heinz-Harald Frentzen 1:19.150 Minuten. Erfreulich: Beide Fahrer konnten die einstündige Qualifikation ohne das geringste technische Problem bestreiten.

Jarno Trulli sagte im Anschluss an die Qualifikation zufrieden: "Wir wussten von Beginn an, dass es hier sehr eng zugehen würde. Zwar hatte ich auf meiner schnellsten Runde etwas Verkehr, aber Platz sechs auf einer Strecke, auf der ein Jordan-Auto nie besonders gut war, ist okay. Ich freue mich schon auf das Rennen, denn unser Auto ist ja sehr zuverlässig und wir wissen, dass es ein hartes, langes Rennen wird."

Knapp vom Teamkollegen geschlagen, sagte der 33 Jahre alte Frentzen: "Auf dieser Strecke zählt nun einmal jede Zehntelsekunde. Wäre ich eine verdammte Zehntelsekunde schneller gewesen, dann hätte ich auf Platz sechs gestanden. Ich habe heute aber alles gezeigt und muss deshalb mit dem Ergebnis leben. Von Runde zu Runde kam ich besser zurecht. Am Ende fuhr ich zwar meine beste Runde, verlor aber im letzten Sektor zu viel Zeit. So war ich zwar schneller, aber die 1.19er-Zeitmauer konnte ich nicht mehr knacken. Mein Auto war heute in Ordnung, was mich für das Rennen hoffen lässt. Es wird bestimmt sehr eng zugehen, was man ja schon an den heute gefahrenen Rundenzeiten im Mittelfeld ablesen kann."

Eddie Jordan erklärte nach der Qualifikation, dass das Feld in zwei Gruppen aufgeteilt sei: einmal die Ferrari und McLaren, danach die restlichen Teams. "Wir kämpfen mit BAR, Sauber und Williams, das sind unsere härtesten Konkurrenten an diesem Wochenende", so Jordan.

Der Teamchef weiter: "Alle liegen sehr dicht beieinander, was sehr aufregend ist. Heute haben wir sicherlich nicht unsere beste Leistung in der Qualifikation gezeigt, aber unter den gegebenen Umständen sind die dritte und vierte Startreihe als Ausgangsbasis nicht schlecht. Morgen wollen wir auf jeden Fall Punkte holen", so das abschließende Statement und gleichzeitig eine Kampfansage des Engländers.

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Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

1:18.201

217.747 km/h

8

2.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:18.286

+ 0:00.085

12

3.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:18.635

+ 0:00.434

12

4.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

1:18.674

+ 0:00.473

11

5.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

1:19.016

+ 0:00.815

12

6.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

1:19.093

+ 0:00.892

12

7.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

1:19.122

+ 0:00.921

10

8.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

1:19.150

+ 0:00.949

12

9.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

1:19.229

+ 0:01.028

12

10.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

1:19.232

+ 0:01.031

11

11.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

1:19.479

+ 0:01.278

11

12.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

1:19.660

+ 0:01.459

11

13.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

1:20.326

+ 0:02.125

12

14.

23

Luciano Burti

Prost-Acer

Michelin

1:20.585

+ 0:02.384

12

15.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

1:20.601

+ 0:02.400

12

16.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1:20.696

+ 0:02.495

12

17.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1:20.737

+ 0:02.536

11

18.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

1:21.037

+ 0:02.836

12

19.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

1:21.065

+ 0:02.864

12

20.

19

Pedro de la Rosa

Jaguar-Cosworth

Michelin

1:21.338

+ 0:03.137

10

21.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

1:21.916

+ 0:03.715

11

22.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

1:22.522

+ 0:04.321

12


26.04.: Jordan-Honda: Die Elektronik spielt verrückt

Das Jordan-Honda-Team verbrachte heute seine Zeit wie alle anderen Teams nicht nur mit dem Set Up auf die Strecke, sondern auch mit dem Feintuning der neuen Elektronik. Heinz-Harald Frentzen rutschte in der ersten Stunde von der Strecke und verlor dadurch viel Zeit. In der Pressemitteilung des Teams schweigt er sich über den wahren Grund aus, denn das Getriebe schaltete zu früh herunter, weswegen er die Kontrolle über sein Auto verlor.

Mit einer Bestzeit von 1:21.647 Minuten und Platz 10 war Jarno Trulli der Schnellere der beiden: "Es war für uns eine Routinetag. Wir haben hauptsächlich am Set Up des Autos gearbeitet und die neusten elektronischen Systeme abgestimmt. Leider führte ein Kupplungsschaden dazu, dass ich die erste Trainingssitzung verlor, was schlussendlich dazu führte, dass ich die ganze Arbeit in der zweiten Stunde erledigen musste. So wie es aussieht, müssen wir noch viel Arbeit erledigen, denn unter den windigen Bedingungen war das Auto alles andere als gut ausbalanciert. Der Wind kann auf dieser Strecke das eine Auto übel und das andere weniger schlimm beeinflussen und es sieht so aus, als würden wir im Moment ziemlich darunter leiden."

Noch weniger begeistert klingen die Worte von Heinz-Harald Frentzen, der am Freitag nur 22 Runden fahren konnte: "Ich war heute nicht einmal mit mir zufrieden. Ich bin gleich zwei Mal an der gleichen Strecke abgeflogen und ich muss sagen, dass ich mich darüber aufrege. Ich versuche, ein besseres Set Up für diese Kurve zu finden, denn ich habe ganz offensichtlich dort ein Problem! Was den Rest angeht, so liegen wir voll im Soll. Wir mögen diese Strecke vielleicht gut kennen, aber die Herausforderung ist es, mit den Bedingungen zurechtzukommen, die der Kurs einem an jedem Tag bietet. Man muss zum Beispiel schauen, aus welcher Richtung der Wind kommt. Wir haben hier eine Menge getestet aber es ist das erste Mal, dass wir offiziell mit der Traktionskontrolle gefahren sind. Das macht es dem Fahrer etwas leichter und hilft den Reifen, aber es kann beim Bremsen auch schief gehen. Das bereitet mir ein wenig Sorgen, aber ich möchte nicht darüber sprechen!"

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25.04.: Frentzen: Ralf Schumacher fährt um den Titel

In einem Interview mit dem britischen TV-Sender 'ITV' hat sich Heinz-Harald Frentzen unter anderem zu der aktuellen Situation im Jordan-Team geäußert. Demnach sieht der Mönchengladbacher sein Team als vierte Kraft in der Formel 1 an und er erwartet, dass man mit Honda langfristig gesehen auf die Top-Teams wird aufschließen können. Der Honda-Motor habe "ein wenig" mehr PS als der letztjährige Mugen-Motor, weshalb Frentzen auf diesem Gebiet einige Verbesserungen erwartet. Mit dem neuen Auto ist Frentzen prinzipiell zufrieden, weil es wesentlich zuverlässiger und vor allem leichter zu fahren ist. Der Familienvater fordert aber nicht nur Honda zu Verbesserungen auf, sondern auch Reifenpartner Bridgestone, der neben Jordan unter anderem auch Ferrari und McLaren-Mercedes ausstattet.

Und was glaubt der 33-jährige, wer in diesem Jahr den Titel holen wird? "Es wäre nett, wenn Coulthard Weltmeister werden würde, aber es sieht so aus, als hätte Williams eine große Chance. Im Moment sieht Ralf sehr stark aus und wenn er seine Form wie in Imola halten kann, dann wird er ein Überraschungsanwärter auf den Titel sein."

Laut Frentzen hat BMW-Williams den großen Vorteil, dass man das einzige Top-Team auf Michelin-Reifen ist: "Sie können sehr eng mit ihrem Reifenpartner zusammenarbeiten. Sie sind das beste Michelin-Team, also wird man sich auf dieses Team konzentrieren und die anderen etwas außen vor lassen."

"Für Bridgestone ist es sehr schwierig, Ferrari und McLaren auszuhelfen, weil sich die Autos sehr verschieden verhalten. Das ist für Bridgestone ein Problem, weil die richtige Lösung für beide Autos eine andere ist. Bridgestone hat einen großen Schritt nach vorne gemacht, aber wenn sie während des ganzen Jahres gegen Michelin konkurrenzfähig sein wollen, so müssen sie sich ein Team aussuchen, mit dem sie um den Titel fahren."

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24.04.: Warum Jordan in diesem Jahr mit mehr Ingenieuren arbeitet

Teamchef Eddie Jordan lässt nichts unversucht, um den Anschluss an die Top-Teams zu schaffen und hat im Zusammenhang mit der ersten Werksmotorpartnerschaft des Teams mit Honda auch mehr Ingenieure im Einsatz. An jedem Rennauto hat das Team einen zusätzlichen Ingenieur beschäftigt. Früher arbeitete das Team mit einem Renn- und einem Dateningenieur je Auto, wobei der Renningenieur direkt mit dem Fahrer zusammenarbeitete.

Der Dateningenieur hat die Aufgabe, die Daten auszuwerten, die vom Auto "abgezapft" werden und hinter der Box an den Rechnern visuell dargestellt werden. Besonders der Renningenieur trägt eine enorme Verantwortung. Er ist nicht nur für das Set Up des Autos verantwortlich, sondern muss sicher stellen, dass das Auto zum Beispiel legal ist und die Mechaniker und viele andere Teammitglieder koordinieren. Damit der Renningenieur entlastet wird, hat das Team nun je Auto einen Assistenz-Ingenieur engagiert.

Jordans-Chefingenieur Tim Holloway weiß, dass Dank dieser Maßnahme "eine große Menge an Tagesgeschäft von den Schultern des Renningenieurs abgenommen wird, so dass er sich besser auf das wichtige Verbessern des Set Ups konzentrieren kann. Der Assistenz-Ingenieur unterstützt den Renningenieur, in dem er das Auto und das Set Up überprüft und sicher stellt, dass alle Mechaniker die nötigen Daten haben, die für die Arbeit am Auto notwendig sind. Das klingt nicht nach viel Arbeit, aber es ist unglaublich, wie viel Arbeit ein Mechaniker alleine hat, wenn er sich darum kümmern muss, dass alle Mechaniker ihre Datenblätter und so weiter haben."

Auch auf anderen Gebieten lässt sich Zeit einsparen. Während der Renningenieur mit seinem Fahrer spricht, muss er oft seine Gedanken um anderen Dinge am Auto schweifen lassen. Wenn er diese Aufgaben jemandem anderen überlassen kann, bedeutet das, dass er sich voll auf den Fahrer konzentrieren kann. "Zur gleichen Zeit kann so auch ein junger Ingenieur viel dazulernen, da wir sie für größere Aufgaben in der Zukunft vorbereiten wollen", erklärt Tim Holloway.

Während eines typischen Rennwochenendes kommt der Fahrer nach dem Ende eines Trainingsabschnittes an die Box und redet über Funk mit dem Team. Er spricht mit allen drei Ingenieuren. Der Renningenieur trifft zwar die Entscheidungen, aber er benötigt die Informationen vom Dateningenieur und muss gleichzeitig darauf achten, was mit dem zweiten Auto geschieht. "Während eines Trainings ist es sehr schwer, sich zwischen zwei Autos zu teilen, weil jede Gruppe sich extrem auf den eigenen Fahrer fixiert. Das Problem ist nun nicht mehr so groß, weil der Assistenz-Ingenieur dem Funkverkehr der anderen Gruppe lauschen kann, während sich der Renningenieur nur auf sein eigenes Auto zu konzentrieren braucht. Diese zusätzlichen Informationen helfen dem Renningenieur beim Treffen von Entscheidungen. Man sollte nie unterschätzen, wie viel man vom anderen Auto lernen kann. Im Gegensatz zur Arbeit bei Jordan gibt es Teams, in denen die Fahrer nicht miteinander arbeiten und ich bin mir sicher, dass sich das in ihrer Leistung niederschlägt."

Der Assistenz-Ingenieur besucht auch die technischen Besprechungen. "Während diese Treffen vonstatten gehen, gibt es so viele Leute, die sofortige Entscheidungen benötigen, weil die Mechaniker das Auto auseinandernehmen und möglicherweise etwas finden, das nicht in Ordnung ist. In der Vergangenheit musste der Renningenieur die Besprechung unterbrechen um das Problem in der Garage anzugehen, nun kann der Assistenz-Ingenieur wichtige von unwichtigen Problemen herausfiltern. Wenn man bedenkt, dass Jordan rund 15 Meetings während eines Rennwochenendes abhält, zehn davon mit den Fahrern, dann ist das neue System ein großer Zeitsparfaktor und eine große Verbesserung bei der Arbeitspraktik."

Und natürlich hat die Ankunft von Honda als neuen Motorpartner die anfallende Arbeit erhöht: "Die Leute von Mugen waren exzellent und haben mit ihren limitierten Ressourcen hervorragend gearbeitet. Aber wir hatten sehr wenige Besprechungen, weil ihre Leute mit anderen Aspekten ihrer Arbeit beschäftigt waren, wohingegen Honda extra Personal für die Besprechungen hat, die nun ausführlicher sind - was aber richtig ist. Sie können in Tokio arbeiten, während wir auf der Strecke sind. Sogar bei uns in der Fabrik sind Leute, die auf den Prüfständen simulieren, während wir auf der Piste sind. Man darf nicht unterschätzen, wie sehr sich Jordan an den Rennwochenenden auf die Jungs in der Fabrik verlässt." Holloway zeigt sich über die bisherige Arbeit der Ingenieure zufrieden, glaubt aber, dass man erst ab der zweiten Saisonhälfte richtig davon profitieren wird, wenn früher vielleicht die Müdigkeit der Ingenieure die Arbeit beeinflusst hat.

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24.04.: Jordan-Honda-Rennvorschau Spanien

Nachdem in Imola beide Jordan-Honda die letzten beiden Punkteränge für sich erobern konnten, hoffen Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli in Barcelona auf weitere WM-Zähler: "Ich mag Barcelona, aber weil wir dort oft testen, kenne ich die Strecke und sie ist dadurch eine weniger große Herausforderung. Es ist dennoch eine anspruchsvolle Strecke und man muss fit sein, um das Rennen durchzustehen. Es ist eine der schnelleren Strecken mit schnellen Kurven, in denen die Aerodynamik eine wichtige Rolle spielt. Es ist schwierig, ein passendes Set Up zu finden, weil sich die Bedingungen ständig deutlich unterscheiden, deshalb ist die Piste technisch gesehen eine Herausforderung", so der Mönchengladbacher.

Im letzten Jahr kam der Deutsche auf den sechsten Rang, Teamkollege Jarno Trulli startete zwar als Siebter, kam aber nur auf Platz 12 ins Ziel: "Barcelona ist eine weitere Strecke, die ich sehr gerne habe. Das Auto ist gut ausbalanciert und hat sich bisher in diesem Jahr als stark erwiesen, aus diesem Grund hoffe ich einfach, dass wir im nächsten Rennen sein Potenzial unter Beweis stellen können. Die Hochgeschwindigkeitskurven erfordern eine gute körperliche Fitness und gestalten den Kurs sehr technisch, was einer der Hauptgründe ist, warum viele Teams in Barcelona testen."

Da in dieser Saison wenige Wochen vor dem Rennen auf der gleichen Rennstrecke keinen Testfahrten erlaubt sind, musste das Team in der vergangenen Woche drei Tage lang mit Silverstone vorlieb nehmen, wo man erneut vom schlechten Wetter nicht verschont blieb. Heinz-Harald Frentzen testete in England vor allem die Elektronik, während Testfahrer Ricardo Zonta auf dem Flughafenkurs von Lurcy Levis auf der Geraden Aerodynamikteile ausprobierte.

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23.04.: Frentzen: "Williams-Desaster war meine Schuld"

Über Nacht wurde Heinz-Harald Frentzen bei den Medien ein gefragter Mann. Teamchef Frank Williams hatte sich entschieden, Heinz-Harald Frentzen für die Saison 1997 von Sauber zu sich zu holen und dafür den amtierenden Weltmeister Damon Hill vor die Türe zu setzen, was in England eine Protestwelle auslöste. Heinz-Harald Frentzen wurde von da an ständig misstrauisch beäugt und stand dementsprechend unter Druck.

Nicht ohne Stolz berichtete Heinz-Harald Frentzen von der Vertragsunterschrift bei Williams und die Experten wussten, dass für den Mönchengladbacher nun die Stunde der Wahrheit gekommen war. Dass das Auto der Saison 1997 exzellent war, wurde offensichtlich, Jacques Villeneuve konnte in jenem Jahr den Titel gewinnen, bevor es mit dem Team und damit auch Villeneuve und Frentzen 1998 steil abwärst ging, da das neue Auto ohne Renault-Power und nach dem Weggang von Adrian Newey nicht mehr konkurrenzfähig war.

Die Unterschrift bei Williams hatte Frentzen nicht zuletzt Ayrton Senna zu verdanken, der den Halb-Spanier seinem Teamchef empfahl. Williams holte Frentzen in das Team, weil er der Meinung war, dass dieser schneller ist als Michael Schumacher. Frentzens Fehler war im Nachhinein gesehen, dass er nicht schon 1996 zu Williams ging, weil er Peter Sauber treu bleiben wollte.

Diese loyale Entscheidung macht nur deutlich, wie sehr Frentzen einem Team verbunden ist und der dreifache Grand-Prix-Sieger ist zweifelsohne ein Fahrer, der nur dann zu Höchstleistungen auffährt, wenn er vom Team die volle Unterstützung genießt. "Vielleicht haben wir aus Heinz-Harald nicht alles herausgeholt", meinte Frank Williams Ende der Saison 1999, als sein ehemaliger Fahrer im Jordan lange Zeit um den WM-Titel mitgefahren war.

Doch bei Williams lief beinahe alles schief, was nur schief laufen konnte. Verpatzte Boxenstopps, geplatzte Bremsscheiben und andere Defekte verhinderten mehr als einen Sieg. In England sprach man von Unvermögen, in Deutschland von Pech.

In einem Interview mit dem Fachmagazin 'F1Racing' hat Frentzen nun zugegeben, dass er sich als Hauptschuldigen für die enttäuschenden zwei Jahre bei Williams sieht. Interviewt wurde der 33-jährige Familienvater ausgerechnet von Damon Hill: "In vieler Hinsicht muss man mir die Schuld an meiner Zeit bei Williams geben, ich war einfach nicht erfahren genug. Jeder sagte mir, dass ich ihnen zuhören sollte, dass sie erfahrene Leute wären, die mir Dinge zeigen können. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich musste selbst sehen, wie ich zurecht kam. Ich lernte auf die harte Tour."

Frentzen - loyal wie immer - schiebt den Misserfolg auf seine mangelnde Erfahrung. In seinem vierten Jahr war der Deutsche zu Williams gewechselt, aber Frentzen lässt auch das Problem durchblicken, das viele Experten schon viel früher erkannt haben. Bei Williams fehlt es den Fahrer oft an Unterstützung, das Team leitet das Team und der Fahrer hat nur die Aufgabe, schnell zu fahren. Einen Umstand, den Frentzen nicht gerne hat.

Würde jetzt ein Angebot von Williams kommen, Frentzen würde einem Wechsel aber nicht mehr vollständig abgeneigt sein: "Jetzt wüsste ich, wie ich mit der Situation umgehen müsste. Vor einer Rückkehr zu Williams hätte ich nun keine Angst." Frank Williams zumindest hat zugegeben, dass man Frentzen falsch behandelt hat.

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20.04.: Frentzen: "Bridgestone sollte sich Sorgen machen"

Nur vor vorgehaltener Hand wird in der Boxengasse über den Zweikampf zwischen Bridgestone und Rückkehrer Michelin gesprochen und der Tatsache, dass es den Franzosen gelungen ist, bereits im dritten WM-Lauf im Rennen einen Reifen zu liefern, der dem japanischen Pneu überlegen war und man ein Rennen später mit Ralf Schumacher bereits ein Rennen gewinnen konnte. Zufrieden sind die Bridgestone-Reifenkunden im Moment nicht: "Wir dachten schon, dass Bridgestone den Vorteil hätte länger halten können", so Michael Schumacher am Rande der Testfahrten in Mugello. Fakt ist, nur noch im Qualifying und besonders auf nasser Piste ist Bridgestone im Vorteil - beide Reifenhersteller haben also viel Arbeit vor sich.

In Silverstone und in Mugello brachte Bridgestone in dieser Woche einen neu entwickelten Reifen an die Strecke, der eventuell schon in Barcelona zum Einsatz kommen könnte. Der Vorderreifen ist etwas breiter geworden, damit will man den Autos das Untersteuern austreiben, was vor allem McLaren-Mercedes helfen sollte. Der breitere Vorderreifen führt jedoch auf der Geraden zu einem höheren Luftwiderstand und damit zu geringeren Top-Speedwerten. Die Hinterreifen wurden weicher, um die Traktion zu erhöhen.

"Bridgestone sollte nervös werden und sich Sorgen über Michelin machen", wird Frentzen von der 'Autosport' zitiert. "Ich habe das Gefühl, dass es ihnen schwer fällt, einen Reifen zu finden, der sowohl zum McLaren-Mercedes als auch zum Ferrari passt", spricht der Mönchengladbacher ein ernstes Problem an. Während McLaren-Mercedes mit den neuen Reifen in Silverstone einen neuen Rundenrekord für 2001er-Autos fuhr, muss man auf das Urteil von Ferrari warten, erst danach werden sich die Japaner entscheiden, welchen Reifen sie nach Barcelona mitnehmen werden.

Bei den Bridgestone-Teams schellen nicht umsonst die Alarmglocken. Dass Michelin mit BMW-Williams nur ein konkurrenzfähiges Team hat, mag vielleicht auf den ersten Blick nachteilig sein, doch die Franzosen haben dadurch den Vorteil, dass sie sich auf ein Team konzentrieren können und die Reifen auf den FW23 maßschneidern können. Unter- oder Übersteuern eines Autos lassen sich über die Reifen zum Teil auskurieren und umgekehrt haben die Reifen einen größeren Einfluss auf die Aerodynamik als das die meisten Leute wissen. So scheinen Bridgestones breitere Vorderreifen zum Beispiel mit dem McLaren-Mercedes besser zu funktionieren als am Jordan-Honda.

Bridgestone hat das Problem, dass momentan sowohl McLaren-Mercedes als auch Ferrari Titelchancen haben, man sich also entweder auf ein Team konzentrieren muss oder alternativ einen Reifen bereitstellt, der für beide Teams einen Kompromiss darstellt, was zwangsläufig zu Abstrichen bei der Konkurrenzfähigkeit führt.

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20.04.: Silverstone: Mika Häkkinen mit neuem Rundenrekord

McLaren-Mercedes-Pilot Mika Häkkinen hat bei Testfahrten am Donnerstag in Silverstone mit einer Bestzeit von 1:22.321 Minuten einen neuen Rundenrekord für 2001er-Autos aufgestellt und damit erneut untermauert, dass die anfänglichen Kinderkrankheiten des MP4-16 ausgemerzt sind. Mit rund 0.2 Sekunden Rückstand lag Teamkollege David Coulthard direkt dahinter auf Rang 2.

Das McLaren-Mercedes-Team und BAR-Honda testeten am Donnerstag einen neu entwickelten Reifen von Bridgestone aus. Olivier Panis kam mit dem neuen Pneu mit einer Bestzeit von 1:22.655 Minuten fast an Häkkinens Bestzeit heran, Teamkollege Jacques Villeneuve lag nach 40 Runden mit 1:23.457 Minuten etwas zurück. Die neuen Vorderreifen sind etwas breiter geworden, die Gummimischung der Hinterreifen wurde weicher.

Jordan-Honda-Pilot Heinz-Harald Frentzen kam nach 11 Runden mit 1:23.538 Minuten auf den fünften Platz und konnte nicht wie geplant die neuen Bridgestone-Reifen ausprobieren. Frentzen war einer der Fahrer, die mit den zahlreichen roten Flaggen viel Pech hatten und wertvolle Streckenzeit verloren. Grund für die roten Flaggen waren Motorschäden und abgestorbene Motoren, verursacht durch die teilweise noch nicht ausgereiften Traktionskontrollen. Ferner verlor Frentzen durch einen planmäßigen Motorwechsel viel Zeit.

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Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22.32333
D Coulthard McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22.50943
O Panis BAR Honda 003B 1:22.65362
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:23.37444
H Frentzen Jordan Honda EJ11 B 1:23.53815
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:23.75619
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:24.05437
J Alesi Prost Acer AP04 M 1:24.56756
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:24.57749
G Fisichella Benetton Renault B201 M 1:24.81137
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:26.01319
J Cochet Prost Acer AP04 M 1:26.59418
L Burti Prost Acer AP04 M 1:36.38705

19.04.: Frentzen: Überrundung war keine Freude!

Als Sechster hatte Heinz-Harald Frentzen beim letzten Rennen in Imola eine Runde Rückstand auf Ralf Schumacher im BMW-Williams: "Ich nehme natürlich alle Punkte mit, aber ich habe schon schönere Momente erlebt. Besonders, weil Ralf Schumacher mich kurz vor Rennende noch überrundet hat", klagt Frentzen auf seiner Homepage, der in dieser Saison eigentlich wie 1999 ganz vorne mitfahren wollte. "Da wusste ich, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, wenn wir in dieser Saison gewinnen wollen. Deshalb treibt Honda die Entwicklung voran und wir bei Jordan tun ebenfalls viel."

Für Frentzen ist es auch kein Trost, dass auch Teamkollege Jarno Trulli als Fünfter nur ein paar Meter davon entfernt war, von Ralf Schumacher überrundet zu werden: "Bei drei von vier Rennen bin ich in die Punkteränge gefahren, die Saison hätte schlechter beginnen können. Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte gehofft, unser Jordan-Honda-Team würde mit den Spitzenteams mithalten. Nun sieht es so aus, dass wir hart kämpfen müssen, um 'best of the rest' zu sein."

Mit 461 von 492 möglichen Rennrunden ist das Jordan-Honda-Team das mit Abstand zuverlässigste Team, doch die Zuverlässigkeit ist eben nur "die halbe Miete", wie Frentzen weiß. Seine Aufforderung an das Team: Aufrüsten, damit man so beeindruckend mit Ferrari und McLaren-Mercedes mithalten kann wie das BMW-Williams-Team: "Wenn sie in Imola so beeindruckend gewinnen, können wir uns vorstellen, was uns in Monza, Spa, Suzuka, Silverstone und den anderen schnellen Strecken erwartet", orakelt Frentzen, dass noch mehr Siege der Blau-Weißen folgen werden.

Frentzen ortet vor allem in langsamen Kurven eine Schwäche des EJ11, in schnellen Kurven kann das Team mit den Top-Autos mithalten. Vielleicht wird Jordan die Traktionskontrolle helfen, ein wenig Boden gutzumachen: "Ich bin gespannt, welche Veränderungen es bringen wird. Bei Trockenheit erwarte ich keine großen Neuerungen, interessant wird es erst bei Nässe. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich gegen eine Traktionskontrolle bin. Sie reduziert die Bedeutung des Fahrers. Aber wenn es die einzige Möglichkeit ist, für Fairness zu sorgen, ist es besser, die Traktionskontrolle allgemein zu legalisieren."

Den WM-Titel hat Heinz-Harald Frentzen in diesem Jahr bereits früh abhaken müssen, Siege scheinen momentan aus eigener Kraft ebenfalls nicht möglich zu sein. Bleibt zu hoffen, wenigstens die dritte Kraft zu werden: "Das wirkliche Problem für uns alle ist BMW-Williams. Es wird viel schwerer, sie in den verbleibenden Rennen zu schlagen." Und dann wäre man auf dem Platz, der momentan realistisch gesehen für die Gelben reserviert ist: Platz 4.

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18.04.: Frentzen am zweiten Testtag Dritter

Für das Jordan-Honda-Team, das seine Auto übrigens schon ohne Tabakwerbung fuhr und damit schon auf das kommende Rennen in Barcelona vorbereitet ist, hielt Heinz-Harald Frentzen die Flagge hoch. Gestern noch Schnellster, musste sich der Mönchengladbacher am Mittwoch aber nach 45 Runden mit Rang vier und 1.2 Sekunden Rückstand zufrieden geben.

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Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
M Hakkinen McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22:4561
D Coulthard McLaren Mercedes MP4/16 B 1:22.7627
H Frentzen Jordan Honda EJ11 B 1:23.3156
R Schumacher Williams BMW FW23 M 1:23.6345
O Panis BAR Honda 003B 1:23.8252
J Villeneuve BAR Honda 003B 1:23.9554
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:24.1625
L Burti Jaguar Cosworth R2 M 1:24.3257
E Irvine Jaguar Cosworth R2 M 1:24.4476
J Alesi Prost Acer AP04 M 1:26.1969
J Cochet Prost Acer AP04 M 1:27.8837

17.04.: Frentzen Schnellster am ersten Testtag in Silverstone

Neun Fahrer haben am Dienstag im britischen Silverstone die letzten Testfahrten vor einem für die Formel 1 historischen Rennen aufgenommen. Ab dem Großen Preis von Spanien in Barcelona in knapp zwei Wochen werden zahlreiche elektronische Fahrhilfen erlaubt sein, darunter die Traktionskontrolle, Automatikgetriebe und Starthilfen. Ein letztes Mal können die Teams also diese Woche in Silverstone üben, bevor es bald ernst werden wird. Die fünf anwesenden Teams wurden im Gegensatz zum letzten Test von vor zwei Wochen dieses Mal nicht von sintflutartigem Regen begrüßt, dafür war es aber bitter kalt. Am Ende des Tages war Heinz-Harald Frentzen im Jordan-Honda mit 1:23.008 Minuten der Schnellste.

Während seiner 69 Runden am Morgen konzentrierte sich der Mönchengladbacher auf das Set Up des EJ11 und die Traktionskontrolle, am Nachmittag standen Reifentests für Partner Bridgestone auf dem Programm. Überzeugend unterwegs war auch die japanische Nachwuchshoffnung Takuma Sato, der mit 1:23.929 Minuten nach 65 Runden die drittschnellste Zeit fuhr. Sato gilt als heißer Kandidat auf einen Platz in der Formel 1 bei einem der Honda-Teams, da er direkt vom japanischen Automobilkonzern unterstützt wird.

Während Testfahrer Ricardo Zonta auf dem Flughafenkurs von Lurcy Levis an der Aerodynamik des EJ11 arbeitete, empfängt das Jordan-Team während dem Test zahlreiche Gäste, darunter Sponsoren und Mitglieder des Jordan-Clubs. Am Dienstag waren rund 250 Personen anwesend, die sich in der Jordan-Box umsahen, verköstigt wurden und auch ein paar Fragen an Teamchef Eddie Jordan stellen durften.

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Fahrer Team Motor Chassis Reifen Bestzeit Runden
H Frentzen Jordan Honda EJ11 B 1:23.00869
A Wurz McLaren Mercedes MP4/16 B 1:23.61826
T Sato BAR Honda 003B 1:23.92666
P de la Rosa Jaguar Cosworth R2 M 1:24.86450
J Montoya Williams BMW FW23 M 1:25.14918
D Turner McLaren Mercedes MP4/15K B 1:25.64157
L Burti Jaguar Cosworth R2 M 1:25.66318
G Mazzacane Prost Acer AP04 M 1:25.82744
J Alesi Prost Acer AP04 M -04

15.04.: Glück und Pech für Honda (offizieller Bericht von Honda)

 

Trulli und Frentzen wieder in den Punkten, Enttäuschung aber für Jacques

Das Glück war für die Honda Teams beim Grand Prix von San Marino heute recht ungleich verteilt. Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen setzten die Reihe der Punktegewinne für Honda fort indem sie in ihren Benson & Hedges Jordan Hondas Fünfter und Sechster wurden. Während Olivier Panis seinen BAR Honda auf dem achten Platz nach Hause brachte, schied sein Teamkollege Jacques Villeneuve durch einen Motorschaden bei Rennmitte aus.

Der einundzwanzigste Grand Prix von San Marino wurde geprägt von Ralf Schumachers erstem Formel 1 Sieg und dem ersten Sieg für Williams BMW. David Coulthard zog in der Weltmeisterschaftswertung mit Michael Schumacher gleich indem er heute Zweiter wurde. Rubens Barrichello konnte die Ferrari Ehre beim Heimrennen mit seinem dritten Platz wenigstens etwas retten nachdem Michael Schumacher ausgeschieden war.

Ralf nützte Coulthards schlechten Start aus, setzte sich an die Spitze und ging als Führender in die erste Kurve. Von den Boxenstopps abgesehen gab er die Führung auch nie wieder auf. Trulli hatte einen guten Start und am Ende der erste Runde lag sein Jordan Honda auf Position drei, vor Mika Häkkinen, Michael Schumacher und Juan-Pablo Montoya. Olivier Panis, der ebenfalls gut gestartet war, kam als Siebter aus der ersten Runde. Obwohl er sich auf den sechsten Platz vorschieben konnte als Michael Schumacher Probleme bekam, hatte er, vor Ende der zehnten Runde, mit Elektronikproblemen zu kämpfen und fiel auf den achten Platz zurück. Kimi Räikkönens Sauber konnte er bis zu seinem ersten Boxenstopp hinter sich halten, als das Problem durch eine Lenkradwechsel gelöst werden konnte.

Jacques Villeneuves und Heinz-Harald Frentzens Rennen verlief recht unterschiedlich. Beide steckten im Verkehr fest und beendeten die erste Runde als Zehnter und Elfter, gaben aber alles um die Lücke zu Kimi Räikkönens Sauber zu schließen und waren schließlich in der Lage, erst vom Ausfall Raikkönens zu profitieren, als dieser urplötzlich von der Strecke abbog, und danach von Michael Schumachers Ausfall in Runde 25.

Währenddessen baute der jüngere Schumacher seine Führung gegenüber Coulthard und Trulli aus, der in seinem Jordan Honda Häkkinens McLaren problemlos hinter sich halten konnte und sich auf dem dritten Platz etablierte. Die Spitze fuhr schnell und Ralf überrundete bereits in der 14. Runde das erste Auto. Als Michael Schumacher in Runde 25 ausfiel, absolvierte ein großer Teil des Feldes seine ersten Boxenstopps. Sechs Runden später schoss eine riesige Rauchwolke aus dem Heck von Villeneuves Auto, die für ihn das Ende des Rennens bedeutete.

Als die zweite Runde der Boxenstopps beendet war hatte sich Barrichello still und leise durchs Feld gearbeitet und auf dem dritten Platz etabliert. Jarno Trulli kämpfte auf einem schwierigen Reifensatz gleichzeitig, das Tempo aus der früheren Phase des Rennens wiederzufinden. Frentzen hatte sich kontinuierlich nach vorne auf Platz sieben gearbeitet und Panis fuhr auf dem zwölften Platz, nachdem er durch den Lenkradwechsel Zeit verloren hatte. Danach blieb die Reihenfolge in den Top Sieben gleich bis Montoya durch seinen Ausfall beide Jordan in die Punkte brachte. Panis hatte sich bis zum Schwenken der Zielflagge auf den achten Platz nach vorne geschoben.

Kazutoshi Nishizawa - Technischer Direktor, Honda Racing Entwicklungsabteilung:
"Es war gut, dass beide Jordan Honda heute Punkte gesammelt haben, aber auf der anderen Seite lief es für die BAR Honda nicht so gut. Jacques Villeneuve hatte offensichtlich einen Motorschaden, aber zu diesem Zeitpunkt ist es unmöglich genau zu sagen, was passiert ist. Olivier hatte Probleme mit der Elektronik, die konnten aber behoben werden, als sein Lenkrad bei seinem ersten Boxenstopp ausgetauscht wurde. Er hat bis zum Schluss gekämpft. Wir müssen härter als je zuvor arbeiten um aufs Podium zu kommen."

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15.04.: Beide Jordan in den Punkten

Jarno Trulli:
'Mein Start war gut. Ich konnte gleich den dritten Platz einnehmen. Zu dem Zeitpunkt habe ich Hakkinen und Schumacher vielleicht ein bisschen aufgehalten, aber später dann habe ich mich von ihnen abgesetzt. Bis zum ersten Boxenstopp lief alles wirklich gut, aber der zweite Reifensatz hat mich wirklich in große, große Schwierigkeiten gebracht. Das Handling hat plötzlich überhaupt nicht mehr gepasst und als Montoya hinter mir aufgetaucht ist, hat er einfach spät gebremst und rasch wieder beschleunigt - dagegen konnte ich nichts machen. Ich habe alles gegeben, aber es war unmöglich ihn hinter mir zu halten. Bis zum zweiten Boxenstopp wurde die Situation für mich nicht besser, das Handling war miserabel. Der dritte Satz war dann wieder besser, was man auch an den Rundenzeiten erkennen kann. Zwei Punkte sind kein schlechtes Ergebnis für mich, vor allem nach der Enttäuschung in Brasilien. Wieder einmal konnte ich zeigen, dass wir ein gutes Auto haben und dass wir dabei sind, wenn alles klappt.'

Heinz-Harald Frentzen:
'Der Start ist wirklich unglücklich für mich verlaufen, aber danach habe ich hart attackiert und die Strategie hat den Rest getan. Die Balance des Autos war gut und alles lief nach Plan, aber von soweit hinten kann man einfach nicht mehr aufholen. Sicherlich hätte ich nicht mit den Williams' mithalten können, wenn ich da vorne gewesen wäre, gar keine Frage. Ralf hat sich den Sieg heute wirklich verdient, sein Team auch. Für mich persönlich ist der sechste Platz ein Trost, aber um ehrlich zu sein - wir müssen unsere Leistungen noch deutlich verbessern.'

Eddie Jordan:
'Das war ganz gut. Man hat gesehen, dass wir zuverlässig sind und es ist immer schön, wenn man beide Autos in den Punkten hat, schließlich gehört das in diesem Jahr zu unseren großen Zielen. Unser Standard ist in etwa auf diesem Niveau und jetzt haben wir etwas, worauf man aufbauen kann. Fest steht nun auch, dass wir schneller werden müssen. Unser Partner, Honda, wird dasselbe versuchen und vielleicht können wir dann doch noch in den Dreikampf an der Spitze eingreifen.'

 

Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Abstand

1.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

1h30:44.817

2.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

+ 0:04.352

3.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

+ 0:34.766

4.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

+ 0:36.315

5.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

+ 1:25.580

6.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

1 Runde

7.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

1 Runde

8.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

1 Runde

9.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

1 Runde

10.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

2 Runden

11.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

Michelin

2 Runden

12.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

2 Runden

Ausfälle

13.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

12 Runden

Motorschaden

14.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

14 Runden

Kupplungsschaden

15.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

20 Runden

Motorschaden

16.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

31 Runden

 

17.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

32 Runden

Motorschaden

18.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

Michelin

34 Runden

Motorschaden

19.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

38 Runden

Bremsdefekt

20.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

45 Runden

 

21.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

56 Runden

 

22.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

57 Runden

Motorschaden

 


14.04.: Qualifying - Trulli 5. Frentzen 9.

Mit einer brillanten Leistung in den letzten Minuten der Qualifikation, stellte Jarno Trulli seinen EJ11 auf den fünften Startplatz. Der Italiener benötigte 1:23.658 Minuten für seine schnellste Runde und war damit 0.604 Sekunden langsamer als Pole-Fahrer David Coulthard. Trullis Teamkollege, Heinz-Harald Frentzen, kam in 1:24.436 Minuten über die Ziellinie, was ihm für Startplatz 9 reichte.

Trulli, der im letzten Rennen seine ersten WM-Punkte holte, erklärte nach der Qualifikation: "Meine Güte, das war heute richtig spannend. Ich fühle mich beinahe so glücklich wie letztes Jahr in Monaco", freute sich der Italiener, der seine beste Runde während seines letzten Versuchs gefahren hatte.

Trulli weiter: "Ich habe wirklich alles in diesen letzten Versuch gelegt und am Ende kam diese Zeit dabei heraus. Mein Auto war wirklich konkurrenzfähig. Während des Freien Trainings heute Morgen hatte ich schon ein gutes Gefühl für die Qualifikation gehabt, hielt mich aber noch zurück. Das lag vor allem an der nassen Strecke. Zunächst war die Strecke in der Qualifikation ja wieder nass, aber sie wurde mit jeder Minute trockener und besser. Das Erfolgsgeheimnis lag heute darin, bis zum Ende zu warten, obwohl es zum Anfang verdächtig nach Regen aussah. Ich bin zur richtigen Zeit auf die Strecke gegangen und was daraus geworden ist, sehen wir ja. Ich hoffe nun morgen auf ein gutes Rennergebnis."

Für Heinz-Harald Frentzen verlief der Sonnabend nicht so wie gewünscht. Erneut musste der Mönchengladbacher eine Niederlage - die dritte im internen Duell - gegen seinen jüngeren Teamkollegen einstecken. Frentzen erlebte aber auch einen brenzligen Moment, als er auf seiner schnellen Runde plötzlich auf einen langsameren Piloten auflief und beinahe mit diesem kollidierte: "Als ich auf meinem zweiten Versuch war, lief ich auf ein viel langsameres Auto auf und meine Runde war kaputt."

Der 33-Jährige machte aber auch das Wetter während des Freien Trainings für seine im Gegensatz zum Teamkollegen schlechte Performance verantwortlich: "Mein Auto fühlte sich zunächst ganz gut an, später hatte ich dann aber massives Untersteuern, weshalb keine guten Rundenzeiten zu Stande kamen. Wir wissen noch nicht, wie sich die Balance so plötzlich verändern konnte, aber das nasse Wetter heute Morgen hat uns Zeit zum Finden der optimalen Abstimmung gekostet. Ich muss nun morgen abwarten, was ich vom neunten Startplatz aus machen kann."

Eddie Jordan empfand das heutige Qualifikationstraining als guten Auftakt der europäischen Formel-1-Saison: "Nachdem wir die ersten Rennen in Übersee waren, ist es angenehm, wieder den Luxus eines eigenes Motorhomes in Europa zu haben", so der Teameigner.

Jordan weiter: "Ich bin erfreut über ein Auto in der dritten Startreihe, wo wir zwischen den Williams und Ferrari stehen. Jarno hat wirklich gute Arbeit geleistet. Heinz-Harald hatte Pech, dass er vom Verkehr auf der Strecke aufgehalten wurde. Wir müssen nun morgen das Beste aus unserer Situation machen, und reisen hoffentlich mit Punkten hier ab."

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Pos. Nr. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand

1.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:23.054

213.822 km/h

2.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

Bridgestone

1:23.282

+ 0:00.228

3.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

Michelin

1:23.357

+ 0:00.303

4.

1

Michael Schumacher

Ferrari

Bridgestone

1:23.593

+ 0:00.539

5.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

Bridgestone

1:23.658

+ 0:00.604

6.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

Bridgestone

1:23.786

+ 0:00.732

7.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

Michelin

1:24.141

+ 0:01.087

8.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

Bridgestone

1:24.213

+ 0:01.159

9.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

Bridgestone

1:24.436

+ 0:01.382

10.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

Bridgestone

1:24.671

+ 0:01.617

11.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

Bridgestone

1:24.769

+ 0:01.715

12.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

Bridgestone

1:25.007

+ 0:01.953

13.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

Michelin

1:25.392

+ 0:02.338

14.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

Michelin

1:25.411

+ 0:02.357

15.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

Michelin

1:25.572

+ 0:02.518

16.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1:25.872

+ 0:02.818

17.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

Bridgestone

1:26.062

+ 0:03.008

18.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

Michelin

1:26.855

+ 0:03.801

19.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

Michelin

1:26.902

+ 0:03.848

20.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

Michelin

1:27.750

+ 0:04.696

21.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

Michelin

1:27.758

+ 0:04.704

22.

20

Tarso Marques

European-Minardi

Michelin

1:28.281

+ 0:05.227


13.04.: Problemloser erster Trainingstag

Für das Jordan-Honda-Team begann der Auftakt zum Großen Preis von San Marino ohne Probleme. Jarno Trulli war am Ende des zweiten Freien Trainings Neuntschnellster, während Heinz-Harald Frentzen sich auf Platz 13 wiederfand. Zunächst hatte das Freie Training auf nasser Strecke begonnen, welche aber im Verlauf des Tages abtrocknete. Jarno Trulli freute sich vor allem, dass es am ersten Tag keinerlei technische Probleme bei den Gelben gegeben hatte.

Der Italiener erklärte im Anschluss: "Wir haben uns heute von Beginn an auf das Rennen vorbereitet. Wir waren mit viel Benzin an Bord unterwegs und haben die Reifen getestet. Der einzige Nachteil den wir jetzt haben, ist, dass wir nicht genau wissen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen. Ich bin ansonsten mit der Balance meines Autos recht zufrieden, welche sowohl unter nassen als auch unter trockenen Bedingungen gut funktionierte. Zunächst hatten wir mit einer Regenwetterabstimmung begonnen, aber als die Strecke langsam abtrocknete, bekam ich leichte Probleme. Wir kennen den Grund dafür aber bereits, so dass wir wissen, was wir für morgen vorzubereiten haben."

Heinz-Harald Frentzens Abstand auf die Spitze, die beiden Ferrari von Michael Schumacher und Rubens Barrichello, betrug am Ende zwar mehr als 2 Sekunden, aber besorgt schien der gebürtige Mönchengladbacher darüber nicht zu sein. So erklärte er: "Das war heute wieder einmal ein ganz normales Freies Training, wie es so üblich ist. Wir haben uns auf die Abstimmung des EJ11 für das Rennen konzentriert. Auf nasser Strecke zu beginnen war schon ein wenig merkwürdig, aber zumindest haben wir etwas daraus lernen können. Ansonsten gilt: Heute war es Routine wie an jedem Freitag."

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12.04.: Frentzen: Mit neuem Mut nach Imola

Heinz-Harald Frentzen ist wieder auf Kurs. Nach der enttäuschenden Vorjahressaison ist der Mönchengladbacher im Jordan-Honda drauf und dran, an die Erfolgsserie aus dem Jahr 1999 anzuknüpfen. Mit den Rängen fünf und vier in den ersten beiden Rennen in Australien und Malaysia feierte der Vize-Weltmeister von 1997 einen Auftakt nach Maß. Zuletzt in Brasilien fehlten dem 33-Jährigen nur acht Runden für einen Platz auf dem Podium. Sicher auf Platz drei liegend, sorgten Fehlzündungen am Motor für das Aus und der Traum war geplatzt. "Ich war sehr enttäuscht", gab Frentzen hinterher zu Protokoll. "Dass wir uns lange in der Spitzengruppe gehalten haben, ist nur ein schwacher Trost für mich und das Team."

Doch die Enttäuschung ist längst verdaut. Vor dem Großen Preis von San Marino am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere World) feierte er den ersten Geburtstag seines Töchterchens Lea. Und wenn der Papa in die süßen Kinderaugen schaut, dann ist alles andere ganz weit weg. Auch deshalb ist der Familienvater mit neuem Mut an den Ort seines ersten Grand-Prix-Sieges zurückgekehrt. "Imola ist etwas Besonderes für mich. Ich liebe die Strecke, diese schöne Landschaft mit ihren Hügeln, den Frühling und das leckere Essen in Italien", sagt der Jordan-Pilot.

1997 gewann er im Autodromo Enzo e Dino Ferrari im Williams- Renault den ersten seiner drei Grand-Prixs und verhinderte den Sieg von Michael Schumacher beim Ferrari-Heimspiel. Die Schattenseiten seines Sports erlebte der Rheinländer 1994, in seinem Premierenjahr, ebenfalls in Imola. In seinem dritten Formel-1-Rennen starb sein Idol Ayrton Senna. Zuvor war der Österreicher Roland Ratzenberger tödlich verunglückt. Frentzen war danach am Boden zerstört.

Als der Deutsche vor zwei Jahren aus dem stärker eingeschätzten Williams-Team zu Jordan wechselte, verstanden ihn viele nicht so recht. Doch auf Anhieb überzeugte er im neuen Auto, beendete die Saison völlig überraschend als Dritter. Im Vorjahr freilich lief es nicht. Trotzdem verlängerte er seinen Vertrag, nachdem klar war, dass Honda als Werkspartner bei dem britischen Team einsteigt. "Seit ich bei Jordan bin, habe ich immer wieder betont, wie wichtig es ist, ein Werksteam zu sein. Wenn man den Großen ans Bein pinkeln will, braucht man halt eine hohe Leiter. Diese Leiter hat Jordan nun endlich gefunden. Und es ist nicht irgendeine Leiter, sondern eine Leiter de luxe."

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11.04.: Offizielle Honda-Vorschau San Marino

Nach dem dramatischen Rennen in Interlagos, bei dem die Honda-Teams kräftig im Vorderfeld mitgemischt hatten, bereiten sich die beiden Werksteams Benson & Hedges Jordan-Honda und Lucky Strike Reynard BAR-Honda auf den ersten Grand Prix der Saison auf europäischem Boden vor, dem am kommenden Sonntag (15. April) in Imola stattfindenden Grossen Preis von San Marino.

Das BAR-Honda-Team bewies mit Olivier Panis' feiner Leistung und dem vierten Platz des Franzosen in Brasilien den angedeuteten Aufwärtstrend. Dies wird vor allem Jacques Villeneuve motivieren seine ersten WM-Zähler zu erringen. Jordan-Honda wird das Augenmerk auf den derzeit vom Sauber-Team um einen Punkt Vorsprung belegten dritten Rang in der Konstrukteurs-WM richten. Zwar konnte der Rennstall aus Silverstone, dank Trullis fünftem Platz in Interlagos, bei allen drei Grands Prix in die Punkte fahren, doch büsste man auch häufig sicher geglaubte Punkte ein. In Brasilien erwischte es Heinz-Harald Frentzen auf dem Weg zu einem respektablen dritten Rang.

Kazutoshi Nishizawa, technischer Leiter von Honda Racing Development:
"Nach den vor einigen Jahren in Imola durchgeführten Umbauten, ist die Streckenführung nun eine Ansammlung von kurzen Geraden und der Motor läuft nur ein wenig mehr als die Hälfte der Streckenlänge auf voller Last, also etwas länger als Durchschnitt. Die vielen Schikanen bedeuten, dass gutes Ansprechverhalten des Motors mindestens soviel bringt, wie reine Motorleistung im oberen Drehzahlbereich. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier gut abschneiden werden."

"Davon abgesehen haben wir firmenintern durchaus Grund stolz zu sein, denn die Kollegen vom Zweiradbereich haben am vergangenen Wochenende Hondas 500. Grand Prix-Sieg beim Auftakt der Motorrad-Strassen-WM feiern können. Zudem errang das Team Penske-Honda den ersten CART-Sieg der Saison 2001 für Honda, ich hoffe wir stehen da am kommenden Wochenende nicht nach."

Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola ist der Austragungsort des Grossen Preises von San Marino, einem etwa 100 Kilometer entfernt gelgenen Fürstentum, aber auch so etwas wie eine Kultstätte der Ferrari-Fans. Ein besonderer Ansporn also, auch für die Konkurrenz der Roten aus Maranello. Die Streckencharakteristik ist heutzutage eher als mittelschnell einzustufen, gespickt mit vereinzelten Schikanen, aber auch einigen flotten Kurven. Gutes Ansprechverhalten des Motors ist hier von grossem Vorteil.

Beide Honda-Partnerteams nahmen vergangene Woche (3.-5. April) an den Testfahrten in Silverstone teil, die Honda-Ingenieure und -Techniker nutzten die Tests zur Entwicklungsarbeit am RA001E-Treibwerk. BAR-Honda hatte neben den GP-Stars Villeneuve und Panis auch Testfahrer Patrick Lemarié im Einsatz. Jordan-Honda setzte neben Stammfahrer Jarno Trulli ebenfalls den teameigenen Testfahrer ein, den Brasilianer Ricardo Zonta.

Imola war für Honda stets ein guter Boden für Triumphe, Ayrton Senna siegte hier dreimal im McLaren-Honda und Nigel Mansell feierte seinen Sieg mit Honda-Power in einem Williams. 1988 stattete Honda das Siegerpodest gar mit drei Fahrern exklusiv aus. Senna bekam auf dem "Treppchen" vom Teamkollegen Alain Prost und dem drittplazierten Lotus-Honda-Pilot Nelson Piquet Gesellschaft geleistet.


10.04.: Jordan-Honda-Rennvorschau San Marino

Nach dem verpassten Podestplatz von Heinz-Harald Frentzen in Brasilien sieht Teamchef Eddie Jordan den Saisonauftakt dennoch positiv und hebt hervor, dass man bisher in jedem Rennen einen Punkt holen konnte, was auch in Zukunft so bleiben soll: "In jedem der ersten drei Rennen haben wir Punkte geholt, die harte Arbeit und Verpflichtung des gesamten Teams von Jordan und Honda hat das möglich gemacht. Wir haben während der letzten Wochen hart mit Honda zusammengearbeitet um ein paar der kleineren Probleme zu beheben, die wir am Anfang der Saison hatten und wir sind zuversichtlich, dass Jordan auch in Zukunft ein Herausforderer für die Top-Teams sein wird." Das Team testete in der vergangenen Woche in Silverstone, konnte dort aber wegen starken Regens keine nennenswerte Fortschritte verzeichnen.

Heinz-Harald Frentzen über das Rennen in San Marino: "Es ist schön, dass wir nach San Marino kommen, denn es ist der Start der Europa-Saison und das ist für die Teams und Fahrer gut. Italien, die Tifosi und die Strecke erinnern mich immer an meinen ersten Sieg 1997. Die Strecke ist für die Fahrer wie eine Achterbahnfahrt, aber hat ihren besonderen Flair."

Jarno Trulli: "Jeder nimmt an, dass Imola mein Heimrennen ist, was auch richtig ist, weil ich Italiener bin, aber ich bin in Wirklichkeit gar nicht viel in Italien gefahren. Ich freue mich, nach Italien zu kommen. Meine Fans in Italien hoffen auf ein gutes Ergebnis und ich würde es ihnen gerne geben."

Teammanager Trevor Foster: "Pech hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass San Marino traditionell für das Jordan-Team ein weniger erfolgreiches Rennen war. In der Vergangenheit waren wir in Imola oftmals in der Ausgangslage, Punkte zu holen, doch leider haben die Autos die Ziellinie nicht überquert. Das Rennen ist für uns aus diesem Grund sehr wichtig, um diese Tradition endlich abhaken zu können."

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10.04.: "Repräsentativeres" Motorhome

Woran kann man im Fahrerlager am besten erkennen, dass die Formel 1 den Europa-Auftakt feiert? Richtig, die Teams parken im Fahrerlager ihre neusten, schönsten, größten und teuersten Fahrerlager. BAR klotzte, BMW präsentierte im letzten Jahr das eigene Prunkstück, das man nur noch "Schloss Neuschwanstein" nennt und Jaguar packte auf das Dach des Motorhomes eine überdimensional große Jaguar-Katze aus glänzendem Metall, die alles andere überragte.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone war das etwas zu viel und wies das Team an, die Raubkatze in Zukunft nicht zu montieren, "sonst hat BMW demnächst eine Weißwurst auf dem Dach", scherzte der Formel-1-Boss. Längst haben die Motorhomes der Teams die Höhe von zwei Stockwerken, meist noch zuzüglich eines kleinen Balkons, erreicht. Marmor, Hightech und Leder machen die Sonderanfertigungen zu millionenschweren Posten im Teambudget.

Auch in diesem Jahr werden neue Motorhomes präsentiert, Jordan präsentiert das neue "hochmoderne und zweistöckige" Motorhome, das entwickelt wurde, "um den neuen Werksteamstatus" zu repräsentieren, wie es so schön in der Pressemitteilung des Teams heißt. Gesponsert wird das neue Motorhome von der Deutschen Post und in ihm gibt es eine Media- und Marketing-Suite, einen Physiotherapie-Raum, Management-Büros und eine Sponsor-Lounge - eben alles, was man so braucht, wenn man Vertreter von Honda und den zahlreichen Sponsoren willkommen heißen möchte.

An das neue Motorhome kann ein weiteres Modul angebracht werden, in dem man über 40 Gäste bewirten kann, oben auf dem Dach gibt es eine Terrasse für den Ausblick über das Fahrerlager und auf einem 42-Zoll-Plasmabildschirm entgeht keinem mehr, was auf der Strecke passiert. Die Europa-Saison kann beginnen!

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10.04.: Jordan-Team mit personeller Umstrukturierung zufrieden

Über den Winter hat sich in Sachen Personal bei Jordan-Honda einiges getan, bisher haben sich die Änderungen bewährt - nicht selbstverständlich, wenn so viel verändert wird. Mike Gascoyne, der Technische Direktor des Teams wechselte zu Benetton-Renault und wurde erst vor wenigen Wochen von Eghbal Hamidy ersetzt, den man wiederum von Arrows abwerben konnte.

Alleine 13 neue Gesichter sind in diesem Jahr zum Rennteam gekommen, neun davon in die 26 Mann starke Boxenstopp-Crew. Diese wurde in den letzten beiden Rennen mit den chaotischen Wetterbedingungen gleich unter eine harte Belastungsprobe gestellt und hat diese gut gemeistert. Zwei Renningenieure wurden neu eingestellt, Heinz-Harald Frentzen erhielt einen neuen Daten-Ingenieur und ein weiterer T-Car-Mechaniker wurde eingestellt. Die anderen neun Mitglieder kamen vom Testteam in das Rennteam (sechs an der Zahl), die restlichen drei Teammitglieder arbeiteten in der vergangenen Saison noch in der Fabrik.

"In dieser Saison wurde das Rennteam sehr stark verändert, hauptsächlich, weil einige Arbeitskräfte zum Testteam verlegt werden musste, um dieses zu verstärken und weil neue Leute hingekommen sind, die das Team als Ganzes stärken", so Jim Vale, Rennteammanager bei Jordan. "Alle haben sich außergewöhnlich gut aneinander gewöhnt und wir sind sehr zufrieden, wie die Arbeitspraktiken immer besser werden und die Moral des Teams sich zum Positiven hin verändert hat. Besonders die letzten zwei Rennen haben demonstriert, dass Druck Teamwork erfordern kann, wenn zum Beispiel ein plötzlicher Regenschauer dazu führt, dass zwei Autos gleichzeitig hintereinander an der Box stehen. Die gute Arbeit des Teams wurde auch in Brasilien unter Beweis gestellt, als vor dem Qualifying innerhalb kürzester Zeit zwei Motoren gewechselt werden mussten."

Doch auch wenn man mit Aerodynamik-Spezialist Eghbal Hamidy einen starken Zugang hat und auch das andere Teampersonal gut miteinander harmoniert, so stehen doch eine Reihe von Namen auf der Verlustliste, die Teamchef Eddie Jordan schmerzen: Aerodynamiker Dino Toso wechselte zu Benetton, Frentzens Renningenieur Sam Michael wurde von BMW-Williams abgeworben. Anfang Januar verabschiedete sich Chefkonstrukteur Mark Smith und wechselte ebenfalls zu Benetton. Damit hat das Team mit Gascoyne vier hochtalentierte Techniker verloren, die bei der Konkurrenz mehr Chancen auf Erfolge sehen.

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05.04.: Regengenervte Teams in Silverstone

Nachdem es bereits am Mittwoch wie aus Kübeln goss, sollte das Wetter am Donnerstag noch einmal eine Stufe unbrauchbarer für Testfahrten werden. Alexander Wurz stellte den MP4-15/K nach nur zwei Runden dann auch wieder an der Box ab, fuhr aber dennoch mit 1:32.20 Minuten Tagesbestzeit. David Coulthard ersetzte Mika Häkkinen und fuhr weitere Kilometer mit dem neu aufgebauten vierten Chassis des MP4-16. Der Schotte fuhr lediglich drei Runden und mit 1:43.83 Minuten die viertbeste Zeit. Zweitschnellster war Jarno Trulli mit 1:32.40 Minuten. Der Römer hatte an seinem Jordan-Honda ein Ölleck zu beklagen.

Ricardo Zonta, Testfahrer bei Jordan-Honda, drehte ebenfalls nur acht Runden und war mit 1:36.28 Minuten der Drittschnellste. BAR-Honda-Pilot Olivier Panis fuhr erst gar keine gezeitete Runde.

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05.04.: Ersetzt Ricardo Zonta Gastón Mazzacane?

Immer noch hält sich das Gerücht bestens über Wasser, wonach beim Großen Preis von San Marino in Imola Gastón Mazzacane von Teamchef Alain Prost wegen mangelnder Leistungen vor die Türe gesetzt werden wird. Vor ein paar Wochen war Pedro de la Rosa als Ersatz für den Argentinier im Gespräch, nachdem dieser aber zu Jaguar gewechselt ist, ist ein andere Name im Gespräch: Ricardo Zonta. Der Brasilianer ist Testfahrer des Jordan-Honda-Teams und hofft dort, bald ein Comeback geben zu können. Tatsächlich hat es in Brasilien längere Gespräche zwischen Eddie Jordan und Alain Prost gegeben.

Die Formel 1 ist immer wieder für die eine oder andere Überraschung gut, realistisch betrachtet überwiegen die Anzeichen aber deutlich, dass alles beim Alten bleiben wird. Im Umfeld von Mazzacane wurde mehr als deutlich gesagt, dass man einen Vertrag besitzt, der keine Leistungsklausel enthält und ihm das Cockpit bis zum Ende der Saison zusichert. Selbst das Prost-Team bestätigt mittlerweile, dass es eine entsprechende Klausel im Vertrag nicht gibt.

Ricardo Zonta dementierte vor kurzem ebenfalls, dass er zu Prost wechsele, gab aber zu, dass es Gespräche mit Alain Prost gab. Der Brasilianer dürfte auch keinen Grund haben, zu einem mäßigen Team zu wechseln, nur um einen Fahrerplatz zu erhalten. Der 24-jährige hofft immer noch, ähnlich wie Olivier Panis von einem Jahr Auszeit als Testfahrer profitieren zu können und den Aufstieg zu schaffen - am besten im Jordan-Team selbst.

Ferner wird Gastón Mazzacane von PSN, einem der größten Geldgeber des Teams, unterstützt und dort ist man offenbar sehr dahinter, dass man Mazzacane im Team behalten kann, auch wenn dieser nicht unbedingt die gewünschten Leistungen erbringt. Prost würde mit einem Rauswurf riskieren, Sponsor PSN zu vergrämen.

Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass Eddie Jordan seinen Testfahrer einfach ziehen lässt, den er zur Zeit dringend benötigt. Würde Zonta zu Prost gehen, würde er sich bei Jordan und möglicherweise auch bei vielen anderen Teams die Zukunft verbauen. Alles in allem ist es zwar wahrscheinlich, dass Prost in der Tat versucht, Gastón Mazzacane loszuwerden, dass er aber bis Ende der Saison für das Team fahren wird, auch wenn die Leistung Mazzacanes neben Jean Alesi sehr zu wünschen übrig lässt.

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05.04.: Schumi II: Rückkehr zu Jordan unwahrscheinlich

Zwei Jahre lang fuhr Ralf Schumacher für das Jordan-Team. 1997 durchlebte der Kerpener eine schwierige erste Saison mit zahlreichen Fahrfehlern, erst im Laufe der Saison 1998 zeigte der Deutsche Leistungen, die Frank Williams dazu veranlassten, sich die Dienste des Deutschen zu sichern. "Ich mag ihn als Person, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich zu ihm unter anderen Umständen zurückkehren würde", so der heutige BMW-Williams-Pilot gegenüber 'Reuters' über seinen Ex-Chef Eddie Jordan.

Nach Aussage von Schumacher hat er 1997 alle Unterstützung des Iren genossen, 1998 sei die Beziehung dann aber gekippt: "Zu Beginn der Saison 1998 wurde alles anders, denn er wusste, wie man einen unter Druck setzt. Und dann kam die Zeit, in der wir eine ziemlich schwierige Beziehung zueinander hatten, weil ich versuchte wegzukommen, weil es klar war, dass er mich nicht mehr haben wollte und ich nicht frei fahren durfte."

Nur zu ungern erinnert sich der 25-jährige an das Regenchaosrennen 1998 in Spa, als Teamkollege Damon Hill in Führung lag, er aber mit Sieben-Meilen-Stiefel näher kam und das Rennen locker hätte gewinnen können. Stattdessen kam der Funkspruch, keinen Angriff zu wagen, und hinter Hill als Zweiter ins Ziel zu fahren: "Die Entscheidung war unter diesen Bedingungen aus der Sicht des Teams verständlich, aber mir hat sie nicht gefallen. Mich hat sie jedoch nicht überrascht, denn ich war dabei, das Team zu verlassen und ich lag zu diesem Zeitpunkt mit Eddie im Streit."

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04.04.: Silverstone-Test: Wenig Freude über das Wetter

Auch am zweiten Testtag in Silverstone goss es wie aus Kübeln, erst am Nachmittag konnte man einigermaßen fahren - am Morgen war es teilweise so nass, dass die Autos in Aquaplaning gerieten, so rutschte Ricardo Zonta von der Strecke, beschädigte das Auto dabei aber nicht. Schnellster des Tages war BAR-Honda-Pilot Jacques Villeneuve mit einer Bestzeit von 1:22.910 Minuten vor Teamkollege Olivier Panis (1:23.500).

McLaren-Mercedes-Testfahrer Alexander Wurz war im MP4-15/K schneller (1:24.390) als Mika Häkkinen (1:24.650) der ein neu aufgebautes Chassis des MP4-16 ausprobierte. Das Schlusslicht bildeten mit Jarno Trulli (1:25.920) und Testfahrer Ricardo Zonta (1:26.790) beide Jordan-Honda. Auf dem Programm stand am Morgen die Traktionskontrolle, am Nachmittag Reifentests. Morgen beenden die Teams die Testfahrten.

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04.04.: Testfahrten in Silverstone

An vernünftige Testfahrten war gestern in Silverstone nicht zu denken. In fast regelmäßigen Abständen von einer halben Stunde setzten heftige Regenschauer die Strecke unter Wasser. Einzig Ricardo Zonta gelang es am Morgen, eine vernünftige Rundenzeit zu fahren und kam mit beinahe 11 Sekunden Vorsprung nach 15 gefahrenen Runden auf den ersten Platz. Bei Jordan-Honda arbeitete man heute am EJ11 und versuchte, den elektronischen Problemen, die Heinz-Harald Frentzen in Brasilien einen dritten Platz kosteten, auf den Grund zu gehen. Zweitschnellster war McLaren-Mercedes-Testpilot Alexander Wurz, der ebenfalls 15 Runden fuhr, allerdings im Interims-Auto MP4-15K .

Ein neu aufgebautes Chassis des MP4-16 wird am Mittwoch an die Strecke kommen, dann wird auch Mika Häkkinen persönlich in das Lenkrad greifen. Das dritte anwesende Team war BAR-Honda, wo Testfahrer Patrick Lemarie ein viertes und ebenfalls neu aufgebautes Chassis einem Funktionstest unterzog, so dass Jacques Villeneuve am Mittwoche ein funktionsfähiges Auto vorfinden wird. Auch Olivier Panis war vor Ort, er testete am alten BAR002 Reifen.

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03.04.: Frentzen: "Uns fehlt eine halbe Sekunde"

"Fragen sie Honda", antwortete Heinz-Harald Frentzen nach seinem Ausfall auf Platz 3 liegend in Brasilien. Eine ungewöhnliche Aussage, nimmt man doch Partner vor den Medien immer in Schutz, aber gleich drei Mal ließ Frentzen an diesem Wochenende der Motor im Stich: Am Freitag war es ein Elektronikproblem, am Samstag ein kapitaler Motorschaden und am Sonntag gab es zuerst Fehlzündungen und dann verstummte der Zehnzylinder ganz. Honda-Ingenieur Hiroshi Shirai versprach umgehend Veränderungen für das kommende Rennen in Imola, wo diese Probleme nicht mehr vorkommen sollen. Das Punktekonto hätte bei Frentzen schon prächtig gefüllt sein können, doch das Pech klebt dem Deutschen an den Füßen.

0.853 Sekunden Rückstand hatte Frentzen im Qualifying und war sich danach sicher, das Optimum aus dem Auto herausgeholt zu haben: "Das Auto fühlte sich gut an, und auch Jarno war mit gleichen Zeiten unterwegs, trotzdem wusste ich, dass wir die halbe Sekunde zu den Top 6 nicht schließen konnten, egal, was wir auch mit unserem Jordan machen würden", so der Deutsche in seiner Homepage-Kolumne.

In den letzten sieben Jahren wurde der Brasilien-Sieger Weltmeister, das lässt vermuten, dass sich auf der Buckelpiste die Spreu vom Weizen trennt, auch was die Autos angeht, was Frentzen nur bestätigen kann: "Interlagos gehört zu den Kursen, auf denen man das Limit des Autos schnell findet. Daher platzierten auch viele Teams ihre Boliden in der Startaufstellung dicht beieinander. Um da nach vorne zu fahren, mussten wir noch einiges verbessern. Eine halbe Sekunde, das hört sich im ersten Augenblick nicht nach viel an, gerade einmal ein Wimpernschlag, aber in unserem Sport ist es fast eine Ewigkeit. Schließlich haben wir alle das gleiche Ziel."

Den Auffahrunfall von Rubens Barrichello auf Ralf Schumacher sah Frentzen aus bester Perspektive, nach all der Kritik auf sein Homepage-Statement über die Traktionskontrolle, hält sich der Mönchengladbacher dieses Mal diplomatisch zurück: "Barrichello kam mit hoher Geschwindigkeit aus der ersten Schikane und überholte mich aus dem Windschatten heraus. Dann attackierte er Ralf Schumacher, der wegen seines verpatzten Starts genau vor mir war. Es war ein ziemliches Gedrängel vor der nächsten Kurve, als plötzlich ein Heckflügel und Reifen umherflogen. Barrichello war Ralf Schumacher in das Auto gefahren, genau wie er es bei mir in Australien gemacht hatte."

Einmal mehr ackerte sich der Vizeweltmeister von 1997 unbemerkt nach vorne vor: "Mein Polster war groß genug. Ich war mir sicher, ohne weitere Zwischenfälle, den dritten Rang halten zu können. Besonders, weil die Strecke immer weiter abtrocknete und ich mit meiner Reifenwahl genau richtig lag. Unglücklicherweise machte mir mein Auto einen Strich durch die Rechnung. Überflüssig zu sagen, dass ich sehr enttäuscht war. Zumal wir bei diesem Rennen erneut unser Bestes gegeben haben. Dass wir uns lange in der Spitzengruppe gehalten haben, ist nur ein schwacher Trost für mich und das Team, das so hart um die halbe Sekunde gekämpft hat."

Nach den Wintertest war das Jordan-Honda-Team optimistisch gewesen, dass man sich über den Winter stark steigern konnte. Das ist dem Team in der Tat gelungen, doch BMW-Williams machte einen größeren Schritt als Jordan und auch auf Ferrari und McLaren-Mercedes konnte man nicht ausreichend Zeit gut machen. Bleibt der Trost, dass das zweite Honda-Werksteam BAR langsamer ist...

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01.04.: Rennen: J. Trulli 5. - H.-H. Frentzen Frentzen unbelohnter Held

Sieben Punkte waren Jordan-Honda sicher, plötzlich waren es nur noch zwei. Heinz-Harald Frentzen war auf Podiumskurs, als der Mönchengladbacher wieder einmal Opfer der Technik wurde und Teamkollege Jarno Trulli konnte sich nicht gegen die Angriffe von Nick Heidfeld und Olivier Panis wehren und wurde zum Schluss nur Fünfter. Geburtstagskind Eddie Jordan blieb da nur ein müdes Kopfschütteln.

"Ich hatte einen sehr guten Start", erzählt Jarno Trulli. "Ich lag auf Platz vier und fühlte mich gut. Wir waren auf einer Ein-Stopp-Strategie, 15 Runden, bevor ich reinkommen sollte, bekam ich ein Problem mit der Kupplung. Ich war nicht so schnell wie vorher und hatte Probleme mit den Hinterreifen. Leider war mein Boxenstopp eine Runde bevor der Regen kam, so musste ich erneut reinkommen und Intermediates holen und das kostete mich eine Position. Die Strecke begann abzutrocknen und ich fühlte, wie das Auto stark übersteuerte. Es war ein großer Kampf, das Ziel zu erreichen."

Heinz-Harald Frentzen über sein Rennen: "Die Strategie war perfekt. Wir zogen Intermediates auf als der Regen kam, auch wenn das Auto sehr schwierig zu fahren war, als die Strecke sehr nass war, so waren die Reifen die richtige Wahl. Ich lag auf dem komfortablen dritten Platz, als der Motor Fehlzündungen produzierte, die durch ein elektrisches Problem verursacht wurden. Dann ging der Motor einfach aus. Klar ein enttäuschendes Ergebnis, aber das Potenzial des Autos ist offensichtlich."

Eddie Jordan, Teamchef: "Es sah bis zehn Runden vor dem Schluss für uns sehr gut aus. Es sollte nicht sollen sein, aber es war gut, dass Jarno seine ersten Punkte in der Saison holte. Wir sind für Heinz natürlich sehr enttäuscht, der einen Podiumsplatz in Aussicht hatte. Aber es ist das dritte Rennen in Folge, in dem das Team Punkte holte, das ist positiv. Jetzt freuen wir uns auf die Rückkehr nach Europa nach drei schwierigen Rennen."

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Pos. Nr. Fahrer Team Abstand

1.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

1h39:00.384

2.

1

Michael Schumacher

Ferrari

+ 0:16.100 

3.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

1 Runden

4.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

1 Runden

5.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

1 Runden

6.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

1 Runden

7.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

1 Runden

8.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

1 Runden

9.

20

Tarso Marques

European-Minardi

3 Runden

10.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

7 Runden

Ausfälle:

11.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

8 Runden

Elektronik

12.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

16 Runden

Reifenschaden

13.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

17 Runden

Motorschaden

14.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

17 Runden

Dreher

15.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

19 Runden

Dreher

16.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

33 Runden

Unfall

17.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

34 Runden

Unfall

18.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

41 Runden

Motorschaden

19.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

46 Runden

 

20.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

56 Runden

 

21.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

69 Runden

Unfall

22.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

71 Runden

Kupplungsschaden

 


31.03.: Qualifying: Frentzen und Trulli dicht zusammen

Jarno Trulli und Heinz-Harald Frentzen werden den Großen Preis von Brasilien morgen gemeinsam aus der vierten Startreihe angehen. Der Italiener war am Ende nur 3 Tausendstelsekunden schneller als sein deutscher Teamkollege. Nach Problemen im Freien Training war der 26-Jährige in Anbetracht der Tatsache, am Vormittag nicht das passende Set Up gefunden zu haben, ganz zufrieden: "Für mich war es heute eine schwierige Qualifikation. Leider konnte ich im letzten Freien Training nicht so viele Runden fahren, weshalb ich auch mit einer nicht ganz so guten Abstimmung heute Mittag fuhr."

Trulli weiter: "Na ja, jetzt gilt es sich auf das Rennen vorzubereiten, und wenn man unsere gute Performance vom Freitag bedenkt, dann sollten wir im Rennen stark sein."

Heinz-Harald Frentzen war nach der Qualifikation mit der geleisteten Arbeit des Teams zufrieden. Der gebürtige Mönchengladbacher mit Wohnsitz in Monaco erklärte: "Ich habe das letzte Quäntchen aus meinem Auto herausgepresst, und am Ende sprang nicht mehr als diese 1.14.6er Zeit heraus. Die Balance des EJ11 war okay, aber ich musste meinen dritten Versuch leider abbrechen, da ich von einem langsameren Auto vor mir zu sehr aufgehalten worden war. Da hier in Interlagos alle Autos sehr eng beieinander liegen, war es natürlich umso schwieriger einen entscheidenden Sprung nach vorne zu machen. Unsere Gegner sind ziemlich stark, aber wir sind nicht zu weit entfernt, was man an den Zeiten ja eindeutig sieht. Für das Rennen rechne ich mir jedenfalls Chancen aus."

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Pos. Nr. Fahrer Team Zeit Abstand

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

1:13.780

210.252 km/h

2.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

1:14.090

+ 0:00.310

3.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

1:14.122

+ 0:00.342

4.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

1:14.165

+ 0:00.385

5.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

1:14.178

+ 0:00.398

6.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

1:14.191

+ 0:00.411

7.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

1:14.630

+ 0:00.850

8.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

1:14.633

+ 0:00.853

9.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

1:14.810

+ 0:01.030

10.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

1:14.924

+ 0:01.144

11.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

1:15.046

+ 0:01.266

12.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

1:15.182

+ 0:01.402

13.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

1:15.192

+ 0:01.412

14.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

1:15.371

+ 0:01.591

15.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

1:15.437

+ 0:01.657

16.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

1:15.657

+ 0:01.877

17.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

1:15.704

+ 0:01.924

18.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

1:16.175

+ 0:02.395

19.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

1:16.184

+ 0:02.404

20.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

1:16.229

+ 0:02.449

21.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

1:16.520

+ 0:02.740

22.

20

Tarso Marques

European-Minardi

1:16.784

+ 0:03.004


31.03.: Eddie Jordan: Spionage ein ernstes Problem

Millionen von Mark stecken die Teams in die Entwicklung ihrer Autos, da gibt man Geheimnisse der Konkurrenz nur ungern Preis. Längst werden die Boxen nicht nur von Security-Personal bewacht, man deckt die Flügel so schnell wie möglich ab und platziert große Stellwände, um der Konkurrenz keinen Blick auf das Auto zu gewähren. Am meisten ärgert dieser Umstand die Zuschauer, die von den Tribünen nicht in die Boxen sehen können und die Fernsehzuschauer, die nur erahnen können, was gerade in der Box vor sich geht.

"Am Montag würde es von jedem der drei oder vier Top-Teams mindestens 1.000 hochqualitative Fotos jedes einzelnen Teils des Autos geben", erklärt Teamchef Eddie Jordan. "Wenn man keine Kontrolle über die sehr guten Fotographen in der Formel 1 hat, dann gibt man schnell sein Wissen Preis, aus diesem Grund machen wir so etwas. Da kann man der Presse nicht die Schuld geben, aber die Teams wollen die Fotos und sie tun alles, um an sie ranzukommen."

Laut Eddie Jordan kann man momentan nur Fernsehkameras in die Box lassen: "Sie bieten nicht die gleiche Detailauflösung." Schlussendlich wäre der Ire aber dafür, den Zugang zu den Boxen wieder zu lockern, man müsse aber eine Einigung finden: "Nur die Teams könnten mit Bernie oder Max reden und neue Vorschläge für einen Fairness-Kodex machen und festlegen, wie wir uns selbst vor der Garage präsentieren."

Wie Jordan erklärt, hat es einen solchen Kompromiss bereits in Australien gegeben, also sogar dem ersten Rennen, an dem die Spionagegefahr wahrlich am höchsten ist: "Wir wurden von Ron Walker (Veranstalter des Rennens; d. Red.) gefragt, weil die Leute auf der Tribüne in die Boxen schauen wollten und sie keine großen Bildschirme hatten, um dies tun zu können. Wir haben dann die Sichtschutze entfernt mit der Auflage, dass wir jedem verbieten dürfen, Fotos in der Garage zu schießen."

Der Jordan-Teamchef gibt zu, dass auch sein Team einmal entsprechende Bilder gekauft hat: "Ich persönlich habe so etwas noch nicht getan, aber ich bin mir sicher, dass mein Team dies möglicherweise schon einmal gemacht hat. Wenn sie es nicht machen würden, wären sie blöd. Wir wären dann die einzigen, die es nicht getan hätten."

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31.03.: Jordan und Briatore einig: Schumacher kaum zu schlagen

Eddie Jordan kennt Michael Schumacher und er kennt Rubens Barrichello, beide Fahrer sind einmal für sein Team gefahren und der Ire kann aus diesem Grund beide sehr gut miteinander vergleichen: "Ich denke, Rubens ist sehr ehrlich, er hat des öfteren gegenüber der Presse gesagt, dass er zwar an Michael dran ist, aber dass dieser in einer anderen Liga spielt. Es ist sehr hart für einen Profi zu akzeptieren, dass wir Michael nur dann schlagen können, wenn man keinen Fehler macht - egal, ob man nun ein Team ist oder ein Fahrer, oder ein Mechaniker oder ein Ingenieur. Man kann noch so optimistisch sein, dass man besser ist, am nächsten Wochenende wird einem dann doch nur wieder die Realität vor Augen geführt", so Jordan.

Der Ire glaubt, dass Schumacher nach seinem dritten WM-Titel noch besser geworden ist: "Der Kerl ist einfach sensationell. Er ist - von dem, was ich bisher sehen konnte - ein netterer und besserer Fahrer als er das vorher war, er ist relaxter und er scheint auch noch schneller geworden zu sein. Es ist also schwierig, jemanden in Aussicht zu haben, der ihn schnell schlagen kann."

Auch Benetton-Teammanager Flavio Briatore, der gemeinsam mit dem Deutschen zwei WM-Titel gewann, stimmt dem zu: "Ich denke, es ist einfach die Leistung von Michael Schumacher. Im Moment ist er der Beste, vielleicht nicht unbedingt der Schnellste, aber im Rennen hat er alle im Griff. Wenn er nur einen kleinen Vorteil sieht, dann nutzt er ihn gnadenlos aus. Er macht sehr wenige Fehler und ist einfach immer vorne mit dabei. Er gibt nie auf und ist immer noch sehr, sehr konzentriert. Und das sind besondere Qualitäten. Das Team ist um ihn herum aufgebaut, das ist auch wichtig. Er hat die volle Unterstützung des Teams und das ist das richtige Paket."

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31.03.: Die Gelben sind stark

Jarno Trulli zeigte im Training mit seinem zweiten Platz das Potenzial des Autos: "Für mich war das ein positives Training. Ich habe rund eine halbe Stunde auf der Strecke verloren, als wir verschiedene Bremsen ausprobierten, aber ansonsten haben wir den ganzen Tag damit verbracht, das Set Up zu verbessern. Das Auto ist erneut konkurrenzfähig und wir scheinen von den Rundenzeiten nicht allzu sehr von den anderen entfernt zu sein. Aus diesem Grund bin ich für morgen zuversichtlich. Die Strecke wurde an manchen Stellen neu asphaltiert und sie haben gute Arbeit verrichtet, auch wenn es hier und da noch uneben ist", so der Italiener, dem 1.004 Sekunden auf David Coulthard fehlten.

Heinz-Harald Frentzen wurde mit 1.852 Sekunden Rückstand Achter: "Wir haben die übliche Freitagsarbeit verrichtet, das richtige Set Up gesucht und so weiter. Die Strecke war staubig und schmutzig - wie sie das hier an jedem Freitag ist - aber auch so denke ich, dass die Rundenzeiten hätten schneller sein können, als sie es waren. Die Zeiten wurden mit jeder Minute schneller, so dass ich bessere Zeiten erwarte."

"Wegen eines unerwarteten Problems konnte ich einen Großteil der zweiten Trainingsstunde nicht nutzen. Der Motor ging einfach aus, es war kein Motorschaden oder so etwas, ich hatte einfach keinen Antrieb mehr. Im Moment habe ich keine Ahnung, was dort passiert ist. Aber das führte dazu, dass ich das Programm nicht durchziehen konnte, das wir für heute geplant hatten. Jedoch war Jarno gut unterwegs und ich bin mir sicher, dass er gute Daten gesammelt hat. Wir müssen nur morgen hart arbeiten!"

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30.03.: Jarno Trulli in der Pressekonferenz

Frage: Jarno, ist dies ihr großes Jahr - das, in dem sie zeigen werden, zu was sie fähig sind?
JT: Ich habe mit guten Leistungen begonnen, aber aus verschiedenen Gründen gab es noch keine guten Resultate. Ich glaube, dass Jordan über den Winter einen fantastischen Job gemacht hat, das Auto ist großartig. Es ist schön, dass sie wie 1999 wieder in Form sind. Eine gute Chance für mich. Natürlich muss ich so schnell wie möglich auftrumpfen.

F.: Ist das Auto konkurrenzfähig genug, um ihre Fähigkeiten zur Geltung zu bringen?
JT: Ich glaube schon. Das Auto ist ziemlich gut und zuverlässig. In Melbourne lag ich an vierter Stelle, dann ist leider irgendetwas kaputt gegangen, aber grundsätzlich passt die Standfestigkeit. Noch gibt es Probleme mit dem Getriebe. Im Windkanal arbeitet das Team sehr hart, um die Aerodynamik zu perfektionieren. Unsere Basis ist sehr gut, von der aus können wir jetzt entwickeln. Es liegt sicher ein gutes Jahr vor uns, vor allem dank des Zugangs vom neuen technischen Direktor.

F.: Es gab viele Veränderungen, unter anderem den Weggang von Mike Gascoyne. Hat sich das alles wieder gelegt?
JT: Es braucht Zeit, aber das aktuelle Team hat einen tollen Job gemacht. Das bedeutet, dass die Organisation wieder so ist, wie sie sein sollte. Beide Fahrer haben einen neuen Ingenieur und wir kommen beide gut mit den neuen Leuten aus. In dieser Phase der Saison sieht es so aus, als würden wir sehr hart in die richtige Richtung arbeiten.

F.: Besteht zwischen ihnen und Heinz-Harald noch immer eine große Rivalität?
JT: Ich glaube, dass es in jedem Team einen kleinen Krieg gibt. Das ist normal, eigentlich sogar gut, denn es hilft dem Team und auch wir beide pushen uns hart und entwickeln uns so, lernen unsere Limits kennen. Die Resultate sind gut und unsere Beziehung auch, weil alles zwischen uns sauber ist. Im Moment habe ich echt keine Probleme mit Heinz.

F.: Hatten auch die anderen Teams, die heute hier durch Vertreter anwesend sind, Probleme mit der Aerodynamik, bedingt durch das neue Reglement?
JT: Das neue Auto war von Anfang an gut. Die Leute im Windkanal haben über den Winter wirklich fantastisch gearbeitet. Unser Auto verfügt über eine gute Basis, aber natürlich gibt es bei der Aerodynamik noch Spielraum für Verbesserungen.


28.03.: Honda zieht gen Westen (offizielle Vorschau von Honda)

Die Formel 1 springt zum nächsten Kontinent über, genauer nach Südamerika, wo am kommenden Wochenende auf der Interlagos-Rennstrecke in São Paulo der Grosse Preis von Brasilien stattfinden wird. Der dritte Lauf zur FIA Formel 1-Weltmeisterschaft wird zugleich das vorerst letzte Überseerennen sein, bevor der Grand Prix-Zirkus für die folgenden Rennen ins heimische Europa zurückkehrt.

Honda und seine Partner-Teams Lucky Strike Reynard BAR Honda und Benson & Hedges Jordan Honda, wird direkt von den dreitägigen Testfahrten in Barcelona (21.-23. März) kommend in Brasilien eintreffen. Die Mehrzahl der Formel 1-Teams nahm an diesen Testfahrten teil, zum einem Grossteil als Vorbereitung auf den bevorstehenden WM-Lauf.

Sowohl BAR-Honda als auch Jordan-Honda erfreuten sich produktiver Testtage, während derer die Honda-Ingenieure der Weiterentwicklung der Motoren widmete und zudem noch Motorenabstimmungen für Brasilien austüftelten. Honda arbeitete, wie andere Teams auch, ausserdem an der Verfeinerung der vor der Einführung stehenden Traktionskontrolle. Diese Technologie wird bekanntlich ab dem spanischen Grand Prix gegen Ende April freigegeben werden.

Die Streckencharakteristik von Interlagos wird von einer langen Bergaufgeraden geprägt, die zugleich die Zielgerade bildet. Honda Racing Developments Technik-Direktor, Kazutoshi Nishizawa, beschreibt die Strecke so: "Interlagos ist im wesentlichen eine mittelschnelle Strecke, die Motoren laufen aber verhältnismässig lange, prozentual auf eine gesamte Runde gesehen, auf voller Last. Die lange Bergaufgerade und die schnelle letzte Kurve bilden jenen Streckenabschnitt, wo ein leistungsstarker Motor Vorteile bringen kann."

Jordan-Honda-Fahrer Heinz-Harald Frentzen konnte in den beiden bisherigen WM-Läufen Punkte erringen, Teamkollege Jarno Trulli und die beiden BAR-Honda von Jacques Villeneuve und Olivier Panis haben ihr jeweiliges Potenzial bereits unter Beweis gestellt und brennen nun darauf in Brasilien ihre ersten Saisonpunkte zu erzielen. Kazutoshi Nishizawa rekapituliert: "Wir haben in den Zeittrainings vielversprechende Resultate erzielen können, alle vier Honda-motorisierten Wagen qualifizierten sich innerhalb der Top 10. Doch wir konnten das bislang nicht in gute Rennergebnisse umsetzen. Wir haben uns vorgenommen dies am kommenden Renntag zu ändern."

Auf Hondas Erfolgsliste in der Formel 1 kommt der brasilianische Grand Prix recht häufig vor: Drei Siege bei 10 Starts, zwei davon aus der Hand der Weltmeister und Lokalhelden Nelson Piquet (1986) und Ayrton Senna (1991), für letzteren war dies zugleich der erste F1-Heimsieg überhaupt. Zuvor hatte Alain Prost jedoch 1987 den Honda-Vorjahreserfolg von Piquet wiederholt. von Honda unterstützte Fahrer fuhren zudem beim Grossen Preis von Brasilien insgesamt 10 Podestplätze ein.

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27.03.: Ricardo Zonta dementiert Wechsel zu Prost

Ricardo Zonta hat Gerüchte dementiert, wonach er zu Prost wechseln könnte. Die argentinische Presse hatte berichtet, dass Teamchef Alain Prost den wenig überzeugenden Gastón Mazzacane gegen den Brasilianer austauschen könnte, der zur Zeit Testfahrer bei Jordan-Honda ist. Das Prost-Team sucht zur Zeit in der Tat zumindest einen Testfahrer, nachdem Pedro de la Rosa das Team Hals über Kopf verlassen hatte und zu Jaguar wechselte, wo man ihm einen Platz für die Saison 2002 zusicherte. Entgegen aller Gerüchte scheint der Platz von Gastón Mazzacane aber zumindest bis zum Saisonende sicher zu sein, was einen Wechsel für den Brasilianer von Jordan zu Prost sinnlos machen würde, der zur Zeit hofft, in der nächsten Saison wieder Rennen fahren zu können.

Laut Zonta hat ihm Teamchef Alain Prost aber tatsächlich einen Platz als Testfahrer angeboten - allerdings eben nicht als Einsatzfahrer, was die Gerüchte bestätigt, dass Mazzacane bis Ende der Saison Teamkollege Jean Alesi hinterherfahren wird. Prost hat unterdessen bei den letzten Tests in Barcelona mit Stéphane Sarrazin und Olivier Servia zwei Jungtalente ausprobiert, die als Testfahrer in die engere Wahl kommen. Beide Piloten zogen sich achtbar aus der Affäre und fuhren praktisch identische Rundenzeiten, was die Wahl von Prost nicht vereinfachen wird.

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27.03.: Jordan-Honda-Rennvorschau Brasilien

Nach zwei Rennen in den Punkten möchte das Jordan-Honda-Team auch in Brasilien in die WM-Punkte fahren: "Dritter der Konstrukteurswertung ist der Platz, auf dem wir stehen bleiben wollen", so Teamchef Eddie Jordan. "Die ersten beiden Rennen liefen gut für uns, aber wir haben es mit starken Gegnern zu tun. Heinz wurde in Brasilien in den letzten beiden Jahren Dritter, wenn wir diese Form aufrecht erhalten können und auch Jarno in die Punkte fahren würde, dann wäre das perfekt."

Nach vielen langen Flügen zu den Rennstrecken in Australien und Malaysia und dazwischen den Rückflügen nach Europa zu Testfahrten, wird Testfahrer Ricardo Zonta dieses Mal sein Heimrennen nur als Zuschauer verfolgen können: "Es gibt in Brasilien viele Go-Kart-Strecken und viele Kids beginnen, wenn sie jung sind, was definitiv die Motivation ist, um eines Tages in die Formel 1 zu kommen", so der Brasilianer, der vergangene Woche seinen 25-jährigen Geburtstag gefeiert hat. "Mit einigen Brasilianern in der CART-Serie und fünf von uns in der Formel 1, kann man meiner Meinung nach sagen, dass Ayrton Senna uns alle motiviert hat."

"Da der EJ11 so gut ist, ist es für mich hart, das Rennen von der Garage aus anzusehen, weil ich es mir vorstellen könnte, selbst im Cockpit zu sitzen. Jeder im Team ist aber dennoch brillant und freundlich und deshalb werde ich jedes Rennen genießen. Auch wenn ich das Rennfahren vermisse, so habe ich doch durch die Fahrer-Briefings und die Zeit mit den Ingenieuren eine Menge gelernt und davon profitiert."

Heinz-Harald Frentzen flog nach einem Test in Barcelona nach Hannover, wo er zwei der fünf Jordan-Sponsoren auf der CeBIT besuchte: "Außer Imola ist dies die einzige Rennstrecke im Kalender, die gegen den Uhrzeigersinn verläuft. Ich mag den Kurs und wir haben dort in der Vergangenheit gute Überholmanöver gesehen. Die Strecke wurde vor dem 2000er-Grand-Prix neu asphaltiert, was die Rundenzeiten reduziert hat, die Unebenheiten sind aber noch immer ziemlich übel. Dies ist eine Strecke, auf der keine Zahnfüllung sicher ist!"

Teamkollege Jarno Trulli über das Rennen: "Interlagos ist eine sehr schöne Strecke, aber sie ist technisch, hart und sehr verzwickt. Ich bin schon immer gerne in Brasilien gefahren, weil die Piste zu meinem Fahrstil passt und ich dort schon immer stark war, aus diesem Grund hoffe ich auf ein weiteres starkes Ergebnis. Im letzten Jahr konnten wir hier unsere ersten Punkte holen, ich würde das in diesem Jahr gerne wiederholen."

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23.03.: Testzeiten Barcelona:
P. Fahrer Team Zeit Rd.
1.Schumacher M Ferrari 1'20"560 75
2.Hakkinen McLaren 1'20"940 56
3.Panis BAR 1'20"940 51
4.de La Rosa Jaguar 1'21"180 87
5.Trulli Jordan 1'21"230 71
6.Badoer Ferrari 1'21"300 65
7.Coulthard McLaren 1'21"330 53
8.Villeneuve Arrows 1'21"570 87
9.Burti Jaguar 1'21"900 49
10.Verstappen Arrows 1'22"030 40
11.Sarrazin Prost 1'22"140 76
12.Bernoldi Arrows 1'22"220 51
13.Fisichella Benetton 1'22"491 52
14.Gene Williams 1'23"290 72
Unofficial Times

23.03.: Frentzen warnt vor Technik: "Fahrer bald unnötig"

Heinz-Harald Frentzen hat angesichts der bevorstehenden Neuerungen in der Formel 1 vor zu viel Technik gewarnt. "Man darf die technischen Möglichkeiten nicht überbewerten. Sonst ist es kein Sport mehr und man braucht keine Fahrer mehr", sagte der Jordan-Pilot am Freitag bei einem Termin auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Erstmals seit 1993 sind in der Formel 1 ab dem Großen Preis von Spanien in Barcelona (29. April) wieder elektronische Fahrhilfen wie die Traktionskontrolle erlaubt.

Frentzen ist offensichtlich kein Freund davon: "Den Start kontrolliert dann ein Computer." Ihm sei es am Wichtigsten, "dass ich vier Räder habe, ein Gaspedal, eine Bremse und ein Lenkrad", betonte Frentzen. Er hatte bis zum Donnerstag in Barcelona, wo die Teams derzeit die Traktionskontrollen ausprobieren, Testfahrten absolviert. "Alle entwickeln momentan auf Hochtouren", meinte der 33-Jährige.

Nach dem Wirbel um seine Aussagen über Ferrari vor dem letzten Grand Prix in Malaysia versuchte Frentzen erneut, sich zu rechtfertigen. "Ich habe zu keiner Zeit von illegaler Traktionskontrolle gesprochen", sagte er. Er fügte jedoch hinzu: "Dass Ferrari was hat, weiß jeder."

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22.03.: Testzeiten Barcelona:
P. Fahrer Team Bestzeit Rd.
1M. Schumacher Ferrari 1.20.03071
2O. Panis BAR 1.20.77549
3H. Frentzen Jordan 1.20.96337
4M. Hakkinen McLaren 1.20.97583
5E. Irvine Jaguar 1.20.983100
6L. Badoer Ferrari 1.21.03759
7J. Trulli Jordan 1.21.72938
8J. Verstappen Arrows 1.21.86445
9D. Coulthard McLaren 1.21.86459
10P. de la Rosa Jaguar 1.21.87554
11J. Villeneuve BAR 1.21.97552
12M. Gene Williams 1.22.08051
13M. Webber Benetton 1.22.13761
14O. Servia Prost 1.22.15051
15E. Bernoldi Arrows 1.22.24069
16R. Schumacher Williams 1.22.27633
17J. Button Benetton 1.25.35913

22.03.: BAR oder Jordan: Wechsel auf Michelin steht bevor

Nach den ersten beiden Rennen zeigt sich deutlich, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Rückkehrer Michelin einen konkurrenzfähigen Reifen anzubieten hat. Hinter den Kulissen wird schon jetzt über die kommende Saison verhandelt, auch das Ferrari-Team, das 1979 erfolgreich zusammen mit Michelin den Weltmeistertitel holen konnte, wird immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Bestätigt sind hingegen Gespräche zwischen Honda und Michelin, die Japaner wollen in der kommenden Saison ein Partner-Team auf Michelin-Reifen sehen.

BAR-Honda-Teammanager Craig Pollock bestätigte in der britischen Presse, dass man sich um ein entsprechendes Abkommen bemüht: "Wir werden diese Saison auf Bridgestone-Reifen zu Ende fahren, aber ich versuche, mit Michelin einen Vertrag für die Saison 2002 abzuschließen." Spekulationen, wonach BAR noch in dieser Saison auf Michelin-Reifen wechselt, kann man in das Land der Fabeln verweisen.

Auch Michelins Sportdirektor Pierre Dupasquier bestätigte, dass entsprechende Gespräche laufen: "Die Leute von Honda sind seit den vergangenen Jahren 30 Jahren unsere Freunde und es wäre mit Sicherheit sehr interessant für uns, eines ihrer Teams mit Reifen auszustatten. Aber wir könnten uns auch das bessere der beiden Teams aussuchen und müssen einfach abwarten und sehen, ob das BAR oder Jordan sein wird."

Während sich BAR-Teammanager Craig Pollock wie erwähnt um einen Vertrag mit Michelin bemüht, zeigt sich Eddie Jordan momentan noch zu Bridgestone loyal und zieht einen Wechsel offenbar nicht in Betracht. Da Honda an der Entwicklung des BAR-Chassis beteiligt ist, würde hier ein Wechsel auch mehr Sinn machen.

Für Honda wäre es die Ideallösung, ein Team mit Bridgestone- und das andere mit Michelin-Pneus auf die Strecke zu schicken, so kann man sich sicher sein, dass man immer ein Team im Rennen hat, sollte ein Reifenhersteller dominant werden. Die Reifenhersteller selbst müssten sich in diesem Fall aber berechtigte Sorgen machen, dass das ein oder andere Detail über die Reifen durch die Honda-Ingenieure zum Konkurrenten wandert.

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21.03.: Testzeiten Barcelona:
Pos. Fahrer Team Chassis R. Bestzeit Rd.
1.L Badoer Ferrari F1-2000 B 1:21.05185
2.H Frentzen Jordan EJ11 B 1:21.29385
3.A Wurz McLaren MP4/15K B 1:21.370103
4.E Irvine Jaguar R2 M 1:21.9005
5.J Herbert Arrows A21 (Proto) B 1:21.98143
6.J Montoya Williams FW23 B 1:21.99972
7.E Bernoldi Arrows A23 B 1:22.00868
8.M Webber Benetton B200B M 1:22.41866
9.M Gene Williams FW22B M 1:22.45346
10.P de la Rosa Jaguar R2 M 1:22.56848
11.J Button Benetton B201 M 1:24.25317
12.O Servia Prost AP04 M 1:25.49031

18.03.: Frentzen trotz vieler Probleme in den Punkten
Pos. Nr. Fahrer Team Abstand

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

1h47:34.801 km/h

2.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

+ 0:23.660

3.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

+ 0:28.555

4.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

+ 0:46.543

5.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

+ 0:48.233

6.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

+ 0:48.606

7.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

+ 1:21.560

8.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

1 Runde

9.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

1 Runde

10.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

1 Runde

11.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

2 Runden

12.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

2 Runden

13.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

3 Runden

14.

20

Tarso Marques

European-Minardi

4 Runden

Ausfälle

Pos. Nr. Fahrer Team Abstand Ausfallgrund

15.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

24 Runden

 

16.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

52 Runden

Dreher

17.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

52 Runden

 

18.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

52 Runden

Dreher

19.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

52 Runden

 

20.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

52 Runden

Dreher

21.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

54 Runden

Motorschaden

22.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

55 Runden

Kupplungsschaden

Für Jordan-Honda-Pilot Heinz-Harald Frentzen begann gleich auf der Einführungsrunde zum Rennstart ein kleines Drama. Der Deutsche musste auf Grund eines technischen Problems alle anderen Fahrer durchlassen, und reihte sich am Ende des Starterfeldes ein. Bedingt durch den von Giancarlo Fisichella hervorgerufenen Rennabbruch, durfte Frentzen jedoch wieder seine ursprüngliche Startposition einnehmen. Während erneut das vor dem Start übliche Prozedere begann, arbeiteten die Ingenieure an Frentzens Auto, um ein Elektrikproblem zu beheben.

Der in Runde drei plötzlich einsetzende Regen veranlasste die Rennleitung, sicherheitshalber das Safety Car auf die Strecke zu schicken. Nach erneuter Freigabe des Rennens fand sich Frentzen als Zweiter wieder, konnte jedoch auf Grund seines vollen Tanks diese Position nicht lange halten. Nach seinem einzigen Boxenstopp in Runde 21, war der 33-Jährige in einige Zweikämpfe und Überholmanöver verwickelt. Obwohl er zum Rennende hin nur noch wenig Benzin an Bord hatte, und seine Verfolger ihm näher kamen, konnte er seinen vierten Platz bis über die Ziellinie hinweg verteidigen.

Nach dem Rennen erklärte er sichtlich zufrieden: "Heute hatten wir eine Menge Glück. Zunächst hatte ich ein merkwürdiges Problem mit der Elektrik, weshalb ich nicht das volle Drehzahlband des Motors ansprechen konnte. Zu meinem Glück gab es einen Neustart des Rennens, wodurch wir Zeit hatten, die Elektronik noch einmal zu resetten. Auf Grund des vielen Benzins konnte ich zu Rennanfang kaum Plätze gut machen, und dann setzte auf einmal der Regen ein. Überall drehten sich die Fahrer von der Strecke. Nach meinem Wechsel auf Regenreifen war ich schon Zweiter. Wegen des vielen Benzins fiel ich aber wieder einige Plätze zurück."

Ganz ohne weitere Probleme verlief das Rennen des in Monaco lebenden Deutschen jedoch nicht: "Mit Beginn der ersten Runde funktionierte meine Kupplung nicht richtig, was mir beim Herunterschalten Probleme bereitete. Vor allem im Regen, mit den blockierenden Reifen, war es ziemlich schwierig auf der Strecke zu bleiben. Nachdem die Strecke wieder abgetrocknet war, lieferte ich mir zuerst mit Ralf Schumacher, dann mit Mika Häkkinen und Jos Verstappen Zweikämpfe. Ich würde sagen, dass es eines der bisher aufregendsten Rennen überhaupt war. Ständig kämpften wir darum, auf der Strecke zu bleiben, während wir uns im Zweikampf befanden", beschrieb Frentzen, wie viel er zu tun hatte.

"Als Mika Häkkinen versuchte, Verstappen zu überholen, war ich in einer guten Position. Beinahe wären beide kollidiert - ich nutze die Situation indes und überholte den McLaren. Als Verstappen dann wenig später zum Nachtanken an die Box kam rückte ich eine Position nach vorne auf. Da ich meinen Tankstopp bereits absolviert hatte, musste ich dann nur noch bis zum Ende durchhalten. Leider spielte in den letzten Runden wieder die Kupplung nicht mit, weshalb ich ziemlich früh Herunterschalten musste. Letzten Endes ist es nach so einem Rennen aber wirklich sehr befriedigend, mit Punkten abzureisen."

Jarno Trullis Rennen wurde durch den Regen zu Rennbeginn stark beeinflusst. Nachdem die beiden Führenden, Michael Schumacher und Rubens Barrichello, sich aber wegen des Aquaplanings auf der Strecke drehten, übernahm der Italiener sogar kurzzeitig die Führung des Feldes. Trullis Glück war jedoch nur von kurzer Dauer, denn auch der 26-Jährige drehte sich kurz darauf mit seinem Jordan-Honda von der Strecke. Die Folgen seines Kurzausflugs ins Kiesbett, bekam Trulli dann das ganze Rennen über zu spüren. Am Ende belegte er Platz 8.

"Ich hatte zunächst einen guten Start. In der ersten Runde war ich bereits Dritter, aber dann signalisierten mir die Warnlampen im Cockpit ein angebliches Problem. Mein Auto verhielt sich jedoch ganz normal, so dass ich einfach Druck machte. In Runde drei flogen dann plötzlich beide Ferraris von der Strecke. Ich übernahm die Führung. Bedingt durch das viele Wasser auf der Start-/Zielgeraden, setzte jedoch mein Motor aus. Ich verlor die Kontrolle und drehte mich. Nachdem ich dann wieder weiterfahren konnte, steuerte ich sofort die Box an, wo ich mir Regenreifen holte", erklärte Trulli das Geschehen zu Rennbeginn aus seiner Sicht.

Der Italiener weiter: "Wir müssen jetzt die Daten analysieren, weshalb ich denn von der Strecke geflogen bin, und weshalb sich mein Auto danach so merkwürdig verhielt. Ich bin der Meinung, dass bei meinem Abflug etwas beschädigt worden sein muss - und auch der Motor fühlte sich danach irgendwie merkwürdig an. Achter geworden zu sein ist natürlich kein gutes Ergebnis für mich, aber Heinz-Harald hat drei Punkte geholt, was sehr gut für das Team ist."

Eddie Jordan sagte zu dem ereignisreichen Rennen: "Heute haben wir drei Punkte geholt, und das entschädigt für das Pech, welches wir hier in der Vergangenheit hatten. Es war ein fantastisches Rennen. An einem Tag, an dem beide Ferrari und McLaren ins Ziel gekommen sind, Vierter geworden zu sein, ist wirklich toll. Unser Ziel war es auch, mindestens drei Punkte hier in Malaysia zu holen, insofern haben wir alles erreicht. Unser Start in die Saison ist soweit ganz gut verlaufen, jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten."

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17.03.: Qualifying: Maximum nicht aus dem Auto geholt
Pos. Nr. Fahrer Team Zeit Abstand

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

1:35.220

209.565 km/h

2.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

1:35.319

+ 0:00.099

3.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

1:35.511

+ 0:00.291

4.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

1:36.040

+ 0:00.820

5.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

1:36.180

+ 0:00.960

6.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

1:36.218

+ 0:00.998

7.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

1:36.397

+ 0:01.177

8.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

1:36.417

+ 0:01.197

9.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

1:36.578

+ 0:01.358

10.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

1:36.681

+ 0:01.461

11.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

1:36.913

+ 0:01.693

12.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

1:37.140

+ 0:01.920

13.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

1:37.406

+ 0:02.186

14.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

1:37.728

+ 0:02.508

15.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

1:38.035

+ 0:02.815

16.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

1:38.086

+ 0:02.866

17.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

1:38.258

+ 0:03.038

18.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

1:38.509

+ 0:03.289

19.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

1:38.708

+ 0:03.488

20.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

1:39.006

+ 0:03.786

21.

20

Tarso Marques

European-Minardi

1:39.714

+ 0:04.494

22.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

1:40.249

+ 0:05.029

Wie schon in Australien, so landete auch in Malaysia der beste Honda-Pilot auf Startplatz vier. Im Gegensatz Melbourne, war es diesmal jedoch Jarno Trulli. Am Freitag hatte der 26 Jahre alte Italiener noch mit der Tagesbestzeit glänzen können, am Sonnabend durfte er sich zumindest darüber freuen, seinen Teamkollegen bezwungen zu haben. Heinz-Harald Frentzen kam auf den für ihn enttäuschenden neunten Platz und war dementsprechend enttäuscht.

Nach der bei 40 Grad Celsius extrem heißen Qualifikation, wobei es im Cockpit der Fahrer noch um einige Grade wärmer war, sagte Trulli: "Ich bin schon ein wenig enttäuscht, denn obwohl mein Auto gut ausbalanciert war, konnte ich nicht das Maximum an Leistung herausholen. Der Grund hierfür war ein Problem mit der Elektrik, während des Freien Trainings am Vormittag, wodurch mir Zeit für die Feinabstimmung verloren ging. Wir haben heute gesehen, dass die Rundenzeiten alle sehr nah beieinander lagen, insofern hätte man wirklich alles geben müssen. Heute war es auch wieder sehr warm, aber sobald man im Cockpit sitzt und fährt, merkt man das gar nicht mehr. Lediglich beim Warten in der Box merkt man die warme Luft. Wir dürfen von einem sehr anstrengendem Rennen am Sonntag ausgehen."

Für Heinz-Harald Frentzen verlief die Qualifikation nicht ganz nach Plan. Zwar landete der gebürtige Mönchengladbacher innerhalb der Top Ten, jedoch mit 1.3 Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit von Michael Schumacher. Im Rennen in Australien hatte Frentzen jedoch schon die Standfestigkeit und Schnelligkeit seines Autos unter Beweis gestellt, weshalb er sich für Sonntag zumindest einen Platz in den Punkten ausrechnen dürfte. Im Anschluss an das Qualifikationstraining erklärte er: "Wie man sieht, geht es im Mittelfeld sehr eng zu. Mein Auto war heute absolut in Ordnung, ich kam lediglich während meines dritten Versuchs leicht von der Strecke ab. Für einen letzten Versuch blieb dann keine Zeit mehr. Auch wenn ich nicht über meine Ausgangslage zufrieden sein kann, mein Auto funktioniert gut, was mich optimistisch für das Rennen stimmt."

Eddie Jordan, der Teamchef war mit der Leistung seiner beiden Fahrer zufrieden: "Das war heute eine fantastische Qualifikation. Jarno hat trotz des Umstandes, dass er durch ein Problem am Morgen Zeit verloren hatte, einen guten Job gemacht. Heinz-Harald ist natürlich ein wenig enttäuscht, nur in der fünften Startreihe zu stehen, aber im Rennen kann so vieles passieren. Es gibt viele Unbekannte am Sonntag, wie zum Beispiel die Michelin-Reifen, die BMW-Williams benutzt. Wir wissen jetzt, dass sie gut für eine schnelle Qualifikationsrunde waren, aber werden sie auch im 56 Runden dauernden Rennen schnell sein?"

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16.03.: Jarno Trulli fährt Runde mit wenig Sprit

Die Experten hat die Rundenzeit von Jarno Trulli nur kurz aufhorchen lassen, denn Teamkollege Heinz-Harald Frentzen schaffte nach dem Freitagstraining gleich Klarheit und verriet, dass er mit viel Sprit unterwegs war, was seinen siebten Platz erklärt, Teamkollege Jarno Trulli seine Bestzeit von 1:38.846 Minuten nur deshalb fahren konnte, weil er schon einmal für das Qualifying trainierte.

Dennoch war der Italiener natürlich zufrieden: "Ich hatte heute einen guten Tag und es war sein langer Zeit mein erstes problemloses Freies Training. Jetzt hoffe ich, dass ich auch morgen einen guten Tag haben werde und nicht wieder soviel Pech wie in Melbourne haben werde. Jedes Mal wenn ich auf die Strecke ging, hatte ich das Gefühl, das Auto ist absolut perfekt. Natürlich bin ich auch deshalb zufrieden, weil ich vermute, dass wir nicht sehr weit von den McLaren und Ferrari entfernt sind. Weiterhin ist es gut zu wissen, dass unser Auto dieses Jahr auf Veränderungen auf dieser Strecke wesentlich besser reagiert als noch im letzten Jahr. Ich glaube, wir haben das Auto dieses Jahr in die richtige Richtung weiterentwickelt. Aber wie üblich war es heute nur ein Freitag."

Teamkollege Heinz-Harald Frentzen meinte: "Es war ein normaler Freitag, an dem wir uns mit den gewöhnliche Arbeiten am Set Up beschäftigt haben. Die Hitze ist immens und wird am Sonntag eine große Rolle spielen. Wenn es dann auch so heiß wie heute ist, wird es das schwerste Rennen des Jahres werden."

Tim Holloway, Technischer Direktor: "Heute war ein guter Tag für uns. Wir konnten viele verschiedene Dinge ausprobieren, die gute Rückschlüsse auf unsere bisherige Arbeit ermöglichen. Das ist sehr zufriedenstellend und produktiv. Die Autos haben sich als zuverlässig erwiesen und das bei diesen hohen Temperaturen. Auch die Reifen waren sehr konstant, was die Arbeit für eine gute Balance wesentlich vereinfacht."

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16.03.: Pressekonferenz: Heinz-Harald Frentzen

Frage: Heinz Harald, du hast dein Auto in Melbourne gelobt, hast zwei Punkte geholt, warst schnell. Heute ist Jarno Schnellster. Erzähle uns doch etwas vom neuen Jordan!
HHF: Ich denke ganz einfach, dass es ein besseres Auto ist als letztes Jahr, alleine schon die Leistung und das Handling. Dazu kommt eine verbesserte Zuverlässigkeit - das ist vielleicht das Wichtigste überhaupt. Bei den Tests im Winter haben wir zwei Renndistanzen zurückgelegt. Das ist mehr, als wir letztes Jahr nach dem Grand Prix in Australien hatten! Viele Verbesserungen sind aber beim Auto, beim Handling auszumachen.

Frage: Das Handling wird natürlich durch die besseren Reifen beeinflusst. Abgesehen davon - fühlt sich auch das Auto an sich besser an?
HHF: Ich kann sagen, dass unser Auto gut ausbalanciert ist, ich kann damit gut umgehen. Bemerkbar macht sich das unter anderem, wenn man ans Limit geht - das geht viel problemloser als mit dem alten Wagen. Natürlich hängt das mit den Modifikationen im aerodynamischen Bereich zusammen. In Melbourne konnten wir uns für die zweite Startreihe qualifizieren, aber das ist auch notwendig. Die Konkurrenz wird jedes Jahr härter, es wird noch intensiver entwickelt. Nicht einmal die FIA konnte mit ihren Regeländerungen verhindern, dass die Autos schneller wurden.

Frage: Du warst einer von wenigen Fahrern, die in der Pause zurück nach Europa geflogen sind. Macht dir die Hitze hier zu schaffen?
HHF: Schon - das ist wie in der Sauna! Es ist wirklich sehr heiß und man schwitzt mehr, als man sich das wünschen würde. Das Rennen wird eine zähe Angelegenheit. Auch wenn es verglichen mit dem letzten Oktober nur um zwei Grad wärmer ist - man spürt den Unterschied.

Frage: Du hast einige kontroversielle Kommentare zu deinem Hinterherfahren hinter Heidfelds Sauber in Australien abgegeben. Kannst du uns mehr darüber erzählen? Was waren deine Beweggründe dafür? Oder kannst du die Situation aufklären?
HHF: Das hängt davon ab, was du wissen möchtest. Alles, von Anfang an, oder nur diesen speziellen Fall. Ich habe einen Angestellten, der meine Homepage wartet und ich wollte diese Möglichkeit einfach wahrnehmen, um verschiedene Dinge zu erklären. Das Thema Traktionskontrolle ist ja nicht neu, das wird nicht erst seit Melbourne diskutiert. Es ist eine allgemeine Diskussion. Nach Australien gab es ein paar Ungereimtheiten. Ich soll behauptet haben, dass die Ferrari-Motoren - es spielt jetzt keine Rolle, bei welchem Fahrer - eine illegale Traktionskontrolle eingebaut haben. Das habe ich so nie gesagt, ihr werdet das auf meiner Homepage nicht so finden und auch in keinem Interview. Was ich behauptet habe ist, dass es etwas geben muss, was sie aus den langsamen Kurven heraus schneller muss, wahrscheinlich eine legale Traktionskontrolle. Die Leute fragen mich darauf immer, ob ich denke, dass es legal ist, worauf ich sie zur FIA verweisen muss, denn nur dort gibt es alle Daten und Informationen zur Legalität der Fahrzeuge. Wir haben ja auch die Aussage von Max Mosley, der bestätigt hat, dass es Systeme gibt, die das Risiko durchdrehender Räder reduzieren. Solche Systeme arbeiten nicht mit Sensoren, die einen eventuellen Wheelspin registrieren. Man kann solche Dinge in die Software programmieren, das steht außer Frage. Ich will das nur klarstellen, sage aber nicht, dass es illegal ist. Manche haben das aber einfach ignoriert und behauptet, der Heinz Harald, der hat gesagt, dass Ferrari etwas Illegales einsetzt. Daher habe ich das noch einmal auf meiner Homepage klargestellt. Das hat einige Journalisten offenbar verärgert. Hört mir doch genau zu, seht euch meine Homepage an, macht ein Interview. Mehr kann ich dazu nicht sagen.


16.03.: Der Freitag in Malaysia: Jarno Trulli stielt Ferrari die Show

Mit einer Überraschung endete das erste Kräftemessen der 22 Fahrer im Freien Training am Freitag in Malaysia. Jarno Trulli im Jordan-Honda fuhr überraschend mit 1:38.846 Minuten die schnellste Runde des Tages - auf einer Strecke, die dem Jordan in den letzten Jahren nicht so recht gelegen war. Teamkollege Heinz-Harald Frentzen brach eine letzte schnellste Runde ab und wurde mit 1.351 Sekunden Rückstand Siebter - ein für den Mönchengladbacher typisch unauffälliger Freitag. Die Gelben scheinen in Malaysia große Chancen auf einen Podiumsplatz zu haben.

Jarno Trulli brachte damit am Freitag wortwörtlich Farbe ins Geschehen, denn bis kurz vor Ende des 2. Freien Trainings hatte Ferrari alles im Griff. Michael Schumacher wurde zum Schluss mit 0.083 Sekunden Abstand Zweiter vor Teamkollege Rubens Barrichello, der sich mit 0.002 Sekunden Rückstand auf den Deutschen nur knapp geschlagen geben musste - ein Zeichen, dass der F2001 einmal mehr in Sepang sehr gut funktioniert.

Nicht gut funktioniert hingegen bisher der McLaren-Mercedes. Beide Fahrer kämpften in der ersten Stunde mit brutalem Untersteuern, auch nach der einstündigen Pause hatten die Ingenieure das Problem nicht im Griff, mit dem das Team bereits in Melbourne zu kämpfen hatte. Die Ingenieure experimentierten mit mehreren Frontflügelvarianten, konnte das Untersteuern aber bis zum Ende des Trainings nicht ganz beheben.

Trotz großem Einsatz - David Coulthard rutschte einmal ins Kiesbett, Mika Häkkinen leistete sich einen Dreher - kam David Coulthard mit 0.454 Sekunden Rückstand auf Trulli nur auf den vierten Rang, Mika Häkkinen wurde mit einem Abstand von 1.015 Sekunden gar nur Sechster. Dass Coulthard vor dem Finnen liegt, ist nicht verwunderlich, kommt der Schotte doch mit einem Untersteuern doch wesentlich besser zurecht als der Vizeweltmeister.

Eine weitere Überraschung war Eddie Irvine, der im Jaguar mit 0.674 Sekunden Rückstand auf den fünften Platz kam und damit bewies, dass die Michelin-Reifen sehr gut funktionieren, auch wenn die Vorderreifen möglicherweise etwas zu schnell abbauen. Der Ire fuhr diese Zeit nicht nur einmal, sondern war während des 2. Freien Trainings konstant schnell. Auch Teamkollege und Streckenneuling Luciano Burti konnte überzeugen. Der Brasilianer kam mit 1.365 Sekunden Rückstand auf den achten Platz.

Auf den Plätzen neun und elf landeten beide BAR-Honda, wobei Olivier Panis schneller als Jacques Villeneuve war. Dazwischen schob sich Ralf Schumacher im BMW-Williams, dessen Auto alles andere als perfekt abgestimmt war. Ein Rückstand von 1.771 Sekunden verbunden mit dem höchsten Top-Speed weist eindeutig darauf hin, dass der FW23 zu wenig Abtrieb aufbaut. Noch schlimmer erging es Teamkollege Juan-Pablo Montoya. Der Kolumbianer hatte erst gar keine Chance, die Strecke kennen zu lernen, weil es ständig technische Probleme am Auto gab.

Dicht zusammen waren am Ende des ersten Tages auch die Sauber-Piloten bei dem so wichtigen Heimrennen vor Sponsor Petronas. Nick Heidfeld kam auf Rang 12, Kimi Räikkönen landete zwei Plätze dahinter und gab bis auf einen kleinen Ausrutscher neben die Strecke auf der für ihn neuen Strecke erneut eine exzellente Figur ab. Benetton-Pilot Giancarlo Fisichella wurde nach massiven technischen Problemen zum Schluss noch 13. mit 2.529 Sekunden Rückstand, Teamkollege Jenson Button kam auf Rang 17.

Bei Arrows-Asiatech lief am Morgen gar nichts, beide Fahrer mussten ihre Autos vorzeitig fast zeitgleich mit technischen Problemen abstellen. Am Mittag konnte sich Jos Verstappen immerhin auf den 15. Platz vorarbeiten, Streckenneuling Enrique Bernoldi wurde mit 3.695 Sekunden Rückstand 18.

Nicht so gut wie erwartet lief es bei Prost-Acer. Jean Alesi musste sich mit 2.988 Sekunden Rückstand und dem 16. Platz zufrieden, Teamkollege Gastón Mazzacane wurde nach einem kleinen Ausrutscher neben die Strecke 19. Das Schlusslicht bildeten vor Juan-Pablo Montoya mit Tarso Marques und Fernando Alonso erwartungsgemäß beide European-Minardi. Marques, der rund 0.2 Sekunden schneller war als Neuling Alonso, musste sein Auto mit einem Motorschaden abstellen.

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16.03.: Schumachers Aussage lässt Zweifel aufkommen

Das Thema Traktionskontrolle bleibt Gesprächsthema Nummer 1 in Malaysia. Während dem 1. Freien Training suchte Teamchef Peter Sauber die Box von Jordan-Honda auf, um dort ein kurzes Gespräch mit Heinz-Harald Frentzen zu suchen, der Sauber beschuldigt hatte, eine Traktionskontrolle zu benutzen. Kollege Eddie Jordan fackelte nicht lange und zog den Schweizer zur Seite, um das Gespräch zu beenden. "Schauen wir einfach mal", war die Antwort von Frentzen auf die Frage, ob das Verhältnis zwischen Sauber und dem Mönchengladbacher nun wie früher wieder freundschaftlich ist. Keine Frage, in dem heiklen Thema steckt jede Menge Brisanz, und es wird wohl erst ab Barcelona verstummen.

So langsam scheinen wirklich alle den Überblick zu verlieren, immer mehr macht sich Misstrauen im Fahrerlager breit. Und das zu Recht. Michael Schumacher selbst goss unsinnigerweise Öl ins Feuer, als er plötzlich zugab, dass Ferrari gegen die sofortige Einführung der Traktionskontrolle war und die Verschiebung auf das fünfte Saisonrennen in Barcelona erwirkte. Hatte doch FIA-Präsident Max Mosley im Winter gemeint, Ferrari sei für die sofortige Einführung gewesen...

Man darf sich schon fragen, warum ein Team wie Ferrari, das mit dem größten Budget arbeitet, laut Schumacher nicht in der Lage gewesen wäre, bis zum Saisonstart ein solches System auf die Beine zu stellen. Der Grund für die Gegenstimme muss ein anderer gewesen sein: Ferrari möchte einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz nicht schon zu Saisonbeginn abgeben. Ob dieser legal oder illegal ist, sei dahingestellt.

"Wir haben keine Traktionskontrolle eingesetzt", zitiert eine Zeitung Rubens Barrichello am Freitag und Frentzen machte noch einmal deutlich, dass alle Ferrari-Teams eine Traktionskontrolle einsetzen, er aber nie gesagt habe, dass diese illegal ist... Dass kein Team Protest gegen die Roten, Sauber oder Prost einlegt, sagt alles.

Aufgrund der Dominanz von Ferrari hätte die FIA allen Grund dazu, Ferrari zu disqualifizieren, wenn das Team tatsächlich illegale Hilfsmittel einsetzen, um die WM spannend zu halten. Man kann davon ausgehen, dass die Italiener ein System entwickelt haben, dass das Durchdrehen der Räder verhindert, nicht umsonst sind die Starts der Roten jetzt auf McLaren-Niveau. Aber Systeme, die von vornherein ein Durchdrehen verhindern und nicht erst reagieren, wenn die Reifen durchdrehen, sind erlaubt. Es wird Zeit, dass die Formel 1 nach Barcelona kommt...

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15.03.: Jordan-Honda-Rennvorschau Malaysia

Heinz-Harald Frentzen hätte in Melbourne mit etwas mehr Glück mehr als nur zwei WM-Punkte einfahren können: "Ich freue mich schon darauf, wieder auf der modernsten Rennstrecke der Welt zu fahren, auch das Publikum ist toll. Der Kurs hat einige schnelle Kurven und ist durchaus sehr anspruchsvoll. Meiner Meinung nach sind besonders die Kurven 7 und 8 eine Herausforderung, die Technik wird dort sehr beansprucht", so Frentzen.

Sorgen macht sich wie jeder andere Fahrer auch Frentzen um die extremen Bedingungen in Kuala Lumpur: "Die heißen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit machen das Rennwochenende um einiges schwerer als auf anderen Strecken. Beim Set Up lautet die Devise, soviel Anpressdruck wie möglich zu finden."

Motorpartner Honda ist aber zuversichtlich, dass der Zehnzylinder den hohen Anforderungen gewachsen ist: "Die Mischung aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, typisch für Kuala Lumpur, stellt uns vor einige spezifische Herausforderungen was das Programmieren des Motorelektronik für diese Veranstaltung betrifft", so Kazutoshi Nishizawa, Technik-Direktor bei Honda Racing Development. "Sepang ist ein Mix verschiedener Streckeneigenschaften, was unterschiedliche Anforderungen an die Motoren stellt. Die beiden langen Geraden verlangen nach roher Kraft, während der restliche Streckenverlauf technisch recht anspruchsvoll ist. In diesen Abschnitten muss der Motor möglichst präzise auf die Befehle des Fahrers ansprechen."

Wie die meisten Fahrer, freut sich auf Jarno Trulli auf das Rennen in Sepang: "Ich fahre gerne in Sepang, denn die Piste ist aus verschiedenen Gründen eine große Herausforderung. Die Strecke ist an sich sehr flüssig, aber die extreme Hitze bedeutet für die Piloten eine starke Belastung. Ich habe nach dem Grand Prix von Australien ein paar Tage auf den Malediven verbracht und dort trainiert, ich denke, dass ich für Malaysia ganz gut in Form bin. Das Rennen wird sicher interessant, der Kurs wird uns zeigen, welches Potenzial im EJ11 wirklich steckt."

Managing Direktor Trevor Foster weiß, dass Malaysia die erste richtige Härteprobe für das Team werden wird: "Melbourne war für das Team in der Vergangenheit immer eine erfolgreiche Strecke gewesen, wohingegen wir in Malaysia bisher nicht so gut ausgesehen haben. Für uns wird es an diesem Wochenende also wichtig sein zu zeigen, dass wir weiterhin so konkurrenzfähig sind, wie wir das bei den Testfahrten demonstriert haben. Sepang bietet eine sehr moderne und exzellente Boxenanlage an, aber die Hitze wird die Fahrer und Autos an ihre Grenzen bringen. Wir fühlen uns zuversichtlich, haben aber natürlich die gleichen Bedenken wie jedes andere Team auch, was die Bedingungen angeht."

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15.03.: Schumacher: Frentzen bringt Formel 1 in Verruf

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat auf Vorwürfe von Heinz-Harald Frentzen, die Ferrari-Teams würden mit einer zweifelhaften Traktionskontrolle fahren, empört reagiert. Der Jordan-Honda-Pilot hatte auf seiner Homepage geschrieben, er habe in den letzten Rennen mehrmals die Möglichkeit gehabt, hinter Autos mit Ferrari-Motoren zu fahren und halte die exzellente Traktion im Zusammenhang mit Fehlzündungen für sehr zweifelhaft. "Ich weiß, dass er nicht sagt, dass es illegal ist. Aber dann soll er gefälligst sagen, dass wir eben einen besseren Job verrichtet haben als die anderen", so Schumacher. "Ich denke, er bringt dadurch die Formel 1 gewaltig in Verruf. Um ehrlich zu sein, macht er sich über die FIA lustig, wenn er solche Kommentare von sich gibt", so Schumacher, der wie Sauber heftig dementiert, eine Traktionskontrolle einzusetzen.

"Die FIA ist die oberste Kontrollbehörde dieses Sports und wenn er das Gefühl hat, dass es etwas seltsames gibt, dann hat er das Recht, einen Protest einzulegen, um die Sache klarzustellen. In diesem Fall hätte er es tun sollen, denn wenn er lediglich ein Gerücht in die Welt streut, dann bringt das den Sport sehr in Verruf", zeigt sich der dreifache Formel-1-Weltmeister erbost.

Dass Ferrari momentan insbesondere in langsamen Kurven die beste Traktion hat, ist offensichtlich. Vermutlich haben die Italiener einen Weg gefunden, die Kraftentfaltung des Motors elektronisch zu begrenzen, so dass ein Durchdrehen der Räder erst gar nicht ermöglicht wird. Solche Systeme sind legal, bis zum Großen Preis von Spanien sind nur Hilfsmittel verboten, die auf ein Durchdrehen reagieren - ein präventives Zurücknehmen der Motorleistung ist allerdings erlaubt.

"Ich finde es unnötig und vor allem unfair, wenn man den besten Job macht und jede Meng Energie in die Arbeit steckt", spricht Schumacher das Problem an, das die Formel 1 seit Jahrzehnten verfolgt: Das beste Team wird immer wieder verdächtigt. "Wir investieren Millionen Dollar in Projekte, um die beste Leistung aus dem Auto und dem Motor herauszukitzeln und dann nur einfach einen dummen Kommentar von sich zu geben, ist komplett unfair. Er sollte wirklich überdenken, was er sagt."

"Er sollte sich lieber auf sein eigenes Auto konzentrieren und seine eigene Leistungen betrachten und nicht sagen, dass die anderen etwas verbotenes tun", kann sich Schumacher einen kleinen Seitenhieb auf den Mönchengladbacher nicht verkneifen, der im Rennen in Melbourne nicht an Sauber-Pilot Nick Heidfeld vorbeigekommen war, der mit Ferrari-Motoren Baujahr 2000 unterwegs ist.

Im Verlaufe der nächsten Tage wird es mit Sicherheit zu einem klärenden Gespräch hinter verschlossenen Türen kommen, denn durch die Aussage Frentzens, die weltweit Schlagzeilen gemacht hat, ist die Marke Ferrari in Mitleidenschaft gezogen worden: "Jeder bei Ferrari ist sehr unglücklich und die Tifosi sind sehr unglücklich. Ich glaube, wir haben nicht nur einen guten Motor und ein gutes Auto, sondern auch zwei sehr gute Fahrer. Und wir haben auch noch zwei andere Teams, die sehr gute Leistungen bringen. Wenn er Probleme hat, diese Teams zu überholen, dann sollte er in seinem eigenen Interesse an seinem Auto arbeiten."

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13.03.: Jarno Trulli lobt Freund Olivier Panis

1994 feierte Olivier Panis im Ligier-Renault sein Formel-1-Debüt und blieb dem Team, das 1997 von Alain Prost aufgekauft wurde, bis zur Saison 1999 treu. Von 1998 bis 1999 war der Franzose dort Teamkollege von Jarno Trulli. Der Italiener erinnert sich gerne an seine gemeinsame Zeit mit Panis bei Prost und schätzt den 34-jährigen hoch ein: "Meiner Meinung nach muss er sich in der Formel 1 vor keinem verstecken. Es ist eine Schande, dass er in Australien bestraft wurde, aber die Tatsache bleibt davon unberührt, dass er als Vierter ins Ziel kam."

Trulli ist fest davon überzeugt, dass Panis in diesem Jahr Villeneuve das eine oder andere Mal die Show stehlen wird: "Er war das ganze Wochenende über konkurrenzfähig. In diesem Jahr wird es Villeneuve alles andere als leicht haben." Dass Panis ein ausgezeichneter Pilot ist, hat er oft genug bewiesen. In 92 Grand Prixs konnte Panis fünf Mal auf das Podium fahren, 56 Punkte holen und gewann im Regen 1996 den prestigeträchtigen Großen Preis von Monaco in Monte Carlo - und das, obwohl er nie richtig konkurrenzfähige Autos hatte.

Zuletzt glänzte Panis im Jahr 1997, musste dann aber lange Zeit pausieren, als er sich beim Großen Preis von Kanada an beiden Beinen komplizierte Brüche zuzog. Panis lag damals auf dem dritten WM-Rang. Viele Experten sahen diesen Unfall als Karriereknick an, Panis konnte später nie mehr an seine Erfolge anknüpfen, aber der Ligier und der Prost waren nicht mehr so gute Autos wie 1997. Bei McLaren-Mercedes hat Panis im letzten Jahr als Testfahrer erneut bewiesen, dass er schnell ist und exzellente technische Aussagen machen kann. Er war so gut, dass Teamchef Ron Dennis einige Millionen locker gemacht hätte, um ihn als wertvollen Testfahrer zu behalten.

Auch wenn Trulli als Jordan-Honda-Pilot direkter Gegner von BAR-Honda-Pilot Panis ist, bleiben die zwei gute Freunde: "Wir sind seit unserer Zeit bei Prost gute Freunde und wir sind immer noch eng befreundet, auch wenn wir für verschiedene Teams fahren und uns weniger sehen als früher. Uns hat unsere verzweifelte Situation im Prost-Team zusammengeschweißt und wir waren intelligent genug gewesen zu kapieren, dass man nur bestehen kann, wenn man zusammenarbeitet", erklärt Trulli.

Es liegt in der Natur des Sports, dass es in der Formel 1 zwischen den Fahrern nur sehr wenige Freundschaften gibt, Panis und Trulli sind da eine der lobenswerten Ausnahmen: "Wir haben schon immer dem Anderen für ein gutes Ergebnis gratuliert und hatten bei Prost uns gegenseitig geholfen, das Auto zu verbessern, auch wenn man dabei dem Teamkollegen wertvolle Informationen preisgegeben hat, mit denen er dich dann nachher auf der Strecke geschlagen hat!"

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12.03.: Frentzen stellt Traktionskontrollen-Anschuldigungen klar

Die Anschuldigung Heinz-Harald Frentzens auf seiner eigenen Webseite, Ferrari und seine Kundenteams seien mit einer Traktionskontrolle unterwegs, hat große Wellen geschlagen. In einer weiteren Stellungnahme hat Frentzen in der englischen Presse klargestellt, wie diese Anschuldigungen zu verstehen sind: "Dieses Thema ist extrem unspezifisch und es kann alles oder nichts bedeuten. Nur eine Sache ist sicher: Die Traktionskontrolle ist zwischen 1994 und dem Großen Preis von Spanien 2001 verboten. Das technische Hilfsmittel, das ein Durchdrehen der Räder verhindert, ist grundsätzlich illegal", so Frentzen, der Ende vergangenen Jahres klipp und klar behauptet hat, Ferrari fahre mit Traktionskontrolle.

"Wenn etwas nicht erlaubt ist, dann stellt dies für die schlauen Ingenieure einen Anreiz dar, das Verbot zu umgehen. Das ist besonders für die Formel 1 typisch. In den letzten 18 Rennen hatte ich oft die Möglichkeit, hinter Autos mit Ferrari-Motoren zu fahren. Und eine Sache war besonders bemerkenswert: Aus engen Kurven haben diese Autos eine sehr beeindruckende Beschleunigung, kombiniert mit Fehlzündungen im Motor. In meinen Augen steht es außer Zweifel, dass Ferrari es geschafft hat, eine Motormanagement-Software zu entwickeln, die die Power des Motors zu einem gewissen Grad reduziert, um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern."

"Es kann nicht ignoriert werden, dass so etwas existiert, hier gibt es keinen Raum für Diskussionen. Auf der anderen Seite kann man darüber reden, ob dieses System legal oder illegal ist. Ich denke, dass die Formel 1 dank ihrer brillanten Ingenieure sich in einen Bereich weiterentwickelt, der kaum von der FIA selbst definiert werden kann. Und genau aus diesem Grund hat die FIA den einzig richtigen Weg eingeschlagen und das Reglement abgeändert, um die Traktionskontrolle in der Zukunft freizugeben."

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10.03.: Pedro de la Rosa dominiert Testtag in Silverstone

Mit einer beeindruckenden Rundenzeit von Jaguar-Testfahrer Pedro de la Rosa von 1:24.710 Minuten gingen am Freitag die Tests in Silverstone zu Ende. Ganz am Ende des Tages, als die Strecke nach einem nächtlichen Regenschauer nahezu abgetrocknet war, ging der Spanier noch einmal mit neuen Reifen auf die Strecke, was sehr dafür spricht, dass Michelin die neuste Reifenmischung noch einmal im Qualifying-Trim ausprobiert haben wollte.

Die Konkurrenz jedenfalls hatte heute keine Chance, mit dem Jaguar-Piloten mitzuhalten. Benetton-Renault-Testfahrer Mark Webber, der an allen drei Testtagen beachtliche Leistungen gezeigt hatte, war mit rund einer Sekunde Rückstand bereits abgeschlagener Zweiter und der Australier testete mit dem letztjährigen Benetton, der dank seiner höheren Abtriebswerte schneller ist als der neue Jaguar R2.

Neben de la Rosa war auch Ricardo Zonta mit einem 2001er-Auto unterwegs. Der Brasilianer testete den Jordan-Honda EJ11 und war nach 88 Runden rund eine Sekunde langsamer als Pedro de la Rosa. Fast 1.1 Sekunden dahinter befand sich BMW-Williams-Testfahrer Marc Gené. Der Spanoer drehte 55 Runden und teilte diese zwischen dem FW22A und dem Interimsauto FW22B auf, um Reifen, Elektronik- und Aufhängungskomponenten zu testen.

Das Schlusslicht bildete wie am Tag zuvor nach seiner Bestzeit am Mittwoch der neue Testfahrer des Arrows-Teams Johnny Herbert. Der 36-jährige testete heute erstmals ausführlich mit dem neuen A22 und verbrachte den Tag damit, sich an das neue Auto zu gewöhnen und die Unterschiede zum A21 herauszufinden. Am Ende schlug ein Rückstand von über 2.2 Sekunden auf die Spitze zu Buche.

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P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rd
1.P. de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1:24.71054
2.M. Webber Benetton-Renault Michelin 1:25.74063
3.R. Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1:25:75188
4.M. Gene BMW-Williams Michelin 1:26.84955
5.J. Herbert Arrows-Asiatech Bridgestone 1:26.95466

09.03.: Frentzen vermutet: Sauber fuhr mit Traktionskontrolle

Heinz-Harald Frentzen beschuldigte Ferrari bereits mehrmals, mit einer Traktionskontrolle unterwegs gewesen zu sein. Die Traktionskontrolle ermöglicht das kontrollierte Beschleunigen, wobei das Durchdrehen der Antriebsräder von der Elektronik gezielt unterbunden wird. Seit 1993 verboten, wurde die Fahrhilfe von einigen Teams dennoch eingesetzt und obwohl sie erst ab Ende April legal sein wird, glaubt Frentzen, dass in Australien geschummelt wurde.

Im ersten Rennen der Saison hing der Mönchengladbacher rundenlang hinter Sauber-Pilot Nick Heidfeld fest. Im Heck des Saubers steckt der letztjährige Ferrari-Motor: "Ich konnte ihn schnell einholen, wusste aber, dass es etwas anderes ist, ihn zu überholen. Ich weiß nicht, ob bei den Ferrari-Motoren eine Traktionskontrolle serienmäßig ist. Auf jeden Fall fuhr er mir beim Beschleunigen aus langsamen Kurven immer wieder weg. Schon komisch, dass ich Fehlzündungen gehört habe...", so Frentzen auf seiner Homepage.

Noch immer ist unklar, welche Teams sich im Winter gegen die sofortige Freigabe der Traktionskontrolle ausgesprochen haben. Laut Frentzen waren die Ferrari-Teams gegen die sofortige Freigabe, was dieser darauf zurückführt, dass die betreffenden Teams sich in den ersten Rennen einen Vorteil verschaffen wollen. Die Rennkommissare haben den Sauber in Melbourne jedenfalls nicht beanstandet. Allerdings kann die FIA die Traktionskontrolle in den Tiefen der Software auch nicht nachweisen - der Grund, warum sie bald freigegeben sein wird.

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08.03.: Silverstone: Zonta bändigte die Fluten am besten

Am zweiten Testtag im britischen Silverstone kämpften sechs Piloten gegen das typisch-britisch nass-kalte Wetter. Am besten kam Ricardo Zonta im Jordan-Honda mit den Bedingungen zurecht. Der Brasilianer umrundete die 5,141 Kilometer lange Strecke mit einer Bestzeit von 1:36.506 Minuten. Auf Platz zwei kam Mark Webber, der mit 54 Runden eine Runde weniger zurücklegte als Zonta. Der Australier hatte im Benetton einen Rückstand von 0.278 Sekunden. Ebenfalls 54 Runden drehte BMW-Williams-Testfahrer Marc Gené. Dem Spanier fehlten am Ende des Testtages 0.972 Sekunden auf die Spitze. Bei Jaguar konnte sich Testfahrer Pedro de la Rosa an seinem zweiten Testtag nach 34 Runden erneut gegen Tomas Scheckter durchsetzen. Der Südafrikaner, der 28 Runden fuhr, war 0.661 Sekunden langsamer als de la Rosa.

Arrows' neuer Testfahrer Johnny Herbert - gestern noch Tagesschnellster - musste sich am Donnerstag mit dem letzten Platz zufrieden geben. Der 26-jährige Brite war nach 55 Runden rund zwei Sekunden langsamer als Ricardo Zonta. Herbert hatte allerdings technische Probleme mit dem Auto und konnte erst am Nachmittag auf die Strecke, als der Regen stärker war als am Morgen.

Bis auf Pedro de la Rosa im Jaguar waren alle Piloten mit den Vorjahresmodellen unterwegs. Am Auto von Pedro de la Rosa platzte kurz vor der Mittagspause der Cosworth-Motor. Auch bei BMW verweigerte ein Motor seinen Dienst. Am Donnerstag ist für alle Teams der letzte Testtag in England. Während sich Michelin heute über das Wetter freute, hofft Bridgestone auf einen trockenen Testtag.

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P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rd
1.R. Zonta Jordan-Honda Bridgestone 1.36.50655
2.M. Webber Benetton-Renault Michelin 1.36.78454
3.M. Gene BMW-Williams Michelin 1.37.47854
4.P. de la Rosa Jaguar-Cosworth Michelin 1.37.56834
5.T. Scheckter Jaguar-Cosworth Michelin 1.38.22928
6.J. Herbert Arrows-Asiatech Bridgestone 1.38.56518

08.03.: Regazzoni fordert Rücktritt von Mosley und Strafe für Barrichello

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Clay Reggazoni fordert den Rücktritt von FIA-Präsident Max Mosley. In einem Interview hatte der Brite vor kurzem zugegeben, dass die Maßnahmen der FIA zur Einbremsung der Formel-1-Autos nicht genügend gegriffen haben: "Wir wussten, dass der Wettbewerb zwischen zwei Reifenherstellern die Geschwindigkeit erhöht hat. Deshalb hat die Technische Kommission auch an den aerodynamischen Bestimmungen gearbeitet. Aber der Eindruck ist nun, dass das in der Summe nicht genug gewesen ist", gesteht der Brite in der 'Gazetto dello Sport' ein, dass man das Ziel verfehlt hat, die neuen Autos einzubremsen. Reggazoni, der seit einem Unfall im Jahre 1980 querschnittsgelähmt ist, fordert nun als Konsequenz den Rücktritt Mosleys, nicht zuletzt auch wegen des erneuten Todesfalls eines Streckenpostens.

"Wenn Mosley zugibt, dass seine Ingenieure Fehler bei der Berechnung der Fortschritte der Autos gemacht haben, so sollte er die Courage haben, seinen Rücktritt zu erklären. Ich gehe aber davon aus, dass er es nicht tun wird. Man muss sich einmal anschauen, wie viele Unfälle wir in diesem Jahr schon hatten, sogar bei privaten Tests." Mosley hatte erst kürzlich erklärt, nach Ablauf seiner Amtszeit Ende diesen Jahres erneut für das Präsidentenamt des Motorsportweltverbandes zu kandidieren.

Ex-Ferrari-Pilot Reggazoni war seit den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna beim Großen Preis von San Marino 1994 bei keinem Rennen mehr vor Ort. Der Schweizer befürchtet, dass sich eine solche Tragödie noch einmal wiederholen könnte und fordert die FIA zum Handeln auf: "Villeneuve sollte man für das, was er in Melbourne getan hat, die rote Karte zeigen und Barrichello sollte für seinen Unfall mit Frentzen ebenfalls bestraft werden. Ich bin überhaupt nicht einverstanden, wie die Formel 1 heute veranstaltet wird. Da geht es nur noch um das Geschäft und der Sport rückt völlig in den Hintergrund."

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05.03.: Frentzen auf Barrichello sauer - und umgekehrt

Bei Jordan-Honda fiel Rubens Barrichellos Überholmanöver in Runde zwei auf wenig Gefallen, denn Frentzen lag auf dem tollen dritten Platz. Rubens Barrichello ging etwas zu forsch zur Sache, als er den Mönchengladbacher überholen wollte. Frentzen drehte sich von der Strecke und wurde auf den 16. Platz zurückgeworfen. Danach fuhr der Deutsche ein für ihn typisches Rennen und arbeitete sich völlig unauffällig auf den sechsten Platz vor, der nach der Bestrafung von Olivier Panis für Überholen unter gelber Flagge sogar noch zu einem fünften Platz wurde. Rubens Barrichello selbst war auch nicht begeistert, an seinem Ferrari wurde durch die Berührung die linke Vorderradaufhängung verzogen.

Frentzen glaubt, dass Routinier Barrichello einen Fehler gemacht hat: "Er sollte es besser wissen. Ich habe ihn neben mir nicht gesehen und war überrascht, als es plötzlich einen Schlag gab." Der Jordan-Pilot gibt aber zu, dass Barrichello deutlich schneller war als er: "Er machte sehr viel Druck und war sehr schnell, ich dachte zunächst, er wäre auf zwei Stopps unterwegs. Aber was soll ich sagen? Ich weiß ja, dass er es nicht absichtlich getan hat, aber er zerstörte mir mein Rennen."

Mehr wollte Frentzen zu dem Zwischenfall nicht sagen, um "nicht noch mehr Öl in das Feuer zu gießen." Der 33-jährige Mönchengladbacher tröstete sich mit der Tatsache, dass sein Auto in diesem Jahr bis zum Schluss ohne Probleme durchhielt und er auch noch mit zwei WM-Punkten abreisen konnte: "Das ist aber auch das einzig positive, was ich diesem Tag abgewinnen kann", so Frentzen nach dem tödlichen Unfall des Streckenpostens.

Rubens Barrichello selbst sieht das natürlich ganz anders: "Ich hatte ein sehr schwieriges Rennen mit vielen Problemen. Am Start verlor ich meinen Platz an Ralf, Frentzen und Mika, aber ich war schneller als sie. Ralf machte einen Fehler und ich kam leicht vorbei. Dann aber Frentzen, er gibt einfach nie auf. Ich war schon mit mehr als der Hälfte des Autos neben ihm, aber er steckte nicht zurück. Da war es klar, dass wir uns berührten."

"Er hat mir damit wohl meine Lenkstange beschädigt, denn ich habe gesehen, dass mein linkes Vorderrad nicht das tat, was ich wollte. Ich bin dann auch noch von der Strecke gerutscht und konnte nicht mehr mit der Spitze mithalten." Interessant die Aussage von Barrichello zum Überholmanöver Coulthards: "David hat mich gut überholt, ich konnte nicht mehr neben ihn fahren, weil mein Auto in den Rechtskurven wegen des Problems nicht gut funktionierte und ich zu viel Untersteuern hatte. Das einzige, was ich hätte machen können: Ich hätte ihn berühren können, aber das Auto war schon beschädigt, deshalb war es das nicht wert..."

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04.03.: Jordan-Honda: Unglücklicher Rennverlauf

Schon am Freitag und Sonnabend hatten die Jordan-Honda-Piloten Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli bewiesen, dass der Jordan EJ11 ein bis dato zuverlässiges und schnelles Auto ist. Die Startplätze vier und sieben verstärkten diesen Eindruck noch. Im Rennen präsentierten sich die Autos abermals gut in Form, doch Frentzen wurde Opfer von Zweikämpfen und Teamkollege Jarno Trulli Opfer technischer Probleme.

Zwar durfte sich Heinz-Harald Frentzen am Ende über Platz fünf freuen, allerdings hätte der Mönchengladbacher mit ein wenig Glück auch auf dem Podium landen können. Der Grund, warum dieser Fall nicht eintrat, lag daran, dass Frentzen nach einem Überholversuch von Rubens Barrichello, bei dem dieser das Auto des Deutschen berührte, weit nach hinten zurückgeworfen wurde.

Von Platz 16 kämpfte sich der Mönchengladbacher jedoch wieder nach vorne durch. Im Anschluss an das Rennen erklärte Frentzen: "Ich bin mit meinem Start zufrieden, auch wenn Coulthard und ich uns vor der ersten Kurve leicht in die Quere kamen. Mein Auto war gut ausbalanciert und ich freute mich auf das Rennen, als Barrichello mich beim Überholen plötzlich berührte, was einen Dreher zur Folge hatte. Zweifelsohne hat er durch dieses Manöver mein Rennen ruiniert. Nach diesen beiden Zwischenfällen hatte ich mit heftigem Untersteuern zu kämpfen. Zwar konnte ich auf Nick Heidfeld aufschließen, aber obwohl ich alles in den letzten 10 Runden gab, konnte ich ihn nicht überholen. Insgesamt betrachtet ist es aber ein gutes Resultat für uns als Team, gleich beim ersten Rennen Punkte geholt zu haben. Wir haben damit bewiesen, dass der EJ11 standfester ist als sein Vorgänger."

Jarno Trulli, der von Startplatz sieben ins Rennen gegangen war, konnte sich im Gegensatz zu Frentzen jedoch nicht über die Zuverlässigkeit seines Autos freuen. Der Italiener schied in der 33 Runde mit Motorproblemen aus. Nachdem sein Rennen früher als geplant beendet war, äußerte sich Trulli: "Ich hatte einen sehr guten Start, bei dem ich auf die rechte Seite wechselte, während die meisten anderen Fahrer nach links zogen. Dadurch konnte ich einige Plätze gutmachen, jedenfalls bis Barrichello sich als ein fahrendes Hindernis für mich herausstellte und ich vom Gas gehen musste. Leider bemerkte ich, dass schon in Runde 1 etwas mit dem Motor nicht ganz stimmte, was später im Rennen schließlich zu meinem Ausfall führte. Schade, denn ich lag aussichtsreich an fünfter Stelle. Trotz meiner Probleme konnte ich aber Panis hinter mir halten, und auf Coulthard aufschließen. Als positive Erkenntnis dieses Wochenendes werte ich, dass wir ein gutes Set Up hatten und die Probleme der Qualifikation erfolgreich lösen konnten."

Teamchef Eddie Jordan erklärte: "Nach unseren guten Ausgangspositionen von den Startplätzen vier und sieben, enttäuscht uns dieses Ergebnis schon ein wenig. Die Kollision zwischen Heinz und Rubens hinderte Heinz daran, ein gutes Rennen abzuliefern. Er kämpfte sich jedoch von Platz 16 wieder nach vorne, und bot dabei eine gute Vorstellung. Aus den Telemetriedaten von Jarnos Auto wissen wir, dass sein Motor Aussetzer hatte, was schließlich zu seinem Ausfall führte. Jetzt, nach dem ersten Rennen, wissen wir, dass unser Auto schnell ist und wir mit den großen Top Teams mithalten können."

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Pos. Nr. Fahrer Team Abstand Durchschnitt

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

1h 38:26.533

187.465 km/h

2.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

+ 0:01.717

 187.410 km/h

3.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

+ 0:33.491

186.408 km/h

4.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

+ 1:11.479

185.223 km/h

5.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

+ 1:12.807

 185.182 km/h

6.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

+ 1:24.143

184.832 km/h

7.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

+ 1:27.050

 185.516 km/h

8.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

1 Runde

 

9.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

1 Runde

 

10.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

1 Runde

 

11.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

1 Runde

 

12.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

2 Runden

 

13.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

3 Runden

 

Ausfälle:
Pos. Nr. Fahrer Team Abstand Ausfallgrund

14.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

6 Runden

 

15.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

18 Runden

Motorschaden

16.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

20 Runden

Motorprobleme

17.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

33 Runden

Aufhängungsbruch

18.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

54 Runden

Unfall

19.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

54 Runden

Unfall

20.

20

Tarso Marques

European-Minardi

55 Runden

Batterie

21.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

56 Runden

Dreher

22.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

58 Runden

Bremsdefekt

03.03.: Jordan-Honda: "Jetzt ist die Katze aus dem Sack!"

Noch im Freien Training sah es nicht danach aus, als sei Jordan im Vergleich zur letzten Saison näher an die beiden Top-Teams rangekommen. Doch weit gefehlt - im Qualifying zeigte sich plötzlich recht eindrucksvoll, wie gut der neue EJ11 ist. Heinz-Harald Frentzen kam mit 0.766 Sekunden Rückstand auf Platz vier. Das mag vielleicht viel klingen, aber der Abstand auf Häkkinen ist gering und immerhin konnte sich Frentzen vor Coulthard platzieren.

Heinz-Harald Frentzen war nach dem Qualifying natürlich überglücklich: "Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Ich redete zuvor nur sehr vorsichtig über die Leistung unseres Autos, um nicht zu viel preiszugeben. Aber das ist bei weitem der beste Jordan, den ich jemals gefahren bin. Wir haben gezeigt, dass wir sehr konkurrenzfähig sind, aber das Rennen wird erst der richtige Härtetest werden, besonders was unsere Zuverlässigkeit angeht. Aber ich bin mit unserer Leistung heute sehr zufrieden!"

Teamkollege Jarno Trulli zog sich unterdessen zu einem Krisengespräch mit seinem Ingenieur Gabriele Delli Colli zurück, denn man muss erkunden, warum das Auto morgens gut ausbalanciert war, als der Italiener auch mit Frentzen mithalten konnte: "Wir versuchen zu verstehen, was da passiert ist. Wir waren im Vergleich zu heute Morgen langsam, das Auto hat sich im Qualifying anders verhalten und wir müssen herausfinden, warum dem so war. Klar bin ich über meine Zeit enttäuscht."

Teamchef Eddie Jordan zeigte sich erleichtert über die Vorstellung des Teams: "Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir als ganzes Team in kompletter Qualifying-Montur auf die Strecke gegangen sind und alles lief sehr gut. Alles in allem zeigten wir eine solide Leistung. Ich bin sehr glücklich über die Anzahl der in den letzten Tagen gefahrenen Runden. Das Auto hat sich als sehr zuverlässig erwiesen. Leider konnte Jarno heute Nachmittag nicht das beste aus dem Auto herausholen, aber Heinz-Harald war vorne mit dabei. Wir hoffen, dass wir uns noch weiter verbessern können."

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Pos. Nr. Fahrer Team Zeit Abstand

1.

1

Michael Schumacher

Ferrari

1:26.892

219.707 km/h

2.

2

Rubens Barrichello

Ferrari

1:27.263

+ 0:00.371

3.

3

Mika Häkkinen

McLaren-Mercedes

1:27.461

+ 0:00.569

4.

11

Heinz-Harald Frentzen

Jordan-Honda

1:27.658

+ 0:00.766

5.

5

Ralf Schumacher

BMW-Williams

1:27.719

+ 0:00.827

6.

4

David Coulthard

McLaren-Mercedes

1:28.010

+ 0:01.118

7.

12

Jarno Trulli

Jordan-Honda

1:28.377

+ 0:01.485

8.

10

Jacques Villeneuve

BAR-Honda

1:28.435

+ 0:01.543

9.

9

Olivier Panis

BAR-Honda

1:28.518

+ 0:01.626

10.

16

Nick Heidfeld

Sauber-Petronas

1:28.615

+ 0:01.723

11.

6

Juan-Pablo Montoya

BMW-Williams

1:28.738

+ 0:01.846

12.

18

Eddie Irvine

Jaguar-Cosworth

1:28.965

+ 0:02.073

13.

17

Kimi Räikkönen

Sauber-Petronas

1:28.993

+ 0:02.101

14.

22

Jean Alesi

Prost-Acer

1:29.893

+ 0:03.001

15.

14

Jos Verstappen

Arrows-Asiatech

1:29.934

+ 0:03.042

16.

8

Jenson Button

Benetton-Renault

1:30.035

+ 0:03.143

17.

7

Giancarlo Fisichella

Benetton-Renault

1:30.209

+ 0:03.317

18.

15

Enrique Bernoldi

Arrows-Asiatech

1:30.520

+ 0:03.628

19.

21

Fernando Alonso

European-Minardi

1:30.657

+ 0:03.765

20.

23

Gastón Mazzacane

Prost-Acer

1:30.798

+ 0:03.906

21.

19

Luciano Burti

Jaguar-Cosworth

1:30.978

+ 0:04.086

22.

20

Tarso Marques*

European-Minardi

1:33.228*

+ 0:06.336


02.03.: Jordan: Konkurrenz für Rot und Silber?

Jarno Trulli im Jordan-Honda war am Freitag der einzige Fahrer, der den beiden Top-Teams gefährlich nahe kam und sich mit 0.302 Sekunden auf den zweite Platz vorschieben konnte. Doch möglicherweise wurde diese Zeit nur möglich, weil der Italiener schon einmal etwas Benzin abpumpen ließ. Teamkollege Heinz-Harald Frentzen jedenfalls hatte als Achter ganze 1.837 Sekunden Rückstand auf Rubens Barrichello im Ferrari.

Jarno Trulli über den ersten Tag in Melbourne: "Wir hatten ein gutes Training und ich bin für den Moment zufrieden, aber es ist erst Freitag. Es war etwas rutschig und wir haben noch einiges am Set-Up zu arbeiten. Ich hatte ein Problem mit der Elektronik am Lenkrad und habe dadurch ungefähr eine halbe Stunde verloren, danach lief aber alles gut. Am Freitag geht es wirklich nur darum, neue Dinge am Set-Up auszuprobieren, und mein Renningenieur und ich kommen gut miteinander aus. Wir brauchen nur noch etwas Zeit um die Arbeitsweise des anderen besser kennen zu lernen, aber wir haben einige gute Ideen für morgen und hoffen, dass wir das Auto noch verbessern können."

Heinz-Harald Frentzen spricht über das Training: "Wir hatten einen völlig problemlosen ersten Freitag. Eine Stelle auf dem Kurs war sehr rutschig, das war auch der Grund dafür, dass ich fast von der Strecke abgekommen wäre. Das Auto ist schnell, doch unsere Chancen für einen guten Platz in der Startaufstellung werden sich erst morgen herauskristallisieren. Mit meinem neuen Renningenieur verstehe ich mich immer besser und wir werden während der Saison bestimmt ein gutes Team abgeben."

Teamchef Eddie Jordan: "Es sieht gut aus, aber es ist zu früh irgendwelche Vorhersagen zu treffen. Das Wichtigste ist, dass beide Fahrer zufrieden sind und das Auto zuverlässig war."

Kazutoshi Nishizawa - Technischer Direktor, Honda Racing: "Das war ein guter Start für Honda, in erster Linie, da es mit keinem der vier Honda Autos Probleme gab. Unsere neuen Allianzen funktionieren im Rennumfeld gut, besonders bei den neuen Honda Ingenieuren und es war heute schön zu sehen, dass ihnen ihre Arbeit Spaß macht. Wir hatten natürlich besonders großes Interesse an den verschiedenen Reaktionen der Fahrer und diese auch zu vergleichen, da sie unseren eigenen Erkenntnisse förderlich sind und zum weiteren Lernprozess beitragen."

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01.03.: Frentzen: "Big Brother" soll "Kaffeefahrten" verhindern

Mit der Hilfe von "Big Brother" und einem neuen Fitnessprogramm als Langläufer will Heinz-Harald Frentzen endlich wieder ganz nach oben. "Wir sind nicht zum Kaffeetrinken da", sagte der Formel-1-Pilot aus Mönchengladbach über seine Ambitionen in der bevorstehenden Saison. Nach einem Pannenjahr, das mit dem enttäuschenden neunten WM-Platz endete, möchte er noch einmal angreifen, auch wenn er den ganz großen Optimismus seines Teamchefs nicht ganz teilt. Eddie Jordan wünscht sich sogar den Titel für seinen routinierten Piloten, dem angesichts seiner 33 Jahre nicht mehr viel Zeit für Titelträume bleibt. "Es wäre schön, wenn ich Heinz als alternativen deutschen Weltmeister anbieten könnte", meinte der irische Rennstallbesitzer.

Nachdem Frentzen im Vorjahr meist ein Opfer seines unzuverlässigen Autos wurde und insgesamt elf Mal nicht ins Ziel kam, setzen er und Jordan nun ihre Hoffnungen in den neuen Partner. "Unser Big Brother" nennt der Teamchef das Unternehmen Honda, das den Rennstall erstmals mit einem Werksmotor ausstattet. "Es ist ein großer Unterschied, ob man ein Kunden-Triebwerk oder einen Werksmotor hat. Es gibt viel mehr Leute, viel mehr Motoren, viel mehr Wissen. Das Budget ist nicht mehr das Wichtigste", schwärmte Jordan. Auch zuverlässiger soll das neue Dienstfahrzeug sein. Immerhin hat das Team in der Vorbereitung mehrere Renndistanzen überstanden.

Auch der Fahrer hat eifrig an sich gearbeitet. In der Winterpause entdeckte Frentzen den Skilanglauf. "Ich habe mein Trainingsprogramm ein bisschen umgestellt. Langlauf in den Bergen, das ist mal was Anderes als meine bisherigen Ausdauersportarten. Es hat mir unheimlich gut getan", berichtete der dreimalige Grand-Prix-Gewinner.

"Ich würde ganz gern wieder in die Top Drei fahren", formulierte Frentzen vor dem Großen Preis von Australien in Melbourne sein Ziel. Er möchte da anschließen, wo er 1999 schon mal war, WM-Dritter mit Jordan. 1997 im Williams war der Rheinländer sogar schon auf dem zweiten Gesamtplatz in der Weltmeisterschaft gelandet. Einige Jahre zuvor, bei seinem Einstieg in die Formel 1, war Frentzen als großes Talent gehandelt worden. Als hervorragender Fahrer gilt er immer noch. Nur, WM-Chancen dürften inzwischen in weite Ferne gerückt sein.

Er selbst plant dennoch langfristig. "Ich behaupte, Jordan wird das Team der Zukunft sein. Der Rennstall hat 100 neue Mitarbeiter, das Budget wurde dank neuer Sponsoren auf umgerechnet rund 350 Millionen Mark aufgestockt, schätzen Experten. Zwei bis drei Jahre, meinte Frentzen, werde es noch dauern, bis Jordan so stark wie Ferrari oder McLaren sein kann. Da widersprach sein Chef doch energisch. "Honda wartet keine drei Jahre", so Eddie Jordan. Denn nicht nur die Unterstützung, sondern auch der Erfolgsdruck sind mit den im Motorsport so erfolgreichen Japanern gestiegen. Minimalziel für 2001 sind mehr Zielankünfte. Jordan formulierte es drastisch: "Honda bringt uns um, wenn wir das nicht tun."

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28.02.: Jordan-Honda-Rennvorschau Australien

Guter Dinge hat sich das Jordan-Honda-Team auf den Weg nach Melbourne gemacht. Nach einer enttäuschenden Saison im letzten Jahr - Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli schieden bereits beim Auftaktrennen auf Grund technischer Defekte aus - will man in dieser Saison dort anknüpfen, wo man sich Ende 1999 schon einmal wähnte, auf dem Weg an die Spitze. Ein Schlüssel zum Erfolg soll dabei der Werksmotor von Honda sein.

So lässt Jordan-Teamchef Eddie Jordan auch keine Zweifel an der Zielsetzung: "Ferrari und McLaren sind die Teams, welche es zu besiegen gilt. Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr in der Weltmeisterschaft ein Wörtchen mitreden können, auch wenn der Wettkampf unter den Teams immer härter wird", so Jordan. Anlässlich der 2000 besiegelten Zusammenarbeit mit Honda, dürfen sich technische Probleme wie im letzten Jahr nicht erneut wiederholen. "Honda kann auf eine äußerst erfolgreiche Vergangenheit in der Formel 1 zurückblicken, unsere Verpflichtung ist es deshalb, dieser weitere Erfolge hinzuzufügen. Wir alle wissen, dass die vor uns liegende Saison anstrengend und hart wird. Gemeinsam mit unserem Partner Honda teilen wir aber die notwendige Hingabe, sowie den Wunsch, Erfolg zu haben und Rennen zu gewinnen."

Auch Jordans Managing Direktor, Trevor Foster, weiß um die Verantwortung die auf den Schultern des Teams lastet: "Nachdem wir 1999 noch Dritter in der Konstrukteursweltmeisterschaft waren, folgte im Jahr darauf die Ernüchterung. Jeder im Team war vom Verlauf der Saison 2000 enttäuscht. Die Gründe weshalb wir so schlecht gewesen sind waren vielfältig. Wir haben jedoch daraus gelernt. Grundsatz für dieses Jahr war deshalb auch die Konstruktion eines fahrbareren Autos, welches von Beginn an zuverlässig sein soll."

Die weitgehend positiv verlaufenen Wintertestfahrten haben ebenfalls zur besseren Stimmung im Team beigetragen. Da die Standfestigkeit des EJ11 von Beginn an stimmte, konnte man sich - anders als im letzten Jahr - auch mehr darauf konzentrieren, das Chassis zu optimieren. Tim Holloway, der Leiter der Entwicklungsabteilung, erklärte, dass der EJ11 mit dem Ziel konstruiert wurde, optimale Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit miteinander zu kombinieren: "Der EJ11 ist so konstruiert, dass er trotz der neuen Regeln maximale Leistungen erlaubt. Natürlich haben wir uns aber auch auf die Zuverlässigkeit konzentriert und auf die optimale Integration des Honda-Motors."

Um den hohen Erwartungen an das Team gerecht zu werden, hat man sich aber auch personell verstärkt, beziehungsweise einige Positionen im Team neu besetzt. So können sich in diesem Jahr beide Piloten auf zwei Ingenieure verlassen. David Brown und Dominic Harlow werden zusammen mit Heinz-Harald Frentzen arbeiten, während Jarno Trulli auf Gabriele Delli Colli und James Key zählen kann. Phil Spencer, bisher Chefmechaniker des Testteams, wurde befördert und übersieht nun die Arbeit der Mechaniker des Rennteams. Tim Edwards begleitet nun den Posten des Teammanagers. Prominentester Zugang des in Silverstone beheimateten Teams ist der seit Montag für Jordan aktive Eghbal Hamidy, der fortan als Technischer Direktor arbeiten wird.

Nachdem man während des Winters mit allen zur Verfügung stehenden EJ11-Chassis 5.306 Kilometer abgespult hat, freuen sich auch Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli, dass es am Freitag endlich wieder losgeht.

Der gebürtige Mönchengladbacher erklärte anlässlich des bevorstehenden Saisonstarts, dass er es kaum noch erwaten könne, sich wieder im Wettkampf mit den anderen Teams und Piloten zu befinden: "Ich freue mich schon sehr auf Australien. Es ist einfach ein großartiges Land mit einer wunderbaren Atmosphäre. Am meisten freut es mich aber, dass nach all der Arbeit in den vergangenen Monaten nun wieder Rennen gefahren werden. Unsere Vorbereitungen verliefen viel versprechend, so dass wir in Melbourne eigentlich ganz gut dastehen sollten. Mein Ziel ist es auf jeden Fall in die Punkte zu fahren."

Genauso wie sein Teamkollege, freut sich auch Jarno Trulli, endlich wieder Rennen fahren zu können. Überraschenderweise hat sich der Italiener für diese Saison keine bestimmten Ziele gesetzt. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: "In der Vergangenheit hat es meist nie geklappt, die vor Saisonbeginn gesteckten Ziele auch zu erreichen. Ich werde deshalb in diesem Jahr einfach nur auf die Strecke gehen und jedes Mal mein Bestes geben", verspricht er. Was die Besonderheiten des ersten Rennens betrifft, so ist sich der 26-Jährige der Gefahren und Chancen bewusst: "Wir freuen uns alle natürlich auf die ersten Rennen, aber nach den Testfahrten bei niedrigen Temperaturen, wird den Autos in der Hitze Australiens erstmals einiges abverlangt. Wir wissen aber, dass der EJ11 ein zuverlässiges Auto ist, weshalb ich optimistisch bin und mich auf die Saison freue."

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28.02.: Eddie Jordan will es Mike Gascoyne zeigen

Eddie Jordan scheint noch immer nicht ganz den Verlust von Mike Gascoyne, dem ehemaligen Technischen Direktor des Teams, verkraftet zu haben. So erklärte Jordan kürzlich, dass er über die Art und Weise, wie sich die Wege Gascoynes und des Teams getrennt hätten, unzufrieden sei. Nachdem letztes Jahr bekannt wurde, dass Renault Gascoyne mit einem guten Angebot geködert hatte, durfte dieser nur noch kurz die Arbeiten am EJ11 fortsetzen. Eddie Jordan entschied sich dann - aus verständlichen Gründen - Gascoyne von der Arbeit freizustellen und ließ ihn frühzeitig in Richtung Benetton/Renault ziehen.

Trübsal will der charismatische Jordan jedoch nicht blasen. Stattdessen erklärte er gegenüber der 'Sun', dass es ihm große Freude bereiten wird, Benetton zu schlagen: "Es wird mir großes Vergnügen bereiten zu sehen, wie wir Benetton besiegen und wie Gascoyne darauf reagieren wird. Am Ende werden wir es sein, die erfolgreich sind", gibt sich der Engländer siegessicher.

Der Jordan-Chef erklärte weiterhin, dass seiner Meinung nach Gascoyne zu früh das Handtuch geworfen habe, da sich das Team damals in einer schwierigen Zeit befand. Vom neuen Technischen Direktor, dem Iraner Eghbal Hamidy, verspricht sich Eddie Jordan viel: "Eghbal ist einer der besten und zumeist unterschätzten Designer in der Formel 1", so sein knappes Fazit über den Neuzugang bei Jordan.

Hamidy, der zuvor für Arrows gearbeitet hatte, und im letzten Jahr mit dem A22 ein gelungenes - vor allem auf High-downforce Strecken konkurrenzfähiges - Auto konstruierte, arbeitet seit Montag offiziell für das in Silverstone beheimatete Jordan-Team.

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27.02.: Heinz-Harald Frentzen im Interview

Frage: "Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 1999 und dem dritten Rang in der Weltmeisterschaft verlief die vergangene Saison nicht nach Wunsch für Sie. Welche Lehren haben Sie gezogen?"
Frentzen:
"Welche Lehren soll man schon aus einer Saison ziehen, die deswegen völlig daneben war, weil wir viel zu oft ausgefallen sind? Die Lehre kann doch nur sein: Zuverlässigkeit."

Frage: "Was erwarten Sie beim Saisonauftakt in Melbourne?"
Frentzen: "Wir sind viele Testkilometer gefahren, haben dabei mehrere Renndistanzen problemlos absolviert. Im Vorjahr hat das nie geklappt. Da mussten wir immer mittendrin anhalten und das Getriebe wechseln. Wir fahren mit einem guten Gewissen nach Melbourne, weil wir hart gearbeitet und einen guten Job gemacht haben. Ich kann allerdings nicht sagen, wo wir zeitenmäßig stehen."

Frage: "Was sind die Ziele von Jordan in der neuen Saison, und wer sind Ihre Hauptkonkurrenten?"
Frentzen: "Ich will 2001 da weitermachen, wo wir 1999 aufgehört haben. Damals sind wir regelmäßig auf s Treppchen gefahren und konnten aus eigener Kraft gewinnen. Für 2001 heißt das, dass uns McLaren und Ferrari auf dem Weg zum Treppchen auf jeden Fall und immer im Wege stehen werden. Wenn ich jetzt noch bedenke, wie gut Williams die vergangenen Tests war, dann wird es da noch ein weiteres dickes Problem geben."

Frage: "Ihr Team wird 2001 erstmals von Honda mit Werksmotoren versorgt. Was versprechen Sie sich davon?"
Frentzen: "Man könnte die Sache in Mark und Pfennig ausdrücken und sagen, dass durch die kostenlosen Honda-Motoren mehr Geld für neue Mitarbeiter und verstärkte Forschung, beispielsweise im Windkanalbereich, vorhanden ist. Das alles stimmt, ist aber nur die halbe Wahrheit. Noch wichtiger ist der Motivationsschub, den Honda bei Jordan freigesetzt hat. Es wird mehr denn je und härter denn je gearbeitet. Das gilt quer durch die ganze Firma. Mit Honda beginnt für Jordan eine neue Ära."

Frage: "Wie wichtig wäre es, vor dem BAR-Team zu stehen, das ebenfalls mit Honda-Werksmotoren fährt?"
Frentzen: "Es ist doch nicht wichtig, BAR zu schlagen, wenn die auf dem fünften Platz in der Konstrukteurs-WM stehen. Wir müssen uns nach vorn orientieren und den Anschluss an die Top-Teams schaffen."

Frage: "Wichtige Techniker haben Jordan im Winter verlassen. Sind diese Lücken geschlossen worden?"
Frentzen: "Sicherlich waren das einige Schlüsselfiguren, die uns vergangene Saison verlassen haben. Auf der anderen Seite ist das Freiwerden solcher Schlüsselpositionen aber auch die Voraussetzung dafür, das Team verbessern und verstärken zu können."

Frage: "Wie ist das Verhältnis zu Ihrem Teamkollegen Jarno Trulli?"
Frentzen: "Wir arbeiten sehr kollegial zusammen. Jarno Trulli ist schnell, was letztendlich nicht nur dem Team, sondern auch mir zugute kommt."

Frage: "Wer ist Ihr WM-Favorit?"
Frentzen:
"Ferrari ist auf Anhieb Rekordrunden gefahren, McLaren war in Valencia sehr schnell unterwegs. Es wird wohl auf einen Kampf zwischen Michael Schumacher und den McLaren-Fahrern hinauslaufen. Ralf Schumacher und Williams werden da sicherlich stören können. Und dann müssen wir mal sehen, was uns gelingt."

Frage: "Ihr Leben in der Formel 1 hat sich durch die Vater-Rolle sicherlich verändert. Wie gelingt Ihnen der Spagat zwischen Formel 1 und Familie?"
Frentzen: "Na klar hat sich meine Rolle verändert, das hat aber doch nichts mit der Formel 1 zu tun. Weltweit müssen Millionen von Vätern täglich den Spagat zwischen Job und Familie hinkriegen. Warum sollte das bei mir anders sein?"

Frage: "Junge Väter gelten allgemein als vorsichtigere Fahrer. Können Sie das bestätigen?"
Frentzen:
"Ich habe mich weder vor noch nach der Geburt als unvorsichtiger Fahrer empfunden."

Frage: "Wie viele Aktien Gelb haben Sie eigentlich schon für Ihre Tochter angelegt?"
Frentzen:
"Der beste Ausbildungsfonds für Lea wäre, wenn bei Jordan dieses Jahr so richtig die Post abgeht."

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27.02.: Frentzen: Keiner im Team darf einen Fehler machen

Heinz-Harald Frentzen hat wenige Tage vor dem Formel-1-Saison-Auftakt im australischen Melbourne sein gesamtes Team darauf eingeschworen, mögliche Top-Platzierungen nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. "Wenn die Boxenstopps nicht funktionieren, dann nützt das beste Auto nichts! Es darf halt keiner einen Fehler machen", sagte der Mönchengladbacher Formel-1-Pilot in einem Interview mit Premiere World. "Es ist eine Ehre, mit dem Honda-Support fahren zu dürfen", so Frentzen weiter.

"Natürlich entsteht so auch mehr Druck, doch gerade der wird teilweise auch gebraucht. Schließlich ist die Formel 1 ja kein Kaffeekränzchen", betonte der dreifache Grand-Prix-Sieger. "Die Formel 1 ist ein Teamsport, und es müssen alle an einem Strang ziehen", resümierte Frentzen in dem Premiere World-Interview.

Der Jordan-Honda-Pilot gab auch Auskunft über seine persönlichen Perspektiven für die kommenden Saison: "Sicherlich wollen wir an den Erfolg von 1999 anknüpfen. Unser Team und ich streben den dritten Platz in der Konstrukteurswertung hinter Ferrari und McLaren-Mercedes an. Wir können uns nur nach vorne orientieren, denn es kann nicht unsere Absicht sein, um Platz fünf zu kämpfen."

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24.02.: Eghbal Hamidy fängt bei Jordan an

Am kommenden Montag nimmt Eghbal Hamidy seine Arbeit bei Jordan-Honda auf, bevor er mit dem restlichen Personal nach Australien fliegt. Teamchef Eddie Jordan konnte den Iraner trotz eines bestehenden Vertrages mit dem Arrows-Team zu sich ins Team holen, vermutlich nicht ohne eine hohe Ablösesumme an Arrows-Teamchef Tom Walkinshaw gezahlt zu haben, denn Hamidy hatte dem Team mit dem A21 ein gelungenes Auto konstruiert.

Der Arrows A21 galt im letzten Jahr unter den Experten als eines der aerodynamisch ausgereiftesten Autos im Feld. Und das kommt nicht von ungefähr. Hamidy war Schüler von Adrian Newey, dem Aerodynamiker bei McLaren. Während seiner zehnjährigen Zeit in der Formel 1 arbeitete er zusammen mit Newey bei Williams bevor er zu Stewart wechselte und anschließend bei Arrows landete, um dort wie zuvor bei Stewart ein aerodynamisch unheimlich effizientes Auto zu bauen.

"Der Schwachpunkt ist bei uns die Aerodynamik", das waren Worte, die man von Heinz-Harald Frentzen im letzten Jahr immer wieder gehört hatte. Das Paket Honda-Hamidy dürfte in den nächsten Jahren in der Formel 1 konkurrenzfähig sein. "Ich freue mich sehr, zu Jordan zu kommen und denke, dass vor uns eine aufregende Zeit liegen wird", so Hamidy. "Das Team und Honda haben einen sehr guten Job erledigt und ich freue mich, dass ich meinen Beitrag zu diesen Anstrengungen leisten kann und die Weiterentwicklung des neuen Pakets begleiten kann, damit wir die Ziele erreichen können, die sich das Team selbst gesetzt hat."

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23.02.: Jarno Trulli blickt optimistisch in die Zukunft

Jarno Trulli geht in diesem Jahr in seine fünfte Formel-1-Saison, da kann man schon einmal vom ersten Sieg träumen. Der 26-jährige Italiener ist jedenfalls optimistisch, dass Jordan in diesem Jahr deutlich besser ist als im vergangenen Jahr: "Ich denke, dass wir dieses Jahr eine bessere Chance haben als im letzten Jahr, besonders deshalb, weil wir einen offiziellen Motorendeal mit Honda haben. Aus diesem Grund erhalten wir von ihnen viel Unterstützung und jeder in Fabrik arbeitet hart, weil sie durch den Honda-Deal motiviert sind. Aus diesem Grund denke ich, dass wir eine große Chancen haben und es ist natürlich wichtig, dass wir hart arbeiten und versuchen, die Lücke in diesem Jahr zu schließen. Jeder ist motiviert und wirklich sehr optimistisch, aber wir müssen einfach einmal abwarten und sehen, was passiert."

Und natürlich ist Trulli so motiviert, dass es in diesem Jahr endlich mit dem ersten Sieg klappen wird: "Klar hoffe ich das. Für mich war es in letzter Zeit etwas frustrierend, weil ich in den anderen Rennklassen immer sehr schnell Rennen gewinnen konnte, egal ob das die Formel 3 oder Go Karts waren und auch als ich 1997 in die Formel 1 kam, war ich schon in Australien kurz davor, mein erstes Rennen zu gewinnen. Jetzt bin ich schon das fünfte Jahr in der Formel 1 und leider habe ich noch nicht das erreicht, was ich erreichen wollte. Ich möchte Podiumsplätze und Siege erzielen. Wir haben in diesem Jahr mit Sicherheit ein gutes Paket und aus diesem Grund muss ich daran glauben, dass ich dieses Jahr meine Chance erhalten könnte."

Wie gut der neue Jordan ist, kann Trulli nicht wirklich sagen: "Durch den Reifenkrieg konnte man bei den Tests die Autos sehr schwer einschätzen, weil man nicht weiß, was der andere macht. Man hat sehr langsame Zeiten gesehen, dann wieder Fahrer, die die Streckenrekorde unterboten haben. Aus diesem Grund ist es schwierig zu sagen, wo wir wirklich stehen. Das einzige, was ich sagen kann ist, dass unser neues Auto zuverlässig ist. Wir haben noch ein paar kleinere Probleme zu lösen, aber die bekommen wir mit Sicherheit in den Griff. Wir hoffen, dass unser Auto zumindest so gut ist, dass wir mit Williams oder BAR mithalten können und versuchen können, an McLaren und Ferrari ranzukommen, die mit Sicherheit in dieser Saison die Teams sein werden, die es zu schlagen gilt."

Auch wenn Jarno Trulli schon jetzt mit Renault in Verbindung gebracht wird, so möchte der Italiener doch eher dem Jordan-Team treu bleiben: "Im Moment fühle ich mich bei Jordan prächtig. Und mit Honda im Rücken würde ich sagen, dass es toll wäre, mit diesem Team zu wachsen, bei Jordan zu bleiben und mit diesem Team Rennen zu gewinnen. Klar, da ich Italiener bin, denkt jeder, ich würde gerne für Ferrari fahren, aber mein primäres Ziel ist es, Rennen zu gewinnen. Rennen mit Jordan zu gewinnen, wäre klasse. Eines Tages in der Zukunft kann ich dann immer noch Rennen mit Ferrari gewinnen. Aber im Moment liegt meine nahe Zukunft wohl bei Jordan, jedenfalls hoffe ich das."

Und wen sieht Jarno Trulli als besten Fahrer an? "Klar ist Michael die Nummer 1. Er ist der Weltmeister und jeder versucht ihn zu schlagen. Dann kommt Häkkinen. Den Rest zu beurteilen, ist möglicherweise etwas schwierig, aber Ralf Schumacher, Jacques Villeneuve, Heinz-Harald Frentzen und David Coulthard versuchen alle zu zeigen, wie gut sie sind, aber man muss dazu ein gutes Auto und etwas Glück haben."

Für Trulli bleibt aber weiterhin sein eigener Teamkollege der härteste Gegner: "Man hat das gleiche Auto, das gleiche Material, die gleichen Möglichkeiten und Chancen. Ich habe das Gefühl, dass es gut ist, wenn man versucht, so gut wie sein Teamkollege zu sein, besonders wenn er gut ist. Ich habe von allen Teamkollege viel gelernt und jetzt lerne ich von Heinz. Wir treiben uns gegenseitig an und versuchen das beste zu erreichen. Ich denke, dass diese Situation wirklich gut ist, weil man sich nicht nur selbst verbessert, sondern auch die Leistung des Autos erhöht."

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23.02.: Frentzen kritisiert den Zustand einiger Rennstrecken

Bereits vor Beginn der neuen Formel-1-Saison Anfang März im australischen Melbourne kritisiert der Mönchengladbacher Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen mehrere Grand-Prix-Strecken und deren Sicherheit. "In Monza ist praktisch jede Kurve gefährlich und die Schikanen haben nicht genügend Auslaufzonen", konstatierte der dreifache Grand-Prix-Gewinner in einem Interview mit dem Premiere-World-Sonderheft F1-Inside, das seit 23. Februar im Handel erhältlich ist.

"Es ist die denkbar schlimmste Strecke für einen Bremsdefekt", monierte der 33-jährige Familienvater. Die Highspeed-Strecke in Monza entspricht "absolut nicht dem Sicherheitsstandard", so Frentzen weiter. Im Vorjahr überschattete eine Karambolage den Großen Preis von Italien - ein Feuerwehrmann starb, als er von einem Reifen eines verunglückten Boliden getroffen wurde. Seit 1950 starben bei diesem Grand Prix neun Fahrer und über 40 Zuschauer und Streckenposten.

Auch der Gilles-Villeneuve-Circuit im kanadischen Melbourne ist für Frentzen kein optimaler Rundkurs: "Der an sich sehr abwechslungsreiche Kurs ist leider viel zu gefährlich. Das fängt mit der engen Nadelöhrkurve gleich nach dem Start an und hört bei den viel zu engen Sturzräumen auf", beanstandete der WM-Zweite von 1997.

Die Strecke in Brasilien entspricht laut Frentzen ebenfalls nicht modernsten Sicherheitsbestimmungen: "Jedes Jahr wird den Fahrern eine neue Teerdecke versprochen, und jedes Jahr bleiben die Buckel so schlimm, dass keine Zahnplombe sicher sitzt", verriet der Jordan-Pilot.

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22.02.: Silverstone: Frentzen auch am zweiten Testtag vorne

Fünf Fahrer von drei verschiedenen Teams waren heute zu letzten Tests in Silverstone anwesend. Abermals war Heinz-Harald Frentzen im Jordan-Honda der Schnellste. Der Deutsche verbesserte seine Bestzeit von gestern um ein paar Zehntel auf 1:23.8 Minuten nach 18 gefahrenen Runden. Teamkollege Jarno Trulli platzierte sich mit 0.8 Sekunden Rückstand nach 35 Runden direkt dahinter auf Rang 2.

Das Arrows-Team war auch heute der dichtestete Verfolger der Jordans. Mit 0.8 Sekunden Rückstand kam Jos Verstappen auf den dritten Platz. Verstappen testet Chassis 01 und sammelte Daten über eine geänderte Software. Morgen wird der Holländer das dritte Chassis einem Funktionstest unterziehen.

Teamkollege Enrique Bernoldi testete heute Chassis 02 und hatte ein paar kleinere Probleme, die aber schnell behoben werden konnten und dem Brasilianer so 48 Runden ermöglichten, die er mit 0.5 Sekunden Rückstand auf Verstappen abschloss. Beide Autos werden nun verpackt und auf die Reise nach Australien geschickt.

Das Schlusslicht bildete einmal mehr Jenson Button im Benetton. Heute konnte der Brite zwar 48 Runden fahren, doch der B201 war einmal mehr im Vergleich zur Konkurrenz dramatisch langsamer. So fehlten dem Benetton-Renault-Pilot heute 4.5 Sekunden auf Heinz-Harald Frentzen.

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P. Fahrer Team Reifen Bestzeit Rnd
1.Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda Bridgestone 1:23.818
2.Jarno Trulli Jordan-Honda Bridgestone 1:24.635
3.Jos Verstappen Arrows-Asiatech Bridgestone 1:24.629
4.Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech Bridgestone 1:25.148
5.Jenson Button Benetton-Renault Michelin 1:28.348

21.02.: Letzter Silverstone-Test beginnt mit Frentzen-Bestzeit

Einen wenig aussagekräftigen Testtag absolvierten Jordan, Arrows, Jaguar und Benetton am Dienstag in Silverstone. Am Morgen hing so dichter Nebel über der Strecke, dass die Teams lange Zeit nicht ausrücken konnten, erst gegen Mittag begab sich Eddie Irvine auf die Strecke, musste den Jaguar R2 aber nach 22 Runden mit technischen Problem abstellen und war mit 1:26.766 Minuten Viertbester.

Tagessschnellster war Heinz-Harald Frentzen im Jordan-Honda EJ11, der nach 28 Runden mit 1:24.081 Minuten ganz oben auf dem Zeitenmonitor stand. Der Mönchengladbacher war allerdings mit einem leichten Auto unterwegs: "An unserem vorletzten Testtag hatten wir ein volles Programm. Leider hielt sich der Nebel sehr hartnäckig. Es gab keine Chance, dass der Rettungshubschrauber fliegen kann, aus diesem Grund blieb die Strecke geschlossen. Besonders taten wir etwas, dass wir bisher während den ganzen Wintertests noch nie gemacht hatten: wir fuhren zum ersten Mal mit wenig Benzin an Bord. Das war sehr wichtig, weil wir noch herausfinden mussten, wie sich das Auto mit einer Qualifying-Abstimmung anfühlt."

Auch das Arrows-Team begann am Dienstag mit den letzten Vorbereitungen auf das erste Rennen in Melbourne. Drei Chassis sollen in England einem Funktionstest unterzogen werden, am Dienstag begann Jos Verstappen mit Chassis Nummer 01. Am Mittwoch wird Chassis 02 getestet, am Donnerstag der dritte A22. Am Dienstag war der Holländer mit 1.893 Sekunden Rückstand auf Frentzen Zweiter. Irvines Teamkollege Luciano Burti drehte 11 Runden mit dem Jaguar R2 und kam mit 2.079 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz. Das Schlusslicht bildete Benetton-Renault-Pilot Jenson Button, der nach zehn Runden über 7.5 Sekunden Rückstand auf Frentzen hatte.

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Honda-Aktivitäten 20.02.
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeit
H-H Frentzen Jordan Honda EJ11-004 241:24.08s
Jos Verstappen Arrows 141:25.97s
Luciano Burti Jaguar 101:26.16s
Eddie Irvine Jaguar 201:26.76s
Jenson Button Benetton 91:31.53s

21.02.: Eddie Jordan: "Jetzt müssen wir den Titel holen"

Für Teamchef Eddie Jordan zählt in den kommenden Jahren nur das Motto 'jetzt oder nie'. Man hat mit Honda einen starken und kostenlosen Motor, mit Eghbal Hamidi einen sehr guten Aerodynamiker, ein hohes Budget und mit Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli zwei sehr schnelle Fahrer, die in der Lage sind, Rennen zu gewinnen. Die Chance ist da, jetzt muss sie auch genutzt werden. Besonders das Risiko, Honda wieder zu verlieren ist groß, weil die Japaner parallel noch mit BAR arbeiten: "Das bedeutet, dass die Ergebnisse sofort da sein müssen", erklärt Eddie Jordan der 'Financial Times'. "Wir brauchen dazu ein sehr zuverlässiges Auto. Im letzten Jahr haben wir einige Schritte zurück gemacht, jetzt wollen wir drei Schritte nach vorne machen."

Der Faktor Geld ist laut Jordan in der Formel 1 mittlerweile immens wichtig, aus diesem Grund soll sich das Team durch andere Produkte, wie zum Beispiel das Energy-Getränk "EJ11" oder das eigene Teammagazin, Geld dazu verdienen, das direkt wieder in das Team gesteckt wird: "Das ist wichtig, denn ich glaube nicht, dass es auf dem Auto genügend Platz zu verkaufen gibt, um das nötige Geld aufzutreiben, das wir in der Zukunft brauchen werden, wenn wir den Titel holen wollen."

Jordan hat in den nächsten zwei, drei Jahren ein klares Ziel vor Augen: Der Weltmeistertitel muss her. In diesem Jahr will man Rennen gewinnen und mindestens auf den dritten Platz der Konstrukteurswertung kommen, so wie man das schon 1999 geschafft hatte. Später dann muss er her, der erste WM-Titel für das Team.

"Fehler jagen mir keine Angst ein", fährt Jordan fort. "Aber ich liebe den Erfolg. Honda hat uns ausgesucht, weil sie das Gefühl haben, dass wir Rennen gewinnen können. Wir sind so ernst zu nehmen, wie jedes andere Team auch und verfolgen das Ziel, Rennen und Meisterschaften zu gewinnen. Ich muss den Weltmeistertitel gewinnen. Ich bin jetzt schon so lange in diesem Geschäft, dass ich mich bestohlen fühlen würde, wenn es mir nicht gelingen würde. Mit Honda beginnen wir eine neue Ära. Wir werden niemals mehr eine bessere Chance erhalten. Wenn wir versagen, dann bin ich daran Schuld."

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21.02.: Heinz-Harald Frentzen greift wieder an

Heinz-Harald Frentzen zeigt die Zähne. Im neuen Jordan mit Haifisch-Design soll endlich auch für den Rheinländer die Post abgehen. Mit dem neuen Honda-Motor im Auto will "HHF" nach den Enttäuschungen der vergangenen Saison mit WM-Platz neun auch auf der Rennstrecke endlich wieder obenauf sein. Im knallgelben Flitzer wird der schnellste "Postkutscher" der Welt ganz bestimmt Gas mit viel Gefühl geben und hofft, den Favoriten Michael Schumacher und Mika Häkkinen ein Schnippchen schlagen zu können. "Wir wollen an die guten Ergebnisse aus dem Jahr 1999 anknüpfen", kündigte Frenzten selbstbewusst an. Damals gewann er im technisch unterlegenen Jordan zwei Grand Prix und hielt das Titelrennen gegen die Giganten lange offen.

Als WM-Dritter und Mitfavorit war Frentzen in die vergangene Saison gestartet, aber die Erwartungen konnte er nicht erfüllen. Gerade elf magere Punkte sammelte der Mönchengladbacher. Dafür lief es privat prima: Im Frühjahr kam Töchterchen Lea ("Sie ist jetzt schon so schön wie ihre Mutter. Ab heute hat Tanja einen Grund, eifersüchtig zu sein") zur Welt. Mit der Ehefrau Tanja lebt der 33- Jährige in seiner Wahlheimat Monte Carlo. Die Familie sorgt für Ablenkung, Frenzten soll so locker sein wie nie.

In seiner achten Formel-1-Saison könnte der glückliche Papa, der weiter mit dem Werbe-Horn der Deutschen Post auf seinem Rennanzug fährt, durchaus wieder für Aufsehen sorgen. Seit Autogigant Honda bei Jordan an Bord ist, darf der irische Rennstall wieder träumen. Für Frentzen ein entscheidender Faktor: "Seit ich bei Jordan bin, habe ich immer wieder betont, wie wichtig es ist, ein Werksteam zu sein. Wenn man den Großen ans Bein pinkeln will, braucht man halt eine hohe Leiter. Diese Leiter hat Jordan nun endlich gefunden. Und es ist nicht irgendeine Leiter, sondern eine 'Leiter de Luxe'."

Zwar kann das Team trotz der Finanzspritze des neuen Hauptsponsors Benson & Hedges wohl den beiden Branchenführern Ferrari und McLaren- Mercedes noch immer nicht ganz das Wasser reichen, doch für Überraschungen sind Frenzten und sein italienischer Teamkollege Jarno Trulli allemal gut. Schließlich hat er bei den Testfahrten im neuen Auto einen guten Eindruck hinterlassen.

Frentzen selbst glaubt, aus den negativen Erfahrungen gestärkt hervorgegangen zu sein. Im Rückblick auf die verkorkste Saison im verflixten siebten Jahr in der Formel 1 spricht er vom Übergangsjahr, vom Risiko beim Autobau, dass sein Team gegangen sei, um Grenzen auszuloten. Nun stehen er und sein Team auf dem Prüfstand.

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14.02.: Saisonvorbereitungen gehen in die heiße Phase

Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli waren bei den Testfahrten in Valencia bisher das einzige Team gewesen, das an die Zeiten von McLaren-Mercedes annähern herankam. Ein Abstand von rund 0.7 Sekunden mag sich zwar groß anhören, aber Frentzen weiß, dass man in Wirklichkeit nicht so weit zurückliegt: "McLaren fuhr auf der neuesten Bridgestone-Mischung, wir aber nicht. Ich kann es kaum erwarten, die neuen Reifen ausprobieren zu dürfen", so der Deutsche.

Klar werden Ferrari und McLaren-Mercedes auch in diesem Jahr deutlich besser sein als Jordan, aber zusammen mit BMW-Williams dürfte Jordan den beiden Top-Teams das eine oder andere Mal die Show stehlen. Unter Hochdruck arbeitet man momentan in der Jordan-Fabrik, um alle nötigen Autos und Teile bis zum Saisonstart fertig gestellt zu haben: "Das komplette Unternehmen arbeitet am Limit", erzählt Produktionsmanager Bob Halliwell. "Momentan herrscht praktisch in jeder Abteilung eine Sieben-Tage-Woche."

Bis zum 22. Februar müssen noch jede Menge Ersatzteile fabriziert werden, zwei Einsatzautos und ein Ersatzauto sind bereits fertig. Am 22. Februar wird das Material bereits nach Australien geflogen, wo am 4. März das erste Rennen stattfinden wird. Das dritte Chassis wurde in der vergangenen Woche in Silverstone von Testfahrer Ricardo Zonta einem Funktionstest unterzogen. Dennoch muss man dem Chassis noch einen Crashtest unterziehen und es wird zu weiteren Tests auf einem Fahrsimulator eingesetzt werden.

Chassis Nummer 2, das man bei der Präsentation am 16. Januar zeigte, ist momentan in Valencia im Einsatz und wird beim Großen Preis von Australien als Ersatzauto fungieren. Chassis Nummer 3 ist seit Montag ebenfalls im Testeinsatz und wir Jarno Trullis Einsatzwagen in Melbourne sein. Chassis Nummer 4 wird momentan zusammengebaut und wird vor dem Abflug am 22. Februar getestet. Diese Auto wird dann das Einsatzauto von Frentzen.

Doch auch wenn alle Materialien und Autos für die Reise nach Australien fertig gestellt sind, ist die Arbeit für das Team noch lange nicht erledigt. So schnell wie möglich muss man zwei weitere Autos aufbauen, die man später beim Testen einsetzen kann. Denn die Autos werden von Melbourne direkt nach Malaysia und dort wiederum direkt nach Brasilien geflogen. Erst danach kann man die Rennautos auch zu Testzwecken einsetzen.

"Chassis Nummer 5 ist momentan im frühen Stadium der Herstellung", erklärt Halliwell. "Möglicherweise wird dies das Einsatzauto für Jarno, dann würde Chassis Nummer 3 an das Testteam gehen. Da wir jetzt zwei Testautos brauchen, müssen wir weiterhin hart arbeiten. Wenn wir erst einmal ein Chassis in der Werkstatt haben, kann es 15 Tage in 24 Stunden-Schichten dauern, bis wir es aufgebaut haben."

"Wenn die Saison begonnen hat, stabilisiert sich auch die Lage bei uns, wenn die ersten sechs Autos fertig sind. Dann gönnen wir uns eine kleine Pause und schauen danach, ob wir weitere Autos benötigen. Wir versuchen die Anzahl auf sechs oder sieben zu begrenzen, der Faktor Geld spielt hierbei eine limitierende Rolle."

Auf das Jordan-Honda-Team kommt in diesem Jahr eine größere Belastung zu. Ein deutlich höheres Budget wird dazu führen, dass Jordan mehr neue Teile herstellen wird, des weiteren wird man mehr testen, nicht zuletzt wegen dem Reifenkrieg. Dafür hat man mit Ricardo Zonta einen eigenen Testfahrer engagiert und dafür benötigt man ein weiteres Auto.

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13.02.: Valencia: Jordan schnell - McLaren schneller aber anfällig

- Es ist eigentlich so wie im vergangenen Jahr, der neue McLaren-Mercedes ist sehr schnell, dafür aber im Vergleich zur Konkurrenz noch sehr unzuverlässig. Heute konnte David Coulthard den "alten" Rundenrekord von gestern um 0.13 Sekunden auf 1:13.27 Minuten verbessern, doch erneut erwies sich der MP4-16 als unzuverlässig. Wurz und Coulthard verursachten am Dienstag alle der vier Testunterbrechungen.
David Coulthard konnte heute wegen der Probleme dann auch nur 35 Runden fahren, denn zuerst führte ein Wasserleck dazu, dass der Motor ausgetauscht werden musste, dann blieb der MP4-16 am Nachmittag erneut auf der spanischen Rennstrecke stehen. Testfahrer Alexander Wurz war wieder mit dem MP4-15K unterwegs und wurde nach 75 Runden mit 0.81 Sekunden Rückstand Dritter. Auch Wurz blieb zwei Mal auf der Strecke mit technischen Problemen stehen.

Ganz im Gegenteil dazu ist der neue Jordan-Honda deutlich zuverlässiger. Seit gestern testet das Team parallel mit zwei EJ11's, heute war Jarno Trulli mit 0.77 Sekunden Rückstand auf Coulthard der Schnellste. Teamkollege Heinz-Harald Frentzen kam mit 0.86 Sekunden auf den vierten Platz, der Deutsche konnte zwar 97 Runden fahren, es gab jedoch Probleme mit der Kühlung des Autos.

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P Fahrer Team Zeit Runden
1.David Coulthard McLaren-Mercedes 1:13.2735
2.Jarno Trulli Jordan-Honda 1:14.0374
3.Alexander Wurz McLaren-Mercedes 1:14.0875
4.Heinz-Harald Frentzen Jordan-Honda 1:14.1397
5.Luciano Burti Jaguar-Cosworth 1:14.3843
6.Enrique Bernoldi Arrows-Asiatech 1:14.5670
7.Kimi Räikkönen Sauber-Petronas 1:15.22107
8.Nick Heidfeld Sauber-Petronas 1:15.2548
9.Jos Verstappen Arrows-Asiatech 1:15.7036
10.Eddie Irvine Jaguar-Cosworth 1:16.0569

12.02.: Testzeiten Valencia
P Fahrer Team Zeit Runden
1.Coulthard McLaren 1'13"400 75
2.Wurz McLaren 1'13"420 30
3.Frentzen Jordan 1'14"160 63
4.Burti Jaguar 1'14"420 40
5.Bernoldi Arrows 1'14"470 93
6.Trulli Jordan 1'14"770 68
7.Raikkonen Sauber 1'15"640 39
8.Verstappen Arrows 1'15"760 20
9.Heidfeld Sauber 1'15"830 31
10.Irvine Jaguar 1'15"940 57
Unofficial Times

10.02.: Honda mit Saisonvorbereitungen zufrieden

Testen, testen, testen, heißt es momentan für alle Teams in der Formel 1, die Zeit bis zum ersten Rennen in Australien am 4. März ist äußerst knapp bemessen. Honda hat mit seinen beiden Teams Jordan und BAR zumindest was den Motor angeht keine Sorgen, denn der neue Zehnzylinder der Japaner läuft bei den Testfahrten sehr, sehr stabil. Wie im letzten Jahr scheint Honda in der Lage zu sein, einen starken und zusätzlich auch noch sehr zuverlässigen Motor auf die Beine zu stellen.

Jordan-Honda führt Funktionstest mit Chassis Nr. 2 durch
Jordan-Honda verbrachte im Verlauf dieser Woche zwei Tage in Silverstone um das zweite Jordan-Honda-EJ11-Chassis den ersten Testkilometern zu unterziehen. Testpilot Ricardo Zonta übernahm am Mittwoch und Donnerstag die Einfahrarbeit, wobei der Brasilianer einsam seine Runden auf der Strecke nahe Northampton drehte. Das Team führte hierbei die bei einer solchen "Jungfernfahrt" üblichen Überprüfungen der verschiedenen Systeme des Fahrzeugs durch. Außerdem nahm das Team die Gelegenheit wahr den "Rost" der Wintermonate aus den Knochen zu schütteln und im Hinblick auf den Saisonstart in gerade mal vier Wochen schon einmal Boxenstopps einzuüben.

BAR-Honda und die Flucht nach Kyalami
Auf der Suche nach besseren Witterungsbedingungen blieb BAR-Honda nichts anderes übrig, als dem europäischen Winter zu entfliehen und stattdessen die Zelte in Südafrika aufzuschlagen, wo sechs Testtage mit dem neuen BAR-Honda 003 auf dem Programm standen. Nach dem letztjährigen Reinfall, als das Team zwölf Tage ununterbrochenen Regen über sich ergehen lassen musste, blieb die nahe Johannesburg gelegene Kyalami-Rennstrecke diesmal von Niederschlägen verschont und erlaubte dem Team bei bestem Sonnenschein seine Aufgaben zu erledigen. Die exzellente Zuverlässigkeit der vergangenen Saison auch heuer zu garantieren steht dabei im Mittelpunkt der Arbeiten, gepaart mit der Erprobung neuer aerodynamischer Bauteile. Die Witterungsbedingung, bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius, bieten dabei optimale Grundlagen um den Saisonauftakt im sommerlichen Melbourne zu simulieren.

"Beide Team kommen mit ihren jeweiligen Arbeiten gut voran," sagt Kazutoshi Nishizawa, Technik-Direktor bei Honda Racing Development. "Wir haben dieses Jahr bereits reichlich Testkilometer zurücklegen können und hatten dabei keinerlei Probleme mit den Motoren zu beklagen. Wir haben vor allem Kalibrierungsarbeiten durchgeführt und dabei die zulässige Höchstleistung des neuen Triebwerks ausgelotet. Wie unsere Chancen stehen ist allerdings schwer einzuschätzen, bevor die beiden Top-Teams ihre Testarbeiten in vollem Umfang abgeschlossen haben. Aber wir sehen dem Saisonstart zuversichtlich entgegen."

Nächste Woche: Honda-Ingenieure in Südafrika und Spanien in Aktion
BAR-Hondas Südafrika-Abenteuer endet am Dienstag, dem 13. Februar, worauf das Team die Rückreise nach Europa antritt um dort die letzten Testfahrten vor dem Grossen Preis von Australien (4. März) durchzuführen. Jordan-Honda wird unterdessen vom 12. bis 14. Februar in spanischen Valencia mit den beiden neuen Chassis des Jordan-Honda EJ11 ausrücken.

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09.02.: Jordan-Honda testet solo in Silverstone

Während die Konkurrenz in Mugello (Ferrari), Valencia (McLaren), Estoril (Prost, Benetton, Arrows) oder Kyalami (Williams, BAR) testet, hat sich das Jordan-Honda-Team in Silverstone verschanzt. Heute fuhr Testfahrer Ricardo Zonta am Morgen 15 Runden. Das Team konzentrierte sich dabei auf den Ölkreislauf des Autos und man übte Tankvorgänge mit einem neuen Tankrüssel. Frostiges und trübes Wetter zwangen das Team am Nachmittag, den Test früher als geplant abzubrechen. Das Team wird ab 12. Februar im spanischen Valencia testen.

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07.02.: Frentzen: "Eddie Jordan nimmt seinen Job sehr ernst"

Jordan-Honda-Pilot Heinz-Harald Frentzen hofft auf die Rückkehr seines Jordan-Teams in die Verfolgergruppe der Königsklasse und setzt dabei neben dem neuen Honda-Werksmotor vor allem auf die besonderen Fähigkeiten von Teamchef Eddie Jordan. "Viele Leute haben eine falsche Vorstellung von Eddie, er nimmt seine Arbeit sehr ernst. Er hat gerne Spaß, aber immer zur richtigen Zeit", sagte Frentzen in einem Interview mit dem 'Sunday Mirror'. 1999 hatte Frentzen im Jordan noch bis kurz vor Saisonende Chancen auf den WM-Titel, das Team fiel dann 2000 auf den sechsten Platz zurück.
Laut Frentzen sei es nicht Jordans Aufgabe, die Technik des Autos weiterzuentwickeln. "Wichtig ist, dass er die richtigen Leute ins Team holt", meinte der Mönchengladbacher. Nach dem Absturz im Vorjahr von Platz drei auf Rang sechs der Konstrukteurswirkung ist Frentzen trotz des Abschieds einiger wichtiger Techniker optimistisch für die neue Saison. "Ich habe Vertrauen in unser Team. Wir haben viel Geld investiert und können uns zusammen weiterentwickeln", sagte der 33-jährige.

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04.02.: Frentzen mit Jordan zufrieden - Williams besser?

Jordan und Williams, das sind zwei Teams, die in dieser Saison Ferrari und McLaren das eine oder andere Mal die Show stehlen wollen und zumindest auf den dritten Platz in der Konstrukteurswertung kommen wollen. Beide Teams testeten mit ihren neuen Autos ausgiebig in Barcelona. Das Fazit könnte heißen: Der neue Jordan-Honda EJ11 ist schnell und vor allem sehr zuverlässig, der BMW-Williams FW23 ist ebenfalls schnell, aber noch anfällig.
Doch während man die Rundenzeiten kaum analysieren kann, trifft dies auf die Zuverlässigkeit ebenfalls zu, denn die meisten Motorprobleme bei BMW entstehen wohl dadurch, dass die Bayern noch viel mit Zusatzkomponenten experimentieren, die zwangsläufig zu Problemen führen. Die Tatsache, dass kaum ein Motor bei den Tests wirklich verraucht ist, deutet darauf hin, dass der BMW-Motor von seiner Konstruktion ein zuverlässiges Aggregat ist.
Während sich bei BMW-Williams die mechanischen Probleme des neuen FW23 im üblichen Rahmen hielten, gab es bei Jordan ebenfalls nur kleinere und völlig normale Probleme mit Getriebe und Kupplung zu melden. Frentzens beste Rundenzeit mit dem neuen EJ11 war eine 1:19.998, Ralf Schumachers Bestzeit betrug 1:20.571 Minuten.
Obwohl Heinz-Harald Frentzen eine bessere Rundenzeit fuhr als Ralf Schumacher, gibt er sich skeptisch gegenüber dem, was BMW-Williams gezeigt hat: "Ich mache mir ein wenig Sorgen darüber, wie gut der Williams geht. Ralf fuhr in den letzten Tagen eine längere Distanz, hatte also ordentlich Sprit an Bord, seine Zeiten waren aber dennoch wirklich eindrucksvoll. Was auch immer er über das neue Auto gesagt hat, ich habe das Gefühl, dass es ein ziemlich schnelles Auto ist."
Trotz allem ist Frentzen mit dem neuen Jordan zufrieden, in dessen Heck der Werksmotor von Honda steckt: "An meinem ersten Testtag in Barcelona waren wir mit dem Motor- und Reifentest völlig im Plan. Alles lief nach Plan, abgesehen von einem kleinen Zwischenfall, bei dem der Motor irgendwie eine Schraube verschluckt hat. Das hat nicht einmal die Innereien des Motors beeinflusst, aber wir zogen es vor, ihn zu wechseln. Trotz dieser Unterbrechung konnte ich 70 Runden fahren. Ich kann nur bestätigen, dass das Auto von seiner mechanischen Seite her einfach perfekt ist."
Vermutlich werden sich die beiden Teams nun erst wieder in Australien sehen. Das BMW-Williams-Team geht vom 8. bis 13. Februar gemeinsam mit BAR wie im letzten Jahr nach Kyalami, wo man hofft, dass Südafrika hohe Temperaturen zum Testen zu bieten hat. Jordan-Honda hingegen reist gemeinsam mit McLaren und Sauber vom 6. bis 14. Februar zu Tests ins Spanische Valencia.

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04.02.: Barcelona: Testzeiten Samstag
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
Rubens Barrichello Ferrari 591:18.62
Nick Heidfeld Sauber 991:19.15
Enrique Bernoldi Arrows 691:19.57
Heinz H Frentzen Jordan Honda EJ11 - 02 311:20.07
Olivier Panis BAR Honda 003 671:20.98
Kimi Raikkonen Sauber 151:21.21
Jenson Button Benetton 531:21.76
Daren Manning BAR Honda 003 661:22.11
Giancarlo Fisichella Benetton 271:22.56

02.02.: Barcelona: Testzeiten Freitag
Honda-Aktivitäten 02.02.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
Olivier Panis BAR Honda 002 561:19.319
Heinz H Frentzen Jordan Honda EJ11 - 02 651:19.998
Rubens Barrichello Ferrari 681:20.238
Nick Heidfeld Sauber 391:20.280
Jacques Villeneuve BAR Honda 003 801:20.363
Kimi Raikkonen Sauber 421:20.442
Enrique Bernoldi Arrows 521:20.549
Jenson Button Benetton 401:21.213
Giancarlo Fisichella Benetton 161:23.534

02.02.: Barcelona: Honda-Testbericht Donnerstag
Team Jordan Honda
Ort Barcelona, Spain
Streckenlänge 4.766km
Streckenrekord 1:22.242s (Fisichella - Jordan, 1997)
Vorherige Tests 1:19.58s (J Trulli, Jordan Honda- 20/12/00)
Testende 03.02.2001
Honda-Aktivitäten 01.02.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
Olivier Panis BAR Honda 002 701:19.8
Rubens Barrichello Ferrari 671:20.3
Jarno Trulli Jordan Honda EJ11 - 02 891:20.4
Nick Heidfeld Sauber 651:20.4
Kimi Raikkonen Sauber 941:20.7
Enrique Bernoldi Arrows 261:21.0
Jacques Villeneuve BAR Honda 003 951:21.2
Juan Montoya Williams 311:21.6
Giancarlo Fisichella Benetton 351:21.7
Jenson Button Benetton 621:22.4

01.02.: Neues Technikerteam lebt sich gut bei Jordan ein

Gleich beide Jordan-Piloten arbeiten in dieser Saison mit neuen Renningenieuren zusammen, Heinz-Harald Frentzen mit David Brown und Jarno Trulli mit Gabriele Dellicolli. Bei den laufenden Testfahrten zeigten sich die beiden Jordan-Neulinge von der Stimmung im Team sehr angetan. David Brown arbeitete früher im Williams-Team, bevor er bis vor kurzem noch im McLaren Formel-3000-Team arbeitete, nach drei Jahren feiert er nun sein Comeback.

David Browns Comeback in die Formel 1
"Es ist toll, wieder zurück zu sein. Ich werde nun deutlich mehr in das Ingenieurswesen integriert und es ist gut, an einem komplexen Auto zu arbeiten, im Vergleich zu einem Formel-3000-Auto, was in dieser Hinsicht doch sehr eingeschränkt ist."
Neben der Arbeit am Auto von Frentzen ist Brown auch Chefrenningenieur: "Das bedeutet, dass ich die Aufsicht über die Renningenieure, die Daten-Ingenieure und Junior-Ingenieure habe. Fast dasselbe habe ich auch bei Williams getan, auch wenn man mir dort dafür nicht einen offiziellen Titel verliehen hat. Ich war damals mehr oder weniger in diese Rolle reingewachsen, weil es sonst niemanden gab, der diese Aufgabe erledigt hat. Aber jetzt habe ich ein viel breiteres Betätigungsfeld als vorher."

Brown: "Alle sind sehr heiß auf den Erfolg"
Auch wenn es einige Kritiker gab, ob Brown seiner Rolle gewachsen sei, das Team glaubt an den Briten, schließlich arbeitete er mit Fahrern wie Nigel Mansell, Alain Prost oder Damon Hill zusammen. Erfreut ist Brown insbesondere über die einzigartige Atmosphäre im Team: "Die ist großartig. Jeder ist sehr heiß auf Erfolge. Jeder ist offenherzig und es gibt kaum Politik in diesem Team - das ist meiner Meinung nach sehr erfrischend und stellt auch einen großen Vorteil dar. Was man sieht, erhält man auch, und das ist gut."
Trotz der lockeren Stimmung ist Brown mit der Arbeit des Teams sehr zufrieden: "Die Arbeitsweise des ganzen Teams ist sehr professionell. Das wichtigste ist jedoch, dass jeder noch besser werden möchte, denn wir wissen, was man benötigt, um auf dem ganz hohen Level mitzuspielen. Vom technischen Fachwissen her sind wir bereits auf einem sehr, sehr hohen Level. Für mich ist das ein sehr befriedigender Arbeitsplatz.

Das neue Auto erfüllt die Erwartungen
Mit den Testfahrten des neuen EJ11 zeigt sich Brown bisher zufrieden: "Wir sind zunächst die Problemgebiete des Autos angegangen, die man eher beim Testen eines neuen Autos findet als an einem Rennwochenende. Unüberwindbare Probleme mit dem Set Up oder sonstige Schwierigkeiten sind nicht aufgetreten. Das Auto scheint generell besser ausbalanciert zu sein als das letztjährige Auto, was jeder als einen Vorteil ansieht, insbesondere die Fahrer natürlich."
"Bisher waren wir noch nicht so auf die reine Geschwindigkeit aus, das werden wir sukzessive erhöhen, wenn die Zuverlässigkeit stimmt, was auch völlig normal ist. Das Grunddesign des Autos scheint unsere Erwartungen zu erfüllen. Was wir bisher noch nicht wissen ist, wie wir im Vergleich zu den anderen Teams aussehen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg."

Gabriele Dellicolli - der unerfahrenere Mann an der Seite von Trulli
Gabriele Dellicolli ist der zweite Mann im Team. Der Italiener war zuletzt zwei Jahre lang Renningenieur von Jean Alesi, danach von Pedro Diniz. Trulli kennt Dellicolli von seinen Anfängen bei Minardi, um seiner neuen Herausforderung gerecht zu werden, zog der Italiener nach England um: "Das ist schon ein großer Unterschied. Aber so hatte ich das auch erwartet, weil ich zuvor mit einem Schweizer Team gearbeitet hatte und jetzt mit einem Team, das in England stationiert ist, das wie ich glaube sich deutlich von allen anderen Teams unterscheidet", so der 34-jährige."
"Ich habe mich sehr gut eingelebt. Natürlich muss man die ganzen Leute erst einmal kennen lernen, aber mein Gesamteindruck ist, dass jeder hier wirklich einen guten Job erledigen möchte. Das ganze Team strengt sich sehr an, um das Beste aus dem Auto herauszuholen und gute Ergebnisse zu erreichen."

"Jeder arbeitet sehr hart"
Auch von seinem neuen Kollegen, David Brown, ist Dellicolli sehr angetan: "Wenn man manchmal aus einer anderen Umgebung kommt, dann möchten dir die Leute nicht zuhören, wenn du etwas zu sagen hast. Hier war das nicht der Fall. Man hat hier den Eindruck, dass wirklich jeder hart arbeitet, um das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Für mich ist es trotzdem sehr interessant, weil ich mit Leuten zusammenarbeite, die mehr Erfahrung haben als ich. Sie haben andere Ansichten wie ich und das ist für mich sehr anregend und eine Herausforderung."
Wie Jarno Trulli schon bei der Präsentation des neuen Autos angekündigt hatte, wird er mit seinem Landsmann kein Italienisch reden: "Es ist wichtig, dass wir Englisch reden, auch wenn wir beide Italiener sind. Wenn man in einem Team Leute hat, die aus verschiedenen Ländern kommen, dann sollte man sicher stellen, dass die anderen einen verstehen und nicht glauben, dass man Geheimnisse hat. Das ist sehr wichtig. Ich möchte der guten Atmosphäre, die wir schon haben, auf keinen Fall schaden. Es läuft alles sehr gut und ich genieße es sehr, bei Jordan zu sein."

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31.01.: Barcelona: Honda-Testbericht Mittwoch
Team Jordan Honda
Ort Barcelona, Spain
Streckenlänge 4.766km
Streckenrekord 1:22.242s (Fisichella - Jordan, 1997)
Vorherige Tests 1:19.58s (J Trulli, Jordan Honda- 20/12/00)
Testende 03.02.2001
Honda-Aktivitäten 31.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
Jean Alesi Sauber 341:19.41
Jarno Trulli Jordan Honda EJ11 - 02 841:20.08
Ralf Schumacher Williams 701:20.57
Vos Verstappen Arrows 101:20.61
Jenson Button Benetton 671:20.64
Juan Montoya Williams 441:20.94
Giancarlo Fisichella Benetton 611:20.98
Luciano Burti Jaguar 621:22.33
Tomas Scheckter Jaguar 351:22.98

31.01.: Eddie Jordan möchte Ricardo Zonta wieder aufbauen

Ricardo Zonta wurde schon als der kommende Superstar gefeiert, schließlich war der Brasilianer in allen anderen Rennserien schnell unterwegs und auch bei Tests im McLaren-Mercedes hinterließ Zonta einen guten Eindruck. Für BAR schien Zonta für 1999 also der richtige Fahrer zu sein. Doch ein schwerer Unfall am zweiten Rennwochenende raubte Zonta die Zuversicht und mehrere Horrorunfälle aufgrund von technischen Defekten sorgten dafür, dass Zonta seine Zuversicht auch nicht mehr zurückgewinnen sollte. Als Testfahrer bei Jordan-Honda möchte der 24-jährige seiner Karriere wieder neuen Schwung verleihen und viel Experten glauben, dass ihm das auch gelingen wird, schließlich hat Zonta bewiesen, dass er mit einem Villeneuve mithalten kann, wenn er das nötige Vertrauen in das Auto hat.

"Pollock wollte mich austauschen"
Ein Jahr nach seinem bösen Unfall konnte Zonta in diesem Jahr Villeneuve in Brasilien im Qualifying schlagen und in Kanada wäre ihm das beinahe wieder gelungen. Doch Zonta verlor oft die Möglichkeit, in die Punkte zu fahren - meist aufgrund von Fahrfehlern und ein paar Mal auch wegen technischen Problemen. "Das war für mich sehr hart", erklärt Zonta in der 'Autosport'. "Jeder wollte, dass ich in die Punkte fuhr, doch ich tat es nicht, weil ich Fehler machte. Craig (Pollock, Teamchef, Anm. d. Red.) fing an, mit mir zu spielen und sagte, er würde seine Fahrer austauschen, wenn er nicht die Resultate erhält." Am Ende wurde Zonta mit drei WM-Punkten WM 14.
Laut Zonta war Pollock mit seinen Aussagen alles andere als gerecht: "Als ich in Österreich Jacques im Qualifying schlug, sagte Craig zu meinem Manager Geraldo, dass ich gute Leistungen zeigen muss. Und an diesem Tag hatte ich gerade Jacques im Qualifying geschlagen! Ich denke, dass er immer dann mit Psychospielchen anfing, wenn ich mental gut drauf war - nur damit es Jacques leichter fiel, gute Ergebnisse zu erzielen."

"Manche Leute haben mir überhaupt nicht geholfen"
Die aberwitzigen Politikquerelen innerhalb des Teams haben auch Ricardo Zonta nicht gefallen: "Ich versuchte, mich aus dem ganzen rauszuhalten. Ich wusste gar nicht, was da los war, ich wollte nur das Auto fahren und so gut wie möglich abschneiden. Aber Craig und ein paar andere Leute waren komplett für Jacques und das machte es für mich sehr schwierig, die beste Leistung aus dem Auto herauszuholen und das Vertrauen zu haben, dass die Leute auch für mich gut arbeiten. Manche Leute haben mir überhaupt nicht geholfen."
Es mutet schon etwas seltsam an, dass ein Teamchef einen Fahrer so sehr benachteiligt, doch Ricardo Zonta hat eine ganz plausible Erklärung dafür: "Craig ist der Manager von Jacques und der Teamchef von BAR. Wenn sein Fahrer den anderen schlägt, dann kann er am Ende des Jahres mehr Geld bekommen. Und in der Formel 1 geht es nur um das Geld. Es ist schwierig, das zu glauben. Ich hinke da etwas hinterher, aber so langsam verstehe ich die Leute und die Formel 1 mehr..."

"Villeneuve ist Weltmeister, deshalb glaubt ihm jeder"
Auch mit Teamkollege Jacques Villeneuve kam Zonta nicht gut aus. Als sich die beiden bei einem Überholmanöver im verregneten Hockenheim berührten, lief das Fass über und Villeneuve meinte: "Es fällt mir schwer, ihn nicht als Idioten zu bezeichnen." Zonta analysiert: "Er machte in der Kurve davor einen Fehler und ich nutzte die Chance. Ich würde das jederzeit wieder tun, denn es war nicht mein Fehler. Er versuchte, mir das Leben schwer zu machen und gab mir keine Raum. Er ist Weltmeister und wenn er sagt, dass ich unrecht habe, glaubt ihm jeder. Nach Hockenheim versuchte er, mit mir wie ein Freund zu sprechen, denn er wusste, dass er zu weit gegangen war. Aber ich versuchte nicht, mit ihm über etwas anderes zu sprechen. Wenn man in einem Meeting ist und über das Auto sprechen soll, dann tut man das, denn es geht um das Team, aber ansonsten habe ich mit ihm nicht gesprochen."
Für BAR war es eine große Schmach gewesen, dass Honda in der kommenden Saison auch Jordan mit den gleichen Motoren ausstatten wird. Zonta kann sich aus diesem Grund auch einen Seitenhieb gegen sein altes Team nicht verkneifen: "Honda kennt die Probleme und möchte sie mit dem Team angehen. Wenn das klappt, ist es gut, wenn nicht, werden sie aufgeben und sich nur noch auf Jordan konzentrieren", so der neue Jordan-Testfahrer...

Eddie Jordan will Zonta fair behandeln
Eddie Jordan ist einer der Teamchefs, der weiß, wie man mit Fahrern umgehen muss, um aus ihnen das Maximum herauszuholen. Das beste Beispiel ist Heinz-Harald Frentzen. Bei Jordan blühte der Deutsche plötzlich auf, während man ihn bei Williams austrocknen ließ. Eddie Jordan möchte nun jetzt auch Ricardo Zonta zu dem machen, was er eigentlich ist, ein schneller Rennfahrer.
"Zonta ist ein eindrucksvoller Kerl. Natürlich müssen die letzten paar Jahre für ihn schwierig gewesen sein", so der Ire in den 'motoring news'. "Aus der Sicht eines Psychologen hat man ihn vielleicht etwas fertig gemacht. Ich möchte ihm das Gefühl geben, dass er sich wohl fühlt, weiß, wo er ist und was wir machen werden. Ich möchte das Beste aus ihm herausholen."

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30.01.: Jordan: "Holloway hat keinen von uns überrascht"

Nach dem Weggang von Mike Gascoyne - oder besser gesagt nach dessen zwangsläufig nötig gewordener vorläufiger Beurlaubung - musste ein anderer Technischer Direktor gefunden werden, der den Bau des neuen Autos leitet. Da man Eghbal Hamidy von Arrows nicht rechtzeitig in das Team bekam, musste ein anderer Ersatz gefunden werden. Die Wahl fiel auf Tim Holloway. Der 49-jährige Brite arbeitet seit 1975 in der Formel 1, zumeist als Ingenieur, entwarf aber für Fondmetal F1 und Larrousse auch Formel-1-Autos.
Holloway, der am 9. Februar seinen 50. Geburtstag feiern wird, erklärt seine Aufgabe als Technischer Direktor und Chefdesigner: "Meine Aufgabe ist es insbesondere, die Leute zu managen. Was am meisten zählt ist das Teamwork und es ist meine Verantwortung, sicherzustellen, dass die Kräfte der 53 Leute der Ingenieurs-Abteilung richtig genutzt werden."
Für Jordan war es ein großer Verlust gewesen, Gascoyne an die Konkurrenz abgeben zu müssen, doch Teamchef Eddie Jordan zeigt sich in einem Interview mit den 'motoring news' von der Arbeit Holloways sehr angetan: "Tim Holloway ist eigentlich schon immer in der Formel 1 und er ist seit rund sechs oder acht Jahren bei uns, er weiß also, wie wir arbeiten. Um ehrlich zu sein hat er eine beeindruckende Arbeit abgeliefert, bedenkt man, dass er die Rolle zuerst gar nicht übernehmen wollte. Er hat keinen von uns überrascht, aber ich denke, dass er mit sich ebenfalls sehr zufrieden ist, was sehr wichtig ist, denn jetzt realisiert er, dass er mehr als fähig ist, diese Aufgabe zu erledigen."

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29.01.: Schumi II: "Jordan an meisten Ausrutschern Schuld"

Eddie Jordan wird das wohl gar nicht gerne hören, was sein ehemaliger Fahrer da gegenüber dem britischen Fernsehsender 'ITV' von sich gibt. Der Deutsche war von 1997 bis 1998 bei Jordan gefahren und war in den ersten anderthalb Jahren mehr mit Drehern und Unfällen aufgefallen als mit guten Leistungen, doch laut dem heutigen BMW-Williams-Piloten trägt die Hauptschuld an den zahlreichen Ausflügen neben die Strecke nicht er, sondern das Jordan-Team.
"Um ehrlich zu sein haben wir zu meiner Zeit bei Jordan die Gründe nie genannt. Ich hatte vielleicht ein paar Abflüge, aber bei Jordan, denke ich, hatte ich mehr Aufhängungsprobleme als in allen anderen Jahren meiner Rennfahrerkarriere. Wir hatten so viele kleine Probleme und Ursachen warum ich mich drehte, aber ich habe zu dieser Zeit davon nichts erzählt, weil ich dachte, dass es immer sehr wichtig ist, dass man hinter seinem Team steht."

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26.01.: Barcelona: Fünfter Testtag
Honda-Aktivitäten 26.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
M. Gene Williams 631:21.206
N. Heidfeld Sauber 121:21.230
J. Trulli Jordan Honda EJ11-02 691:21.315
K. Raikkonen Sauber 631:21.942
D. Manning BAR Honda 002 - 05 91:22.340
D. Manning BAR Honda 003 - 02 711:22.950
E. Bernoldi Arrows 141:23.681

25.01.: Barcelona: BAR gewinnt erstes Duell gegen Jordan

Während McLaren-Mercedes und Prost gestern bereits abreisten, trafen heute BMW-Williams und BAR-Honda in Barcelona ein. Letzteres Team wurde mit Spannung erwartet, denn zum ersten Mal standen sich die beiden mit Honda-Werksmotoren ausgestatteten neuen Autos von BAR und Jordan gegenüber. Das Duell entschied BAR für sich. Im BAR003 war Panis 0.34 Sekunden schneller als Jarno Trulli im Jordan EJ11. Mit dem alten BAR002 war Panis allerdings um 0.76 Sekunden schneller als im BAR003. Mit einer Bestzeit von 1:20.787 Minuten war Panis am Ende des Tages nach 53 Runden der Schnellste.
Während Panis die Pole-Position-Zeit von Michael Schumacher aus dem Vorjahr um 0.2 Sekunden knackte, kam der Formel-1-Weltmeister heute mit 0.553 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Etwas verwunderlich ist es schon, dass Olivier Panis in der Lage ist, mit dem neuen Auto in Jerez und Barcelona gute Zeiten zu fahren, während Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve das neue Auto als zu langsam und schwierig zu fahren beschimpfte. (...)
Mit 1.212 Sekunden Rückstand auf Panis beendete Jarno Trulli den Testtag als Vierter. Satte 94 Runden konnte der Italiener fahren, davon 31 Runden am Stück, was für die Zuverlässigkeit des neuen Jordan EJ11 spricht. Das Team konzentrierte sich heute ausschließlich auf die Zuverlässigkeit des Autos und arbeitete nicht am Set Up, dafür sind 0.34 Sekunden Abstand auf Panis im 2001er-BAR nicht schlecht. Das Jordan-Team, Trulli und Honda zeigten sich mit dem Testtag hochzufrieden.

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Honda-Aktivitäten 25.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
O. Panis BAR Honda 002 - 05 171:20.792
M. Schumacher Ferrari 831:21.342
O. Panis BAR Honda 003 - 02 321:21.51
J. Verstappen Arrows 321:21.718
J. Trulli Jordan Honda EJ11-02 921:21.897
D. Manning BAR Honda 002 - 05 121:22.086
M. Gene Williams 471:22.944

25.01.: Jarno Trulli mit Jenson Button auf Schmusekurs

Zwei Mal krachte es in der vergangenen Saison zwischen dem emotionalen Jarno Trulli und Formel-1-Neuling Jenson Button. Beide Male musste Trulli aufgeben und in beiden Fällen lag die Hauptschuld klar bei Button. Beide Male war Trulli sehr aufgebracht und beschimpfte Button in aller Öffentlichkeit. Seit Ende September, als es in Indianapolis zum zweiten Mal krachte, hatten die beiden kein einziges Wort mehr miteinander geredet.
Wenige Wochen vor dem Start der neuen Saison besinnt sich Trulli eines besseren und möchte sein Verhältnis zu Button wieder normalisieren: "Wenn man einen Unfall hat, dann ist es egal, wer diesen verursacht hat, aber in jedem Fall muss man immer beiden Fahrern einen Anteil an der Schuld geben", so Trulli in den 'motoring news'. "Mir tut es leid, was in Indianapolis passiert ist, aber es war für mich sehr hart gewesen. Ich hatte drei Ausfälle in Folge, jedes Mal innerhalb von drei Runden - Spa drei Runden, Monza erste Runde, Indy zwei Runden."
"Gegen Jenson habe ich überhaupt nichts. Ich war einer der wenigen Fahrer, die ihn am Anfang der Saison akzeptiert haben und ich sagte, dass er einen guten Job verrichten wird und er hat vielen erfahrenen Fahrern bewiesen, dass er sogar besser war als sie selbst."

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25.01.: Frentzen zufrieden - Jordan verlängert Testfahrten

Zwei Tage lang testete Heinz-Harald Frentzen den neuen Jordan EJ11 in Silverstone und am Montag und Dienstag in Barcelona. Das Urteil des Mönchengladbachers ist positiv: "Das wichtigste ist, dass ich auch nach den zwei Testtagen in Barcelona mit dem Auto zufrieden bin. Ich werde allerdings an meiner vorsichtigen Beurteilung festhalten, weil wir bisher nur Basisarbeiten wie Motorentests für Honda durchgeführt haben. Im Allgemeinen kann ich sagen, dass unser Auto ohne größere mechanische Probleme gelaufen ist. Das Set Up des Chassis hat auch gut funktioniert. Das einzige, was mich etwas aufgeregt hat, war die Tatsache, dass unsere Konkurrenten noch mit den alten Autos unterwegs waren, was eine kritische Beurteilung des EJ11 fast unmöglich gemacht hat", so Frentzen, der in seine dritte Saison mit Jordan gehen wird.
Am Mittwoch übernahm Teamkollege Jarno Trulli das neue Auto, nachdem sein Test in Silverstone in der vergangenen Woche nach Schneefall abgebrochen werden musste. Auf dem Testprogramm während der 34 Runden stand die Arbeit an der Servolenkung und der Zuverlässigkeit des Autos. Das Jordan-Team hat entschieden, dass man die Testfahrten bis zum Freitag ausdehnen wird. In der kommenden Woche wird Jordan vom 31. Januar bis 3. Februar in Barcelona fahren.

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24.01.: Dritter Testtag in Barcelona (Mittwoch)

(...)Auf den fünften Platz kam Jarno Trulli, der heute zum ersten Mal in Barcelona den neuen Jordan-Honda EJ11 testete. Am Ende war der Italiener nach 35 Runden 1.445 Sekunden langsamer als Michael Schumacher, der allerdings im Gegensatz zu Trulli mit dem ausgereiften Vorjahresauto unterwegs war. (...)

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Honda-Aktivitäten 24.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
M. Schumacher Ferrari 951:21.17
D. Coulthard McLaren 641:21.70
A. Wurz McLaren 431:21.79
J. Verstappen Arrows 611:22.38
J. Trulli Jordan Honda EJ11-02 351:22.61
G. Mazzacane Prost 431:24.64

24.01.: Zweiter Testtag in Barcelona (Dienstag)

(...) Heinz-Harald Frentzen konnte heute an seinem vorerst letzten Testtag mit dem neuen Jordan-Honda EJ11 vorne mitfahren. Nach 33 Runden hatte der Mönchengladbacher einen Rückstand von exakt 0.5 Sekunden, und das mit dem neuen Auto, das durch die reglementbedingt weniger effektive Aerodynamik eigentlich ein wenig langsamer sein sollte. Am Nachmittag stoppte den Deutschen wie am Tag zuvor ein Kupplungsproblem. (...)

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Honda-Aktivitäten 23.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
D. Coulthard McLaren 661:21.23
M. Schumacher Ferrari 461:21.65
H-H. Frentzen Jordan Honda EJ11-02 341:21.76
P. de la Rosa Arrows 641:21.85
Jean Alesi Prost 131:22.42
A. Wurz McLaren 211:22.67

24.01.: Trulli: WM-Titel wichtiger als ein Vertrag mit Ferrari

Er ist Italiener, hat einen finnischen Vorname und fährt für ein britisches Team, das einem Iren gehört: Die Rede ist von Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli. Der 26-jährige aus Fancavilla hat schon oft betont, dass er eines Tages gerne für Ferrari fahren würde, hat nun seine Meinung aber deutlich geändert und es ist nach seinen eigenen Angaben nicht mehr sein größter Wunsch, für Ferrari zu fahren - schließlich fühle er sich gar nicht mehr so sehr als Italiener und habe nicht einmal die Italienische Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angefeuert - für einen wahren Italiener wirklich recht untypisch. "Den Italienischen Traum habe ich nicht", erklärt Trulli dem Fachmagazin 'Autosport'. "Klar wäre es schön, für Ferrari zu fahren, aber mein Traum ist es, die WM zu gewinnen und da ist es nicht wichtig, ob man in einem roten oder gelben Auto sitzt."
Trulli muss allerdings zugeben, dass es für ihn schon etwas Besonderes wäre, den Titel mit Ferrari zu gewinnen: "Vielleicht wäre es netter, dies in einem roten Auto zu erreichen, weil ich Italiener bin und Ferrari italienisch ist, aber ich sage damit nicht, dass ich wirklich dort hin gehen möchte. Ferrari ist das beste Team, Schumacher ist die Nummer 1 und mit Sicherheit haben sie das beste Paket und werden auch in diesem Jahr das Team sein, das es zu schlagen gilt."

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22.01.: Erster Testtag in Barcelona (Montag)

(...) Vierter und Letzter wurde Heinz-Harald Frentzen, der im Jordan EJ11 der einzige Pilot war, der im 2001er-Auto unterwegs war. Der Mönchengladbacher drehte 22 Runden mit einer Bestzeit von 1:22.20 Minuten, wobei die Runden in kleinere Abschnitte unterteilt wurden. Am Nachmittag stellte Frentzen sein Auto auf der Strecke mit Getriebeproblemen ab, danach war das Team bis in den Abend mit Reparaturarbeiten beschäftigt.

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Team Jordan Honda
Ort Barcelona, Spain
Streckenlänge 4.766km
Streckenrekord 1:22.242s (Fisichella - Jordan, 1997)
Vorherige Tests 1:19.58s (J Trulli, Jordan Honda- 20/12/00)
Testende 25.01.2001
Honda-Aktivitäten 22.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
David Coulthard McLaren 751:20.39
Alex Wurz McLaren 321:20.66
Pedro de la Rosa Arrows 581:21.09
H-H. Frentzen Jordan Honda EJ11-02 221:22.20

22.01.: Frentzen: Das Zauberwort heißt 'Motivation'

Heinz-Harald Frentzen hat mit der Neuvorstellung des neuen Autos wieder Mut geschöpft. Nicht nur, weil es ein neues Auto gibt, dass zudem noch mit dem Werksmotor von Honda ausgestattet ist, sondern auch deshalb, weil auch der Rest des Teams hochmotiviert ist, und man das enttäuschende Jahr 2000 vergessen hat: "Für uns bedeutet das nicht nur mehr PS, sondern auch einen großen Antrieb für unsere Moral", so Frentzen in der 'Autosport'.

Personalweggang nicht tragisch
Den Weggang des Personals in der vergangenen Saison sieht Frentzen gelassen: "Man sagt ja 'Never change a winning team'. Das gute daran ist ja, dass wir im letzten Jahr keine Rennen gewonnen hat, man diesen Satz auch nicht anwenden kann." Schwarzer Humor um den Weggang von Mike Gascoyne und der beide Renningenieure "aus verschiedenen Gründen", wie Frentzen meint, zu überspielen. "Es kommen aber auch erfahrene Leute zu uns, wie zum Beispiel David Brown und bald auch Eghbal Hamidy. Es gibt immer positive und negative Folgen, wenn Leute in das Team kommen, aber ich sehe dabei wirklich überhaupt nichts Negatives."

"Wir stehen unter großem Druck"
Für viele Analytiker und Statistiker dürfte das Duell Jordan gegen BAR interessant sein, schließlich erhalten beide Teams den gleichen Motor und sind auf gleichen Reifen unterwegs, doch Frentzen warnt sein Team davor, nur auf das BAR-Team zu schauen: "Das ist unwichtig, viel wichtiger ist es, Fortschritte zu machen und unser Auto so schnell wie möglich zu machen. Wir stehen unter großem Druck, eine Menge Probleme zu lösen. Ich denke aber, dass wir mit dieser Situation gut zurechtkommen werden und bald wieder die Möglichkeit haben werden, Rennen zu gewinnen."

Die Chance für den Anschluss könnte laut Frentzen die Reglementänderungen bieten: "Das ist eine riesige Herausforderung. Man muss die Schlupflöcher im Reglement finden. Ich nehme an, dass Teams wie McLaren und Ferrari von Anfang an auf einem hohen Level liegen, vielleicht besser sind als die meisten anderen Teams. Sie haben mehr Erfahrung und modernere Windkanäle. Wir kennen die Probleme und wir haben mehr Zeit im Windkanal verbracht als in der Vergangenheit und so gesehen holen wir auf."

"Letztes Jahr war sehr schwierig"
Das letzte Jahr steckt Frentzen immer noch in den Knochen und er mag sich nur ungern daran zurückerinnern: "Das letzte Jahr war sehr schwierig, besonders für mich als Fahrer. Du bist für die Motivation des ganzen Teams sehr verantwortlich. Es ist leicht, die Leute zu motivieren, wenn du Rennen gewinnst und erfolgreich bist. Aber wenn man Probleme hast, ist es auch sehr schwierig, das Maximum aus dir herauszuholen und deine Ziele nicht zu verlieren. Ich habe das letzte Jahr als sehr schwierig empfunden."

Ein Schlüssel für die eigene Motivation ist Teamkollege Jarno Trulli, der Frentzen in der Saison 2000 bereits tüchtig unter Druck gesetzt hat: "Man möchte immer schneller als der eigene Teamkollege sein. Jarno ist besonders hungrig auf Erfolge. Er versucht mich zu schlagen, gerade weil ich eine sehr erfolgreiche Saison 1999 hatte und einige Rennen gewonnen habe. Er ist sehr konkurrenzfähig. Das Team nutzt diese Situation natürlich aus, denn es gibt nichts besseres für ein Team, als wenn sich zwei starke Fahrer duellieren."

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21.01.: Trulli: "Ich war noch unerfahrener als Räikkönen"

Jeder spricht von den "Jungspunden" Jenson Button und Kimi Räikkönen, die faktisch mit sehr wenig Erfahrung in die Formel 1 kommen. Jenson Button hat bewiesen, dass man auch mit wenig Erfahrung in der Formel 1 erfolgreich sein kann, Räikkönen muss das erst noch beweisen. Einer, der das schon längst bewiesen hat, ist Jarno Trulli, der 1997 sieben Rennen im Minardi-Team bestritt und noch während der Saison zum Prost-Team wechselte, um den verletzungsbedingt aussetzenden Olivier Panis zu ersetzen. In seinen 14 Rennen der ersten Saison 1997 leistete sich der Italiener gerade einmal einen einzigen Dreher, der zu einem Ausfall führte.
Es ist nicht verwunderlich, dass Trulli den Einstieg von Räikkönen in die Formel 1 befürwortet: "Ich bin aus der Formel 3 gekommen und hatte weniger Erfahrung als Jenson und Kimi. Aus diesem Grund habe ich kein Problem mit einem von beiden, dass sie so jung in die Formel 1 gekommen sind. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich ziemlich Angst hatte. Bevor ich ein Rennen bestritt, war ich gerade einmal 300 Kilometer gefahren. In der Formel 1 ist das nichts. Ich musste an den Rennwochenenden lernen."
Während Trulli bei Minardi nicht viel testen konnte, hat Sauber das Budget, um Räikkönen viele Testkilometer abspulen zu lassen, diesen Unterschied erkennt auch Trulli, der Räikkönen beim Testen zugesehen hat: "Ich weiß, dass er jung ist, aber ich denke, man sollte ihm eine Chance geben, denn ich bin mir sicher, dass er es schaffen kann. Kimi hat nun die Chance seines Lebens, wie sie Jenson im letzten Jahr hatte, und ich denke, dass niemand das Recht hat, sich ihnen in den Weg zu stellen."

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19.01.: Schneefall verhindert weitere Tests

Nachdem schon gestern die eisigen Temperaturen und Raureif die Testfahrten von Jordan mit dem neuen EJ11 in Silverstone behindert hatten, entschied sich das Jordan-Team heute auf weitere Testfahrten zu verzichten, weil die Verhältnisse auf der britischen Strecke zu winterlich sind. Ursprünglich sollte heute Jarno Trulli das Steuer des EJ11 übernehmen. Jordan hofft, kommende Woche bei Tests in Spanien auf besseres Wetter zu treffen.

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18.01.: Jordan lässt am zweiten Testtag aufhorchen

Das Jordan-Honda-Team hat heute zum zweiten Tag in Folge den neuen Jordan EJ11 ernsthaft getestet. Erneut fuhr Heinz-Harald Frentzen mit dem neuen Auto in Silverstone, das am Dienstag präsentiert wurde. Der Deutsche fuhr 42 Runden und konzentrierte sich auf das Set Up des Autos. Nur Probleme mit der Kupplung hinderten den Mönchengladbacher daran, noch mehr Runden bei eisigen Temperaturen auf dem britischen Kurs zu drehen.
Im Vergleich zum Vortag konnte Frentzen die Rundenzeit drastisch verbessern. Fuhr der Deutsche am Vortag noch eine Bestzeit von 1:28.047 Minuten, so war Frentzen am Donnerstag mit einer Bestzeit von 1:24.303 Minuten deutlich schneller. Zum Vergleich: Olivier Panis fuhr im McLaren-Mercedes im August eine Bestzeit von 1:23.878 Minuten. Auch wenn man mit dem Einfluss von Spritmengen, den Streckenbedingungen und besonders der Reifen aufgrund des "Reifenkrieges" etwas vorsichtig sein muss, so steht doch zumindest fest, dass der neue Jordan kein Reinfall ist.
Während Frentzen seine Runden im neuen Auto drehte, testete Testfahrer Ricardo Zonta erneut das Interims-Auto EJ10B. Der Brasilianer fuhr nur wenige Runden, weil das Team lange Zeit brauchte, um nötige Modifikationen an der Software für die Traktionskontrolle vorzunehmen. Zonta fuhr eine Bestzeit von 1:26.709 Minuten. Morgen, am letzten Testtag in Silverstone, wird Jarno Trulli das Steuer von Heinz-Harald Frentzen übernehmen.

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Team Jordan Honda
Ort Silverstone, UK
Streckenlänge 5.140km
Streckenrekord 1:24.475s M Schumacher, Ferrari (1997)
Vorherige Tests 1:25.2s (L Burti, Jaguar - 9.12.00)
Honda-Aktivitäten 18.01.:
Fahrer Chassisnummer Rundenzahl Zeiten
H-H Frentzen Jordan Honda EJ11 411:24.37
Ricardo Zonta Jordan Honda EJ10 271:26.33
Honda-Aktivitäten 17.01.:
H-H Frentzen Jordan Honda EJ11 271:27.11
Ricardo Zonta Jordan Honda EJ10 211:33.69

18.01.: Honda hat mit Jordan und BAR große Ziele vor Augen

Auch Jordan wird in der Saison 2001 auf Hondas neustes 3-Liter-Triebwerk setzen, dem RA001EV10. Es ist der Beginn einer langfristigen Bindung zwischen dem weltgrößten Motorenhersteller und dem in Silverstone ansässigen Rennstall. Für Jordan ist dies ein wichtiger Schritt. Der Mugen-Honda-Motor des letzten Jahres war zu gut, aber der neue Honda-Motor wird nicht nur besser sein, sondern er wird dem Team kostenlos zur Verfügung gestellt werden, was wortwörtlich Gold Wert ist.

"Wir haben in den vergangenen paar Monaten bereits in der Zusammenarbeit mit Jordan gute Fortschritte erzielt und konnten miteinander recht effiziente Arbeitsabläufe entwickeln", so Takefumi Hosaka, Managing-Direktor bei Honda Racing&Development. "Jordan ist ein starkes, solides und erfahrenes Team mit exzellenter Chassistechnologie. Das Jordan-Chassis wird, gepaart mit dem Honda-Triebwerk, sich als eine exzellente Kombination erweisen. Wir haben uns also gemeinsam ein paar recht gute Resultate vorgenommen. Unser Ziel muss es sein, in 2001 eines der Honda-befeuerten Teams in der Schlussabrechnung unter den ersten drei der Konstrukteurs-WM-Tabelle zu platzieren. Zudem möchten wir einen der Honda-Fahrer auf das oberste Treppchen des Siegerpodests hieven, was dank der vier ausgezeichneten Fahrer unter Vertrag sicher möglich sein wird."

Große Ziele also bei Honda, die man gemeinsam mit Jordan, aber auch mit BAR realisieren möchten. Das Team von Craig Pollock arbeitete bereits in der vergangenen Saison mit den Japanern zusammen. Für Honda werden in der kommenden Saison die beiden Jordan-Piloten Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli sowie die BAR-Fahrer Jacques Villeneuve und Olivier Panis an den Start gehen, also alles Fahrer, die mit dem richtigen Material um Pole Positions und Siege fahren werden können.

Eddie Jordan weiß um die Bedeutung des Werksvertrages mit Honda: "Ein Traum wurde wahr, dies ist nichts anderes als die Verpflichtung von nun an um die WM zu kämpfen," so der Ire. "Honda hat eine unvergleichliche Erfolgsstory in der Formel 1 vorzuweisen und uns wird diese unglaubliche Chance gegeben der Geschichte des Hauses mit weiteren Rekordmarken beizutragen."

Hondas neustes Formel-1-Triebwerk ist eine Evolution des kräftigen und zuverlässigen Motors, der in der vergangenen Saison BAR-Honda immerhin auf den 5. Platz in der Konstrukteurs-WM powerte, doch auch eine Vielzahl neuer Bauteile kommen in der 2001er-Version zum Einsatz.

"Der Motor mag zwar dem letztjährigen Treibwerk äusserlich ähneln, doch sein Innenleben wurde praktisch in allen Bereich weiterverbessert," sagte Kazutoshi Nishizawa, seines Zeichens technischer Direktor von Honda Racing Development. "Wir haben den Aufgabenkatalog der vergangenen Saison komplett durchgearbeitet und das Ergebnis ist ein deutlich besseres Triebwerk. Es wird dennoch auch in dieser Saison ein umfangreiches Entwicklungsprogramm geben und wir erwarten, im Verlauf der Saison weitere nennenswerte Fortschritte zu erzielen."

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18.01.: Die Chance zum Aufstieg ist da

Die Hoffnung von Jordan ist auch in diesem Jahr gelb. Nach dem knalligen Gelb des Vorjahres ähnelt die Lackierung in diesem Jahr von der Farbe eher den Autos der Deutschen Post AG und das hat auch seinen Grund. Die Sponsoren, und darunter auch die Deutsche Post, haben ihren Geldbeutel für die kommende Saison noch einmal etwas gelockert - nachdem Teamchef Eddie Jordan um ein paar Millionen mehr gebeten hat. Das hat gewirkt, die Sponsoren lassen dieses Jahr insgesamt 200 Millionen Mark auf das Jordan-Konto fließen.

Honda-Motor einmalige Chance für Jordan
Das ist viel mehr als noch im Jahr davor und man kann von diesem Geld einen großen Batzen für die Entwicklung des Autos verwenden, denn noch im letzten Jahr musste der Ire den Mugen-Honda-Motor aus der eigenen Tasche bezahlen, in diesem Jahr gibt es die Motoren von Partner Honda umsonst. Damit stehen dem Team wesentlich mehr Ressourcen zur Verfügung als in der Saison 2000. Eddie Jordan weiß, dass er jetzt die Chance hat, dank Honda auf die Top-Teams aufzuschließen und hat aus diesem Grund seine Partner auch um finanzielle Unterstützung gebeten.
Hauptgegner werden in den nächsten zwei Jahren aber nicht nur Ferrari oder McLaren sein, sondern vor allem das BAR-Honda-Team, das ebenfalls von Honda Werksmotoren erhält: "Für uns ist diese Situation sehr gut", freut sich Jordan-Pilot Jarno Trulli. "Jedes Team möchte das andere in diesem kleinen Krieg schlagen. Beide Teams wollen das beste sein, also werden wir während der Saison mehr und mehr Entwicklungen haben, da jeder zunehmend härter arbeiten wird. Ich denke, dass wir aus diesem Grund möglicherweise noch konkurrenzfähiger werden."

Honda hat die Qual der Wahl - oder auch nicht
Tatsache ist, dass sich Honda eines Tages entscheiden wird, wie man in Zukunft in der Formel 1 arbeitet. Zwei Teams mit Werksmotoren plus Elektronik auszustatten, ist auf Dauer zu teuer. Honda wird sich den richtigen Partner aussuchen, um ganz vorne um den WM-Titel mitzufahren. Die Entscheidung wird also zwischen Jordan und BAR fallen und wenn beide Teams Honda nicht gut genug sind, wird man sich nach einem besseren Partner umschauen. Als letzte zwei Möglichkeiten bliebe dann noch die Gründung eines eigenen Teams wie dies Konkurrent Toyota tut oder als Notlösung der Ausstieg aus der Formel 1.
Tim Holloway, der Technische Direktor des Jordan-Teams, ist mit dem zum günstigen Zeitpunkt aufgestockten Budget zufrieden: "In den letzten zwei, drei Jahren hatten wir bei Jordan ein ganz vernünftiges Sponsoring und im Moment wird viel Geld in das Unternehmen gesteckt, das langsam bei uns ankommt. Dieses zusätzliche Kapital hilft uns jetzt eine Menge."

Das Geld verhilft zum "Tischlein-deck-dich-Effekt"
Mit dem zusätzlichen Geld kann sich das Team nicht nur mit Ricardo Zonta einen eigenen und erfahrenen Testfahrer leisten, sondern man wird in der Lage sein, zukünftig bei allen Testfahrten parallel mit zwei Autos zu arbeiten, was für die Entwicklung des Autos extrem wichtig ist, gerade deshalb, weil man wegen des Reifenkrieges zusätzliche Testarbeit verrichten muss.
Realistisch gesehen wird es aber noch Jahre dauern, bis das Jordan-Team zu einem Top-Team wie McLaren-Mercedes oder Ferrari werden kann, das bestätigt auch Tim Holloway: "Die Top-Teams hatten über Jahre hinweg ein wesentlich höheres Budget und damit auch größere Ressourcen zur Verfügung." In den nächsten Jahren wird Jordan deshalb zunächst einmal Aufbauarbeit leisten müssen, auch wenn man schon jetzt stolze 250 Mitarbeiter hat.

Leute kommen, Leute gehen
Das Jordan-Team hat in den letzten Monaten viel Personal verloren, darunter so wichtige Leute wie Chefkonstrukteur Mike Gascoyne und Renningenieur Sam Michaels. Doch man darf nicht vergessen, dass Teamchef Eddie Jordan auch neues Personal verpflichten konnte. Eghbal Hamidy, Aerodynamik-Spezialist, zum Beispiel.
Der Aerodynamiker war für den aerodynamisch sehr guten Arrows A21 verantwortlich. Teamchef Eddie Jordan konnte den Iraner Ende August von Arrows zu sich ins Team locken: "Hamidy ist einer der Rising-Stars am immer wichtiger werdenden Aerodynamik-Himmel. Er war in der abgelaufenen Saison für den Formanstieg von Arrows verantwortlich", freut sich Frentzen. Die Aerodynamik war in den letzten Jahren die größte Schwäche von Jordan gewesen. Ohne die zusätzlichen Dollarmillionen hätte Jordan Hamidy niemals verpflichten können, denn der Vertrag läuft bei Arrows eigentlich erst Ende 2002 aus. So ist Hamidy aber schon im Februar im Jordan-Team.

Neweys "Schulkind" soll den Jordan nach vorne bringen
Der Arrows A21 galt in der vergangenen Saison bei den Experten als eines der aerodynamisch ausgereiftesten Autos im Feld. Und das kommt nicht von ungefähr. Hamidy war Schüler von Adrian Newey, dem Aerodynamiker bei McLaren. Hamidy arbeitete zusammen mit Newey bei Williams bevor er zu Stewart wechselte und anschließend bei Arrows landete, um dort wie zuvor bei Stewart ein aerodynamisch unheimlich effizientes Auto zu bauen.
Doch es gibt auch Kritiker, die Hamidy vorwerfen, dass er das Auto zu aerodynamisch effektiv entworfen hat und der A21 deshalb zu wenig Abtrieb aufbaute, was sich auf langsamen Strecken gnadenlos auswirkte. Das Arrows-Team sieht den Weggang des Iraners jedenfalls gelassen entgegen: "Wir werden den Leuten zeigen, dass wir 2001 noch konkurrenzfähiger sein werden. Eghbal ist sehr clever, aber Arrows besteht aus mehr als einer Person", so Mike Coughlan, der Technische Direktor des Teams.

Auch für Sam Michaels ist passender Ersatz gefunden worden
Mit Sam Michaels verlässt auch Frentzens Chefingenieur das Team und geht zu BMW-Williams, doch mit Dave Brown erreicht das Team ein mindestens gleichwertiger Ersatz: "Dave Brown gilt in der Branche auf seinem Posten als der beste Mann weit und breit. Er hat bereits mit Senna, Prost, Mansell und Hill zusammengearbeitet und in den letzten Jahren das erfolgreiche McLaren F3000-Team betreut. Brown ist für Jordan sicherlich ein Aktivposten, dessen Know-how sofort zum Tragen kommt. Das gleiche erhoffe ich mir von den rund 40 Mitarbeitern, die Jordan für 2001 neu einstellen wird und die zum größten Teil die Konstruktionsabteilung verstärken", ist Frentzen zuversichtlich.
Keine Frage, trotz aller Negativschlagzeilen um den Weggang vieler Leute steht das Jordan-Team besser da denn je, sowohl vom technischen Paket, als auch von den Fahrern, dem Personal und den Finanzen. Jetzt liegt es an der Jordan-Mannschaft, gemeinsam die Chance zu nutzen und in den kommenden Jahren den Sprung zum Top-Team zu schaffen.

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18.01.: Trulli: "Ich kann entscheiden, ob ich zu Benetton will!"

Für Jarno Trulli wird das Jahr 2001 sehr wichtig werden, denn in der Formel 1 gehört Trulli in der kommenden Saison endgültig zu den erfahrenen Piloten und auch die Eingewöhnungsphase an das Jordan-Team muss jetzt abgeschlossen sein. Wenn Trulli seine tolle zweite Saisonhälfte bei Jordan fortsetzen kann und sich weiterhin gegen Heinz-Harald Frentzen behaupten kann, dann steht dem Italiener mit Sicherheit eine rosige Zukunft bevor. Jedenfalls liebäugelt Benetton-Teammanager Flavio Briatore, Trulli 2002 zu Renault zu holen. Angeblich soll Briatore einen persönlichen Vertrag mit Trulli haben, doch Trulli sagt, was Sache ist: "Zur Saisonmitte kann ich entscheiden, was ich machen möchte. Ich habe einen Vertrag mit Flavio Briatore, der aber nichts mit Benetton zu tun hat", schließt Trulli aus, dass Briatore entscheiden kann, wo Trulli fährt.
"Er ist mein Manager, aber ich entscheide, wo ich hingehen möchte", fährt Trulli fort. "Er könnte mich fragen, ob ich zu Benetton gehen möchte, aber wenn Jordan in diesem Jahr die Nummer 1 ist, glauben sie dann, dass ich das Team dann verlassen werde? Ich denke nicht, ich würde dann bleiben!"
Natürlich muss Jarno Trulli auch Teamchef Eddie Jordan überzeugen, damit dieser seinen Vertrag bei Jordan verlängert. Daran scheint der 26-jährige intensiv zu arbeiten, denn er erinnert sich an seine Zeit bei Prost, als man ihm vorwarf, dass er seine Informationen über das Auto geheim hielt und sie nicht mit seinem Teamkollegen teilt - nicht gerade die beste Einstellung, will man gemeinsam das Team nach vorne bringen.
Angesichts der Tatsache, dass sein neuer Renningenieur Gabriele Dellicolli ebenfalls Italiener ist, beschließt Trulli als gutes Zeichen, nicht mit seinem Landsmann Italienisch zu reden, damit Team und Presse auf keine falschen Gedanken kommen: "In diesem Jahr werde ich mit Gabriele Dellicolli einen italienischen Renningenieur haben, der mit mir bei Minardi gearbeitet hat. Ich habe zu ihm gesagt, dass ich nicht Italienisch mit ihm sprechen werde, weil ich wirklich Englisch sprechen möchte, um mich richtig in das Team zu integrieren. Ich möchte nicht, dass es irgendwelche Probleme oder Mutmaßungen von Leuten gibt, die denken, dass ich nicht richtig mit dem Rest des Teams zusammenarbeite."

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18.01.: Frentzen begann Tests mit dem neuen Jordan EJ11

Nach der Präsentation des neuen Jordan EJ11 hat das Jordan-Team Testfahrten in Silverstone aufgenommen. Nach ersten zögerlichen Funktionstests am Samstag, Montag und Dienstag drehte Heinz-Harald Frentzen am Mittwoch erste schnellere Runden, die aber dennoch weit unter dem Potenzial des Jordan liegen: "Es ist gut, das Auto wieder auf der Strecke zu haben und die wertvolle Zeit auszunutzen", so der Deutsche.
Frentzen musste bis zum Mittag warten, bis sich der Raureif von der Strecke verflüchtigt hatte und drehte dann anschließend 27 Runden mit einer Bestzeit von 1:27.110 Minuten. Zum Vergleich: BAR-Honda-Fahrer Olivier Panis fuhr beim ersten Test mit dem BAR003 1:28.047 Minuten. Dass diese Zeiten alles andere als konkurrenzfähig sind zeigt die Testbestzeit von Panis im McLaren-Mercedes von 1:23.878 Minuten, die der Franzose im August fuhr.
Auch Testfahrer Ricardo Zonta war in Silverstone unterwegs, der Brasilianer testete den Interims-Jordan EJ10B und arbeitete an der Traktionskontrolle. Zonta realisierte eine Bestzeit von 1:36.690 Minuten. Das Jordan-Team wird auch am Donnerstag und Freitag testen, wobei Trulli am letzten Testtag den EJ11 testen wird.

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16.01.: Präsentation des EJ11

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16.01.: Infineon weitet Formel-1-Engagement aus

Nachdem sich Halbleiterspezialist Infineon schon seit 1999 als persönlicher Sponsor von Alexander Wurz und Heinz-Harald Frentzen in der Formel 1 engagiert hat, ist Infineon nun auch Sponsor und Partner des Jordan-Honda-Teams. Das Firmenlogo wird auf dem Auto, der Teamkleidung, den Overalls beider Fahrer sowie auf dem Helm von Heinz-Harald Frentzen zu sehen sein.
Infineon und Jordan werden auch auf dem technischen Sektor miteinander kooperieren. Dazu werden beide Partner ein Team aus Hard- und Softwareexperten zusammenstellen, das neue Lösungen für den Rennsport konzipieren soll. Infineon ist einer der Technologieführer auf dem Sektor der Halbleiter für die Automobilbranche und wird aus diesem Grund jede Menge Erfahrung auch aus dem Rennsport mitbringen. Infineon wird als Gegenleistung die Fahrer Frentzen und Trulli zu PR-Zwecken nutzen können.
"Als ein führendes Unternehmen in der High-Tech-Branche sind Innovation, Geschwindigkeit und die globale Reichweite für uns an der Formel 1 so passend", erklärt Vize-Geschäftsführer Soenke Mehrgardt. "Wir sind uns sicher, dass unsere Rennerfahrung dem Jordan-Team zugute kommen wird und wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit."
"Ich bin erleichtert, dass sich Infineon dazu entschieden hat, das Engagement in der Formel 1 zu verstärken und mit uns zusammen zu arbeiten", so Jordan-Teamchef Eddie Jordan. Um heute in der Formel 1 erfolgreich zu sein, braucht man aggressiv vorgehen. Unsere enge Zusammenarbeit mit Infineon wird uns helfen, in Sachen Technologie im Rennsport vorne mitzumischen."

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16.01.: Eddie Jordan: Trulli wird Frentzen antreiben

Formel-1-Teamchef Eddie Jordan vertritt die Meinung, die auch viele Experten in der Formel 1 vertreten. Jarno Trulli wird in der kommenden Saison noch stärker werden und Heinz-Harald Frentzen im Jordan-Team zum ernsthaften Konkurrenten werden: "Er und Heinz werden in diesem Jahr ein starkes Team abgeben", zeigt sich Eddie Jordan in der 'Autosport' optimistisch. "Ich habe absolut keinen Zweifel, dass Jarno im Qualifying unser Mann ist. Er ist sehr entschlossen dazu, jeden im Qualifying zu schlagen, besonders natürlich den eigenen Teamkollegen. Das ist eine sehr gesunde Situation."
Der Ire verweist darauf, dass Trulli in der vergangenen Saison zweimal in der ersten Reihe stand, Frentzen einmal. Für Jordan ist klar, dass Trulli in der Formel 1 eine großartige Zukunft vor sich hat: "Ich denke, er hat unglaubliches Talent und ist zudem noch ein großartiger Mensch. Wenn man ihm eine Frage stellt und eine Antwort erhält, würde ich meine Hand in das Feuer legen, dass er mir eine ehrliche und richtige Antwort auf meine Frage gegeben hat."

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15.01.: Jarno Trulli rechnet mit einer harten Saison

Im letzten Jahr konnte das Jordan-Team wegen technischen Problemen und einer schlechten Aerodynamik den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Jarno Trulli erwartet, dass die kommende Saison ebenfalls alles andere als leicht werden wird: "Klar müssen wir in diesem Jahr besser werden, aber das wird schwierig werden. McLaren und Ferrari? Vergiss es. Wir müssen versuchen, Williams zu schlagen, die stärker und stärker werden. Ich bin mir sicher, dass der BMW-Motor besser sein wird. Wir werden einen besseren Motor bekommen aber wir müssen sehr hart am Chassis arbeiten. Das Team muss sich deutlich verbessern um wirklich um den dritten Platz in der Konstrukteurswertung fahren zu können."
Der 26-jährige Italiener wird seine zweite Saison als Teamkollege von Heinz-Harald Frentzen bei Jordan verbringen. Mit seiner ersten Saison ist Trulli grundsätzlich zufrieden: "In den ersten Rennen hatte ich Pech. In Australien konnte ich nur eine Runde fahren, weil das Auto kaputt ging, ich beging in Brasilien einen Fehler und in Imola war ich 0.1 Sekunden langsamer als Heinz, was in Ordnung ist und dann wurde ich in Silverstone vom Verkehr blockiert. Im Prinzip habe ich die ersten vier Rennen verloren. Von da an war ich sehr konkurrenzfähig. Grundsätzlich bin ich sehr, sehr glücklich über meine Leistung im Vergleich zu Heinz, und ich denke, dass ich mich in diesem Jahr noch verbessern kann."

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14.01.: Trulli ist gegenüber Frentzen gleichberechtigt

Der Wechsel von Prost-Peugeot zu Jordan-Mugen-Honda sollte für Jarno Trulli ein großer Karrieresprung werden, schließlich hatte Heinz-Harald Frentzen im Jahr zuvor als WM-Dritter auf das Jordan-Team aufmerksam gemacht. Doch stattdessen ging es für Trulli einen Schritt zurück, auch wenn er trotzdem mehr als gut beraten war, nicht bei Prost zu bleiben. 1999 konnte der Italiener bei den Blauen sieben WM-Zähler einfahren und musste acht Ausfälle über sich ergehen lassen. Im vergangenen Jahr waren es zwar "nur" sieben Ausfälle, aber mit sechs WM-Zählern blieb bei Jordan die zu Saisonbeginn erhoffte fette Punkteausbeute aus.
Jeder Rennfahrer hat in seiner Karriere einmal eine schwierige Saison, und Jarno Trulli hat sie gut gemeistert. Er hat hinter dem Team gestanden und es nicht öffentlich in den Dreck gezogen, doch am Saisonende musste der 26-jährige natürlich ein faires Fazit ziehen: "Ich bin zu Jordan gekommen, um viele Punkte zu holen und eine Siegchance zu haben, aber das Gegenteil ist eingetroffen. Es war wirklich eine schlechte Saison. Tatsache ist, dass es die schlimmste Saison meiner ganzen Karriere war. Wir hatten ein sehr unzuverlässiges Auto und viel Pech, aber grundsätzlich waren wir einfach nicht stark genug."
Auch an Wochenenden, an denen es in der Saison 2000 gar nicht laufen wollte, zeigte sich Trulli verständlicherweise enttäuscht, schimpfte aber nie über das Team: "Ich habe die Frustration heruntergeschluckt und gesagt 'gut, es ist halt nicht dein Jahr'. Ich wollte nicht sauer oder schlecht gelaunt sein. Es ist nicht mein Fehler. Ich hatte so viel Pech, dass ich dafür eines Tages wieder entschädigt werden muss. Aber bisher ist es noch nicht passiert."
Trotz allem kann Trulli zufrieden sein, denn er hat gegenüber dem hoch eingeschätzten Teamkollegen Heinz-Harald Frentzen alles andere als schlecht ausgesehen: "Viele Leute haben gesagt, dass ich während der Saison vom Nummer-2-Fahrer zur Nummer 1 aufgestiegen bin. Das ist aber nie passiert, denn ich habe mich nie als Nummer-2-Fahrer gefühlt", so der Italiener gegenüber dem Fachmagazin 'Autosport'. "Ich war nur ein anderer Fahrer, einer von zwei Fahrern des Teams. Wir haben alle einen großartigen Job verrichtet, ich habe sehr gut mit Heinz zusammengearbeitet, so gesehen lief es also in der ersten Saison sehr gut."

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13.01.: Jordan testet geheim

Am kommenden Mittwoch wird das Jordan-Team den neuen EJ11 der Öffentlichkeit vorstellen. Doch bereits heute möchte Eddie Jordan das neue Auto in Silverstone zu einem ersten Funktionstest auf die Strecke schicken. Dann wird zum ersten Mal auch der Werksmotor von Honda im Heck des Jordan stecken. Der Test erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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11.01.: Puma neuer Sponsor des Jordan-Teams

Um ausreichend Sponsoren muss sich das Jordan-Team weiterhin keine Sorgen machen. Teamchef Eddie Jordan hat mit dem deutschen Sportartikelhersteller Puma einen Vertrag abgeschlossen. Die Marke Puma ist weltweit bekannt, in über 80 Ländern hat Puma Großlager, aus denen die Artikel weltweit verteilt werden. Mit Jordan angelt sich Puma einen Partner, der gemeinhin als jung, frisch und ein wenig verrückt bekannt ist.
Puma wird in der kommenden Saison die komplette Mannschaft einkleiden - vom Teamhemd bis hin zu den Schuhen. Das Team wird die Partnerschaft auf weitere Bereiche ausbauen, Details hierzu sollen im Laufe der Saison bekannt gegeben werden. "Es ist immer gut, einen neuen Partner im Team begrüßen zu dürfen", so Teamchef Eddie Jordan. "Im Falle von Puma bin ich natürlich sehr zufrieden, denn einen im Sport so bekannten Namen in der Firma zu haben ist toll und als Sportfan kenne ich die Firma und ihre Produkte sehr gut. Die Präsentation des Teams ist sehr wichtig und das Personal, das zu den Rennen und Tests fährt, benötigt Kleidung, die sehr harten Kriterien genügen muss. Anstelle von Puma können wir uns mit Sicherheit keinen besseren Partner wünschen."
Martin Gansler, Vizevorsitzender der Puma AG über die Partnerschaft mit Jordan: "Puma sieht sich ständig nach neuen und kreativen Wegen um, um die eigenen Produkte zu vermarkten. Wir lieben die Herausforderung und den Wettbewerb in der Formel 1. Für uns ist es eine wundervolle Möglichkeit, unsere leistungsfähigen Produkte dank unserer Erfahrung und unserer Technologie eines der konkurrenzfähigsten und aufregendsten Teams der Formel 1 zur Verfügung zu stellen. Wir glauben, dass diese Zusammenarbeit das Potenzial für viele neue und innovative Konzepte in der Zukunft hat."
Im Gegenzug für die Ausstattung des kompletten Teams mit Kleidung wird das Logo von Puma auf der Kleidung und den Rennanzügen aller Teammitglieder zu sehen sein. Das Team spricht von einem mehrjährigen Vertrag, verriet aber nicht die genaue Laufzeit der Vereinbarung.

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09.01.: Präsentation des EJ 11 live im Internet

Zum ersten Mal wird Jordan die Präsentation eines neuen Boliden live im Internet per Live-Stream übertragen. Nähere Informationen zum Zugang will man in Kürze auf der Homepage (http://www.f1jordan.com/) veröffentlichen. Als Termin wurde Dienstag der 16.01. 11:30 GMT (12:30 MEZ) angekündigt .
Für die Übertragung wird der Microsoft Windows Media Player benötigt. Zur Auswahl stehen ein Video-Audio-, sowie ein reiner Audio-Stream.


08.01.: Trulli: Jordan ist nach Personalflucht destabilisiert

Jarno Trulli ist das erste Mitglied des Jordan-Teams, das sich ernsthaft Sorgen um den großen Personalverlust des Teams in den letzten Wochen macht. Chefkonstrukteur Mike Gascoyne verließ das Team und ging zu Benetton, Aerodynamiker Dino Toso wechselte ebenfalls zu Benetton und Frentzens Renningenieur Sam Michael wurde von BMW-Williams abgeworben. In der letzten Woche verabschiedete sich auch noch Chefkonstrukteur Mark Smith und wechselte ebenfalls zu Benetton. Damit hat das Team vier hochtalentierte Techniker verloren, die bei der Konkurrenz mehr Chancen auf Erfolge sehen. In der technischen und kommerziellen Führungsriege sieht man den Weggang des Personals öffentlich gelassen, doch Jarno Trulli spricht das aus, was die Insider schon längst wissen.
"Wenn man solche Nachrichten vernimmt, dann kann man darüber nicht glücklich sein", so der Italiener gegenüber 'ITV'. "In der zweiten Hälfte der vergangenen Saison schienen wir im Geschäftsführerbereich eine Krise zu haben und die Tatsache, dass einige Teammitglieder das Team verlassen haben zeigt, dass grundsätzlich Unzufriedenheit herrschte."
Das Jordan-Team konnte in der vergangenen Saison bei weitem nicht mehr an die Saison 1999 anknüpfen, in der man zwei Siege und die dritten Plätze der WM-Wertungen holen konnte. Der Weggang des Personals kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn mit den Werksmotoren von Honda wollte das Jordan-Team einen großen Sprung nach vorne machen. Die Entwicklung des neuen Autos hat aber unter dem massiven Personalverlust zwangsläufig gelitten, was nicht auf eine erfolgreiche Saison hoffen lässt.
Es ist bezeichnend, dass gleich drei Teammitglieder gemeinsam zum Benetton-Team gewechselt sind. Dem Benetton-Team steht nach dem Kauf durch Renault und der bevorstehenden Umwandlung in ein Werksteam eine rosige Zukunft bevor. Es ist schon mehr als ein Gerücht, dass Jarno Trulli 2002 zu Benetton wechseln wird, da der Römer bei Flavio Briatore immer noch unter Vertrag steht. Damit würde Jordan weiteres Personal an die blaue Konkurrenz verlieren.

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05.01.: Jordan-Team ändert Namen

Im Hinblick auf die Werkspartnerschaft mit Honda hat das Jordan-Team seinen Namen geändert. Seit dem 1. Januar 2001 nennt sich das Team nun "Benson & Hedges Jordan Honda". Auch das Logo wurde für die neue Partnerschaft abgeändert. Die Farbgebung überrascht dabei nicht. Das in den letzten Jahren festgelegte knallige Gelb als Markenzeichen des Teams bleibt bestehen, der Schriftzug Jordan ist im "Irisch-Grün" gehalten (Eddie Jordan ist Ire) und das Honda ist "Japan-Rot".

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05.01.: Jordan-Team geht baden

Teamchef Eddie Jordan verblüfft einmal mehr mit seinem Geschäftssinn. Der kecke Ire will nun auch abseits der Asphaltpiste im Rennsport mitmischen. Wie das Team am Rande der Internationalen Bootschau in London mitteilte, wird man bei der diesjährigen Powerboot-Meisterschaft an den Start gehen. Die Powerboote des japanischen Motorpartner Honda werden mit den Farben und Sponsoren des Teams lackiert werden, beworben wird damit auch ein firmeneigener Power-Drink, den das Team später im Jahr vorstellen wird.
"Als mir Honda diese Möglichkeit vorstellte, da dachte ich, dass es eine großartige Möglichkeit wäre, unseren Ruf zu untermauern, dass wir abseits des Formel-1-Geschäfts jede Menge Spaß haben", erklärte der Ire am Donnerstag. "Für Jordan-Honda wird es ein sehr wichtiges Jahr in der Formel 1 sein, aber das Powerboot-Projekt wird uns ein wenig Ablenkung von unserem Kampf um die Weltmeisterschaft verschaffen." Auch Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli sollen an einem Lauf in den rund 6.4 Meter langen Powerbooten teilnehmen nehmen.

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04.01.: Jordan-Chefdesigner Smith wechselt zu Benetton

Das Jordan-Honda-Team verliert weiterhin wichtiges Personal an die Konkurrenz. Chefkonstrukteur Mike Gascoyne verließ das Team und ging zu Benetton, Aerodynamiker Dino Toso wechselte ebenfalls zu Benetton und Frentzens Renningenieur Sam Michael wurde von BMW-Williams abgeworben. Damit verlor das Team bereits drei hochtalentierte Techniker, die bei der Konkurrenz mehr Chancen auf Erfolge sehen.
Nun verlässt auch noch Chefkonstrukteur Mark Smith das Team, der nach dem Weggang von Mike Gascoyne die Konstruktion des EJ11 geleitet hatte. Smith wird Gascoyne ebenfalls zum Benetton-Team folgen, das nun bereits drei Leute von Jordan abwerben konnte. Damit hat das Jordan-Team die wichtigsten Köpfe des Teams verloren, die an der Konstruktion des guten 99er-Jordan beteiligt waren.
Der Weggang des Personals kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn mit den Werksmotoren von Honda wollte das Jordan-Team einen großen Sprung nach vorne machen. Die Entwicklung des neuen Autos hat aber unter dem massiven Personalverlust zwangsläufig gelitten, was nicht auf eine erfolgreiche Saison hoffen lässt.
Unklar ist, wer Nachfolger von Smith wird, denn wenige Tage vor der Vorstellung des neuen Autos hat das Team keinen Chefkonstrukteur. Ein Sprecher des Teams verriet jedoch, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass ein Angestellter aus der Technikabteilung befördert werden wird. Dies unterstreicht die Befürchtungen einiger Insider, dass es Eddie Jordan nicht gelungen ist, Arrows-Konstrukteur Eghbal Hamidy vorzeitig aus seinem Vertrag zu lösen.
Doch es gibt auch positive Nachrichten bei Jordan: Mit David Brown konnte man einen neuen erfahrenen Chefingenieur verpflichten. Brown war zuvor für das Formel-3000-McLaren-Junior-Team tätig und arbeitete für die Formel-1-Teams Williams und McLaren ebenfalls als Ingenieur mit einige Weltmeistern zusammen. Jarno Trulli erhält mit Gabriele Dellicolli einen neuen Renningenieur. Dellicolli arbeitete seit 1998 im Sauber-Team und war dort der Renningenieur von Pedro Diniz.

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03.01.: Präsentation des EJ11 am 16. Januar

Offiziell bestätigt ist auch die Enthüllung des neuen Rennwagens von Jordan-Honda-Pilot Heinz-Harald Frentzen. Der Deutsche wird am 16. Januar gemeinsam mit Teamkollege Jarno Trulli das Geheimnis lüften. Nach drei pompösen Enthüllungen in London, bleibt das Team in diesem Jahr wie auch Jaguar in den Werkshallen in Silverstone, um sofort mit den Testfahrten beginnen zu können. Das neue Auto wird vom 17. bis 19. Januar erstmals in Silverstone getestet werden.

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03.01.: Honda-Chef will mindestens einen Sieg

Honda fährt ab der kommenden Saison sehr zum Bedauern von BAR zweigleisig, in dem man auch das Jordan-Team mit Honda-Werksmotoren ausstattet. Damit wollen die Japaner die Chance erhöhen, dass man auf das richtige Pferd setzt. Vielleicht sagt Honda eines Tages einem Team "Good Bye" und man konzentriert sich ausschließlich auf das erfolgreichere Teams. Wettbewerb belebt das Geschäft, und das macht sich Honda zunutze, in dem man BAR und Jordan gegeneinander antreten lässt. Der lachende Dritte könnte Honda sein, und genau das erhofft sich Honda-Boss Takeo Fukui: "Zumindest ein Rennen wollen wir gewinnen", stellt der Japaner das Ziel für die Saison gegenüber 'ITV' klar. "Jetzt, wo wir vier Fahrer haben, hoffen wir, dass wir zumindest ein Rennen gewinnen können."
Villeneuve, Panis, Frentzen oder Trulli werden es schon richten, schließlich gehören die vier zur den Top-Piloten der Formel 1, denen es an Erfahrung und Schnelligkeit nicht mangelt - da kann man die Erwartungen an die noch weit entfernte Saison 2002 schon einmal hochschrauben: "Vielleicht können wir dann das Podium überschwemmen."
Mit dem Jahr von BAR ist Honda zufrieden, das Team hat nach Ansicht von Fukui viel gelernt, das wird in Zukunft Früchte tragen. Das Debakel-Debüt-Jahr 1999 hat man längst vergessen: "Alle sind bei BAR sehr happy", bestätigt Fukui und ist froh, dass Villeneuve bei BAR geblieben ist, schließlich lagen dem Kanadier schon im Frühjahr hochdotierte Angebote vor: "Als ich nach San Marino kam, habe ich ihm gesagt, dass er bleiben soll, weil Honda im nächsten Jahr Ernst machen wird. Im Juni und Juli haben wir ihm dann demonstriert, dass unser neuer Motor Potenzial hat, dann hat er schließlich geglaubt, dass wir nicht nur reden."

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03.01.: Jarno Trulli bekommt neuen Ingenieur

Jordan-Pilot Jarno Trulli, wird dieses Jahr mit einem neuen Ingenieur zusammenarbeiten. Der Italiener wird in seiner zweiten Saison bei Jordan mit Gabriele Dellicolli, einem alten Bekannten, den er noch von 1997 als er für Minardi fuhr kennt, zusammenarbeiten. Somit wird Dellicolli insgesamt der vierte Ingenieur innerhalb der letzten sechs Jahre sein, mit dem Trulli zusammengearbeitet hat. Dellicolli ersetzt Trullis bisherigen Ingenieur Dino Toso, der ein Angebot von Benetton/Renault angenommen hat. Jordan-Teamchef Eddie Jordan warb den 34 Jahre alten Dellicolli vom Team Sauber ab, wo dieser die letzten 3 Jahre als Ingenieur u.a. von Pedro Diniz und Jean Alesi tätig war.

Lebenslauf: Gabriele Dellicolli

Geburtsdatum: 19. Oktober 1966 

Nationalität: Italiener

Familienstand: ledig

1992: Abschluss als Mechanik-Ingenieur

1993/95: Spezialisierung auf die Entwicklung von Aufhängungen in der technischen Abteilung von Alfa Romeo

1995: Entwicklung von Dämpfern für die Tourenwagen der DTM bei Alfa Corse

1996: Renningenieur bei Alfa Corse in der ITC (Nachfolgeserie der DTM)

1997: Renningenieur für Trulli bei Minardi

1998: stellvertretender Renningenieur bei Sauber

1999: Ingenieur von Jean Alesi bei Sauber

2000: Ingenieur von Pedro Diniz bei Sauber

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  News: aktuell - 2000