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20.06.: Die Sieger des Wochenendes: Jordan-Toyota

Als gestern Morgen alle Teams versuchten, mit dem Einbau einer improvisierten Schikane in der Steilkurve den Grand Prix der USA doch noch zu retten, waren sich diesbezüglich bis auf Ferrari alle einig. Dann sprang Jordan-Toyota plötzlich ab: Die Mannschaft aus Silverstone witterte die Chance, gegen Minardi-Cosworth wertvolle Punkte zu machen und damit den finanziell lukrativen Kampf um die Konstrukteurs-WM-Position neun vorzeitig zu entscheiden.

Als Jordan-Toyota aus eben diesem Grund zusagte, doch am Rennen teilzunehmen, musste auch Minardi-Cosworth aus sportlichen Gesichtspunkten vom Boykott-Zug abspringen - ansonsten wäre Ferrari alleine in Indianapolis gefahren. Für Tiago Monteiro und Narain Karthikeyan hat sich dieses Vorgehen gelohnt: Monteiro erbte den ersten Podestplatz seiner Karriere, Karthikeyan wurde - allerdings klar im Schatten seines Teamkollegen - Vierter.

"Ich habe heute gemischte Gefühle", sagte Monteiro, "denn es war ein komisches Rennen. Für mich war es aber ein Rennen. Ich musste gegen meinen Teamkollegen und die anderen Mitstreiter fighten, speziell zu Beginn. Es war wie immer. Das Wichtigste war, ins Ziel zu kommen. Ich bin sehr happy für das Team, denn die Jungs haben hart gearbeitet. Ich bin zum neunten Mal hintereinander im Ziel, zum ersten Mal in den Punkten. Ich weiß, dass es merkwürdige Umstände waren, aber niemand kann mir das jetzt noch wegnehmen. Ich bin früher in Amerika Rennen gefahren und bedaure die Situation für die Fans, aber das hatte nichts mit uns zu tun."

Karthikeyan freute sich ebenfalls über seine ersten WM-Punkte: "Da kommt es nicht darauf an, wie sie zustande gekommen sind", gab er zu Protokoll. "Punkte sind Punkte. Das ist das erste Mal, dass ein indischer Fahrer in der Formel 1 in die Punkte gefahren ist, also bin ich glücklich. Unter den Umständen war meine einzige Aufgabe, keine Fehler zu machen und ins Ziel zu kommen. Das Auto war zuverlässig und ich bin zufrieden."

Sportchef Adrian Burgess fasste zusammen: "Das war ein ungewöhnliches Rennen für Jordan. Unter diesen ungewöhnlichen Umständen haben wir alles daran gesetzt, ins Ziel zu kommen und die Punkte mitzunehmen. Wir haben denselben Job wie sonst auch gemacht, sind aber keine unnötigen Risiken eingegangen und haben keine Fehler gemacht. Jetzt liegt unser Fokus auf dem Test in Barcelona nächste Woche und auf der Verbesserung unserer Autos", erklärte er.

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26.05.: Doornbos könnte noch dieses Jahr zurückkehren

Als heute Morgen einige Internetsites darüber spekulierten, dass Robert Doornbos als dritter Fahrer bei Jordan-Toyota aufgrund von finanziellen Problemen durch Franck Montagny ersetzt werden könnte, stieg Marco Zecchi, dem Manager des Niederländers, vor seinem PC sitzend die Wut in den Kopf. Von finanziellen Problemen könne keine Rede sein, stellte er daher gegenüber 'F1Total.com' klar.

Zecchi bezog sich dabei auf eine niederländische Website, die das Gerücht ins Rollen gebracht hatte: "Wenn britische oder deutsche Medien so etwas verbreiten, okay, aber wenn es aus dem eigenen Land kommt, ist es schon sehr enttäuschend", erklärte er. Doornbos habe seinen Platz nur deswegen räumen müssen, weil Jordan-Toyota verschiedene Fahrer für 2006 ausprobieren möchte, darunter eben auch Montagny, der einiges an Testerfahrung von Renault mitbringt. Dies deckt sich mit dem, was Teamchef Colin Kolles heute Mittag gegenüber 'F1Total.com' angedeutet hatte.

Und: "Dass Robert ausgewechselt werden könnte, wissen wir schon länger. Es hätte auch schon in Barcelona oder Monaco passieren können. Sein Vertrag war von vornherein nicht anders ausgelegt", so Zecchi am Telefon. "Uns ist aber wichtiger, auf ein Stammcockpit für 2006 hinzuarbeiten. Das Team hat uns in Barcelona ein Angebot vorgelegt. Natürlich hängt alles noch von verschiedenen Faktoren ab, aber das ist unser primäres Ziel."

Doornbos möchte aber noch diese Saison wieder als Freitagstestfahrer zum Einsatz kommen - vor allem beim Grand Prix von Belgien, wo er im Mittelpunkt des Medieninteresses stehen würde: "Spa würde ich gerne für uns beanspruchen", meinte Zecchi, der fest davon ausgeht, dass die Saison für seinen Schützling noch nicht zu Ende ist. Selbst wenn er keine Freitagsnominierung für Doornbos mehr ausverhandeln kann, sind ja Einsätze bei regulären Testfahrten wahrscheinlich.

Ein mögliches Szenario wäre außerdem, dass Tiago Monteiro demnächst sein Stammcockpit zugunsten von Montagny räumen muss, was Doornbos wieder für das dritte Auto in die Pole Position bringen würde. Schon beim Grand Prix von Kanada am 12. Juni könnte es dazu kommen. Dass Monteiro trotz seiner zuletzt tadellosen Leistungen in der Zukunftsplanung von Midland keine große Rolle spielt, ist aus teaminternen Quellen zu vernehmen.

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26.05.: Offiziell: Montagny wird Jordans Freitagstester

Um den Renault-Testfahrer Franck Montagny rankten sich bereits seit einigen Wochen Gerüchte. Sein Einsatz für das ORECA-Team in Le Mans stand plötzlich wieder auf der Kippe, was zu Spekulationen führte, dass der Franzose beim Kanada-Grand-Prix im Rahmen der Formel 1 antreten wird. Nun bewahrheiteten sich entsprechende Gerüchte recht schnell: Schon am Nürburgring wird Montagny am Freitag das dritte Auto des Jordan-Toyota-Teams steuern - Robert Doornbos ist damit zum Zuschauen verdammt.

"Es stimmt, Franck Montagny wird am Nürburgring unser drittes Auto fahren. Wir sind auf der Suche nach den besten Fahrern für 2006", erklärte Teamchef Colin Kolles heute exklusiv gegenüber 'F1Total.com'. Nun wurde die Verpflichtung des Franzosen auch offiziell mit einer Pressemitteilung verlautbart. Demnach wird der Montagnys nicht nur auf den Nürburgring beschränkt sein.

"Wir haben die Saison mit drei Neulingen begonnen, was richtig war, solange wir uns an die Formel 1 gewöhnten", so Kolles. "Aber nach sechs Rennen haben wir verstanden, dass wir einen erfahrenen Fahrer brauchen und dass wir gleichzeitig unserer drei jungen Fahrer aufbauen müssen. Wir befinden uns in einem Übergangsjahr und sind in der einzigartigen Position, verschiedene Optionen probieren zu können, damit wir im nächsten Jahr, wenn wir unter Midland F1 antreten, von Anfang an konkurrenzfähig sind."

"Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Gelegenheit haben, Franck Montagnys beachtliche Erfahrungen auf der Rennstrecke zu nutzen", fuhr der Deutsche fort. "Seine 13.000 Kilometer am Steuer eines Formel-1-Autos werden unsere Entwicklung stark vorantreiben. Angesichts dieser Tatsache erwarte ich, dass wir in den nächsten Rennen bessere Leistungen zeigen werden." Ob Montagny dabei immer Freitagstester bleiben wird, ist noch nicht besiegelt. Denkbar ist sogar, dass Montagny ab Kanada tatsächlich noch zu Renneinsätzen kommen wird: "Ich will das nicht ausschließen", meinte Kolles gegenüber 'F1Total.com' dazu.

Auch Renault-Teamchef Flavio Briatore ist erfreut, seinen langjährigen Testfahrer nun auch im Rahmen eines Formel-1-Grand-Prix' zu erleben. "Wir haben daran gearbeitet, Franck die Gelegenheit zu geben, seine unbestrittenen Fähigkeiten an einem Rennwochenende zu demonstrieren, und dies ist ein guter Schritt für ihn, denn bei den Trainings am Freitag wird er die Chance haben, das Auto unter repräsentativen Bedingungen zu testen", so der Italiener. "Ich bin glücklich, Alex Shnaider und dem Jordan-Team helfen zu können. Sie werden von einem schnellen und bewährten Formel-1-Testfahrer wertvolle Informationen bekommen. Ich glaube, es ist für alle eine gute Gelegenheit."

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11.05.: Gerüchte um Montagny und Jordan verdichten sich

Lediglich 37 Mal fand in der Formel 1 vor der Saison 2005 ein Grand Prix ohne Franzosen am Start statt. Vor Brasilien 2004, als Olivier Panis frühzeitig in Rente ging, war dies letztmals 1967 in Mosport der Fall. Wie 'F1Total.com' herausgefunden hat, könnte die "Grande Nation" aber ab dem diesjährigen Grand Prix von Kanada durch Franck Montagny wieder in der Königsklasse vertreten sein.

Der 27-Jährige ist derzeit Testfahrer bei Renault, wird aber wahrscheinlich noch diese Saison zum Stammpiloten avancieren. Schon vor Saisonbeginn wurde er als möglicher Kandidat bei Jordan-Toyota gehandelt, doch Teamchef Colin Kolles und Sportdirektor Trevor Carlin entschieden sich damals für die Paarung Karthikeyan/Monteiro. Während Karthikeyan die Erwartungen seither voll erfüllt hat, konnte sich Monteiro bislang noch nicht wirklich in Szene setzen.

Ecclestone zieht hinter den Kulissen die Fäden

Angestoßen wurden die Gerüchte von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone: "Wir arbeiten daran, einen Franzosen in die Formel 1 zu bekommen", sagte er kürzlich gegenüber französischen Journalisten. "Wir könnten jemanden bei Jordan unterbringen, aber ob das eine gute Idee ist oder nicht, weiß ich nicht." Allerdings ließ der 74-Jährige durchblicken, dass er am 3. Juli in Magny-Cours gerne einen Lokalmatador am Start sehen möchte.

Nachdem Olivier Panis seine Karriere - abgesehen von einigen Tests für Toyota - praktisch beendet hat, kommt für eine solche Rolle nur Montagny in Frage. Gerüchten zufolge hat er seinen Start bei den 24 Stunden von Le Mans abgesagt, um schon in Nordamerika erstmals einen Grand Prix zu bestreiten. Fest steht jedenfalls, dass seine Rolle als Ersatzmann bei Renault zumindest in Kanada und in den USA der junge Finne Heikki Kovalainen übernehmen wird.

Ein Sprecher von ORECA, also jenem Team, für das Montagny in Le Mans fahren soll, äußerte sich zu den Gerüchten gegenüber 'F1Total.com' folgendermaßen: "Schon bevor sich Franck unserem Le-Mans-Projekt angeschlossen hat, wussten wir, dass er bei einem entsprechenden Angebot in die Formel 1 gehen wird. Es kann sein, dass wir in Le Mans ankommen und Franck plötzlich eine andere Möglichkeit in der Formel 1 bekommt", so Richard Dechaunac.

ORECA würde Montagny für die Formel 1 freigeben

Der offizielle Stand der Dinge ist zwar, dass Montagny in Le Mans in einem von ORECA eingesetzten Audi antreten wird, doch das Team hat für den Fall der Fälle sicherheitshalber schon einen Ersatzmann nominiert. Seitens ORECA würde man einem kurzfristigen Wechsel in die Formel 1 jedenfalls keine Steine in den Weg legen: "Franck hat uns gegenüber immer gesagt, dass die Formel 1 für ihn Priorität hat. Das akzeptieren wir", meinte Dechaunac.

Von 'F1Total.com' auf die Spekulationen um Montagny angesprochen, meinte Jordan-Teamchef Colin Kolles nur, dass ein Fahrerwechsel während der Saison "denkbar" sei: "Das haben wir schon oft erlebt. Es kann sich immer wieder einer verletzen. Es können immer wieder irgendwelche unerwarteten Umstände eintreten. Red Bull hat die Fahrer auch gewechselt." Zur Montagny-Situation wollte er sich nicht konkret äußern: "Abwarten", gab der in Rumänien geborene Deutsche zu Protokoll.

Monteiros Platz bei Jordan-Toyota nicht sicher

Auf die Frage, ob nach dem Vorbild von Red Bull demnächst Robert Doornbos anstelle von Tiago Monteiro zum Einsatz kommen könnte, entgegnete Kolles vielsagend: "Es ist eher eine andere Konstellation möglich." Fest steht allerdings, dass Karthikeyan die Saison zu Ende fahren wird, denn der Inder sitzt einerseits dank seiner Sponsoren und andererseits dank seiner guten fahrerischen Leistungen fest im Sattel.

Sollte Montagny ab dem Grand Prix von Kanada am 12. Juni tatsächlich im Jordan-Toyota Platz nehmen, wäre er der insgesamt 66. Franzose in der Formel 1. Auffallen konnte er erstmals 1997 und 1998 in der Französischen Formel 3, ehe er in der Formel 3000 sang- und klanglos unterging. Erst in der Formel Nissan gelang es ihm mit dem zweiten Gesamtrang 2002 und dem Meistertitel 2003, seine Karriere neu zu beleben.

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11.05.: Doornbos: Stammfahrerangebot für 2006?

Robert Doornbos ist bei der Fahrerbesetzung des Jordan-Teams die einzige Konstante zum Vorjahr. Der Niederländer kam nach dem Rauswurf von Giorgio Pantano und dem Nachrücken von Timo Glock in das Stammcockpit als Testfahrer zum Team, das damals noch Eddie Jordan unterstand. Unter Midland-Flagge blieb Doornbos auch 2005 der dritte Fahrer des Teams für die Grand-Prix-Freitage, doch dies könnte sich, glaubt man niederländischen Medienberichten, im nächsten Jahr ändern.

Die Midlandführung soll dem 23-Jährigen einen Stammfahrervertrag für das Jahr 2006 vorgelegt haben, für den keine utopischen Sponsorensummen nötig sein sollen. "Das ist ein gutes Angebot", so Doornbos am Dienstag in Rotterdam. "Ich bin froh, dass ich so früh in der Saison einen Vertrag zur Unterschrift bekomme. Wenn alles so weitergeht, werde ich sicher mit einem breiten Grinsen durch das Fahrerlager laufen. Ich bin bereit für die Rennen."

"Wir wollen, dass Robert 2006 Grands Prix bestreitet", erklärte Jordan-Teamchef Colin Kolles gegenüber dem 'Algemeen Dagblad'. "Er leistet gute Arbeit, aber da spielt auch noch mehr eine Rolle." Gegenüber 'F1Total.com' äußerte sich Kolles etwas zurückhaltender: "Ich glaube, dass er auch eine Zukunft in der Formel 1 hat. Wir haben aber leider nur zwei Einsatzautos, deswegen können wir ihn nicht einsetzen, aber er wird sicherlich bald eine Chance bekommen."

Marco Zecchi, der Manager von Doornbos, sieht seinen Schützling für 2006 aber noch nicht in einem Midland-Boliden: "Das Angebot von Midland ist sicher nicht schlecht", erklärte er. "Auf der anderen Seite ist es aber auch kein Super-Vertrag, Robert muss noch Sponsorengelder mitbringen. Zunächst möchte ich auch Klarheit bezüglich des Chassis' und Motors haben. Robert hat seine Zukunft in meine Hände gelegt, daher möchte ich jetzt keine Fehler machen."

Gleichzeitig glaubt Zecchi aber nicht an zahlreiche andere Chancen im Jahr 2006: "Red Bull hat mehr Fahrer als Autos", erklärte er. "Bei Sauber werden Felipe Massa und Jacques Villeneuve wohl normal weitermachen, und Narain Karthikeyan hat einen Vertrag über zwei Jahre." Auch Doornbos würde es vorziehen, bei Jordan/Midland zu bleiben. "Top-Teams verpflichten ohnehin selten Debütanten", erklärte er. "Zudem müsste ich mich an alle Team-Mitglieder neu gewöhnen."

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11.03.: Doornbos lobt den neuen Jordan-Boliden

Noch im vergangenen Herbst machte sich Robert Doornbos Hoffnungen auf ein Stammcockpit bei Jordan für die Saison 2005. Doch die schwierige Lage, in der sich das Team befand, störte die Verhandlungen. Als dann die 'Midland'-Gruppe den Jordan-Rennstall übernahm, war von Doornbos keine Rede mehr. Doch kurz vor dem Saisonstart wurde der Niederländer als dritter Fahrer des Teams bestätigt. Damit konnte er in Melbourne 2005 dort weitermachen, wo er in Brasilien 2004 aufgehört hatte.

Dabei war die etwas überraschende Rückkehr in den Formel-1-Zirkus so, "als ob man seine alten Klassenkameraden wiedersehen würde", wie Doornbos auf seiner Internetsite erklärte. Die "Klassenkameraden" hießen den Rückkehrer dann auch willkommen: "In den Fahrerbesprechungen behandelten mich einige Fahrer, auch Michael Schumacher und David Coulthard, sehr warmherzig."

Dabei gab es vor dem Rennwochenende viel zu tun, denn Doornbos saß noch nie im EJ15 und hatte auch keinerlei Erfahrung mit dem Toyota-Triebwerk. Erst am Donnerstag wurde eine Sitzschale angepasst, dann begann das Erlernen der Strecke und des Autos: "Ich habe auch am Samstag und Sonntag noch viel gelernt, vor allem über das Auto, den Motor, die Reifen und die Strategie", so der Niederländer.

Der wichtigste Arbeitspunkt war am Freitag die Haltbarkeit der Reifen: "In beiden Sessions fuhr ich zusammen knapp eine Grand-Prix-Distanz", so der 23-Jährige. "Mit den neuen Regeln muss man wirklich mit Köpfchen fahren, darf nicht zu aggressiv sein. Da ich schon 50 Runden mit meinem Reifensatz fuhr, konnte ich am Ende keine schnelle Runde mehr fahren. Aber das nächste Mal wird es soweit sein."

Das unbekannte Auto störte Doornbos nicht, vielmehr lässt sich Jordans neuer EJ15, der jedoch stark an den EJ14 erinnert, sogar leichter fahren: "Das Team konnte den Abtrieb um fast 20 Prozent steigern", erklärte er. "Daher verhält sich das Auto viel besser. Auch Toyota hat für das Team großartig gearbeitet. Der Motor ist gut fahrbar und spricht wirklich toll an. Für das Team ist das ein großes Plus."

In Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur bereitet sich der Niederländer nun auf den anstehenden Einsatz in Sepang vor: "Wegen der Hitze muss ich täglich fünf bis sechs Liter trinken", erklärte er. Im Vorfeld des Rennens absolviert er noch einige PR-Veranstaltungen, doch im Kopf bereitet er sich bereits auf den nächsten Einsatz vor: "Ich zähle schon die Tage."

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04.03.: Gelungener erster Auftritt für Inder Narain Karthikeyan

Mit drei Fahrern bestritt Jordan-Toyota das Freie Training am Freitag im Albert Park von Melbourne. Schnellster wurde Narain Karthikeyan mit einem Rückstand von 2,792 Sekunden auf die Bestzeit. Testfahrer Robert Doornbos belegte nach 30 Runden mit 3,244 Sekunden Rückstand Platz 20, Tiago Monteiro bildete mit 4,295 Sekunden Rückstand nach 23 Umläufen das Schlusslicht. Für einen Schreckmoment an der Box sorgte zunächst bläulicher Rauch am Heck von Karthikeyans Auto, was sich zum Glück aber als behebbares Ölleck herausstellte.

"Ich verlor heute Morgen aufgrund eines Öllecks etwas Zeit, danach habe ich sehr hart gepusht", so Karthikeyan. "Nun muss ich mich ein wenig beruhigen, denn ich stand unter Druck, Leistung zu bringen."

Tiago Monteiro: "Dies war heute mein erster Kontakt mit der Strecke. Es war nicht sehr einfach, da ich mich an die unebenen Bedingungen gewöhnen musste und mehr am Setup gezwungen war zu arbeiten, um mich im Auto ein wenig wohler zu fühlen. Dies ist der erste Tag der Akklimatisation, ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns morgen verbessern werden."

Robert Doornbos: "Es ist großartig, nach drei Monaten wieder in der Formel 1 zurück zu sein. Der Morgen verlief sehr gut. Ich habe mich sofort im Auto wohl gefühlt und habe die Strecke sehr schnell gelernt. Am Nachmittag haben wir ein paar Veränderungen am Auto vorgenommen, da sich die Streckenbedingungen veränderten und wir haben sehr gut mit Bridgestone gearbeitet. Ich bin mir sicher, dass wir für Sonntag eine gute Lösung finden werden."

Sportdirektor Trevor Carlin: "Wir sind generell ziemlich zufrieden, dass wir heute die Reifen auswählen konnten, die wir an diesem Wochenende fahren werden. Nachdem wir das Ölleck an Narains Auto heute Morgen beheben konnten verlief alles reibungslos. Die Fahrer lernen noch den Kurs. Wir sind mit den gemachten Fortschritten sehr zufrieden."

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03.03.: Eddie Jordan: "Ich wollte unbedingt, dass Jordan weiterlebt"

Man kann sagen, dass Eddie Jordan in gewisser Weise versagt hat und deswegen sein Team an den russischen Milliardär Alexander Shnaider verkaufen musste. Man kann ihm unterstellen, dass er es verabsäumt hat, auf die Erfolge von 1998 und 1999 aufzubauen. Und dennoch: Im Gegensatz zu anderen Privatiers hat es der Nordire geschafft, seinen Rennstall zumindest am Leben zu erhalten.

Jordan steht den Gelben aus Silverstone auf dem Papier zwar noch als Berater und Sponsoringbeauftragter zur Verfügung, hat aber tatsächlich kein Mitspracherecht mehr auf diverse Entscheidungen. Doch dass der Rennstall nach der schweren finanziellen Krise im vergangenen Jahr überhaupt noch besteht, ist fast ein kleines Wunder - vor allem für die Belegschaft, die ohne den Verkauf an 'Midland' auf der Straße gestanden wäre.

Verkauf dank der Hilfe von Ecclestone zustande gekommen

"Der große Alain Prost", so Jordan gegenüber 'AtlasF1', "hat sein Team zugesperrt. Arrows hat zugesperrt, Lotus hat zugesperrt, Brabham hat zugesperrt und auch March - also waren nicht einmal Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.) und Max (Mosley; Anm. d. Red.) davor gefeit. Ich habe mir aber geschworen, dass ich es nicht soweit kommen lasse. Das war mir am wichtigsten. Bernie hat mir dabei geholfen und es ist mir gelungen."

Im Dezember 2004 trafen sich Jordan und Ecclestone, wobei sich Ecclestone nach dem finanziellen Zustand des Teams erkundigte. Jordan antwortete, dass alles unverändert sei und er bald keine Gehälter mehr zahlen könne, worauf Ecclestone 'Midland' ins Spiel brachte. Zwar hatte der russisch-kanadische Konzern ursprünglich vor, mit der italienischen Rennwagenschmiede Dallara ein eigenes Team auf die Beine zu stellen, schlussendlich hat man es sich aber doch anders überlegt.

"Es ist mir schon schwer gefallen loszulassen, aber man muss der Wahrheit ins Gesicht schauen", so Jordan. "Man muss sich in den Spiegel schauen und sich fragen, 'Wo führt das alles hin? Was passiert da?', und dann erkennt man relativ klar, dass man alles an jemanden Jüngeren abgeben sollte, der mehr finanzielle Schlagkraft hat und der das Team zusammenhalten und die Mitarbeiter weiterhin beschäftigen kann."

Ein bisschen Wehmut: "Jordan wird immer mein Baby bleiben"

"Ich habe das Gefühl, dass ich ein sehr gutes Team hinterlassen habe - mit Toyota-Motoren, guten Leuten, einem guten Background und einer Aufstellung, die schon Grands Prix gewonnen hat", fuhr der 56-Jährige fort. "Jordan wird immer mein Baby bleiben, aber es hat jetzt eben das 'Midland'-Baby geheiratet." Aber warum kommst du nicht nach Australien, Eddie? "Gute Eltern sind bei der Hochzeit dabei, aber sie fahren doch nicht in die Flitterwochen mit", entgegnete er grinsend.
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Dass er schlussendlich mit seinem Traum, eines Tages eine Weltmeisterschaft zu gewinnen, gescheitert ist, hängt sicherlich zum Teil mit den wirtschaftlich schwierigen Bedingungen zusammen, die derzeit in der Formel 1 herrschen. Dennoch ist Jordan durchaus bewusst, dass er es selbst in der Hand gehabt hätte, manche Dinge besser zu machen: "Ich sehe mich nicht als Opfer", hielt er selbstkritisch fest.

Keine Schuldzuweisungen in Richtung der Hersteller

"In erster Linie muss ich mir selbst die Schuld geben, ich kann nicht alles den Herstellern in die Schuhe schieben. Es war mein Fehler. Ich habe nicht die notwendigen Sponsorengelder aufgetrieben und daher kann ich niemanden für mein eigenes Versagen verantwortlich machen", ergänzte er. Dennoch beschwerte er sich lautstark darüber, dass sich Ford ohne Vorankündigung zurückgezogen und ihm damit letztendlich den Todesstoß versetzt hat.

Seine neu gewonnene Freizeit wird der Ire übrigens nicht dazu nutzen, zu allen Formel-1-Rennen zu kommen, sondern er plant nur den Besuch von drei oder vier Grands Prix und wird sich ansonsten vor allem um seine Familie und seine Hobbys kümmern. Das Rennen in Australien am kommenden Wochenende schaut er sich erstmals nicht vom Kommandostand aus an, sondern in einem gemütlichen Lehnsessel vor dem TV-Gerät...

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25.02.: Jordan: Formel 1 auf dem Roten Platz

Die neue Jordan-Führung unter Alexander Shnaider lässt keinen Zweifel daran, dass Russland in der Formel 1 künftig vertreten sein soll. Passenderweise wurde das neue Auto, der Jordan-Toyota EJ15, heute auf dem Roten Platz in Moskau präsentiert. Dabei mussten die Teamführung und die Fahrer Tiago Monteiro und Narain Karthikeyan mit typischen russischen Bedingungen zurechtkommen: Schnee und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

"Wir wollen, dass unser Formel-1-Team einen russischen Charakter hat, daher ist es wichtig, dass wir uns hier in Moskau den Medien und den Geschäftskreisen vorstellen", so Jordans Managingdirektor Colin Kolles. "Wir wollen ihnen zeigen, wie aufregend die Formel 1 ist, und ich hoffe, dass es für die Leute aufregend ist, ein Formel-1-Auto und die Fahrer hier im Herzen der russischen Hauptstadt zu sehen."

Auch der Sportliche Leiter des Teams, Trevor Carlin, war erfreut, "den Jordan-Boliden und die Fahrer nach Moskau" zu bringen. "Es ist eine glorreiche Stadt und wir sind wirklich geehrt, die ersten Formel-1-Repräsentanten in Russland zu sein. Wir haben einige fantastische Leute während unseres Besuches getroffen und ich wünschte, es wäre nicht nur ein so kurzer Besuch gewesen."

Große Hoffnungen kann sich das Team in den ersten Rennen aber kaum machen. Der EJ15-Bolide ist nur eine verbesserte Version des Vorjahresautos, zudem haben beide Fahrer keine Formel-1-Erfahrung und das Testprogramm im Winter war nicht sehr umfangreich. "Wir werden nun direkt nach Melbourne reisen, um unsere letzten Vorbereitungen für den Australien-Grand-Prix abzuschließen - wir können das Rennen kaum erwarten", so Carlin abschließend.

"Ich bin aufgeregt darüber, Moskau zu besuchen", so Tiago Monteiro. "Ich bin zum ersten Mal in Russland und bin beeindruckt davon, wie außergewöhnlich dieser Platz ist und wie warmherzig die Menschen sind. Es ist großartig, dass wir wenige Tage vor der Abreise zum ersten Rennen unser Auto hier vorstellen, denn so können die Menschen einen Eindruck von der Formel 1 bekommen. Es ist ein Motivationsschub, dass wir so viel Unterstützung aus Russland genießen, und das wird uns beim Saisonauftakt in Australien und auch danach zusätzlich gewaltig anspornen."

"Russland würde - genau wie meine Heimat Indien - in Zukunft gerne ein Formel-1-Rennen austragen", erklärte Karthikeyan. "Es gibt auch Ähnlichkeiten zwischen unseren Ländern, obwohl man da das Klima sicher ausklammern muss! Die Hauptgemeinsamkeit ist, dass sich mehr und mehr Menschen für die Formel 1 zu interessieren beginnen. Für Sponsoren ist es eine großartige Geschäftsmöglichkeit. Der Sport begeistert in mehr und mehr Ländern und gewinnt dadurch neue Fans hinzu. Ich hoffe, dass uns die russischen Fans als ihr Team annehmen, und ich hoffe auch, dass wir sie stolz machen werden."

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25.02.: Doornbos wird Jordans Freitagstester

Lange Zeit verhandelte Robert Doornbos mit Jordan über ein Stammcockpit für die Saison 2005. Als die Midland-Gruppe den Rennstall übernahm, kamen die Gespräche ins Stocken. Schlussendlich gingen die beiden Cockpits an Tiago Monteiro und Narain Karthikeyan. Doch der Niederländer, der schon 2004 bei drei Rennen Freitagstester bei Jordan war, gab die Hoffnung nie auf.

Obschon das Team mit Nicky Pastorelli bereits einen Testfahrer verpflichtet hat, bekam nun dessen Landsmann Doornbos den Zuschlag als Freitagstester bei den "Gelben". "Man muss von der Pace von Robert Doornbos beeindruckt sein - in jedem Aspekt", erklärte Colin Kolles, Managingdirektor bei Jordan, in Moskau. "Er hat seine Rennfahrerkarriere im Vergleich zu den anderen Fahrern recht spät begonnen und in dieser Situation muss man außergewöhnlich sein und die Leute schnell beeindrucken können, um die Stufen zu erklimmen."

"Das hat er geschafft, und er hat sich im vergangenen Jahr würdig für die Formel 1 erwiesen", fuhr er fort. Doornbos konnte bei seinen drei Einsätzen für Jordan in der Saison 2004 durchaus überzeugen, gerade beim Saisonabschluss in Sao Paulo. "Wir sind glücklich, dass er weiter mit uns arbeiten und versuchen wird, das Beste aus den Freien Trainings am Freitag zu machen. Gleichzeitig hat er die Gelegenheit, weiterhin etwas in der Formel 1 zu lernen."

"Es war fantastisch, im vergangenen Jahr bei drei Grands Prix für Jordan im Einsatz zu sein, aber in diesen Freien Trainingssitzungen saß ich erstmals in einem Formel-1-Auto", so der Niederländer. "Ich bin erfreut, dass ich nun die Gelegenheit habe, weiterhin zu testen, zu lernen und mich zu entwickeln. Das gilt für mich, aber auch für das Team."

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22.02.: Jordan bestätigt Nicky Pastorelli

Nach dem "Überraschungstest" vergangene Woche in Barcelona hat das Jordan-Team am Dienstag wie erwartet Nicky Pastorelli als neuen Testfahrer bestätigt. Der amtierende Superfund Euro 3000-Champion ist damit der erste Fahrer, der in das 'Young Driver Programme' offiziell aufgenommen wird, das von MidlandF1 ins Leben gerufen wurde und dabei helfen soll, viel versprechenden Fahrern den Weg in die Formel 1 zu ebnen.

"Wir haben die Entwicklung von Nickys Karriere mit Interesse verfolgt", so Colin Kolles, Managing-Direktor von Jordan Grand Prix über den 21-jährigen Holländer. "Er ist schnell und hat gezeigt, dass er ein Sieger ist. Wir sind aus diesem Grund froh, dass wir ihm die Möglichkeit geben können, die Formel 1 als unser Testfahrer kennen zu lernen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm."

"Ich bin sehr aufgeregt angesichts dieser Möglichkeit und ich möchte mich bei Jordan dafür bedanken, dass sie mir vertrauen", so Pastorelli. "In der vergangenen Woche ein paar Runden im Auto in Barcelona zu bekommen war eine unerwartete aber fantastische Erfahrung und ich möchte nun für das Team als offizieller Testfahrer gute Arbeit verrichten. Ich freue mich auf meine nächste Ausfahrt."

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08.02.: Jordan-Toyota EJ15 absolvierte Rollout

Der Wettergott war dem Jordan-Team letztlich doch noch wohl gesonnen, sodass sich der Nebel über der Strecke in Silverstone gegen Nachmittag lichtete und der Jordan-Toyota EJ15, das Auto für die Saison 2005, erstmals getestet werden konnte. Tiago Monteiro, der im vergangenen Jahr immerhin einige Testkilometer in einem Minardi-Boliden abspulte, saß am Steuer des neuen Autos. Der EJ15 erinnert optisch stark an das Vorjahresmodell, ein Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen neuen Autos gibt es jedoch: Direkt über den Kühleröffnungen an den Seitenkästen sind kleine Zusatzflügel montiert.

Befahren wurde nur die kurze Streckenvariante, der 'National Circuit', in Silverstone. Auf dem Plan standen nur grundsätzliche Funktionstests. Die produktive Testarbeit soll erst am Mittwoch beginnen. "Der Tag hier in Northamptonshire begann sehr neblig, wir mussten den ganzen Morgen mit Warten verbringen", erklärte Trevor Carlin, der Sportliche Direktor des Teams.

"Als das Wetter sich am Nachmittag leicht besserte, lief es recht gut und Tiago konnte fast 100 Kilometer zurücklegen und gute Fortschritte beim Testen der verschiedenen Systeme des Autos machen", fuhr er fort. "Wir freuen uns nun darauf, in zwei Tagen mit dem Testprogramm mit voller Kraft beginnen zu können."

"Von meiner Seite aus lief es heute großartig", erklärte ein zufriedener Monteiro nach seinen Runden, "auch wenn es wirklich kalt war. Wir haben wegen dem Nebel erst spät begonnen, daher haben wir nicht alles geschafft, was wir geplant hatten. Aber am Nachmittag konnten wir 35 Runden ohne größere Probleme drehen. Wir haben einige Dinge, die wir wollten, getestet und ich fühle mich im Auto wohl. Ich bin wirklich glücklich und freue mich auf die weiteren Arbeiten in dieser Woche."

Der Portugiese wird die Basisarbeiten auch am Dienstag fortsetzen. Ab Mittwoch soll dann die ernsthafte Testarbeit beginnen. Den Auftakt wird Narain Karthikeyan, der auch am Donnerstagvormittag im Boliden sitzen wird, bestreiten. Am Nachmittag wird dann wieder Monteiro das Auto übernehmen. Bereits am Freitag soll das zweite Auto fertig sein, sodass beide Stammfahrer zum Einsatz kommen werden.

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03.02.: Offiziell: Karthikeyan und Monteiro bei Jordan

Den vielen Gerüchten der vergangenen Tage setzte das Jordan-Team heute ein Ende und benannte die beiden Stammfahrer der Saison offiziell. Wie vermutet werden mit Narain Karthikeyan und Tiago Monteiro zwei Neulinge für die "Gelben" starten. Karthikeyan bestätigte schon vor einigen Tagen, dass er eine Offerte des Teams angenommen habe, bei Monteiro war ein Engagement durch die Verbindung zu Trevor Carlin absehbar. Carlin, heute der Sportchef bei Midland, war von beiden Piloten der Teamchef in der Formel 3.

Mit Karthikeyan kommt der erste indische Rennfahrer in die Formel 1 und soll so auch einen neuen Geschäftsbereich erschließen. "Ich kenne Narain sehr gut, da er 1998 für mich in der Formel 3 fuhr", erklärte Carlin. "Seither setzte ich ihn in vielen Formel-Klassen ein. Wir haben eine Menge Rennen zusammen gewonnen. Er ist sehr stark, ein superschneller Fahrer. Manchmal ist sein Stil etwas rau und wild, aber er hat schon gezeigt, dass er ein Sieger ist und ich bin zuversichtlich, dass unsere Umgebung ihn anstacheln wird. Er ist für die Formel 1 bereit und ich denke, er wird für uns gute Arbeit leisten."

Tiago Monteiro dürfte einigen noch aus seinen Gastspielen in der ChampCar-Serie bekannt sein. Im Team von Emerson Fittipaldi gab er 2003 keine schlechte Figur ab, eroberte gar eine Pole Position. Im vergangenen Jahr führte ihn seine Karriere zurück nach Europa - in das Team von Carlin. "Auch Tiago ist schon für mich gefahren", erklärte er. "In der vergangenen Saison fuhr er in der Nissan Dallara World Series, wurde Zweiter in der Meisterschaft und gewann fünf Rennen - er hat einen fantastischen Job gemacht."

Vorschusslorbeeren für Tiago Monteiro

"Er ist hoch professionell und als Fahrer technisch sehr gut, er wird gut mit dem Team zusammenarbeiten, um das Beste aus dem Auto herauszuholen und es zu verbessern", fuhr er fort. "Er ist extrem fit und gerade im Rennen sehr stark, macht selten Fehler. Dies ist nun die Chance für ihn, sich selbst zu beweisen und die Leute auf sich aufmerksam zu machen. Er ist bereit, einen großen Eindruck zu hinterlassen."

"Wir sind froh, dass wir dieses Fahreraufgebot haben, das uns ein wirklich starkes Paket bezüglich Jugend, technischen Fähigkeiten, Geschwindigkeit und Talent gibt", schloss Carlin ab. Dennoch startet das Team, das zumindest zum Teil neu in der Formel 1 ist, mit zwei neuen Fahrern. Karthikeyan absolvierte einige Testfahrten in der Vergangenheit, Monteiro war 2004 immerhin der offizielle Testfahrer von Minardi. Doch da Minardi kaum testete, waren Einsätze selten.

"Ich bin hoch erfreut, in dieser Saison Teil des Jordan-Teams zu sein", so Monteiro. "Ich habe jede Saison hart gearbeitet, damit ich eines Tages in der Lage sein würde, in die Formel 1 zu kommen. Ich möchte das Beste daraus machen und auch allen danken, die geholfen haben, dass ich nun hier bin. Portugal hat fast zehn Jahre auf einen Formel-1-Fahrer warten müssen, und die Tatsache, dass ich mein Land und die portugiesische Kultur weltweit repräsentieren werde, macht mich stolz und motiviert mich."

Karthikeyan ist endlich am Ziel

Nach Mario Araujo de Cabral, Pedro Chaves und Pedro Lamy ist Monteiro erst der vierte Portugiese, der es bis in die Formel 1 geschafft hat. "Ich denke auch an all meine Freunde und Unterstützer in Frankreich, wo ich die meiste Zeit meiner Karriere verbracht habe", fuhr er fort. "Es ist großartig, mit Jordan zu starten. Dass auch Midland und die ganzen Leute von Carlin mit dabei sind, ist sicher ein großes Plus."

Auch Karthikeyan freut sich, dass er es nach Jahren der Bemühungen endlich in die Formel 1 geschafft hat. "Mein Ziel war es immer, in der Formel 1 anzutreten, denn dort war bisher noch kein indischer Fahrer", erklärte er stolz. "Ich habe die Hoffnungen einer ganzen Nation hinter mir, ich habe also keine Wahl, ich muss erfolgreich sein. Ich habe schon mit drei verschiedenen Formel-1-Teams auf verschiedenen Kursen getestet. Ich werde alles geben, was ich habe, daher bin ich auch zuversichtlich, dass es ein gutes Jahr für mich werden wird."

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24.01.: Offiziell: Midland übernimmt Jordan-Team

Nach langen Diskussionen und unzähligen Spekulationen ist es nun perfekt: Midland wird das Jordan-Team übernehmen. Teamchef Eddie Jordan und Midland-Boss Alexander Shnaider kamen am Wochenende überein, ab sofort gemeinsame Wege in der Formel 1 zu bestreiten. Shnaider wird das Jordan-Team aber noch nicht ganz übernehmen. In der Saison 2005 wird der Rennstall weiter unter dem Namen 'Jordan Grand Prix' an den Start gehen, die Boliden werden Jordan-Toyota EJ15 heißen.

Ab dem Jahr 2006 wird dann die vollständige Übernahme wohl vollzogen sein, das Jordan-Team wird dann aus der Formel 1 verschwinden. "Ich habe 35 Jahre meines Lebens dem Motorsport gewidmet und hatte fantastische Zeiten dabei", so Jordan. "In den vergangenen 14 Jahren hatte ich das Glück, in der Formel 1 zu sein. Der erste Grand-Prix-Sieg 1998, als wir die Phalanx der Top-Teams zu dieser Zeit durchbrachen, ist für mich ein persönlicher Triumph."

Ecclestone als Vermittler

Hinter der Teamübernahme steht, wie so oft bei solchen Dingen, Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, der gewissermaßen eine Vermittlerrolle einnahm. "Ich muss Bernie Ecclestone dafür danken, dass er mir Alex Shnaider von Midland F1 vorstellte. Ich glaube voll und ganz daran, dass der Zusammenschluss von Midland und Jordan das Team stärker machen wird."

"Ich habe in den vergangenen Monaten mit einigen Interessenten gesprochen, und das sind die absolut richtigen Leute", fuhr er fort. "Sie sind zielstrebig, und wenn man einen Blick in die Zukunft riskiert, dann wird dieses Team wieder zu der Stärke zurückkehren, die es bereits bewiesen hat. Der Sport und die nötige Unterstützung haben sich geändert, und dieser Deal gibt dem Team die Sicherheit und die Stärke, die es braucht."

Mit der abgeschlossenen Rettung seines "Lebenswerkes" wirft der 56-Jährige auch einen Blick zurück. "Wir hatten einige unglaubliche Fahrer, die durch dieses Team kamen, und ich fühle mich privilegiert, dass ich mit jedem Einzelnen von ihnen arbeiten durfte. Das gilt auch für die Teammitglieder, die für mich arbeiteten. Auch bin ich dankbar für die Unterstützung der Sponsoren, der Motorenhersteller, der technischen Partner, der Gesellschafter und all den treuen Unterstützern in all den Jahren."

Eddie Jordan ist dankbar und glücklich

Besonders freut ihn die neu gewonnene Sicherheit für die derzeitige Crew des Rennstalls, die "durch schwere Zeiten gegangen ist". "Auf viele Arten schulde ich alles, was ich erreicht habe, meiner Frau Marie und meiner ganzen Familie, denn ihre unnachgiebige Unterstützung erlaubte es mir, meinen Traum zu verfolgen. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich damit verbracht, ein Geschäft aus meinem Hobby zu machen. Ich weiß, dass nur sehr wenige dieses Glück haben."

"Ich bin glücklich, dass der Name Jordan für die verbleibende Zeit erhalten bleibt und ich bin auch erfreut, dass ich bestätigen kann, dass ich weiter im Team involviert bleiben werde. Ich werde Jordan auf dem Weg nach vorn auf den geschäftlichen Gebieten und bei den Sponsoren begleiten", schloss er ab.

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13.01.: Jordan-Team arbeitet unter Hochdruck

Während die meisten Teams in diesem Jahr das Testprogramm bereits aufgenommen haben oder kurz vor der Fertigstellung der neuen Autos stehen, herrscht bei Jordan noch Aufbauarbeit. Durch den spät eingefädelten Motorendeal mit Toyota kämpft der britische Rennstall mit Terminsorgen. Im Januar wird man daher keine gelben Autos bei den Testfahrten zu Gesicht bekommen. Erst im Februar wird man mit dem neuen EJ15 wieder Versuchsfahrten unternehmen.

"Im Winter ist es wegen des kurzfristigen Motorendeals und zahlreicher anderer Herausforderungen für uns wie ein Rennen gegen die Zeit", erklärte Jordans Technischer Direktor Mark Smith auf der Internetseite des Teams. "Jordan muss mit einigen Zwängen umgehen, die nicht alle Teams haben, aber ich glaube, dass sich die Umstände in Zukunft wieder ändern werden, das sollte uns helfen, uns signifikant zu verbessern. Momentan konzentrieren wir uns auf die anliegende Arbeit, und jeder im Team hat bisher alles gegeben. Mit dem Glauben und der Hilfe unserer vielen Unterstützer haben wir einen Fortschritt erzielt."

Doch die verlorene Zeit ist bis zum Saisonstart am 6. März in Melbourne kaum mehr aufzuholen. "Wir haben zwei volle Testwochen für den Februar geplant", erklärte Smith weiter. "Dabei werden wir wahrscheinlich mit einer Interimsversion des EJ15 beginnen, damit wir die Systeme bezüglich des Motoreneinbaus weiterentwickeln können, ehe wir die volle Rennspezifikation für Australien fertig stellen. Wir waren von der Unterstützung von Toyota sehr beeindruckt und wir haben eine sehr gute Arbeitsbeziehung zu ihnen."

Die Zeit- und Geldnot zwang das Jordan-Team auch zu weiteren Kompromissen. "Der EJ15 ist im Grunde eine Weiterentwicklung des EJ14 mit einem Toyota-Motor", erklärte er. "Wenn wir von diesem Anfangspunkt aus weitermachen können, planen wir zur Mitte der Saison große Weiterentwicklungen. Ich wäre bezüglich der Erwartungen für die ersten Rennen sehr vorsichtig, aber im Laufe der Saison können wir einiges erreichen. Man sollte uns nicht voreilig abschreiben."

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15.11.: Offiziell: Jordan bekommt Toyota-Motoren

In den vergangenen zwei Wochen wurde aus einem anfänglichen Gerücht recht schnell eine handfeste Tatsache, die nun offiziell bestätigt wurde: Toyota wird 2005 das Jordan-Team mit Kundentriebwerken versorgen. Dies gab das Team offiziell bekannt. Jordan wird für einen "erschwinglichen" Preis die aktuellen RVX-05-Motoren des Jahres 2005 erhalten. Finalisiert wurde der Kontrakt erst am vergangenen Freitag.

"Die Entscheidung, das Jordan-Team mit Triebwerken auszustatten, wurde erst in den vergangenen Wochen getroffen, nachdem die Motorenregeln für 2005 bestätigt wurden", erklärte Toyota-Teamchef Tsutomu Tomita. "Der Wechsel zu einem Zwei-Rennen-Motor und die geplante Testreduzierung für das nächste Jahr haben auch beträchtlich zum Deal beigetragen."

Doch die Zeit bis zur nächsten Saison ist knapp bemessen, die Motorenabteilung in Köln erwartet ein Kraftakt. "Aber wir sind glücklich, das angehen zu können", so der Japaner. "Wir sind froh, dass wir unsere Dienste anbieten können, um einem anderen Team zu helfen, gerade in Anbetracht der momentanen Schwierigkeiten in der Formel 1, besonders bei der Motorenfrage. Ich hoffe, dass der Toyota RVX-05-Motor in der kommenden Saison eine grundlegende Säule des Jordan-Teams sein wird."

Das Jordan-Team hat die Nennung bei der FIA bisher zurückgehalten, da der offizielle Name des Rennstalls noch nicht feststand. Zumindest Toyota wird nicht im Namenszug auftauchen. Außerdem werden die Logos von Toyota "nicht in Verbindung mit jenen von Jordan Grand Prix verwendet werden", wie es im Statement heißt. Über die Laufzeit des Vertrages wurde nichts bekannt.

"Das Lob gebührt Toyota", so Teamchef Eddie Jordan. "Sie waren nicht nur zu Jordan fantastisch, weil sie dem Deal so kurzfristig zugestimmt haben, sie haben für den Sport auch eine großmütige Sache getan, weil sie die Formel 1 nicht exklusiv bestreiten. Die Lieferung von Toyota-Motoren ist ein großer Schub für Jordan und ich bin begeistert, in den kommenden Wochen und Monaten unser Paket für 2005 zu schnüren. Diese Bekanntgabe, zusammen mit einigen anderen, die in Kürze folgen werden, werden Jordan neu beleben und wir hoffen, dass wir Toyota beim Kampf in der Weltmeisterschaft unterstützen können."

Über eine Einigung im Bereich der Fahrer wurde nichts bekannt, es ist jedoch anzunehmen, dass Toyota den bisherigen Testfahrer Ryan Briscoe bei Jordan platzieren möchte. Der Australier ist für die Tests der Saison 2005 nur noch vereinzelt eingeplant, ein Stammcockpit war immer sein Ziel. Eine offizielle Bekanntgabe hierfür liegt allerdings noch nicht vor.

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22.09.: Jordan kündigt Pantano - Glock wieder am Start!

Nicht nur über die Rückkehr von Ralf Schumacher und Jacques Villeneuve dürfen sich die Formel-1-Fans beim Großen Preis von China freuen, Jordan-Testfahrer Timo Glock wird von Teamchef Eddie Jordan befördert und kommt nach seinem kurzfristigen Einsatz beim Großen Preis von Kanada Mitte Juni zu seinem zweiten Renneinsatz. Der 22-Jährige holte in Montreal dank der Disqualifikation zweier Autos sogar zwei WM-Punkte.

Gleichzeitig gibt der Jordan-Ford-Rennstall bekannt, dass man sich mit sofortiger Wirkung von Giorgio Pantano getrennt hat. In Kanada musste Glock für den Italiener einspringen, weil es Probleme mit der Überweisung von vereinbarten Sponsorengeldern gab. Auch dieses Mal dürften ausbleibende Zahlungen der Grund für die vorzeitige Kündigung sein. Nun kommt erneut der 'F1Total.com'-Kolumnist zum Einsatz, der wohl alle drei restlichen Saisonrennen bestreiten wird, auch wenn es hierzu seitens Jordan keine offizielle Auskunft gibt.

"Es war eine Freude, in diesem Jahr mit Giorgio zu arbeiten, aber vertragliche Angelegenheiten haben keine andere Wahl gelassen und wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute", so Teamchef Eddie Jordan. "Timos Leistung während der Saison als unser dritter Fahrer bei den Testfahrten und im Freien Training waren erster Klasse, besonders als er in Kanada einsprang und das Rennen bestritt. Ich bin zuversichtlich, dass er trotz dieses unerwarteten Anrufes erneut gute Arbeit für Jordan leisten wird. In Shanghai wird er im selben Boot sitzen wie alle anderen, denn der Kurs ist für die Fahrer neu."

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17.09.: Schock für die F1: Jaguar und Ford ziehen sich zurück

Kaum ist in die Formel 1 durch die massiven Fahrer-Rochaden der letzten Tage neuer Schwung gekommen, holt die "Königsklasse des Motorsports" wieder die Realität ein. Eddie Jordan überlegt ernsthaft, ob es Sinn macht, mit seinem Team weiter an den Start zu gehen und am Freitag hat die Ford Motor Company einige Umstrukturierungen bekannt gegeben, um das angeschlagene Unternehmen zu sanieren. Ein Teil dieses Planes beinhaltet die Einstellung des Formel-1-Projektes Jaguar Racing. Auch Ford wird es 2005 in der Formel 1 nicht mehr geben, deshalb steht Eddie Jordan im Moment auch ohne einen Motorenpartner da.

"Jaguars Präsenz in der Formel 1 war eine wertvolle Plattform für das Marketing und die Markenbewusstheit, besonders außerhalb unserer Hauptmärkte in den USA und England", so John Greenwell, Vorsitzender und Geschäftsführer von Jaguar and Land Rover. "Es ist jedoch unsere gemeinsame Ansicht, dass es Zeit für Jaguar ist, sich zu 100 Prozent auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren."

Über "viele Monate" hinweg habe die Ford Motor Company das Formel-1-Projekt genau durchleuchtet, doch der Entschluss ist gefallen, das Projekt einzustellen. Man möchte nun versuchen, dass die Angestellten von Jaguar Racing eine neue Beschäftigung bekommen, ein Verkauf des Teams ist aus diesem Grund die bevorzugte Variante. Hier gibt es durchaus Interesse, zum Beispiel von Formel-3000-Teamchef Christian Horner, der allerdings damit kämpft, das notwendige Budget aufzubringen.

Auch die zum Konzern gehörende Motorenschmiede Cosworth soll verkauft werden. Minardi-Teamchef Paul Stoddart verfügt mit Cosworth über einen Kundenvertrag für die kommende Saison. Es ist fraglich, ob es sich für die die Rennmotorenschmiede lohnt, nur ein Team - zudem das finanzschwächste - mit Motoren auszurüsten. Am Freitag wurde zudem bekannt gegeben, dass Ford eines der drei Jaguar-Werke in Großbritannien schließen wird. In dem Werk montieren über 2.000 Mitarbeiter Sport-Coupes.

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15.09.: Muss Jordan aufgeben? Regierung soll Minardi helfen

Vor wenigen Tagen hätte der Verkauf des Jordan-Teams nach Dubai offiziell werden sollen - doch es gab keine Bekanntgabe. Am vergangenen Dienstag musste sich Teamchef Eddie Jordan deshalb vor seine Mitarbeiter stellen, den gescheiterten Verkauf bekannt geben und erklären, dass es um die finanzielle Situation des Teams nicht gut bestellt ist, die Zukunft des Rennstalls nicht gesichert ist: "Wer das Team verlassen will, darf jederzeit gehen", wird der 56-Jährige von der 'msa' zitiert. Noch vor dem Saisonende könnten die ersten Mitarbeiter entlassen werden.

Auch das Minardi-Team kämpft nach wie vor um das Überleben, auch wenn man vor kurzem einen neuen Motorendeal mit Cosworth bekannt gegeben hat. Dieser wird das Team aber in der kommenden Saison 10 bis 15 Millionen Dollar kosten, die erst einmal aufgebracht werden müssen. Doch es ist eine Finanzspritze in Sicht. Wie die 'Gazzetta dello Sport' berichtet, könnte das Italienische Ministerium für Innovation und Technologie dem Team dank dessen Verdienste für das Land unter die Arme greifen.

"Gian Carlo Minardi war ein mutiger Mann, der so sehr an den Motorsport geglaubt hat, dass er sein persönliches Vermögen riskiert hat", wird Franco Lucchesi, der Präsident des Italienischen Automobilklubs zitiert. "Die Fahrer, die dank diesem Team in der Formel 1 landen, lassen uns realisieren, dass wir sie nicht ignorieren können. Minardi ist involviert in den höchsten Level von Forschung und Experimentation und aus diesem Grund glauben wir, dass es dank der Stiftung des Ministeriums für Innovation und Technologie möglich sein wird, ihnen eine Anerkennung für das zukommen zu lassen, was sie erreicht haben."

Für die Formel 1 wäre ein Verlust von Jordan oder Minardi kein Zuckerschlecken, denn Formel-1-Boss Bernie Ecclestone garantiert den Veranstaltern ein Feld mit mindestens 20 Autos. Somit könnte erneut ein Fonds gegründet werden, um Jordan und Minardi zu retten. Auch der Brite dürfte persönlich sein Portemonnaie öffnen, um die beiden Teams zu retten. Sollten alle Stricke reißen, müssten einige Teams mit einem dritten Auto an den Start gehen - ein Szenario, das sich niemand auch nur ausmalen möchte...

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