GP der USA in Indianapolis
| 19.06.: Rennen: Die Sieger des Wochenendes: Jordan-Toyota | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Als gestern Morgen alle Teams versuchten, mit dem Einbau einer improvisierten Schikane in der Steilkurve den Grand Prix der USA doch noch zu retten, waren sich diesbezüglich bis auf Ferrari alle einig. Dann sprang Jordan-Toyota plötzlich ab: Die Mannschaft aus Silverstone witterte die Chance, gegen Minardi-Cosworth wertvolle Punkte zu machen und damit den finanziell lukrativen Kampf um die Konstrukteurs-WM-Position neun vorzeitig zu entscheiden. Als Jordan-Toyota aus eben diesem Grund zusagte, doch am Rennen teilzunehmen, musste auch Minardi-Cosworth aus sportlichen Gesichtspunkten vom Boykott-Zug abspringen - ansonsten wäre Ferrari alleine in Indianapolis gefahren. Für Tiago Monteiro und Narain Karthikeyan hat sich dieses Vorgehen gelohnt: Monteiro erbte den ersten Podestplatz seiner Karriere, Karthikeyan wurde - allerdings klar im Schatten seines Teamkollegen - Vierter. "Ich habe heute gemischte Gefühle", sagte Monteiro, "denn es war ein komisches Rennen. Für mich war es aber ein Rennen. Ich musste gegen meinen Teamkollegen und die anderen Mitstreiter fighten, speziell zu Beginn. Es war wie immer. Das Wichtigste war, ins Ziel zu kommen. Ich bin sehr happy für das Team, denn die Jungs haben hart gearbeitet. Ich bin zum neunten Mal hintereinander im Ziel, zum ersten Mal in den Punkten. Ich weiß, dass es merkwürdige Umstände waren, aber niemand kann mir das jetzt noch wegnehmen. Ich bin früher in Amerika Rennen gefahren und bedaure die Situation für die Fans, aber das hatte nichts mit uns zu tun." Karthikeyan freute sich ebenfalls über seine ersten WM-Punkte: "Da kommt es nicht darauf an, wie sie zustande gekommen sind", gab er zu Protokoll. "Punkte sind Punkte. Das ist das erste Mal, dass ein indischer Fahrer in der Formel 1 in die Punkte gefahren ist, also bin ich glücklich. Unter den Umständen war meine einzige Aufgabe, keine Fehler zu machen und ins Ziel zu kommen. Das Auto war zuverlässig und ich bin zufrieden." Sportchef Adrian Burgess fasste zusammen: "Das war ein ungewöhnliches Rennen für Jordan. Unter diesen ungewöhnlichen Umständen haben wir alles daran gesetzt, ins Ziel zu kommen und die Punkte mitzunehmen. Wir haben denselben Job wie sonst auch gemacht, sind aber keine unnötigen Risiken eingegangen und haben keine Fehler gemacht. Jetzt liegt unser Fokus auf dem Test in Barcelona nächste Woche und auf der Verbesserung unserer Autos", erklärte er. |
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Nicht klassifiziert (Startverzicht wegen Reifenproblemen):
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| 18.06: Qualifying: Jordan-Toyota startet von den Plätzen 17 und 19 |
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| Das Duell Minardi gegen Jordan nimmt auch in den USA seinen Lauf, das erste Kräftemessen ging in der Qualifikation an Jordan-Toyota, was angesichts der höheren Motorleistung auch nicht verwunderlich ist. Tiago Monteiro kam mit 2,837 Sekunden Rückstand auf den 17. Platz, Teamkollege Narain Karthikeyan belegte mit 3,151 Sekunden Abstand auf die Spitze den 19. Rang. "Meine Runde war sehr gut und sauber, aus diesem Grund bin ich sehr glücklich, denn ich habe wirklich hart gepusht um Zeit gutzumachen", so das Resümee von Tiago Monteiro. "Die Balance des Autos war viel besser als gestern und ich möchte mich bei meinem Team und den Ingenieuren dafür bedanken. Ich bin ziemlich zuversichtlich, was unser Renntempo für morgen betrifft." "Unsere Bridgestone-Reifen scheinen auf Longruns sehr gut zu arbeiten, aus diesem Grund hoffe ich, dass wir morgen ein gutes Rennen haben werden. Ich genieße es auch mehr, auf diesem Kurs zu fahren, jetzt, wo ich mich an ihn gewöhnt habe. Es ist wirklich schön, vor solch enthusiastischen Fans zu fahren." Narain Karthikeyan: "Ich musste ziemlich früh in die Qualifying-Einheit starten und die Strecke war noch ein wenig staubig. Aus diesem Grund bin ich mit meiner Zeit sehr zufrieden und mit der Balance, die wir gefunden haben. Ich denke, dass war im Ganzen eine ordentliche Runde. Der Wind war im Vergleich zu heute Morgen ein wenig stärker, aber generell lief alles gut. Ich hoffe nun, dass wir morgen in der Lage sein werden, die Ziellinie zu sehen und vielleicht einen Punkt zu holen." Sportdirektor Adrian Burgess: "Tiago hatte eine freie und saubere Runde und fuhr eine ordentliche Zeit. Narain erledigte im ersten und dritten Sektor gute Arbeit, war aber in der Mitte ein wenig übervorsichtig. Alles in allem sehen wir im Vergleich zu unserem direkten Wettbewerb gut aus und wir sind glücklich mit unserem Wissen in Bezug auf das Rennen." |
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WM-Stand Fahrerwertung nach 9 von 19 Rennen:
| WM-Stand Konstrukteurswertung:
(M) Michelin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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